Friedemann Karig erzählt von minimalem Techno, maximaler Disco und noch mehr geilem BummBumm.
Strip Steve - Breakin´
Und das neueste von Boys Noize Records: Strip Steve mit einem pumpenden Beat und dazu passendem nerdigen Video. Der Rest der EP (Delta Disco ist auch lecker und erinnert mich ein bisschen an die gloriosen letzten Sachen von Fake Blood, und deswegen an gute Zeiten.
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Birdy Nam Nam - Manual for Successful Rioting
Re-Release von den dauertourenden Turntablists, die manch einer schon als Import aus Frankreich kennt (dort erschien selbiges Album Anfang des Jahres). Natürlich ist das Unterfangen, die virtuos-nerdigen Live-Shows der vier DJs auf Band zu bannen, ein paradoxes. Und die einzelnen Tracks sind teilweise schon länger bekannt.
Trotzdem ist die Platte absolut berechtigt und hörenswert. Denn die Mischung aus Elektro, Breakbeat und Hip-Hop-Beats klingt zwar nicht immer bahnbrechend neu, doch wurden die Songs originell aufbereitet und mit ordentlich Wumms versehen. Irgendwo zwischen Boys Noize und der Parise Kitsuné-Kolchose klingen dann Tracks wie „War Paint“ selbst mit notorischer Verzerrung noch frisch - und beim zweiten Mal eher besser als schlechter.
Was man eher selten über Musik aus dieser Ecke sagen kann.
Hier das inoffizielle Comic-Video zu „The Parachute Ending“ und danach ein Teaser mit Material ihres Auftritts beim Festival Transmusicales 2008, der spektakulär illustriert, was Birdy Nam Nam eigentlich machen:
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Wer denkt, der DJ-Jetset wäre uneingeschränkt glamourös und keine Sekunde öde, den desillusionieren Oliver Huntemann und Konsorten mit neun Minuten Videoreisebericht eines beruflichen Trips nach Brasilien (dokumentiert von Xenia Beliayeva). Zum Glück gibt´s eine ordentlich feiernde Meute als Happy End:
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Toni Rios - Past & Present
Eine kleine Überraschung birgt das neue Werk vom Frankfurter Toni Rios: Der erste Track Can see you smile ist noch lahmer Prosecco-House, spätestens bei Momentos de mi vidawird es aber deutlich besser. Eine verwehte Alt-Stimme über minimalem Geklicke, mit dessen muggeligen Wohlfühlsynkopen man sich am liebsten zudecken würde. Toni Rios zieht im folgenden alle Register geschickter elektronischer Produktionen, spielt angenehm unprätentiös mit lateinamerikanischen Rhythmen, wechselt Tempi und Stimmungen locker durch. Laura ist zum Beispiel ein Stück entspannter Lebenskunst, wohingegen Gritos del Alma latent aggressive Abreaktionsmusik ist. Wunderbar, wie sich die Platte in den Hintergrund schmiegt, um alle paar Minuten mit einem catchy Beat nach vorne zu steppen. Hätte ich nicht unbedingt erwartet.
Siehe das recht angenehme Ocean Drive
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Tiefschwarz - Fall in Keep out
Neues von den Gebrüdern Schwarz: Einmal typisch Berliner Frühmorgens-Sound (würde ich mal so vage taxieren) bei Fall In. Einmal eher tiefere Klänge mit längerer Halbwertszeit und souligen Vocals in Keep on.
Find ich gut, deswegen ist hier Fall in als Standbild:
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Hotel Costes - A Decade
Schon in den 90ern war eine lockere Compilation angeblich die meistgeklaute CD (damals natürlich von Kruder&Dorfmeister), für die 00er-Jahre stellt Stéphane Pompougnac mit den Hotel Costes Samplern den begehrten Standardsound für Kontemplation und Kaffeekränzchen bereit. Der ethnisch angehauchte Lounge-Sound aus dem Hotel ist also seit nunmehr zehn Jahren Konsens-Musik im besten Sinne des Wortes, und dazu analog kommt der Jubiläumsmix auf zwei CDs: Vielseitig, rhythmisch interessant, wohlig temperiert, unaufdringlich unterhaltsam. Wie ein kompetenter spanischer Butler bedienen die Tracks, die der Meister persönlich als Best Of zusammengestellt hat, alle Stimmungen zwischen vorglühen und nachglimmen.
Garantiert ein treffsicheres Weihnachtsgeschenk für alle Ohrmenschen, egal ob sie Sonntagmittag müde vom Club oder der Wochenendarbeit sind.
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Michel Cleis - La Mezcla (Paul Kalkbrenner Mix)
Und als Digestif diesen gelungenen Remix von Deutschlands Techno-Musterschüler Kalkbrenner, an dem zur Zeit kein Weg vorbei führt...