WWF-Expedition: Oliver auf den winzigen Inseln der Zivilisation
Oliver Braune ist für den WWF als "Regenwaldbotschafter" in Afrika - auf jetzt.de berichtet er über seine Reise.
Bei der Ankunft am Flughafen von Yaoundé schlägt mir sofort Tropenluft entgegen. Die nächtliche Fahrt zum Hotel, in dem ich die erste Nacht verbringen werde, zeigt mir schnell, wie entfernt meine Vorstellung von einer afrikanischen Großstadt von der Realität ist. Auch am nächsten Morgen, auf der Fahrt zu einem kleinen Militärflughafen, werde ich weiter belehrt. Ich beobachte Menschen, die einfache Gegenstände wie Wellblech, Lebensmittel oder gefüllte Kanister auf ihrem Kopf tragen. Überall stehen Häuser leer, am Straßenrand sehe ich Menschen, die Lebensmittel verkaufen, und der Plastikmüll quillt aus allen Ecken. Ich spüre die Hitze der Stadt nicht nur auf meiner Haut. Am Hangar werde ich zusammen mit dem Expeditionsteam von dem Piloten einer kleinen Propellermaschine begrüßt. Er möchte schnell damit beginnen, uns und unser Gepäck zu wiegen. Wie sich herausstellt, müssen wir einige Sachen zurücklassen. 46 Kilogramm Übergewicht folgen uns nun auf dem Landweg und sollen uns in den nächsten Tagen erreichen. Nach dem Start der Maschine erwartet uns ein atemberaubender Flug über den Regenwald Zentralalfrikas. Unter uns sehe ich, wie sich schmale Wege durch den Wald schlängeln. Die rote Erde der Pfade führt zu kleinen Siedlungen oder Sägewerken. Inmitten des dichten Blätterdachs bilden sie winzige Inseln der Zivilisation.


- Abschluss der Expedition: Was Oliver erlebt hat 26.11.2009
- Gegen die Mafia im Regenwald 20.11.2009
- Naturschutz greifbar machen: Folge 2 der WWF-Expedition 06.11.2009
- "Man muss den Menschen eine Alternative bieten" 30.10.2009
Mehr Texte von jetzt.de liest Du jeden Montag in der Süddeutschen Zeitung - außerdem dienstags im Lokalteil der SZ. Du kannst die SZ zwei Wochen kostenlos testen - du musst nicht einmal kündigen!
13.11.2009 - 22:52 Uhr
nixbewiesenausserich








0
13.11.2009 - 22:47 Uhr
nixbewiesenausserich