Unser Star für Oslo: Besser als DSDS ist nicht gut !
Das Lob für "Unser Star für Oslo" kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Zwar kommen die Sänger grundsätzlich etwas sympathischer rüber, als bei DSDS, teilweise auch, weil sie eben nicht so glatt gebügelt wirken, der Rest ist aber trotzdem erschreckend konventionell. Raab basht in TV-Total Nicht-Nominierte genauso wie Dieter Bohlen auch, nur dass er das nicht direkt selber macht, sondern über einen süffisanten Kommentator, dessen Stimme mir mittlerweile sowas auf den Senkel geht und der auch gerne bei Stern TV labert, und in TV-Total ist es zwar außerhalb der eigentlichen Star-Such-Sendung, aber eben doch vorhanden. Gerade die wirklich Großen haben es nicht nötig, die Schlechten zu bashen. Sie helfen ihnen und geben ihnen Ratschläge, dass weder Raab noch Bohlen helfen sondern bashen zeigt, dass sie nicht wirklich die Großen sind. Das Konzept jede Woche die verbliebenen Star-Anwärter mit neuen Liedern in einem Wettstreit antreten zu lassen, diese durch eine drei-köpfige Jury zu beurteilen und dann durch ein Televoting zu reduzieren ist alles andere als neu. Stefan Raab gibt dabei, das muss man anerkennen, teilweise sehr fundierte musikalische Analysen, beim Rest gilt dies nicht immer. Das Konzept ist also weder neu noch sensationell, um es mit Raabs Worten auszudrücken. Was soll die Sendung leisten ? Einen Interpreten für den ESC zu finden. Was braucht man dafür ? 1. Einen Song, der sowohl zum Interpreten, als auch zu seiner Stimme passt. Da wir den Song nicht kennen, macht zumindest in diesem Zusammenhang die Sendung und die Auswahl Null Sinn. 2. Eine Stimme. Das können wir entscheiden, allerdings war hier gerade gestern die Situation eher bescheiden, die Stimmen der meisten trugen nicht wirklich, waren dünn und hatten nicht die Präsenz die für einen Live-Auftritt notwendig ist. Nur Dursti und Jennifer hatten das, aber ob es genügen wird eine Halle mit mehreren tausend Zuschauern zu begeistern wage ich zu bezweifeln. 3. Die Perfektion. Diese kann in zwei Tagen Probe nicht entstehen. Wir sehen also nur vielleicht 80 % der Leistungsfähigkeit und wissen nicht, ob 110 % erreichbar sind und vor allem, wie das dann aussieht. 4. Die Präsentation. Das läuft im Moment auch unter dem Motto Fehlanzeige. Die Sänger geben sich Mühe, sie präsentieren das im Rahmen der Möglichkeiten, aber Kostüm, Präsentation mit Band und/oder Chor, Lichteffekte, Tanz, Maske etc. bleiben unterrepräsentiert bzw. fehlen ganz. Das geht auch gar nicht, wenn man bedenkt, dass die Proben für die Präsentation erst am Sonntag starten. Das ist ein absoluter Konzeptmangel sowohl bei DSDS als auch bei diesem Format. Und das bedingt das nächste Problem. 5. Die Leidenschaft. Wirkliche Musiker, die ihre Musik lieben, leben und vertreten, die können dies auch auf der Bühne darstellen. Wer verstehen will, was ich meine sollte sich mal Johnny Logan mit seinen ESC-Gewinner-Songs "What's"> Another Year" und besonders "Hold"> Me Now" anschauen. Der präsentiert das mit einer Leidenschaft, mit einer Intensität, die schon fast weh tut. Er ist dieser Song, er lebt dies, er strahlt dies mit jeder Faser seines Körpers aus. Er wischt jeden Zweifel weg. Und genau darum geht es auch. Wenn das Publikum Zweifel bekommt, dann nennt es das oft, die sind kommerziell geworden, sie stehen nicht mehr voll hinter ihrer Musik. Dies ist der Hauptkritikpunkt an "Unser Star für Oslo" und diesem Konzept. Die Star-Findung wird einem Konzept geopfert, dass für Wochen hohe Einschaltquoten garantiert. Nur darum geht es nicht. Oder doch ? Man muss hinter dem stehen, was man tut. Britain's Got Talent ist da beispielsweise anders. Die Talente treten mit ureigensten Dingen auf, hinter denen sie voll stehen, an denen sie teilweise Jahre arbeiten. Sie tun dies