08.04.2010 - 18:30 Uhr

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So war's unterwegs! Zwei Reiseberichte aus Dublin und Stockholm

Text: mercedes-lauenstein - Fotos: Juri Gottschall

Wer unterwegs war, weiß was: Regelmäßig fragen wir Reisende nach ihren Erlebnissen - wie es war und wo es war. Heute erzählt William von Stockholm und Martin und Christian erzählen von Dublin

William, 24, Architekt in Zürich
Route: Zürich - Memmingen - Stockholm Treffpunkt: Allgäu Airport Memmingen nützlichstes Gepäckstück: Erinnerung, für alles andere reicht das Geld nicht "Ich bin für vier Tage nach Stockholm geflogen, weil meine Freundin dort wohnt. Wir haben deshalb natürlich keine großen Abenteuer unternommen, es ging ja hauptsächlich darum, dass wir uns wiedersehen. Wir sind durch die Stadt spaziert, waren bei dem großen H&M shoppen, haben gegessen und abends waren wir auch einmal feiern. Jedes Mal, wenn ich dort oben bin, packt mich die Sehnsucht, selbst einmal dort zu wohnen. Natürlich kann man jetzt sagen, dass liegt nur daran, dass meine Freundin dort wohnt. Aber es ist viel mehr als nur das. Die süßen Häuschen überall, diese Schönheit im Unperfekten, überall steckt soviel Persönlichkeit und Liebe drin. In der Schweiz hat man ständig das Gefühl, alle wollen immer nur perfekt sein, der Bordstein muss gerade sein, die Häuser akkurat und sauber. Man fühlt sich so kontrolliert und eingezwängt. Schweden hat außerdem ein ganz anderes Sozialsystem und das spürt man. Die Leute sind offener, niemand beäugt sich mißtrauisch, man duzt sich. Und durch die Mitgliedschaft in der EU ist jeder frei zu arbeiten wo er möchte. In die Schweiz kommt man ja von außen kaum rein und wenn, dann muss man sich seinen Weg nach oben hart erkämpfen. Jedem der nach Stockholm fährt, würde ich daher raten, einfach dort zu bleiben. Sich in einem der alternativen Viertel niederzulassen - Södermalm ist nicht ohne Grund das beliebteste Stadtviertel, es ist einfach bezaubernd. Die Haupteinkaufsstraße ist ja nicht der Rede wert, die ist wie in jeder anderen Stadt mittlerweile auch. Essen sollte man auf jeden Fall Hering und Wild. Der Mitbewohner meiner Freundin ist ein wahnsinnig guter Koch, er hat uns Elch mit einer Scotch-Kirschsauce bereitet. Zum Dahinfließen. Abends ist der Nachtclub „Base“ zu empfehlen. Mitgebracht habe ich nichts, ich fliege ja sowieso öfter hoch. Da spare ich das Geld lieber für die An- und Abreise beim nächsten Mal als es für Souvenirs auszugeben. Außerdem ist der Alkohol und die Schokolade, die ich jedesmal als Gastgeschenk hochfahre, schon teuer genug. Alkohol und Süßigkeiten sind in Schweden ja noch unbezahlbarer, die freuen sich immer so, wenn man ihnen was mitbringt. "
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