15.03.2010 - 22:51 Uhr

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Oh, Absolutes

Text: revhoros

Oh, Absolutes Suche deine Nähe immerfort Liebe dich so sehr Dass mein Streben zu dir Treibend Kraft in meinem Leben ist Komme dir manches Mal so nah Dass dein starkes Leuchten mich entfacht Ich dann brenne vor Liebe Und friedlich bei dir ruh’ Doch nur in heilig’ Entfernung Kann ich dich erkennen Ganz bei dir zu sein, dich zu begreifen Bleibt mir verwährt Erzwingend Festhalten Lässt dich wie von Zauberhand Vor meinen Augen verschwinden Du bist so klar Und dennoch unbestimmbar Dass nur Ahnung dich kann sichten Und jeder Versuch dich genau zu sehen Aus Wahrheit ein Dogma schafft Deine Existenz ist unbestreitbar Doch jeglich’ Graben nach Beweis Lässt nur leere Grube zurück Als absoluter Wert Stehst du im Dunkeln Und jedes Licht, das auf dich fällt Lässt Subjektives auf dieser Erde gedeihen So wandelt sich das Unbenennbare Zu Gott und Göttin Zu Schöpfergeschlecht mit Namen Und auch Liebesgesetze erstarren zu Dogmen Die der Liebe Freiheit entziehen Du, absolutes Unsichtbare Wirst geknebelt, gefangen Zum irdisch’Greifbaren entstellt Vernunft macht dich zum Narren Oh, flüchtig Absolutes Verständnis habe ich doch Mit diesem Verlangen dich zu halten Bin ich doch nicht weniger verleitet Dich zu Berührbarem zu konservieren Wie gerne wäre ich bei dir für immer Geborgen in absoluter Realität Doch wie ich nun weiß Ist deine Näh’ nur im Bedingten möglich Und wahre deshalb stets ehrfürchtig Distanz In Gewissheit und in Einsicht Dass ich das Nahsein bei dir Nur ohne dich zu begreifen In Abwesenheit meines Verstehens erlang’ Das Alter Vergangenes auch Zukünftiges In Gegenwart der Ewigkeit Immerwährend Relatives bleibt Die Zeit, der Raum Von der Unendlichkeit umfasst Begrenzende Größen ohne Bestand Geradewohl gezeichnet in das göttliche Bild In ungreifbare Fläche von Leerheit und Weite Worte so unbeholfen Den Sinn des Allgegenwärtigen zu deuten Wissen, dass Unerkennbares verstehen will Wissenschaft, die sucht Was nicht gefunden werden will Ausdehnung der Wahrnehmung Ein winzig’ Einblick gewährt So klein und doch so groß Dass es uns überwältigend unsere Unwissenheit erklärt Und immer nur einer Ahnung gleich Sich in Demut wissen-los dem Absoluten nähert


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