25.11.2009 - 18:30 Uhr

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Das Leben im Recall: Wie das Casting zum allgegenwärtigen Prinzip wurde

Text: veronika-beer - Illustration: Katharina Bitzl

Wir bewerben uns um Freundschaften, spülen beim WG-Gespräch die Kaffeetassen und hoffen auf den Recall zum glücklichen Leben: Willkommen in der Generation Castingwahn

Schillerstraße, Dachgeschoss. Ob sie an den Wochenenden heimfahren könne, wie viele Freunde sie in der Stadt habe und woran ihre bisherigen Beziehungen gescheitert seien. Das sind die Warmlauf-Fragen von Matthäus und Babs, zu denen Alva in der WG-Küche möglichst schnell und originell auf einem Schreibblock ihre Antworten skizziert. Mit einem Flur voller Menschen bewirbt sie sich um elf Quadratmeter Betonschlauch mit Guckloch auf den Parkplatz. Fünf Minuten bekommt die 23-Jährige, um ihre Vorzüge herauszustellen. Ja, spülen könne sie auch. Nein, kein Problem, das eben mal anhand ihrer Kaffeetasse vorzuführen. Matthäus schießt derweil ein Polaroid, auf dessen Rand er seine Bewertung krakelt, während sich im Negativ Alvas tapferes Lächeln entwickelt.
Es ist der dritte bizarre Besichtigungstermin in dieser Woche. Vergessen und vorbei die Zeiten, als einziehen durfte, wer nach dem Bauchgefühl am ehesten passte und als die Abkürzung WG auch noch für Weingläser stand, für Wettgrillen auf den Balkonen zum Innenhof und manchmal für Wildgehege. Jetzt entscheidet sich der Verstand für den Wohnwilligen, der am wenigsten schmutzt und einem die meisten Vorteile bringt. Alva, die für ihr Hauptstudium in Medizin Stadt, Bleibe und Freunde aufgibt und den Neuanfang wagt, nimmt es gelassen. „Heute geht jeder geht auf Nummer sicher, ist doch klar.“ Willkommen in der Generation Castingwahn. Dass im beruflichen Wettbewerb für irrwitzig viele Bewerber gnadenlos wenige Plätze bereitstehen, haben wir längst akzeptiert. Wir stellen uns mit immer mehr Konkurrenten stundenlangen Auswahltests, um aufs Gymnasium zu kommen. In der Oberstufe zählt nicht mehr, sich überhaupt irgendwie durchs Abitur zu wursteln, sondern nur noch ein Notenschnitt im Elitebereich. Dann, im Sommer, wenn plötzlich alles möglich ist, Tauchen auf Hawaii oder Streunen durch Shanghai, kämpfen wir um Studienplätze in Jura, Wirtschaftsmanagement und Architektur, absolvieren mehrstufige Zulassungstests, preisen uns in seitenlangen Motivationsschreiben an und reichen die gewünschten Sprachbescheinigungen ein. Nebenbei arbeiten wir ohne Bezahlung und auf Probe, wir hangeln uns durch Assessment-Center. Um irgendwann eine wirkliche Chance zu bekommen. Durchschnitt ist Schimpfwort. Freisein geht anders. Wir sind es gewohnt, jederzeit auf dem Prüfstand zu stehen. Spotlight. Leistung. Wir haben es verinnerlicht. So sehr, dass wir selbst im Privatleben casten und uns möglichst teuer verkaufen wollen – oft ohne es zu merken. Wie fühle ich mich im ICE und wie beim Aufstehen? Rund um die Uhr lockt die Versuchung, in sozialen Online-Netzwerken einen geistreichen Spruch zu bloggen, sich mal verträumt, mal mutig, mal lustig zu geben. Auch Alva ist dabei. „Hab mir von einer 67-jährigen Bochumerin die Haare schneiden lassen“, dokumentiert sie ihren Tag. Daneben platziert sie das Bild eines Lamas mit verhunztem Bob. Zur Entspannung ein paar absurde, realitätsferne Charaktertests. Welcher Käse bist du? Gorgonzola. Welcher Turnschuh? Converse. Welcher Rockstar? John Lennon. Sie dokumentiert die belanglosen Ergebnisse mit feiner Selbstironie. Sie ist lässig. Alles im Griff. Marke Alva. Vielleicht ist die abgeklärte Alva im Herzen eine Abenteurerin. Darin hat sie sich nie getestet. Das obligatorische Auslandsjahr, ein Zusatzpraktikum im Krankenhaus, ja. Aber sie hat Angst davor, sich zurückzulehnen. Nicht zu wissen, was kommt. Angst, abzuwarten oder falsche Entscheidungen zu treffen und irgendwann unglücklich zu sein. Sie will keine Zeit verplempern. 