In den Schuhen von Cameron Cohen, 11 Jahre, Programmierer
Ein Elfjähriger hat eine Applikation für das iPhone und den iPod programmiert - ein Teil seiner Einnahmen geht an ein Kinderkrankenhaus, in dem er selbst über mehrere Monate ans Bett gefesselt war.
In der Rubrik "In den Schuhen von ..." nähern wir uns Menschen, die gerade wichtig sind, von unten - wir schauen zuerst auf ihr Fußkleid.
Was sind das für Schuhe?
Cameron Cohen trägt schwarze Nikes mit gelber Sohle und ohne Socken. Dass die Schuhe neu sind, ist zwar nicht spektakulär, aber sehr erfreulich. Denn lange Zeit war nicht klar, ob Cameron jemals wieder Schuhe brauchen würde.
Wo kommen diese Schuhe her?
Die Schuhe kommen aus Los Angeles und konnten lange nicht getragen werden. Wegen eines Tumors im Bein war Cameron Cohen mehrere Monate im Kinderkrankenhaus von Santa Monica ans Bett gefesselt. Zu dieser Zeit war ein iPod Touch sein bester Freund. Vor allem die Programme zum Malen und Zeichnen hatten es ihm angetan. Nur: Richtig zufrieden war Cameron mit den Apps nicht. In seiner Langeweile beschloss der computerbegeisterte Schüler ein Programm zu schreiben, das die bisherigen Mal-Tools übertreffen sollte. Im Krankenbett las der Junge alles, was er über das Programmieren in die Finger bekommen konnte. Er lernte die nötige Programmiersprache, konsultierte Technik-Blogger, wenn er nicht weiterwusste und absolvierte außerdem virtuelle Programmier-Tutorials der Universität Stanford.
Im November war sein selbstgemachtes App schließlich fertig und er taufte es auf den Namen iSketch. Das Programm ist ein klassisches Mal-Tool mit virtuellen Farben und Pinseln und der Möglichkeit, die Werke per Mail an Freunde zu verschicken. Cameron war überzeugt, dass sein Malprogramm viel besser ist als die bis dahin vorhandenen. Er bot Apple seine Arbeit an. Während er auf eine Antwort wartete, kam Cameron auf eine Idee: Sollte das Computerunternehmen seine Neuentwicklung tatsächlich ins Portfolio nehmen, würde er einen Teil der Einnahmen dem Krankenhaus in Santa Monica zur Verfügung stellen, in dem er selbst mehrere Monate verbringen musste. Mit den Spenden könnte das Krankenhaus, so Camerons Vorstellung, Computer und andere elektronische Geräte kaufen, damit die Kinder bis zu ihrer Genesung eine sinnvolle Beschäftigung haben. Schließlich bekam Cameron auch eine Antwort vom Konzern: Seit Dezember gibt es iSketch im App-Store für etwa einen Dollar zu kaufen.
Wo gehen diese Schuhe hin?
Cameron Cohen ist inzwischen einigermaßen genesen und kann wieder laufen. Aus dem Steppke ist in der Zwischenzeit ein Unternehmer mit einer ordentlichen Zukunftsperspektive geworden: Cameron hat die Firma CCC Development LLC gegründet. Auf der Homepage ruft er die Besucher zum iSketch-Malwettbewerb: Jede Woche sucht der Jungunternehmer die drei besten Zeichnungen aus - und prämiert sie auf seiner Webseite.
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Jetzt werden bestimmt wieder ein paar Typen hier auflaufen und das ganze als "pseudo-moralische" Gutheißung des Kapitalismus betiteln, wärend sie ihre bordeaux-roten Flaggen schwingen um den anderen mit völlig albernen, moralisierenden Thesen ihr völlig gescheitertes unmoralisches Weltbild zu verdeutlichen.
Ich finds grandios, super und wünsche dem Jungen alles Gute. Und vor allem wünsch ich mir, dass dieses Verhalten Schule macht.
offenbar gibts auch noch welche, die zur anderen sorte gehören.
ganz grossartig, was er da gemacht hat =)
30.01.2010 - 02:58 Uhr
dem_osten_so_nah
so schön es ist, daß er es konnte...









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28.01.2010 - 21:01 Uhr
phili