"Das geht ganz schön auf die Gelenke!"
100 Sätze reichen für ein ganzes Leben. Jede Woche stellt unser Autor einen vor.
Mit den Gelenken ist es eigentlich wie mit dem Finanzamt und der Lichtmaschine im Auto – so lange man nichts von ihnen merkt, ist alles gut. Allerdings, das ist der Unterschied zu den beiden anderen, gibt es für Gelenke Apostel und zwar wie es sich für Apostel gehört: selbsternannte. Meistens sind das Mitmenschen, die schon als Kind die kargen Freuden der Krankengymnastik erleben durften. Diese Freunde der Gelenke also sehen mich an der Bushaltestelle stehen und sagen: „Obacht! Das ist nicht gut für die Gelenke, wie du da stehst.“ Dabei pflege ich an Bushaltestellen äußerst herkömmlich zu stehen. Im Supermarkt, wenn ich den Einkaufskorb lustig hin und herschwenke, bleibt ihnen der Mund offen stehen: „Das würd’ ich nicht machen, belastet voll die Gelenke.“ Umgehend schmerzen sie mich auch, die sämtlichen Gelenke, selbst die ganz kleinen im Souterrain. Eigentlich, denke ich dann, ist man ja doch wohl ein einziger großer Haufen Gelenk. Füße, Knie, Hüften, Hals – es gibt kein einziges Körperteil, das man mal unvernünftig schwenken oder in die Geranien kippen könnte, ohne dass gleich die Gelenke draufgehen.
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Mir fiele da untenrum was ein
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25.01.2010 - 21:08 Uhr
eisengrau
Woran erkenne ich ein Türsteherkreuz? Ist das ne Berufskrankheit wie ein Tennisarm?