Schwarze Stars, weiße Retter
Kritik am Oscar-Gewinnerfilm "Precious"
Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.- Handys im Kampfeinsatz vor 5 Std.
- Wer Endlager suchen darf vor 5 Std.
- Hochgefährliches Spiel vor 5 Std.
- Facebook? Tianji! vor 5 Std.
- Kümmer-Existenz vor 5 Std.
Dieser Text von jetzt.de ist in der Süddeutschen Zeitung erschienen. Du kannst die SZ zwei Wochen kostenlos testen - du musst nicht einmal kündigen!
Alle Kommentare anzeigen
shafty sagte:
hier eine stereotypisierung anzuprangern finde ich schon ein bisschen paranoid. auch wenn mir die paranoia vor dem historischen hintergrund eher verständlich ist.
Ich glaube, die haben dasselbe Problem, das wir mit dem Kaufmann von Venedig haben: Wir haben massive Hemmungen, Juden in irgendeiner Form negativ darzustellen, die Amis damit, Schwarze (bzw. Afroamerikaner) negativ darzustellen.
Wobei ich gedacht hätte, dass in Amerika schon so viele Schwarze in allen möglichen Rollen unterschiedlichster Charakterzeichnung über die Leinwand gerannt sind, dass das Thema dort längst nicht mehr so sensibel sein dürfte.
Ich meine, Wesley Snipes als Demolition Man, da hat sich doch auch keiner aufgeregt, oder? Oder Samuel L. Jackson als religiös-obsessiver Kidnapper in Black Snake Moan. Oder waren diese Charaktere einfach zu karikaturenhaft, um Unbehagen zu verbreiten?
Bei Danny Glover ist das auch so in den Lethal Weapon Filmen, aber nicht in allen seinen Arbeiten, wenn man mal aktiv drüber nachdenkt. Wäre interessant, mal zu prüfen ob das an den Rollen oder am Schauspiler liegt. Bei Morgan Freeman bin ich versucht zu sagen, es liegt am Schauspieler, er hat sich in den Jahren eine unglaubliche "Aura" aufgebaut, die er von Film zu Film transportiert.
Der_Digital_Data (jetzt in 3D)
Alle Kommentare anzeigen











1
10.03.2010 - 16:15 Uhr
shafty
sehe ich genauso.
natürlich kann ich mir eine beurteilung nur bedingt anmaßen, da ich aus einem anderen kulturkreis komme.
es scheint mir aber, wenn ich mir die darstellung von afro-amerikanern und ihren lebensumständen im kino der letzten 10-15 jahre anschaue nicht so, als würde da klischee an klischee gereiht sondern afro-amerikaner tauchen in allen genres in allen rollen und in allen gesellschaftlichen zusammenhängen im kino auf.
in diesem film wird nun eine geschichte über eine kaputte schwarze familie erzählt, genau wie es unzählige filme über kaputte weisse familien gibt.
hier eine stereotypisierung anzuprangern finde ich schon ein bisschen paranoid. auch wenn mir die paranoia vor dem historischen hintergrund eher verständlich ist.