„Reiche Söhnchen“ gegen „linke Zecken“
Bei der Audimax-Besetzung werden alte Klischees aufgewärmt, aber auch konstruktive Diskussionen geführt
Die Botschaft ist unmissverständlich. „Lieber Herr Präsident der LMU,“ heißt es in einem der letzten Einträge auf der Internetplattform Facebook, „machen Sie von Ihrem Hausrecht Gebrauch und lassen Sie die Polizei das Audimax räumen!“ Die Gruppe, die derzeit solche Drohkulissen im Netz aufbaut, trägt bezeichnenderweise den Arbeitstitel „Bitte werft die Hippies aus dem Audimax der LMU!“. In den letzten Tagen hat sie fast 1 000 Mitglieder rekrutieren können, die meisten davon BWL-, VWL- und Jurastudenten. „Dem Spuk ein Ende setzen“, fordert einer, eine massive „Gegenfront“ bilden, ein anderer. Die Unterstützer des Bildungsstreiks reagieren zum Teil ähnlich gereizt: „Kann ja nicht jeder reiche Eltern haben!“ Die Bedrohung wird ernst genommen. Die „WIWIs“ (Wirtschaftswissenschaftler) könnten „zu einem sehr gefährlichen Faktor für uns werden“ schreibt der Autor „shadowman“ auf dem Blog zum LMU-Protest. Und weiter: „Bald kann alles vorbei sein.“ „Wir bezahlen die Zeche“ Der Konflikt hatte sich schon in den ersten Tagen angebahnt. Am 11. November versuchte eine Handvoll Studenten erstmals, eine Vorlesung im Audimax zu stürmen. Was sie nicht wussten: Dort saßen BWL-Erstsemester. Es wurde gebuht, mit Papierkugeln nach den Demonstranten geschmissen. Die „linken Zecken“, wie sie beschimpft wurden, mussten kleinlaut wieder abziehen. Zwei Wochen später, der Audimax ist besetzt, Zehntausende gehen in Deutschland auf die Straße, Merkel und Landespolitiker signalisieren Einlenken. Der interne Streit unter den Studenten hat aber weiter an Fahrt gewonnen. Inzwischen machen die ersten Unterschriftenlisten für ein Ende der Audimax-Besetzung die Runde. Für Unmut sorgt besonders die Tatsache, dass die Veranstaltungen im größten Vorlesesaal der Uni weiter ersatzlos ausfallen. „Elf von 18 Vorlesungen, die hier stattfinden, werden von uns besucht“, sagt Rafael von der Fachschaft der Wirtschaftswissenschaftler (WASTI): „Wir bezahlen die volle Zeche für den Streik.“ Die Stimmung unter den Kommilitonen sei am Boden.

- Abschied vom Wachtturm: Drei Frauen und ihre Leben nach den Zeugen Jehovas 20.05.2012
- Was vom Macchiato-Meeting übrig bleibt 13.05.2012
- Zwei Pfund Nostalgie, bitte 13.05.2012
- Im Zeugungsstand 06.05.2012
- Hooligans - Es geht nicht darum, andere ernsthaft zu verletzen 06.05.2012
jbo007 sagte:
endlich auch mal die Gegenseite! danke.
kam von mir. auch wenn dieser protest am ende nichts bringt und vielleicht jetzt schon mehr eine event als ein streik, sollten studenten zusammen halten. klingt naiv, seh ich aber so. des war in der schule schon immer so, dass man was durckboxen wollte und die streber da geblieben sind und den rest verpfiffen haben.
23.11.2009 - 19:06 Uhr
diedrossel
23.11.2009 - 19:27 Uhr
DagnyTaggart
DagnyTaggart sagte:
Es ist asozial wenn eine kleine Minderheit von Studenten den Audimax besetzt und so Vorlesungen fuer andere, lernwillige Studenten ausfallen muessen.
ah, und die demonstriernden sind nicht lernwillig. alles klar.
Wer schon mal gearbeitet hat weiß, dass man nicht jeden Tag bis in die Puppen feiern kann, weil man morgens um 8 wieder auf der Matte sehen muss. Also genießt lieber die 3 Monate Semesterferien im Sommer, die hat man nämlich auch nicht mehr wenn man arbeitet!
DagnyTaggart sagte:
Drossel hat da absolut recht: Die Audimaxbesetzer sehen nur ich, ich, ich und haben keinerlei Verstaendnis fuer den Lernwunsch der anderen Studenten.
mot solchen scheinargumenten kannst du das recht auf demonstrationen komplett abschaffen, denn wenn irgendwo eine straßensperrung wegen einer demo ist, kommen die arbeitswilligen ja nicht zu arbeit. oder die konsumwilligen nicht zum konsumieren oder die passivitätswilligen nicht auf die couch.
Bastie sagte:
Ich studiere weder BWL, Jura oder "WIWI", noch komm ich aus reichem Elternhaus. Trotzdem finde ich ein Großteil der ganzen Demo ziemlich daneben! Wer in den letzten Tagen diverse Twitters verfolgt hat weiß, dass dort ständig zu irgendwelchen Partys am Abend in den besetzen Sälen aufgerufen wird. Gehts also doch nur um Party? Das passt jedenfalls zu der Vorderung nach mehr Freizeit, Leben und entzerrung des Studienalltags.
Wer schon mal gearbeitet hat weiß, dass man nicht jeden Tag bis in die Puppen feiern kann, weil man morgens um 8 wieder auf der Matte sehen muss. Also genießt lieber die 3 Monate Semesterferien im Sommer, die hat man nämlich auch nicht mehr wenn man arbeitet!
nutz lieber die chance deine eigenen bedingungen zu verändern/verbessern. wenn du nämlich mal arbeitest, kannst du dich nicht zum chef ins büro setzen, streiken und bier trinken! [obwohls ein schöner gedanke ist...]
23.11.2009 - 20:09 Uhr
Laudi
jbo007 sagte:
war mal jemand von euch in den letzten tagen in der uni, am audimax? es stinkt, das audimax ist verdreckt, überall stehen bierflaschen. was ist daran denn lernwillig?
was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Laudi sagte:
jbo007 sagte:
war mal jemand von euch in den letzten tagen in der uni, am audimax? es stinkt, das audimax ist verdreckt, überall stehen bierflaschen. was ist daran denn lernwillig?
was hat das eine mit dem anderen zu tun?
diese besetzer sagen von sich selbst, dass sie die studienbedingungen verbessern wollen. wie geht das mit bier?
1) Jemand hat eine Ausbildung, arbeitet und möchte nebenbei in der Abendschule zB sein Industriekaufmann machen.
Kosten: ~3000€ für ca. 1 1/2 Jahre
2) Jemand arbeitet und möchte am Wochenende eine Fortbildung besuchen.
Kosten: ~3000/5000€
3) Jemand arbeitet, und möchte ein 3-wöchiges Seminar zur Fortbildung besuchen.
Kosten: ~20.000€ aufwärts
4) Jemand möchte studieren und zahlt 500€ pro Semester. Das macht für ein gesamtes Bachelor-Studium 3000€ --> FÜR 3 JAHRE BILDUNG PUR
Laudi sagte:
was hat das eine mit dem anderen zu tun?
ganz einfach, der deutsche student trinkt nicht. der chinese ist auch da schon weiter, der hat das alkoholverträglichkeitsenzym aus dem stoffwechsel entfernt
hahahaha
jbo007 sagte:
dass sie die studienbedingungen verbessern wollen. wie geht das mit bier?
ich könnte hier das blockseminar "lebensführung in der modernen welt" (WS 1997/98) nennen, da waren wir am abend vorher auf kneipentour, allein der restalkohol hat uns den samstag durchstehen lassen und den schein möglich gemacht
jbo007 sagte:
Laudi sagte:
jbo007 sagte:
war mal jemand von euch in den letzten tagen in der uni, am audimax? es stinkt, das audimax ist verdreckt, überall stehen bierflaschen. was ist daran denn lernwillig?
was hat das eine mit dem anderen zu tun?
diese besetzer sagen von sich selbst, dass sie die studienbedingungen verbessern wollen. wie geht das mit bier?
was ist denn an bier so schlimm? wär chai latte besser?
Dass man sich dazu auf den Hosenboden setzen und hart arbeiten muss, ist selbstredend. Manche setzen sich lieber auf den Aulaboden und stricken. Das steht ihnen natürlich frei, aber den Studenten nützlicher Fächer das Studium unmöglich zu machen, ist selbstverständlich asozial.
diedrossel sagte:
500 euro plus semesterticket, studentenwerksbeitrag und bücherkosten. mac einen tausender pro semester draus und wir sind in der realität. und das ich auf einen schlag zu zahlen, abstottern nicht möglich. und es ist auch nicht steuerlich absetzbar, im gegensatz zu fortbildungen. also hier mal nicht äpfel mit birnen vergleichen.
Verlustvortrag bzw. Sonderausgaben sind aber für ein Studium möglich. Und es steht ja jedem frei auch BWL zu studieren, wenn er mehr verdienen möchte.
23.11.2009 - 20:32 Uhr
diedrossel
Schock: Ich arbeite mir neben meinem Studium den Arsch ab UND bin gegen Studiengebühren (Und ich werde morgen protestieren gehen)!
23.11.2009 - 21:13 Uhr
Sibelius
jbo007 sagte:aha, typisch akademischer elfenbeinturm! ich dachte du studierst auch um dich mal sinnvoll in die gesellschaft einzubringen?
tut mir leid, aber ich studiere lieber als auf der straße plakate durch die gegend zu tragen.
Ich hab den Eindruck, dass zumindest die Besetzer unseres Audimax die Sympathien beim Groß der Studentenschaft verspielt haben (WiWis) oder auf kein nennenswertes Interesse stoßen (alte Studiengänge) - zumal wir hier keine Studiengebühren haben.
TomJones sagte:
Ich finde es sehr erfreulich, dass endlich mal die vernünftige Gegenseite zu Wort kommt. Unsere Studenten sind nämlich nicht nur der krakelende Mob, sondern auch arbeitssame und motivierte Studenten, die mit ihren Studienabschlüssen unserem Land weiterhelfen können.
Dass man sich dazu auf den Hosenboden setzen und hart arbeiten muss, ist selbstredend. Manche setzen sich lieber auf den Aulaboden und stricken. Das steht ihnen natürlich frei, aber den Studenten nützlicher Fächer das Studium unmöglich zu machen, ist selbstverständlich asozial.
hahahaha
Hosenboden-Studienabschlüsse dem Land weiterhelfen und "nützliche Fächer" ... du klingst wie die Persiflage eines Parolenopfers...!
Ist halt die alte Frage der "realos" vs. "fundis", wie es das schon bei den Grünen gb, oder der kapitalistische Flügel der CSU gegen die bäuerlich, sozialistisch angehauchte CSU.
Dei Frage ist, ob man wirklich systemimmanent verändern will, oder das System verändern wil. Will man das System verändern, geht das nicht, indem man Hörsäle besetzt.... klappt aber auch nicht mit Gewalt, also wäre es wohl das Beste momentan auf Dialog zwischen den Fakultäten zu setzen.
Nicht gerade "cool" und "reolutionär" ich weiss
23.11.2009 - 21:48 Uhr
TomJones
Jedem der das große ganze nicht erkennt, braucht ihr nicht ernst nehmen. Steckt keine Energie in die Feinde!
Auch in Österreich waren diese Gruppen zunächst stark präsent, doch nach und nach versanken sie in der Bedeutungslosigkeit. Wir haben das Recht und den Verstand auf unserer Seite!
Macht weiter so! Solidarische Grüße aus Wien!
an meiner Uni gibt es derart snobistische Studenten, die die Besetzer eher noch süffisant mit Geld bewerfen würden als sich über ausfallende Veranstaltungen zu beschweren.
Verschärfend kommt in Hamburg noch dazu, dass ein neuer Uni-Präsident gewählt, der in seiner Freizeit angeblich gerne kleine Babies isst.
Mich persönlich störts nicht, aber manche bringt es wohl ziemlich auf die Palme.
Ich rege mich inzwischen über "streiks" nicht mehr auf, sondern nehme sie hin wie das Regenwetter.
obskuro sagte:
ich halte letzterzeit ja fast alles für möglich, im Internet sowieso...
an meiner Uni gibt es derart snobistische Studenten, die die Besetzer eher noch süffisant mit Geld bewerfen würden als sich über ausfallende Veranstaltungen zu beschweren.
weil sie den job eh von papi bekommen, oder wie?
Levithan sagte:
Lasst euch nicht entmutigen!
Jedem der das große ganze nicht erkennt, braucht ihr nicht ernst nehmen. Steckt keine Energie in die Feinde!
Auch in Österreich waren diese Gruppen zunächst stark präsent, doch nach und nach versanken sie in der Bedeutungslosigkeit. Wir haben das Recht und den Verstand auf unserer Seite!
Macht weiter so! Solidarische Grüße aus Wien!
Herrschaftszeiten..
Das große Ganze muss auch bezahlt werden. Selbst bei euch Ösis. Nur mit Flaschenpfand sammeln und Volxküche ist das nicht getan! Da müssen Leute hoch besteuert werden, damit den Sozialwissenschaftlern ihre theoretischen Laberbücher bezahlt werden.
Aber die werden ja jetzt nicht mal mehr gelesen!
Der Mob verfügt über viel ungeleitete Aggressionskraft, erst schön Zivildienst oder "FSJ" gemacht, jetzt rumlesen, da mangelt es doch klar an Bewegung und Perspektive. Wenn man beim Bund mal ein bißchen geschossen oder einen Panzer gefahren ist, hat man sich immerhin schon mal ein bißchen ausgetobt. Da hat man einen klaren Blick für die Karriere und lässt sich nicht von ein paar unrasierten Krakelern ablenken.
JulianCarax sagte:
Der Panda im Hintergrundbild auf dieser Seite passt wirklich zur Sache, auf den Kopf gefallen sind da nämlich so einige.
ähm ja.
Bastie sagte:
Achso, und ein kurzes Beispiel zum Thema Studiengebühren:
1) Jemand hat eine Ausbildung, arbeitet und möchte nebenbei in der Abendschule zB sein Industriekaufmann machen.
Kosten: ~3000€ für ca. 1 1/2 Jahre
2) Jemand arbeitet und möchte am Wochenende eine Fortbildung besuchen.
Kosten: ~3000/5000€
3) Jemand arbeitet, und möchte ein 3-wöchiges Seminar zur Fortbildung besuchen.
Kosten: ~20.000€ aufwärts
4) Jemand möchte studieren und zahlt 500€ pro Semester. Das macht für ein gesamtes Bachelor-Studium 3000€ --> FÜR 3 JAHRE BILDUNG PUR
tja, die die vollzeit arbeiten, verdienen ja auch voll.
Situation: Brechend voll, mindestens ein weiterer großer Hörsaal war außerdem noch voll und wurde per Livestream versorgt. Meine Interpretation: Nicht nur ein paar linke Spinner interessieren sich für das Geschehen :)
Das Plenum wurde von einigen Studenten souverän geleitet und moderiert, wobei auch Wortmeldungen aus dem Publikum angenommen wurden. Der Ablauf richtete sich nach einigen zentralen Forderungen aus dieser Liste: http://unsereunibrennt.de/forderungen
Herr Heubisch hatte es erwartungsgemäß nicht gerade mit wohlgesonnenen Gesprächspartnern zu tun. Die meisten Fragen und Forderungen waren kritisch, aber sachlich. Leider gab es auch einige Leute die ihn auf polemische Weise angreifen wollten, was vom Publikum aber schnell mit entsprechenden Handzeichen abgestraft wurde, ebenso wie bei ihm selbst der "Rahmen" oft zum Einsatz kommen musste. Vielen Fragen schien er auszuweichen, indem er die Verantwortung wahlweise den Hochschulen, dem Verfassungsgericht oder der EU zuschrieb.
Mein Fazit bisher: Es gibt hier einige sehr engagierte Leute, die das ganze organisieren, und hier auch produktive Arbeit leisten. Selbst wenn in den Plena alles sehr zäh zu rinnen scheint, ist in den 2 Wochen Besetzung doch einiges passiert. Auch die Mehrheit der "Gelegenheitsbesetzer" scheint an Inhalten interessiert zu sein und nicht nur an Party.
Die "Party" aber halte ich für ebenso interessant. Das ist nicht nur Feiern und Saufen, da passiert Kultur!
Das was im Audimax passiert ist alles basisdemokratisch. Das heißt DU kannst dich persönlich einbringen; DU kannst mitdiskutieren, wie man die Proteste effektiver gestalten kann; DU kannst über Forderungen abstimmen; DU bestimmst mit das Bild das von dem Protest nach außen dringt.
Die Proteste sollen ALLEN Studenten nützen und JEDER kann seinen Teil dazu beitragen dass sie besser werden.
JulianCarax sagte:
Sie werden ausschließlich von der Zeitung und den EIGENEN Leuten wahrgenommen.
Oh je, sie werden ausschließlich von Zeitungen, nationalen und internationalen Fernsehsendern, im Internet, sowie von Uni-Rektoren, namhaften Politikern und der Bildungsministerin wahrgenommen.
Dann waren die Proteste ja völlig umsonst!
Gargoyle sagte:
Ja, es wäre so schön, wenn alle es so sehen und nutzen würden. Aber dann kommen die Taggarts und Jones und Basties und jbo007s und sagen: "Was kümmern mich die anderen? Reicht doch, wenn ICH bekomme, was ich will?!"
Tja, man kann sich schön 'einbringen' und alles, aber wenn man das nicht will, ist man der Buhmann.
Der Egoismus der Gutverdienenden finanziert die Ausbildung der Krakeler! Denn wenn die Studenten profitversprechender Fächer sich dazusetzen und Toleranztee trinken würden, wären sie nicht so schnell mit dem Studium fertig, nicht so schnell in Lohn und Arbeit und nicht so schnell das Steuerzahlervieh, das dieser Mob braucht, um seine Ausbildung finanziert zu bekommen!
Schlimm genug, dass dann Fächer wie Soziologie und Sinologie studiert werden, aber wenn selbst das nicht mehr reicht, ist auch irgendwann das Ende der Geduld erreicht. Dann muss man die belagerten Universitäten durch die Polizei räumen lassen, damit wieder Recht und Ordnung hergestellt wird.
diedrossel sagte:
wen wunderts? die leuts mutieren ja nicht erst mit den staatsexamen oder masterabschlüssen zu asozialen arschlöchern an der gesellschaft. das hauen und stechen in den bwl- und jurastudiengängen ist ja hinlänglich bekannt. bücher schwärzen, vernichten, verstellen, klauen,... ich ich ich. man braucht wohl die prädisposition dafür.
Was für ein ausgemachter Blödsinn.
TomJones sagte:
Der Egoismus der Gutverdienenden finanziert die Ausbildung der Krakeler!
2+2=5
Dann muss man die belagerten Universitäten durch die Polizei räumen lassen, damit wieder Recht und Ordnung hergestellt wird.
Verzerrte Wahrnehmung der Realität in Verbindung mit leicht faschistoiden Ansichten. Du wirst es in Deutschland noch weit bringen.
24.11.2009 - 00:06 Uhr
Gargoyle
jurette_ sagte:
diedrossel sagte:
wen wunderts? die leuts mutieren ja nicht erst mit den staatsexamen oder masterabschlüssen zu asozialen arschlöchern an der gesellschaft. das hauen und stechen in den bwl- und jurastudiengängen ist ja hinlänglich bekannt. bücher schwärzen, vernichten, verstellen, klauen,... ich ich ich. man braucht wohl die prädisposition dafür.
Was für ein ausgemachter Blödsinn.
Das mag ich auch immer gern: lapidar ein Statement "Blödsinn!" hinknallen und nicht begründen. Vielleicht weil es keine stichhaltige Begründung gibt?
WAS wollen die denn noch alles?!
Ich finde diese Gier auf das Geld anderer Leute schmarotzerhaft und widerlich.
TomJones sagte:
Tja, entweder man erarbeitet sich Erfolg oder man schröpft die Steuerzahler, was den ganzen Sozialisten und Geisteswissenschaftlern jetzt auch nicht mehr reicht.
WAS wollen die denn noch alles?!
Ich finde diese Gier auf das Geld anderer Leute schmarotzerhaft und widerlich.
Ich bin auch Geisteswissenschaftler und kann mein Leben ganz gut ohne deine großzügige Unterstützung finanzieren. Trotzdem danke, dass du die Last auf dich nimmst, all die Versager und Schmarotzer (unwertes Leben?) hier mit durchzufüttern. Du solltest das Bundesverdienstkreuz bekommen, du hast es dir verdient.
Was für ein Taxi fährst du denn?
TomJones sagte:
Gargoyle, ich mache das weiß Gott nicht freiwillig. Es besteht Steuerzwang, freiwillig würde ich dieses Herumlungern nicht finanzieren, das ist glasklar.
Was für ein Taxi fährst du denn?
Am besten Arbeitslager bauen für dieses linke, arbeitsscheue Gesocks, gell?
Du merkst aber nicht, dass du nicht mehr ganz frisch in der Birne bist, oder?
24.11.2009 - 00:26 Uhr
afrirali
Gargoyle sagte:
TomJones sagte:
Gargoyle, ich mache das weiß Gott nicht freiwillig. Es besteht Steuerzwang, freiwillig würde ich dieses Herumlungern nicht finanzieren, das ist glasklar.
Was für ein Taxi fährst du denn?
Am besten Arbeitslager bauen für dieses linke, arbeitsscheue Gesocks, gell?
Du merkst aber nicht, dass du nicht mehr ganz frisch in der Birne bist, oder?
Arbeitslager, also solche Vorschläge solltest du bitte unterlassen. Du willst dich sicher nicht in die ideologische Nachbarschaft der Linken wie der Rechten begeben, oder?
Und bitte verkneife dir irgendwelche persönlichen Attacken. Lies vielleicht mal in der Nettiquette nach, falls du nicht genau weißt, was ich meine.
Nun bilden wir also bald Schmalspurakademiker aus. Gesiebt wird dann eben später. Ob man damit den Studenten einen gefallen tut, ist hingegen eine ganz andere Frage.
DagnyTaggart sagte:
Es ist asozial wenn eine kleine Minderheit von Studenten den Audimax besetzt und so Vorlesungen fuer andere, lernwillige Studenten ausfallen muessen.
DagnyTaggart sagte:
Drossel hat da absolut recht: Die Audimaxbesetzer sehen nur ich, ich, ich und haben keinerlei Verstaendnis fuer den Lernwunsch der anderen Studenten.
ganz richtig. die streikenden lungern doch nur herum, weil sie eh keinen bock haben, sondern lieber latte macchiato am halb zwölf mittags suafen wollen und sich auch noch als bohème zur schau stellen wollen.
24.11.2009 - 01:08 Uhr
phoenixisland
Laudi sagte:
jbo007 sagte:
endlich auch mal die Gegenseite! danke.
kam von mir. auch wenn dieser protest am ende nichts bringt und vielleicht jetzt schon mehr eine event als ein streik, sollten studenten zusammen halten. klingt naiv, seh ich aber so. des war in der schule schon immer so, dass man was durckboxen wollte und die streber da geblieben sind und den rest verpfiffen haben.
du widersprichst dich doch selbst, merkst du es nicht? das ganze ist doch mehr event als streik.
die streber wollen halt etwas aus sich machen und sind strebsam, die anderen protestieren doch nur, weil sie frei haben wollen.
TomJones sagte:
Ich finde es sehr erfreulich, dass endlich mal die vernünftige Gegenseite zu Wort kommt. Unsere Studenten sind nämlich nicht nur der krakelende Mob, sondern auch arbeitssame und motivierte Studenten, die mit ihren Studienabschlüssen unserem Land weiterhelfen können.
Dass man sich dazu auf den Hosenboden setzen und hart arbeiten muss, ist selbstredend. Manche setzen sich lieber auf den Aulaboden und stricken. Das steht ihnen natürlich frei, aber den Studenten nützlicher Fächer das Studium unmöglich zu machen, ist selbstverständlich asozial.
schön gesagt. unterschreibe ich.
wie soll ein gemeinwesen wie eine demokratie funktionieren wenn sie nur aus egoistischen, voll individualisierten wiederkäuern besteht?
transworld sagte:
wie soll ein gemeinwesen wie eine demokratie funktionieren wenn sie nur aus egoistischen, voll individualisierten wiederkäuern besteht?
wie soll ein gemeinwesen entstehen, wenn völlig weltfremde leute lieber vormittags bier saufen und ein paarmal "streik" grölen und sich dabei als geistige elite vorkommen?
wer streikt denn? die ganzen parkstudiengänge, à la kunstgeschichte, soziologie etc, weil sie viel zu viel zeit haben. glaubst du, ein maschinenbauer oder elektrotechniker könnte sich das zeitlich leisten?
phoenixisland sagte:
glaubst du, ein maschinenbauer oder elektrotechniker könnte sich das zeitlich leisten?
In einer Welt, die nur von "effizienten" elektrotechnikern und maschinenbauern bevölkert wird, möchte ich nicht leben. was soll eigentlich dieser hass auf alles andersartige?
Ich gehöre im Gegensatz zu den meisten Kommendatoren hier (noch) nicht zur studierenden Masse und betrachte die Sache demnach neutraler.
Es kam meiner Meinung nach in der Öffentlichkeit keineswegs so an, dass die "Belagerer", sprich die Demonstrierenden, nur frei haben wollen, um mittags Bier zu saufen und sich Vorlesungen sparen zu können. Im Gegenteil: Viele Bürger (und zwar aus allen Schichten!) sympathisieren mit den Demonstrierenden, weil sie tatsächlich in die richtige Richtung denken und dort Veränderungen sehen wollen.
Doch anstatt, dass hier eine inhaltliche Debatte entsteht, zerfleddert sich die werte Studentenschaft wegen Bierkonsum und - noch viel schlimmer - wegen Gezetere zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Schichten und sogar Studiengängen!
Wenn ich hier schon lese, wie auf Geisteswissenschaften, Kulturstudiengänge oder ähnliches geschimpft wird, frage ich mich wirklich, welche Erziehung und Bildung diese gewissen Herren genossen haben bzw wie selbstverliebt, voreingenommen und weltfremd sie sein müssen.
Wie wäre es denn für Menschen wie TomJones und phoenixisland, wenn sie einfach mal den Protest zulassen würden und dann eben zwei Wochen keine Vorlesungen besuchen? Ich persönlich kann mir im WS2010 bei Studienbeginn nur schwer die Studiengebühren, eine Wohnung/WG, die Bücher und sonstigen anfallenden Kosten leisten, denn meine Eltern sind keineswegs vermögend. Darf ich deswegen nicht studieren? Weil ich aus keiner wohlhabenden Familie stamme? Ist es fair, dass ärmere Studenten einen Nachteil haben?
Ist es korrekt, dass offensichtlich eine absolut unbedachte Bildungsreform eingeführt wurde?
Ihr als Bildungselite erkennt die Probleme doch als erstes, ihr müsst damit leben, also habt ihr auch das Recht, diese Probleme öffentlich kund zu tun! Ihr demonstriert nicht nur für euch, sondern für alle Studenten und die, die es mal gerne sein würden.
Terpsichore sagte:
tja. so ist streik nunmal. da geht dann eben nichts. wenn die fahrer der s-bahn streiken, sagt ja auch keiner: die können ja gerne streiken, aber nur da, wo sowieso keine s-bahnen fahren.
man es nur wiederholen: streikende studenten sind irgendwie albern. wenn s-bahn fahrer streiken, dann verweigern sie arbeitskraft, um mehr gehalt zu bekommen. und darunter leiden all diejenigen, die gerne s-bahn fahren würden.
so, nun die analogie studenten: haben sie arbeitskraft zu verkaufen? können sie ihre arbeitskraft verweigern? wer leidet darunter, wenn studenten nicht zum seminar kommen?
das problem ist ja mitnichten, dass sie streiken; das problem ist, dass sie andere zwingen -- und zwar nicht indem sie streiken, sondern indem sie die audimax besetzen! -- nicht an lehrveranstaltungen teilnehmen zu können.
24.11.2009 - 02:09 Uhr
afrirali
Gargoyle sagte:
phoenixisland sagte:
glaubst du, ein maschinenbauer oder elektrotechniker könnte sich das zeitlich leisten?
In einer Welt, die nur von "effizienten" elektrotechnikern und maschinenbauern bevölkert wird, möchte ich nicht leben. was soll eigentlich dieser hass auf alles andersartige?
woraus schließt du einen hass auf alles andersartige? der ist ja bei dir da, nämlich auf alles effiziente. niemand sollte dir verbieten, dich mit schönen künsten zu beschäftigen. jedoch solltest du auch niemanden zwingen können, dich dafür zu bezahlen, respektive dir die mittel für ein studium in form von räumen und dozenten zu bezahlen. wenn du jemanden findest, der das gerne macht: fein.
afrirali sagte:
so, nun die analogie studenten: haben sie arbeitskraft zu verkaufen? können sie ihre arbeitskraft verweigern? wer leidet darunter, wenn studenten nicht zum seminar kommen?
Muss ich jeden Blödsinn hinnehmen und mein Gehirn ausschalten, wenn ich nichts zu "verkaufen" habe? Ich komm hier langsam aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus.
afrirali sagte:
man es nur wiederholen: streikende studenten sind irgendwie albern. wenn s-bahn fahrer streiken, dann verweigern sie arbeitskraft, um mehr gehalt zu bekommen. und darunter leiden all diejenigen, die gerne s-bahn fahren würden.
so, nun die analogie studenten: haben sie arbeitskraft zu verkaufen? können sie ihre arbeitskraft verweigern? wer leidet darunter, wenn studenten nicht zum seminar kommen?
das problem ist ja mitnichten, dass sie streiken; das problem ist, dass sie andere zwingen -- und zwar nicht indem sie streiken, sondern indem sie die audimax besetzen! -- nicht an lehrveranstaltungen teilnehmen zu können.
Warum ist das so verwunderlich?
Streiken tut man, um Aufmerksamkeit zu bekommen.
Die Politik erkennt das meiner Meinung nach außergewöhnlich gut: Ohne die Studenten geht nunmal recht wenig, jeder Staat ist prinzipiell an guter Bildung interessiert und ie junge Generation ist auch nicht auf den Kopf gefallen und lässt sich mit Standardsätzen abspeisen.
Wenn die Politik so schnell reagiert, dann wird sie sicher auch schon eingesehen haben, dass es berechtigt ist. Wie dann ein Konsens aussehen kann, ist eine andere Frage, die auf Verhandlungsbasis geklärt werden muss.
afrirali sagte:
woraus schließt du einen hass auf alles andersartige? der ist ja bei dir da, nämlich auf alles effiziente. niemand sollte dir verbieten, dich mit schönen künsten zu beschäftigen. jedoch solltest du auch niemanden zwingen können, dich dafür zu bezahlen, respektive dir die mittel für ein studium in form von räumen und dozenten zu bezahlen. wenn du jemanden findest, der das gerne macht: fein.
Ich war es nicht, der hier mit den Schmähungen von Geisteswissenschaftlern angefangen hat.
Ich hoffe, du nimmst nie einen Roman in die Hand, besuchst nie ein Konzert oder schaust dir auch nie in einer Zeitschrift das Layout an. Am besten gehst du auch nie auf die Straße, denn da könne ja irgendwo ein schöngeistiger Architekt am Werk gewesen sein.
Ich kann gut mit Ingenieuren etc. leben. Aber ich möchte nicht in eurer schönen neuen, nur noch von Materialismus und Effizienz geprägten Technokratenwelt leben - die wäre nämlich verdammt armselig.
afrirali sagte:
woraus schließt du einen hass auf alles andersartige? der ist ja bei dir da, nämlich auf alles effiziente. niemand sollte dir verbieten, dich mit schönen künsten zu beschäftigen. jedoch solltest du auch niemanden zwingen können, dich dafür zu bezahlen, respektive dir die mittel für ein studium in form von räumen und dozenten zu bezahlen. wenn du jemanden findest, der das gerne macht: fein.
Definiere Effizienz.