23, so jung findet sie das nicht mehr. Und das Schlimme ist, dass wir sie verstehen. Wer studieren, ins Ausland, promovieren, heiraten, Kinder kriegen, arbeiten will, hat einen strammen Lebensplan. Perfektionismus erträgt keinen Zufall. Und eine Generation im Bewerbungs- und Bewertungsnahkampf erträgt keinen Tiefschlag. Selbst auf Geburtstagspartys sind wir mittlerweile bestens vorbereitet. Denn auch wenn wir dort kaum jemanden kennen: Wir wissen Bescheid, wer kommen wird, wer uns interessieren könnte und wie wer aussieht. Die virtuelle Gästeliste hängt auf Facebook aus und erlaubt, unsere potenziellen Freunde und Partner zu bewerten, über sie zu befinden und zu beraten, lange bevor wir uns das erste Mal zu Gesicht bekommen. Alter, Abschluss, musikalische, sexuelle und politische Ausrichtung? Beziehungsstatus? Alles recherchiert und vorgegooglet. Zu lässige, massige oder tussige Fotos? Aussortiert. Die Gefahr, dass Unerwartetes passiert, ist auf ein Minimum reduziert. Und auch, wenn wir so von vornherein wissen, dass der Abend sterbenslangweilig wird: Das Vorspiel undercover zumindest, das ist aufregend. „Recall, Donnerstag, 19.30 Uhr“, hatte Matthäus geschrieben. Im Wohnzimmer Schillerstraße will er nun herausfinden, wie Alva und die zwei weiteren Finalisten zu Barack Obama stehen, was sie von Brettspielen halten und ob sie gerne baden. Diesmal stehen Wein und Salzletten auf dem Tisch. Es soll eine gemütliche Runde werden, um sich endlich richtig kennenzulernen. So der Plan. Sich locker zu geben, während einen das Umfeld kritisch beäugt, das nicht leicht. Aber im Grunde machen wir ja nie etwas Anderes. Zu lange schon sind wir PR-Agenten in eigener Sache, um beim Showdown unterzugehen. Alva weiß nichts über ihre beiden Mitbewerber, dafür so Manches über ihre potenziellen Mitbewohner. Matthäus` Profil steht offen zugänglich auf StudiVZ, was an sich schon eine Aussage ist. Dazu auffällig viele Fotos, auf denen er mit auffällig vielen Männern vor den Eingängen zu Schwulenclubs schäkert. Babs hat ihren Beziehungsstatus kürzlich auf „Das ist kompliziert“ umgestellt. Ihr Wissen behält Alva für sich, aber es gibt ihr ein Gefühl von Augenhöhe. Früher stellte man sich Biolehrer nackt vor, um Referate zu überstehen. In Zeiten des Web 2.0 verwandeln sich vermutete Details in detaillierte Kenntnisse. Damals, lange bevor uns durchschnittlich 130 so genannte Freunde detailliert an Lust und Frust bei Tag und Nacht teilhaben ließen, schrieben wir Tagebuch und reichten Poesiealben durch die Bankreihen in der Schulklasse. Es war keine schlechte Zeit, als in den Büchern, die man mit Freunden tauschte, unter „Meine Lieblingsstars“ Rudi Völler, Mehmet Scholl und David Hasselhoff standen und einem ausnahmslos jeder zum Schluss „Viel Glück auf deinen Wegen“ wünschte. Statt einander online zu beschnüffeln und über unseren Gemütszustand zu meditieren, gingen wir unter die Leute. Unvorbereitet, unvoreingenommen, gespannt auf Neues. Wir machten Freunde, einfach so. Wilde Zeit. Von Matthäus, Babs und der Wohnung hört Alva nichts mehr. Im Bus zur Uni drückt sich dafür Max in ihr Leben. Im Netz findet sie in den kommenden Wochen nichts über ihn, was sie nicht schon wüsste. Er fragt sie, ob sie ihn vor Partys mit Online-Einladung wohl gedanklich aussortiert hätte. Für wen sie ihr Profil im Netz bewirtschaftet. Ob sie sich ein Zimmer bei Freunden ansehen möchte.


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barthes
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Mag ich Mag ich nicht

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25.11.2009 - 18:40 Uhr
barthes

können wir jetzt endlich mal den unsinn mit "generation blank" lassen?

