Floppy Molloy – Augustiner
Schnitzel gähnte. Fellkissen und Kuscheldecken waren ja ganz nett, aber seine Stammdosenöffnerin wäre nie auf die Idee gekommen, ihn mit Trockenshampoo zu traktieren. Und sie hätte gewusst, dass er Thunfisch nicht vertrug. Wo war sie überhaupt? Nicht, dass Schnitzel ihr vergeben hätte, dass sie ihn gestochen und entstellt hatte. Wäre sie hier gewesen, hätte er ihr die kalte Katerschulter gezeigt und eiskalt durch sie hindurchgeschaut. Doch dafür musste Floppy erst einmal da sein. Schnitzel machte sich ernsthaft Sorgen. Floppy hielt sich den Bauch. Durch den Schock war zwar ihr Kopf katerfrei, doch ihr Magen schmerzte und gab ungute Geräusche von sich. Irgendwie war sie hungrig. Sie lutschte an einer Olive, doch unten gurgelte es so empört, dass sie nicht zu schlucken wagte. Es klingelte. „Frau Molloy? Ich bin Hauptkommissar Roborowski und das ist Kommissarin Millowitsch.“ Dümmere Nachnamen hatten sie bei der Polizei ja wohl nicht finden können. „Sie hätten uns schon gestern anrufen sollen, junge Frau. Mit Briefbomben ist nicht zu spaßen. Fast so gefährlich wie Internetbekanntschaften treffen. Gerade gestern haben sie wieder einen zersägt.“ Der Hauptkommissar nickte streng. Er roch nach Leberkäse. Frau Kommissarin guckte betroffen. „Hm ja, kommen Sie rein. Möchten Sie einen Kaffee?“ „Ich nehme ein Bier. Frau Kollegin?“ „Auch eines, bitte.“ Bildete Floppy sich das ein oder klang Kommissarin Millowitsch tatsächlich leicht aufsässig? Dabei sah sie doch so mausig aus. Auch Roborowski schien überrascht: „Aber Gabi, hömma, einer muss doch fahren.“ „Ja, aber ich fahr sonst immer. Heute mal nicht.“ Gabi fiepte sehr entschlossen. Floppy fasste es nicht. Die Kommissare befragten sie jetzt seit geschlagenen zwei Stunden. Dabei hatte die rebellierende Millowitsch drei Augustiner genommen und Roborowski hatte zur Unterstreichung seiner Kernkompetenz fünf haben müssen. Das Niveau ihrer Fragen war konstant gesunken und mit den letzten paar Schlucken hatten sie angefangen, nach jeder Antwort zu kichern. Floppy wurde das zu blöd. „Bringen Sie mich aufs Präsidium! Ich weiß, dass ich das Recht habe, dort vernommen zu werden.“ „Ja, aber wir ham jetzt Feierabend.“ „Hihi.“ Manche Leute sollten nicht trinken. „Dann schicken sie mir jemand, der mich abholt. Und dann raus!“ Der Mercedes kam erstaunlich schnell. Floppy hatte gerade noch Zeit gehabt, von Hohenadel zu informieren, dass er ins auf schnellstem Weg ins Polizeipräsidium kommen und schon einmal eine Dienstaufsichtsbehörde vorbereiten solle, schon stand der Wagen auf dem Trottoir. „Frau Molloy?“ „Ja?“ Seit wann trugen Polizisten verspiegelte Sonnenbrillen? „Kommen Sie. Wir bringen Sie weg von hier.“ Und Designeranzüge? Floppy stieg ins Auto. Warum war da kein Aufmachgriff? Der Mercedes fuhr los. „Wie haben Ihnen doch gesagt: Keine Polizei.“ Seit wann hielten Polizisten ihren Zeugen Pistolen an den Kopf?- Uhrenvergleich 09.03.2012
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charlotta sagte:
Huiuiui, a weng naiv ist die Floppy ja schon ;-)
Ja, seit der Kater weg ist, ist sie nicht mehr sie selbst *schluchz*.








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21.01.2010 - 15:47 Uhr
Yeah_Yeah