Bildung ist Bildung, warum sollten Künstler für ihre Bildung blechen, Elektrotechniker aber nicht, obwohl beide über die gleiche Intelligenz, Bildung und Begabung (eben jeder in seinem Gebiet) verfügen? Hälst du das etwa für fair, nur weil du subjektiv Elektrotechniker als effizienter betrachtest?
ach, und gargoyle: nochmals zum mitschreiben für dich: ich finde es ja fein, dass es romanautoren gibt. nur sollte niemand gezwungen werden, diese zu bezahlen. kapierst du den unterschied? oder hat man dir das noch nicht beigebracht im studium, oder in der schule, wo man sowas eigentlich mal lernen sollte. ein effekt ist ja übrigens, dass deutsche geisteswissenschaftler so schreiben, dass sie niemand lesen will. schau mal englische bücher an, also soziologen oder historiker, das ist eine freude zu lesen, und die leute verdienen damit tatsächlich geld, weil die menschen es gerne kaufen. aber wenn alles vom staat bezahlt wird, kann man ja das unverständlichste, irrellevanteste zeug schreiben, das nie jemand liest. (und glaube mir, ich weiß wovon ich spreche.)
und nochmals overminded: natürlich sollte die universität komplett privatisiert werden, d.h. weder elektroingenieure noch kunsthistoriker sollten durch steuern, d.h. zwangsweise durch andere leute, finanziert werden. den begriff der effizienz brachte ja auch gargoyle auf, nicht ich.
terpsichore: es wäre, wie wenn s-bahn fahrer beim streiken dafür sorgen würden, dass auch diejenigen, die dann ein auto nehmen, nicht vom fleck kommen. die studenten haben halt niemanden, dem sie eigentlich schaden können, wenn sie nicht arbeiten. die dozenten nämlich wirds freuen, weil sie mehr zeit für ihre forschung haben, anstatt langweilige einführungsvorlesungen zu geben.
afrirali sagte:
overminded: kennst du den unterschied zwischen streiken und demonstrieren? und die politik kann nicht ohne gebildete elite? interessante perspektive. streiken denn die juristen en masse?
ach, und gargoyle: nochmals zum mitschreiben für dich: ich finde es ja fein, dass es romanautoren gibt. nur sollte niemand gezwungen werden, diese zu bezahlen. kapierst du den unterschied? oder hat man dir das noch nicht beigebracht im studium, oder in der schule, wo man sowas eigentlich mal lernen sollte. ein effekt ist ja übrigens, dass deutsche geisteswissenschaftler so schreiben, dass sie niemand lesen will. schau mal englische bücher an, also soziologen oder historiker, das ist eine freude zu lesen, und die leute verdienen damit tatsächlich geld, weil die menschen es gerne kaufen. aber wenn alles vom staat bezahlt wird, kann man ja das unverständlichste, irrellevanteste zeug schreiben, das nie jemand liest. (und glaube mir, ich weiß wovon ich spreche.)
und nochmals overminded: natürlich sollte die universität komplett privatisiert werden, d.h. weder elektroingenieure noch kunsthistoriker sollten durch steuern, d.h. zwangsweise durch andere leute, finanziert werden. den begriff der effizienz brachte ja auch gargoyle auf, nicht ich.
terpsichore: es wäre, wie wenn s-bahn fahrer beim streiken dafür sorgen würden, dass auch diejenigen, die dann ein auto nehmen, nicht vom fleck kommen. die studenten haben halt niemanden, dem sie eigentlich schaden können, wenn sie nicht arbeiten. die dozenten nämlich wirds freuen, weil sie mehr zeit für ihre forschung haben, anstatt langweilige einführungsvorlesungen zu geben.
Keine Angst, du musst mich nicht belehren. Mit deinem Weltbild bist du ganz ehrlich nur zu bedauern. Dir und deinen Gesinnungsgenossen hier entgeht eine ganze Menge im Leben. Aber vielleicht ist ein gutes Buch (für das jemand hart arbeiten muss, um es schreiben zu können - JA, es ist sogar euer über alles angebetetes GELD wert!) ja bei euch tatsächlich Perlen vor die Säue, weil ihr einen Dan Brown nicht von einem James Joyce unterscheiden könnt. Ihr tut mir echt leid ...
afrirali sagte:
ach, und gargoyle: nochmals zum mitschreiben für dich: ich finde es ja fein, dass es romanautoren gibt. nur sollte niemand gezwungen werden, diese zu bezahlen. kapierst du den unterschied? oder hat man dir das noch nicht beigebracht im studium, oder in der schule, wo man sowas eigentlich mal lernen sollte. ein effekt ist ja übrigens, dass deutsche geisteswissenschaftler so schreiben, dass sie niemand lesen will. schau mal englische bücher an, also soziologen oder historiker, das ist eine freude zu lesen, und die leute verdienen damit tatsächlich geld, weil die menschen es gerne kaufen. aber wenn alles vom staat bezahlt wird, kann man ja das unverständlichste, irrellevanteste zeug schreiben, das nie jemand liest. (und glaube mir, ich weiß wovon ich spreche.)
naja, geisteswissenschaftler schreiben auch selten romane. gibt übrigens ein paar, die man auch gut lesen kann, wenn man nicht vom fach ist. paul watzlawick und diedrich diedrichsen zum beispiel. aber klar, ist natürlich alles auch schon etwas spezieller. aber von einem bestseller über bankbetriebslehre habe ich nun auch noch nichts gehört.
was, um alles in der welt, was wäre deutschland ohne seine dichter und denker? ohne goethe, thomas mann, heinrich heine, nietzsche, kant, etc. würde doch bloß noch hitler übrig bleiben, den man mit deutschland in zusammenhang bringen würde. und vielleicht noch rammstein und nena. aber das kanns ja auch nicht sein.
das sind dinge die einfach schieflaufen und die studenten müssen streiken um sich gehör zu verschaffen. wer tut es sonst für uns?
sicher niemand, der verblendet genug ist um das gewicht von interessen nach dem marktwert des betroffenen bürgers zu beurteilen und auch niemand der für das zahlen von steuern am liebsten demutsvolle dankbarkeit einfordern würde. wo bin ich denn hier gelandet?
und es ist wirklich schade, dass so viele studierende ihre verantwortung nicht anerkennen.
afrirali sagte:
manchmal hat man in der tat den eindruck, dass die studenten bei ihrem gerede vom kostenlosen zugang zum studium ihrer wahl, finanziert durch den staat, vergessen, dass der staat durch steuerzahler finanziert wird. genauso wie der unsinn, bildung sei keine ware. hoffentlich ist sie eine, denn das einzige, was ich anbieten kann, ist bildung; das kann ich mit meiner arbeitskraft vermitteln, und ich hoffe sehr, dass mich jemand dafür entlohnen wird. hier auf der anderen seite des atlantiks sind es tatsächlich studenten bzw. deren eltern, denen es etwas wert ist, bares geld wert ist, in den geisteswissenschaften unterrichtet zu werden. in deutschland wird das wohl nicht der fall sein. irgendwie bezeichnend dafür, wie wichtig den studenten ihre vielgeprießene bildung ist.
dann sollte man aber auch staffeln,... was kostet ein germanist pro jahr, was kostet der mediziner oder physiker? hm? wer ist wohl teurer? labore? bücher`assistenten? und was verdient ein akademiker so pro jahr? warum wird nirgendwo ernsthaft debattiert, studiengebühren einzig NACH dem abschluss zu zahlen, prozentual vom einkommen? wenn man schon immer rumtönt, dass die ach so toll-bezahlten berufe von der armen kassiererin im supermarkt mit ihren steuern finanziert wurde, dann sollte man auch mal zuende denken, wer am ende MEHR einkommen versteuert. also spart uns die mär vom studium für nullkosten, weil ich sonst die einführung des lehrgeldes für azubis fordere.
24.11.2009 - 07:59 Uhr
diedrossel
afrirali sagte:
aber wenn alles vom staat bezahlt wird, kann man ja das unverständlichste, irrellevanteste zeug schreiben, das nie jemand liest.
Seit wann stehst du denn bei denen auf der Gehaltsliste? :D
TomJones sagte:
Tja, entweder man erarbeitet sich Erfolg oder man schröpft die Steuerzahler, was den ganzen Sozialisten und Geisteswissenschaftlern jetzt auch nicht mehr reicht.
WAS wollen die denn noch alles?!
Ich finde diese Gier auf das Geld anderer Leute schmarotzerhaft und widerlich.
du scheinst mir ja der lebende Beweis für die Wichtigkeit von Fächern wie z.B. Soziologie und Sinologie...
vielen Dank
(zum Glück gibt es auch Wirtschaftswissenschaftler die noch was in der Birne haben)
24.11.2009 - 08:28 Uhr
Sibelius
Overminded sagte:
Ich habe die Diskussion hier recht aufmerksam verfolgt und will auch mal ein paar Worte loswerden:
Ich gehöre im Gegensatz zu den meisten Kommendatoren hier (noch) nicht zur studierenden Masse und betrachte die Sache demnach neutraler.
Es kam meiner Meinung nach in der Öffentlichkeit keineswegs so an, dass die "Belagerer", sprich die Demonstrierenden, nur frei haben wollen, um mittags Bier zu saufen und sich Vorlesungen sparen zu können. Im Gegenteil: Viele Bürger (und zwar aus allen Schichten!) sympathisieren mit den Demonstrierenden, weil sie tatsächlich in die richtige Richtung denken und dort Veränderungen sehen wollen.
Doch anstatt, dass hier eine inhaltliche Debatte entsteht, zerfleddert sich die werte Studentenschaft wegen Bierkonsum und - noch viel schlimmer - wegen Gezetere zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Schichten und sogar Studiengängen!
Wenn ich hier schon lese, wie auf Geisteswissenschaften, Kulturstudiengänge oder ähnliches geschimpft wird, frage ich mich wirklich, welche Erziehung und Bildung diese gewissen Herren genossen haben bzw wie selbstverliebt, voreingenommen und weltfremd sie sein müssen.
Wie wäre es denn für Menschen wie TomJones und phoenixisland, wenn sie einfach mal den Protest zulassen würden und dann eben zwei Wochen keine Vorlesungen besuchen? Ich persönlich kann mir im WS2010 bei Studienbeginn nur schwer die Studiengebühren, eine Wohnung/WG, die Bücher und sonstigen anfallenden Kosten leisten, denn meine Eltern sind keineswegs vermögend. Darf ich deswegen nicht studieren? Weil ich aus keiner wohlhabenden Familie stamme? Ist es fair, dass ärmere Studenten einen Nachteil haben?
Ist es korrekt, dass offensichtlich eine absolut unbedachte Bildungsreform eingeführt wurde?
Ihr als Bildungselite erkennt die Probleme doch als erstes, ihr müsst damit leben, also habt ihr auch das Recht, diese Probleme öffentlich kund zu tun! Ihr demonstriert nicht nur für euch, sondern für alle Studenten und die, die es mal gerne sein würden.
keine Sorge, das hier ist nur das Internet. Das ist nicht repräsentativ (zum Glück). Kein Wunder das alle Onlinepräsenzen großer Tageszeitungen ihre Komentarfunktion massiv eingeschränkt haben.
24.11.2009 - 08:34 Uhr
Sibelius
24.11.2009 - 08:34 Uhr
Sibelius
pink_porcelain sagte:
diejenigen die hier über arbeitsscheue geisteswissenschaftler wettern sollten vielleicht kurz innehalten und überlegen, wer ihre kinder später unterrichtet oder bspw. die Opfer ihrer hochgepriesenen Leistungsgesellschaft therapiert. dieser ganze eliteschwachsinn, der teilweise die hälfte der bachelorstudenten ohne master stehen lässt ist nciht mal arbeitsmarktdienlich. wieso ist es nach der einführung von studiengebühren plötzlich nciht mehr möglich ein komplettes studium anzubieten? zumindest in den studiengängen, in denen man mit dem bachelor rein gar nichts anfangen kann. wieso wird das bachelor-master-system mit dem ziel der flexibilität eingeführt und hat dann zur folge, dass es noch viel schwieriger als vorher ist von einer zu einer anderen uni zu wechseln?
das sind dinge die einfach schieflaufen und die studenten müssen streiken um sich gehör zu verschaffen. wer tut es sonst für uns?
sicher niemand, der verblendet genug ist um das gewicht von interessen nach dem marktwert des betroffenen bürgers zu beurteilen und auch niemand der für das zahlen von steuern am liebsten demutsvolle dankbarkeit einfordern würde. wo bin ich denn hier gelandet?
und es ist wirklich schade, dass so viele studierende ihre verantwortung nicht anerkennen.
bringst es auf den Punkt, danke!
nur dass man gezwungen ist, mitglied bei etwas zu sein das so gar nicht seine interessen vertritt und damit finanziell etwas unterstützt für das man absolut nicht ist, ist auch nicht in ordnung.
Das Niveau im Plenum jedenfalls ist in der Regel etwas höher.
Gargoyle sagte:
jurette_ sagte:
diedrossel sagte:
wen wunderts? die leuts mutieren ja nicht erst mit den staatsexamen oder masterabschlüssen zu asozialen arschlöchern an der gesellschaft. das hauen und stechen in den bwl- und jurastudiengängen ist ja hinlänglich bekannt. bücher schwärzen, vernichten, verstellen, klauen,... ich ich ich. man braucht wohl die prädisposition dafür.
Was für ein ausgemachter Blödsinn.
Das mag ich auch immer gern: lapidar ein Statement "Blödsinn!" hinknallen und nicht begründen. Vielleicht weil es keine stichhaltige Begründung gibt?
Was soll man denn für Argumente gegen Beleidigungen vorbringen? Oder sollen wir jetzt jeden einzlenen Jura bzw. Bwlw Studenten + alle angehende + alle mit Abschluss zum Arschloch-Test antreten lassen, damit das "Argument", sie seien von Geburt an Arschlöcher widerlegt wird?
Gargoyle sagte:
afrirali sagte:
so, nun die analogie studenten: haben sie arbeitskraft zu verkaufen? können sie ihre arbeitskraft verweigern? wer leidet darunter, wenn studenten nicht zum seminar kommen?
Muss ich jeden Blödsinn hinnehmen und mein Gehirn ausschalten, wenn ich nichts zu "verkaufen" habe? Ich komm hier langsam aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus.
Wenn du nichts zu verkaufen hast, oder sagen wir eher relativ wenig, musst du nach dem Studium sehen, wie du klarkommst. Viele Geisteswissenschaftler fahren Taxi oder machen Praktika, das ist ja auch ok. Aber ich finde, ein Studium sollte einen für einen guten Job qualifizieren. Oder ist diese Erwartung jetzt wieder angepasst?!
Viele Fächer kann man sich einfach schenken. Da gibts zu viele Leute, die das ohnehin studiert haben, und noch mehr, die so ein Studium aufnehmen, ohne mal zu gucken, was die Wirtschaft braucht! DAS sollte man mal in diesen Podiumsdiskussionen diskutieren! Aber stattdessen wird sich beschweren die sich darüber, dass sie studieren können/müssen/sollen, was auch immer. Eine bodenlose Frechheit gegenüber Arbeitern insolventer Firmen, die mit ihren Steuern die Historiker und Anglisten mitfinanziert haben, was denen jetzt auch nicht mehr genug ist!
Ich sags doch, diese heutige Protestgeneration ist gekennzeichnet durch eine unmenschliche und rücksichtslose Gier!
und das was die wirtschaft braucht,... darauf zu hören führt zu den so schön bezeichneten schweinezyklen. das ist das dümmste, was man machen kann.
Und als Ingenieur oder Mediziner hat man diesbezüglich bessere Chancen als ein Romanist oder Politikwissenschaftler. Die können sicher gut rumlabern, aber einen Panzer bauen bzw. eine neue Hüfte einbauen können die nicht, und das sind Fähigkeiten, für die man bezahlt wird.
Diese ewigen Podiumsdiskussionen führen doch zu nichts. Und jetzt wollen die auch noch Bachelor und Master abschaffen, dabei ist es doch wirklich super, dass man mit 21 oder 22 schon fertig ist, seinen Studienirrtum anerkennt und dann doch noch was Vernünftiges studieren kann, man ist ja noch jung genug! Ein 30jähriger Soziologe kann das eigentlich nicht mehr.
24.11.2009 - 09:50 Uhr
TomJones
Ich meine, irgendwann hat der Steuerzahler auch mal die Nase voll.
Bastie sagte:
Achso, und ein kurzes Beispiel zum Thema Studiengebühren:1) Jemand hat eine Ausbildung, arbeitet und möchte nebenbei in der Abendschule zB sein Industriekaufmann machen.Kosten: ~3000€ für ca. 1 1/2 Jahre2) Jemand arbeitet und möchte am Wochenende eine Fortbildung besuchen.Kosten: ~3000/5000€3) Jemand arbeitet, und möchte ein 3-wöchiges Seminar zur Fortbildung besuchen.Kosten: ~20.000€ aufwärts4) Jemand möchte studieren und zahlt 500€ pro Semester. Das macht für ein gesamtes Bachelor-Studium 3000€ --> FÜR 3 JAHRE BILDUNG PUR
ich wollte nur mal anmerken, dass das ja totaler unsinn ist und nicht pauschal so gilt.
kommt immer noch auf die branche an und auf den arbeitgeber.
ich arbeite im sozialen bereich, mache ab nächstem jahr eine aufbauende ausbildung, die kostet erst mal gar nix und materialkosten trägt der arbeitgeber. würde eine zertifizierung/weiterbildung/whatever etwas kosten, aber der einrichtung dienen, würden auch die kompletten kosten getragen werden.
und das ist mitlerweile in vielen branchen so, um mitarbeiter zu halten.
Wenn jemand mit Anfang 20 sein erstes sinnloses Studium hinter sich hat, kann er/sie noch was studieren, das einem die Rechnungen bezahlt.
Wieso brauche ich für diese Erkenntnis statistische Quellen?
Vielleicht sollte man ein Zweitstudium kostenlos ermöglichen, wenn was nützliches mit Perspektive studiert wird? Also keinen Master in Germanistik oder solche Späße, das wäre natürlich ausgeschlossen.
24.11.2009 - 10:16 Uhr
psychoraver
Bitte keine haltlosen Unterstellungen, ja?
Ich habe nichts gegen Master in Germanistik, aber die sollten nach dem Studium ihr Leben selber finanzieren und mal Steuern zahlen. Um mal zu sehen, dass es auch mehr als Wollsocken, Podiumsdiskussionen und muffige Bibliotheken gibt.
Der in China hergestellte Plastikkram sorgt dafür, dass Leute leben können! Das ist doch ne nützliche Sache, finde ich? Jemand will son Ding kaufen, schwupps, ist Mi Ling Chings nächste Reisschale bezahlt. Das kann man von einer Hausarbeit zu 'Rhetorische Tendenzen in der eklektischen Spätromantik' nicht behaupten.
TomJones sagte:
was nützliches mit Perspektive studiert wird? Also keinen Master in Germanistik oder solche Späße, das wäre natürlich ausgeschlossen.
ah nee, klar. wenn du so deine hochachtung vor den germanisten ausdrückst, dann ist das aber sehr subtil.
24.11.2009 - 10:24 Uhr
diedrossel
24.11.2009 - 10:27 Uhr
diedrossel
Die reinen Zahlen sprechen keineswegs gegen die Denk- und Grübelfächer. 7885 Geisteswissenschaftler waren im März 2007 arbeitslos gemeldet, was sich neben 27.106 Ingenieuren und 5468 Juristen gar nicht so übel ausnimmt."
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium...
24.11.2009 - 10:34 Uhr
Gargoyle
diedrossel sagte:]http://www.spiegel.de/unispiegel/studium...
"Es geistert ein altes Vorurteil durchs Land: Geisteswissenschaften zu studieren führe direkt in die Arbeitslosigkeit. Und unausgesprochen steckt dahinter die Annahme, diese Fächer seien auch sonst zu nichts zu gebrauchen. Allenfalls als Spielwiese für Schöngeister und Verschrobene, die sich für die Erforschung des isländischen Elfenglaubens oder die Geschichte der Arbeitertheater in der Weimarer Republik begeistern können.
Die reinen Zahlen sprechen keineswegs gegen die Denk- und Grübelfächer. 7885 Geisteswissenschaftler waren im März 2007 arbeitslos gemeldet, was sich neben 27.106 Ingenieuren und 5468 Juristen gar nicht so übel ausnimmt."
[link=http://www.spiegel.de/unispiegel/studium...
ich muss sagen, mir als geisteswissenschaftsstudentin gefällt diese statistik sehr gut, leider beantwortet sie aber nicht die frage, wieviele von dem akademikern auch in einem beruf arbeiten, der in irgendeiner form etwas mit ihrem studium zu tun hat. ein philosoph, der in der restaurantküche teller wäscht fliegt ja auch aus der arbeitslosenstatistik raus.
24.11.2009 - 10:41 Uhr
kein_koks_fuer_sherlo…
diedrossel sagte:
ja seltsamerweise waren es die geisteswissenschaftler, die so prominent ins exil gegangen sind, statt den nazis beim bauen des reiches zu helfen. V2 anyone?
Naja, drossel, es gab auch haufenweise Geisteswissenschaftler, die laut Heil Hitler geschrieen haben und mit ihren Forschungen die Naziideologie unterstützt haben. Genauso, wie es Nicht-Geisteswissenschaftler gab, die ins Exil gegangen sind. Mach mal nen Punkt.
24.11.2009 - 10:48 Uhr
jurette_
Abgesehen davon, dass von meinen Studienkollegen (alles Geisteswissenschaftler) niemand taxifährt, sondern alle eine "nützliche" Arbeit verrichten (und brav Steuern zahlen), sollte doch auch der Streik-Gegenpartei klar sein, dass die Studienreform inkl. Gebühren nicht gerade ideal gelaufen ist. Da wurde einfach vorschnell das Bachelor-/Master-System aufgepfropft, ohne eine sinnvolle Finanzierungsmöglichkeit anzubieten oder die Verschiedenartigkeit unterschiedlicher Studienrichtungen zu beachten.
Und dass das nicht nur die streikenden Studenten so sehen, konnte man in den letzten Jahren (also schon weit vor den Protesten) auch in nicht als "rote Blätter" verschrieenen Medien mitbekommen...
jurette_ sagte:
Und der Anteil der Geisteswissenschaftlcer in der Gesellschaft hat auch nicht geholfen, das Dritte Reich abzuwenden.
nein.
aber eine gewisse bildungsfeindlichkeit und der dadurch ermöglichte kollektive glaube an verschwörungstheorien und finanzelite haben definitiv zum erfolg der nsdap in der bevölkerung beigetragen.
es geht hier doch gar nicht darum das geisteswissenschafftler den ökonomisch effizienten die zeit stehlen, das ist die völlig falsche perspektive
es geht darum das mit über 2 millionen studenten das alte system nicht mehr finanzierbar war und das deshalb ein neues system eingeführt werden musste = bachelor/master/studiengebühren
dieses neue system wurde aber übereillt eingeführt und teilweise handwerklich schlecht umgesetzt.
da es heutzutage den meisten menschen an kritikfähigkeit an sich selbst mangelt, muss man von aussen auf die verantwortlichen (dekane) einwirken, damit die handwerklichen fehler beseitigt werden.
eines was geisteswissenschaftler von den ökonomisch effizienten unterscheidet ist das sie noch in der lage sind probleme selbständig zu erkennen und daraus lösungsansätze zu erarbeiten
und nichts weiter ist der streik. ein lösungsansatzt, weder perfekt noch ganzheitlich, aber es ist ein ansatzt und er ist der kitt aus dem unsere gesellschaftsform besteht. nähmlich eine engagierte bevölkerung die nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere und für eine bessere zukunft (in diesem fall) streikt
wie wäre es wenn diese diskussion sich endlich mal um die sache drehen würde und keine lächerliche nabelschau kleiner selbstdarsteller
Ist ja auch klar, denn damals konnten die sich als sehr nützlich zeigen, indem sie die Ideologie in ihre Hetztexte eingearbeitet haben. Das kam gut an.
OOMONO sagte:
jurette_ sagte:
Und der Anteil der Geisteswissenschaftlcer in der Gesellschaft hat auch nicht geholfen, das Dritte Reich abzuwenden.
nein.
aber eine gewisse bildungsfeindlichkeit und der dadurch ermöglichte kollektive glaube an verschwörungstheorien und finanzelite haben definitiv zum erfolg der nsdap in der bevölkerung beigetragen.
Den Glauben an Verschwörungen der Finanzelite ist zur Zeit in besetzten Hörsälen besonders gut verankert, wenn den nach außen dringenden Verlautbarungen zu glauben ist. Ich hoffe, daß die Studenten sich zu einem Positionspapier durchringen können, daß auf Vernunft und Solidarität mit anderen gesellschaftlichen Schichten und nicht auf der Prämisse des Systemwechsels in Universität und Gesellschaft basiert.
kein_koks_fuer_sherlock_holmes sagte:
ich muss sagen, mir als geisteswissenschaftsstudentin gefällt diese statistik sehr gut, leider beantwortet sie aber nicht die frage, wieviele von dem akademikern auch in einem beruf arbeiten, der in irgendeiner form etwas mit ihrem studium zu tun hat. ein philosoph, der in der restaurantküche teller wäscht fliegt ja auch aus der arbeitslosenstatistik raus.
das ist auch wieder sehr deutsch gedacht, dass man in dem beruf arbeiten muss, in dem man gelernt hat. dein studium bringt dir im idealfall fähigkeiten bei, die es dir ermöglichen, flexibel auf neue arbeitsbereice zu reagieren und dort gute arbeit zu leisten. der germanist schreibt vielleicht keine literaturkritiken, aber vielleicht arbeitet er in einer agentur oder in einem verlag, wo ihm sein sprachgefühl und seine textanalysefähigkeiten befähigen, gute arbeit zu machen. das zeichnet ja die geisteswissenschaften aus. und das ist genau das, was durch den BA zerstört wurde. es ist nämlich nicht nur so, dass es tellerwäsche oder professur gibt. dazwischen gibt es tausend abstufungen. deswegen ist die arbeitslosenquote unter geweisteswissenschaftlern auch niedrig. und wenn am ende eh nur zählt, was an steuerzahlern rauskommt, dann kann es jedem egal sein, außer dem betroffenen, ob er seinen traumjob tatsächlich macht oder ob er einen job macht.
transworld sagte:
es ist doch unglaublich wie verbohrt hier die meisten sind ! wie kann man diese debatte nur so einseitig und engstirnig führen???
eines was geisteswissenschaftler von den ökonomisch effizienten unterscheidet ist das sie noch in der lage sind probleme selbständig zu erkennen und daraus lösungsansätze zu erarbeiten
Aha.
Und schon bricht das Kartenhaus ein...
Wir haben Kinos von privaten Eignern, so wie es sein sollte. Gibt ja zum Glück genug gute amerikanische Filme, die ohne öffentliche Gelder finanziert werden, und die richtige Zuschauermagneten sind. Diese Kinos finanzieren sich selbst, so wie es sein sollte. Auch wenn die dekadenten Geisteswissenschaftler da die Nase drüber rümpfen, wenn jemand sich Eddie Murphy ansieht.
diedrossel sagte:
du hast natürlich recht jurette - da gab es mehr als genug geistige brandstifter und haus und hofdichter in allen bereichen der geisteswissenschaften und der kultur. es ändert aber trotzdem nichts daran, dass die geisteswissenschaftler im exil zum sprachrohr des anderen deutschlands wurden - und das ist der wert und die aufgabe der geisteswissenschaften. das wollte ich damit sagen. sie haben eine wichtige gesellschaftliche funktion, die sich nicht in euro ausdrücken lässt. nicht umsonst haben die alliierten nach dem krieg so massiv wert auf kulturelle einrichtungen gelegt.
Dann sag es doch auch so. Den Seitenhieb mit den V2s gab Deinem Beitrag einen etwas anderen Spin.
Aber man darf dann auch nicht verschweigen, dass Gesiteswissenschaftler sich wie alle anderen auch gerne vor den Karren irgendwelcher Regime spannen lassen und weder ein geisteswissenschaftliches Stuidum noch eine hohe Anzahl vor geisteswissenschaftlicher Absolventen eine Gesellschaft einfach so vor politischen Fehlentwicklungen schützt.
(Sieht man ja schon daran, dass einige der Intelektuellen Sprachrohre KOmmunisten waren und Stalin und Mao selten kritisiert haben)
jurette_ sagte:
Mono, ich würde Dir zustimmen, wenn nur die Nicht-Gebildeten Nazis gewesen wären. War aber nicht so.
sicher, die drahtzieher waren nicht dumm, aber umgebildet, weil von einem unglaublichen antihumanismus geprägt. unbelegte behauptung meinerseits: bildung trägt zu einem humanistischen menschenbild bei.
darüber hinaus: der rückhalt in der bevölkerung ging in der überwältigenden mehrheit von den ungebildeten, den sozial abgehängten, den opfern des kapitalismus´aus.
diese haben völlig unreflektiert als erklärung für ihre misere nicht etwa das kapitalistische system selbst verantwortlich gemacht, sondern bereitwillig propagandistisch aufbereitete ressentiments gegen das finanzjudentum aufgenommen.
das sind im übrigen tendenzen, wie sie auch heute wieder zu beobachten sind, stichwort: struktureller antisemitismus.
alces sagte:
Ich hoffe, daß die Studenten sich zu einem Positionspapier durchringen können, daß auf Vernunft und Solidarität mit anderen gesellschaftlichen Schichten und nicht auf der Prämisse des Systemwechsels in Universität und Gesellschaft basiert.
Ja.
transworld sagte:
immer wenn du was schreibst jones, denk ich mir so: ach halt doch die fresse du depp (nicht bös gemeint ; )
Dir fällt vielleicht auf, daß Deine Einlassungen Dich zu einer Art Spiegelbild von Jones machen?
psychoraver sagte:
Dekadent ist wohl in erster Linie jemand, der ausschließlich an Spaß, Sex, Alkohol, ggf. Drogen, und Party denkt. Und solche Menschen gibt es an allen Fakultäten.
Das ist auch dekadent, aber mehr im volksmündlichen Sinne. Ich meine die Dekadenz, die sich durch Ziellosig- und Sinnlosigkeit auszeichnet. Man, ich klinge ja fast wie ein Germanist oder so! Haha...
Wenn Theater so wichtig sind, wieso geht kaum jemand hin? Kann mir das jemand beantworten?
TomJones sagte:
Und was hier die richtige und was die falsche Perspektive ist, ist ja wohl jedem selbst überlassen. Mit den Subventionen für Theater, finde ich, unterstütze ich schon genug geistiges Leben in Deutschland. Und wenn sowas in den Bereich wichtige gesellschaftliche Funktion fällt, wieso sind dann in den Theatern nicht ständig alle Karten ausverkauft?
Und schon bricht das Kartenhaus ein...
Wir haben Kinos von privaten Eignern, so wie es sein sollte. Gibt ja zum Glück genug gute amerikanische Filme, die ohne öffentliche Gelder finanziert werden, und die richtige Zuschauermagneten sind. Diese Kinos finanzieren sich selbst, so wie es sein sollte. Auch wenn die dekadenten Geisteswissenschaftler da die Nase drüber rümpfen, wenn jemand sich Eddie Murphy ansieht.
Kulturelle Qualität äußert sich deiner Meinung nach also in Verkaufszahlen und Zuschauerquoten. Na dann viel Spaß bei Mario Barths Kulturprogramm auf rtl2 und Schlag den Raab auf Pro7. Wenn ich hier ausgerechnet Eddie Murphy lese, dann denk ich, war meine Bemerkung mit dem kaum wahrnehmbaren Unterschied zwischen Dan Brown und James Joyce wohl doch nicht so abstrus.
transworld sagte:
immer wenn du was schreibst jones, denk ich mir so: ach halt doch die fresse du depp (nicht bös gemeint ; )
Weißte, das is mir wurscht.
alces sagte:
Den Glauben an Verschwörungen der Finanzelite ist zur Zeit in besetzten Hörsälen besonders gut verankert, wenn den nach außen dringenden Verlautbarungen zu glauben ist.
guter punkt. diese theorien werden halt wieder populär, illuminati, etc.
alces sagte: Ich hoffe, daß die Studenten sich zu einem Positionspapier durchringen können, daß auf Vernunft und Solidarität mit anderen gesellschaftlichen Schichten und nicht auf der Prämisse des Systemwechsels in Universität und Gesellschaft basiert.
kannst du mal näher erläutern, was du damit meinst?
24.11.2009 - 11:17 Uhr
OOMONO
TomJones sagte:
Diese Kinos finanzieren sich selbst, so wie es sein sollte. Auch wenn die dekadenten Geisteswissenschaftler da die Nase drüber rümpfen, wenn jemand sich Eddie Murphy ansieht.
hahaha
Gargoyle sagte:
TomJones sagte:
Und was hier die richtige und was die falsche Perspektive ist, ist ja wohl jedem selbst überlassen. Mit den Subventionen für Theater, finde ich, unterstütze ich schon genug geistiges Leben in Deutschland. Und wenn sowas in den Bereich wichtige gesellschaftliche Funktion fällt, wieso sind dann in den Theatern nicht ständig alle Karten ausverkauft?
Und schon bricht das Kartenhaus ein...
Wir haben Kinos von privaten Eignern, so wie es sein sollte. Gibt ja zum Glück genug gute amerikanische Filme, die ohne öffentliche Gelder finanziert werden, und die richtige Zuschauermagneten sind. Diese Kinos finanzieren sich selbst, so wie es sein sollte. Auch wenn die dekadenten Geisteswissenschaftler da die Nase drüber rümpfen, wenn jemand sich Eddie Murphy ansieht.
Kulturelle Qualität äußert sich deiner Meinung nach also in Verkaufszahlen und Zuschauerquoten. Na dann viel Spaß bei Mario Barths Kulturprogramm auf rtl2 und Schlag den Raab auf Pro7. Wenn ich hier ausgerechnet Eddie Murphy lese, dann denk ich, war meine Bemerkung mit dem kaum wahrnehmbaren Unterschied zwischen Dan Brown und James Joyce wohl doch nicht so abstrus.