maximal drei Mal. Beim ersten Mal in den Auditions, die nicht live sind, ist dies gekürzt, der Zuschauer bekommt sozusagen nur einen Teaser. Hier wählen die Juries aus. Im Halbfinale und Finale können sich die Talente dann weiter mit eigenen Sachen präsentieren ohne sich komplett wiederholen zu müssen. Deshalb glänzen Leute wie Pott oder Boyle dann auch entsprechend. Im Nachhinein muss man die Frage stellen, warum Auftritte wie Paul Pott oder Susan Boyle beim ESC nicht mehr passieren ? Die, die dies in dem Konzept von "Unser Star für Oslo" am besten macht, ist Lena. Sie wählt Titel hinter denen sie steht, sie präsentiert das mit Inbrunst, sie bringt ihre Persönlichkeit in die Präsenrtation mit ein und nur wenige kennen die Sachen, somit geht sie nicht in Konkurrenz mit dem Original. Das ist für 18 Jahre unglaublich intelligent. Der zweite ist Dursti, der mit Gitarre und eben auch diesmal einem eigenen Lied, hinter dem er natürlich steht, aus der Riege eindeutig herausragt. Dazu trägt seine Stimme auch mehr. Er ist damit der kompletteste Künstler, der verbliebenen Sechs. Trotzdem bleibt, dass das Konzept uns nur die Möglichkeit gibt, einen von fünf wichtigen Punkten zu beurteilen und damit eigentlich nicht geeignet ist, einen Interpreten für Oslo zu finden. Mehr aber noch ist der Ansatz, ich will Spaß haben und das alles genießen, den Guildo Horn, Texas Lightning, aber eben auch Stefan Raab beim ESC vertreten hatten, falsch. Nur Spaß haben, genügt nicht, dass sollte der Schlag-den-Raab-Macher eigentlich wissen. Was müsste man ändern ? Die Interpreten müssten sich über mehrere Wochen an dem einen Song messen, den sie beim ESC singen wollen. Über diese Wochen könnten sie in den einzelnen Runden Gesang, Präsentation, Leidenschaft, Chor, Band, Bühneneffekte alles schön langsam zu einer Einheit werden lassen, die der Zuschauer beurteilt. Und ein Song der beim ESC bestehen will, der muss auch eine mehrfache Beurteillung durch das Prublikum bestehen. UNd man könnte dies sofort, auch beim Ausscheiden weiter vermarkten. So wird das wohl wieder nichts und gerade auch Max Mutzke hat der ESC-Fehlschlag sehr geschadet. Es wäre schade, wenn Lena oder Dursti das selbe Schicksal erleiden, nur weil in Deutschland anscheinend niemand in der Lage ist, ein vernünftiges Sendungs-Konzept auf die Beine zu stellen. Digital_Data- Warum Lena gegen Jennifer gewann 15.03.2010
- Eurovision Song Contest - Sammlung von vielen Klassikern 24.05.2008
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Zunächst geht es nicht darum irgendeinen Teilnehmer zu kritisieren, sondern in aller erster Linie die Lobhudellei der Medien, als wenn das das Tollste wäre, dass es im Fernsehen je gegben hat.
Dann habe ich nie die Band kritisiert. Da man die Musik meistens nicht sieht, muss die Leidenschaft im Bild alleine der Sänger leisten. Es geht hauptsächlich um den Interpreten und der muss einen Bezug zu einem Stück finden oder in diesem Format einen Bezug zu wohl am Ende 5 verschiedenen Stücken. Das kritisiere ich.
Und außerdem biete ich ja Alternativen an, eine fremde und eine eigene.
Fazit: Wir jubeln über ein TV-Ereignis auf sehr niedrigem Niveau.
Digital_Data
Ich meine dieses Casting-Gedöns wird doch nur veranstaltet, damit die Leute in Deutschland das Gefühl haben, sie hätten einen Einfluss darauf, wer für D in Oslo auftritt. Dadurch wird das Interesse für den ESC geweckt, das in D sonst am einschlafen wäre, vor allem wenn man einen "Act" vor die Nase geknallt kriegt, der keine Identifikationsmöglichkeit bietet. Was erwartest Du überhaupt von Castings? Dass da dann Bands auftreten, die es auch ohne Casting geschafft hätten?
d.h. kurz gesagt: Das Casting wird für den Konsumenten, den deutschen Zuschauer veranstaltet und nicht um einen Vollblutmusiker zu finden, der für D in Oslo auftritt.
