Wie eine Party bei dir Zuhause gut wird
Text: max-scharnigg - Foto: ddp
Wenn es draußen dauernd dunkel ist und die Beachvolleyball-Anlagen Winterpause haben, dann hat die gute alte Privatparty wieder Saison. Wir präsentieren 20 goldene Ratschläge für Gastgeber.
+ Grundregel: Die Gäste müssen möglichst schnell angeschickert sein. Ein Abend, bei dem die Mehrheit nüchtern ist, mag eine angeregte Gesprächsrunde werden, aber keine Party.
+ Damit die Leute das Trinken anfangen: Drück Ihnen schon an der Tür ein Getränk in die Hand. Das ist die einzige wirkliche Gastgeberpflicht – schnell für den ersten Drink sorgen. Und das sollte kein Apfelsaft sein.
+ Lade mehr Singles als Pärchen ein. Singles bleiben länger, trinken mehr, ziehen sich besser an und drängen sich eher in den Vordergrund – alles herausragende Party-Eigenschaften.
+ Reduziere die Sitzmöglichkeiten. Wer jemals eine Party mit riesigem Stuhlkreis in der Mitte erlebt hat, weiß warum. Wer sitzt, tanzt nicht. Wer sitzt, lernt keine neuen Leute kennen. Wer sitzt, stinkt.
+ Vereinfache das Angebot: Bier und ein Nicht-Bier-Getränk. Einen Topf mit salzigem Essen drin. Fertig. Nichts törnt mehr ab, als Buffets mit zehn Schüsseln und komplizierte Getränkeauswahl mit verschiedenen Gläsern. Und wer keinen Alkohol trinkt, soll halt Leitungswasser nehmen.
+ Apropos: Entweder Gläser oder Flaschen ausgeben, aber keinesfalls Plastikbecher. Die gehören zu Kindergeburtstagen, sehen schrecklich aus, gehen dauernd kaputt und lassen jedes Getränk mies schmecken.
+ Lege es lautstärkemäßig darauf an. Bloß nicht in vorauseilendem Gehorsam die Musik leise drehen. Merke: Die Polizei kommt erstmal immer nur zur Verwarnung. Und die Nachbarn sind doch nur Nachbarn.
+ Schaffe neue Lichtquellen für diesen Abend – und zwar wenige. Aus den normalen Deckenlampen die Birnen rausdrehen oder durch 25-Watt-Funzeln ersetzen. Dunkelheit ist essentiell für eine gute Party, wenn es dunkel ist, sehen alle Gäste besser aus und fassen sich gegenseitig an.
+ Denke nach, wie viele Menschen maximal in deine Wohnung passen. Dann lade doppelt so viele ein.
+ Engagiere jemanden, der sich um die Musik kümmert, wenn möglich den ganzen Abend. Was immer schief geht ist folgender Gedanke: „Naja, am Anfang kann ich ja selber ein bisschen auflegen und dann wird mich schon irgendwer ablösen.“
Gastgeber die dauernd nach der nächsten Platte wuseln sind unerträglich. Genauso wie eine totale Autokratie an der Anlage, bei der jeder seine Musikwünsche auflegt.