Worin äußert sich denn kulturelle Qualität? Kannst du mir das mal erklären, und bitte ohne elitären geisteswissenschaftlichen Duktus.
Ich finds super, wenn irgendwas den Leuten Spaß macht. Und die Glocke von Goethe ist einfach trockener Langweilerkram. Interessiert vielleicht ein paar zigtausend Leute. Moderne Unterhaltungsprogramme wie VL, AWZ oder GZSZ werden von tagtäglich von Millionen Menschen gesehen. Aber das passt jetzt sicher nicht, ist ja kulturell nicht wertvoll.
Aber die wichtige Frage wird ignoriert, interessant. Weil der Herr Geistswissenschaftler sie nicht beantworten kann.
psychoraver sagte:
Und wer stellt sicher, dass der Inhalt der Computerprogramme geeignet ist, den Kindern Lesen und Schreiben, Grammatik, und vor allem Sprachgefühl beizubringen? Vielleicht Informatiker, die von Sprache und ihrer Entwicklung ja auch so viel Ahnung haben?
hahahahahahaha, oh gott, nach einem telefonat mit den jungs in der it abteilung habe ich immer kopfschmerzen.
Und noch was: Was haben wohl die Herren Banker studiert, die bei der HRE, der Commerzbank, Lehman Brothers, IKB etc. Milliardensteuergelder versenkt haben????
und ich muss jetzt los, wir versuchen heute die FH in oldenburg zu besetzten, denn: OLbrennt
wünscht uns erfolg und viel spass noch hier ; )
Jaja, die Banker zahlen keine Steuern, und die Soziologieprofs werden mit Wollsocken bezahlt. Meine Güte.
24.11.2009 - 11:39 Uhr
TomJones
transworld sagte:
word!
und ich muss jetzt los, wir versuchen heute die FH in oldenburg zu besetzten, denn: OLbrennt
wünscht uns erfolg und viel spass noch hier ; )
Danke für den Tipp, ich rufe gleich mal die Polizei an. Vielleicht können die die schlimmsten Krakeler ja noch vorher irgendwie ausbremsen. Wäre wünschenswert!
TomJones sagte:
Gargoyle, wieso ist die Glocke besser als GZSZ? Durch eine Behauptung, dass es so sei, ist es nicht zwangsläufig so. Hinter deiner geisteswissenschaftlichen Fassade...keine Ahnung. Hahaha.
Jaja, die Banker zahlen keine Steuern, und die Soziologieprofs werden mit Wollsocken bezahlt. Meine Güte.
Es ist sinnlos, jemandem wie dir den Unterschied zwischen der Glocke und GZSZ zu erklären. Du machst dich mit dieser Frage selber lächerlich. Weil es zeigt, wie eng dein Horizont wohl tatsächlich zu sein scheint. Man kann ihn mit zwei Worten trefflich beschreiben: "Pride and Prejudice" - aber das ist ja nur der Titel eines nutzlosen Romans einer unwichtigen britischen Pfarrerstochter, die heute eh nichts mehr zu unserem Bruttosozialprodukt beiträgt. Aber es soll noch Menschen geben, die lesen das.
qwertz2009 sagte:
Ich möchte mal mit dem Quatsch aufräumen, der hier von Tom Jones u.a. die ganze Zeit proklamiert wird. Die achso arbeitswütigen BWLER, wie Herr Jones sind weder die FINANZIERER, noch die STEUERZAHLER, noch sonst irgendwie beteiligt am wohle der Gesellschaft. Die kaufen sich von ihrem ach so schwer verdienten Geld als Unternehmensberater, (bei dem sie 100 Leute entlassen haben, um ihr Gehalt zu finanzieren) einfach irgendwelche Immobilien, die nur zum abschreiben gedacht sind, so dass die effektive Steuerlast bei 0 liegt. Wie kommt es denn, dass Gemeinden wie Grünwald und Starnberg kaum Steuereinnahmen aus Einkommenssteuer verbuchen können?? Klar, wenn ich genug verdiene nehm ich mir den besten Steuerberater, der mein Geld schützt und damit das auch die nächsten Jahre noch so bleibt, betreibe ich schöne Propaganda und erzähl den Leuten, dass es jeder schaffen kann, wenn er nur seine Studiengebühren bezahlt und sich auf den Hosenboden setzt.
Und noch was: Was haben wohl die Herren Banker studiert, die bei der HRE, der Commerzbank, Lehman Brothers, IKB etc. Milliardensteuergelder versenkt haben????
wenn man keine ahnung hat kann man auch einfach mal die fresse halten, gell?
OOMONO sagte:
alces sagte: Ich hoffe, daß die Studenten sich zu einem Positionspapier durchringen können, daß auf Vernunft und Solidarität mit anderen gesellschaftlichen Schichten und nicht auf der Prämisse des Systemwechsels in Universität und Gesellschaft basiert.
kannst du mal näher erläutern, was du damit meinst?
Das ist doch offensichtlich, oder?
1. Beschränkung auf Bildungspolitik (insgesamt, nicht nur Hochschule)
2. Konstruktive, finanzierbare Vorschläge (nicht "schöner Leben auf Kosten der Allgemeinheit")
3. Hochschulleitungen in die Pflicht nehmen. Schluß mit der bequemen schuld-ist-die-EU Nummer.
Nur mal als Anfang. Weltweit funktioniert bachelor - master - Ph.D. ohne geistige Versteppung der Gesellschaft zu verursachen. Mir kommt der Verdacht, daß die Hochschulleitungen aus Trotz und zur Besitzstandwahrung als willentlicher Akt der Sabotage die oktroyierte Veränderungen auf beschissenst-mögliche Art umgesetzt haben. Anders will ich mir diese kollossalen Dummheiten nicht erklären können. 40 Prüfungen bis zum BA - was soll das? Ich hatte 12, und das hat sogar für einen B.Sc. gereicht.
Shorebilly sagte:
wenn man keine ahnung hat kann man auch einfach mal die fresse halten, gell?
Gilt das deiner Meinung nach auch für Herrn Jones, der hier gerade so herrlich offenlegt, wie fundiert seine Ergüsse sind?
Gargoyle sagte:
TomJones sagte:
Gargoyle, wieso ist die Glocke besser als GZSZ? Durch eine Behauptung, dass es so sei, ist es nicht zwangsläufig so. Hinter deiner geisteswissenschaftlichen Fassade...keine Ahnung. Hahaha.
Jaja, die Banker zahlen keine Steuern, und die Soziologieprofs werden mit Wollsocken bezahlt. Meine Güte.
Es ist sinnlos, jemandem wie dir den Unterschied zwischen der Glocke und GZSZ zu erklären. Du machst dich mit dieser Frage selber lächerlich. Weil es zeigt, wie eng dein Horizont wohl tatsächlich zu sein scheint. Man kann ihn mit zwei Worten trefflich beschreiben: "Pride and Prejudice" - aber das ist ja nur der Titel eines nutzlosen Romans einer unwichtigen britischen Pfarrerstochter, die heute eh nichts mehr zu unserem Bruttosozialprodukt beiträgt. Aber es soll noch Menschen geben, die lesen das.
Sagen wir es doch, wie es ist - Du bist unfähig, es zu tun.
TomJones sagte:
Sagen wir es doch, wie es ist - Du bist unfähig, es zu tun.
Du machst dich lächerlich und beharrst auch noch darauf. Es ist schlicht und einfach schade um die Zeit, es dir zu erläutern, weil du es eh nicht kapieren würdest/wolltest.
Außerdem: Wer bezahlt mich dafür?
Naja, elitäres geisteswissenschaftliches Gehabe, ham wir ja hier schon öfters gesehen.
Gargoyle sagte:
Shorebilly sagte:
wenn man keine ahnung hat kann man auch einfach mal die fresse halten, gell?
Gilt das deiner Meinung nach auch für Herrn Jones, der hier gerade so herrlich offenlegt, wie fundiert seine Ergüsse sind?
ich moechte mich an dieser kindischen "diskussion", die auf beiden seiten bereits mehr als genug billige polemik aufweist, ehrlich gesagt nicht beteiligen. nur - waehrend ich ueber platte drosselsche hetze, bwler, vwler und juristen kategorisch als nazis abzustempeln, noch hinwegsehe, wollte ich bei dem sich mit meinem konkreten beruf befassenden kommentar zumindest dessen voellige uninformiertheit bezueglich desselben herausstellen.
TomJones sagte:
Gargoyle, ich würde mich freuen, wenn du es könntest. Aber du kannst es nicht. Genauso, wie hier niemand erklären kann, wieso die Theater trotz ihrer 'wichtigen gesellschaftlichen Funktion' nicht immer alle Platzkarten verkaufen.
Naja, elitäres geisteswissenschaftliches Gehabe, ham wir ja hier schon öfters gesehen.
Ich könnte es. Aber dazu braucht das Gegenüber ein paar Voraussetzungen: so etwas wie Aufgeschlossenheit zum Beispiel. Oder einen Horizont, der über Geld und ein bisschen angelesenes Zeug über Marktwirtschaft hinausgeht.
Und: ich wiederhole meine Frage, die ja ganz im Sinne eurer tollen Theorie ist: Wer bezahlt mich dafür, dass ich meine Zeit in so ein Unterfangen investiere? Ich muss als Geisteswissenschaftler schließlich wirtschaftlich arbeiten ...
alces sagte:
1. Beschränkung auf Bildungspolitik (insgesamt, nicht nur Hochschule)
2. Konstruktive, finanzierbare Vorschläge (nicht "schöner Leben auf Kosten der Allgemeinheit")
3. Hochschulleitungen in die Pflicht nehmen. Schluß mit der bequemen schuld-ist-die-EU Nummer.
Nur mal als Anfang. Weltweit funktioniert bachelor - master - Ph.D. ohne geistige Versteppung der Gesellschaft zu verursachen. Mir kommt der Verdacht, daß die Hochschulleitungen aus Trotz und zur Besitzstandwahrung als willentlicher Akt der Sabotage die oktroyierte Veränderungen auf beschissenst-mögliche Art umgesetzt haben. Anders will ich mir diese kollossalen Dummheiten nicht erklären können. 40 Prüfungen bis zum BA - was soll das? Ich hatte 12, und das hat sogar für einen B.Sc. gereicht.
interessante punkte, die ich gern abseits von polemik weiter diskutiert wüsste.
mir selbst fehlt da wohl das wissen, wer die entscheidungsträger im umstellungsprozess waren und folglich für den quatsch verantwortlich sind.
ich dachte viel mehr, da leben sich ideologisch verblendete bwler aus, die wirklich keine ahnung davon haben, was sie da tun, die aber wollen, dass endlich mit dem studentischen schlendrian schluss ist. (anstatt der oft unterstellten konzertierten nummer mit den zielen sortierung der studentenschaft. das halte ich eher für eine folge der maßnahmen).
Schön, dass das mal wieder bestätigt ist.
TomJones sagte:
Gargoyle, ich würde mich freuen, wenn du es könntest. Aber du kannst es nicht. Genauso, wie hier niemand erklären kann, wieso die Theater trotz ihrer 'wichtigen gesellschaftlichen Funktion' nicht immer alle Platzkarten verkaufen.
Naja, elitäres geisteswissenschaftliches Gehabe, ham wir ja hier schon öfters gesehen.
Also ich bin ja einer dieser arroganten VWLer und auch der Meinung, daß sich dieses Gesocks öfter waschen sollte und der Taxischein schon während des Studiums z.B. der Mediavistik zu erwerben wäre; aber was Du hier propagierst - der Einwand mit Hinweis auf das Werk Eddie Murphys war in diesem Kontext besonders verdammend - ist der direkte Weg in die Totalisierung der ohnehin bereits übermaßen fortgeschrittenen Volksverdummung und -verrohung.
Die Theatersubventionen kan ich Dir sehr gerne erklären. Allerdings würde dies auch ein wenig den Rahmen sprengen. Jedenfalls ist völlig unerheblich, ob es an der Abendkasse Restkarten gibt oder nicht. Die Kultur ist ein Macht- und Repräsentationsinstrument und wird daher von den Mächtigen als gesellschaftlich wichtig erachtet. Was irgendein steuerzahlender, aber kultur- und bildungsferner Hackler dazu meint ist dann letztendlich egal. Der weiß das ohnehin nur, wenn es in der Bild steht und ist außerdem dankbar, daß aus ihm ebenso nebulösen Töpfen Rente an Muttern und Hartz IV an Schwager Maik fließt.
Finde nicht, dass man sagen, dass Eddie Murphy verdummender als Schiller ist. Mehr Leute sehen sich dessen Filme an, als Leute die Gedichte und was weiß ich von Schiller lesen. Ist doch klar, dass dabei dann mehr Leute sind, die eher etwas dämlich sind. Ist doch allein schon von den Relationen her erklärbar.
Es ist völlig unerheblich, ob überhaupt jemand ins Theater geht. Die Karten sind ja schon durch Subventionen bezahlt. Und dann wird immer noch von 'gesellschaftlichen Funktionen' geredet..
viel dringlichere probleme gibt es aber bei ganz anderen punkten. und vielen studenten, die auf die straße gehen, geht es nciht darum sich ein entspanntes studium finanzieren zu lassen, sondern sie können es nicht stillschweigend hinnehmen, dass sie zu fachidioten ausgebildet werden, dass sie in ihren bachelorstudiengängen kaum eigene ausgestaltungsmöglichkeiten haben und aus dem sturen fakten auswendig lernen gar nicht mehr herauskommen, dabei aber komplett verlernen eigenständig theorien zu überdenken, zu vergleichen und zu weiterführenden ansichten zu kommen.
das studium wird zur ausbildung und die studenten werden auf ihren fertig geformten platz in der marktwirtschaft vorbereitet. der wert von umfassender bildung gerät immer mehr in vergessenheit, dabei ist das die grundlage jeglichen gesellschaftlichen fortschritts.
wir aber sind damit beschäftigt für 30 minütige multiple-choice-klausuren unmenen an büchern zu überfliegen und anschließend unseren platz im studentenranking zu verfolgen, weil wir trotz studiengebühren fürchten müssen sonst nach dem bachelor aus dem system zu fallen und nicht weiterstudieren zu dürfen.
Bei solchen Protesten muss man eben auch damit leben können, dass es unterschiedliche Auffassungen zu den Themen gibt und auch, dass es Studenten gibt, denen die Proteste eine zusehr allgemeinpolitische Färbung haben und die sich aus diesem Grund eben nicht den Protesten anschließen wollen. Sowas müssen den Protestierenden und ihre UNterstützer auch aushalten, ohne dass den Andersdenkenden gleich Dummheit oder das Fehlen von jeglicher Moral unterstellt wird (von Arschlöchern und Nazis mal ganz zu schweigen).
(Und natürlich ist der Großteil der Protestierenden nicht faul, dumm oder sonstwas. Das versteht sich zwar von selbst, aber das muss man hier anscheinend auch immer betonen)
diedrossel sagte:
abgesehen davon ist es absurd über den volkswirtschaftlichen nutzen zu debattieren, wenn man sich mal das schadenspotential der einzelnen gruppen vor augen führt. was taugt eine ausbildung, deren vertreter mehrheitlich in der prognose des letzten finanzkollaps versagt haben? und die wenigen warner wurden als nestbeschmutzer hingestellt.
Jetzt begibst Du Dich aber in Dir wenig bekannte Gefilde. Jeder kannte die Fakten, die Grundlagen wurden von der Politik geschaffen. Lediglich Zeitpunkt und Heftigkeit der Entladung standen ernsthaft zur Debatte. In der Öffentlichkeit wurde und wird natürlich meist gelogen und niemand hat sich Gedanken über die Rolle der drei Rating-Agenturen gemacht, bzw. sich getraut diese zu artikulieren.
In anderen Ländern funktioniert das prima mit bac - master und Ph.D. und auch diese Länder haben sowohl ein funktionierendes Wirtschaftssystem als auch eine funktionierende Demokratie und in diesen Ländern werden auch kulturelle Leistungen erbracht.
M. E. sollte man sich eben auf die Umsetzung konzentrieren, die ja - nach allem was ich gehört habe - wirklicher verbesserungsbedürftig ist.
jurette_ sagte:
Ich verstehe nicht, was dieses Gehacke soll. Selbstverständlich sind Geisteswissenschaften wichtig und selbstverständlich sind auch andern Studiengänge wichtig.
Bei solchen Protesten muss man eben auch damit leben können, dass es unterschiedliche Auffassungen zu den Themen gibt und auch, dass es Studenten gibt, denen die Proteste eine zusehr allgemeinpolitische Färbung haben und die sich aus diesem Grund eben nicht den Protesten anschließen wollen. Sowas müssen den Protestierenden und ihre UNterstützer auch aushalten, ohne dass den Andersdenkenden gleich Dummheit oder das Fehlen von jeglicher Moral unterstellt wird (von Arschlöchern und Nazis mal ganz zu schweigen).
(Und natürlich ist der Großteil der Protestierenden nicht faul, dumm oder sonstwas. Das versteht sich zwar von selbst, aber das muss man hier anscheinend auch immer betonen)
Was mich vor allem an der ganzen Geschichte erschüttert, ist, dass es wohl völlig unmöglich zu sein scheint, mal trotz aller unterschiedlicher Ansichten die Zähne zusammenzubeißen, um GEMEINSAM für ein Ziel einzutreten, von dem alle profitieren können. Stattdessen sieht nur jeder sich, sich und noch mal sich, Geisteswissenschaftler sind pauschal ungewaschene Wollsocken und man verliert sich darin, sich untereinander fertigzumachen, statt mal an einem Strang zu ziehen. Soziale Kompetenz, zielgerichtetes und lösungsorientiertes Handeln scheinen für die meisten Fremdwörter geworden zu sein. Kein Wunder, dass Regierende in Deutschland mit der Bevölkerung alles machen können, ohne dass sich irgendwo mal ernst zu nehmender Widerstand regt. Man spielt die Leute einfach gegeneinander aus, die zerreiben sich dann auf Nebenkriegsschauplätzen und schon hat man wieder Ruhe. Wenn es schon nicht mal die Studenten hinkriegen, sich mal für ein Ziel zu formieren, die sogenannte geistige Elite von morgen, wie soll das dann beim sogenannten einfachen Volk klappen. Einfach nur noch erschütternd.
Die geistige Elite sind genau die Leute, die aus fadenscheinigen Gründen die Glocke für wertvoller halten als GZSZ, ohne es erklären zu können. Dabei brauche ich, als einfaches Volk, diese Handreichung. Weil sonst mein Vorurteil vom wenig konkret dahinschwafelnden Geisteswissenschaftler bestätigt wird.
diedrossel sagte:
was taugt eine ausbildung, deren vertreter mehrheitlich in der prognose des letzten finanzkollaps versagt haben?
ich möchte dazu sagen: hätte ich keine bankkaufmännische ausbildung genossen, würde ich heute vermutlich weniger sympathien für kommunistische ideen hegen.
aber das Problem ist doch gerade, dass es anscheinend noch kein gemeinsames Ziel gibt. Das zeigt doch dieses Aussage oben mit den Antifa-TRittbetrettfahreren. Mich hat das zu meiner Studienstreikzeit auch unheimlich genervt, dass es immer dann noch ins allgemeinpolitische ging - das ist NICHT mein Ziel gewesen, ich war sogar teilweise dagegen und zwar weil ich es für falsch hielt (und das nicht nur für mich).
Im Übrigen trägt es nicht gerade dazu bei, ein gemeinsames Ziel zu finden und Leute dazu zu bringen, an einem Strang zu ziehen wenn man Andersdenkenden dies unterstellt:
Gargoyle sagte:
Soziale Kompetenz, zielgerichtetes und lösungsorientiertes Handeln scheinen für die meisten Fremdwörter geworden zu sein.
Das fällt für mich schon unter die Rubrik "Gehacke"
diedrossel sagte:
du willst damit sagen, man hat es gewusst aber in kauf genommen, vielleicht sogar noch ausgenutzt? alles gewusst?
genauso wars.
diedrossel sagte:
du willst damit sagen, man hat es gewusst aber in kauf genommen, vielleicht sogar noch ausgenutzt? alles gewusst? das liest sich aber sogar in der ft und im wallstreet journal anders,... und wenn dem so wäre, schaudert es mich noch viel mehr. und wenn du es jetzt einzig auf die politik schiebst, dann frage ich mich, was das über die finanzwelt aussagt, dass sie sich nicht dagegen durchsetzen kann, sondern stattdessen lieber einstreicht.
Ja warum um Gottes Willen sollte jemand sich gegen etwas durchsetzen, wenn man doch einstreichen kann - und "der Staat" am Ende die Scherben aufräumen muß? Das machen ja all die anderen Interessensgruppen doch genau so. In der Finanz ist es halt konzentrierter. Der Auslöser für die Krise waren die sog. "subprime"-Hypotheken inden USA, insbes. die auf Basis gebündelter Hypotheken erstellten Derivate, die auf nebulöse Art und Weise eine höhere Bonität erhielten als der Großteil der zugrunde liegenden Werten - dank der Risikomodelle der Ratingagenturen Moodys und Standard & Poor (Fitch, die dritte Agentur, war weniger beteiligt). (Nicht nur) Deutsche Landesbanker erwarben dann Werte, die sie nicht verstanden, aber mit dem Gütesiegel A+ oder höher ausgestattet waren....
Wenn ich drei wesentliche Gründe für die Krise nennen sollte, dann:
1. politische Steuerung der primären Finanzmärkte und "regulaory capture" der sekundären Märkte.
2. grobe Pflichtverletzung der (gänzlich unregulierten und als Kartell agierenden) Ratingagenturen
3. Unlauterer Wettbewerb durch Institutionen mit implizierter Staatsgarantie und die Folgen daraus.
Jeder der Punkte ist allerdings komplex.
Übrigens: die größten Bonusritter die ich kenne sind ein Historiker und ein Soziologe, wobei letzterer seinen job gleich zu Beginn der Krise verlor.
Ach ja, Gargoyle. Dein Lieblingswort 'Silberfische', die repräsentativ fürs Angepasstsein stehen sollen. Einerseits kritisierst du vermeintlichen Egoismus (wenn sich jemand für seine individuellen Interessen einsetzt), andererseits beklagst du dich über zuviel Konformismus. Was denn nun?
Und bitte nicht wieder die Antwort schuldig bleiben.
TomJones sagte:
Finde nicht, dass man sagen, dass Eddie Murphy verdummender als Schiller ist.
OK, sehr witzig.
TomJones sagte:
Hahahaha. Nein, gargoyle, du kannst es nicht. Es gibt keinen argumentierbaren Unterschied, warum die Glocke besser sein sollte als GZSZ.
Schön, dass das mal wieder bestätigt ist.
Lieber Tom,
ich wünsche Dir viel Glück für Dein späteres Berufsleben. Ich glaube, Du wirst es brauchen können.
Vor allem, wenn Dir nach den ersten Berufsjahren die Erkenntnis dämmert, dass der Marktwert Deiner geschäftigen Monofixierung beschränkt ist: als studierter Erfüllungsgehilfe sehr gut, aber einen Aufstieg in höhere Gefilde? Nie und nimmer.
Schau Dich einmal in den Teppichetagen gutgeführter Unternehmen um: da findest Du durchaus Leute, die "das Lied von der Glocke" nicht für eine Melodie von von Goethe halten, "Faust" nicht für den Titel von Olli Kahn's neuem Buch halten und die eine Eintrittskarte zu "Norma" nicht zu der Frage verleitet, ob es sowas für Lidl auch bald gibt.
Tomatin
es wird geld produziert, sonst nichts.
und was passiert, wenn man sich aufs geld produzieren verlegt, kann bei porsche betrachtet weden. letztes jahr noch mehr gewinn als umsatz und mittlerweile fast zahlungsunfähig.
alces sagte:
TomJones sagte:
Finde nicht, dass man sagen, dass Eddie Murphy verdummender als Schiller ist.
OK, sehr witzig.
Offenbar siehst du es anders, kannst du auch erklären, weshalb?
Tomatin, natürlich. Ich halte es für gut möglich, dass viele Germanisten fachfremd im Teppichfachhandel arbeiten. Ist doch klar, dass die sich dann kenntnisreich zur Glocke oder zum Ribbeck äußern können.
TomJones sagte:
Tomatin, natürlich. Ich halte es für gut möglich, dass viele Germanisten fachfremd im Teppichfachhandel arbeiten. Ist doch klar, dass die sich dann kenntnisreich zur Glocke oder zum Ribbeck äußern können.
mensch tom, was hat denn jetzt der fußballtrainer mit germanistik zu tun? ach nee stimmt ja. DEUTSCH ist ja pflichtfach in der schule, wieso eigentlich, bringt doch eh kein geld
jurette_ sagte:
alces, Punkt zwei und drei erschließen sich mir, aber hast Du zu Punkt 1 mal nen Literaturtipp?
Nein, habe ich nicht. Ich habe da kein Buch gelesen, sondern das miterlebt.
Was ich meine ist die Schaffung künstlicher Anreize, ohne die in einem freien Markt kein Vertrag zwischen Kreditnehmer und -geber zustandekäme.
Im Kontext der USA beginnt das mit dem "Community Reinvestment Act" von 1977, ein Gesetz mit an sich ehrbaren Absichten - es sollte u.a. die Diskriminierung nichtweißer Kreditnehmer unterbunden werden. "I did it for the children" steht angeblich auf dem ersten Pflasterstein des Weges in die Hölle...
Dann hat die Regierung Clinton II eine der wenigen sinnvollen Interventionen in die Finanzmärkte aufgehoben, den Glass-Steagall Act von 1933, eine Reaktion auf - rischtisch, Wirtschaftskrise '29 ff.
Hinzu kam dann die Bestrebungen der Regierungen Bush jun. I und II, Wohneigentum auch in unteren Schichten zu forcieren. Logik der Neokonservativen: Eigentümer sind/werden konservativer als Mieter, wählen eher Republikaner. Darim wurden sie heftig von linken Demokraten unterstützt. Deren Logik: wir verschaffen Armen Zugang zu Krediten. Arme sind dankbar und wählen weiterhin Demokraten, besonders die Minderheiten). Siehe hier:
http://online.wsj.com/article/SB12221294...
Achtung, das WSJ ist sehr tendentiös. Es wird ausgeblendet, daß die Goldman-Mafia von ihrem Don Paulsen eine Verdopplung der Leverage (Quote Kredite:Kapital) von 15:1 auf 30:1 erhielt, als er Finanzminister wurde, und die Rolle des Ratingkartells wird verschwiegen.
TomJones sagte:
Tomatin, natürlich. Ich halte es für gut möglich, dass viele Germanisten fachfremd im Teppichfachhandel arbeiten. Ist doch klar, dass die sich dann kenntnisreich zur Glocke oder zum Ribbeck äußern können.
Ooch, weisst Du, ich kenne z.B. auch etliche selbständige Unternehmensberater. Solche, die beim Kunden wirkliche Werte schaffen. (Personalkosten drastisch reduzieren und so für CEOs, die für die Schieflage verantwortlich sind, den Bonus retten gehört nicht dazu!)
Die, die mir spontan einfallen, studierten: Germanistik (2x), Psychologie (2x), Chemie (2x), Philosophie, Masch.bau, Biologie, Anglizistik. Das ist natürlich eine individuelle, nichtrepräsentative Stichprobe. Interessant finde ich es trotzdem.
TomJones sagte:
alces sagte:
TomJones sagte:
Finde nicht, dass man sagen, dass Eddie Murphy verdummender als Schiller ist.
OK, sehr witzig.
Offenbar siehst du es anders, kannst du auch erklären, weshalb?
Natürlich kann ich das. Aber nicht Dir.
Ist ja wie bei des Kaisers neue Kleider.
schuld sind der staat, schuld sind die häuslehabenwollenden, alle schuld, alle doof, keiner versteht sie, ... alles richtig gemacht.
Und es ist eine feine Sache, wenn man sich zur Glock äußern kann. Aber damit alleine bezahlt man keine Rechnungen, da muss man schon mehr drauf haben.
Interessiert sich hier auch irgendjemand dafür, wie man das eigentliche Problem lösen kann?
Wie reagieren wir ausbildungstechnisch auf einen heißlaufenden globalisierten Kapitalismus, ohne zu Chinesen zu werden? Ideen? Anyone?
http://www.wdr.de/radio/wdr2/_m/images/u...
vor allem, da (unabhängig vom inhalt) das verbale niveau (abgesehen von der grammatik) des herrn Jones eher auf schillers als auf gzsz- level liegt ...
Und Afriralli: Kein Student KOSTET den Staat im Schnitt, da im Schnitt JEDER von ihnen durch seine Höherqualifikation einen besser bezahlten Job kriegt mit entsprechend höheren Steuersätzen. Frag mal einen von den nutzlosen Soziologen, die können dir da gern helfen, das aus den Datenwusten des Statistischen Bundesamtes rauszukrusteln....
Und überhaupt: Die meisten, die danach lechzen, dass ein Studium bezahlt werden sollte, gehören zum Geldadel des Landes oder wollen dahin, und es sind genau dieselben Geisteskinder, die eine Weltwirtschaftskrise anrichten, sie vom STEUERZAHLER bezahlen lassen, selber aufgrund ausgeklügelter legaler Tricksereien aber schon immer Steuerquoten hatten, von denen kein Mittelschichtler (ja, da wo die meisten "Geistis" landen und die armen Schweine, die wirklich alles bezahlen!) träumen kann, erreichen. Wendelin Wiedeking, der Gott der Neoliberalen, hat auf seine 60 Mille Jahressalär anno 2007 16-19 Mille Steuern bezahlt. Das ist mit das niedrigste an Quote, was man erreichen kann. Alles legal. Aber ihr "Studium muss sich rechnen"-Fuzzis könntet auch mal zugeben, dass diese Trickser-Welt DAS ist, wo ihr hinwollt, und dass es genau deshalb euch SCHEISSEGAL ist, was ein Studium kostet, weil es euch zwischenfinanziert wird und ihr es euch dann beim deutschen Durchschnittsbürger wiederholt. Dieses Pseudoelitengewäsch mit sich lohnender Leistung und der Freiheit des Marktes hat den normalen Arbeitnehmer in den letzten 1,5 Jahren sowas von in den Ruin getrieben und die Propheten dieses Schwachsinns stopfen sich die Kohlen schon wieder maßlos rein.... und unser "Elitennachwuchs" glaubt das immer noch.... *kopfschüttel*
Achja, hier ein schönes Lehrstück über "Finanzinvestoren" und deren wahre Kunden: Sie selbst.
http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/...
Sei es die Glocke und GZSZ oder die Silberfische und der zu ausgeprägte Egoismus, du entlarvst dich als argumentativ ganz am Ende.
Wie der ganzen albernen Streikbewegung sowieso bald die Luft ausgeht, wird ja auch langsam albern.
kleeschnitzel sagte:
was genau studiert eigentlich ein mediavist?
sind das nicht die, die so gerne auf historische weihnachtsmärkte gehen, um dort die rollenspieler darauf hinzuweisen, dass das alles gar nicht korrekt so ist?
Bitte, gern geschehen, nächste Aufgabe...
hier kommt sie:
was machen wir mit unserem ausbildungssystem?
die frage war ernst gemeint.
Hat mich echt n bissl schockiert wie die Mehrheit der Arbeiterschaft über Studenten bzw. gebildete Leute im Allgemeinen denkt.
24.11.2009 - 14:19 Uhr
docfalcon
docfalcon sagte:
*kopfkratz* Wieviel Seiten und wieviel Zeit hab ich für diese Hausarbeit???
falsche fragestellung, wieviel ects gibt es dafür...
Aber jedenfalls ist es gut, dass wir jetzt mal nen Bewertungsmaßstab haben. Frieden und das Streben nach Frieden ist ein Indikator von kulturell hochwertiger Literatur. Somit kann man sagen, dass Forsthaus Falkenau hochwertig ist, aber das hatte ich mir sowieso schon gedacht.
24.11.2009 - 14:24 Uhr
TomJones
Sag mal, was willst du mal werden: Falls das irgendwie mit Führungskraft, Management oder ähnlichem zu tun hat und nicht nur mit "Möglichst viel Geld verdienen", dann würde ich mich entweder von dem Berufswunsch oder dieser Geisteshaltung verabschieden.
Und ich verabschiede mich, war ne angenehme Mittagspause. Selten soviel über solch kleine Geister gelacht...
Zweitens, TomJones, hast du dich selbst jetzt echt mal zu Genüge bloßgestellt.
Drittens befürchte ich, dass diejenigen, die jetzt anfangen, Germanistik zu studieren, weder lernen, dass die Literatur nicht zur Weltfriedenspropaganda da ist, noch Fähigkeiten erwerben, die ihnen auf dem Arbeitsmarkt weiterhelfen werden. Die akademische Ausbildung, die wir jetzt in Deutschland haben, ist nicht besser, sondern schlechter geworden, weil sie sich nicht an die tatsächlichen Gegebenheiten anpassen kann.
Die tatsächlichen Gegebenheiten sind nicht: Literatur ist überflüssig und alle Geisteswissenschaftler sollen Taxifahrer werden.