Eigenartig finde ich noch den Vergleich zu Britain`s Got Talent. Mag ja sein, dass dort einige Kandidaten mit eigenen Dinge auftreten. Aber schon die aufgeführten Beispiele Paul Potts und Susan Boyle, die ich persönlich sehr schätze, traten mit Gesangsdarbietungen auf, deren Urheberrecht sie nicht inne hatten. Im Prinzip ist Britain´s Got Talent nicht anders als andere Castings. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass man auch anderes als Gesang und evtl. Tanz vortragen kann. Die Mechanismen sind trotzdem dieselben (Kandidaten, Recall, Jury, Zuschauervoting etc)
Ach, noch eine Frage. Warum soll der ESC Max Mutzke enorm geschadet haben? Meines Wissens wurde Max 2004 von Stefan Raab extra bei SSDSGPS (Stefan sucht den Super Grand Prix Star) für den ESC gecastet. Und sein 1. Album veröffentlichte Max am 10.01.2005 und stieg direkt auf Platz 1. ein. Mittlerweile arbeitet Herr Mutzke an seinem 4. Album.
Stefanie Heinzmann (auch ein "Raab-Produkt") hat schon ihr 2. Album draussen und sammelt Preise im In- und Ausland wie andere ihre Paninibildchen.
Das sagt schon einiges über die Qualität von Raab-Castings aus. Und ich bin der guten Hoffnung, dass er eine(n) Künstler(in) findet, der (die) uns in Oslo würdig vertreten wird.
Britain's und America's got Talent hilft den Talenten sich zu vermarken. Quich Change Artist wurde Pausenact ind er NBA, obwohl nicht gewonnen, Escala verkaufte ihre CD Millionenfach, ohne zu gewinnen und eben auch Pual und Susan verkaufen massenweise CDs, um nur einige zu nennen. Das heißt, diese Shows helfen den Künstlern sich einer großen Öffentlichkeit zu präsentieren und damit populär zu werden, dies funktioniert in Deutschland grundsätzlich nicht.
Das anglo-amerikanische Mooto ist, wir haben gute Talente in unserer Show und profitieren durch die Einschaltquoten und den werbenden Effekt für usneren Sender. Das deutsche Motto der Macher (nicht unbedingt der Sender) ist, wir kassieren mit den Künstlern so viel wie möglich ab und lutschen das zu unserem Vorteil aus. Damit funktioniert die Symbiose, die im englischsprachigen Raum einigermaßen funktioniert, gar nicht.
@sheli
Max Mutzke hatte laut Wikipedia mit seinem 1. Album eine Numemr 1, mit dem zweiten eine Nummer 11 und mit dem dritten eine Nummer 52, höchste Position. Vielleicht wird die Seite ja nicht richtig gepflegt. Bei Stefanie Heinzmann scheint es ähnlich zu laufen. Bei beiden gibt es spärliche internationale Wikipedia Seiten, die meisten sehr sprälich sind. Da schätze ich mal geringen internationalen Erfolg.
Digital_Data
P.S. sheli Zweitaccount ?
Zitat:
So wird das wohl wieder nichts und gerade auch Max Mutzke hat der ESC-Fehlschlag sehr geschadet.
Wenn ich also hier von einem Schaden als direkte Auswirkung des "ESC-Fehlschlags" lese, dann kann ich das in Bezug auf das Nr. 1 Album von Max Mutzke nicht nachvollziehn. Beide, Max und sein damaliger Produzent Stefan Raab hatten lediglich mit einer Chartposition von 10 - 15 gerechnet. Der schlechtere Chartplatz von Black Forest (3.Album) hatte andere Gründe, insbesondere der 2007er Single Mein Automobil. Also kann das wohl kaum mit dem ESC in Zusammenhang gebracht werden.
Stimmt, international ist Max Mutzke eher weniger bekannt. Dafür hätte er sich damals im Anschluss an den ESC direkt mal ordentlich nach DSDS-Manier verheizen lassen müssen. Allerdings strebt er eine internationale Karriere auch nicht unter allen Umständen an. Ihm ist da wohl seine Familie und sein soziales Umfeld wichtiger. Jaja, solche Künstler solls auch noch geben, die nicht alles verkaufen für Ruhm und Ehre!!
Vergleichen wir es kurz mit DSDS:
Alexander Klaws (2003) Alben-Platzierungen: 1, 1, 20, 28
Eli Erl (2004) Alben-Platzierungen: 33
Tobias Regner (2005) Alben-Platzierungen: 1, 5, 14
Mark Metlock (2006) Alben-Platztierungen: 1, (1), 2, 3
Thomas Godoj (2007) Alben-Platzierungen: 1, 15
dagegen
Max Mutzke (2004) Alben-Platzierungen: 1, 11, 52
Damit sind alle DSDS-Gewinner im vergleichbaren zeitraum erfolgreicher oder gleich erfolgreich wie Max Mutzke. Max hatte geanu eine gute Single, auch da hatten die anderen meistens mehr. Lediglich Eli Erl schloß schlechter ab.
