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Leben

| 15.11.2009 18:30  

Geräuschvolle Stille

Ein paar Tage lang schien nach dem Tod des Torwarts Robert Enke in Hannover die Welt stillzustehen, doch bei der Trauerfeier im Stadion wird klar, dass Fußball ein gigantisches Geschäft ist, und immer bleiben wird.
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diedrossel 15.11.2009 | 19:05
das ist doch alles irrsinn.

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JoergAuch 15.11.2009 | 19:31
The show must go on ...

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Obamax 15.11.2009 | 19:43
panem & circenses (hartz IV & massenwahnsinn)

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JoergAuch 15.11.2009 | 20:30
Eigentlich wäre es doch adäquat gewesen, IHN direkt im Stadion zu begraben, z. B. unterm 5-Meterraum. So macht(e) man das ja mit kirchlichen Würdenträgern auch gelegentlich. Den 5-Meterraum hätte man das einfach "Enkes Grab" genannt. Beim Springreiten gibt es das ja auch: Ein bekanntes Hindernis heißt nach seinem Erfinder "Pulvermanns Grab".

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Schokobohne 15.11.2009 | 20:38
für die zu trauern haben tuts es einem natürlich leid. trauer ist nichts schönes.
doch alles breitreden bringt ihn nicht mehr zurück zu seiner adoptivtocher und frau!
freitod ist ne üble sache, doch für den betreffenden sicherlich in dem moment die bessere lösung.

dreht sich nicht im ürbigen das ganze leben um geld und show? kranke sache echt!

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diedrossel 15.11.2009 | 20:41
mir kommt das ja langsam fast wie die rache der ehefrau vor. oder der nachträgliche, verzweifelte versuch vor, öffentlichkeit zu erzwingen. der mann, der die öffentlichkeit versuchte auszuschließen, der im grunde daran starb, wird dermaßen in seinem tod inszeniert,... ich weiß ja nicht, ob sowas auch schon wieder ein fall für die therapie ist.

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Cate81 15.11.2009 | 20:41
Ich dachte auch erst, Den Sarg im Stadion aufbahren, wie grotesk. Und tatsächlich, DAS hätte es vielleicht nicht gebraucht.

Trotzdem finde ich die Abschiedsfeier im Stadion nicht falsch. Ich glaube, dass die meisten Menschen ein sehr, sehr starkes Bedürfnis danach haben, sich anderen verbunden zu fühlen und ganz basale Emotionen (positive wie negative) mit ihnen zu teilen. Sich in einer Gruppe Gleichgesinnter aufgehoben zu fühlen. Was aber gar nicht so leicht bzw. oft unmöglich ist, wenn es - wie in unserer Gesellschaft - zumeist nur darum geht, wer seine tolle Fassade am besten in Ordnung halten und den Schein wahren und als "erfolgreich" dastehen kann.

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JoergAuch 15.11.2009 | 20:45
Cate81 sagte:
Trotzdem finde ich die Abschiedsfeier im Stadion nicht falsch.

Eine 10minütige Zeremonie vor dem nächsten Bundesligaspiel hätte es da aber auch getan.

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diedrossel 15.11.2009 | 20:47
das war ja fast ein staatsbegräbnis!

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JoergAuch 15.11.2009 | 20:56
diedrossel sagte:
das war ja fast ein staatsbegräbnis!

Das war wesentlich aufwändiger als jedes Staatsbegräbnis.

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