Die Gegebenheiten sind: wir brauchen dringend gut ausgebildete Sinologen in Deutschland, wenn deutsche Unternehmen Geschäfte mit China machen wollen, ohne sich bis auf die Knochen zu blamieren. Zugleich sitzen Sinologen auf der Straße. Warum? Weil sie nicht gut ausgebildet sind?
Was müssen wir anders machen?
TomJones sagte:
Aha, also ist die Glocke beispielsweise auch höherwertiger als Shakespeeres Romeo und Julia? Da ist ja auch ordentlich Keilerei angesagt. Friede, Freude, Eierkuchen also als höchstes kulturelles Gut? Und wie vereinbart man das mit dem Krakele der streikenden Studenten?
aber nun reichts auch mir (ich bin übrigens der totale abschaum, so studienmässig gesehen. da hat's nicht mal zu den geisteswissenschaften gereicht...).
Sieh Dir mal an, wieviel sinnvolles man in der Literatur über die Gesellschaft erfahren kann (über die heutige genauso wie über die, in deren Zeit "höherwertigere" Werke geschrieben wurden/werden) und dann vergleiche das mit Eddie Murphy. Was lernt man denn da?
Sitzen die ernsthaft auf der Straße? Weil so Leute wie TomJones sie nicht einstellen oder weil sie mit echten Chinesen nix anfangen können???
tom jones bekäm ne glatte drei - dafür, dass er nicht aufgibt und argumente produziert, sowas lernt man nämlich ausgerechnet im deutsch-unterricht.
Und die kulturell daherschwätzenden hier liefern wahrlich keine konklusiven Antworten. Kultur ist also wichtig im gesamtgesellschaftlichen Sinne, was auch immer das heißen mag. Die Theater sind trotzdem nie ausverkauft, was aber angeblich auch Sinn ergibt. Den mir dann keiner erklären kann.
Jetzt weiß ich zwar wenigstens, dass das Streben nach Frieden ein Zeichen für kulturell anspruchsvolle Kunst ist. Dann sind aber viele Tragödien also minderwertig, beispielsweise von Shakespeare. Wieder was gelernt!
Wie ich meine Zeit nutze, geht hier ja niemanden was an. Ich schulde nur mir und meinem Arbeitgeber Rechenschaft, glücklicherweise. Auch wenn das so manchen Sozialisten hier stört. ;-) Aber die werden ja schon durch (u.a. meine) Steuern finanziert, und sollten mich dann bitteschön in Ruhe lassen. Vielleicht lieber mal studieren oder stricken gehen. Oder irgendeine total crazy kreative Protestaktion starten, hahaha.
BTW, es ist eines der sichersten Anzeichen für "Kultur", dass es _keine_ "konklusive" Antwort gibt... aber Dialektik gibt's halt nicht im Margarineregal....
OOMONO sagte:
ich glaube, der jones-tom ist die sockenpuppe vom duschbeck, der hier mikrosoziologische empirie betreibt.
das glaube ich auch.
TomJones sagte:
docfalcon, du meinst sicher Kleingeister, oder? Nicht kleine Geister. Ist schon ein Unterschied, weißte? Muss man doch als Kulturexperte kennen, hehe.
Und die kulturell daherschwätzenden hier liefern wahrlich keine konklusiven Antworten. Kultur ist also wichtig im gesamtgesellschaftlichen Sinne, was auch immer das heißen mag. Die Theater sind trotzdem nie ausverkauft, was aber angeblich auch Sinn ergibt. Den mir dann keiner erklären kann.
Jetzt weiß ich zwar wenigstens, dass das Streben nach Frieden ein Zeichen für kulturell anspruchsvolle Kunst ist. Dann sind aber viele Tragödien also minderwertig, beispielsweise von Shakespeare. Wieder was gelernt!
Wie ich meine Zeit nutze, geht hier ja niemanden was an. Ich schulde nur mir und meinem Arbeitgeber Rechenschaft, glücklicherweise. Auch wenn das so manchen Sozialisten hier stört. ;-) Aber die werden ja schon durch (u.a. meine) Steuern finanziert, und sollten mich dann bitteschön in Ruhe lassen. Vielleicht lieber mal studieren oder stricken gehen. Oder irgendeine total crazy kreative Protestaktion starten, hahaha.
Jetzt habe ich aber langsam eine Überdosis Fremdscham ...
blubb123 sagte:
Dass nur der Geldadel nach bezahltem Studium lechzt möchte ich bestreiten. Ich würde sagen, dass die Gruppe der "Arbeiter" das am allermeisten begrüßen würde. Habe nach meinem Abi für 6 Wochen am Band gearbeitet und dort war einhellige Meinung " Die sollten die Studiengebühren auf 5000 € erhöhen, damit die scheißfaulen Studenten nicht son lockeres Leben haben und sie nicht mit ihrer Maloche die faulen STudenten finanzieren."
Hat mich echt n bissl schockiert wie die Mehrheit der Arbeiterschaft über Studenten bzw. gebildete Leute im Allgemeinen denkt.
Und inwiefern haben die unrecht? Das kostenlose, frei zugängliche Studium ist auch eine Transferleistung von den Arbeitern und kleinen angestellten und Beamten an das Bürgertum und höhere Schichten, ebenso wie die bereits angesprochenen Theater usw. Das sollte man schon noch vor Augen haben und auch entsprechend würdigen.
übrigens: für bayreuth musst du jahrelang auf eine karte warten.
hanshorst sagte:
Der Unternehmensberater und der Schäfer!
An den Haaren herbeigezogen...
Erstens würde sich kein Berater, der was auf sich hält (BDWASH), mit Cerrutti-Schuhen sehen lassen. Zweitens verwendet ein Bdwash Statistiken, keine technisch-/wissenschaftlichen Datenbanken. Drittens stehen die Formeln in Excel schon alle drin - die man die da reinbekommt, das weiss er nicht. Viertens würde er nie eine Aussage machen, die man durch einfaches Abzählen überprüfen kann. Fünftens stellt er seine Ergebnisse in der Story nicht per Powerpoint dar. Und nicht zuletzt deckt bei einem Bdwash eine Entlohnung von 1/1586tel des Gesamtwerts gerade einmal die Rechnung aus der Minibar.
TomJones sagte:
Jo, in der Glocke lerne ich so viel über das Leben, wie man gut rumlabert. Im Grunde genommen also dasselbe wie bei Eddie Murphy, nur halt als alter, uninteressanter Schinken.
anscheinend nicht lesen... ich habe gesagt, man lernt etwas über die gesellschaft, nicht das leben.
Was dann so recht auch keiner erklären kann.
Dasselbe Lied von der finanziellen Tragbarkeit kann man auch bei Museen anstimmen. Auch dick subventioniert.
Wenn sich, wie hinreichend bewiesen, keiner dafür interessiert - dichtmachen die Läden!
So ein Quatsch.
ES MUSS NICHTS AUSFALLEN!
wer das gegenteil behauptet lügt.
Was kriegste denn für'n Gehalt dafür, dass du mittags Studenten im I-Netzt disst? Ist das dann wirklich verdient? O Mann, ihr scheiß pseudo-Eliten mit eurem "harten Arbeiten".... sieht man ja, was IHR unter "hart arbeiten" versteht: Durch'S Studium sich prügeln, um danach nen Job zu haben, wo man "Verantwortung" (aber nur für's eigene Bankkonto) trägt und NICHTS außer heißer Luft produziert... und wenn's schiefgeht, kommt der Staat....
Geh doch zu Hause, du alte Scheiße....
Begunje62 sagte:
TomJones sagte:
Jo, in der Glocke lerne ich so viel über das Leben, wie man gut rumlabert. Im Grunde genommen also dasselbe wie bei Eddie Murphy, nur halt als alter, uninteressanter Schinken.
anscheinend nicht lesen... ich habe gesagt, man lernt etwas über die gesellschaft, nicht das leben.
Ok, dann halt über die Gesellschaft, mir auch recht. Kapiert doch keiner, viel zu kompliziert geschrieben. Schiller hatte doch selber keinen Plan, was er da schreibt. Deswegen hat er es so verschwurbelt wie möglich formuliert, damit da keiner dahintersteigt. Dann doch lieber Bauer sucht Frau, das kapiert jeder, und keiner muss so tun, als verstünde er das Unverständliche.
24.11.2009 - 14:55 Uhr
TomJones
Begunje, die Autoindustrie ist nicht strukturell und grundsätzlich krank. Gibt immer noch genug geile Autos, die von den Leuten gekauft werden wollen und werden.
Kulturinstitutionen dagegen sind einfach und rundherum fertig. Trotz aller anderslautenden Behauptungen jucken die doch kein Schwein.
alces sagte:
blubb123 sagte:
Dass nur der Geldadel nach bezahltem Studium lechzt möchte ich bestreiten. Ich würde sagen, dass die Gruppe der "Arbeiter" das am allermeisten begrüßen würde. Habe nach meinem Abi für 6 Wochen am Band gearbeitet und dort war einhellige Meinung " Die sollten die Studiengebühren auf 5000 € erhöhen, damit die scheißfaulen Studenten nicht son lockeres Leben haben und sie nicht mit ihrer Maloche die faulen STudenten finanzieren."
Hat mich echt n bissl schockiert wie die Mehrheit der Arbeiterschaft über Studenten bzw. gebildete Leute im Allgemeinen denkt.
Und inwiefern haben die unrecht? Das kostenlose, frei zugängliche Studium ist auch eine Transferleistung von den Arbeitern und kleinen angestellten und Beamten an das Bürgertum und höhere Schichten, ebenso wie die bereits angesprochenen Theater usw. Das sollte man schon noch vor Augen haben und auch entsprechend würdigen.
Mit der Meinung, dass alle Studenten faul sind haben sie denk ich schon Unrecht.
Es ging mir eher darum darauf hinzuweisen, dass eben nicht hauptsächlich die reichen schnösseligen BWL-Studenten für Studiengebühren sind, sondern eben die nicht studierte arbeitende Gesellschaft.
Es ist schon teilweise nachvollziehbar. Wenn man mal guckt, was ne Meisterschule kostet, da protestiert ja auch niemand dagegen. Und warum Studenten, die später im Schnitt mehr verdienen als der Rest, nichts bezahlen soll, aber der Geselle der noch nen Meister machen will n paar Tausender hinlegen muss, ist halt teilweise schon schwer zu vermittlen
Tomatin sagte:
hanshorst sagte:
Der Unternehmensberater und der Schäfer!
An den Haaren herbeigezogen...
Erstens würde sich kein Berater, der was auf sich hält (BDWASH), mit Cerrutti-Schuhen sehen lassen. Zweitens verwendet ein Bdwash Statistiken, keine technisch-/wissenschaftlichen Datenbanken. Drittens stehen die Formeln in Excel schon alle drin - die man die da reinbekommt, das weiss er nicht. Viertens würde er nie eine Aussage machen, die man durch einfaches Abzählen überprüfen kann. Fünftens stellt er seine Ergebnisse in der Story nicht per Powerpoint dar. Und nicht zuletzt deckt bei einem Bdwash eine Entlohnung von 1/1586tel des Gesamtwerts gerade einmal die Rechnung aus der Minibar.
nu mal langsam - ich bin auch bdwash und kann trotzdem excel!
TomJones sagte:
Jo, in der Glocke lerne ich so viel über das Leben, wie man gut rumlabert. Im Grunde genommen also dasselbe wie bei Eddie Murphy, nur halt als alter, uninteressanter Schinken.
Damit endlich eine Ruhe ist, lege ich hiermit ein vollständiges Geständnis ab:
"Meine Höherschätzung von Schiller ggü. Murphy basiert letztendlich auf Klassen- Standes- und Stammesdünkel. Mir ist Schiller nur lieber als Murphy, weil er Deutscher, Teil der Oberschicht und tot ist - also mir (=genetisch bedingter Rassistofaschist!) als Mittel der kulturellen Identitätsstiftung widerspruchslos zur Verfügung steht, im Gegensatz zu Murphy, der ein Neger ist."
Ich hoffe das reicht für Deinen Beitrag "Akademischer Rassismus" biem nächsten MLPD-Soziologentreffen.
So, jetzt hab ich Dir's aber gegeben, TJ!
24.11.2009 - 15:13 Uhr
la_virtu
So, jetzt hab ich Dir's aber gegeben, TJ!
Shorebilly sagte:
Tomatin sagte:
hanshorst sagte:
Der Unternehmensberater und der Schäfer!
An den Haaren herbeigezogen...
Erstens würde sich kein Berater, der was auf sich hält (BDWASH), mit Cerrutti-Schuhen sehen lassen. Zweitens verwendet ein Bdwash Statistiken, keine technisch-/wissenschaftlichen Datenbanken. Drittens stehen die Formeln in Excel schon alle drin - die man die da reinbekommt, das weiss er nicht. Viertens würde er nie eine Aussage machen, die man durch einfaches Abzählen überprüfen kann. Fünftens stellt er seine Ergebnisse in der Story nicht per Powerpoint dar. Und nicht zuletzt deckt bei einem Bdwash eine Entlohnung von 1/1586tel des Gesamtwerts gerade einmal die Rechnung aus der Minibar.
nu mal langsam - ich bin auch bdwash und kann trotzdem excel!
BDWASH. WTF?
alces sagte:
Shorebilly sagte:
Tomatin sagte:
hanshorst sagte:
Der Unternehmensberater und der Schäfer!
An den Haaren herbeigezogen...
Erstens würde sich kein Berater, der was auf sich hält (BDWASH), mit Cerrutti-Schuhen sehen lassen. Zweitens verwendet ein Bdwash Statistiken, keine technisch-/wissenschaftlichen Datenbanken. Drittens stehen die Formeln in Excel schon alle drin - die man die da reinbekommt, das weiss er nicht. Viertens würde er nie eine Aussage machen, die man durch einfaches Abzählen überprüfen kann. Fünftens stellt er seine Ergebnisse in der Story nicht per Powerpoint dar. Und nicht zuletzt deckt bei einem Bdwash eine Entlohnung von 1/1586tel des Gesamtwerts gerade einmal die Rechnung aus der Minibar.
nu mal langsam - ich bin auch bdwash und kann trotzdem excel!
BDWASH. WTF?
hä? wees doch jeda!
TomJones sagte:
alces, weil du unfähig bist, deine Meinung wirklich zu erklären, flüchtest du in den Sarkasmus. Ganz schwache Nummer.
OOMONO sagte:
ich lieg hier unterm tisch. große klasse!
Hey Leute, das war jetzt nicht nur ein Witz. Schiller steht mir wirklich für einen Teil einer erstrebenswerten Identität, während Eddie Murphy 1. dies nicht tut und 2. seit über 15 Jahren nicht mehr wirklich komisch ist. Richard Pryor war immer, Chris Rock seitdem er mitmacht besser.
alces sagte:
Shorebilly sagte:
Tomatin sagte:
hanshorst sagte:
Der Unternehmensberater und der Schäfer!
An den Haaren herbeigezogen...
Erstens würde sich kein Berater, der was auf sich hält (BDWASH), mit Cerrutti-Schuhen sehen lassen. Zweitens verwendet ein Bdwash Statistiken, keine technisch-/wissenschaftlichen Datenbanken. Drittens stehen die Formeln in Excel schon alle drin - die man die da reinbekommt, das weiss er nicht. Viertens würde er nie eine Aussage machen, die man durch einfaches Abzählen überprüfen kann. Fünftens stellt er seine Ergebnisse in der Story nicht per Powerpoint dar. Und nicht zuletzt deckt bei einem Bdwash eine Entlohnung von 1/1586tel des Gesamtwerts gerade einmal die Rechnung aus der Minibar.
nu mal langsam - ich bin auch bdwash und kann trotzdem excel!
BDWASH. WTF?
tja alces, waerst du auch ein berater der was auf sich haelt, dann wuesstest du eben, was ein bdwash ist...
Schillers uralte Schinken sind einfach passè, Eddie Murphy hat für u.a. Chris Rock den Weg bereitet. Im Grunde genommen ist Murphys Wirkungsgrad deutlich höher als der Schillers. Heute haben schon mehr Leute Filme von ihm gesehen als andere Dramen von Schiller, da bin ich mir sicher.
Bevor ich mich wieder anpöbeln lassen muss, werde ich jetzt doch mal schnell verschwinden. Das muss jetzt wirklich nicht mehr sein.
frag mich, was dann wohl mit dem qualitätsmanagement ist.
Shorebilly sagte:
alces sagte:
Shorebilly sagte:
Tomatin sagte:
An den Haaren herbeigezogen...
Erstens (usw.)
nu mal langsam - ich bin auch bdwash und kann trotzdem excel!
BDWASH. WTF?
tja alces, waerst du auch ein berater der was auf sich haelt, dann wuesstest du eben, was ein bdwash ist...
Na ja, Du bist halt auch ein BDWASHUDANEK: ein Berater, der was auf sich hält und dann auch noch Excel kann.
Tomatin sagte:
Na ja, Du bist halt auch ein BDWASHUDANEK
das find ich gut, und das klingt auch so schoen, wenn man es als wort ausspricht (betonung ist uebrigens auf dem U).
alces sagte:
OOMONO sagte:
ich lieg hier unterm tisch. große klasse!
Hey Leute, das war jetzt nicht nur ein Witz. Schiller steht mir wirklich für einen Teil einer erstrebenswerten Identität, während Eddie Murphy 1. dies nicht tut und 2. seit über 15 Jahren nicht mehr wirklich komisch ist. Richard Pryor war immer, Chris Rock seitdem er mitmacht besser.
ich musste lachen bei der vorstellung, die mlpd beschäftigt sich erkenntnisorientiert mit rassismus.
wie dir schillers deutschsein als positives identitätsstiftendes moment dienet, bleibt aber im dunkeln. deutschland gibts doch erst seit 1871.
OOMONO sagte:
alces sagte:
OOMONO sagte:
ich lieg hier unterm tisch. große klasse!
Hey Leute, das war jetzt nicht nur ein Witz. Schiller steht mir wirklich für einen Teil einer erstrebenswerten Identität, während Eddie Murphy 1. dies nicht tut und 2. seit über 15 Jahren nicht mehr wirklich komisch ist. Richard Pryor war immer, Chris Rock seitdem er mitmacht besser.
ich musste lachen bei der vorstellung, die mlpd beschäftigt sich erkenntnisorientiert mit rassismus.
wie dir schillers deutschsein als positives identitätsstiftendes moment dienet, bleibt aber im dunkeln. deutschland gibts doch erst seit 1871.
Stimmt natürlich. Schiller schrieb ja auch zuerst auf Württembergisch, dann einiges auf Kursächsisch, spätwerk in Sächsischweimarischer Sprache... Entweder verschone mich mit solchem Unsinn oder erkläre mir, warum das Deutsche Reich immer noch besteht. Da gibt's nämlich auch so Spezialisten für. Ist anscheinden gaaaaanz formaljuristisch wirklich so.
alces sagte: [...]warum das Deutsche Reich immer noch besteht.
cmon, hier redet kein schwein vom deutschen reich. ich meinte den zusammenschluss der kleinstaaten an sich.
erläutere bitte mal den part mit den spezialisten.
jbo007 sagte:
die forderungen können ja an sich richtig sein, vermutlich würde ich auch protestieren, wenn mich dieses bachelor/master zeug treffen würde, dennoch finde ich es falsch, für bessere studienbedingungen zu protestieren und gleichzeitig den nicht-protestierenden die Möglichkeit zu nehmen, ihre Vorlesungen zu hören.
Wie soll man denn Druck auf die Politik (als Vertretung des Volkes, also auch der anderen Studenten, Professoren, Eltern, Unternehmen etc.) ausüben, wenn man nur so protestiert, dass es keinen stört? Da lächeln alle mal kurz, sagen "Oh, wie putzig" und gehen wieder zum Tagesgeschäft über.
ruebezahl sagte:
diese diskussion ist albern geworden.
jaa, der klugscheißer-award geht sowieso an den elch, von mir kommt nur noch grünschnäbliges nachfragen: "wiesooo?".
da ziter ich lieber nochmal das hier, on topic:
lobocop sagte:
Dieser Text ist unmöglich. von allen vorlesungen im audimax fallen "nur " etwa 5 aus. die besetzer haben kontakt mit JEDEM professor aufgenommen und darüber informiert, gerne technik und persönliche hilfe zur verfügung zu stellen um die vorlesung ins internet zu streamen.
ES MUSS NICHTS AUSFALLEN!
wer das gegenteil behauptet lügt.
@TJ, das Konzept von "Hochkultur" ist tatsächlich bescheuert, weil es mich nicht in Ruhe Thomas Mann und Wagner scheiße finden lässt (ist mit meiner Fächerkombination ein hartes Los).
Aber ich habe hier einen Punkt, in dem GZSZ und Schillers Glocke tatsächlich gleich gut sind! Toll, nicht? Und weil der Germanist in mir lernfähig sein will, schreibe ich das noch nicht mal in gänzen Sätzen auf:
Schillers Glocke
Ziel:
gutes Gedicht
Ausführung:
gut gefühlt
gut gefügt
gut gedacht
gut gemacht
Ziel erreicht:
ja
GZSZ
Ziel:
was haben, was man zwischen den Werbeblöcken zeigen kann; muss weniger kosten als die Werbung einbringt
Ausführung:
billige Dialoge
billiges Licht
billige MAZ-Technik
billige Kulissen
billiges Spiel
billiger Handlungsstrang, den man schön endlos weiterschreiben kann
billige Kundenbindung durch Cliffhanger
viel Kitsch (kostet nix!)
Ziel erreicht:
ja
Beide erreichen ihr Ziel also gleichermaßen gut! Stark! Das kannst Du gerne als Argument in der Bildungspolitik-Debatte anführen!
Mit besten Grüßen und für eine gegenseitige Unterstützung in Debatten,
Kalef
la_virtu sagte:
Komisch, immer wenn ich in Oper/Theater gehe (und das ist nicht nur 1x alle Jahrzehnte), sitzen da noch 2000 andere Leute drin (es gibt sogar welche, die zahlen dafür, dass sie drin stehen dürfen!). Und wenn z.B. die Staatsoper seit Jahren eine Auslastung von weit über 90% hat, würde ich nicht davon sprechen, dass Theater kein Schwein interessiert. Man sollte halt nicht immer von sich selbst auf andere schließen.
So, jetzt hab ich Dir's aber gegeben, TJ!
danke sehr, jetzt fühle ich mich wenigstens nicht mehr so überflüssig... ;)
Wie gesagt, ich glaube Schiller hat das nur so kompliziert formuliert, weil er ein großes, nichtssagendes Palaver als ein wahnsinnig vielschichtiges Gedicht verklausulieren wollte.
Abgesehen davon hat Schiller in seinem gesamten Werk keine so vielschichtige und spannende Figur geschaffen wir Prof. Dr. Jo Gerner.
TomJones sagte:
Hahahaha. Nein, gargoyle, du kannst es nicht. Es gibt keinen argumentierbaren Unterschied, warum die Glocke besser sein sollte als GZSZ.
Schön, dass das mal wieder bestätigt ist.
Es gibt - auf populärwissenschatlicher Ebene- auch keinen argumentierbaren Unterschied, ob Scheiße oder Nutella besser schmeckt, aber Scheiße auf dem Frühstücksbüffet würden auch Nicht- Geisteswissenschaftler reklamieren.
Im Detail kann man dann über Nährwert, Geschmacksknospen und Aromamoleküle fachsimpeln, aber in der Literaturwissenschaft gibt es ja auch tiefer gehende Analysen.
Eine TV-Soap mit einem Gedicht zu vergleichen, erfordert allerdings einen erheblichen Aufwand, weil sehr viele handwerkliche Kriterien untersucht werden müssen.
pikachu sagte:
Und die Trolle sitzen zuhause vorm Rechner und holen sich einen runter ob der ganzen Aufmerksamkeit, mit der sie hier ueberhaeuft werden.
Ich weiß, ich weiß. Aber da sie ja sonst nicht zu dieser Erleichterung kommen, helfe ich gerne.
ein guter Ingenieur kann sich Materialismus nicht leisten.
weniger ist mehr. und Effizienz ist auch für Geisteswissenschaftler kein Fremdwort, insbesondere für Künstler.
Oder kann ein Künstler von einem Werk im Jahr Leben?
Sind seine Materialien gänzlich kostenlos?
Klaus-Hinrich war Bauer, kam niemals zur Ruh,
versorgte die Schweine, den Stier und die Oma,
die sagte, "Du weißt ganz genau:
Ein lediger Landwirt, der braucht eine Fräse!"
Beim Dorfball sah er voller Lust
ein Mädchen mit einer phantastischen Brille.
Sie tanzten nicht eng aus dem Grund:
Er roch so nach Mist und sie roch aus dem
Goethe war gut!
Mann, der konnte reimen!
Wenn ich es versuch, schwitz ich Wasser und Blut,
und ich merk jedesmal:
Goethe war gut!
Sie kam aus der Stadt, und sie hatte Niveau.
Besonders gefiel ihm ihr kräftiger Hunger,
und was sie versprach, fand er nett.
Sie war bestimmt einsame Spitze im Kochen.
Er wußte zwar, was jeder weiß:
Die Ehe ist letztlich doch der größte Segen,
und sie litt an jenem Komplex:
Die Männer wolln immer nur eins, und zwar
Goethe war gut!
Mann, der konnte reimen!
Wenn ich es versuch, schwitz ich Wasser und Blut,
und ich merk jedesmal:
Goethe war gut!
Er sagte zu ihr: "Du, mein Name ist Sepp!
Ich seh zwar so aus, doch ich bin gar kein Lehrer,
bin Bauer, der heiraten muß."
Darauf gab sie ihm einen ganz heißen Kaffee,
der dünn war, doch Liebe macht blind.
Er nahm sie ins Heu, und sie kriegte einen Schnupfen;
deshalb bat er um ihre Hand,
und bald kamen Kinder am laufenden
Goethe war gut!
Mann, der konnte reimen!
Wenn ich es versuch, schwitz ich Wasser und Blut,
und ich merk jedesmal:
Goethe war gut!
dabei trag ich doch das Abendland sozusagen alleine auf meinen schmalen Schultern.
Der Nachtei der geisteswissenschaften ist, dass bestimmte Einzeller nicht in der Lage sind, die langfristigen Erfolge derselben zu erkennen.
Ohne Geisteswissenschaften würden die noch auf den Bäumen hocken und Früchte mit der scheisseverschmierten Hand pflücken. (Reminiszenz an Sedaris).
Genauso problematisch ist auch die Verkoppelung der Geisteswissenschaften mir direkten ökonomischen Interessen....
Dann hätten wir nur noch rtl2 Bildzeitung und Hermann Hesse (buähhhh)
24.11.2009 - 18:37 Uhr
seize
aber... ist daas nicht schon sozialistisch? so mit solidarität und so?
seize sagte:
jawoll lieber Wollmops... rauchen ist wichtig...
aber... ist daas nicht schon sozialistisch? so mit solidarität und so?
Du dürftest dem Wollmops bestenfalls den Mantel halten während sie das Abendland rettet.
die, die auf ihn draufhauen, bestätigen nur wieder mit vollem einsatz dieses klischee vom geisteswissenschaftler, der meint, er hätte die weisheit mit löffeln gefressen und alle naturwissenschaftler/juristen/wirtschaftswissenschaftler wären ungebildete schweine, wie hier jemand sagte.
was für vollpfosten.
banales beispiel: eine party in einer deutschen großstadt, mittzwanziger studenten. wer labert den ganzen abend über vollkommen blödsinnige romane und erwartet, dass man sein unnützes wissen auch noch bewundert? der geisteswissenschaftler.
wer ist arrogant und macht sich lächerlich über jemanden, der vielleicht irgendeinen autor nicht der richtigen epoche zuordnen kann? (was außer ihm sowieso keine sau interessiert, btw) der geisteswissenschaftler.
aber wer hat selbst noch nie was von der gibbs-helmholtz-gleichung oder von der heisenberg'schen unschärferelation gehört? der geisteswissenschafter. aber ist klar, SOWAS ist ja auch nicht allgemeinbildung.
ich hab diese volldeppen so über.
alces sagte:
seize sagte:
jawoll lieber Wollmops... rauchen ist wichtig...
aber... ist daas nicht schon sozialistisch? so mit solidarität und so?
Du dürftest dem Wollmops bestenfalls den Mantel halten während sie das Abendland rettet.
hach, alces *guckt schwärmerisch* Du bist wieder so ritterlich heute!!! zum Dank darfst mir auch mein Spitzentaschentuch aufheben, das mir gerade runtergefallen ist (ups)!
phoenixland, danke für den Beitrag. Dieses elitäre Gelaber hatten wir hier ja auch den ganzen Tag. Und wenn man mal fragt, was und vor allem was dahintersteht, kam nix, sondern nur Ausflüchte. Die wissen es eben selber nicht.
Ist doch albern die Diskussion.
Na ich hab davon gehört... trotz Geisteswissenschaften....
aber es stimmt schon, dass die meisten anderen ziemliche Proleten sind... und so ne elitäre Haltung ist auch nicht immer verkehrt,
muss ich mich auf ein niedrigeres Niveau begeben nur damit mich Hans und Wurst verstehen? Nein, denn wenn sie es interessiert, erkläre ich es ihnen gerne...
genauso, wei ich TomJones gerne erklären würde, wie das so ist mit der Geistewissenschaft, was er so ohne Adams, Hobbes, Platon, Aristoteles, undsoweiter tun würde...
aber das habe ich ja vorher schon erwähnt, dass diese Leute einfach u kurzsichtig, bzw. zu unreflektiert sind um überhaupt wissen zu können warum wir sind wo wir sind.
Proleten
24.11.2009 - 20:21 Uhr
seize
also, was möchtest du wissen TOMJONES?
24.11.2009 - 20:24 Uhr
seize
aber leider muss ja inzwischen differenzieren, weiss es dann besser und lässt solch impulsive ausstülpung innerer Unruhe
Schick mal Dein Erstaccount douchebag hier vorbei, dann red ich mit dem darüber, wer alles blödsinnige Romane labert. ;-)
phoenixisland sagte:
der einzige mit rotem faden hier ist tomjones.
die, die auf ihn draufhauen, bestätigen nur wieder mit vollem einsatz dieses klischee vom geisteswissenschaftler, der meint, er hätte die weisheit mit löffeln gefressen und alle naturwissenschaftler/juristen/wirtschaftswissenschaftler wären ungebildete schweine, wie hier jemand sagte.
ich seh das weniger dramatisch: ist mehr eine diskussion zwischen denjenigen, die gezielt provozieren wollen und denjenigen die sich tief in der wurzeln ihrer kultur angegriffen fühlen. nichts unbedingt relevantes.
phoenixisland sagte:
banales beispiel: eine party in einer deutschen großstadt, mittzwanziger studenten. wer labert den ganzen abend über vollkommen blödsinnige romane und erwartet, dass man sein unnützes wissen auch noch bewundert? der geisteswissenschaftler.
wer ist arrogant und macht sich lächerlich über jemanden, der vielleicht irgendeinen autor nicht der richtigen epoche zuordnen kann? (was außer ihm sowieso keine sau interessiert, btw) der geisteswissenschaftler.
aber wer hat selbst noch nie was von der gibbs-helmholtz-gleichung oder von der heisenberg'schen unschärferelation gehört? der geisteswissenschafter. aber ist klar, SOWAS ist ja auch nicht allgemeinbildung.
ich hab diese volldeppen so über.
sorry, aber die chancen stehen größer, dass dein gesprächspartner den neusten roman von xy gelesen hat als dass er sich in letzter zeit mit der heisenbergschen unschärferelation beschäftigt hat. die allgemeinbildung ist für jeden in einem gewissen grad zugänglich, für den rest gibt es spezialisierungen. ich erwarte auch von keinem, dass er sämtliche funktionen seiner milz in einem partygespräch erläutert. dass es immer jemanden gibt der mit sich mit seinem fachidiotenwissen profilieren will ist glaub ich fachübergreifend. oder sind neuerdings nur geisteswissenschaftler charakterschweine? :)
24.11.2009 - 20:33 Uhr
seize
diedrossel sagte:
hat was mit teilchenphysik zu tun, so what? halt ich weniger für gesellschaftlich relevant im zusammenleben als heine oder lessings nathan der weise.
das is meiner Meinung genau die leicht arrogant wirkende Art, die hier an den Geisteswissenschaftlern kritisiert wird. Leute die wichtige Romane, Literatur oder sonstwas nicht kennen werden als ungebildet abgestempelt. Aber oftmals können viele (nicht alle) Geisteswissenschaftler nicht mal einfachste naturwissenschaftliche bzw. technische Zusammenhänge erklären, aber wehe es käme jemand auf die Idee, sie deshalb als dumm zu erklären.
Gerne wird dann ja auch mit dem Satz " Mathe konnte ich ja in der Schule noch nie und ist ja sowieso uncool" kokettiert.