DagnyTaggart
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Mag ich Mag ich nicht

0

25.11.2009 - 18:44 Uhr
DagnyTaggart

mit das witzigsten was es in dem label in letzter zeit so zu lesen gab.

matstef
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Mag ich Mag ich nicht

5

25.11.2009 - 18:45 Uhr
matstef

witzig? ich find's eher traurig.

wollmops
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Mag ich Mag ich nicht

5

25.11.2009 - 18:53 Uhr
wollmops

gecastet wurde doch bei WGs immer schon. in der WG von einem Kumpel meines Bruders mussten die Bewerber in der Vorauswahl die Namen der deutschen Nationalelf runterbeten. Dann wurden die so Ausgesiebten um den Küchentisch versammelt und Zettel und Stifte verteilt, mit dem Auftrag: "soooo, jetzt schreibt mal auf, was euch gerade so durch den Kopf geht." Nach fünf Minuten hiess es dann, "okay, wer da jetzt was geschrieben hat, kann gleich abhauen."

hehehe.

matstef
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Mag ich Mag ich nicht

1

25.11.2009 - 18:54 Uhr
matstef

in die wg wär ich definitiv nicht aufgenommen worden - zum glück! ; )

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Mag ich Mag ich nicht

0

25.11.2009 - 18:55 Uhr
matstef

im gegenteil, also das gegenteil, ich hab nicht genau gelesen!

voiceofregret
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Mag ich Mag ich nicht

1

25.11.2009 - 18:59 Uhr
voiceofregret

gefällt mir sehr gut, der artikel.

und ich bin ja froh, trotz (klein-)wg-erfahrung um solche castingtermine rumgekommen zu sein.

schrecklich, brrr.

alces
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Mag ich Mag ich nicht

-1

25.11.2009 - 19:10 Uhr
alces

wollmops sagte:
gecastet wurde doch bei WGs immer schon. in der WG von einem Kumpel meines Bruders mussten die Bewerber in der Vorauswahl die Namen der deutschen Nationalelf runterbeten. Dann wurden die so Ausgesiebten um den Küchentisch versammelt und Zettel und Stifte verteilt, mit dem Auftrag: "soooo, jetzt schreibt mal auf, was euch gerade so durch den Kopf geht." Nach fünf Minuten hiess es dann, "okay, wer da jetzt was geschrieben hat, kann gleich abhauen."

hehehe.


Den Pennern hätte ich vor Beendigung der Nationalmannschaft-Frage noch einen schönen Abend gewünscht. Fußball ist ein Mädchensport.

eisengrau
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Mag ich Mag ich nicht

3

25.11.2009 - 19:12 Uhr
eisengrau

also, von der Generation hab ich echt noch nie was gehört.

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Mag ich Mag ich nicht

1

25.11.2009 - 19:15 Uhr
eisengrau

ich kann mich auch an keinen einzigen Auswahltest außer den an der Uni erinnern, weder, dass ich an einem teilgenommen, noch dass ich selbst einen veranstaltet hätte. Ich hab auch noch nie von dergleichen erzählt bekommen. Es scheint sich wirklich nur um eine Theorie zu handeln.

wollmops
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Mag ich Mag ich nicht

0

25.11.2009 - 19:17 Uhr
wollmops

alces sagte:
Fußball ist ein Mädchensport.


gut, der Herr Elch ist natürlich eher für Thai-Boxen und Rugby, gelle. aber nicht alle sind so hart wie Du.

alces
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0

25.11.2009 - 19:20 Uhr
alces

eisengrau sagte:
ich kann mich auch an keinen einzigen Auswahltest außer den an der Uni erinnern, weder, dass ich an einem teilgenommen, noch dass ich selbst einen veranstaltet hätte. Ich hab auch noch nie von dergleichen erzählt bekommen. Es scheint sich wirklich nur um eine Theorie zu handeln.


Bis um sechse in der Früh Saufen und dabei bis ultimo g'scheid daherreden - das war ein Test, den du bestanden hast.

voiceofregret
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Mag ich Mag ich nicht

4

25.11.2009 - 19:22 Uhr
voiceofregret

alces sagte:
Den Pennern hätte ich vor Beendigung der Nationalmannschaft-Frage noch einen schönen Abend gewünscht. Fußball ist ein Mädchensport.



deswegen spiel ich auch nicht mehr. ich passe nicht mehr in tutus.

wollmops
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Mag ich Mag ich nicht

0

25.11.2009 - 19:22 Uhr
wollmops

und zwar mit Lorbeerkranz und Ehrenabzeichen.

