Textmarker: "Kinder brauchen Pornokompetenz"
In einem Interview mit dem Schweizer Magazin "Tagesanzeiger" fordert die Erziehungswissenschaftlerin Karla Etschenberg einen neuen, ungezwungeneren Umgang mit dem Thema Porno in Schule und Kindergarten.
Angestrichen:Selbstverständlich muss es ein begrenzter und wohlbedachter Einsatz von pornografischen Sequenzen (im Unterricht) sein. Ausschnitte, in denen deutlich wird, was Pornos sind. Natürlich erfordert dies Vorbereitung und Gespräche mit den Eltern. Werden die Sequenzen sachlich analysiert, könnte das den Kindern sogar die Neugierde nehmen und Pornos in diesem Sinne «entzaubern».

Wo steht das denn?
In einem Interview, das die Schweizer Erziehungswissenschaftlerin dem Magazin "Tagesanzeiger" gab. Darin versucht sie, einem sehr skeptischen Interviewer zu erklären, warum ihrer Meinung nach in der Schule ein kompetenter Umgang mit Pornografie gelehrt werden sollte. Und wie dieser Unterricht aussehen könnte.
Dass Kinder und Jugendlich Pornos konsumieren, ist schon länger klar. So hat eine Studie der Schweizer Erziehungswissenschaftlerin Marie-Lou Nussbaum ergeben, dass die Hälfte aller elf- bis 16-Jährigen bereits mit Pornos in Kontakt gekommen ist (bei den Jungs waren es sogar 80 Prozent).
Wie sich der Konsum langfristig auf die Jugendlichen auswirkt, ist noch nicht geklärt.
Etschenbergs Vision eines fachübergreifenden Unterrichts zum Thema "Porno" erscheint allerdings ein klein wenig unausgegoren. So fordert sie einerseits bereits eine Auseinandersetzung mit dem Thema im Grundschulalter. Andererseits befürchtet sie, junge Schülerinnen beim Anblick von Pornoszenen für zukünftige Beziehungen zu verderben. Zum Ende des Interviews gesteht sie auch ein, dass ihre Vorstellung eines solchen Unterrichts eigentlich nicht realisierbar ist. Und das ist dann doch ein bisschen schade.
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Und folglich nur ca. 20% der Mädchen. Und jetzt sollen Pornos im Klassenzimmer analysiert werden... aber hoffentlich nur minarettfreie Schweizer Eigenproduktionen!
Hätte man uns damals Pornos in der Schule gezeigt, wäre ich bestimmt viel zu abgelenkt für Dreisatz gewesen.
und was sagt eigentlich die pornoindustrie zu dieser angelegenheit?
lea2 sagte:
wie ist der letzte satz zu verstehen?
und was sagt eigentlich die pornoindustrie zu dieser angelegenheit?
Was würden die Brauer und Winzer sagen, wenn es Saufkunde-Stunden gäbe, so a la "Feuerzangenbowle"-Erdbeerwein-Szene?
Ich stell' mir das wahrscheinlich viel zu lustig vor:
"So, Kinder. Zur Analyse, habe ich mir gedacht, ist "Der Analysator (teil 7)" gerade recht. Wer kann noch mal die Unterschiede zwischen Bukkake und Blowbang aus der letzten Stunde..."
lea2 sagte:
ja nee, also wenn ich in letzter zeit mitbekommen habe, daß porno und jugendliche/kinder thematisiert wurde, dann gabs immer die problemkinder/-familien, lauter schlaue pädagogen, sexualpädagogen, was auch immer, besorgte eltern und wenns hochkam eine redakteurin des dr sommer teams. und was die pornoecke dazu zu sagen hat weiß man nicht. die fehlen mir in der diskussion
Was sollen bitte die Produzenten eines tendentiell gesellschaftszersetzenden Entspannungs- und Suchtmittels bitte groß sagen? Die ducken sich und hoffen, daß es vorübergeht, ähnlich wie die Tabakheinis. (Alkheinis haben allerdings die volle Wucht der Bauernverbände und CSU hinter sich).
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18.03.2010 - 18:44 Uhr
RAL2008