Ideen oder vorstellungen sind vielleicht nicht unmittelbar viruelnt, können Gesellschaften aber nahhaltig verändern
diedrossel sagte:
hat was mit teilchenphysik zu tun, so what? halt ich weniger für gesellschaftlich relevant im zusammenleben als heine oder lessings nathan der weise.
da täuscht du dich drossel. ein geisteswissenschaftler sollte in etwa wissen warum. vor 25 jahren war das jedenfall ein thema auch in meinem soziologie/philosophie/psychologie/etc-studium. und das war gut so!
blubb123 sagte:
diedrossel sagte:
hat was mit teilchenphysik zu tun, so what? halt ich weniger für gesellschaftlich relevant im zusammenleben als heine oder lessings nathan der weise.
das is meiner Meinung genau die leicht arrogant wirkende Art, die hier an den Geisteswissenschaftlern kritisiert wird. Leute die wichtige Romane, Literatur oder sonstwas nicht kennen werden als ungebildet abgestempelt. Aber oftmals können viele (nicht alle) Geisteswissenschaftler nicht mal einfachste naturwissenschaftliche bzw. technische Zusammenhänge erklären, aber wehe es käme jemand auf die Idee, sie deshalb als dumm zu erklären.
Gerne wird dann ja auch mit dem Satz " Mathe konnte ich ja in der Schule noch nie und ist ja sowieso uncool" kokettiert.
man findet auch viele naturwissenschaftler die potenziell unfähig sind über ihren tellerrand herauszublicken. sorry, das hat weniger mit den geisteswissenschaften zu tun als mit der auffassung der sog. allgemeinbildung. die bezieht sich immerhin nicht nur auf die geisteswissenschaften, sonst wär sie ja nicht allgemein, genauso wenig wie man es den geisteswissenschaftlern zum vorwurf machen kann, dass naturwissenschaftliche aspekte in ihm anscheinend vernachlässigt werden. ist allerdings auch eine recht komplizierte sache. ein buch versteht jeder depp zumindest in teilen, bei einer formel geht es ja doch darum die essenz zu verstehen, dass das der allgemeinheit zu abstrakt ist finde ich irgendwo verständlich. zumindest sollte jeder seinen pythagoras kennen und wissen was teilchenphysik ist, dann isses schon ok.
habe eher selten gehört, dass es jemand cool findet zu sagen, von Literatur, Kultur etc. hält er nichts und das einzige was er liest sind seine Emails
blubb123 sagte:
diedrossel sagte:
hat was mit teilchenphysik zu tun, so what? halt ich weniger für gesellschaftlich relevant im zusammenleben als heine oder lessings nathan der weise.
das is meiner Meinung genau die leicht arrogant wirkende Art, die hier an den Geisteswissenschaftlern kritisiert wird. Leute die wichtige Romane, Literatur oder sonstwas nicht kennen werden als ungebildet abgestempelt.
Das liegt daran, dass Geisteswissenschaftler wissen oder zumindest forschen, was den Unterschied zwischen Mensch und Tier ausmacht, das tun weder Physiker noch Biologen noch Mediziner.
Für die seid Ihr alle Klumpen aus Aminosäuren, in denen irgendwelche Stoffwechselprozesse ablaufen, mehr nicht. Und für Astronomen und Geologen ist die ganze Menschheit nicht mehr als ein Witz am Rande. Nix Krone der Schöpfung. Nix einzigartige Schneeflocke.
Insofern hat die drossel mit der gesellschaftlichen Relevanz absolut recht.
seize sagte:
"phoenixland, danke für den Beitrag. Dieses elitäre Gelaber hatten wir hier ja auch den ganzen Tag. Und wenn man mal fragt, was und vor allem was dahintersteht, kam nix, sondern nur Ausflüchte. Die wissen es eben selber nicht."
also, was möchtest du wissen TOMJONES?
Wieso gehen so wenig Leute ins Theater, wenn 'Kultur eine gesamtgesellschaftliche Funkion' hat? Weil die Leute sich nen Dreck dafür scheren, was beispielsweise die Räuber für ne Funktion haben?
Wieso ist die Glocke Hochkultur, GZSZ aber nicht?
Jetzt mal abgesehen von kalefs ironischer Elite-Erklärung.
Wie rechtfertigen die ganzen sozialistischen Geisteswissenschaftler ihre wiederwärtige Gier nach noch mehr Steuergeldern, um ihre Fakultäten zu finanzieren?
Wann wird wieder studiert? Und wer soll überhaupt von diesem lächerlichen Streik beeinträchtigt werden? Die Öffentlichkeit ja sicher nicht...
eisengrau sagte:
blubb123 sagte:
diedrossel sagte:
hat was mit teilchenphysik zu tun, so what? halt ich weniger für gesellschaftlich relevant im zusammenleben als heine oder lessings nathan der weise.
das is meiner Meinung genau die leicht arrogant wirkende Art, die hier an den Geisteswissenschaftlern kritisiert wird. Leute die wichtige Romane, Literatur oder sonstwas nicht kennen werden als ungebildet abgestempelt.
Das liegt daran, dass Geisteswissenschaftler wissen oder zumindest forschen, was den Unterschied zwischen Mensch und Tier ausmacht, das tun weder Physiker noch Biologen noch Mediziner.
Für die seid Ihr alle Klumpen aus Aminosäuren, in denen irgendwelche Stoffwechselprozesse ablaufen, mehr nicht. Und für Astronomen und Geologen ist die ganze Menschheit nicht mehr als ein Witz am Rande. Nix Krone der Schöpfung. Nix einzigartige Schneeflocke.
Insofern hat die drossel mit der gesellschaftlichen Relevanz absolut recht.
man könnte natürlich auch das ganze umkehren und sagen, dass wir ohne die perfektionierung der naturwissenschaften immer noch als krone der schöpfung in unserem eigenen unrat hocken würden und damit wärs das dann auch. immerhin geben die naturwissenschaften den geisteswissenschaftlern material zum denken. sehr viel material in letzter zeit.
24.11.2009 - 21:05 Uhr
Ioana
TomJones sagte:
seize sagte:
"phoenixland, danke für den Beitrag. Dieses elitäre Gelaber hatten wir hier ja auch den ganzen Tag. Und wenn man mal fragt, was und vor allem was dahintersteht, kam nix, sondern nur Ausflüchte. Die wissen es eben selber nicht."
also, was möchtest du wissen TOMJONES?
Wieso gehen so wenig Leute ins Theater, wenn 'Kultur eine gesamtgesellschaftliche Funkion' hat? Weil die Leute sich nen Dreck dafür scheren, was beispielsweise die Räuber für ne Funktion haben?
weiss nich..wieso kennen so wenig leute sich in der funktion von atomkraftwerken aus? weil sie sich nen dreck drum scheren wo ihr strom herkommt. macht das stromerzeugung deswegen überflüssig?
blubb123 sagte:
Natürlich gibts das auf beiden Seiten. Trotzdem habe ich schon das Gefühl, dass es für viele Leute als "cool" gilt zu sagen, dass sie Mathe und Chemie schon immer doof fanden und überhaupt nicht kapieren.
habe eher selten gehört, dass es jemand cool findet zu sagen, von Literatur, Kultur etc. hält er nichts und das einzige was er liest sind seine Emails
da stimme ich zu.
marquez sagte:
blubb123 sagte:
Natürlich gibts das auf beiden Seiten. Trotzdem habe ich schon das Gefühl, dass es für viele Leute als "cool" gilt zu sagen, dass sie Mathe und Chemie schon immer doof fanden und überhaupt nicht kapieren.
habe eher selten gehört, dass es jemand cool findet zu sagen, von Literatur, Kultur etc. hält er nichts und das einzige was er liest sind seine Emails
da stimme ich zu.
ich nich. muss neuerdings ein trend sein, dass alle literatur voll uncool finden. muss ja auch nicht sein. wer was als relevant empfindet ist ja auch nicht dein problem.
marquez sagte:
blubb123 sagte:
Natürlich gibts das auf beiden Seiten. Trotzdem habe ich schon das Gefühl, dass es für viele Leute als "cool" gilt zu sagen, dass sie Mathe und Chemie schon immer doof fanden und überhaupt nicht kapieren.
habe eher selten gehört, dass es jemand cool findet zu sagen, von Literatur, Kultur etc. hält er nichts und das einzige was er liest sind seine Emails
ist das ein witz? weißt du, wie oft ich mich dafür rechtfertigen musste und noch muss, kunstwissenschaftlerin zu sein?
da stimme ich zu.
eisengrau sagte:
blubb123 sagte:
diedrossel sagte:
hat was mit teilchenphysik zu tun, so what? halt ich weniger für gesellschaftlich relevant im zusammenleben als heine oder lessings nathan der weise.
das is meiner Meinung genau die leicht arrogant wirkende Art, die hier an den Geisteswissenschaftlern kritisiert wird. Leute die wichtige Romane, Literatur oder sonstwas nicht kennen werden als ungebildet abgestempelt.
Das liegt daran, dass Geisteswissenschaftler wissen oder zumindest forschen, was den Unterschied zwischen Mensch und Tier ausmacht, das tun weder Physiker noch Biologen noch Mediziner.
Für die seid Ihr alle Klumpen aus Aminosäuren, in denen irgendwelche Stoffwechselprozesse ablaufen, mehr nicht. Und für Astronomen und Geologen ist die ganze Menschheit nicht mehr als ein Witz am Rande. Nix Krone der Schöpfung. Nix einzigartige Schneeflocke.
Insofern hat die drossel mit der gesellschaftlichen Relevanz absolut recht.
unsinn. genau was blubb sagt, habe ich auch schon leider sehr oft erlebt. diese ungerechtfertigte arroganz von geisteswissenschaftlern gegenüber naturwissenschaftlern (der ich einer bin). warum ist jemand, der kafkas schloss dreimal gelesen hat, automatisch höher anzusehen als einer, der es eben nicht gelesen hat, dafür aber mit zahlen und formeln gut umgehen kann?
aber genau diese haltung von oben herab, wie tomjones schon erwähnte, stellt man immer wieder fest.
Ioana sagte:
man könnte natürlich auch das ganze umkehren und sagen, dass wir ohne die perfektionierung der naturwissenschaften immer noch als krone der schöpfung in unserem eigenen unrat hocken würden und damit wärs das dann auch. immerhin geben die naturwissenschaften den geisteswissenschaftlern material zum denken. sehr viel material in letzter zeit.
Ich stell den Sinn von Naturwissenschaften ja auch nicht Frage, wie es TomJones und die, die sich mit ihm ereifern, mit den Geisteswissenschaften tun.
Für mich gehört beides gleichberechtigt zur menschlichen Kultur. Wie eine Welt ohne Naturwissenschaften aussähe, zeigt uns das Mittelalter. Wie eine ohne Geisteswissenschaften aussähe, zeigen uns die Diktaturen des 20. Jahrhunderts.
es ist nicht die geisteswissenschaft an sich, sondern das auftreten vieler geisteswissenschaftler, das mich ärgert.
diedrossel sagte:
marquez sagte:
blubb123 sagte:
Natürlich gibts das auf beiden Seiten. Trotzdem habe ich schon das Gefühl, dass es für viele Leute als "cool" gilt zu sagen, dass sie Mathe und Chemie schon immer doof fanden und überhaupt nicht kapieren.
habe eher selten gehört, dass es jemand cool findet zu sagen, von Literatur, Kultur etc. hält er nichts und das einzige was er liest sind seine Emails
ist das ein witz? weißt du, wie oft ich mich dafür rechtfertigen musste und noch muss, kunstwissenschaftlerin zu sein?
da stimme ich zu.
umgekehrt latscht jeder pensionierte Depp ins Kunstgeschichts- und Germanistikseminar, weil da ja eh jeder mitreden kann. da zieht der letzte Toskana-Urlaub nochmals so schön an einem vorüber ...
dass Geisteswissenschaften durchaus erlernbare Elemente voraussetzen, ohne die sie genausowenig auszuüben sind, wie eine Naturwissenschaft, ist leider den wenigsten klar.
eisengrau sagte:
Ioana sagte:
man könnte natürlich auch das ganze umkehren und sagen, dass wir ohne die perfektionierung der naturwissenschaften immer noch als krone der schöpfung in unserem eigenen unrat hocken würden und damit wärs das dann auch. immerhin geben die naturwissenschaften den geisteswissenschaftlern material zum denken. sehr viel material in letzter zeit.
Ich stell den Sinn von Naturwissenschaften ja auch nicht Frage, wie es TomJones und die, die sich mit ihm ereifern, mit den Geisteswissenschaften tun.
Für mich gehört beides gleichberechtigt zur menschlichen Kultur. Wie eine Welt ohne Naturwissenschaften aussähe, zeigt uns das Mittelalter. Wie eine ohne Geisteswissenschaften aussähe, zeigen uns die Diktaturen des 20. Jahrhunderts.
tschuldige, dann habe ich dich falsch verstanden. das würde ich so natürlich unterschreiben und ich glaube fast er passt auch ganz gut in die heutige allgemeine auffassung.
aber es ist ja oft so, dass die Hochkultur den Proleten schreckt...
die gesamtgesellschaftliche Konsequenz von z.B. den räubern oder Faust ist neben dem Sprichwortreichtum, den wir aus gerade jenen Werken bezehiehen, steckt genau im Status quo unserer Kultur...
ohne kulturschaffende Menschen gäbe es bis heute keine Demokratie, ohne Naturwissenschaftler keine Emanzipation;
Wieso ist GZSZ keine Hochkultur? Das liegt in den selbsterklärten Zielen dieser Serie, ist also immanent, auf der anderen Seite haben solche Serien keinen weiteren Wert als Unterhaltung (was wenn man durch und durch Ökonom ist furchtbare Verschwendung ist).
Egal welche Position man bezieht: l'art pour l'art, oder im gegenteil, die Kunst muss dem Menschen nutzen (im sinne des schwammigen Fortschrittsbegriffs oder einer didktischen Funktion), GZSZ ist halt keine Hochkultur... außerdem stehen da natürlich noch ästhetische Erwägungen im Raume (Dramaturgie, Schauspieltaltalent, etc.)
schön wäre es darüberhinaus, wenn wirklich soviele Geisteswissenschaftler sozialistisch wären... vielleicht würden dann mal ein paar bwler n die wand gestellt ; )
eisengrau sagte:
@phoenixisland und andere temporär existierende Spammer:
Schick mal Dein Erstaccount douchebag hier vorbei, dann red ich mit dem darüber, wer alles blödsinnige Romane labert. ;-)
wer bist du denn?? was bist du denn für einer??
Ioana sagte:
TomJones sagte:
seize sagte:
"phoenixland, danke für den Beitrag. Dieses elitäre Gelaber hatten wir hier ja auch den ganzen Tag. Und wenn man mal fragt, was und vor allem was dahintersteht, kam nix, sondern nur Ausflüchte. Die wissen es eben selber nicht."
also, was möchtest du wissen TOMJONES?
Wieso gehen so wenig Leute ins Theater, wenn 'Kultur eine gesamtgesellschaftliche Funkion' hat? Weil die Leute sich nen Dreck dafür scheren, was beispielsweise die Räuber für ne Funktion haben?
weiss nich..wieso kennen so wenig leute sich in der funktion von atomkraftwerken aus? weil sie sich nen dreck drum scheren wo ihr strom herkommt. macht das stromerzeugung deswegen überflüssig?
Ich sehe einen Unterschied zwischen einer pathetischen vermeintlichen 'gesamtgesellschaftlichen Funktion', was auch immer das sein mag, und Strom für meine Kaffeemaschine.
phoenixisland sagte:
eisengrau sagte:
@phoenixisland und andere temporär existierende Spammer:
Schick mal Dein Erstaccount douchebag hier vorbei, dann red ich mit dem darüber, wer alles blödsinnige Romane labert. ;-)
wer bist du denn?? was bist du denn für einer??
das ist der eisengrau. wir haben ihn lieb. also die meisten. ;)
marquez sagte:
unsinn. genau was blubb sagt, habe ich auch schon leider sehr oft erlebt. diese ungerechtfertigte arroganz von geisteswissenschaftlern gegenüber naturwissenschaftlern (der ich einer bin). warum ist jemand, der kafkas schloss dreimal gelesen hat, automatisch höher anzusehen als einer, der es eben nicht gelesen hat, dafür aber mit zahlen und formeln gut umgehen kann?
aber genau diese haltung von oben herab, wie tomjones schon erwähnte, stellt man immer wieder fest.
So? Ich hab noch nicht so viele Naturwissenschaftler getroffen, weil die scheinbar nicht dieselben Orte wie ich aufsuchen, aber ich hätte ja hohen Respekt vor Wissenschaftlern aller Art.
Aber wenn mir natürlich einer gleich beim ersten Smalltalk auf die Nase binden muss, dass er von Kunst und Literatur nichts versteht, nichts verstehen will, man weiß ja eh nicht, was das alles einem sagen soll, Psychologie für Quacksalberei, Soziologie und Pädagogik aller Art für überflüssig hält und überhaupt sollen die Leute was Gescheites studieren, dann stelle ich auch die Ohren auf und dann gibt's eben auch Boulevard zurück.
blubb123 sagte:
aber wie soll sich das Kind später mal Gedanken über gesellschaftlich relevante Sachen wie z.B Energieprobleme etc machen, wenn es nicht mal weiß, wie Kernspaltung z.B funktioniert?
wenn es sich dafür interessiert, kann es sich das wissen ja aneignen.
traurigerweise bestätigt es meinen verdacht, dass, im zweifel, aus einem studierenden dummkopf nur ein diplomierter dummkopf wird.
TomJones sagte:
Ioana sagte:
TomJones sagte:
seize sagte:
"phoenixland, danke für den Beitrag. Dieses elitäre Gelaber hatten wir hier ja auch den ganzen Tag. Und wenn man mal fragt, was und vor allem was dahintersteht, kam nix, sondern nur Ausflüchte. Die wissen es eben selber nicht."
also, was möchtest du wissen TOMJONES?
Wieso gehen so wenig Leute ins Theater, wenn 'Kultur eine gesamtgesellschaftliche Funkion' hat? Weil die Leute sich nen Dreck dafür scheren, was beispielsweise die Räuber für ne Funktion haben?
weiss nich..wieso kennen so wenig leute sich in der funktion von atomkraftwerken aus? weil sie sich nen dreck drum scheren wo ihr strom herkommt. macht das stromerzeugung deswegen überflüssig?
Ich sehe einen Unterschied zwischen einer pathetischen vermeintlichen 'gesamtgesellschaftlichen Funktion', was auch immer das sein mag, und Strom für meine Kaffeemaschine.
das mag der grund sein wieso du die "gesamtgesellschaftliche funktion" als pathetisch empfindest. eine gesellschaft entwickelt sich aus bestimmten hintergründen und denkweisen, genauso wie deine kaffeemaschine nicht nur aufgrund ihres stroms funktioniert und kaffee ausspuckt. finde das eigentlich nicht so pathetisch. ich finde ethik beispielsweise in vielen situationen hilfreich, vor allen dingen als naturwissenschaftler. ebenso wie psychologie oder kenntnisse in der literatur. man kommuniziert dadurch manchmal leichter mit menschen.
phoenixisland sagte:
wer bist du denn?? was bist du denn für einer??
Na siehst Du, hättest Du sowas in mein GB geschrieben, hätte ich Dich gar nicht sperren müssen.
Aber genug davon, zurück zum Thema. :-)
24.11.2009 - 21:28 Uhr
eisengrau
Ioana sagte:
das ist der eisengrau. wir haben ihn lieb. also die meisten. ;)
Danke Ioana, das ist ja rührend.
Wo kann ich denn die 'selbsterklärten Ziele' von GZSZ nachlesen? Oder kennst nur du die?
Und wieso solche Serien keinen weiteren Wert als Unterhaltung haben, das check ich auch nicht so ganz. Heute hat beispielsweise Philip Höfer einen Patienten durch Herzmassage wiederbelebt, das ist doch ein Mehrwert. Steht in dieser ach so tollen Glocke nicht, meines Wissens!
Und ja, Dissenten verfolgen, foltern und töten, das können die Sozialisten, ist hinlänglich bekannt.
TomJones sagte:
Ein Sprichwort ist also 'gesamtgesellschaftliche Relevanz'? Mu..mu.....muahahahaha! Das ist mit die hilfloseste Erklärung des Tages. Und glaub mir, seize, da hatten wir heute einige!
Wo kann ich denn die 'selbsterklärten Ziele' von GZSZ nachlesen? Oder kennst nur du die?
Und wieso solche Serien keinen weiteren Wert als Unterhaltung haben, das check ich auch nicht so ganz. Heute hat beispielsweise Philip Höfer einen Patienten durch Herzmassage wiederbelebt, das ist doch ein Mehrwert. Steht in dieser ach so tollen Glocke nicht, meines Wissens!
Und ja, Dissenten verfolgen, foltern und töten, das können die Sozialisten, ist hinlänglich bekannt.
die würde des menschen ist unantastbar
das ist weder eine summenformel noch eine ertragskurve. man könnte es schon fast als sprichwort bezeichnen.
TomJones sagte:
Ich sehe einen Unterschied zwischen einer pathetischen vermeintlichen 'gesamtgesellschaftlichen Funktion', was auch immer das sein mag, und Strom für meine Kaffeemaschine.
Ich nicht. Sinn- und Identitätsstiftung (auch etwas, was die Naturwissenschaften nicht beschreiben können) sind der Strom, ohne den keine Gesellschaft funktioniert.
Desweiteren sieht man daran einen entsetzliches Defizit an Bildung, wenn man UdSSR oder VRP als wirklich sozialistisch bezeichnet, und z.B. Spanien vergisst.
Und ein bisschen dissidenten foltern und töten, hat ja noch keinem geschadet, oder?
Für die Diktatur der Vernunft
eisengrau sagte:
TomJones sagte:
Ich sehe einen Unterschied zwischen einer pathetischen vermeintlichen 'gesamtgesellschaftlichen Funktion', was auch immer das sein mag, und Strom für meine Kaffeemaschine.
Ich nicht. Sinn- und Identitätsstiftung (auch etwas, was die Naturwissenschaften nicht beschreiben können) sind der Strom, ohne den keine Gesellschaft funktioniert.
Genau das sind diese pathetischen Phrasen, die im Grunde genommen nichts sagen. Genau wie der Satz mit der Würde. Klingt gut, heißt..was eigentlich? In der Anwendung?
Solche unkonkrete Phrasendrescherei hilft den Künsten sicher nicht weiter. Also gut so!
und wer massiert meinen unterleib?
mein lieblingsprof hatte physik studiert, war in der psychologischen fakultät angestellt und hat vorlesungen über sarte gehalten in denen er ohne peinlichkeit moderne hirnforschug einbeziehen konnte. ich krieg gleich wieder lust aufs studieren, wenn ich dran denke:))
seize sagte:
der mehrwert der Herzmassage.. ich werf mich weg...
und wer massiert meinen unterleib?
henry miller, d.h. lawrence, marquis de sade, nikolas baker ... je nach vorliebe
Das sollten die streikenden Studenten auch mal bedenken. Keinen ficht es nur im geringsten, ob die streiken oder Hausarbeiten über Göthe schreiben.
ehgdae sagte:
diese saublöde (sorry) auseinandersetzung zwischen kultur- und geisteswissenschaftlern gegen natur- oder wirtschaftswissenschaftler ist einerseits kindisch – und andererseits höchstens ein beweis für ein defizit moderner studienpraxis. (die heisenbergs, haben das schon besser gewußt ...)
mein lieblingsprof hatte physik studiert, war in der psychologischen fakultät angestellt und hat vorlesungen über sarte gehalten in denen er ohne peinlichkeit moderne hirnforschug einbeziehen konnte. ich krieg gleich wieder lust aufs studieren, wenn ich dran denke:))
gibts auch in der kunstgeschichte und der kunst:
http://en.wikipedia.org/wiki/Experiments...
24.11.2009 - 21:40 Uhr
diedrossel
24.11.2009 - 21:40 Uhr
seize
ob meinungsfreiheit, demokratie etc. nun geisteswissenschaftlichen ursprungs sind ... darüber ließe sich trefflich streiten. immerhin waren gelehrte in vergangenen jahrhunderten in der regel beides: natur- und geisteswissenschaftler.
wer glaubt, trennscharf zwischen dem geisteswissenschaftler goether und dem naturwissenschaftler goethe zu unterscheiden, möge sich bitte melden. :)
24.11.2009 - 21:41 Uhr
puster
ob meinungsfreiheit, demokratie etc. nun geisteswissenschaftlichen ursprungs sind ... darüber ließe sich trefflich streiten. immerhin waren gelehrte in vergangenen jahrhunderten in der regel beides: natur- und geisteswissenschaftler.
wer glaubt, trennscharf zwischen dem geisteswissenschaftler goether und dem naturwissenschaftler goethe zu unterscheiden, möge sich bitte melden. :)
seize sagte:
der mehrwert der Herzmassage.. ich werf mich weg...
und wer massiert meinen unterleib?
Keine Ahnung wie du aussiehst, von deinem Auftreten hier kannste dir wohl ne heiße BWLerin abschminken.
Sorry, meinte natürlich den hochwohlgeborenen Herrn Dichterfürsten Goethe.
diedrossel sagte:
göthe? willst du uns verarschen?
denke ja. :) weitere wetten? mir is langweilig...:((
seize sagte:
früher hies der aber göthe
es hieß auch mal teutschland...
TomJones sagte:
Und ja, Dissenten verfolgen, foltern und töten, das können die Sozialisten, ist hinlänglich bekannt.
Diss-Enten?
Siehst Du, allein im Spracherwerb macht sich der Mehrwert von Schillers Glocke gegenüber 1000 Folgen GZSZ bemerkbar. Und das lässt sich wirklich empirisch belegen:
http://www.focus.de/schule/familie/medie...
24.11.2009 - 21:44 Uhr
seize
24.11.2009 - 21:44 Uhr
seize
24.11.2009 - 21:45 Uhr
seize
seize sagte:
this is rock'n'roll you fuckers
nee, das ist bescheuert. sorry, sehe das als naturwissenschaftlerin natürlich prosaisch. :P
seize sagte:
frag mal nen chinesen im bergabau (denn nach deiner definition sind das ja sozialisten)ob er durchgeschleppt wird (zumindest bis er mit 39 stirbt
Immerhin hat er Arbeit! Dafür wird der schon dankbar sein.
Hierzulande streiken viele Studenten, Luxus ist das. Aber nach dem Abschluss, falls er denn kommt, wird das Gejammer groß sein.
24.11.2009 - 21:48 Uhr
TomJones
eisengrau sagte:]http://www.focus.de/schule/familie/medie...
TomJones sagte:
Und ja, Dissenten verfolgen, foltern und töten, das können die Sozialisten, ist hinlänglich bekannt.
Diss-Enten?
Siehst Du, allein im Spracherwerb macht sich der Mehrwert von Schillers Glocke gegenüber 1000 Folgen GZSZ bemerkbar. Und das lässt sich wirklich empirisch belegen:
[link=http://www.focus.de/schule/familie/medie...
Wow, jetzt gehts also um kleine Rechtschreibfehler. So weit isses schon gekommen. Wenn man sonst nichts mehr zu sagen weiß, nicht wahr?
TomJones sagte:
Genau das sind diese pathetischen Phrasen, die im Grunde genommen nichts sagen. Genau wie der Satz mit der Würde. Klingt gut, heißt..was eigentlich? In der Anwendung?
Solche unkonkrete Phrasendrescherei hilft den Künsten sicher nicht weiter. Also gut so!
Nicht pathetisch, nur etwas bildhaft. Und es war sehr konkret.
Was es in der Anwendung heißt? Zum Beispiel, dass Du in einer Notlage keinen finden wird, der Dir das Leben rettet, wenn es niemanden gibt, dem Dein Leben rettenswert erscheint.
TomJones sagte:
Ach, da wirst sich schon jemand finden.
Nach der Lektüre der Glocke würdest du es vielleicht mal schaffen, EINEN Satz ohne "kleine Rechtschreibfehler" auf den Bildschirm zu zaubern. :-) Wo haben BWLer eigentlich ihre Stärken? Das wurde bislang noch gar nicht erörtert.
Gargoyle sagte:
TomJones sagte:
Ach, da wirst sich schon jemand finden.
Nach der Lektüre der Glocke würdest du es vielleicht mal schaffen, EINEN Satz ohne "kleine Rechtschreibfehler" auf den Bildschirm zu zaubern. :-) Wo haben BWLer eigentlich ihre Stärken? Das wurde bislang noch gar nicht erörtert.
selbstbewusstsein. großes.
TomJones sagte:
Wow, jetzt gehts also um kleine Rechtschreibfehler. So weit isses schon gekommen. Wenn man sonst nichts mehr zu sagen weiß, nicht wahr?
Wenn ich jetzt schreiben würde "50% aller Menschen, also mehr als zwei Drittel", wärst Du doch der erste, der mir wissenschaftliche Ungenauigkeit vorwerfen und mich belehren würde, wie wichtig exakte Zahlen sind, oder?
Aber gut, tut mir leid, das bot sich leider so an. Wenn irgendein Handwerker bei dir zuhause wäre und Du würdest ihm sein Werkzeug entreißen und damit rumhantieren und ihn noch anplärren, wie sinnlos sein Dasein ist, der würde Dich auch auflaufen lassen.
eisengrau sagte:
TomJones sagte:
Wow, jetzt gehts also um kleine Rechtschreibfehler. So weit isses schon gekommen. Wenn man sonst nichts mehr zu sagen weiß, nicht wahr?
Wenn ich jetzt schreiben würde "50% aller Menschen, also mehr als zwei Drittel", wärst Du doch der erste, der mir wissenschaftliche Ungenauigkeit vorwerfen und mich belehren würde, wie wichtig exakte Zahlen sind, oder?
Aber gut, tut mir leid, das bot sich leider so an. Wenn irgendein Handwerker bei dir zuhause wäre und Du würdest ihm sein Werkzeug entreißen und damit rumhantieren und ihn noch anplärren, wie sinnlos sein Dasein ist, der würde Dich auch auflaufen lassen.
oder die toilette überlaufen...
eisengrau sagte:
Was es in der Anwendung heißt? Zum Beispiel, dass Du in einer Notlage keinen finden wirST, der Dir das Leben rettet, wenn es niemanden gibt, dem Dein Leben rettenswert erscheint.
Asche auf mein Haupt, aber auch Handwerker bauen mal einen Garantiefall. ;-)
Gargoyle sagte:
TomJones sagte:
Ach, da wirst sich schon jemand finden.
Nach der Lektüre der Glocke würdest du es vielleicht mal schaffen, EINEN Satz ohne "kleine Rechtschreibfehler" auf den Bildschirm zu zaubern. :-) Wo haben BWLer eigentlich ihre Stärken? Das wurde bislang noch gar nicht erörtert.
Aha, der Nullchecker ist wider da, der sich zu fein ist, Hochkultur zu erklären. Zu fein oder keine Ahnung, auch egal. ;-)
diedrossel sagte:
Gargoyle sagte:
TomJones sagte:
Ach, da wirst sich schon jemand finden.
Nach der Lektüre der Glocke würdest du es vielleicht mal schaffen, EINEN Satz ohne "kleine Rechtschreibfehler" auf den Bildschirm zu zaubern. :-) Wo haben BWLer eigentlich ihre Stärken? Das wurde bislang noch gar nicht erörtert.
selbstbewusstsein. großes.
kenntnisse in der betriebswirtschaft und der wirtschaft allgemein? als normalo dürfte dich doch hoffentlich die zukunft und das weiterfunktionieren der weltwirtschaft interessieren. und ich behaupte dass der großteil der "masse" über weniger kenntnisse der wirtschaft verfügt als ein geisteswissenschaftler über kenntnisse über dei heisenbergsche unschärferelation.
TomJones sagte:
Gargoyle sagte:
TomJones sagte:
Ach, da wirst sich schon jemand finden.
Aha, der Nullchecker ist wider da, der sich zu fein ist, Hochkultur zu erklären. Zu fein oder keine Ahnung, auch egal. ;-)
Tommilein, komm mal bitte vor an die Tafel. Und dann nimm die Kreide und schreib hundert Mal WIEDER WIEDER WIEDER WIEDER ... :-)
24.11.2009 - 22:07 Uhr
TomJones
TomJones sagte:
Im Gegensatz zu Geisteswissenschaftlern hat ein Handwerker aber mindestens eine konkrete Fähigkeit. Nein, sich einen Wolf zu Labern ist keine Fähigkeit für mich. Kann jeder Besoffene.
Labern groß? Hast du dir dabei was gedacht? Ist das gar KÜNSTLERISCHE Freiheit? Wirst du doch noch zum Schöngeist?
eisengrau sagte:
marquez sagte:
unsinn. genau was blubb sagt, habe ich auch schon leider sehr oft erlebt. diese ungerechtfertigte arroganz von geisteswissenschaftlern gegenüber naturwissenschaftlern (der ich einer bin). warum ist jemand, der kafkas schloss dreimal gelesen hat, automatisch höher anzusehen als einer, der es eben nicht gelesen hat, dafür aber mit zahlen und formeln gut umgehen kann?
aber genau diese haltung von oben herab, wie tomjones schon erwähnte, stellt man immer wieder fest.
