Wohnungsschau: In der Hauptstadt gestrandet
Eine Wohnung und ihre Einrichtung verraten manchmal viel über ihre Bewohner. jetzt.de besucht regelmäßig ein anderes Zuhause und fragt die Mieter nach ihren Gewohnheiten. Heute: Berliner Purismus.
Berlins Gesicht hätte Sommersprossen und sein Mund sei viel zu groß, sang Hildegard Knef. Und weiter: „Wer hat dich bloß so jung gehalten, denn zum Schlafen kommst du nie.“ Ricarda, wie der typische Berliner ebenfalls nicht auf den Mund gefallen, schläft auch wenig, seit sie in der Hauptstadt lebt. Klar, damit kokettieren alle Zugezogenen. Aber Ricarda hat eine gute Ausrede, die sie vom Klischee abhebt: Ihre Wohnung ist so unaufgeregt aufregend – da kann man gar nicht ans Schlafen denken. Die Wohnung: 60 Quadratmeter auf zwei Zimmern in Berlin-Kreuzberg. Zweites OG im Altbau. Dielen, Einbauküche, Bad mit Wanne, fünf Meter hohe Wände. Monatsmiete: 430 Euro warm. Supermarkt: direkt nebenan. Apotheke: direkt gegenüber. Arzt: in unmittelbarer Nähe. Und der Viktoriapark ist nach zehn Minuten Fußweg erreicht. Die Bewohnerin: Ricarda, 24 Jahre, Volontärin.





- Wohnungsschau: Freiheit statt Fußbodenheizung 31.12.2009
- „Wir sind ja auch keine Burschenschaft!“ 02.11.2009
- Wohnungsschau: Tierisches Vergnügen in der Wilhelma 15.02.2009
- Wohnungsschau: In Eimsbüttel ist längst Weihnachten 22.12.2008
- Die sportlichen Sechs in Münster: Ohne Balkon, aber mit Kicker-Zimmer 16.11.2008
Mehr Texte von jetzt.de liest Du jeden Montag in der Süddeutschen Zeitung - außerdem dienstags im Lokalteil der SZ. Du kannst die SZ zwei Wochen kostenlos testen - du musst nicht einmal kündigen!






