05.02.2010 - 16:02 Uhr

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Floppy Molloy - Zitrone

Text: klinsmaus

Floppy gähnte. Eigentlich sollte sie ja um ihr Leben fürchten, aber sie hatte noch nichts gegessen heute und die Luft war unglaublich stickig hier drin. Warum bloß zogen sich diese Auktionen immer so? Immerhin: Ihr Sitznachbar war gutaussehend und wohlriechend genug, um die nächsten drei Stunden, in denen ihr Fabergéei sicher noch nicht aufgerufen wurde, wachzubleiben. Unauffällig checkte Floppy seine Hände ab (kultiviert geclippte Fingernägel und glatt-gebräunte Haut) und war diffus froh, dass sie ihre Unterarme doch rasiert hatte. Sie schloss die Augen. Tagträume konnten auch ganz nett sein. „Frau Molloy?“ Floppy zuckte zusammen. Soeben hatte sie der unbekannte Schöne noch durch Venedig gerudert und Floppys Exfreund mit der Blutrache belegt und Sabrina gleich mit. Jetzt blickte er sie befremdet an. „Was gibt es denn?“ Der Fremde rückte einen halben Stuhl von Floppy ab. Er ahnte ja nicht, dass Floppy verdrahtet war. „Sie sollen doch wachbleiben und das Geschehen beobachten. Es wäre schließlich durchaus möglich, dass sich ihr Entführer hier blicken lässt.“ „Jaja, schon klar“, nuschelte Floppy. „Dieses Gehämmer ist eh eine Zumutung für müde Menschen.“ Polizisten waren fast noch schlimmer als Mütter. Der Fremde war weg. Vermutlich duftete es nun auf dem Klo nach Zitronen. Floppy trauerte kurz, dann verschaffte sie sich mehr Beinfreiheit – freie Plätze schrien schließlich nur danach, mit Handtaschen belegt zu werden. Vorne wurden die ersten Fabergéeier auf Kissen hereingetragen: Rote, grüne und nachtblaue mit Krönchen. Irgendwie hatten sie etwas. Vielleicht wusste ihre Mutter doch, was gut war. Oder auch nicht: Die gekrönten Eier gefielen Floppy besser als Nummer 312457 - gepunktetes Silberei mit Maiglöckchenaufsatz. Dumm nur, dass sie nur dieses ersteigern durfte. Es juckte sie so im Finger. Doch was war das? Blitzte es da hinten nicht grau? Kuschlig grau? Karthäuserkatzengrau, um genau zu sein? „Schnitzel!“ Floppy sprang auf. Sie rannte los, dem sonnenbebrillten Mann hinterher, der eine dicke graue Katze auf dem Arm hatte. „Schnitzel! Halt durch!“ Raus aus dem Saal und nach unten, den Schritten nach, die durch das Treppenhaus hallten. Wobei: Warum hallte da nichts mehr? „Schnitzel?“ Um warum war es plötzlich so dunkel? Warum war es plötzlich so dunkel und roch nach Kartoffeln und Zitrone?


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lea2
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Mag ich Mag ich nicht

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07.02.2010 - 17:41 Uhr
lea2

hihi, geclippte fingernägel!

Raschka
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Mag ich Mag ich nicht

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08.02.2010 - 23:48 Uhr
Raschka

aha, schnitzel ist also ein karthäuserkater? das war mir nicht klar... ist er denn auch reinrassig?
eine miese methode übrigens, floppy mit schnitzel zu ködern!

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