So? Ich hab noch nicht so viele Naturwissenschaftler getroffen, weil die scheinbar nicht dieselben Orte wie ich aufsuchen, aber ich hätte ja hohen Respekt vor Wissenschaftlern aller Art.
Aber wenn mir natürlich einer gleich beim ersten Smalltalk auf die Nase binden muss, dass er von Kunst und Literatur nichts versteht, nichts verstehen will, man weiß ja eh nicht, was das alles einem sagen soll, Psychologie für Quacksalberei, Soziologie und Pädagogik aller Art für überflüssig hält und überhaupt sollen die Leute was Gescheites studieren, dann stelle ich auch die Ohren auf und dann gibt's eben auch Boulevard zurück.
ich glaube nicht, dass wir uns jemals unterhalten haben und unterhalten werden. lege ich auch nicht allzu großen wert darauf. insofern frage ich mich, wie du dazu kommst mir worte in den mund zu legen. ich habe nie gesagt, dass ich von kunst und literatur nichts verstehe(n will) und das alles für quacksalber halte.
aber danke trotzdem, du bestätigst die klischees vortrefflich. applaus!
TomJones sagte:
Meine Güte, gargoyle, eschoffier dich doch ein bißchen über konformistische Silberfischchen, das macht dir doch so viel Spaß. Und dann ein bißchen Wehklagen über zuviel vermeintlichen Egoismus. Jaja, komplizierte Welt!
Echauffier, echauffier, echauffier ... bitte 500 Mal!
TomJones sagte:
Im Gegensatz zu Geisteswissenschaftlern hat ein Handwerker aber mindestens eine konkrete Fähigkeit. Nein, sich einen Wolf zu Labern ist keine Fähigkeit für mich. Kann jeder Besoffene.
gibt jetzt einfach mal ein provokatives grün.
24.11.2009 - 22:12 Uhr
marquez
Gargoyle sagte:
TomJones sagte:
Meine Güte, gargoyle, eschoffier dich doch ein bißchen über konformistische Silberfischchen, das macht dir doch so viel Spaß. Und dann ein bißchen Wehklagen über zuviel vermeintlichen Egoismus. Jaja, komplizierte Welt!
Echauffier, echauffier, echauffier ... bitte 500 Mal!
sag mal, gargoyle, es ist schon spät, gut, aber diese ironie der angewandten lautschrift versteht sogar mein 12-jähriger bruder im halbschlaf...
marquez sagte:
Gargoyle sagte:
TomJones sagte:
Meine Güte, gargoyle, eschoffier dich doch ein bißchen über konformistische Silberfischchen, das macht dir doch so viel Spaß. Und dann ein bißchen Wehklagen über zuviel vermeintlichen Egoismus. Jaja, komplizierte Welt!
Echauffier, echauffier, echauffier ... bitte 500 Mal!
sag mal, gargoyle, es ist schon spät, gut, aber diese ironie der angewandten lautschrift versteht sogar mein 12-jähriger bruder im halbschlaf...
Was soll mir das jetzt sagen?
Gargoyle sagte:
TomJones sagte:
Meine Güte, gargoyle, eschoffier dich doch ein bißchen über konformistische Silberfischchen, das macht dir doch so viel Spaß. Und dann ein bißchen Wehklagen über zuviel vermeintlichen Egoismus. Jaja, komplizierte Welt!
Echauffier, echauffier, echauffier ... bitte 500 Mal!
(ich glaub das war jetz aber ironi.
TomJones sagte:
Im Gegensatz zu Geisteswissenschaftlern hat ein Handwerker aber mindestens eine konkrete Fähigkeit. Nein, sich einen Wolf zu Labern ist keine Fähigkeit für mich. Kann jeder Besoffene.
Ach, so hat das doch überhaupt keinen Sinn. Du hast ja weder ne Ahnung, was Geisteswissenschaften sind, noch was alles dazu gehört, noch was man dort überhaupt macht. Du hast den Begriff genau wie das Wort Sozialisten oder Dissidenten an irgendnem Stammtisch aufgeschnappt und bildest Dir jetzt ein, gegen dieses diffuse Feindbild vorgehen zu müssen.
Da weiß ich wahrscheinlich noch mehr über Mathe und Physik, und das ist nicht gerade viel. ;-)
TomJones sagte:
Meine Güte, echauffier dann halt. Bist du beim Taxifahreren auch immer so ein Oberlehrer? Ist ja nicht zum Aushalten, oder Meinetwegen aushalten.
Und was stimmt jetzt? Aushalten oder aushalten? Meinetwegen groß oder klein? ;-) Du schaffst es echt nicht, mal einen Satz richtig hinzukriegen, und dann erwartest du, dass man dich ernst nimmt?
24.11.2009 - 22:17 Uhr
Gargoyle
marquez sagte:
gargoyle,da kannst du ja nachdenken, drüber schlafen, deine kellogg's smacks mampfen und morgen früh mir dann ein kleines referat halten.
Patzig werden statt Argumente ist immer ein beliebtes Mittel von denen, die nichts zu sagen haben.
Hahahahahaha!
24.11.2009 - 22:19 Uhr
TomJones
Gargoyle sagte:
marquez sagte:
gargoyle,da kannst du ja nachdenken, drüber schlafen, deine kellogg's smacks mampfen und morgen früh mir dann ein kleines referat halten.
Patzig werden statt Argumente ist immer ein beliebtes Mittel von denen, die nichts zu sagen haben.
DAS sagst DU?
TomJones sagte:
Genau, ich bin blöd, und sonst alle schlau. -> Geisteswissenschaften voll super, Streiken total cool, mehr Geld für alle, nie wieder Regen und Arbeit!
Hahahahahaha!
Nach "blöd" ein Komma?
24.11.2009 - 22:21 Uhr
TomJones
marquez sagte:
gargoyle, kannst du eigentlich noch was anderes außer irgendwelche allgemeinplätze von dir geben?
Der feine Herr Geisteswissenschaftler hat leider nix druff (Drauf) ausser Zahnbelag.
TomJones sagte:
marquez sagte:
gargoyle, kannst du eigentlich noch was anderes außer irgendwelche allgemeinplätze von dir geben?
Der feine Herr Geisteswissenschaftler hat leider nix druff (Drauf) ausser Zahnbelag.
"Drauf" groß? "Ausser" oder "außer"?
diedrossel sagte:
ich glaube, wenn man TJ's wortschatz mal durchzählt kommt man wohl auf 300 wörter, die er dann permutiert. wollsocken und schmarotzer haben dabei eine extrem hohe häufigkeit. er ist nicht nur dumm, er ist auch noch langweilig! eine sünde.
In anderen Foren heißen solche Leute dann ur-bayer oder Biker-Manfred und behaupten, alle, die nicht aufm Bau sind (oder darin), hätten Sandalen an und würden überhaupt nichts arbeiten.
TomJones sagte:
Ja, wenn sonst nix mehr zu sagen ist, auch keine platten Phrasen mehr zudreschen sind, ist der böse Diskussionsgegner eben dumm.
"zudreschen" oder "zu dreschen"?
24.11.2009 - 22:31 Uhr
Gargoyle
24.11.2009 - 22:33 Uhr
TomJones
TomJones sagte:
Na Eisengrau, alle Studenten, die nicht streiken und rumkrakelen, machen ja möglicherweise was sinnvolles gewißermaßen. Das ist vielleicht uncool, bezahlt einem aber auch irgendwann die Kreditkartenrechnung.
"gewißermaßen" oder "gewissermaßen"? Was "sinnvolles" oder "was Sinnvolles"?
TomJones sagte:
Ja, wenn sonst nix mehr zu sagen ist, auch keine platten Phrasen mehr zudreschen sind, ist der böse Diskussionsgegner eben dumm.
Jetzt reiß Dich aber mal zusammen und spiel hier nicht das Volk Israel.
Recht viel mehr als "alle Geisteswissenschaftler labern nur blödes Zeug" kam von Dir auch noch nicht. Eine Diskussion ist das anderes.
TomJones sagte:
gargoyle, musste nicht bald mal wieder ein paar Touren fahren? Vielleicht interessieren sich deine Kunden dann ja für deine Weißheiten.
"Weißheiten" oder "Weisheiten"?
24.11.2009 - 22:37 Uhr
Gargoyle
TomJones sagte:
Kann man ruhig rotdaumen, mir egal. Die Wirklichkeit findet man nicht auf Plenumsdiskussionen, wo nur rumgeschwafelt wird. Da muss man halt mal was malochen und sich die Hände schmuzig machen. Auch wenn das der feine Studentenmob nicht will.
"Schmuzig" oder "schmutzig"?
Ist ja wohl klar, dass ich bei sowas nicht mit mache. Da kann ich hierbleiben und meine Meinung vertreten, auch wenn das nicht jedem gefällt.
24.11.2009 - 22:40 Uhr
TomJones
Ist ja wohl klar, dass ich bei sowas nicht mit mache. Da kann ich hierbleiben und meine Meinung vertreten, auch wenn das nicht jedem gefällt.
manche haben den schuß echt nicht gehört, hehe
TomJones sagte:
drossel, vielleicht musste gargoyle ja mal eben im Plenum bei einer Abstimmung über den Wortlaut einer Initiative abstimmen?
Ist ja wohl klar, dass ich bei sowas nicht mit mache. Da kann ich hierbleiben und meine Meinung vertreten, auch wenn das nicht jedem gefällt.
du leitest die - was war es? strickfabrik? - von deinem home office aus?
@marquez: "Schuß" oder "Schuss"
Brüder im Geiste ... ;-)
marquez sagte:
tom ;)
manche haben den schuß echt nicht gehört, hehe
Leider wahr, aber irgendwann wird der Mob schon durch die Polizei entfernt werden. Noch viel länger werden sich die Behörden diesen 'Streik' hoffentlich nicht mehr ansehen.
TomJones sagte:
Na Eisengrau, alle Studenten, die nicht streiken und rumkrakelen, machen ja möglicherweise was sinnvolles gewißermaßen. Das ist vielleicht uncool, bezahlt einem aber auch irgendwann die Kreditkartenrechnung.
es ist mir vollkommen egal, was Du den Studenten, streikend oder nicht, andichtest, weil Du wahrscheinlich keinen einzigen aus dem Streik oder einem der früheren kennst, und selbst wenn, Dir gar nicht anhören würdest, was sie sagen, weil Du Dich an Deiner Ignoranz aufgeilst.
TomJones sagte:
marquez sagte:
tom ;)
manche haben den schuß echt nicht gehört, hehe
Leider wahr, aber irgendwann wird der Mob schon durch die Polizei entfernt werden. Noch viel länger werden sich die Behörden diesen 'Streik' hoffentlich nicht mehr ansehen.
Gratuliere! Du hast es geschafft! :-) Endlich! Ich bin stolz auf dich! :-)
(Am nächsten Tag hab ich es meinem Kumpel Kreissäg, dem Mann fürs Grobe, erzählt. Der meinte nur: "Hättst' ihm halt die Zähne rausgeschlagen und ihn dann einen Zahnarzt suchen lassen, der nicht auf dem Gym war."
So gesehen, stimmt schon es wird wirklich zuviel geredet, wo es doch so viel einfachere Sprachen gibt ;-) Aber das nur um der Vollständigkeit Willen,)
Warst Du eigentlich auf dem Gymnasium TomJones?
TomJones sagte:
Aufgeilst oder auf geilst?
Eisengrau hat das besser im Griff als du. Leider hast du mich jetzt wieder enttäuscht.
Klar war ich auf dem Gymnasium. Sogar mit Abschluss. Und mit noch nem weiteren Abschluss. Der für die streikenden Historiker erst mal in weite, weite Ferne gerutscht ist, und selbst dann, eher sinnlos sein wird.
TomJones sagte:
Aufgeilst oder auf geilst?
aufgeilst. In einem Wort. Tut mir leid, dass es der Duden nicht noch konkreter vorgibt, aber der arbeitet mit Sprachwissenschaftlern und anderen Phrasendreschern zusammen. ;-)
TomJones sagte:
Aha Eisengrau, subtile Drohung gegen mich?
Klar war ich auf dem Gymnasium. Sogar mit Abschluss. Und mit noch nem weiteren Abschluss. Der für die streikenden Historiker erst mal in weite, weite Ferne gerutscht ist, und selbst dann, eher sinnlos sein wird.
Komma nach "gerutscht ist" und "selbst dann"?
eisengrau sagte:
Ich fühle mich gerade ins siebzehnte Lebensjahr zurückversetzt, da saß auch so einer auf ner Party der Landjugend am Lagerfeuer und plärrte rum, wie Scheiße er Gymnasiasten findet, die würden ja nur gescheit daher labern, hätten nie was gearbeitet, würden an Muttis Rockzipfel hängen etc. Ob er selber je was gearbeitet hatte, erfuhr man nicht, ich hab die Party dann irgendwann verlassen.
(Am nächsten Tag hab ich es meinem Kumpel Kreissäg, dem Mann fürs Grobe, erzählt. Der meinte nur: "Hättst' ihm halt die Zähne rausgeschlagen und ihn dann einen Zahnarzt suchen lassen, der nicht auf dem Gym war."
So gesehen, stimmt schon es wird wirklich zuviel geredet, wo es doch so viel einfachere Sprachen gibt ;-) Aber das nur um der Vollständigkeit Willen,)
Warst Du eigentlich auf dem Gymnasium TomJones?
haha, das ist es ja, ein zahnarzt labert nicht so blöd daher wie du. der hat was sinnvolles studiert.
TomJones sagte:
Aha Eisengrau, subtile Drohung gegen mich?
Klar war ich auf dem Gymnasium. Sogar mit Abschluss. Und mit noch nem weiteren Abschluss. Der für die streikenden Historiker erst mal in weite, weite Ferne gerutscht ist, und selbst dann, eher sinnlos sein wird.
Nö, eher ein Tipp: Wenn Du mal auf Deinen Bruder im Geiste treffen solltest, hau gleich zu, bevor er's tut, der wurde nämlich in seinem Hass auf Gymnasiasten und andere "G'studierte" im Laufe des Abends ganz schön rabiat. ;-)
kleeschnitzel sagte:
und, lieber gargoyle: der relativsatz dürfte auch nicht ohne hauptsatz stehen. wenn schon, denn schon.
Wir wollen doch kleine Übungsschritte machen. ;-)
Dann doch lieber 150 Sozialwissenschaftler, die kümmern sich um die Gesellschaft!
marquez sagte:
haha, das ist es ja, ein zahnarzt labert nicht so blöd daher wie du. der hat was sinnvolles studiert.
Dein Urvertrauen in die Zahnärzte ehrt Dich.
Studierst Du eigentlich was Sinnvolles? Von Dir kam, glaube ich, auch nur heiße Luft bisher.
24.11.2009 - 22:59 Uhr
eisengrau
TomJones sagte:
Aber, aber! Ein Zahnarzt kümmert sich ja nicht um die gesamtgesellschaftliche Relevanz der Kultur, und was der für unanständige Summen verdient! Der ist doch ne kapitalistische Sau vom Herrn!
Dann doch lieber 150 Sozialwissenschaftler, die kümmern sich um die Gesellschaft!
Ich hab die leise Befürchtung, Du weißt nicht mal, was ein Zahnarzt ist. ;-)
TomJones sagte:
Aber, aber! Ein Zahnarzt kümmert sich ja nicht um die gesamtgesellschaftliche Relevanz der Kultur, und was der für unanständige Summen verdient! Der ist doch ne kapitalistische Sau vom Herrn!
Dann doch lieber 150 Sozialwissenschaftler, die kümmern sich um die Gesellschaft!
"vom Herrn" oder "vorm Herrn"?
eisengrau sagte:
marquez sagte:
haha, das ist es ja, ein zahnarzt labert nicht so blöd daher wie du. der hat was sinnvolles studiert.
Dein Urvertrauen in die Zahnärzte ehrt Dich.
Studierst Du eigentlich was Sinnvolles? Von Dir kam, glaube ich, auch nur heiße Luft bisher.
immerhin musste ich bisher nicht taxi fahren, das ist doch schon mal was.
und was die luft angeht: hier wird's stickig bei soviel ausdünstung geistiger leere. ich muss schlafen, denn morgen muss ich arbeiten.
ja, das gibt's: a.r.b.e.i.t.e.n.
eisengrau sagte:
Von Dir kam, glaube ich, auch nur heiße Luft bisher.
marquez sagte:
und was die luft angeht: hier wird's stickig bei soviel ausdünstung geistiger leere. ich muss schlafen, denn morgen muss ich arbeiten.
ja, das gibt's: a.r.b.e.i.t.e.n.
"soviel" oder "so viel"?
24.11.2009 - 23:06 Uhr
diedrossel
TomJones sagte:
Arbeiten, völlig überschätzt! Sich jetzt noch ein paar Bier aufmachen und dann in den Schlafsack mümmeln, morgen früh dann gemütlich aufstehen und streiken, das macht doch Laune! Da ist es dann auch super, wenn man sich nie rasiert, hält ja schön warm, so Gesichtspflaum.
Gesichtspflaum? An dir ist ein zweiter Schiller verloren gegangen! Du solltest Lyriker werden!
24.11.2009 - 23:09 Uhr
Gargoyle
TomJones sagte:
eisengrau sagte:
Von Dir kam, glaube ich, auch nur heiße Luft bisher.
Ich hab Dir die Geschichte von dem Typen am Lagerfeuer erzählt, ist das nichts? 100% Fakt und möglicherweise von höchster Relevanz für Dein weiteres Leben. Wenn Du Yvonne Catterfeld mit halboffenem Mund zu sehen für den größeren Erkenntnisgewinn hältst, - bitte. Für ihre Wahrnehmung in der Öffentlichkeit kann die Lehre nichts. ;-)
Wird langsam witzlos und langweilig hier.
Ihr checkt ja wirklich gar nichts.
Oh boy indeed.
diedrossel sagte:
für leute, die hier das a.r.b.e.i.t.e.n. so hoch halten, werden hier aber durch die bank weg die taxi fahrer beleidigt, als wenn sie latrinen auslecken würden. hart arbeitende menschen, die für eure dümmlichen vorurteile herhalten müssen. ihr seid nicht nur dumm, ihr seid auch unoriginell. die akademiker sitzen eher in den callcentern.
taxi fahren ist ein ehrenwerter beruf, ihr habt ja angefangen, ihn in den schmutz zu ziehen.
frag nach bei larry david, aber den kennt ihr wahrscheinlich nicht, ebensowenig wie ihr nicht mal ironie oder sarkasmus erkennt, wenn man sie euch auf's hirn tackert.
24.11.2009 - 23:11 Uhr
marquez
TomJones sagte:
So, Freunde der Sonne.
Wird langsam witzlos und langweilig hier.
Ihr checkt ja wirklich gar nichts.
Oh boy indeed.
meine rede...*kopf knallt auf tischplatte*
marquez sagte:
diedrossel sagte:
für leute, die hier das a.r.b.e.i.t.e.n. so hoch halten, werden hier aber durch die bank weg die taxi fahrer beleidigt, als wenn sie latrinen auslecken würden. hart arbeitende menschen, die für eure dümmlichen vorurteile herhalten müssen. ihr seid nicht nur dumm, ihr seid auch unoriginell. die akademiker sitzen eher in den callcentern.
taxi fahren ist ein ehrenwerter beruf, ihr habt ja angefangen, ihn in den schmutz zu ziehen.
frag nach bei larry david, aber den kennt ihr wahrscheinlich nicht, ebensowenig wie ihr nicht mal ironie oder sarkasmus erkennt, wenn man sie euch auf's hirn tackert.
warum sollte ich larry david nicht kennen?
marquez sagte:
immerhin musste ich bisher nicht taxi fahren, das ist doch schon mal was.
und was die luft angeht: hier wird's stickig bei soviel ausdünstung geistiger leere. ich muss schlafen, denn morgen muss ich arbeiten.
ja, das gibt's: a.r.b.e.i.t.e.n.
Leere kann nichts ausdünsten. Gerade wer die Naturwissenschaften hochhält, sollte das wissen.
machts so viel spaß, die klopse ins offene messer rennen zu lassen?
marquez sagte:
frag nach bei larry david, aber den kennt ihr wahrscheinlich nicht, ebensowenig wie ihr nicht mal ironie oder sarkasmus erkennt, wenn man sie euch auf's hirn tackert.
Ich erkenne TomJones, wenn er im Radio läuft. Also, den Echten. :-)
Puster hat dankenswerter Weise schon darauf hingewiesen, dass sich die Wissenschaftler/Denker der vergangenen Zeit einen Scheiß um Grabenkämpfe wie diesen hier gekümmert haben. Der wichtigste Grund, warum die Kluft zwischen den Zünften heute so groß ist und hier schon 500 Kommentare hervorgebracht hat, ist aber nicht die zunehmende Spezialisierung der einzlenen Fächer, sondern die Durchökonomisierung sämtlicher Lebensbereiche. Was wohl die größte Pest unserer Zeit sein dürfte.
@drossel, sorry, Verehrte, wenn ich Dir an einer Stelle entschieden widerspreche, aber Nathan der Weise und die Heisenbergsche Unschärferelation sind ein mindestens gleich wichtiges Bildungsgut. Beide beschäftigen sich letzlich sogar mit der selben Sache. Ich glaube, niemand kann eine naturwissenschaftliche Entdeckung der letzten 150 Jahre nennen, die mehr philosophische Auswirkungen hatte als ausgrechnet Heisenbergs Unschärferelation, beweist diese doch, dass es keine Wahrheiten geben kann. Und das lehrt genauso viel Respekt vor dem Andersdenkenden wie Lessings Stück. (Außerdem hat sie gezeigt, dass unsere gute, Jahrtausende alte Logik, fehlerhaft ist. Damit setzt sich heute leider gar keiner mehr auseinander.)
Respekt vor dem Andersdenkenden, TJ, hörst Du mich?
Übrigens: Heisenberg war ein cooler Pianist und hat ständig Goethe rezitiert! ;)
seize sagte:
lieber eisengrau hier wird es zeit die titanic (leider nur ad hoc und aus dem gedäctnis) zu zitieren: "dem höheren Hoominiden verbietet es sich von selbst, dummbratzzeitschriften aus München zu lesen" womit der Focus gemeint ist)
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensc...
Besser?
25.11.2009 - 02:29 Uhr
eisengrau
Dabei bin ich sicher, dass nach einer ganzen Streikwoche nicht mehr Leergut herumsteht als nach einer zünftigen Juristenfete.
Die Einzige, die hier was Denkwürdiges gebracht hat, war jurette, die angeregt hat, sich anzuschauen, wie das Bachelor- und PhD-System in anderen Ländern funktioniert, wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass das bis zum heutigen Tage keiner, vor allem der Lehrenden und Prüfer, getan hat.
Aber ansonsten ist das hier einfach Stammtisch. Mit ein, zwei Schnaps wär's vielleicht ganz lustig.
Ich habe gerade eben im Radio gehört, dass die Zahl der Studienanfänger dieses Jahr so hoch wie nie sei - 8% mehr als 2008.
Und das, trotz Studiengebühren - wie lässt sich das erklären? Hat vielleicht ein Bundesland wegen der Umstellung auf 12 Gymnasial-Jahre eine "doppelten" Abiturjahrgang?
eisengrau sagte:
Die Einzige, die hier was Denkwürdiges gebracht hat, war jurette
ein vorsichtiges überscrollen der ähm "diskussion" lässt mich das um ein "und puster" erweitern.
ansonsten frag ich mich schon ein wenig, was hier in alle beteiligten gefahren ist (unter anderem, weil ich bei einem großteil weiß, was er im echten leben macht und wie er dahin gekommen ist).
25.11.2009 - 10:57 Uhr
kikuju
kikuju sagte:
eisengrau sagte:
Die Einzige, die hier was Denkwürdiges gebracht hat, war jurette
ein vorsichtiges überscrollen der ähm "diskussion" lässt mich das um ein "und puster" erweitern.
Und alces natürlich - der war ja der erste.
diedrossel sagte:
1990/ 91 waren geburtenstarke jahrgänge.
Vereinigungen anläßlich der Wiedervereinigung.
@jurette - ich war bei irgendwas erster? Willst Du mich diffamieren? Ich stehe doch nicht annähernd so früh auf.
kikuju sagte:
ju, der erste doppelte jahrgang kommt erst in drei jahren glaube ich.
ich habe gerade gelesen, dass im Saarland dieses Jahr und Sachsen-Anhalt letzes Jahr die ersten Doppelten jahrgänge hat - was eine Zunahme wohl erklärt - aber in dem Umfang?
jurette_ sagte:
kikuju sagte: ju, der erste doppelte jahrgang kommt erst in drei jahren glaube ich.ich habe gerade gelesen, dass im Saarland dieses Jahr und Sachsen-Anhalt letzes Jahr die ersten Doppelten jahrgänge hat - was eine Zunahme wohl erklärt - aber in dem Umfang?
oh, sorry, ich dachte, bw wäre damals bei den ersten gewesen, die das eingeführt haben und da wiederum war meine cousine dabei.
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/c...
Das ist zumindest kein Rückgang. ich bezweifle aber , dass so eine Steigerung ausschließlich durch ein Mini-Bundesland wie das Saarland verursacht wird.
jurette_ sagte:
Die Frage ist ja eigentlich auch eher, ob die Quote der STudierenden steigt - absolute Zahlen sind da wohl nicht sehr aussagekräftig
ich denke, da sollte man auch bundesländer vergleichen und die fluktuation von denen mit gebühren in welche ohne.
(Saarland Zunahme von 15%, soweit cih weiß ebenfalls trotz Sudiengebürhen, wegen der höheren Anzahl an Abiturienten halte ich das nicht für aussagekräftig)
25.11.2009 - 11:23 Uhr
jurette_
25.11.2009 - 11:32 Uhr
jurette_
eisengrau sagte:
@jurette: Das muss aber nicht zwangsläufig heißen, dass das Studium selbst attraktiver geworden ist, sondern kann auch heißen, dass sich die Schulabgänger von Lehre und anderen Ausbildungsgängen keine Zukunft mehr versprechen und daher lieber dass Studium auf sich nehmen, egal, wie die Bedingungen sind.
Ich sage ja nicht, dass das Studium attraktiver geworden ist, sondern nur, dass ich aus diesen Zahlen nicht entnehmen kann, dass Studiengebühren so abschreckend wirken, dass sie zu einem wesentlichen Rückgang der Studierendenzahlen führen.
25.11.2009 - 11:34 Uhr
jurette_
BWLer als Selbstbediener und damit als wahre Zecken? Kein Kommentar. Identität zur Gemeinschaftstiftung und das daraus heraus jemand eventuell ihm seine Haut retten könnte, wenn er denn in Notlage ist, OHNE dafür bezahlt zu werden? Flapsiges "Irgendeiner wird's schon machen" FAZ-Link, in der die den Studenten, die protestieren, als in der Sache richtig liegend diagnostiziert? Kein Kommentar. Sein GZSZ vs Glocke-Ding nervt auch, denn dessen einzige Berechtigung seinerseits ist die Menge an Konsumenten. Argumente der Gegenseite, warum denn die Glocke Bildung ist und GZSZ nicht: verunglimpft, aber nicht entkräftet. Und Tom: Ich hab mal nen Mediziner über die Darstellung von Herzmassagen in Film und Fernsehen befragt: Das ist MINDERWERT; alles, was dir so gezeigt wird, führt im Bestenfall dazu, dass der Patient nicht schneller abnippelt...
Aber munter weiter trollen und bashen und verunglimpfen. Wenn dieser Mensch ERNSTHAFT eine Fabrik führt, brauch ich mir um meine Chancen auf'm Arbeitsmarkt definitiv NIE einen Kopf machen, denn wenn er seinen Mitarbeitern gegenüber genau so auftritt, dann geht der Laden sicher vor die Hunde und ich kann mit ner Horde Rhesus-Affen bessere Ergebnisse produzieren.
Tom, sag mal: Ist das ne AG, muss ich die aus meinem Portfolio nehmen???
Ich bin nur dann für Studiengebühren, wenn für den Studierenden eine gewisse Planungsicherheit herrscht, d. h., er muss wissen, wieviel er insgesamt zahlen muss (planbare, kurze Studienzeit), sowie eine FInanzierungssicherheit (Studienkredite, "umgekehrten generationenvertrag", Stipendienprogramme, Härtefallregelungen usw.)
jurette_ sagte:
Gut, aber zu abschreckend scheinen die Studiengebühren ja trotzdem nicht zu sein.
Sind sie auch nicht wirklich. Es geht ja eher darum, daß man das Geld gerne für etwas anderes hätte. Zu meiner Zeit wurde heftigst protestiert und demonstriert (und ich als SWSS-Mitglied war immer dabei) als die letzte Tory-Regierung in GB die student grants (eine mehr oder weniger bedingungslose, signifikante jährliche Barzahlung an jeden Studenten) abschaffte und durch Darlehen (nur bedingt rückzahlbar) ersetzte. Als Ausländer war ich ohnehin nicht empfangsberechtigt, aber hey - Solidarität! Neutral betrachtet war diese Studiensubvention nach Gießkannenprinzip gegenüber allen nicht-Studierenden eine unglaubliche Ungerechtigkeit, zumal in GB kaum ein freier Hochschulzugang besteht. Gab's plötzlich weniger Studenten - nö. Die gab's nur 1997/8, als viele der vollzahlenden (GBP 7.000+ p.a.) Studenten aus Asien heim mußten, weil ihre Familen plötzlich arm waren.
Wenige Jahre später hat dann Labour Studiengebühren eingeführt, und diese eben noch erhöht. Es dürfen selbst Briten nun bis zu GBP 3.500 p.a. zahlen. Weniger Studenten? Fehlanzeige.
alces sagte:
jurette_ sagte:
Gut, aber zu abschreckend scheinen die Studiengebühren ja trotzdem nicht zu sein.
Sind sie auch nicht wirklich. Es geht ja eher darum, daß man das Geld gerne für etwas anderes hätte. Zu meiner Zeit wurde heftigst protestiert und demonstriert (und ich als SWSS-Mitglied war immer dabei) als die letzte Tory-Regierung in GB die student grants (eine mehr oder weniger bedingungslose, signifikante jährliche Barzahlung an jeden Studenten) abschaffte und durch Darlehen (nur bedingt rückzahlbar) ersetzte. Als Ausländer war ich ohnehin nicht empfangsberechtigt, aber hey - Solidarität! Neutral betrachtet war diese Studiensubvention nach Gießkannenprinzip gegenüber allen nicht-Studierenden eine unglaubliche Ungerechtigkeit, zumal in GB kaum ein freier Hochschulzugang besteht. Gab's plötzlich weniger Studenten - nö. Die gab's nur 1997/8, als viele der vollzahlenden (GBP 7.000+ p.a.) Studenten aus Asien heim mußten, weil ihre Familen plötzlich arm waren.
Wenige Jahre später hat dann Labour Studiengebühren eingeführt, und diese eben noch erhöht. Es dürfen selbst Briten nun bis zu GBP 3.500 p.a. zahlen. Weniger Studenten? Fehlanzeige.
Ich denke auch, dass man an den Studierendenzahlen im Ausland sehen kann, dass Studiengebürhen nicht ab schrenkend wirken (wobei nach allem was man hört die STudiengebühren in GB ja besser sein sollen als in D).
jurette_ sagte:
Bevor ich hier jetzt wieder einen auf's Dach kriege:
Ich bin nur dann für Studiengebühren, wenn für den Studierenden eine gewisse Planungsicherheit herrscht, d. h., er muss wissen, wieviel er insgesamt zahlen muss (planbare, kurze Studienzeit), sowie eine FInanzierungssicherheit (Studienkredite, "umgekehrten generationenvertrag", Stipendienprogramme, Härtefallregelungen usw.)
ich bin dann für studiengebühren, wenn es durchdachte finanzierungsmodelle gibt, nicht alle studiengänge über einen kamm geschoren werden - also gestaffelte gebühren je nach fakultät - und dem studenten etwas geliefert wird. und ich meine damit nicht, dass die sekretärin einen schnelleren computer bekommt, der netzwerkfähig ist, sondern betreuungsschlüssel und arbeitsräume, wie sie im BA und MA ländern üblich sind.
eisengrau sagte:
@jurette: Ja, wenn es mal so weit ist, dass die Studienbedingungen die Abiturienten vom Studium abschrecken, dann kann man die Unis eh zuschließen und über neue Wege der Ausbildung nachdenken.
Das wird aber nicht passieren.
Aber ich finde, dass man durchaus mal über neue Wege der Ausbildung nachdenken könnte. Unter anderem könnte man auch mal die Wirtschaft etwas mehr in die Pflicht nehmen - wenn sie Spezialisten wollen, dann müssen sie einen Teil der Ausbildung eben selber übernehmen. ich finde es lächerlich, dass man in gewissen Studiengängen ohne Doktor fast keinen Job mehr bekommt.
