22.01.2010 - 18:30 Uhr

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Was Google von dir weiß und wie du dich wehren kannst

Text: dirk-vongehlen

10 Tipps für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Datensammler Google

Die deutschen Medien haben in den vergangenen Wochen Google entdeckt, bzw. man sollte richtiger sagen: Die deutschen Medien haben in den vergangenen Wochen die Angst vor Google entdeckt. In der Zeit erschien ein Text namens Im Google-Wahn, Spiegel-Online vermeldete Google will die Weltherrschaft und der gedruckte Spiegel schenkte dem Unternehmen aus Mountain View in Kalifornien Anfang des Jahres gar eine Titel-Geschichte. In vielen dieser Beiträge wird vor Googles wachsender Macht gewarnt, in einigen werden aber auch inhaltlich falsche Einschätzungen verbreitet. Deshalb hier eine Übersicht über das, was Google tatsächlich von dir weiß und wie du dich dagegen wehren kannst: 1. Wandelbar sein Google ist eine Suchmaschine. Und Google weiß mehr über dich und deine Such-Interessen als du denkst. Darüber solltest du dir bewusst sein. Wenn du das nicht möchtest, solltest du es Google schwerer machen zu erkennen, wer du bist. Das gelingt zum Beispiel, wenn du deine IP-Adresse wechselst, sie verschlüsselst und regelmäßig die Cookies in deinem Browser löschst. 2. Alternativen kennen Man kann auch mit Hilfe anderer Suchmaschinen Informationen im Netz finden. Wenn du nicht möchtest, dass Google Daten über dich sammelt: Gib der Firma einfache keine Daten von dir. Das gilt natürlich nicht nur für Suchanfragen: es betrifft auch Karten-Material, Foto-Communities und RSS-Reader. 3. Privat bleiben Du kannst deinem Browser sagen, dass du gerne etwas privater surfen möchtest. Im Firefox kann man in den Einstellungen zum Beispiel festlegen, wie lange die Chronik der angesurften Seiten bestehen bleiben soll, ob man Cookies verweigern und beim Verlassen des Browsers private Daten löschen möchte. All das sollte man tun, wenn man nicht möchte, dass Google (und auch andere Anbieter) Daten sammeln könnten. Man muss sich dann nur auch bewusst sein: Du musst Passwörter jedes Mal neu eingeben, der Browser macht dir keine Empfehlungen zu häufig benutzten Seiten und bei der Suche in der Browser-Chronik nach dem coolen Clip, den du vor ein paar Tagen angeschaut hast, wirst du erfolglos bleiben.
4. Googles Angebot mit Bedacht nutzen Google ist natürlich nicht nur eine Suchmaschine. Seit kurzem bietet das Unternehmen auch Software kostenlos an, den Browser Google Chrome. Wer den installiert, sollte wissen, dass der Browser nun mit einer eindeutigen Kennziffern von Google erkannt wird – theoretisch könnte das Unternehmen diese mit den Daten aus Suchanfragen oder anderen Diensten kombinieren. 5. Wissen, was man verrät Denn natürlich ist Google nicht nur Suchmaschine und Software-Anbieter. Google bietet auch Dienste, die man über einen klassischen Account nutzen kann. Und diesen verwenden die Macher, um – wie sie in diesem Video am Beispiel von Gmail erklären – die Werbung für den Nutzer besonders passend zu gestalten. Keinesfalls, betont der freundliche junge Mann, lese man bei Google die Mails der Nutzer: Aber, man wertet die Mails aus. Wer das nicht möchte, sollte Gmail nicht nutzen. Auf der nächsten Seite: Was das Google-Dashboard verrät und warum mehrere Accounts helfen könnten.
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