Wischen statt Blättern
Für das iPad müssen Verlage die Zeitung neu erfinden
Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.- Null Punkte für die Meinungsfreiheit 25.05.2012
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Auf dem iPad lässt es sich schlechter tippen als auf Notebooks und Subnotebooks, gleichzeitig lassen sich diese Dank DVD Laufwerk und USB-Ports auch ohne Zweitgerät oder WLAN mit Inhalten bespielen, es ist größer und sperriger als die durch das iPhone definierte Klasse an Smartphones, sein Display ist deutlich schlechter lesbar als die digitale Tinte der E-Reader (hat nichts mit der Auflösung und bunten Farben sondern der Tatsache, dass es wie alle Computerdisplays, leuchtet und dazu noch, wie nicht alle Displays, spiegelt), es hat eine kleinere Bildschirmdiagonale als der durchschnittliche Flatscreen in deutschen Wohnzimmern und Musik spielen MP3-Player ebenfalls kompakter ab. Es gibt also für alle möglichen Funktionalitäten breits bessere Geräte, das iPad ist der gelunge Versuch die Nachteile all dieser Geräte in zu vereinigen. Und als Zuckerl gibt es den walled-garden-approach der Firma Apple oben drauf.
Damit lässt sich "revolutionäre Technik" als möglicher Motivationsgrund schon einmal ausschließen. Sie nennen allerdings auch die Hoffnung Inhalte endlich auch online - nicht nur über Werbung - monetarisieren zu können. Warum das klappen soll? Weil das iPad im Vergleich zum iPhone (sic!) besser lesbar ist? Weil es eine intuitive Steuerung besitzt? Weil die Inhalte multi-medial aufgehübscht werden? Ich bin mir ja nicht sicher, aber surfen sie jetzt auch schon manchmal durch dieses Internet? Die Doppelverwertung von Inhalten Print und Online passiert ohne größere Probleme jetzt schon, multimedial aufgehübscht wird das Ganze auch an allen Ecken und Enden, ihr hypotethisches Beispiel einer Zeitung die tatsächliche ihre "analogen Inhalte Seite für Seite" in das iPad einspeisen würde ist also ärgstens an den Haaren herbeigezogen, aber "verkaufen" lässt sich das ganze trotzdem nicht. Warum? Weil es an allen Ecken und Enden kostenlos angeboten wird. Und das wird, den Rundfunkgebühren und den Anreizen zum Unterlaufen eines Medienkartells nach Gusto von Rupert Murdoch, sei Dank, auch so bleiben. Die Hoffnung mit - Dank der Abhängigkeit von dpa, ddp und Reuters - gleichförmigen Nachrichten online Geld zu verdienen kann man also ein für alle Mal begraben. Da hilft auch der schöne walled-garden des app-store nichts
Die einzige Aufforderung die das iPad bietet ist eine an die Marketingabteilung die hier wie von Apple gewohnt einen fantastischen Job macht.
Haufen Text, aber der Artikel hat einfach in fast jedem Satz einen Ansatzpunkt geboten, Kommenatre zu dem armen Kerl der im letzten Absatz als Prototyp eines neuen Nutzers herhalten muss spar ich mir, vielleicht nur so viel: die Anzahl der aktiv konsumierenden mag mit dem Internet gestiegen / sichtbarer geworden sein, der Großteil der User konsumiert Medien allerdings passiv - und ist damit sehr zufrieden.
Und auch wenn das iPad jetzt technisch nicht die Offenbarung ist, ist es doch toll, wenn Verlage anfangen, dafür Angebote zu schaffen. Vielleicht ist ja was brauchbares dabei, gern auch für noch bessere Geräte.
querspieler sagte:
Seh ich genau andersrum, eInk und eBook-Reader sind eine reine Übergangstechnologie. Wer darin investiert ist äh naja. Sobald Displays und Akkus in Netbooks, iPads oder was immer etwas leistungsfähiger sind, sind die wieder weg vom Fenster.
Und auch wenn das iPad jetzt technisch nicht die Offenbarung ist, ist es doch toll, wenn Verlage anfangen, dafür Angebote zu schaffen. Vielleicht ist ja was brauchbares dabei, gern auch für noch bessere Geräte.
seh ich genau so. ich erinnere mich, anfang der 90er gabs einen tragbaren CD-ROM-reader, mit monochromem display. wurde wie blöd beworben und kostete auch nur 1000 mark. nach nem jahr war das ding verschwunden, und ich kenne keinen, der sowas hatte.
querspieler sagte:
Seh ich genau andersrum, eInk und eBook-Reader sind eine reine Übergangstechnologie. Wer darin investiert ist äh naja. Sobald Displays und Akkus in Netbooks, iPads oder was immer etwas leistungsfähiger sind, sind die wieder weg vom Fenster. [...] ist es doch toll, wenn Verlage anfangen, dafür Angebote zu schaffen.
Das Problem mit deinem Computerdisplay ist, dass es selbstleuchtend ist, das macht das lesen anstrengend, da hilft auch mehr Leistung nichts. Deshalb ist eInk wohl gerade keine Übergangstechnologie (gibts demnächst auch in Farbe von Asus glaube ich), ein eReader als spezielles Device möglicherweise schon.
