Der Song des Jahrzehnts: "Seven Nation Army" von den White Stripes
Der jetzt-Kosmos hat über die beliebtesten Songs des vergangenen Jahrzehnts abgestimmt. Erst wurden Jahressieger ermittelt und anschließend traten diese zehn Songs gegeneinander an. Seit dieser Woche ist klar: Der Song des Jahrzehnts ist für den jetzt-Kosmos „Seven Nation Army“ von den White Stripes. Eine Würdigung
Es ist eine von Anton Bruckners fünfter Sinfonie entlehnte Melodie, die das Fundament für die weltberühmte Basslinie bildet, die von einer runter gestimmten Gitarre mantrahaft wiederholt wird. Nach jedem Vers werden verzerrte Bottleneck-Gitarren aufeinandergeschichtet, die das Thema aufgreifen und die Balance aus Pop und Härte schaffen. Jack White singt dazu, dass selbst eine Armee aus sieben Nationen ihn nicht aufhalten könnte. Diese titelgebenden sieben Nationen sind übrigens ein Bild aus der Kindheit des Sängers. Als kleiner Junge dachte er, der Name der Heilsarmee („Salvation Army„) sei „Seven Nation Army“.
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donrazzi sagte:
Erinnert sei an dieser Stelle noch an das grandiose 0:3 n.E. der schweizerischen Nationalmannschaft gegen die Ukraine während der Fußball-WM 2006. Ein Spiel auf höchstem fußballerischem Niveau, spannend bis zum Schluß, zu dem es seinen dramaturgischen Schlußpunkt in jenem denkwürdigen Elfmeterschießen erreichte...
mußt du alte wunden wieder aufbrechen? ich hab mir das tatsächlich angeguckt damals, weil ich immer dachte: es kann doch nur besser werden. 150 minuten verschenkte lebenszeit, schlimmer als jede diskussion mit d_d.
Noch zwei Anmerkungen, da Du unter anderem "Evolution of Dance" angemerkt hattest. Auch das ist zu erklären. Das Video ist ein One-Shot-Movie aus dem Zuschauerraum, es kann also nicht an der Machart liegen, es muss an der Performance liegen. Zunächt benutzt der Protagonist einen Mechanismus, der für uns Menschen sehr typisch ist, er stellt satirisch Tanzstiele bloß und macht sich letzten Endes darüber lustig, damit bedient er zunächst den Schenkelklopfer in uns. "Ja solche Tänzer kenne ich !" Über die ganze Länge würde das aber nicht tragen. Visuelle Eindrücke werden derzeit in 90-Sekunden-Happen erfaßt. Mach Dich mal schlau über optimale Sequenz-Längen im Hollywood-Kino.
Bei 2:10 vollzieht das Video den Wandel, gerade noch rechtzeitig, er rettet sich da etwas mit ACDC und Michael Jackson über die 90-Skunden-Barriere an der die meisten abschalten würden und zeigt nun, dass er nicht nur parodiert, sondern tänzerisch auch was drauf hat (z.B. Kraftwerk). Somit vollzieht er genau die Steigerung, die ich schon erwähnt habe, für das was er macht etwas spät, aber gerade noch rechtzeitig. Deshalb nehme ich an, dass ist mehr Zufall, in langen Versuchen vor Publikum ermittelt.
Damit aber bleiben alle dran, denn nun ist die Steigerung da und das schürt die Erwartungshaltung des Publikums, die er dann im Prinzip bis zum Ende hält. Insgesammt ist der Vordührung etwas zu lang, aber es geht noch ohne "Verluste" gut.
Kommen wir zu dem Zappa-Stück. Die Musik startet bei 0:18, dabei muss man bei diesem Stück Präsentation der Tänzer und Musik auch gemeinsam betrachten. Zunächst besticht das Stück durch die unglaubliche und nicht endend wollende Dynamik der beiden Tänzer, doch bei 1:34, also im Video exact an der richtigen Stelle (in der Musik bei 1:20, auch noch fast optimal), wechselt nun Musik und auch Tanz, der körperliche Kontakt der Tänzer verstärkt sich. Bei 3:10 findet das dann zum anfäglichen Thema zurück, nicht aber ohne hier beim Tanz auch noch einmal die Themen zu verstärken. Auch dieses Stück ist formal exact richtig aufgebaut. Zappa ist eben ein richtiger Künstler.
Ich könnte Dir jetzt noch viel mehr darüber erzählen, wie Menschen Dinge vor allem visuell aber auch akustisch wahrnehmen. Dabei könnten wir über so Dinge reden, wie eine Familie die mit Badesachen nach rechts über eine Straße geht und jeder das sofort damit assoziiert, dass die zum Strand gehen, würden sie nach links über die Straße gehen, dann heißt das nicht, der Strand ist links, sondern sie kommen zurück. Alle diese Dinge sind beim Erstellen visueller Dinge extrem wichtig und darauf muss man achten. Das gilt für alle Menschen, auch wenn sie es bewußt nicht wahrnehmen. Es spielt aber eine wichtige Rolle dabei, ob man Dinge positiv oder negativ wahrnimmt.
Aber ich denke es ist eher Perlen vor die ...., da ja nichts von dem was ich sage auch nur in irgendeiner Weise mal reflektiert wird.
Digital_Data
Digital_Data sagte:
...., da ja nichts von dem was ich sage auch nur in irgendeiner Weise mal reflektiert wird.
Digital_Data
rate mal, warum ...
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07.01.2010 - 23:48 Uhr
donrazzi