10.03.2010 - 18:30 Uhr

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Französisches Abschreckungsgesetz gegen Urheberrechtsverletzer zeigt keine Wirkung

Text: stefan-winter

Eine Studie der Universität Rennes belegt, dass das französische Hadopi-Gesetz illegale Downloads nicht unterbindet, sondern nur verlagert

Angestrichen: Abschreckung funktioniert nicht so gut wie erhofft. Wo steht das denn? In einer aktuellen Studie der Universität Rennes (PDF). Dort hatte man Ende 2009 insgesamt 2.000 Bürger in der Bretagne per Telefon zu ihrem Surfverhalten im Internet befragt. Die Forscher wollten vor allem wissen: Lassen sich die Befragten von den angekündigten harten Strafen des so genannten Hadopi-Gesetzes, das Netzsperren für wiederholte Urheberrechtsverletzungen vorsieht, abschrecken? Das Ergebnis: Die drohenden Strafen stoppen das illegale Downloaden nicht, sie verlagern es.
Um den Sanktionen zu entgehen, wechseln viele der Befragten von so genannten P2P-Systemen, in denen Urheberrechtsverletzungen vergleichsweise leicht verfolgt werden können, zu One-Click-Hostern wie RapidShare oder zu Streaming-Diensten wie Kino.to. Bei diesen Anbietern ist die Verfolgung schwieriger als bei den klassischen Tauschbörsen. Obwohl die Forscher betonen, dass ihre Ergebnisse nur den für den Untersuchungsraum Bretagne repräsentativ sind, lassen sich im Web zahlreiche Kommentare finden, die aus der Studie vor allem den Schluss ziehen: Piraterie lässt sich mit Gesetzes-Initiativen nicht verhindern. Die Seite TorrentFreak fordert beispielsweise, die Unterhaltungs-Industrie solle statt auf Abschreckung zu setzen, neue Modelle für die digitale Verbreitung setzen, die sich stärker als bisher an den Wünschen der Konsumenten orientieren.


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ThomasCrown
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Mag ich Mag ich nicht

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11.03.2010 - 14:34 Uhr
ThomasCrown

keine ahnung, ob das empirisch belegbar ist, für mich selbst kann ich das jedenfalls bestätigen.

was schwebt dir denn an "vielen sachen mit neuen alben" vor?

MorbusBahlsen
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Mag ich Mag ich nicht

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11.03.2010 - 14:38 Uhr
MorbusBahlsen

Da ist Kreativität gefragt. Booklets waren ja schon immer bei einer CD dabei, ein Musikvideo gibts auch zu vielen neueren Dingen. Man könnte aber auch andere, band-bezogene Kunstgegenstände, die gern gesammelt würden, anbieten. Jetzt vielleicht nicht grade Ü-Eier-Figuren, aber das ist ja ein weites Feld. Der Vorteil: Man wäre nicht an 12x12x0,5cm Format gebunden, könnte aber damit persiflieren.

In kurz: Gebt mir was zum anfassen, liebhaben und zu verlieren.

ThomasCrown
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Mag ich Mag ich nicht

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11.03.2010 - 14:42 Uhr
ThomasCrown

sowas wie die amnesiac-limited-ausgabe im roten leinenbuch?

eine minifiguren-kollektion meiner lieblingsmusiker würde ich mir aber auch zulegen.

MorbusBahlsen
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Mag ich Mag ich nicht

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11.03.2010 - 14:44 Uhr
MorbusBahlsen

Man muss halt vergessen, dass man wieder alle an die Stange kriegt. Dazu sitzt der Sinneswandel im Wertedenken zu tief. Aber diejenigen, die mit Musik was anfangen können, bei denen das nicht nur als Hintergrundgedudel aufgefasst wird, denen muss eben was besseres als Allverfügbarkeit bei Internetzugang geboten werden. Und das geht in erster Linie nur offline.

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11.03.2010 - 14:46 Uhr
MorbusBahlsen

Zumal man damit auch gesellschaftlich das Runterladen dann in eine Schublade des Pfennigfuchsers schieben könnte. "Ist dir ja nix wert, wenn du nix dafür gibst."

Digital_Data
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Mag ich Mag ich nicht

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11.03.2010 - 21:56 Uhr
Digital_Data

Mit Mobiltelefone, Klingeltöne und Apps, PC und Internet, Pay-TV, Speilekonsolen sind in den letzten fünfzehn Jahren Unterhaltungsmedien auf den markt gekommen, die mit den klassischen Unterhaltungsarten (Musik, Konzerte, Kino, Fernsehen) hinzugekommen. Nur das Budget des Verbrauchers für Unterhaltung ist kaum oder gar nicht gewachsen. Also muss auch die Musikindustrie zunächst einmal damit leben, dass man plötzlich den Euro eben nicht mehr für Musik sondern für Internet oder Klingeltäne aus. Eine Flatrate ist da bei vielen nicht drin. Die Musikindustrie hat lange geglaubt, sie kann ihre Preise frei ohne irgendeine Konkurrenz gestalten, dass rächt sich eben. Wenn es darum geht zu entscheiden, auf was man verzichten könnte, dann steht die Musik sicher ziemlich weit oben. Ergo Angebot und Nachfrage verschieben sich, was heißt das ?

Auf jeden Fall nicht, den Kunden, der noch Geld für Musik ausgibt, mit DRM und Kopierschutz zu gängeln.

Der_Digital_Data (jetzt in 3D)

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