Auf dem Banana-Pancake-Pfad 10: Amerikaner
Ein Netz aus Trampelpfaden und Hotels umspannt den Planeten. Man nennt es den Banana-Pancake-Pfad. Jede Woche lernen wir ein Stück davon kennen.
Die „Posada Ruiz Dos“ ist eine der billigsten Unterkünfte in Antigua, Guatemala. Die Nacht kostet nur etwa drei Euro, und danach weiß man, wie die Bisse von Bettwanzen aussehen. Sie stechen komischerweise gerne im Dreieck. Nach einer Woche Posada Ruiz Dos hat man am ganzen Körper kleine Dreiecke. Einer der Gäste, seinen Namen habe ich vergessen, hatte ein Dreieck auf der Stirn. Kein Bettwanzendreieck, nein, er hatte sich ein Dreieck auf die Stirn tätowieren lassen, weil er „eines Tages am Ufer eines Sees gesessen war und ihm plötzlich dieses Zeichen erschienen sei“. Er reiste mit einem Didgeridoo und ohne Pass, weil Pässe seiner Meinung nach die Freiheit des Menschen raubten. Vielleicht hielt Jane die Bettwanzen für derart gefährliche Tiere, dass sie es vorzog, ihren Guatemala-Aufenthalt in einer Indiana-Jones-Uniform und Tropenhelm zu verbringen. Vielleicht vermutete sie auch in jedem Baum der 30.000-Einwohner-Stadt einen Jaguar lauern. Vielleicht war sie auch einfach falsch informiert worden und jemand hatte ihr erzählt, südlich der Grenze begänne die Wildnis, mit wilden Tieren und Barbaren. Mit Mike ein Gespräch zu führen, das länger als drei Minuten dauerte war schwierig. Plötzlich sprang er auf und schrie: "Sorry, I HAVE to do an asana now." Mike ging ein paar Schritte, rollte seine Yoga-Matte aus und machte dann Pflug, das Moorhhuhn oder den toten Affen. Was Mike, Jane und der Dreiecks-Mann gemeinsam hatten: Sie waren Amerikaner.
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chocolatecat sagte:
und die amis erkennt man immer spätestens an diesen trinkflaschen, während europäer meistens eher solche haben.
DAS stimmt wirklich. Genauso, wie der Italiener einen Invicta-Rucksack trägt.
Oh please.
Ich kann von amerikanischen Backpackern nur abraten. Von Deutschen übrigens auch: Deutsche Backpacker tragen nämlich gerne komische Outdoor-Fließjacken, sprechen so ein Nazi-Englisch, für das man sich fremdschämen muss, und kommen sich verdammt toll vor, weil sie ach so international und kosmopolitisch sind.
Oh please. Diese Selbstgeißelung so wohl besonders gentlemanlike rüberkommen...
und warum kommen im verhältnis 2 amis auf 87 engländer?
weil man england am einen tag mit nem shetlandpony ablatschen kann.
chocolatecat sagte:
...
und die amis erkennt man immer spätestens an diesen trinkflaschen, während europäer meistens eher solche haben.
...
ich mag die Nalgene auch lieber. Wenn man da heisses reinfuellt verbrennt man sich nicht die finger beim anfassen.
...
(und in antigua guatemala hab ich mal eine ehemalige klassenkameradin auf der strasse getroffen. zufällig.)
was ein Schock!
drolli sagte:
chocolatecat sagte:
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und die amis erkennt man immer spätestens an diesen trinkflaschen, während europäer meistens eher solche haben.
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ich mag die Nalgene auch lieber. Wenn man da heisses reinfuellt verbrennt man sich nicht die finger beim anfassen.
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(und in antigua guatemala hab ich mal eine ehemalige klassenkameradin auf der strasse getroffen. zufällig.)
was ein Schock!
ja, mir wurde auch erklärt, dass man die besser saubermachen kann, weil man die ganze hand reinkriegt. hat auch eingeleuchtet.
05.04.2010 - 10:27 Uhr
chocolatecat
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4
04.04.2010 - 19:13 Uhr
chocolatecat
und neuseeländer trifft man auch immer viele, obwohl's von denen ja nur 4 millionen oder so gibt.
und amis trifft man schon immer überall. und kanadier, die immer genervt sind, wenn man sie für amis hält, und deshalb einen kleinen kanadaflaggen-aufnäher auf dem rucksack brauchen.
und die amis erkennt man immer spätestens an diesen trinkflaschen, während europäer meistens eher solche haben.
(und in antigua guatemala hab ich mal eine ehemalige klassenkameradin auf der strasse getroffen. zufällig.)