07.01.2010 - 19:13 Uhr

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Obamas Mondlandung

Text: PeterPeer

Am 25. Mai 1961, am Anfang eines bewegenden Jahrzehnts hielt John F. Kennedy eine ambitionierte Rede in der er verkündete noch vor 1970 auf dem Mond landen zu wollen. Am 20. Januar 2009 kam ein US Präsident ins Amt der oft mit Kennedy verglichen wird. Heute stehen wir wieder am Anfang eines neuen Jahrzehnts. Zeit für eine neue Mondlandung. Als Kennedy 1961 vor dem US Kongress bekannt gab bis Ende des Jahrzehnts auf dem Mond landen zu wollen, war dies der Auftakt einer bis dahin nie dagewesenen Forschungsoffensive. Die Amerikaner hatten bis zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 15 Minuten Weltraumerfahrung, dennoch stellte Kennedy klar, dass er bereit sei alles zu unternehmen um die USA als Weltraumgroßmacht zu etablieren. Und so verkündete er der Weltöffentlichkeit: „Ich glaube, dass sich die Vereinigten Staaten das Ziel stellen sollten, noch vor Ende dieses Jahrzehnts einen Menschen auf dem Mond landen zu lassen (…). Kein anderes Projekt wird innerhalb dieser Periode eindrucksvoller und für die Erforschung des Weltraums wichtiger sein. Kein anderes wird aber auch so schwierig zu erreichen und so kostspielig sein.“ Anfang der 60er Jahre die geprägt waren vom Kalten Krieg und dessen Stellvertreterkriegen, lagen große Herausforderungen vor den USA. Wie sollte der kommunistischen Bedrohung begegnet werden? Und wie konnte die amerikanische Nation ihre Stellung als Großmacht behalten? Kennedy beantwortete diese Fragen unteranderem mit dem Versuch ein visionäres Ziel, dass bis dahin vielen als zu kühn galt zu erreichen, die erste Landung eines Menschen auf dem Mond. Heute fast 50 Jahre nach Kennedys Rede steht wieder ein junger charismatischer Präsident der USA vor. Viel wurde über die Parallelen zwischen diesen beiden Männern geschrieben, einiges scheint oberflächlich und an den Haaren herbeigezogen, doch ganz aus der Luft gegriffen ist dieser Vergleich dennoch nicht. So schreibt beispielsweise das TIME Magazin über Obama: “Er kombiniert wie Kennedy eine starke persönliche Anziehungskraft mit dem Appel an einen amerikanischen Idealismus“. Auch Parallelen zwischen 1961 und dem Jahr 2010 lassen sich finden. Wieder steht die Welt vor einer großen Bedrohung, doch diesmal sind es nicht Chruschtschows Atomraketen sondern die Existenz unseres Globus ist von nicht minder gefährlichen Entwicklung betroffen. Dem Klimawandel. Die Entwicklungen die sich aus dem fortschreitenden Klimawandel ergeben sind nicht weniger katastrophal als dies ein Atomkrieg gewesen wäre. Fraglich ob Kennedys Milliarden die das Apollo-Programm verschlang die USA und damit die Welt vor einem Atomschlag der Russen bewahrte doch Fakt ist das ohne die Innovationen die das Mondfahrtprogramm lieferte kaum ein Gleichgewicht der Weltmächte entstanden wäre. Heute stellt sich wieder die Frage wie soll der globalen Bedrohung durch den Klimawandel begegnet werden? Experten sind der Meinung, dass dies nur durch die Weiterentwicklung umweltfreundlicher Energiequellen möglich ist, die den Energiebedarf der Zukunft unabhängig von „dreckigen“ Energieträgern machen. Obama könnte die Geschichte wiederholen, wenn er wie Kennedy ein visionäres Ziel ausruft und dessen Erreichung vor Ende dieser Dekade proklamiert. Nur diesmal werden die Entwicklungen und Innovationen nicht zum zielhaben einem Menschen den Ausflug auf den Mond, sondern allen Menschen eine Zukunft auf der Erde zu ermöglichen. Wenn das Geld und die Anstrengungen die für die Apollomissionen aufgebracht wurden heute in die Entwicklung eines CO2 neutralen Energienetzes gestecket würden wären das die Chance den Klimawandel zu stoppen. Ziel dieses Programms sollte es sein bis zum Jahre 2020 den überwiegenden Teil des Energieverbrauchs der USA durch weiterentwickelte, innovative erneuerbare Energiequellen zu decken. Es könnte Obamas Jahrzehnt werden und wenn am 25. Mai 2011 eine Rede vor dem US Kongress gehalten würde wäre der Eintrag in die Geschichtsbücher neben der Mondlandung sicher.


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1 Kommentar

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Die_Eintagsfliege
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Mag ich Mag ich nicht

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06.01.2010 - 21:30 Uhr
Die_Eintagsfliege

Einen Klimawandel kann man nicht stoppen.
Man kann aber den menschlichen Einfluß auf selbigen verringern.

Wer den Klimawandel stoppen will, handelt ja irgendwie gegen die Natur. oO

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