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0

25.11.2009 - 19:23 Uhr
wollmops

(@eisen/alces)

Yeah_Yeah
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Mag ich Mag ich nicht

2

25.11.2009 - 19:27 Uhr
Yeah_Yeah

mops, den fußballtest würden meine herren kollegen gern bei der auswahl neuer (männlicher) mitarbeiter einführen. plus: aufzählung aller spieler des fc bayern münchen, entwurf einer strategie, wie die bayern doch noch meister werden. und selbst fußballspielen müssen die neuen dann natürlich auch können. bei neuen weiblichen mitarbeitern interessieren nur das foto und der beziehungsstatus.

eisengrau
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Mag ich Mag ich nicht

2

25.11.2009 - 19:29 Uhr
eisengrau

alces sagte:

Bis um sechse in der Früh Saufen und dabei bis ultimo g'scheid daherreden - das war ein Test, den du bestanden hast.


Das war ein Test? Und Du warst die Jury?
Und? Hab ich das Zimmer?

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Mag ich Mag ich nicht

0

25.11.2009 - 19:31 Uhr
eisengrau

wollmops sagte:
und zwar mit Lorbeerkranz und Ehrenabzeichen.


Leider ohne Bussi vom mops. Der Elch ist doch etwas rau, so früh am Morgen. ;-)

wollmops
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Mag ich Mag ich nicht

1

25.11.2009 - 19:31 Uhr
wollmops

eisengrau sagte:
Und? Hab ich das Zimmer?


*säuerlich* Ideelles wie ein Lorbeerkranz zählt bei der heutigen Jugend wohl nicht mehr.

Cate81
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Mag ich Mag ich nicht

2

25.11.2009 - 19:31 Uhr
Cate81

"Matthäus, Babs und Alva"?

Die Kombination dieser jeweils für sich schon schrägen Namen lässt den Text seltsam künstlich und konstruiert erscheinen.

wollmops
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Mag ich Mag ich nicht

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25.11.2009 - 19:37 Uhr
wollmops

eisengrau sagte:
Leider ohne Bussi vom mops. Der Elch ist doch etwas rau, so früh am Morgen. ;-)


ach, Du hast bestimmt eins bekommen. wenn ich blau bin, knutsch ich auch Laternenpfähle. und das andere, das mit dem Elch, das möcht ich gar nicht wissen.

eisengrau
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Mag ich Mag ich nicht

1

25.11.2009 - 19:40 Uhr
eisengrau

wollmops sagte:

ach, Du hast bestimmt eins bekommen. wenn ich blau bin, knutsch ich auch Laternenpfähle.


Ich glaub, die Laternenpfähle hatten da mehr Spaß.-
Und überhaupt ist der Satz eine Frechheit. ;-/

wollmops
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Mag ich Mag ich nicht

1

25.11.2009 - 19:42 Uhr
wollmops

hehehe, sorry. aber Du hast schliesslich auch den Elch geknutscht, offensichtlich.

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Mag ich Mag ich nicht

0

25.11.2009 - 19:42 Uhr
wollmops

also nichts gegen den Elch, aber ...

ach, ich reit mich doch nur immer mehr rein hier. schönen Abend!

eisengrau
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Mag ich Mag ich nicht

0

25.11.2009 - 19:48 Uhr
eisengrau

wollmops sagte:
hehehe, sorry. aber Du hast schliesslich auch den Elch geknutscht, offensichtlich.


Das wirst Du nie erfahren.

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Mag ich Mag ich nicht

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25.11.2009 - 19:50 Uhr
eisengrau

Und überhaupt muss ich jetzt vermutlich den ganzen Abend an diese Militärklamotte mit Bill Murray denken.

Charlotte94
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Mag ich Mag ich nicht

3

25.11.2009 - 20:38 Uhr
Charlotte94

Der Text ist zwar etwas überkonstruiert, aber das Prinzip erkenne ich wieder... Ist aber glaube ich auch ein gehäuftes Phänomen in der vor-/nach-Abi-Phase... Und wenn mensch dann nach Berlin zieht...
Mich hat das alles zumindest so verwirrt, mit NC schaffen, Wunschfach bekommen und WG finden, dass ich ganz verdattert war als das selbsverwaltete Cafe in dem ich mich jetzt einbringe mich einfach hat mitmachen lassen, ohne Probezeit, Casting oder ähnlichem Quatsch...

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Mag ich Mag ich nicht

9

25.11.2009 - 20:40 Uhr
Charlotte94

Und jetzt sollen bitte die Turbokapitalisten und Neoliberalen aus Ihren Löchern kommen, und erklären, dass das ganze Leben eine einzige Bewerbung ist !
Wo sind die eigentlich gerade, ist heute Pöbelfrei für die üblichen Verdächtigen oder prügeln die immernoch in dem Artikel über die Studienproteste auf die Geisteswissenschaftler ein ???

