24.03.2010 - 18:30 Uhr

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So war's unterwegs! Zwei Reiseberichte aus Irland und Kroatien

Text: mercedes-lauenstein - Fotos:Juri Gottschall

Wer unterwegs war, weiß was: Regelmäßig fragen wir Reisende nach ihren Erlebnissen - wie es war und wo es war. Heute erzählt Katja von Irland und Daniel von Kroatien

Katja, 20, studiert European Studies in Passau
Strecke: Germering-Memmingen-Dublin-Memmingen Treffpunkt: Allgäu Airport Memmingen - Dienstag, 12:45h Mitbringsel: eine Shamrock-Pflanze zum Selbstziehen das Beste an der Heimkehr: mein eigenes Bett, nach tagelangem Schlafen auf dem Boden letztes Essen vor der Ankunft in der Heimat: Cheeseburger bei Mc Donalds am Dublin Airport „Mit 16 Jahren habe ich ein High School Jahr in Amerika verbracht - als mich meine amerikanische Bekannten kürzlich anriefen um mir zu sagen, dass sie ein paar Wochen in Dublin verbrächten, wollte ich sie natürlich treffen. Und da ich sowieso gerade Semesterferien habe, bin ich kurzerhand für zehn Tage nach Irland geflogen. Wir haben uns an der Ostküste in Dungarvan getroffen und haben dort ein paar Tage in einem Apartment gewohnt. Ich habe die ganze Zeit auf dem Boden schlafen müssen, weil es nicht genug Betten gab. Das war aber eigentlich ganz lustig. Wir sind dann noch zusammen nach Cork gereist. Südirland ist sehr faszinierend, weil es dort so viele Burgen gibt. Und zwar nicht so Neuschwansteinschlösser, wie wir sie gewohnt sind - nein, richtige Burgen! Genau so, wie man sie als Kind immer gemalt hat, mit eckigen Türmen und Zacken und allem. Das war toll! Das Interessanteste der Reise war aber eigentlich, dass ich die ganze Zeit mit dem amerikanischen Blick auf die irische Kultur konfrontiert wurde. Für sie war vieles neu und unerwartet - ich glaube, dahinter steckt die Annahme, dass, wenn in einem Land dieselbe Sprache gesprochen wird wie in der eigenen Heimat, auch der Lebensstil nicht so fremd sein kann. Aber es fing ja schon bei der fremden Währung an. Ständig suchten sie in ihren Geldbeutel herum und konnten die passenden Münzen kaum finden. Dann die irischen, doch recht ausgelassenen Trinkgewohnheiten und der legere Umgangston unter den Einheimischen. Ich finde aber zum Beispiel gar nicht, dass die Iren so außergewöhnlich viel trinken. Es mag vielleicht auf den ersten Blick so rüberkommen, weil die vielen Pubs eben einen großen Teil der Landeskultur ausmachen- zum Schluss aber ist es genau wie in Deutschland: man geht halt mal ein Bier trinken. Und mal bleibt es dabei, mal wird es eines mehr. Was mich sehr beeindruckt hat, ist die große Gastfreundschaft der Iren. Wenn du beispielsweise im Bus unterwegs bist und weißt, dein Ziel liegt zwar auf der Strecke, aber abseits der planmäßigen Bushaltestellen, kannst du das dem Busfahrer einfach mitteilen. Er hält dann für dich an genau dieser Stelle. Super ist auch, dass es Irland soviele Second Hand Buchläden gibt. Das letzte Wochenende habe ich dann noch allein Dublin verbracht. Es war das erste Mal, dass ich so richtig allein unterwegs war und es hat erstaunlich gut geklappt. Schön ist, dass man als Alleinreisender so unabhängig und kompromisslos unterwegs ist. Aber nach länger als zwei Tagen wird das dann auch wieder langweilig. Ich habe in einem Hostel geschlafen, und da lernt man glücklicherweise sofort Leute kennen. Die kommen mich vielleicht sogar bald besuchen, darauf freue ich mich!“
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