19.11.2009 - 18:30 Uhr

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20 Dinge, die du über Twilight wissen musst

Text: christina-waechter - Bild: rtr

Auch wenn du magst: Du wirst diesem Phänomen in den nächsten Tagen leider nicht auskommen. Deshalb hier kurz und knapp alles Wissenswerte über das globalste Phänomen seit der Schweinegrippe.

11. Die Faszination der abertausend jungen Mädchen (und Mütter) mit dem Vampir und dem Mädchen und dem Werwolf und dem ganzen Schmonzes ist für Nicht-Betroffene ein klein wenig unheimlich. Man hat ja ein bisschen Angst vor der Botschaft dieser Bücher, deren Heldin so unselbstständig und emotional abhängig ist von einem jungen Mann, der seine Nächte damit verbringt, bei ihr einzubrechen, um sie im Schlaf zu beobachten. Diese leicht psychotischen Züge des Helden scheinen aber gerade für junge Mädchen, denen die erwachende Sexualität auch ein bisschen Angst macht, besonders attraktiv zu machen. 12. Die Fanfiction: unanständige Fanfiction ist immer eine Lektüre wert. Aber bei „Twilight“ wird es noch einmal ein bisschen lustiger. Denn anscheinend hat die keusche Lektüre die versauten Hirne vieler Fans so angespornt, dass das Internet schon fast überläuft vor lauter erotischer Geschichten, die die Vereinigung der Liebenden in allen Farben und Formen ausmalt. Sowas nennt man wohl ein virtuelles "Blue Balls-Syndrom". 13. "Twilight" hat gestern für kurze Zeit das Internet übernommen. Myspace hat die Premierenfeier in Los Angeles live übertragen und damit drei Millionen Zuschauer gewonnen. Während der Premiere ist auch Twitter geradezu übergelaufen mit Twilight-bezogenen Tweets – pro Stunde mehr als 12.000. Und das war anscheinend erst der Anfang. Am Dienstag gab es sogar schon 81.000 Tweets zum Thema. Die meisten übrigens mit positivem Tenor. 14. Möglicherweise der einzige Teenager auf dieser Welt, der kein Fan ist: Erstaunlicherweise das Disney-Geschöpf Miley Cyrus, die sagt: "I've never seen it and nor will I ever. It's a cult. I don't believe in it." 15. Das Phänomen in knappen Zahlen: Das Buch wurde weltweit in 37 Sprachen übersetzt und bisher 26 Millionen Mal verkauft. „Twilight“ war 2008 das meistverkaufte Buch in den USA. Die Verfilmung von "Twilight" lockte gleich am Eröffnungswochenende 70 Millionen Besucher in die US-Kinos. Weltweit hat der Film mittlerweile 383.520177 Dollar eingespielt. 16: Gewichtzulage, die Jungschauspieler Taylor Lautner zulegen musste, um auch im zweiten Teil der „Twilight“-Geschichte mitspielen zu dürfen: 30 Pfund, bestehend aus Muskeln. Im zweiten Band „New Moon“ verwandelt sich der nette Indianerjunge von nebenan, Jacob, nämlich in einen muskulösen Teenager, der nebenberuflich als Werwolf tätig ist. Und um den glaubhaft darstellen zu können, musst der 17-jährige Schauspieler zur Vorbereitung auf die Dreharbeiten ordentlich Masse aufpacken. 17. Wer erstaunlicherweise auch bei der Premiere in Los Angeles war: 50Cent. Aber wer kann uns sagen, warum?! 18: Das an unheimlichen Stellen nicht arme Werk Stephenie Meyers findet mit dem letzten Band seinen absoluten Höhepunkt: Dort haben Bella und Edward endlich (ENDLICH!) Sex, woraufhin Bella selbstverständlich sofort schwanger wird und dann wird es wirklich unheimlich (Merke: Sex=unvorhersehbare Folgen): Nicht nur isst das ungeborene Halb-Mensch-halb-Vampir-Baby seine Mutter von innen auf, woraufhin der liebende Gatte und untote Edward den Bauch der Mutter aufbeißen muss, was wiederum der armen Bella fast das Leben kostet und sie deshalb schleunigst in eine Vampirin verwandelt werden muss. Na-hein! Die beiden geben ihrem Kind auch noch den Namen Renesmee. Der eifersüchtige Werwolfkumpel Jacob tröstet sich daraufhin über seine unerwiederte Liebe zu Bella hinweg, indem er die gerade eben geborene Renesmee auf sich „prägt“, um dann – sobald sie in einem annehmbaren Alter (vermutlich 16) ist – eine Beziehung mit ihr eingehen zu können. Gruselig. 19: Kirsten Stewart hat da so einen Tick: 20. Die vielleicht lustigsten paar Stunden, die man sich im Zusammenhang mit „Twilight“ machen kann: Die Lektüre der äußerst bissigen und ausführlichen Zusammenfassung der vier Bände hat mehrere Vorteile: zum einen muss man kein Geld für minderwertige Literatur ausgeben. Zum anderen wird in ihnen hervorragend die tiefere Bedeutung (oder deren Abwesenheit) herausgearbeitet.
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