Schnatterlieschen
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1

25.11.2009 - 20:41 Uhr
Schnatterlieschen

Ich find, dass der Text richtig gut geschrieben ist. Dieses scheiß "Ich muss immer alles am besten machen wollen müssen"-Gefühl aufn Punkt gebracht. Ich reg mich so drüber auf, dass ich mich davon manchmal unter Druck setzten lasse. Aber wenigstens nicht von dem Web 2.0 -Gedöns. Pha!

PaartanzJetzt
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Mag ich Mag ich nicht

0

25.11.2009 - 21:08 Uhr
PaartanzJetzt

wollmops sagte:
gecastet wurde doch bei WGs immer schon. in der WG von einem Kumpel meines Bruders mussten die Bewerber in der Vorauswahl die Namen der deutschen Nationalelf runterbeten. Dann wurden die so Ausgesiebten um den Küchentisch versammelt und Zettel und Stifte verteilt, mit dem Auftrag: "soooo, jetzt schreibt mal auf, was euch gerade so durch den Kopf geht." Nach fünf Minuten hiess es dann, "okay, wer da jetzt was geschrieben hat, kann gleich abhauen."

find ich dämlich, daraus ein Pseudocasting zu machen
schließlich will man mit den Leuten eventuell zusammenwohnen
wenn mich vorher schon jemand solch einem Mist unterziehen will, möchte ich gar nicht einziehen

hehehe.

Ashur
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0

25.11.2009 - 21:16 Uhr
Ashur

Ein Bekannter von mir hat seinen neuen Mitbewohner auch mit einem ausgeklügelten Fragebogensystem gecastet. Der Gewinner stellte sich dann als Psychopath heraus.

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0

25.11.2009 - 21:17 Uhr
Ashur

wollmops sagte:

wenn ich blau bin, knutsch ich auch Laternenpfähle.


nicht im Winter, Mops!!!!

PaartanzJetzt
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1

25.11.2009 - 21:18 Uhr
PaartanzJetzt

wollmops sagte:
gecastet wurde doch bei WGs immer schon. in der WG von einem Kumpel meines Bruders mussten die Bewerber in der Vorauswahl die Namen der deutschen Nationalelf runterbeten. Dann wurden die so Ausgesiebten um den Küchentisch versammelt und Zettel und Stifte verteilt, mit dem Auftrag: "soooo, jetzt schreibt mal auf, was euch gerade so durch den Kopf geht." Nach fünf Minuten hiess es dann, "okay, wer da jetzt was geschrieben hat, kann gleich abhauen."

find ich dämlich, daraus ein Pseudocasting zu machen
schließlich will man mit den Leuten eventuell zusammenwohnen
wenn mich vorher schon jemand solch einem Mist unterziehen will, möchte ich gar nicht einziehen



(so sollte es wirklich aussehen)

meandme
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-1

25.11.2009 - 21:29 Uhr
meandme

"Wir stellen uns mit immer mehr Konkurrenten stundenlangen Auswahltests, um aufs Gymnasium zu kommen."

das gibts nur in Bayern, in BaWü und den anderen Bundesländern entscheidet nur die Note.

Begunje62
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25.11.2009 - 21:35 Uhr
Begunje62

vielleicht müssten wir für au pair mädchen auch mal ein casting machen... die nur über intuition auszusuchen ist nämlich bisher ein paar mal schief gegangen. und wenn die jugend von heute schon so daran gewöhnt ist...

PaartanzJetzt
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1

25.11.2009 - 22:59 Uhr
PaartanzJetzt

meandme sagte:
"Wir stellen uns mit immer mehr Konkurrenten stundenlangen Auswahltests, um aufs Gymnasium zu kommen."

das gibts nur in Bayern, in BaWü und den anderen Bundesländern entscheidet nur die Note.


seit wann gibts in bayern auswahltests, um aufs gymnasium zu kommen
das wäre mir total neu

RockoDeCoco
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-2

25.11.2009 - 23:15 Uhr
RockoDeCoco

Googelt und Youtubt "Geldsystem", lernt, was eine "konstruktive Umlaufsicherung" ist und fordert sie ein. Dann haben diese negativen Entwicklungen unserer Gesellschaft bald ein Ende.

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-2

25.11.2009 - 23:15 Uhr
RockoDeCoco

Googelt und Youtubt "Geldsystem", lernt, was eine "konstruktive Umlaufsicherung" ist und fordert sie ein. Dann haben diese negativen Entwicklungen unserer Gesellschaft bald ein Ende.

