Wenn die Würfel fallen. Der Spieleabend
Bin ich dran? Muss ich aussetzen? Ein Spielbrett und ein paar Figuren können Menschen verändern. Aus Anlass der Nürnberger Spielemesse haben wir vier typische Spieleabend-Teilnehmer in der jetzt.de-Redaktion ausfindig gemacht.

Es gibt Momente im Leben, da möchte man eigentlich den Kopf schütteln. Man möchte „Nein“ sagen und verzieht dann doch die Lippen zu einem Lächeln und antwortet: „Ja“. Zum Beispiel bei der Frage, ob man nächsten Freitag Lust auf einen Spieleabend hat. Vier Freunde, drei Pärchen oder zwei WGs treffen sich dann am runden Tisch und zocken Brettspiele. Viel zu selten Klassiker wie Monopoly oder „Das verrückte Labyrinth“. Meistens das neue „Spiel des Jahres“. Vor allem in der Zeit nach Weihnachten.
Die Einladung zum Spieleabend erwischt irgendwann jeden, der das Glück hat, einen Freundeskreis zu besitzen. Mit einer Flasche Aldi-Rotwein unterm Arm und der Packung Salzstängel aus der hinteren Ecke des Küchenschranks in der Hand klingelt der klassische Spieleabend-Besucher dann an der Tür der Gastgeber. Es gilt die Regel: Je geringer die Erwartungen, desto größer der Spaß. Dank des lauten Geschreis („Mach endlich!“, „Das gilt nicht!“, „Noch mal!“) wird es überraschend oft ein sehr netter Abend.
Zwar ist der Spieleabend eigentlich eine Wohlfühltaktik für Stubenhocker mit schlechtem Gewissen. Eine willkommene Abendbeschäftigung für alle, die erst gestern im Kino waren und denen „schon wieder Ausgehen“ heute zu anstrengend ist. Aber irgendwie ist es dann doch verlockend, einen Abend lang überhaupt nicht individuell sein zu müssen. Für ein paar Stunden ordnet der Spieler sein Handeln völlig willkürlichen Regeln unter. Der Mensch wird zum Zocker.
Am Ende sind es immer die gleichen Typen, die sich am Spielfeldrand in die Augen schauen. Vier Geständnisse aus der jetzt-Redaktion:
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