Konsumkolumne: Verbotene Früchtchen
Text: christina-waechter - und Peter Wagner
Unser Esstest ist unparteiisch und fies. Heute geht's um Südfrüchte, die man selten aufmacht. Alte Folgen dieser Reihe gibt's im Label Konsumkolumne.
1. Thai Passionsfrucht
Erster Eindruck
Sieht aus, als wär' unser Früchtchen unter heftigen Windstößen im Flugzeug auf dem Weg von Thailand nach Deutschland zwischen den Gepäckstücken hinten drin im Fliegerbauch auf dem stählernen Boden rumgekugelt und hätte sich verletzt.
Geschmack
Peter: Also ich mag das nur als Aroma im Joghurt. So in echt: Viel zu sauer. (Fleppe verzieh’)
Christina: Als Smoothie: okay! Aber nicht mit mir.
Peter: Vielleicht ist der Smoothie die Schminke der hässlichen Frucht?
Christina: Interessanter Gedanke, Peter. Ich werde darüber nachdenken. Not!
Peter: Meinst du das auf Englisch?
Christina: Wohl.
Hilft gegen diese eingebildete Krankheit (inklusive Anwendung)
Gegen unschönen Belag auf der Zunge ein exquisites Gegenmittel: Man muss nur die Kerne eine halbe Stunde auf der ausgestreckten Zunge platzieren und damit an einen zugigen Ort gehen. So friert's die Papillen, und darum geht’s ja. Anschließend mit warmem Wasser nachspülen. (Aus: „Großmutter weiß mal wieder alles besser! So profitieren auch Sie vom Wissen der alten Faltenliesl“, Gräfe und Unzer 2009, 1. Auflage, 42,90 Euro, 12 Seiten, laminiert im dekorativen Vierfarbdruck im Sammelschuber)
Bei dieser Party reicht man das Früchtchen
Miranda hat ihr Abi endlich im vierten Anlauf geschafft. Was sind ihre Eltern froh! Zur Überraschungsfeier nach dem Colloquium laden sie den Kegelclub ein. Von Mirandas Freunden liegen „leider“ keine Mailadressen vor. Das wird ein dufter Abend! Vielleicht sogar mit Polonaise! Mirandas Mutter Jokurette weiß, dass leichtes Essen der Schlüssel zum Gelingen einer Party ist. Friedvoll schneidet sie schon mittags das Gras im Vorgarten. Das Buffet hält eine „Reise mit der Zunge durch Europa“ bereit. Was die Passionsfrucht dort zu suchen hat? Miranda ärgert sich und befragt ihre Mutter. Die Reaktion spricht Bände: „I don’t give a SHIT!!“
Der bessere Name
Birne
Offizieller Botschafter dieser Frucht in Deutschland
Heidi Klum