Tag 24- nachgereicht
Und wieder ein langer Arbeitstag.Waere ich nicht sauer auf die Kollegin gewesen, die gestern alles stehen- und liegengelassen hatte, waere er noch laenger gewesen. So war es naemlich schon zehn vor 9, bis ich endlich anfangen konnte, und ich war ziemlich angepisst. Was zu einem kleinen Konflikt im Hirn fuehrte: "Tzzz, wenn sie sich aufregt, wirds auch nicht besser. Ist doch auch gar nicht mehr ihre Art, oder?" - "Ach, lass sie doch mal, vielleicht arbeitet sie dann endlich mal wieder schneller" ... Hirnwindung 2 setzte sich durch und behielt recht. Ein paar wenig genutzte Zimmer, ein paar stayovers, und bis zur Mittagspause hatte ich aufgeholt. Spaeter kam die liebe Vorgesetzte vorbei und meinte "You are very fast today - good work!"
Auf dem Nachhauseweg goennte ich mir vom Pfand der Flaschen und Dosen aus den Zimmern ein Magnum und eine Ladung Wok-Gemuese.
Zu Hause angekommen und eine Stunde sinnlos im Internet gegammelt, eine ploetzliche Eingebung. Aus der Reihe "Warum hab ich das nicht schon viel frueher gemacht..?": Ich habe mir letzten Sommer einen gebrauchten Computer gekauft, zusaetzlich zu meinem Netbook, das auf die Dauer eben doch etwas klein ist. Umgehend das beknackte XP runtergeschmissen und versucht, Linux zu installieren. Irgendwas war schiefgelaufen und seitdem ging gar nichts mehr. Stundenlang erfolglos rumprobiert. Mich geaergert, die Kiste bei jedem Vorbeigehen boese angesehen und monatelang nichts mehr unternommen. Weiter alles in meinen Netbook-Winzling gehackt. Inzwischen ist die Tastatur so im Eimer, dass das Schreiben zur Qual wird. Also vorhin: Mich an die Ubuntu-CD erinnert, die mir meine Mutter im Dezember mitgegeben hatte. PC angeschlossen, Bildschirm umgestoepselt, CD rein. Banges Warten. Ein paar Sekunden spaeter meldete sich Ubuntu und bot an, sich zu installieren. Yesss. Waehrend der Installation ein paar finnische Vokabelkarten geschrieben und mich unheimlich produktiv gefuehlt. Jetzt schreibe ich auf einer richtigen Tastatur, und alle Tasten funktionieren ohne Anwendung von maessiger bis massiver Gewalt. Ich habe wieder eine richtige Festplatte, und sogar ein CD-Laufwerk. Unfassbar. Nur WLAN habe ich hier nicht - aber das ist vielleicht auch besser so.
Nachtrag: WLAN hatte ich dann auch mit dem Netbook nicht mehr, deswegen verspaetet.
- Tag 28: Ende des Tschakka-Tagebuchs 22.03.2010
- Tag 27: Die perfekte Party 21.03.2010
- Tag 26: Im Schnelldurchlauf 19.03.2010
- Tag 25: Es regnet perrrkele. 18.03.2010
- Tag 23: Seltsames Nachtleben 16.03.2010
Ein Hoch auf Linux! :)
der_ingenieur sagte:
Hast Du kein Wehlan weil der Rechner keine Karte hat, oder weil sie unter Linux nicht (sofort) laeuft?
keine karte, und keine zeit, mich darum zu kuemmern.
Wie kommt eigentlich Deine Mutter dazu, Dir eine UbuntuCD in die Hand zu druecken? Ich dachte immer, Eltern sind die weniger IT-experimentierfreudigen (um es mal euphemistisch zu umschreiben)
nicht alle eltern... :)
19.03.2010 - 20:25 Uhr
ein_oxymoron
ein_oxymoron sagte:
("mom, i'm hungry." - "hush, i'm coding. you ate yesterday." ♥)
haha! gleicher gedanke.
Stallman hat aber einen Schaden, ich war ein Mal auf einem Vortrag von ihm. Und er bekommt einen Tick, wenn man 'Linux' statt 'GNU/Linux' sagt. Mag er gar nicht. Auf der Positivseite hat er immerhin Emacs geschrieben.
20.03.2010 - 00:11 Uhr
der_ingenieur
Stallman hat aber einen Schaden, ich war ein Mal auf einem Vortrag von ihm. Und er bekommt einen Tick, wenn man 'Linux' statt 'GNU/Linux' sagt. Mag er gar nicht. Auf der Positivseite hat er immerhin Emacs geschrieben.








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19.03.2010 - 00:33 Uhr
der_ingenieur
Wie kommt eigentlich Deine Mutter dazu, Dir eine UbuntuCD in die Hand zu druecken? Ich dachte immer, Eltern sind die weniger IT-experimentierfreudigen (um es mal euphemistisch zu umschreiben)
Gruesse!