Klamottenpaar der Woche: Anna Isabell und Martin vom Münchner Unistreik
Ein Mädchen und ein Junge verraten jede Woche, was sie anhaben und was das gekostet hat. Sie sind unser Klamottenpaar der Woche, aber in echt nicht notwendigerweise zusammen. Für diese Ausgabe haben wir uns bei einer Hörsaalbesetzung umgesehen.
Anna Isabell, 26, studiert Freie Bildhauerei an der Kunstakademie München und kommt ursprünglich aus der Nähe von Mönchengladbach
Anna, was hast du an, wo hast du es her und wieviel hast du dafür ausgegeben?
Die Fellmütze ist von einem Flohmarkt aus Amsterdam und hat 30 Euro gekostet. Der Schal ist von American Vintage und war ein Geschenk. Meine Jacke ist eine alte H&M Jacke vom Flohmarkt für 2 Euro. Der graue Pulli hier, den ich drunter trage ist ein ganzer alter Diesel-Pulli von meinem großen Bruder. Da gab es anscheinend mal so eine Zeit, wo alle Jungs Diesel tragen mussten. Die Biker-Boots sind von Sanchez und auch schon ziemlich alt. Ursprünglich haben die aber mal 150 Euro gekostet. Das lilafarbene Teil, das ich als Rock trage, war mal irgendein Jerseyteil von American Apparel, aber ich weiss nicht mehr wieviel das gekostet hat.
Ihr besetzt gerade im Rahmen des Bildungsstreiks die Kunstakademie. Hat das deine Klamottenwahl beeinflusst?
Ich erinnere mich nicht mehr, wieso ich genau das hier vor vier Tagen angezogen habe. Seitdem bin ich nämlich hier in der Uni und habe die Sachen an. Und ja, ich schlafe auch in denen. Alles für die Revolution! Oben liegen Matratzen und da übernachten wir solange bis wir etwas erreicht haben! Und das sollten alle tun! Das ist ein Aufruf!

Was war das Exzentrischste, das du bis jetzt getragen hast?
Gar nichts. Also meine bloße Nacktheit. Und zwar bei der Perfomance „Drei Teilchen ergeben noch lange keinen Raum“ von dem Projekt Perineum 2000, das ich mit ein paar Freundinnen aus der Freien Bildhauerei zusammen mache. Wir haben das im Münchner Carl-Orff Haus aufgeführt.
Hast du einen geheimen Shoppingtipp weiterzugeben, irgendein Markt oder Geschäft, wo du immer was findest?
Nö. Ich habe viel zu viele Klamotten. Wenn ich was suche, finde ich es in meinem eigenen Kleiderschrank. Ich ändere die Sachen dann einfach so ab, wie ich es gerade brauche. Dieses lilafarbene Teil hier zum Beispiel (zieht an ihrem Rock) ist auch einfach nur von einem Kleid abgeschnitten.

Gehört dein Hund zu deinem Outfit? Wie heisst der?
Der heisst Laser. Der macht halt mit bei der Revolution.
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