Aber genau das ist in D ja das Problem: Einen Bac nimmt keiner, alle wollen einen Master - gleichgültig, ob das notwendig ist oder nicht
jurette_ sagte:
Wobei ich der Meinung bin, dass viele, die ihr Studium aufgrund der Studiengebühren abgebrochen bzw. keines aufgenommen haben, dies getan haben, weil sie es mit dem Studium sowieso nicht ernst gemeint haben, und dass dies einen Teil des Einbrechens der Studentenzahlen, das unmittelbar mit der EInführung der Studiengebühren verknüpft ist. Die Karteileichen fliegen halt raus. So ein Semestertickt kann nämlich schon gewaltige Auswirkungen auf die Studienbereitschaft haben.
die frage ist da oft, wieviel unterstützung man von zu hause bekommt - nicht nur finanziell, sondern auch moralisch.
bei uns gabs zb einen riesen krach, als ich verkündet habe, dass ich nach berlin gehe zum studieren. unter anderem deswegen, weil ich das niemalsnie finanziert bekommen würde - und das ohne gebühren.
ich kann mir vorstellen, dass das viele leute prinzipiell abschreckt bzw die eltern dazu sich abschrecken lassen. je nach dem, wie selbstverständlich eben studieren an sich ist und war in der jeweiligen familie.
25.11.2009 - 11:48 Uhr
kikuju
Und danke alces für das GB-Beispiel. Da sieht man mal, was die Studenten alles zahlen wollen, für eine gute Ausbildung. Aber hier immer nur Geschrei nach kostenlosem Studium, ich packs nicht. Liebe streikende Studenten, im Leben ist nichts umsonst. Wenn ihr euch durch einen Abschluss erhofft, irgendwann mal einen guten Job zu bekommen, dann solltet ihr versuchen, richtig gute Noten zu bekommen.
Und nicht im Streiken und Rummaulen.
Dem Mob gehts noch viel zu gut. Offenbar haben die ja wirklich viel Zeit, denn Seminare kann man sausen lassen, die Arbeit, falls man denn als Student nebenbei arbeitet, nicht. Da kann man schon seine Schlüsse ziehen. Die ganzen Freizeitstudenten, also die Freizeit als Hauptfach studieren, haben keinerlei Druck, ihre Rechnungen selber zu b.e.z.a.h.l.e.n., sonst könnten sie ja nicht immer nur faul rumstreiken, sondern müssten auch mal was arbeiten.
500 000 dollar zurück zu zahlen. in der wirtschaftskrise ist jetzt der run auf die vergleichsweise billigen community colleges extrem. die system sind so unterschiedlich, die kann man überhaupt nicht vergleichen. stipendien? stiftungen? man müsste das gesamt eland hier umkrempeln, um den ba / ma nach angelsächsischen system zum laufen zu kriegen. und wir hatten ein gutes system, was änderungen zugelassen hätte.
diedrossel sagte:
jurette_ sagte:
Bevor ich hier jetzt wieder einen auf's Dach kriege:
Ich bin nur dann für Studiengebühren, wenn für den Studierenden eine gewisse Planungsicherheit herrscht, d. h., er muss wissen, wieviel er insgesamt zahlen muss (planbare, kurze Studienzeit), sowie eine FInanzierungssicherheit (Studienkredite, "umgekehrten generationenvertrag", Stipendienprogramme, Härtefallregelungen usw.)
ich bin dann für studiengebühren, wenn es durchdachte finanzierungsmodelle gibt, nicht alle studiengänge über einen kamm geschoren werden - also gestaffelte gebühren je nach fakultät - und dem studenten etwas geliefert wird. und ich meine damit nicht, dass die sekretärin einen schnelleren computer bekommt, der netzwerkfähig ist, sondern betreuungsschlüssel und arbeitsräume, wie sie im BA und MA ländern üblich sind.
Da sind wir alle ja in etwa derselben Meinung - das freut mich titanisch. Nur das mit den Arbeitsräumen in den bachelor-master-Ländern, das muß nach meiner Zeit passiert sein. Bei uns war's unter research student (mind. master, eher postdoc.) Essig mit eigenem Schreibtisch oder so. Und Internet war noch mit Mosaic zu bedienen - aber dafür war er noch gebührenfrei, der ganze Spaß.
TomJones sagte:
Dem Mob gehts noch viel zu gut.
Hier gibt's nur einen Mob und der bist Du.
Schau Dir mal das Feedback auf Deine Beiträge an: 19 rote Daumen auf Seite 3, soviel hatte hier noch nie jemand, und Du fragst Dich nicht mal wofür die sind?
Ich glaube aber schon, dass man so ein System Schritt für Schritt umstellen kann - das Problem wird eben sein, dass es aktuelle viele Personen wird, die darunter leiden werden, weil der Umstellungsprozess eben sehr holprig verläuft - aber das Problem hat man bei notwendigen Änderungen immer.
diedrossel sagte:
einer der gründe für die extremen kosten im amerikanischen gesundheitssystem sind die hohen gehölter, die die ärzte brauchen, um ihre student loans von bis zu
500 000 dollar zurück zu zahlen.
Das ist ein sehr nachrangiger grund, in etwa vergleichbar mit dem Beitrag der Kühe zum Klimawandel. Wenn Ärzte an den Kosten mit schuld sind, dann durch die extrem defensive Behandlungspraxis, die primär aus völlig berechtigter Furcht vor Privatklagen besteht, sowie die einhergehenden horrenden Kosten für Berufshaftplicht und -rechtsschutzversicherungen.
25.11.2009 - 12:00 Uhr
alces
diedrossel sagte:
ich würde dan aber wirklich fordern, dass nicht alle das gleiche zahlen müssen. dann sollte man die tatsächlichen kosten und die berufsaussichten mit einbeziehen. warum sollte ein germanist das gleiche zahlen, wie ein mediziner?
Völlig richtig. Labore sind teurer als Biblitoheken, Kadaver kosten mehr als Werksausgaben.
diedrossel sagte:
ich würde dan aber wirklich fordern, dass nicht alle das gleiche zahlen müssen. dann sollte man die tatsächlichen kosten und die berufsaussichten mit einbeziehen. warum sollte ein germanist das gleiche zahlen, wie ein mediziner?
Ich finde, dass sollte sich jede Uni selber aussuchen dürfen.
alces sagte:
diedrossel sagte:
einer der gründe für die extremen kosten im amerikanischen gesundheitssystem sind die hohen gehölter, die die ärzte brauchen, um ihre student loans von bis zu
500 000 dollar zurück zu zahlen.
Das ist ein sehr nachrangiger grund, in etwa vergleichbar mit dem Beitrag der Kühe zum Klimawandel. Wenn Ärzte an den Kosten mit schuld sind, dann durch die extrem defensive Behandlungspraxis, die primär aus völlig berechtigter Furcht vor Privatklagen besteht, sowie die einhergehenden horrenden Kosten für Berufshaftplicht und -rechtsschutzversicherungen.
das kommt natürlich auch noch hinzu. aber die gründe, warum zum beispiel die usa einen mangel an allgemeinmedizinern haben liegt darin, dass diese am schlechtesten bezahlt werden und jemand, der mit 500 000 dollar schulden sein studium abschließt, der möchte die auch mal abbezahlen, um ein haus oder eine praxis und eine familie und die college ausbildung der kinder zahlen zu können. die liability versicherungen sind nicht der hauptgrund für die hohen kosten.
Das Ziel: "Studiengebühren ja unter gewissen Voraussetzungen" unterscheidet sich halt von dem Ziel" Bildung muss umsonst sein".
und wenn man mit der erstgenannten Auffassung gleich als sozial inkompetent und egoistisch gilt, dann zieht man eben nicht mit Vertretern der 2. Auffassung in den Kampf.
jurette_ sagte:
Aber um noch mal zu dem Text zu kommen:Das Ziel: "Studiengebühren ja unter gewissen Voraussetzungen" unterscheidet sich halt von dem Ziel" Bildung muss umsonst sein". und wenn man mit der erstgenannten Auffassung gleich als sozial inkompetent und egoistisch gilt, dann zieht man eben nicht mit Vertretern der 2. Auffassung in den Kampf.
du ahnst nicht, wie ich bei der letzten streikwelle hier, die ich noch einigermaßen aktiv mitgemacht habe, wirklich beschimpft wurde, weil ich gerne etwas konstruktiver über manches diskutiert hätte.
wäre ich dekanin, würde ich mich mit der "alles für alle und das umsonst" meute auch nicht an einen verhandlungstisch setzen.
25.11.2009 - 12:07 Uhr
diedrossel
jurette_ sagte:
diedrossel sagte:
ich würde dan aber wirklich fordern, dass nicht alle das gleiche zahlen müssen. dann sollte man die tatsächlichen kosten und die berufsaussichten mit einbeziehen. warum sollte ein germanist das gleiche zahlen, wie ein mediziner?
Ich finde, dass sollte sich jede Uni selber aussuchen dürfen.
ja natürlich, das ist doch selbstverständlich.
kikuju sagte:
jurette_ sagte:
Aber um noch mal zu dem Text zu kommen:Das Ziel: "Studiengebühren ja unter gewissen Voraussetzungen" unterscheidet sich halt von dem Ziel" Bildung muss umsonst sein". und wenn man mit der erstgenannten Auffassung gleich als sozial inkompetent und egoistisch gilt, dann zieht man eben nicht mit Vertretern der 2. Auffassung in den Kampf.
du ahnst nicht, wie ich bei der letzten streikwelle hier, die ich noch einigermaßen aktiv mitgemacht habe, wirklich beschimpft wurde, weil ich gerne etwas konstruktiver über manches diskutiert hätte.
wäre ich dekanin, würde ich mich mit der "alles für alle und das umsonst" meute auch nicht an einen verhandlungstisch setzen.
Ich ahne es.
Aber ich finde es eben beschissen, dass hier in den kommentaren z. T. in extremer Art und Weise auf alle eingeschlagen wird, die sich dem Streik eben nicht bedingungslos anschließen.
25.11.2009 - 12:11 Uhr
jurette_
alces sagte:
jurette_ sagte:
diedrossel sagte:
ich würde dan aber wirklich fordern, dass nicht alle das gleiche zahlen müssen. dann sollte man die tatsächlichen kosten und die berufsaussichten mit einbeziehen. warum sollte ein germanist das gleiche zahlen, wie ein mediziner?
Ich finde, dass sollte sich jede Uni selber aussuchen dürfen.
ja natürlich, das ist doch selbstverständlich.
Na, nicht jeder hält das für selbstverständlich :)
25.11.2009 - 12:13 Uhr
jurette_
diedrossel sagte:
ich würde sagen, alles bis zum BA sollte frei von gebühren sein. das schließt kindergarten ein.
Ich würde was anderes sagen, will aber nicht Deinen Groll erregen.
25.11.2009 - 12:17 Uhr
docfalcon
diedrossel sagte:
diedrossel sagte: einer der gründe für die extremen kosten im amerikanischen gesundheitssystem sind die hohen gehölter, die die ärzte brauchen, um ihre student loans von bis zu 500 000 dollar zurück zu zahlen.
die american student assistance kommt auf einen durchschnittlichen student loan für medizinstudenten von knapp 127.000$, davon werden 83,2% über kredite etc. finanziert, sind also ca. 105.000$ schulden, mit denen sie ins berufsleben starten.
fehlen also noch 395.000$ zu den 500.000$. woher kommen die? wofür sind die? die ersteinrichtung der eigenen praxis?
25.11.2009 - 12:19 Uhr
puster
http://www.amsa.com/policy/resources/sta...
jurette_ sagte:
Das führt ja zu Wettbewerb und eventuell auch zu "Elite-Unis" und das ist ja mit der Vorstellung vieler, wie das deutsche Bildungswesen zu sein hat, nicht vereinbar.
Der Wettbewerb bedeutet ja, daß es auch Orte geben wird an denen jene Viele ihre Vorstellungen von deutschem Bildungswesen werden ausleben können. In den USA gibt es Colleges, die ganz ohne Staatsgelder Dinge auf die Beine stellen, die UC Berkeley wie ein Bollwerk der neoliberalen Reaktion erscheinen lassen. Was da erst mit den weiterhin fleißenden Mitteln in Deutschland erst möglich sein könnte!
25.11.2009 - 12:21 Uhr
docfalcon
docfalcon sagte:
warum denken die da drüben über eine Umstellung gen unser altes Systemn nach?
Nenne mehrere unabhängige Quellen oder sinke ganz auf TomJones-Niveau ab, bitte. Auch Deine Einlassung zu sozialer Durchlässigkeit ist pures Bullshit. Diese gerät gerade in Deutschland seit den 70ern erheblich ins stocken, da haben wur das Problem, nicht die. Läuft gerade eine Serie in der Zeit dazu, auch online einsehbar.
alces sagte:
jurette_ sagte:
Das führt ja zu Wettbewerb und eventuell auch zu "Elite-Unis" und das ist ja mit der Vorstellung vieler, wie das deutsche Bildungswesen zu sein hat, nicht vereinbar.
Der Wettbewerb bedeutet ja, daß es auch Orte geben wird an denen jene Viele ihre Vorstellungen von deutschem Bildungswesen werden ausleben können. In den USA gibt es Colleges, die ganz ohne Staatsgelder Dinge auf die Beine stellen, die UC Berkeley wie ein Bollwerk der neoliberalen Reaktion erscheinen lassen. Was da erst mit den weiterhin fleißenden Mitteln in Deutschland erst möglich sein könnte!
ich bin da vollkommen Deiner Meinung - ich glaube nur, dass ist D die Vorbehalte dagegen immens sind und das deswegen nicht durchsetzbar sein wir.
25.11.2009 - 12:30 Uhr
jurette_
puster sagte:
diedrossel sagte:
diedrossel sagte: einer der gründe für die extremen kosten im amerikanischen gesundheitssystem sind die hohen gehölter, die die ärzte brauchen, um ihre student loans von bis zu 500 000 dollar zurück zu zahlen.
die american student assistance kommt auf einen durchschnittlichen student loan für medizinstudenten von knapp 127.000$, davon werden 83,2% über kredite etc. finanziert, sind also ca. 105.000$ schulden, mit denen sie ins berufsleben starten.
fehlen also noch 395.000$ zu den 500.000$. woher kommen die? wofür sind die? die ersteinrichtung der eigenen praxis?
ich sagte in einem früheren post, dass es bis zu 500 000 sein können und du schreibst von durchschnittswerten. also. bitte.
Und soziale Durchlässigkeit ist hier immer schlechter, ja, aber wird sie mit nem Studiengebührenmodell anglosächsischer Natur BESSER?!? Ne, die Bildung von Geldadel wird verschärft.
25.11.2009 - 12:37 Uhr
docfalcon
diedrossel sagte:
ich sagte in einem früheren post, dass es bis zu 500 000 sein können und du schreibst von durchschnittswerten. also. bitte.
oh, sorry, das hatte ich überlesen.
aber die extremata sind für so eine diskussion doch nicht relevant, oder? ich meine, wenn man über ein allgemein gültiges system redet, dann sind doch normalfälle interessant, nicht die einzelnen ausreißer.
docfalcon sagte:
Ne, die Bildung von Geldadel wird verschärft.
ab wann gehört man eigentlich zum geldadel?
gibt es da irgendeine definition zu?
das netto-durchschnittseinkommen aller oder das netto-durchschnittseinkommen eines einzelnen?
@jurette
ich will geldadel sein!
... wenn die aufnahmekriterien nicht zu hart sind .. ;)
eisengrau sagte:
TomJones sagte:
Dem Mob gehts noch viel zu gut.
Hier gibt's nur einen Mob und der bist Du.
Schau Dir mal das Feedback auf Deine Beiträge an: 19 rote Daumen auf Seite 3, soviel hatte hier noch nie jemand, und Du fragst Dich nicht mal wofür die sind?
Auf Seite 3 beschwere ich mich über den Mob, der anderen Studenten ihr durch Studiengebühren erworbenes Recht auf Lehre nimmt.
Wenn das negativ aufgenommen wird, damit kann ich sehr gut leben.
ich kennen einige beispiele, sowohl in der familie als auch im freundeskreis, wo zwischen den generationen teilweise extreme ausbildungssprünge getätigt wurden. und ich würde nicht so weit gehen, zu sagen, das geht nur, wenn die eltern dahinter stehen, aber das ist schon ein entscheidender faktor. abgesehen davon, dass man den wunsch ja auch erstmal entwickeln muss.
afrirali sagte:
die soziale durchlässigkeit in den usa ist nebenbei bemerkt deutlich höher als in deutschland. wenn ich mich umschaue, welche berufe die eltern bzw. großeltern meiner kollegen hier hatten, und welche es in deutschland waren -- hier sind leute, deren eltern noch farmer waren nun auf dem weg zum doktor, in deutschland kenne ich nicht einen, dessen eltern noch bauern oder einfache arbeiter waren. (so ganz subjektiv, aber ich meine, dass es auch statistiken gibt, die ähnliches belegen). nur auf die studiengebühren zu schauen ist halt ziemlich halbäugig.
aber der Gerd mit Pferd, da war die Mutti Putzfrau
afrirali sagte:
die soziale durchlässigkeit in den usa ist nebenbei bemerkt deutlich höher als in deutschland. wenn ich mich umschaue, welche berufe die eltern bzw. großeltern meiner kollegen hier hatten, und welche es in deutschland waren -- hier sind leute, deren eltern noch farmer waren nun auf dem weg zum doktor, in deutschland kenne ich nicht einen, dessen eltern noch bauern oder einfache arbeiter waren. (so ganz subjektiv, aber ich meine, dass es auch statistiken gibt, die ähnliches belegen). nur auf die studiengebühren zu schauen ist halt ziemlich halbäugig.
Eben. Das sage ich ja.
ich kenne auch viele fälle, wo die kinder von ärzten oder hochschullehrern oder anwälten selber nicht über einen ba hinaus kommen, weil sie es sich nicht leisten können. das kippt gerade. die jetzige generation ist die erste in den usa, der es in bezug auf lebensstandard und ausbildungsstandard statistisch gesehen schlechter geht, als der generation der eltern.
diedrossel sagte:
jein.
ich kenne auch viele fälle, wo die kinder von ärzten oder hochschullehrern oder anwälten selber nicht über einen ba hinaus kommen, weil sie es sich nicht leisten können. das kippt gerade. die jetzige generation ist die erste in den usa, der es in bezug auf lebensstandard und ausbildungsstandard statistisch gesehen schlechter geht, als der generation der eltern.
Quelle? Das wäre nach majors aufgeschlüsselt am nützlichsten, natürlich.
diedrossel sagte:
jein.
ich kenne auch viele fälle, wo die kinder von ärzten oder hochschullehrern oder anwälten selber nicht über einen ba hinaus kommen, weil sie es sich nicht leisten können. das kippt gerade. die jetzige generation ist die erste in den usa, der es in bezug auf lebensstandard und ausbildungsstandard statistisch gesehen schlechter geht, als der generation der eltern.
Was natürlich auch mit der Wirtschaftskrise zusammenhängt und sich bei einer entsprechenden Verbesserung der Wirtschaft auch wieder ändern kann.
docfalcon hat wohl grad keine zeit für ne präzisierung seiner definition. naja gut. ich gehe mal vom allgemeinen sprachgebrauch aus. dann dürfte er das durchschnittliche netto-jahreseinkommen eines deutschen haushaltes meinen. das betrug 2005 37.000€.
mit einem abschreibungsvolumen von 37.000€ gehört man also zum geldadel.
nee, also wirklich ... wenn krethi und plethi dazu gehören, dann will ich das nicht. pfff. ich dachte, dass sei was höllenmäßig exklusives ... :(
diedrossel sagte:
doppel ph.d. in zwei sprachen und zwei ländern alces...DU bist mit dem phD dran. :o)
Ich? Zu alt für den Scheiß. Ich mach's wie meine Mutter und promoviere nach der Verrentung in PoWi - Mehr Buchstaben für den Grabstein!
25.11.2009 - 14:02 Uhr
diedrossel
http://www.utwatch.org/tuition/index.htm...
25.11.2009 - 14:06 Uhr
diedrossel
http://www.consumeraffairs.com/news04/20...
puster sagte:
hm.
docfalcon hat wohl grad keine zeit für ne präzisierung seiner definition. naja gut. ich gehe mal vom allgemeinen sprachgebrauch aus. dann dürfte er das durchschnittliche netto-jahreseinkommen eines deutschen haushaltes meinen. das betrug 2005 37.000€.
mit einem abschreibungsvolumen von 37.000€ gehört man also zum geldadel.
nee, also wirklich ... wenn krethi und plethi dazu gehören, dann will ich das nicht. pfff. ich dachte, dass sei was höllenmäßig exklusives ... :(
Hömma, ich will ja nicht gleich Geld-Großherzog werden, Geldritter reicht völlig. Wie kriege ich als Est.-Pflichtige Einzelperson "Abschreibungen" in der Höhe hin? Ich kann ja nicht mal €10.000 absetzen, trotz doppelter Haushaltsführung.
Außerdem: wo kommen die €3700 netto her? das sind doch HH mit Kindern, ohne Alleinerziehende, oder?
http://www.tagesspiegel.de/politik/inter...
ich bin auch bereit, mich hochzuschlafen. aber ich kenn ja nichtmal so jemand.
Bill Clinton in einer Wohltätigkeistveranstaltung: “Schon wieder habe ich 100 000 neue Jobs geschaffen! Was für ein toller sozialer Erfolg!”
Darauf antwortet der Kellner: “Stimmt! Ich selbst habe drei davon, und wenn ich noch einen vierten habe, kann ich sogar davon leben!”
alces sagte:
puster sagte: hm.docfalcon hat wohl grad keine zeit für ne präzisierung seiner definition. naja gut. ich gehe mal vom allgemeinen sprachgebrauch aus. dann dürfte er das durchschnittliche netto-jahreseinkommen eines deutschen haushaltes meinen. das betrug 2005 37.000€.mit einem abschreibungsvolumen von 37.000€ gehört man also zum geldadel.nee, also wirklich ... wenn krethi und plethi dazu gehören, dann will ich das nicht. pfff. ich dachte, dass sei was höllenmäßig exklusives ... :(Hömma, ich will ja nicht gleich Geld-Großherzog werden, Geldritter reicht völlig. Wie kriege ich als Est.-Pflichtige Einzelperson "Abschreibungen" in der Höhe hin? Ich kann ja nicht mal €10.000 absetzen, trotz doppelter Haushaltsführung.Außerdem: wo kommen die €3700 netto her? das sind doch HH mit Kindern, ohne Alleinerziehende, oder?
ne, die 37.000 sind der Durchschnitt aller Bevölkerungsgruppen.
och, 37.000€ abschreibungsvolumen ist doch wirklich lachhaft. du musst doch nur dein hausdach neu decken lassen ... da kommst du locker auf solche summen. das dach neu zu decken kostet schnell um die 50.000€, wenn du dabei die dämmung noch erneuerst, bist du schnell bei deutlich mehr ... und steuerlich ansetzen kannst du davon zwar nicht alles, aber schon einen schönen batzen.
TomJones sagte:
Auf Seite 3 beschwere ich mich über den Mob, der anderen Studenten ihr durch Studiengebühren erworbenes Recht auf Lehre nimmt.
Wenn das negativ aufgenommen wird, damit kann ich sehr gut leben.
Du laberst irgendeinen Quark über strickende Studenten, und auch in der Folge werden Deine Beiträge nicht differenzierter. Sorry, der einzige auf den die Bezeichnung "Krakeeler" zutrifft bist Du selbst.
Ich habe gerade Destatis-Zahlen gesogen. Der durchschnittliche Haushalt hatte in 20007 eine Abgabenquote von 20,8% inkl. GKV. Ich habe 40% ohne PKV-Beitrag. Cool.
25.11.2009 - 14:28 Uhr
alces
Aber ich saß den ganzen Vormittag über meinen Steuerunterlagen und habe mir dabei überlegt, wie vielen Leuten ich gerade die Ausbildung finanziere, deren Bildungsstand gerade mal ausreicht, später einen Rechner zu bedienen und dämliche Hasstiraden ins Netz rauszuplärren.
o.k. - jedes jahr das dach decken lassen ... das wäre etwas überzogen. aber prinzipiell ist es eine gute idee ein schön altes haus zu kaufen. das verschlingt unsummen in der instandhaltung, besonders wenn noch der denkmalschutz ein wort mitzureden hat, und entsprechend hoch sind die abschreibungsmöglichkeiten.
gut, ändert aber nichts am im zweifel negativen cash-flow.
dann sinn vielleicht anteile an schifffonds ne gute sache. oder du investierst in container. brutto-rendite 12%, nach abschreibungen und steuern 6%. da müsstest du auch ziemlich schnell auf 37.000€ kommen und gehörst damit zum *TADAAAAAA* geldadel.
allerdings mehr so auf der stufe unehelicher sohn der milchmagd des kurfürsten ... oder so. ;)
25.11.2009 - 14:32 Uhr
puster
die destatisdaten unterschlagen immer den ag-anteil an den sv, den musst du mitdraufschlagen.
@eisen
siehste, noch ein grund das bildungswesen vollständig zu privatisieren. :)
Back to the Bildungsdebatte. Wie sieht denn derzeit der Forderungskatalog der Besetzer/Demonstanten in München aus? Immer noch "für mich soll's rote Rosen regnen [und alle anderen sollen alles zahlen]"?
diedrossel sagte:
ja puster, dann würde er sich nicht aufs pöbeln beschränken, sondern gleich den schritt zum totschlag machen.
na na, drossel, kein unterschichten-bashing! :)
wobei .. ne, ganz falsch. würde er nicht. wenn ich ihn richtig verstanden habe, ist er ja für die privatisierung von bildung. oder war es nur die privatisierung von unis? hm.
@alces
ja, allerdings werden puristen jetzt noch was von 'abstammung' und 'stammbaum' schwafeln.
aber dank gen-analyse und -vergleich, müsstest du locker nachweisen können, dass du ein direkter nachfahre von julius cäser (oder meinetwegen von cato) bist. :)
super, oder?
alces sagte:
Denkmalschutz, riesige Abschreibungen, negativer cash-flow... moment, das ist doch der "original recipe"-Adel, der da beschrieben wird!
Back to the Bildungsdebatte. Wie sieht denn derzeit der Forderungskatalog der Besetzer/Demonstanten in München aus? Immer noch "für mich soll's rote Rosen regnen [und alle anderen sollen alles zahlen]"?
nicht zu vergessene das demokratische mitbestimmungsrecht des reinigungspersonals bei allen die uni betreffenden entscheidungen.
puster sagte:
@eisen
siehste, noch ein grund das bildungswesen vollständig zu privatisieren. :)
Nein, Bildung würde ich ja mit Freuden mitfinanzieren, aber sowas nicht.
Im Übrigen bin ich gerne bereit über die Möglichkeiten nachzudenken, ob man die Studiengebühren nicht wieder komplett streicht (bzw. ich war schon gegen ihre Einführung) und gerade bei der Finanzierung der künftigen Fachkräfte die Wirtschaft und andere, die von den ausgebildeten Wissenschaftlern profitieren, stärker in die Pflicht nimmt.
Es geht ja nicht an, dass die Wirtschaft in den Uni-Beiräten hockt, und sich in die Lehre einmischt, diese aber bis auf ein paar Beamer im Hörsaal vom Staat bezahlt wird.
Einzelne Fakultäten wie die Wirtschaftswissenschaften kann man gerne komplett durch die Wirtschaft finanzieren lassen. Naturwissenschaften ebenso, schließlich dient das Meiste ja der Forschung und die ist längst nicht mehr unabhängig von der Industrie.
Jura z.B. wird schon schwieriger, denn Recht und Gesetz sind nun mal Aufgabe des Staates. Lehrerbildung im Wesentlichen ebenfalls.
wenn wir von 82 generationen seit 44 v. ch. ausgehen (2050 jahre durch 25 jahre pro generation) und von 110 milliarden jemals gelebten menschen ... dann müsste man doch mit 2^81/110mrd die wahrscheinlichkeit haben, mit der ein beliebiger, damals lebender mensch vorfahr von einem beliebigen, heute lebenden menschen ist.
oder?
eisengrau sagte:
TomJones sagte:
Auf Seite 3 beschwere ich mich über den Mob, der anderen Studenten ihr durch Studiengebühren erworbenes Recht auf Lehre nimmt.
Wenn das negativ aufgenommen wird, damit kann ich sehr gut leben.
Du laberst irgendeinen Quark über strickende Studenten, und auch in der Folge werden Deine Beiträge nicht differenzierter. Sorry, der einzige auf den die Bezeichnung "Krakeeler" zutrifft bist Du selbst.
Ich stelle fest - eisengrau findet es in Ordnung, wenn motivierte Studenten an ihrer Ausbildung gehindert werden.
Nein, Bildung würde ich ja mit Freuden mitfinanzieren, aber sowas nicht.
daran würde dich ja auch niemand hindern :)
(...)gerade bei der Finanzierung der künftigen Fachkräfte die Wirtschaft und andere, die von den ausgebildeten Wissenschaftlern profitieren, stärker in die Pflicht nimmt.
die ausgebildeten wissenschaftler profitieren nicht von ihrer bildung?
25.11.2009 - 15:19 Uhr
puster
puster sagte:
die ausgebildeten wissenschaftler profitieren nicht von ihrer bildung?
Nein - frag' arunda. Mit Physik oder Mathematik kannst Du kaum Leute auf einer Stehparty mit geistreichen Anekdoten in Deinen Bann ziehen. Das funktioniert nur bei Geisteswissenschaftern, da wirklich jeder mal von Schiller, Shakespeare oder den Pyramiden gehört hat. Das Higgs-Boson oder Paul Erdös? Not so much.
*g* also ich habe mich letztens ganz prima mit einem physiker unterhalten. bei leckeren drinks den neuestens stand der quantenmechanik abfragen - ein gelungener abend.
und wenn man erstmal weiß, dass quarks geschmäcker haben ... strange, charm, up, down, bottom, top ... hoch spannend! :)
Ich empfehle Volker Pispers....
TomJones sagte:
Ich stelle fest - eisengrau findet es in Ordnung, wenn motivierte Studenten an ihrer Ausbildung gehindert werden.
So einschneidend werden die Behinderungen schon nicht sein. Es gibt ja auch Bücher und E-Learning. Wenn man sich auf die altmodischen Plauderstunden bei Professor Grüntee als einzige Wissensquelle verlässt, ist der Betrieb eben anfällig für Störungen. ;-)
Im Ernst: Zweimal hab ich es schon geschrieben und extra für Dich schreibe ich es heute noch ein drittes Mal: Es handelt sich um einen Streik. Und Streiks behindern immer das öffentliche Leben. Weil anders kein Druck nach oben zu machen ist.
25.11.2009 - 16:38 Uhr
eisengrau
puster sagte:
die ausgebildeten wissenschaftler profitieren nicht von ihrer bildung?
Doch, aber die dürfen nicht mal im Beirat sitzen, sondern nur zahlen.
Es steht auch nicht zur Debatte, ob der Auszubildende von seiner Ausbildung profitiert, das sollte ja Sinn jedes Berufes sein.
Aber wie ich vorher erwähnte, in Lehrberufen steht auch der Ausbilder in de Pflicht, die für die Lehre notwendigen Bedingungen zu schaffen. Warum soll es dann beim Studium ausschließlich der Staat sein? Bzw. wenn es schon der Staat finanziert, warum darf die Wirtschaft sich dann die Inhalte nach ihren Wünschen zurechtbiegen?
Und diejenigen, die schnel vom Elfenbeinturm runterkommen und Geld verdienen wollen, werden daran gehindert. Tolle Sache!
Finde nicht, dass man diese Asozialität mit einem lapidaren 'ist halt so' abtun sollte.
docfalcon sagte:
@alces: Abgabenquoten sind was tolles... nur: wie ist sie definiert bzw. was wird da alles gegengerechnet gegen den "persönlichen Einkommensteuersatz"? Und PKV? Wenn du dir PKV leisten kannst: Herzlich willkommen in der gehobenen Mittelschicht, die alles bezahlt! Vom Hartzler bis zur Uni, von der Abwrackprämie bis zur Bankenrettung: Melkkühe für jeden, Abschreibungen kaum. Aber warum tritt dieses bedauerns- und doch erstrebenswerte Volksschicht NIE gegen die Großkopferten an, mit ihren windigsten Steuersparmodellen, sondern immer nur gegen (zukünftiges) ihresgleichen (Studis) oder tieferes (Hartzler). Keiner von den mir bekannten tickt über Wiederking und dessen Steuersparerei aus, aber fast jeder über Hartzler. Mal abgesehen davon, dass von Zumwinkels Steuerhinterziehung 1000 Hartzler problemlos zu versorgen wären.
Ich empfehle Volker Pispers....
Argh, Pispers. Der ist nur wirklich lustig, wenn er Henri Duvalier gibt. Ich rege mich nicht über Wiedeking und die Hartzler auf, sondern über den überbordenden Staat, der die perversen Anreizsysteme schafft, die zu solchen Auswüchsen führen. Die Verschwendung, Besitzstandwahrung und Pfründeverschieberei regen mich mehr auf als diejenige, die das System ausnutzen. Es ist ja, in all seiner Perversion, so gewollt.
hanshorst sagte:]http://www.tagesspiegel.de/politik/inter...