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Mag ich Mag ich nicht

-2

25.11.2009 - 23:15 Uhr
RockoDeCoco

Googelt und Youtubt "Geldsystem", lernt, was eine "konstruktive Umlaufsicherung" ist und fordert sie ein. Dann haben diese negativen Entwicklungen unserer Gesellschaft bald ein Ende.

air_kaviar
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5

26.11.2009 - 00:22 Uhr
air_kaviar

und du mach dich mal schlau was es bedeutet, wenn man nach dem F5 drücken die daten nochmal sendet.

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1

26.11.2009 - 00:27 Uhr
air_kaviar

@text:

sehr schönes beispiel für die folgen der überwachungsgesellschaft. niemand hat was zu verbergen, alle machen alles freiwillig. und trotzdem nimmt der druck in jeder situation zu.

Sibelius
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4

26.11.2009 - 08:13 Uhr
Sibelius

...in einer Zeit, in der man an der Uni keinen Furz machen kann ohne darauf eine Multiple-Choice-Prüfung ablegen zu müssen...

Ich würde NIE in eine WG ziehen mit Typen wie oben beschrieben. "Kannst du mal Probespülen", ich glaub es hackt...

Shorebilly
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1

26.11.2009 - 08:55 Uhr
Shorebilly

gut dass das nichts mit der realitaet zu tun hat.

alces
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0

26.11.2009 - 09:21 Uhr
alces

eisengrau sagte:
alces sagte:

Bis um sechse in der Früh Saufen und dabei bis ultimo g'scheid daherreden - das war ein Test, den du bestanden hast.


Das war ein Test? Und Du warst die Jury?
Und? Hab ich das Zimmer?


Du hast vom Mops eine Kopfbedeckung aus Kräutern erhalten, und für das nächste Treffen ein Freilos für die erste Runde, reicht das nicht?

eisengrau
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0

26.11.2009 - 09:31 Uhr
eisengrau

air_kaviar sagte:
@text:

sehr schönes beispiel für die folgen der überwachungsgesellschaft. niemand hat was zu verbergen, alle machen alles freiwillig. und trotzdem nimmt der druck in jeder situation zu.


Wenn es den solche Phänomene wirklich gibt - wie gesagt, ich habe noch nichts dergleichen gehört- wäre es fast eine Anklage gegen die Anything-goes- Gesellschaft.
Denn wo es jedem möglich ist, ans Idealbild hinzuarbeiten, wird es auch erwartet , und niemand nimmt einen mehr so, wie man ist, nämlich mit allen Schwächen.

dropsofjupiter
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0

26.11.2009 - 10:57 Uhr
dropsofjupiter

also der grundgedanke stimmt schon: immer mehr sich verkaufen müssen.

so ein WG-Casting würd ich nicht mitmachen. So attraktiv können Zimmer und Bewohner gar nicht sein. Wer so was macht, schwebt doch in anderen Sphären.

Den Lebenslauf von Partygästen hab ich noch nicht recherchiert und habe dies auch zukünftig nicht vor!

octopussy
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1

26.11.2009 - 12:27 Uhr
octopussy

also meine letzten Mitbewohner sind mir meist zugelaufen und waren Bekannte oder Freunde von Freunden oder so. Das ging auch immer gut. Die ersten Mitbewohnerinnen, da hat man sich so zusammengefunden während des Studiums. Das erste Wohnen hat sich als lehrreich rausgestellt, das zweite wohnen war dann schon deutlich besser.
Lustig war damals (1996/97) nur die Wohnungssuche. 2 Mädels Anfang 20 in Stuttgart... "Ha noi, 2 Mädle des mache mer nemma. Do isch dann älleweil en andrer Ma da und dann wird die andere net neiglasst." (=nee, das machen wir nicht mehr. da ist dann immer wieder anderer Herrenbesuch und die eine lässt die andere nicht in die wohnung)

Tjenemit
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0

26.11.2009 - 12:52 Uhr
Tjenemit

ich war in der glücklichen lage, die wg mitbegründet zu haben, daher durfte ich casten. wir haben es aber ganz normal gemacht und miteinander gesprochen. 2 idioten waren dabei, andererseits aber auch 3 sehr nette menschen, mit denen ich bis heute kontakt habe. ob das mit fragebogen auch gelungen wäre...?

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26.11.2009 - 12:55 Uhr
Tjenemit

finde aber auch, dass ich den vom autor genannten trend nicht erkennen kann. aber für einen beitrag braucht man natürlich immer ein phänomen, das man beschreiben kann...