Formate für digitale "Lesegeräte" gibt es längst, sie nennen sich Website .) . Dass man da an der Form noch Einiges verbessern könnte, geschenkt, aber doch nicht wegen dem iPad.
Und einige Verlage haben, soweit ich das mitbekommen hab, wegen dem iPad angekündigt, extra Angebote dafür zu schaffen. Ich persönlich fände auch cleverer, mit den Angeboten die Entwicklung der Geräte zu steuern und nicht darauf zu reagieren, aber im Augenblick sieht es so aus, als würde das passieren, was du bezweifelst.
das mal aus der sicht human computer interaction / usability.
Es wird daneben vermutlich ein recht sinnvolles Zubehör für Digitalnomaden werden, die unterwegs zugunsten kleineren Gepäcks gerne auf eine vollwertiges Notebook verzichten können, denen aber das Display eines Smartphones zu klein ist. Ich gehöre durchaus zu diesen Leuten: Daheim steht ein recht großer Rechner, aber unterwegs brauche ich nun mal eigentlich nicht mehr als Textverarbeitung und Präsentiermaschine. Derzeit schreibe ich übrigens auf einem 10"-Netbook - und ich bin davon nicht begeistert, denn Windows ist auf solch kleinen Displays ein Totalausfall, während der Ubuntu Netbook-Remix sich wesentlich besser anfühlt, aber die Linux-typischen Multimediazicken macht. Ich trauere da immer noch meinem 12" iBook hinterher.
So wie ich Apple kennengelernt habe, wird das iPad eine geniale Benutzeroberfläche bieten, an der sich hervorragend arbeiten läßt. Für mich wird das Teil dadurch sehr interessant. Und ein Kindle kann nun mal weder Musik noch Videos abspielen.
Einziges Manko beim iPad für meine Einsatzzwecke ist dann auch tatsächlich das Fehlen eines SD-Card-Slots. Die Karten übernehmen in letzter Zeit immer mehr die Funktion des alten Diskettenlaufwerks, nämlich schnellen Datenaustausch, ohne großartig in irgendwelchen Netzwerkeinstellungen rumfrickeln zu müssen. Aber ich gehe davon aus, daß Apple da noch dazulernen wird.
30.01.2010 - 04:13 Uhr
donrazzi
Es wird daneben vermutlich ein recht sinnvolles Zubehör für Digitalnomaden werden, die unterwegs zugunsten kleineren Gepäcks gerne auf eine vollwertiges Notebook verzichten können, denen aber das Display eines Smartphones zu klein ist. Ich gehöre durchaus zu diesen Leuten: Daheim steht ein recht großer Rechner, aber unterwegs brauche ich nun mal eigentlich nicht mehr als Textverarbeitung und Präsentiermaschine. Derzeit schreibe ich übrigens auf einem 10"-Netbook - und ich bin davon nicht begeistert, denn Windows ist auf solch kleinen Displays ein Totalausfall, während der Ubuntu Netbook-Remix sich wesentlich besser anfühlt, aber die Linux-typischen Multimediazicken macht. Ich trauere da immer noch meinem 12" iBook hinterher.
So wie ich Apple kennengelernt habe, wird das iPad eine geniale Benutzeroberfläche bieten, an der sich hervorragend arbeiten läßt. Für mich wird das Teil dadurch sehr interessant. Und ein Kindle kann nun mal weder Musik noch Videos abspielen.
Einziges Manko beim iPad für meine Einsatzzwecke ist dann auch tatsächlich das Fehlen eines SD-Card-Slots. Die Karten übernehmen in letzter Zeit immer mehr die Funktion des alten Diskettenlaufwerks, nämlich schnellen Datenaustausch, ohne großartig in irgendwelchen Netzwerkeinstellungen rumfrickeln zu müssen. Aber ich gehe davon aus, daß Apple da noch dazulernen wird.
Das iPad ist also purer Luxus. Es füllt keine Lücke aus und dient vorrangig zur Unterhaltung. Es ist ein Couch-PC, neben Smartphone und PC ein "drittes" Rad am Wagen, das beide nicht ersetzt."
http://derstandard.at/1263706151317/iPad...
Irgendwie klingt das iPad verdächtig nach "für alles zu haben, für nichts zu gebrauchen."
Ich werde mir jedenfalls sicher keins zulgen, aber möglicherweise ergibt sich ja in ein paar Jahren eine wirklich nützliche Version.
Abwarten heißt also das Gebot der Stunde, jedenfalls für mich.
river-tucker sagte:
hat sich noch niemand ueber den Namen lustig gemacht?
nö, finde den eher mäßig.
Das Gerät ist Witz genug ;)










-1
29.01.2010 - 19:12 Uhr
Heilsweg
was, jetzt sollen die zeitungen auch schon wie die wollen,
steckt vielleicht die Scientology Kirche hinter apple,
heute ipod, morgen tanzt die ganze welt nach apple.