Der Wirtschaftswissenschaftler Tom Hertz von der American University in Washington hat vor zwei Jahren in einer Studie nachgewiesen, dass die soziale Durchlässigkeit in den USA geringer ist als in vielen anderen Ländern. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind aus einer armen Familie in die oberen fünf Prozent aufsteigt, beträgt demnach ein Prozent. Für ein Kind aus reichem Elternhaus liegt die Chance bei 22 Prozent. In Zeiten der Krise stellt sich die Frage erst recht, ob der viel gelobte freie Markt tatsächlich die Teilhabe aller garantieren kann. Die Amerikaner haben daran viel stärker geglaubt als etwa die Deutschen, die auf „soziale Marktwirtschaft“ setzen.
[link=http://www.tagesspiegel.de/politik/inter...
Auf dies bin ich beim googlen auch gestoßen. Ich finde aber, dass soziale Durchlässigkeit nicht nur dann gegeben ist, wenn der Aufstieg von ganz unten in die TOP 5 Prozent gelingt. Es reicht ja auch schon ein Aufstieg von der Unter in die Mittelschicht - und davon schreibts Du nichts.
docfalcon sagte:
So, und was dagegen tun??? Wählen???????
Sehr lustig. Wie Tucholsky bereits feststellte: wenn Wahlen was ändern könnten, wären sie verboten.
TomJones sagte:
Das öffentliche Leben im Elfenbeinturm - nirgends sonst. Es gibt deswegen ja kaum einen volkswirtschaftlichen Zusammenbruch..
Und diejenigen, die schnel vom Elfenbeinturm runterkommen und Geld verdienen wollen, werden daran gehindert. Tolle Sache!
Finde nicht, dass man diese Asozialität mit einem lapidaren 'ist halt so' abtun sollte.
Du hast genau den kern erfasst: Leider nur an der Uni. Ist aber kein Grund, die Uni dann nicht zu bestreiken. Ist schließlich auch öffentlicher Raum, da sie staatlich ist.
Streikende sind also grundsätzlich Asoziale? Denn der normale Betrieb wird durch einen Streik immer behindert, das ist sein Sinn. Woanders sind die Behinderungen sogar noch viel massiver.
Müllmänner, Busfahrer und Metallarbeiter, also alles Krakeeler und Verbrecher?
Da kannst Du ja gleich alle außer den Beamten wegsperren lassen, dann gibt's aber auch keine Wirtschaft mehr.
Aber was mich in dem Zusammenhang mal interessieren würde (und da gibt es ja bestimmt den einen oder anderen hier, der das weiß): Was kommt denn dabei rum, wenn man die Kosten, die insgesamt für ein Studium in den USA und D aufzubringen sind, vergleicht, also housing, food etc. - und zwar über die Gesamtlänge des Studiums. (Die unterschiedlichen Standards bei der Unterbringung lassen wir mal beiseite)
Anders als du, Eisengrau, würde ich aber nicht pauschal über alle Streikenden urteilen. Es gibt da schon Unterschiede. Studenten meckern auf sehr, sehr hohem Niveau. Allein deswegen sind deren Wehwehchen schon zu vernachlässigen. Ist ja auch nur folgerichtig, dass dieser Streik so richtig niemanden interessiert. Wird sich auch bald wieder legen.
eisengrau sagte:
puster sagte:die ausgebildeten wissenschaftler profitieren nicht von ihrer bildung?Doch, aber die dürfen nicht mal im Beirat sitzen, sondern nur zahlen.Es steht auch nicht zur Debatte, ob der Auszubildende von seiner Ausbildung profitiert, das sollte ja Sinn jedes Berufes sein. Aber wie ich vorher erwähnte, in Lehrberufen steht auch der Ausbilder in de Pflicht, die für die Lehre notwendigen Bedingungen zu schaffen. Warum soll es dann beim Studium ausschließlich der Staat sein? Bzw. wenn es schon der Staat finanziert, warum darf die Wirtschaft sich dann die Inhalte nach ihren Wünschen zurechtbiegen?
ich bin nicht der ansicht, dass "die wirtschaft" die studieninhalte bestimmen darf.
mich hatte halt nur gewundert, dass "die wirtschaft" die studienkosten (teilweise) schultern soll, weil sie davon profitiert. wenn aber der profit konstitutiv für die (teilweise) kostenübernahme ist, dann muss der ebenfalls profitierende student auch einen kostenteil übernehmen. das wäre ein stringentes system.
Aber wie ich vorher erwähnte, in Lehrberufen steht auch der Ausbilder in de Pflicht, die für die Lehre notwendigen Bedingungen zu schaffen. Warum soll es dann beim Studium ausschließlich der Staat sein?
es gibt selbstverständlich überhaupt keinen grund, weshalb der staat überhaupt dafür zuständig sein sollte. ich bin da ganz bei dir. :)
aber abseits von der sehr grobkörnigen systemkritik, sind die tatsächlichen veränderungsspielräume sehr eng. konsens besteht - so mein eindruck - darüber, dass die umsetzun bologna-reform ein ziemlicher reinfall war.
ob die reform an sich sinnvoll und zielführend ist, kann ich nicht beurteilen. dass die anvisierten ziele bislang nicht erreicht wurden, kann man derzeit noch mit einigem recht auf die mißglückte einführung schieben. ob das ganze system was taugt, wird sich vermutlich erst in vielen jahren zeigen.
mich stört an dem ding natürlich nur, dass es ein typisch zentralistisches, drei-jahresplan-gesteuertes, bürokratisches einheitsmonster ist, dass zwangsläufig an inhärenten systemfehlern zugrunde geht. :)
ach und ein kleiner exkurs zum thema streik:
ein streik ist die verweigerung einer zuvor vereinbarten leistung. z.b. anwesenheit bei bestimmten vorlesungen, entleeren von bestimmten mülltonnen oder das steuern eines busses.
streik ist NICHT andere, unschuldige (!) zu behindern.
was du vielleicht meinst, sind die mit streiks häufig verbundenen demonstrationen. hier sind behinderungen unschuldiger in bestimmten grenzen hinzunehmen.
was ein streik will und was ein streik ist, sind zwei verschiedene paar schuhe. :)
das man seiner streikforderungen durch demonstrationen nachdruck verleiht, die durch behinderung vieler diesen druck vielleicht noch erhöhen, ist schon lange üblich - aber das gleiche ist deswegen noch lange nicht.
ich bin deswegen ja ganz glücklich, dass die studenten ihre demonstration hauptsächlich auf uni-gelände durchführen. da behindern sie sich nur gegenseitig. ;)
TomJones sagte:
Anders als du, Eisengrau, würde ich aber nicht pauschal über alle Streikenden urteilen.
hahahahaha, jetzt wird's echt gut! ;-D
ich geh auch gerne mal demonstrieren. aber allein diese dauernden vollversammlungen angefüllt mit selbstdarstellern, die alle hoffen, der nächste dutschke zu werden, das ermüdet einfach unglaublich.
ansonsten bin ich von der Diskussion eher erschüttert.
puster sagte:
ich bin deswegen ja ganz glücklich, dass die studenten ihre demonstration hauptsächlich auf uni-gelände durchführen. da behindern sie sich nur gegenseitig. ;)
Ich nicht - denn in Gebäuden kommt ja eigentlich nie berittene Polizei zum Einsatz, und ich sehe die doch so gerne...
puster sagte:
ach und ein kleiner exkurs zum thema streik:
ein streik ist die verweigerung einer zuvor vereinbarten leistung. z.b. anwesenheit bei bestimmten vorlesungen, entleeren von bestimmten mülltonnen oder das steuern eines busses.
streik ist NICHT andere, unschuldige (!) zu behindern.
was du vielleicht meinst, sind die mit streiks häufig verbundenen demonstrationen. hier sind behinderungen unschuldiger in bestimmten grenzen hinzunehmen.
Bloße Leistungsverweigerung alleine geht ja nicht, weil die Uni auf die Mitarbeit der Studenten nicht angewiesen ist. Die leitungsverweigerung würde sich also erst in einigen Jahren ind er Qualität der Forschung neiderschlagen. Also gut, nenn es meinetwegen Proteste.
Bei einem Streik im Betrieb bleiben die Arbeiter allerdings auch nicht einfach morgens im Bett, das wäre ja einfach nur blau machen, sondern besetzen die Arbeitsplätze, damit sich der Arbeitgeber nicht einfach mit Ersatzkräften behilft.
ach, du und dein pferdefetisch!
lass' uns doch einfach das nächste tttt als für-weniger-regen-demo vor dem kanzleramt machen. wir zwei schmeißen irgendwann mit mülleimern und dann kommt bestimmt auch die berittene polizei. :)
vielleicht werden wir sogar zu pferd zur wache gebracht! ha! das wär' doch super!
queen_without_a_country sagte:
ich darf formaljuristisch (Geisteswissenschaft, übrigens) einwerfen, dass Studenten rechtlich gesehen gar nicht streiken können. und als Nachtrag: meine Mutter ist die erste in ihrer Familie, die studiert hat, das gilt für viele ihrer Generation (das häufig zitierte katholische Mädchen vom Land als damals bildungsferne Schicht).
ansonsten bin ich von der Diskussion eher erschüttert.
aber:
die anerkennung eines semesters als streiksemester ist für bafög, einhaltung bestimmte semesterzahlen etc oft ziemlich wichtig.
eisengrau sagte:
Bei einem Streik im Betrieb bleiben die Arbeiter allerdings auch nicht einfach morgens im Bett, das wäre ja einfach nur blau machen, sondern besetzen die Arbeitsplätze, damit sich der Arbeitgeber nicht einfach mit Ersatzkräften behilft.
yup. das ist dann einen betriebsbesetzung.
ich korinthenkackere doch nur rum. :)
queen_without_a_country sagte:
ich darf formaljuristisch (Geisteswissenschaft, übrigens) einwerfen, dass Studenten rechtlich gesehen gar nicht streiken können.
Das ist schon klar, queen, aber ein neuer Ausdruck ist noch nicht gefunden, und wenn man es Studentenproteste nennt, kommt wieder irgendein oller Reaktionär ums Eck, der überall Hippies und Kommunisten sieht.
25.11.2009 - 17:59 Uhr
eisengrau
puster sagte:
yup. das ist dann einen betriebsbesetzung.
ich korinthenkackere doch nur rum. :)
Dann haben wir derzeit eben eine studentische Betriebsbesetzung. Oder wie man in den entsprechenden Gremien selbst sagen würde: eine StuBeBe. :-)
studenten aber arbeiten nicht, sondern sind die empfänger von dienstleistungen, nämlich der lehre.
eisengrau sagte:
TomJones sagte:
Anders als du, Eisengrau, würde ich aber nicht pauschal über alle Streikenden urteilen.
hahahahaha, jetzt wird's echt gut! ;-D
Ist leider wahr. Es gibt keine homogenen, einheitlichen Massen, auch wenn das die Sozialisten immer so darstellen wollen. Sieht man ja auch an der Studentenschaft, da gibts neben den paar pöbelnden Proleten eben auch eine sehr große Gruppe, die einfach nur studieren und einen Abschluss erreichen will. Den zu erreichen ihnen ja, wegen den Pöblern, deutlich schwerer gemacht wird als ohnehin schon. Aber wie gesagt, das muss man differenzierter sehen.
Und selbstverständlich kann man keine Studenten mit Leuten vergleichen, die einer Arbeit nachgehen.
Ich oute mich hier mal:
Hallo, ich bin der Marunga, ich studiere BWL und (ab dem SoSe) Jura im Nebenfach.
Und jetzt kommt der Hammer: Ich unterstütze die Forderungen der Besetzer!
UND ich finanziere mein Studium komplett selber, durch getroffene Rücklage aus meiner Berufszeit(hört hört, körperliche Arbeit ist mir nicht fremd!) wie auch aus laufendem Arbeiten...
Lieber TomJones,
ich kenne deinen realen Hintergrund nicht, aber wie kommst du eigentlich zu der Ansicht die BWL sei keine "Geisteswissenschaft" bzw. "Sozialwissenschaft"? Wenn wir keine Geisteswissenschaft sind wären wir möglicherweise eine Naturwissenschaft?
Seit wann kann ich betrieblichen Erfolg im Experiment messen? Seit wann kann ich meine Personalführungstheorie konkret im Modell nachweisen?
Sind wir vielleicht doch eher eine Sozialwissenschaft?
Ach ja...Mit Sozialwissenschaften wollen wir ja auch nix zu tun haben, dass sind ja diese strickenden alternativen Muttis mit selbstgedrehten Zigaretten, oder?
Also stehen "wir" (*brr*) im Endeffekt irgendwo zwischen Geistes und Sozialwissenschaft. Wo ziehen wir die denn jetzt die Grenze zwischen "profitträchtigen Studiengängen" (ich darf hier mal korrigierend einwirken: Ausgebildet wirst du in einem Ausbildungsberuf...Nicht an einer Uni)
Sind die "Marketingspackos" am Ende viel zu nahe an den "Künstlern" und "Sozialwissenschaftlern", da sie tlw. auch das Verhalten von Menschen beobachten?
(Abgesehen davon sei übrigens angemerkt, dass der durchschnittliche BWL-Bachelor-Absolvent übrigens bei weitem nicht so einfach einen "hochbezahlten" Job kriegt, wie du hier öffentlich meinst... Eliteuni hin oder her...)
26.11.2009 - 03:52 Uhr
marunga
Was momentan an einigen Unis abläuft ist leider viel zu oft zur Hirnwichserei einiger weniger geworden, es ist leider definitiv viel zu oft der Fall, dass hier eher "Besetzt um des besetzens willen" wird anstatt, dass man konkret die Umsetzung seiner Forderungen fokusiert.
Ich persönlich habe nur kurz "mitgestreikt" (was aber eher am zeitlichen Rahmen lag...Arbeit zwecks Miete bezahlen geht vor), hier war leider der "wir diskutieren darüber ob auch Männer für BH's-Verbrennen sein dürfen"-Faktor (Zitat einer darüber generveten Kunstgeschichtlerin;) ) leider viel zu hoch als das man einige wenige realistische Forderungen hätte durchsetzen können.
Hierfür andere Studenten zu belästigen ist leider wirklich deplatziert.
(Und zum Schluss noch: Was regen sich die Leute eigentlich so über ein paar Vorlesungen auf? Ende November sollten Literaturangaben nun wirklich draußen sein, ebenso schadet ein wenig "selber lernen-lernen" sicherlich keinem... Präsenzveranstaltung ist, dass haben leider grade in den "WiWi's" viel zu wenige kapiert, nicht mal die halbe Miete".
beide sind zwingende folgen staatlicher bildungsfinanzierung und bildungsaufsicht. selbst wenn man annimmt, dass aus der staatlichen bildungsorganisation erwünschte soziale effekte tatsächlich vorhanden sind, so werden sie durch zentralismus und fehlvereinheitlichungen mindestens aufgehoben. und das lässt sich nicht verhindern - ausser eben durch entstaatlichung der strukturen.
marunga sagte:
(Und zum Schluss noch: Was regen sich die Leute eigentlich so über ein paar Vorlesungen auf? Ende November sollten Literaturangaben nun wirklich draußen sein, ebenso schadet ein wenig "selber lernen-lernen" sicherlich keinem... Präsenzveranstaltung ist, dass haben leider grade in den "WiWi's" viel zu wenige kapiert, nicht mal die halbe Miete".
genau - wozu denn überhaupt Vorlesungen - einfach am Beginn des Semesters eine Liste mit Büchern austeilen und am Ende des Semesters einen Prüfung stellen.
TomJones sagte:
eisengrau sagte:
TomJones sagte:
Anders als du, Eisengrau, würde ich aber nicht pauschal über alle Streikenden urteilen.
hahahahaha, jetzt wird's echt gut! ;-D
Ist leider wahr. Es gibt keine homogenen, einheitlichen Massen, auch wenn das die Sozialisten immer so darstellen wollen. Sieht man ja auch an der Studentenschaft, da gibts neben den paar pöbelnden Proleten eben auch eine sehr große Gruppe, die einfach nur studieren und einen Abschluss erreichen will. Den zu erreichen ihnen ja, wegen den Pöblern, deutlich schwerer gemacht wird als ohnehin schon. Aber wie gesagt, das muss man differenzierter sehen.
Und selbstverständlich kann man keine Studenten mit Leuten vergleichen, die einer Arbeit nachgehen.
Hör mal, Du schmeißt doch hier alle streikenden Studenten in einen Topf und dichtest ihnen noch irgendwelche Stereotypen an, sie würden alle Party machen, stricken, sie wären Proleten und weiß der Geier was.
Und im noch aberwitzigeren Umkehrschluss hältst Du alle für gute, fleißige Menschen, die sich nicht an den Protesten beteiligen, also platter geht's echt nicht.
Kurz, von Dir brauche ich mir nicht vorwerfen lassen, Menschengruppen undifferenziert darzustellen. Von jedem anderen gerne, aber nicht von Dir.
Und zumindest in meiner Studienzeit haben fast alle Studenten gearbeitet.
26.11.2009 - 09:53 Uhr
eisengrau
afrirali sagte:
arbeiter können den betrieb besetzen, in dem sie arbeiten.
studenten aber arbeiten nicht, sondern sind die empfänger von dienstleistungen, nämlich der lehre.
Vielleicht saß man an Deinem Lehrstuhl rum und ließ sich 8 Semester lang bespaßen, an anderen Lehrstühlen hingegen sind Studenten an Forschungsprojekten beteiligt, schreiben Disssertationen, Projektdokumentationen oder geben selbst Tutorien für andere Studenten.
2. Erbingen sie diese Leistungen in ihrer Eigenschaft als Angestellte der Universität und nicht in ihrer Eigenschaft als Studierende. Und mir ist neu, dass studentische Hilfskräfte jetzt ihre Arbeit verweigern.
Stattdessen setzt man sich auf ne Iso-Decke, trinkt Käffchen und blockiert. Tolle Sache! Aber so hilft man sich eben auch nicht. Auch wenn Gargoyle wieder aufheult, der gesunde Egoismus, sein Studium schnell und erfolgreich zu beenden, wäre auch für solche Studenten eine positive Sache. Aber nein, geht ja nicht! Man müsste dafür ja mal ein Seminar oder eine Vorlesung besuchen, ist ja unmöglich, sowas zu verlangen!
marunga, natürlich gibts Schnittpunkte zwischen den Wissenschaften. Da, wo Hausarbeiten über die Glocke geschrieben, hört es aber allerspätestens auf.
Und 2.) woher weißt Du denn schon wieder so gut Bescheid über die Zusammensetzung der Protestierenden? Hat TomJones Dir seine demographischen Studien zugespielt? Von Dir hätte ich ja solch Sprüche als Letztes erwartet.
TomJones sagte:
Da, wo Hausarbeiten über die Glocke geschrieben, hört es aber allerspätestens auf.
*seufz*
wird das jetzt eine Monomanie?
als Schiller die Glocke das erste Mal im Kreise der sehr emanzipierten Damen des Jenaer Literaturbetriebs vorgelesen hat, hat er schallendes Gelächter für den Absatz geerntet, in dem der Mann im feindlichen Leben kämpft und die würdige Hausfrau drinnen stickt.
queen_without_a_country sagte:
TomJones sagte:
Da, wo Hausarbeiten über die Glocke geschrieben, hört es aber allerspätestens auf.
*seufz*
wird das jetzt eine Monomanie?
als Schiller die Glocke das erste Mal im Kreise der sehr emanzipierten Damen des Jenaer Literaturbetriebs vorgelesen hat, hat er schallendes Gelächter für den Absatz geerntet, in dem der Mann im feindlichen Leben kämpft und die würdige Hausfrau drinnen stickt.
Und heute gibts so Emanzen, die dieser Erkenntnis widersprechen.
Scheint ja doch was dran zu sein. Nur blöd, dass kaum jemand was von diesem Wortschwurbel versteht. Hätte man ja auch alles etwas einfacher und konkreter ausdrücken können.
Eisengrau, zum Glück sind die Leute, die sich in Seminaren mit solchem Kram auseinandersetzen, ja in der Minderheit. Vielleicht gibts ja irgendwo noch so humanisierte Universitäten, wo jeder das in der Einführungswoche lernen muss? Würde mich nicht wundern oder überaschen. DAS wäre ein Grund zum Demonstrieren. Da würde ich doch lieber jedem einen Mathe-Vorkurs empfehlen.
TomJones sagte:
Und heute gibts so Emanzen, die dieser Erkenntnis widersprechen.
Scheint ja doch was dran zu sein. Nur blöd, dass kaum jemand was von diesem Wortschwurbel versteht. Hätte man ja auch alles etwas einfacher und konkreter ausdrücken können.
Eisengrau, zum Glück sind die Leute, die sich in Seminaren mit solchem Kram auseinandersetzen, ja in der Minderheit. Vielleicht gibts ja irgendwo noch so humanisierte Universitäten, wo jeder das in der Einführungswoche lernen muss? Würde mich nicht wundern oder überaschen. DAS wäre ein Grund zum Demonstrieren. Da würde ich doch lieber jedem einen Mathe-Vorkurs empfehlen.
"humanisierte Universitäten"
Junge, ich hab langsam das Gefühl, Du bist irgendwas um die 16, und loggst Dich in irgendwelche Communities ein um Rabatz zu machen. Nix im Hirn, nix auf der Pfanne, Hauptsache, die Luft scheppert.
eisengrau sagte:
@jurette: Es ging 1.) darum, ob Studenten an ihrem Lehrstuhl Arbeit verrichten oder nur Dienstleitungen in Anspruch nehmen. Ob diese Arbeit angemessen vergütet wird, steht auf einem anderen Blatt. Es gibt auch Hauptseminararbeiten, deren Erkenntnisse in die Forschung einfließen. Und 2.) woher weißt Du denn schon wieder so gut Bescheid über die Zusammensetzung der Protestierenden? Hat TomJones Dir seine demographischen Studien zugespielt? Von Dir hätte ich ja solch Sprüche als Letztes erwartet.
1. Achso. Ich dachte, es ging darum, ob das, was zur Zeit als Studentenstreik bezeichnen ein echter Streik ist. Und ob das nicht besuchen von Lehrveranstaltungen, das Nicht-Schreiben von Hausarbeiten etc. eine Arbeitsniederlegung ist. Wenn jetzt natürlich alle studentischen Hilfskräfte nicht mehr an ihren Lehrstühlen arbeiten, weil sie mehr Gehalt dafür wollen, dann würden diese streiken - aber eben nur diese. Bei allen anderen ist es kein Streik, weil es nicht um Verpflichtungen aus einem Arbeitsvertrag geht. Ich verstehe, warum die Protestierenden das nicht Studentenprotest nennen wollen und deswegen lieber die Bezeichnung Streik nutzen, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass es kein Streik ist.
2. Spar Dir bitte das "von Dir hätte ich das nicht erwartet". Ich möchte sachlich diskutieren und nicht persönliche Angriffe abwehren.
3. Ich gehe davon aus, dass der Anteil derjenigen Studierenden, die zugeleih einen Job an der Universität haben, nicht sonderlich hoch ist. Vielleicht war das bei Dir an der Universität anders - aber an riesigen Universitäen wie der LMU an große Fakultäten, wo schon das Verhältnis Studierende-Professoren nicht besonders gut ist, kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass fast jeder Stundet eine Stelle an der UNi hat - bei uns an der Fakultät war das zumindest nicht so, obwohl die Jobs heißbegehrt waren.
Und ich habe bislang noch nirgends gehört oder gelesen, dass überproportional viele an der UNiversität beschäftigte Studierende protestieren. Und wenn Du meine Aussage genau liest, siehst Du ja auch, dass ich meine Aussage durch die Verwendung des Wortes "dürfte" als Einschätzung und nicht als Tatsache kenntlich gemacht habe.
eisengrau sagte:
TomJones sagte:
Und heute gibts so Emanzen, die dieser Erkenntnis widersprechen.
Scheint ja doch was dran zu sein. Nur blöd, dass kaum jemand was von diesem Wortschwurbel versteht. Hätte man ja auch alles etwas einfacher und konkreter ausdrücken können.
Eisengrau, zum Glück sind die Leute, die sich in Seminaren mit solchem Kram auseinandersetzen, ja in der Minderheit. Vielleicht gibts ja irgendwo noch so humanisierte Universitäten, wo jeder das in der Einführungswoche lernen muss? Würde mich nicht wundern oder überaschen. DAS wäre ein Grund zum Demonstrieren. Da würde ich doch lieber jedem einen Mathe-Vorkurs empfehlen.
"humanisierte Universitäten"
Junge, ich hab langsam das Gefühl, Du bist irgendwas um die 16, und loggst Dich in irgendwelche Communities ein um Rabatz zu machen. Nix im Hirn, nix auf der Pfanne, Hauptsache, die Luft scheppert.
Bist du Gargoyle?!
Meine Güte, dann eben humanistische Universitäten. Du weißt doch, was ich meine.
Und ich weise dich auf die Nettiquette hin.
26.11.2009 - 12:40 Uhr
phoenixisland
TomJones sagte:
Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, wem mit diesem Querulantentum geholfen sein soll. Anderswo auf der Welt bezahlen Studenten schon ewig für ihre Studiengänge, nur die feinen Streikstudenten hierzulande, denen gefällt das nicht. Darum solls ja auch nicht gehen im Streik, sondern jetzt beklagen sie sich, dass sie mal etwas mehr Arbeit investieren müssen als frühere Lotterjahrgänge, immer dieses Rumgemecker, anstatt sich mal auf den Hosenboden zu setzen und wirklich was für den Abschluss zu tun!Stattdessen setzt man sich auf ne Iso-Decke, trinkt Käffchen und blockiert. Tolle Sache! Aber so hilft man sich eben auch nicht. Auch wenn Gargoyle wieder aufheult, der gesunde Egoismus, sein Studium schnell und erfolgreich zu beenden, wäre auch für solche Studenten eine positive Sache. Aber nein, geht ja nicht! Man müsste dafür ja mal ein Seminar oder eine Vorlesung besuchen, ist ja unmöglich, sowas zu verlangen!marunga, natürlich gibts Schnittpunkte zwischen den Wissenschaften. Da, wo Hausarbeiten über die Glocke geschrieben, hört es aber allerspätestens auf.
word.
Wenn überhaupt, dann ja wohl der Steuerzahler von den streikenden 'Studis'! Das ist ja wohl am Schlimmsten, finde ich. Da bekommt man die Ausbildung größtenteils geschenkt, aber das reicht denen dann auch nicht...ich verstehs einfach nicht!
Wenn einem die Argumente ausgehen, nicht war?
die wirtschaftswissenschaftliche Interpretation der Glocke gilt aber schon? Sonst muss ich schnell wem Bescheid sagen, dass seine Dr.-Arbeit ungültig ist....
@Jourette:
Ja klar...Wir reden hier von net mal 4 Wochen Streik.... Was machen die ganzen armen Nachrücker, die ganzen Leute die es wagen während des Semesters krank zu werden....
Oder sind eure Lehrveranstaltungen wirklich alle so gut, dass du sie auf gar keinen Fall verpassen kannst, da sie dir in 90 Minuten Vorlesung den gesmaten Stoff so vermitteln, dass du nie wieder nachlernen musst?
Wenn ja: Schreib mal wo du studierst, ich will da auch hin.
jurette_ sagte:
Ich sage doch: Gleich abschaffen - wozu brauchen wir denn Vorlesungen?
Bei der Form, in der die Vorlesungen in manchen Fächern/Kursen gehalten werden, muß diese Frage völlig ironiefrei gestellt werden dürfen.
Selbst bei mir in den guten alten Zeiten des vergangenen Jahrtausends war es nicht zwingend nötig, den stur nie von seinem Buch abweichenden Dr. Dougherty (AKA Darth Doug) je gehört zu haben, um in Ökonometrie auf B.Sc.-Nveau sehr ordentlich zu bestehen.
Streiken ist asozial, also in diesem Fall. Den Studenten gehts einfach viel zu gut, da kommt man manchmal auf solche albernen Ideen. Sollen die doch mal jeden Tag um 7h aufstehen und 10h arbeiten, das ist schon was anderes als Toleranztee zu trinken und trallala zu machen.
TomJones sagte:
Man kann über jeden Furz promovieren, das ist doch auch nichts neues. Streiken ist asozial, also in diesem Fall. Den Studenten gehts einfach viel zu gut, da kommt man manchmal auf solche albernen Ideen. Sollen die doch mal jeden Tag um 7h aufstehen und 10h arbeiten, das ist schon was anderes als Toleranztee zu trinken und trallala zu machen.
jawoll!
gargoyle: is ja gut, kleiner....
gegen diese zustände richten sich die proteste doch auch, also wäre es nur sinnvoll, wenn diese studenten unterstützung zeigen würden.
denn eins ist sicher: wenn dann mal keine studenten den audimax besetzt halten, mosern die wiwis wieder genau so herum wie alle andern.
TomJones sagte:
Bist du Gargoyle?!
Meine Güte, dann eben humanistische Universitäten. Du weißt doch, was ich meine.
Und ich weise dich auf die Nettiquette hin.
Ich bin nicht Gargoyle, aber über Dich weiß ich inzwischen ein bisschen mehr. Insofern kann ich nur sagen: Sauber drangekriegt. Gute Performance, in Teilen sehr glaubwürdig.
Daher müssen wir die Netiquette auch gar nicht bemühen, denn Kabarettrollen können gar nicht gekränkt sein. ;-)
26.11.2009 - 20:09 Uhr
eisengrau
jurette_ sagte:
2. Spar Dir bitte das "von Dir hätte ich das nicht erwartet". Ich möchte sachlich diskutieren und nicht persönliche Angriffe abwehren.
3. Ich gehe davon aus, dass der Anteil derjenigen Studierenden, die zugeleih einen Job an der Universität haben, nicht sonderlich hoch ist. Vielleicht war das bei Dir an der Universität anders - aber an riesigen Universitäen wie der LMU an große Fakultäten, wo schon das Verhältnis Studierende-Professoren nicht besonders gut ist, kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass fast jeder Stundet eine Stelle an der UNi hat - bei uns an der Fakultät war das zumindest nicht so, obwohl die Jobs heißbegehrt waren.
Und ich habe bislang noch nirgends gehört oder gelesen, dass überproportional viele an der UNiversität beschäftigte Studierende protestieren. Und wenn Du meine Aussage genau liest, siehst Du ja auch, dass ich meine Aussage durch die Verwendung des Wortes "dürfte" als Einschätzung und nicht als Tatsache kenntlich gemacht habe.
Wenn Du sachlich diskutieren willst, würde ich Dich bitten, Deinerseits solche pauschalen Aussagen über die jeweilige Arbeitsleistung der Studierenden bleiben zu lassen.
Es sind keineswegs nur bezahlte HiWis, die an der Uni Arbeit leisten. Es gibt Soziologiestudenten, die in Projektseminaren die Feldforschung für ihre Lehrstühle unterstützen. Es gibt Studierende, z.B. Musikpädadogen, die bei offiziellen Anlässen der Uni den musikalischen Rahmen liefern oder Studierende eines Lehrstuhls, die Festschriften verfassen.
Es gibt studentische Gremien wie den Studentenrat und StuPa, die Evaluationen durchführen und sich um die Ausstattung der Lehrstühle kümmern, alles ehrenamtliche Arbeiten, die gemacht werden müssen, für die der Staat aber keine Mittel bereit stellt.
Ich habe Lehrstühle erlebt, wo die ganze Prüfungsvorbereitung von Studenten geleistet wurde, weil der Staat die Sekretariatsplanstellen weggestrichen hat.
Und zumindest in den Streiks von 1997 habe ich sehr viele dieser sowieso schon ehrenamtlich engagierten Studenten unter den Aktivisten getroffen.
Und was die Arbeitsverweigerung durch tatsächliche Angestellte angeht: Ich kenne zumindest mal einen Fall eines Profs, der angesichts der veränderten Studienbedingungen seinen Job an den Nagel hängt und ein paar Jahre früher als beabsichtigt in den Ruhestand geht, weil er sich mit dieser Form von Universität nicht mehr identifizieren kann.
Auch eine Form des Protests, die aber mangels Quantität und Öffentlichkeitswirksamkeit niemanden zum Nachdenken bringen wird.
eisengrau sagte:
denn Kabarettrollen können gar nicht gekränkt sein. ;-)
Den Verdacht, dass es sich um eine misslungene Parodie handeln könnte, hatte ja anfänglich schon mal jemand. Kann man aber mittlerweile wohl ausschliessen.
Als ob man als rechtschaffender Bürger diesem Treiben seelenruhig zusehen könnte bzw. sollte! Während sich Millionen von Menschen jeden Morgen aus dem Bett schälen um ARBEITEN zu gehen, mümmeln sich diese Blockierer in ihren Schlafsäcken, und wollen noch mehr subventioniert werden, NOCH mehr. Immer mehr wollen sie, wie man diese Gier verantworten und rechtfertigen kann, das werde ich wohl nie verstehen!








0
23.11.2009 - 18:45 Uhr
jbo007