Kalef
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0

26.11.2009 - 13:56 Uhr
Kalef

Ich bin enttäuscht, dass der Daumen da oben nicht grün ist.

uncoolhochzehn
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0

26.11.2009 - 13:57 Uhr
uncoolhochzehn

Unser WG Casting: Einer zeigt die Bude. Der Rest sitzt in der Küche. Herr/Dame kommt rein. Setzt sich auf den Bewerberstuhl und wird Löcher in den Bauch gefragt. Wenn dann auch mal Gegenfragen kommen, steigen die Chancen einzuziehen. :)

ThomasCrown
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3

26.11.2009 - 15:41 Uhr
ThomasCrown

leistungsdruck in schule, studium/ausbildung und beruf nimmt zu? meinetwegen, schlimm genug. aber wer den mist auch noch im sozialen leben mitmacht, ist selber schuld.

m4rm0t
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-2

26.11.2009 - 18:39 Uhr
m4rm0t

dieser artikel strahlt in mitten vom casting-stereotyp, welchen das privatfernsehen herangetragen hat, eine gewisse harmlosigkeit aus. natürlich wird geprüft. es ist der zeitgeist, mit effizienz die richtigste entscheidung zu treffen. manchmal mit pseudowissenschaftlichen ansätzen, aber stets bemüht.
was ist daran so falsch? es ist ein feiner gegenentwurf zu privat unsicherem rumtappen und vetternwirtschaft bei letzteren ein tribut an die chancengleichheit, der iwelchen verwöhnten akademikerkindern feuer unterm arsch macht - damit geht aber einher, dass andere, weniger gut situierte, eine chance haben.
klar, es geht die romantik der zeit prävirtuellen zeit verloren, aber der deal hat durchaus charme: weniger herumirren, schneller sich im glück wiegen.

cathie
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1

26.11.2009 - 20:56 Uhr
cathie

ich weiß nicht, ich fühle mich hier langsam nicht mehr so zuhause. werde ich zu alt für jetzt.de?
bei dem bewerber-casting komme ich nicht so mit und wer bitte macht das denn so? oder ist es wieder mal witzig gemeint, übertrieben und ich hab es einfach nicht verstanden?

Charlotte94
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-1

26.11.2009 - 21:52 Uhr
Charlotte94

@cathie

Ich hatte zwar das Glück, dass mir das direkte Casting erspart wurde, aber was mir hier in Berlin so an (Horror-)Geschichten erzählt wurde, ich befürchte so weit weg von der Realität ist das nicht. Da bewerben sich immer mdst. 30 Leute für ein WG-Zimmer, und dann gibt es anscheinend drei Möglichkeiten für die "Vermieter"
a) (clever) vorher schon per Email auswählen
b) alle kommen lassen und Gespräche führen - 30 Leute, und es können auch mal 100 sein - , pro Person ne halbe Stunde, na viel Spaß oder
c) das gefürchtete und hier tatsächlich berüchtigte Casting.

So, jetzt könnte mensch ja sagen, mach ich nicht mit, aber die Konkurrenzsituation ist schon echt hart hier und ein Zimmer zu haben ist schon schön ...

Abgesehen davon, ist unter dem Druck auch ein Gespräch immer unter Bewerbungsaspekten zu sehen, also wie stelle ich mich da um der 1 zu sein, der das Zimmer bekommt.
Zum Glück hab ich ne WG gefunden, wo "ich selber sein" genau das richtige war ;-)

matstef
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0

26.11.2009 - 22:13 Uhr
matstef

meine ex hat mich, den eingefleischten einzelzimmerbewohner, mal dazu gebracht, auf wg-suche zu gehen. sie meinte, wg-erfahrung sei integraler und wichtiger bestand der persönlichkeitsentwicklung. da sie wusste, dass ich von ihrer idee alles andre als begeistert war, hat sie mich ner art "bewerbertraining" unterzogen, wie ich mich den zukünftigen mitbewohnern vorzustellen hätte. so gerüstet ging ich zu den vorstellungsrunden, merkte aber bald, dass die tipps meiner damaligen freundin absoluter quatsch waren - und dass sie nicht umsonst aus ihrer mädchen-wg hochkant rausgeflogen ist. man will doch nicht mit jemandem zusammenwohnen, der sich quasi eingeschlichen hat durch geschickte selbstpräsentation, oder?

ansonsten: wg-casting, nein danke! alles, was über eine lockere vorstellungsrunde hinausgeht, mach ich nie und nimmer mehr mit! test-perversitäten bei wg-catings sagen doch nur, dass man da lieber nicht wohnen mag. wie seht ihr das?

