Tag 25: Es regnet perrrkele.
Die Arbeit von 11 Stunden in 10 erledigt. Also 10 Stunden am Routieren gewesen. Mich dabei mit Plaenen fuer meinen Islandbesuch einigermassen bei Laune gehalten. Diesen Urlaub habe ich mir jetzt sowas von verdient. Das ist echt bald nicht mehr auszuhalten hier. Bis vor ein paar Wochen ging meine Arbeitszeit meistens bis halb drei oder halb vier, jetzt waer ich schon froh, wenn ich vor fuenf rauskommen wuerde. Die Kollegin sagt, dieses Hotel habe keine Probleme, nur die Reinigungsfirma, und unsere Vertraege seien nur gekuerzt worden, damit sie so wenige Verpflichtungen wie moeglich haben. Morgen wieder so lange wie heute, und gestern und die ganze Woche und die letzte. "Can you come on Saturday?" - "Yes, of course."Nicht, dass ich jetzt mehr verdienen wuerde als vorher, das reisst sich alles das Finanzamt unter den Nagel.
Halb 8 zu Hause. Immer noch keine Internetverbindung. Mehr Black Metal. Belgische Trueffelpralinen. Schliesslich bekam ich eine Verbindung zustande, sehr ungesund halb im Tuerrahmen auf dem Boden haengend. Genau wie meine Laune.
Antwort-Email der University of Lapland... "Antwort"-Email. Kopiertes Standard-Geseier adressiert an "Dear applicant", mit Links zur Standard-Info auf der Homepage, die ich verdammtnochmal gelesen hatte, bevor ich die Email schrieb, so bloede bin ich nun auch wieder nicht. Das meiste davon betrifft mich nicht einmal ansatzweise. Ich schaetze, damit ist meine Frage, ob es moeglich waere, noch dieses Jahr in das Spezial-Programm reinzukommen, aber auch beantwortet.
Die einzige Freundin in Reykjavik schrieb, sie sei gerade jetzt extrem beschaeftigt. Na wunderbar. Ich wuerde aber trotzdem meinen Flug buchen, war mir dann auch scheissegal, ich musste weg. Ich wuerde einfach durchs Land trampen, das Kronenkonto wuerde noch genug fuer die Unterkuenfte hergeben, was solls, das hatte ich mir jetzt echt verdient. 12 Tage waren es mit den guenstigsten Fluegen. 12 Tage Island, nach fast 2 Jahren Entzug. Fluege suchen. Tage auswaehlen. Fluege auswaehlen. Sitzplaetze auswaehlen. Daten eingeben. Buchung bestaetigen. "The request could not be serviced. Please restart the booking process." WTF. Alles nochmal. "The request could not be serviced. Please restart the booking process." WTF?! Gebt mir meinen Flug, ihr Arschgeigen! Mutter angeheuert. Auf ihrem PC und der deutschen Seite ging es auch nicht. Dafuer war der Rueckflug inzwischen teurer geworden. Ich stand kurz vor dem Nervenzusammenbruch.
Irgendwann will ich es auch mal leicht haben. Bitte. Warum kann nicht zur Abwechslung mal etwas einfach klappen? Warum scheisst schon wieder alles auf mich ein? Ich habs echt langsam satt. Ich glaub, die Internetverbindung funktioniert schon wieder nicht. Ich muss jetzt noch irgendwie Brot und Obst kaufen, ohne ueberfahren, ueberfallen oder von einem gefrorenen Stueck Scheisse aus einem Flugzeug erschlagen zu werden, oder (na gut, wahrscheinlicher) auf dem Eis auszurutschen und mir das Genick zu brechen, dann schlafen.
Nachtrag: Ich war tatsaechlich wieder off, kurz bevor ich diesen Text fertig hatte. Was im Supermarkt und danach passiert ist, erzaehle ich vielleicht morgen. Oder ich versuche mal wieder, meinen Blutdruck zu schonen.
- Tag 28: Ende des Tschakka-Tagebuchs 22.03.2010
- Tag 27: Die perfekte Party 21.03.2010
- Tag 26: Im Schnelldurchlauf 19.03.2010
- Tag 24- nachgereicht 18.03.2010
- Tag 23: Seltsames Nachtleben 16.03.2010
everything in its right place.
Und ab da, den Rest, den kenne ich nur zu gut!








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19.03.2010 - 09:03 Uhr
nelo
meine schwester sagt immer: everything always falls into place.