Der Knacks
1000 Menschen werfen sich jedes Jahr in Deutschland vor einen Zug oder eine Bahn. Wilhelm Kurz ist bis zum 7. Oktober 1999, 12.06 Uhr, Fahrer bei den Kölner Verkehrs-Betrieben.
Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.- Null Punkte für die Meinungsfreiheit 25.05.2012
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LaRue sagte:
Aber diese Art Suizid zu begehen ist unverantwortlich.
Dämlicher Kommentar.
littlejohn sagte:
LaRue sagte:
Aber diese Art Suizid zu begehen ist unverantwortlich.
Dämlicher Kommentar.
Warum? Wenn man den Entschluß gefaßt haben sollte, sein Leben zu beenden, dann sollte man es wenigstens unterlassen, dabei einen völlig unbekannten Menschen derart zu traumatisieren.
In meinen Augen völlig realitätsfern.
littlejohn sagte:
Ein Mensch in solch einer Situation hat meiner Ansicht nach nicht mehr die Fähigkeit die Konsequenzen seiner Handlung abzuschätzen. Diese Menschen lassen teilweise Frau und Kind zurück und du erwartest dann nicht allen Ernstes, dass er sich über Schaffner Heribert Meier Gedanken macht.
In meinen Augen völlig realitätsfern.
Auch solche menschen besitzen die fähigkeiten die konzequenzen ihrer handlungen abzuschätzen. es ist ihnen nur einfach EGAL.
es sind übrigens fast nur männer, die sich vor den zug werfen.
alces sagte:
littlejohn sagte:
LaRue sagte:
Aber diese Art Suizid zu begehen ist unverantwortlich.
Dämlicher Kommentar.
Warum? Wenn man den Entschluß gefaßt haben sollte, sein Leben zu beenden, dann sollte man es wenigstens unterlassen, dabei einen völlig unbekannten Menschen derart zu traumatisieren.
Außerdem muss man an die Fahrgäste denken. Die werden zwar nur verspätet oder der Anschluss ist weg, aber trotzdem, wie oft saß jeder von uns bereits in der Bahn* und dachte "och nö, nicht schon wieder 'Notarzteinsatz am Gleis'".
*meist in irgendeiner anderen Bahn die überhaupt nicht in der Nähe des Vorfalls war, aber trotzdem deshalb nicht dort durchfahren kann.
26.11.2009 - 12:48 Uhr
soylentyellow
lara_star sagte:
Auch solche menschen besitzen die fähigkeiten die konzequenzen ihrer handlungen abzuschätzen. es ist ihnen nur einfach EGAL.
es sind übrigens fast nur männer, die sich vor den zug werfen.
Man kann nicht verallgemeinern, aber imgrunde kannst du, so wie LittleJohn auch sagt, davon ausgehen, dass Menschen, die auf eine solche Weise ihr Leben beenden, nicht mehr denken. Die fühlen nur Wut, Traurigkeit, Hilflosigkeit. Denken ist dann vorbei.
soylentyellow sagte:
Warum wirft sich eigentlich niemand vor einen Lastwagen anstatt die Bahn?
Das ist ja nun wirklich überflüssig^^ - Als ob das einen Unterschied für den jeweiligen Fahrer macht. Aber ein nüchterndes Argument dir zuliebe: Mit einem LKW könnte man gegebenenfalls noch ausweichen!
Cobretti_Rec sagte:
ein detail bei diesem suizidversuch ist vollkommen untypisch und überrascht mich. die meisten suizide und suizidversuche geschehen auf irgendeine art und weise recht anonym. dass die genannte person direkten blickkontakt zum fahrer sucht und sich dann vor die bahn wirft, macht es in diesem fall für herrn kurz sicherlich nicht leichter. durch dieses detail wurde der vorfall persönlich. ein sachliches vorschriftsmäßig abhandeln war somit gar nicht möglich.
Das ist so nicht richtig. Ich bin selbst betroffen und im selben Betrieb tätig wie Hr. Kurz. In meinem Fall und vielen anderen welche mir von Kollegen geschildert wurden war es ähnlich. Meist stoppen sie kurz vorher und schauen einem in die Augen. So das man den Eindruck hat, die Person hat den Zug noch rechtzeitig gesehen. Man hat dann als Fahrer den Eindruck,es sei gerade nochmal gut gegangen und genau in dem Moment wird dann gesprungen.
Gruß: Mikel.Key
lara_star sagte:
Auch solche menschen besitzen die fähigkeiten die konzequenzen ihrer handlungen abzuschätzen. es ist ihnen nur einfach EGAL.
es sind übrigens fast nur männer, die sich vor den zug werfen.
Das ist ja auch kein Wunder. Im Suizidverhalten von Mann und Frau gibt es deutliche Unterschiede. Frauen haben eine höhere Rate an versuchten Suiziden, aber Männer haben eine höhere Rate tatsächlich vollendeter Suizide. Frauen bevorzugen 'weiche' Methoden (Vergiften) Männer 'harte' Suizidmethoden (Erschießen, Erhängen und dann eben vor einen Zug springen).
Das erklärt auch die 'rücksichtslosigkeit' der Suizudanten. Sie suchen eine Methode die sicher ist. Hängen ist mit Angst besetzt, Schußwaffen hat nicht jeder, außerdem ist es relativ schwierig sie einzusetzen, bleibt in der Konsequenz nur der Sprung vor einen Zug.










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25.11.2009 - 19:20 Uhr
shaddu