#61
Würde ich jetzt sagen halt mich, dann wäre das nicht mehr als ein wehmütiges Gerede über den Tag, an dem du gegangen bist. Ich habe noch halb geschlafen, als du mir ein letztes Mal die Strähne aus dem Gesicht und eine Feder vom Bauch gestrichen hast. Das hat sich angefühlt wie es sich jeden Morgen anfühlte, wenn du gegangen bist. Nur diesmal alles viel trauriger. So unsanft hat sich dein Köper über meinen gehoben und so lieblos hast du mich zugedeckt. Viel mehr hättest du einfach gehen sollen, dann hätte ich weniger erahnt als ich es somit tat. Ich hab versucht mir einzureden, dass du eigentlich gar nicht so schön bist. Jeden Tag aufs neue. Und jeden weiteren Abend in deinen Armen bin ich daran kläglich gescheitert. Und niemals hast du auch nur einen leisen Atem voller Ahnung in dir gehabt, nicht mal einen Hauch davon. Ich hab versucht unwiderstehlich zu sein, und das mit Erfolg. Ich habe versucht die richtigen Worte zu finden, um die Falschen zu umgehen, ich hab versucht nichts zu erwarten und dabei heimlich doch nur gewollt. Und jetzt liege ich in diesen hellen Laken voller Leere und frage mich wo deine Hände sind, wo sind deine Schultern wenn ich sie brauche und wo ist der jemand, dem ich so lange etwas gezeigt habe, was es eigentlich gar nicht gegeben hat. Alles nur, um diesen einen Tag zu umgehen.
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Alles nur, um diesen einen Tag zu umgehen.
Danke für diesen Text, zu dem ich nicken kann und zu diesem Foto, dass ich lange betrachten mag.
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08.11.2009 - 00:42 Uhr
lousal