Wenn man nun Max mit den anderen DSDS Stars vergleichen will, dann stellt man fest, dass bis auf eine Ausnahme die anderen DSDS-Stars gleich oder besser abschnitten, obwohl Max den ESC-Bonus (Bekanntheit) gehabt hat. Insofern muss man schlußfolgern, dass dies damit eher ein Nachteil war.
Gerade da nun aber wird es zweifelhaft, ob der Mechanismus Raab besser funktioniert, als der von Bohlen.
Digital_Data
Die Erfolge der DSDS-Gewinner stelle ich auch gar nicht in Abrede. Es sei ihnen gegönnt.
Wobei sich natürlich die Kandidaten von DSDS natürlich durch etliche Monate TV-Dauerpräsenz, vom freien Casting bis zu den Mottoshows, in die Köpfe der Zuschauer brennen. Verständlich, dass das genug Zeit ist, sich eine entsprechende Hardcore-Fanbasis zu schaffen.
Max erstes Album chartete allerdings nicht schon knapp 5 oder 6 Wochen nach Ende des Castings, wie das bei DSDS in der Regel der Fall ist (will mich hier um eine Woche mehr oder weniger nicht streiten). Er brachte es erst 2005, also ca. 10 Monate nach seinem SSDSGPS-Gewinn, heraus. Das ist schon eine beachtliche Leistung.
Das nächste Album, 2 Jahre später (Platz 11) auch noch super. Für die beiden ersten Alben sehe ich da eher einen gewissen ESC-Bonus, den er sich allerdings leider durch besagtes Mein Automobil verscherzt hat.
Und danach hatte er es halt sehr schwer, sich mit seinem 3. Album wirklich durchzusetzen. Alle hatten das Autochen noch im Kopf.
Bohlen und Raab zu vergleichen - naja, das fällt mir denn doch arg schwer. Bohlen mag mit seiner Marketingstrategie (mit RTL zusammen) mehr kommerziellen Erfolg haben. Allerdings ziehe ich die Methoden und Strategien eines Stefan Raab vor. Er verheizt seine Leute nicht, lässt ihnen Zeit, sich zu entwickeln.
Leider (aus künstlerischer Sicht) wird der "Star für Oslo" diese Zeit wohl nicht bekommen, wie ich heute dem Videoblog auf der eurovisions-seite entnehmen durfte. Universal wird den Sieger direkt nach der Finalsendung unter die Fittiche nehmen. Also läuft es dann ja eigentlich nach DSDS-Schema: Casting-Sieg, direkt Videodreh, Albumproduktion, Vermarktung........ keine Zeit zum Luftholen zwischendurch. Trotzdem wünsch ich dem Sieger viel Glück, einmal in Oslo und dann beim Karriereaufbau. Einfach wirds wohl in keinem Fall.
sheli
Design Faux-Pas bei USFO. Die Metaller unter den Zuschauern haben das gewiss schon gesichtet :)
Es geht nicht so darum, dass DSDS nun gut wäre, nur Unser Star für Oslo ist eben nicht ebsser.
Nun erhöht man auch noch die Schlagfrequenz, mit Dienstag/Freitag, was das soll ershcließt sich nun wirklich nicht mehr.
Anke Engelke trägt gerade bei den ersten zwei Kandidatinnen vor, dass sie mit ihren Songs vorher das eine oder andere Problem hatte, komischerweise wurden die von den vorherigen Juroren gelobt. Komisch das.
Ich tippe darauf, dass heute entweder Jennifer oder Sheryhan rausfliegen. Die Reihenfolge gibt das schon fast vor.
Digital_Data
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24.02.2010 - 10:06 Uhr
sheherazade208D
zu 3.) 110%, ganz genau.
zu 4.) Die Band (Enterrainment-Kapelle) übt in zwei Tagen, 6, 7 oder 8 verschiedene Songs und imitiert dann den jeweiligen Style des Vortragenden, mit einer (zu 5.)) Leidenschaft, als wären das alles eigene Kompositionen (bei denen alle Mitglieder der gesamten Kapelle mitgeschrieben haben).
Wenn Du Authentizität willst, dann musst Du Jesus Naidoo oder Peter Maffay schicken, die leben ja voll in ihren Liedern.
Diejenigen, die darüber entscheiden, wer nach Oslo fährt, haben nun mal eben entschieden, dass es dieses Jahr ein Casting geben soll, das kann man blöd finden, aber ändern kann man jetzt nichts mehr, also kann man dieses Experiment ja mal verfolgen. Oder eben nicht.
Nächstes Jahr schicken wir dann Toni Marshall. Oder Richard Wagner.