#62
Es war ne lange Nacht die letzte Nacht und ich kann keine Gläser mehr sehn, kein Bier mehr riechen und schon gar keins mehr zapfen. Ich drehe den Schlüssel im Schloss und falle fast wie von selbst in die Waagerechte. Der Boden ist ganz rau, wir haben beim Kauf nicht darauf geachtet ob es mattes oder glattes Laminat ist. Wie man es auch nennen mag der Staub hängt mir an den Füßen als ich ins Schlafzimmer wanke und ich vermisse dich. Du schläfst schon fest und alles was mal wieder bleibt ist dein lautes Schnarchgeräusch, das ich immer so mochte. Doch in letzter Zeit ist es keine Melodie mehr, da ist es Lärm. Ich stehe auf und du bist schon nicht mehr da, ich verbringe den Tag auf dem Sofa und bemitleide mich selber. Den grünen Fleck an der Wand wollte ich schon immer mal entfernen aber selbst dazu fehlt mir die Energie. Ich sitze, liege, hänge und schleppe mich dann und wann mal in die Küche, warte auf dich und weiß du bist viel produktiver als ich. Und genau das ist es was mich in der letzten Zeit kaputt macht, Bier zapfen, Schnaps trinken, mit dem Morgenbus nach Hause fahren, Schlaf liegt im Raum, jeder für sich. Dann bist du weg und irgendwann kommst du wieder und ich erwarte von dir die Welt. Am nächsten Abend gehen wir trinken und reden mit Freunden und manchmal werfen wir uns einen Blick zu, der ganz natürlich ist. So einer, wies am Anfang immer war und ich denk die Welt ist wieder gut. Und dann siehst du das Mädchen an mit dem hellen Haar und dem schönen Po und das tust du viel zu lange und ich frage mich, warum bin ich geblieben. Ein so manches Mal sitze ich neben uns und sehe zu, was aus uns geworden ist. Und dann frag ich mich, warum bin ich geblieben.
- Wild ist die See. // Out of balance. 24.05.2012
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- Na danke. 18.03.2012
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20.11.2009 - 08:17 Uhr
meandme