Charlotte94
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Mag ich Mag ich nicht

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26.11.2009 - 22:27 Uhr
Charlotte94

Kommt auf die WG und das Casting an... Wenn sich eine WG nen Spaß draus machen will, so was auch mal zu veranstalten könnte es echt witzig sein :-)

Nee, also eigentlich ist alles außer vorher per Mail auswählen und dann richtig miteinander reden der einzig vernünftige Weg !
Aber das bestreitet nicht die Existenz von so irren Castings, leider...
Und ich glaube, so was gibt es eh nur in Städten mit irrer WG-Zimmer-Not. Wenn ich so was in Hannover veranstaltet hätte, hätten mich die Bewerber (mit recht) mdst. ausgelacht oder verprügelt ;-)

cathie
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Mag ich Mag ich nicht

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26.11.2009 - 22:28 Uhr
cathie

Charlotte94 sagte:
@cathie

So, jetzt könnte mensch ja sagen, mach ich nicht mit, aber die Konkurrenzsituation ist schon echt hart hier und ein Zimmer zu haben ist schon schön ...

Abgesehen davon, ist unter dem Druck auch ein Gespräch immer unter Bewerbungsaspekten zu sehen, also wie stelle ich mich da um der 1 zu sein, der das Zimmer bekommt.
Zum Glück hab ich ne WG gefunden, wo "ich selber sein" genau das richtige war ;-)


verstehe ich vollkommen. ich lebe zwar in einer kleineren stadt, aber die bewerberzahlen sind ähnlich...
ich kenne die situation eher von der anderen seite, da wir leider eine weile eine art durchgangszimmer hatten. wir wollten einfach jemanden, mit dem man konversation führen kann, der mal mit weggeht etc. aber ist eben nicht leicht so jemanden zu finden. seltsamerweise. wir haben es eine zeitlang mit interviews probiert, aber im prinzip lernt man die person erst kennen, wenn sie eingezogen ist und dann ist es eben zu spät.
ich weiß nicht, was die richtige methode ist, aber ich denke, wenn die, die da schon wohnen und die leute die sich das zimmer anschauen sie selbst sind, ist schon viel gewonnen. leute, die sich da drauf vorbereiten und sich großartig was zurecht legen, wirken eher erschreckend...
ich denke, du hast das ganz richtig gemacht und deshalb finde ich die darstellung hier total daneben. wenn es das gibt, ok, dann stecken bestimmt gründe dahinter, aber ich würde mit solchen leuten nicht zusammenwohnen wollen.

Charlotte94
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-1

26.11.2009 - 22:35 Uhr
Charlotte94

Da hast Du 100%ig recht.
Da sind auch sonst noch viele "wir"s im Text wo ich denke, ihr vielleicht ,aber ich nicht...

Aber für die richtig guten Texte haben wir ja die UserInnen wie Dich !

Viele von den Redaktionstexten sind eher eine Diskussionsgrundlage, das finde ich aber nicht schlimm, so lange die User interessante Sachen einstellen !

So, und jetzt packe ich Koffer für meine tolle WG, Juchuh !!!

drolli
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27.11.2009 - 05:03 Uhr
drolli

Lieber eine Stunde am Tag zusatzlich pendeln als mit Idioten in einer Wohnung zu leben die sich obwohl man sich nicht kennt einbilden einen ueber bisherige Beziehungen ausfragen zu duerfen.

lenasophie
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Mag ich Mag ich nicht

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27.11.2009 - 10:26 Uhr
lenasophie

text und thema sind interessant,
kleine kritik:

'als die Abkürzung WG auch noch für Weingläser stand, für Wettgrillen auf den Balkonen zum Innenhof und manchmal für Wildgehege.'

das klingt seehhhr konstruirt..

Wildgehege? .. wie wärs mit Weggehen, oder Weingummies oder so alltäglichem

Charlotte94
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Mag ich Mag ich nicht

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27.11.2009 - 11:37 Uhr
Charlotte94

Hihi, das fand ich nun gerade mal gut an dem Text, meine 2.WG im Ziwiwohnheim die war weder "weggehen" noch "wettgrillen" sondern "wildgehege" :-)
Obwohl ich glaub, dass Wild in so einem Dreck einfach eingegangen wäre ...

gazole
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Mag ich Mag ich nicht

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27.11.2009 - 12:00 Uhr
gazole

Wenn schon WG Casting, dann wie in "Shallow grave"!

Ansonsten finde ich den Text nett. Und sooo weit an der Realität vorbei geht er in einigen Punkten wirklich nicht. Allein das "Soundso will Dein Freund sein" Phänomen in Online Communitys aller Art, ist doch mal wirklich albern.


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