Eine Mami und eine Mama
"Und, wann ist es bei euch soweit?" Wie zwei lesbische Frauen und ein schwuler Mann ein Kind bekamen, das nun drei Eltern hat
Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.- Null Punkte für die Meinungsfreiheit 25.05.2012
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ThomasCrown sagte:
alcofribas sagte:
soylentyellow sagte:
Genauso wie andersrum: Möchte man unbedingt abtreiben aber darf nicht (weil man z.B. irgendwo wohnt wo das verboten ist, oder zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft oder mit dieser Begrüngung etc) und keine Skrupel hat sich ins Flugzeug zu setzten und das woanders wo es erlaubt ist machen zu lassen fragt doch auch keiner was denn daraus geworden ist, zumindest bevor man zu oft beim Arzt war...
ja genau, entweder wir spritzen in eine filmdose oder wir fliegen nach holland, fragt doch keiner, interessiert doch keinen, hauptsache, ich hab meinen willen.
ähm, moment mal - das eine (künstliche befruchtung) ist eine der wenigen möglichkeiten für lesbische paare, ein kind zu bekommen, also eine ganz bewußte (!) entscheidung für etwas lebensveränderndes.
das andere, die abtreibung, ist die notlösung für ein versehen, einen unfall oder eine dummheit, die in den allermeisten fällen leicht hätte verhindert werden können.
das ist doch nicht ansatzweise vergleichbar.
Ich glaube Alco meint dass ich mich bei beiden Beispielen nur um mein persönliches Glück/meine egoistischen Wünsche kümmern würde und nicht darum was Konsens/Gesetz der Gesellschaft sei in der ich lebe.
soylentyellow sagte:
Ich glaube Alco meint dass ich mich bei beiden Beispielen nur um mein persönliches Glück/meine egoistischen Wünsche kümmern würde und nicht darum was Konsens/Gesetz der Gesellschaft sei in der ich lebe.
die gesellschaft nehme ich bewußt nicht als referenz her. ich bin z.b. höchst unzufrieden mit der immer noch nicht komplett erfolgten rechtlichn gleichstellung eingetragener lebenspartnerschaften. ich argumentiere hier rein aus meiner persönlichen überzeugung. und in der kommen kinder auf bestellung nicht vor. punkt.
soylentyellow sagte:
alcofribas sagte:
soylentyellow sagte:
Genauso wie andersrum: Möchte man unbedingt abtreiben aber darf nicht (weil man z.B. irgendwo wohnt wo das verboten ist, oder zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft oder mit dieser Begrüngung etc) und keine Skrupel hat sich ins Flugzeug zu setzten und das woanders wo es erlaubt ist machen zu lassen fragt doch auch keiner was denn daraus geworden ist, zumindest bevor man zu oft beim Arzt war...
ja genau, entweder wir spritzen in eine filmdose oder wir fliegen nach holland, fragt doch keiner, interessiert doch keinen, hauptsache, ich hab meinen willen.
Ja aber nur weil die Gesellschaft dagegen ist (oder der Teil der Gesetze macht) muss mich doch nicht daran hindern mein persönliches Glück zu finden.
das ist alles sehr pragmatisch, um nicht utilitaristisch zu sagen. nur: manchmal ist nicht nur entscheidend, was hinten rauskommt (oder nicht), sondern auch der weg.
auch, wenn das für dich keine rolle zu spielen scheint.
@alco: d'accord.
19.03.2010 - 23:09 Uhr
ThomasCrown
19.03.2010 - 23:10 Uhr
ThomasCrown
alcofribas sagte:
und in der kommen kinder auf bestellung nicht vor. punkt.
sondern? nur "natürlich" gezeugte kinder?
alcofribas sagte:
ich hab mit dem vergleichen auch nicht angefangen. und die "bewußte entscheidung für ein kind" stelle ich in frage. losgelöst von der homo-hetero-kiste. das hat für mich leider manchmal den ruch, als müsste das kind als projektionsfläche für irgendwas herhalten, das gilt für das homo-pärchen genauso, wie für das 40-jährige hetero-akademikerpärchen oder die - ich überspitze jetzt bewußt - 20-jährigen hartzer. in den ersten beiden fällen ist das kind für mich eine art accessoire, im letzteren eine einnahmequelle. eine spezielle art von egoismus halt. zum perfekten glück - oder zur nöächsten kindergeldstufe - fehlt noch ein kind. dann besorgen wir uns halt eins.
Klar - wenn es keine "Unfälle" oder "na wenn's passiert dann passiert's halt" bzw. keinen Zufall gäbe wäre das Leben viel langweiliger als wenn alles nur geplant und gewünscht wäre.
Dann dient so ein Kind auch gerne als Projektionsfläche ("der wird später mal meine Kanzlei übernehmen") und dann ist auch die Enttäuschung groß wenn aus dem Balg doch kein vollbefriedigender Jurastudent wird sondern ein gammelnder Surflehrer ohne Hautschulabschluss.
Aber Konsens ist doch auch dass man, dem medizinischen Fortschritt sei Dank, Einfluss nehmen darf ob man Kinder bekommt oder nicht. Sei es durch Empfängnisverhütung oder auch um deren Sicherheitsnetz/doppelten Boden die Abtreibung. Oder andersrum die reproduktive Medizin wenn es auf natürlichem Wege nicht klappen will aber man trotzdem will.
Und wenn man in diesen Fällen (egal wierum) jetzt sehr davon überzeugt ist das Richtige zu tun würde ich mich nicht von arbiträren nationalen Regeln aufhalten lassen sondern auch den weiteren Schritt gehen und das notfalls selbst in die Hand zu nehmen z.B. mich in ein Flugzeug zu setzen und dorthin zu fliegen wo dies möglich bzw. erlaubt ist.
Unter Anderem weil sich der Aufwand lohnt, weil die Frage Kind oder kein Kind ein Leben doch extrem beeinflusst und verändert. da lohnt der vergleichsweise geringe Aufwand das gewünschte Ergebnis herbeizuführen allemal.
ThomasCrown sagte:
alcofribas sagte:
und in der kommen kinder auf bestellung nicht vor. punkt.
sondern? nur "natürlich" gezeugte kinder?
ich würde da auch unterscheiden, ob eine künstliche befruchtung zwischen den natürlichen eltern stattfindet, äh, also mit deren erbmaterial oder ob dritte beteiligt sind. den zweiten fall lehne ich ab.
"Aber Konsens ist doch auch dass man, dem medizinischen Fortschritt sei Dank, Einfluss nehmen darf ob man Kinder bekommt oder nicht. Sei es durch Empfängnisverhütung oder auch um deren Sicherheitsnetz/doppelten Boden die Abtreibung. Oder andersrum die reproduktive Medizin wenn es auf natürlichem Wege nicht klappen will aber man trotzdem will"
oder pränataldiagnostik vornehmen kann, und dann sagen, achne, das behinderte kind wollen wir jetzt eher nicht?
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19.03.2010 - 23:00 Uhr
alcofribas
18 monate (damals) wehrdienst gegen ein kind aufrechnen finde ich jetzt auch nur halbzulässig