Auf dem Banana-Pancake-Pfad 11: Sextourismus
Ein Netz aus Trampelpfaden und Hotels umspannt den Planeten. Man nennt es den Banana-Pancake-Pfad. Jede Woche lernen wir ein Stück davon kennen.
Pattaya ist ein Puff. Kein durchgehendes Etablissement natürlich, sondern eine 100.000-Einwohner Stadt am Golf von Thailand. Aber die Dichte an Gogo-Bars, gewöhnlichen Bordellen und „Pussy Pingpong“-Shows ist dermaßen hoch, dass der Ruf „Hey, sexy man!“ zu einem Hintergrundrauschen wird. Sextourismus findet in Thailand an drei Orten statt: Bangkok, Phuket und Pattaya. In Pattaya ist es am schlimmsten. Ich traf einen frustrierten Deutschen, den seine thailändische Frau verlassen hatte. Er betrieb dort eine Hähnchenbraterei. „Asiaten lieben Huhn“, sagte er. Auf dem Tisch lag die BILD-Zeitung. Belgier trifft man übrigens auch viele. Am ersten Tag lachte ich noch darüber, wenn auf dem Weg zum Strand permanent Mädchen auf mich zu stürmten, „Hey, sexy man!“ riefen und dann handgreiflich wurden. Sie packten mich an Händen, Unter- und Oberarmen und versuchten mich, in eine rosa-rote, glitzernde Bar zu zerren, aus der irrer Thaipop schallte. Ich grinste, weil ich gelernt hatte, dass man in Thailand ohne Grinsen gar nichts erreicht, und sagte höflich: „No, thanks!“ Am zweiten Tag fiel mir das Grinsen schwer. Ich wollte nicht unfreundlich sein, aber ich mag es nicht, wenn man an mir herumzerrt und mich mit „Come in!“ anschreit. Am Nachmittag des zweiten Tages wollte ich gar nicht mehr an diesem Ort sein, der so oversexed und overfucked war. Ich ging in ein nuttenfreies Internet-Cafe und spielte bis spät in die Nacht ein Computerspiel namens „Age of Empires“. Dann verlief ich mich.
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(schöne illu, mal wieder. die bild-schlagzeile ist besonders gelungen.)
Auf den Pancake-Weg gibts keinen Sex, und ich soll glauben, daß einer keinen Sex will, bei dem er sich nachher auch noch ohne größere Anstrengungen einreden kann, daß es eine gute Tat war?
Naja, ich war ja auch noch nie weiter wie Italien. ;-)
Achja, die 10 Euro einfach so zu geben, hätte mMn keiner Ethik der Backpacker widersprochen...
Sie fragte mich, ob ich ... noch ... essen wolle
*Ihre* Freundin ... eine richtige Frau ...
Wir lachten viel und das Mädchen, das echte, sagte irgendwann: „500 Baht“, und sie würde die Nacht bei mir bleiben.
Ich sagte nein, ... denn sonst müsse sie (ich?) die Nacht mit ebensolchen Leuten verbringen
und ich hatte Angst, einer von ihnen zu werden
ich meine, der Autor hat eine andere Seite von Pattaya gesucht und vielleicht gefunden - allerdings hat der den Beruf seiner Begleitung verwechselt - war wohl eher Hostess (lateinisch hospes - Gastgeber&in - zumindest hätte er es so sehen können?). Und Nächte sind für "vieles" gut?
UMUK - Live long and prosper
p.s. ja, ich lese selektiv, lasse aus und interpretiere ;)
und die zehn euro hättest du schon abdrücken sollen. einfach nur so. um ein etwas angemottetes wort zu benutzen: aus grossherzigkeit.
konstruktiver sind alternative Sichtweisen und nicht Vorwürfe?
Maybe "The wrong person, in the wrong place, at the right time?"
Zu hier passt die kurze Stelle 1:57 bis 1:58 und 1:05? und an die Verharmlosung der Konsequenzen und der Abrede von KriegsAlternativen in Afghanistan (0:57 - 1:04?) erinnert mich der ganze Vorspann (Trailer):
Good Morning ...
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12
09.04.2010 - 20:01 Uhr
OOMONO
du bist europäer, du hast auf jeden fall mehr geld. zehn euro tun nicht weh, ersparen ihr aber bestenfalls eine nacht mit nem alten mann mit mundgeruch.
oder geht es womöglich nur darum, seinen backpackertraum am leben zu erhalten und die berührung mit der lebensrealität der menschen vor ort zu vermeiden, zugunsten der eigenen romantischen vorstellungen? das wäre extrem egoistisch.