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Grün

| 06.11.2009 18:30  

Naturschutz greifbar machen: Folge 2 der WWF-Expedition

Oliver Braune ist als "Regenwaldbotschafter" in Afrika tätig. Auf jetzt.de berichtet er in den nächsten Wochen über seine Arbeit in Afrika. In der zweiten Folge der Expeditions-Kolumne reagiert Marcel vom WWF auf Fragen aus dem jetzt-Kosmos.
Freitag, 06.11.2009, abends: In diesen Momenten betreten die drei Regenwaldbotschafter der WWF Jugend.de afrikanischen Boden. Unter ihnen Oliver aus Bonn, Journalistikstudent und überzeugter Naturschützer. Für ihn ist die Expedition nach Dzanga-Sangha kein Reiseabenteuer – vielmehr will er gemeinsam mit der Umweltstiftung Hilfe für den afrikanischen Regenwald organisieren. Auch auf jetzt.de wird Oliver am kommender Woche hier über seine Erlebnisse berichten. Marcel Gluschak vom WWF über eine große, aber machbare Herausforderung:

Olivers Interview vorige Woche hier auf jetzt.de hat eine kontroverse Diskussion entfacht. Ist es der richtige Ansatz, junge Menschen aus einem reichen Staat in ein Entwicklungsland zu schicken? Können wir die Probleme vor Ort überhaupt bewältigen? Sollten wir nicht erstmal vor unserer eigenen Haustür kehren? Dass dieses Thema überhaupt noch solche Debatten provoziert, ist schon ein gutes Zeichen. Anscheinend ist uns die Umwelt noch nicht egal ...

Olivers Ziel ist natürlich nicht ohne: die Menschen in Deutschland informieren, wachrütteln, mobilisieren. Wer Dzanga-Sangha selbst erlebt hat, wird diese Eindrücke nie mehr vergessen und diese einzigartige Landschaft schützen wollen. Auf der anderen Seite soll „unberührte Natur“ auch „unberührte Natur“ bleiben. Klar – deshalb kann natürlich auch nicht jeder in diese Urwaldwelt geflogen werden.

Und die drei Regenwaldbotschafter der WWF Jugend sollen jetzt den Regenwald retten? Ein bisschen viel verlangt, oder? Oliver bringt es auf den Punkt, wenn er sagt: „Meine Aufgabe ist Medienarbeit.“ Die anderen virtuell mitnehmen, sie für dieses Naturwunder begeistern. Viele Menschen reagieren nun mal nicht unbedingt auf wissenschaftliche Studien. Erst, wenn eine solche Studie durch persönliche Erlebnisberichte ‚anfassbar’ wird, hört die Mehrheit der Menschen hin. Was im Kongobecken mit der Natur und den Menschen passiert, wissen wir schon lange. Aber handeln wir dann auch? Viele Menschen brauchen etwas Konkretes. Ihre eigenen Erlebnisse, authentisch und ohne Drehbuch – das ist das, was Oliver, Silke und Janine uns schicken wollen.


Eine Lichtung in Dzanga-Sangha (Foto: WWF)

Der WWF arbeitet seit vielen Jahren zum Naturschutz, sowohl in Deutschland wie zum Beispiel auch seit 1990 im Dzanga-Sangha-Waldreservat. Wir haben dort schon viel erreicht, vor allem konnte die Wilderei eingedämmt werden. Trotzdem müssen weitere Anstrengungen unternommen werden, denn noch immer gelingt es Jägern, Elefanten für Elfenbein zu schießen und tote Affen als Bushmeat auf den Schwarzmarkt zu bringen. Der Jagddruck nimmt deutlich zu: Über 6.000 Gorillas werden pro Jahr für den Buschfleischhandel getötet.

Der kommerzielle Bushmeathandel gefährdet aber nicht nur die Artenvielfalt der Tropenwälder - er bedroht auch die Lebensgrundlage der dort lebenden 150 Millionen Menschen. Sie zählen zu den Ärmsten der Welt und bewohnen in Dorfgemeinschaften jene Wälder, von deren Wildtieren sie sich seit Jahrtausenden ernähren. Ihre traditionelle Jagd ist für sie überlebenswichtig, bleibt jedoch – anders als die massenorientierte Abschlachtung von Wildtieren – im Einklang mit der Natur.

Die Gorillas werden jedoch nicht nur durch Wilderer bedroht – der Ebolavirus breitet sich aus. Unsere Gorillaforscher vor Ort wollen ein Immunisierungsprogramm für die Gorillas aufbauen – hierfür werden mehrere tausend Euro gebraucht. Und auch die Abholzung bedroht das grüne Herz Afrikas: Die Straßen der Holzkonzerne fressen sich viel zu schnell und unkontrolliert durch die uralten Wälder. So schnell können sie nicht nachwachsen – das Land verödet dauerhaft.

Die Expedition soll die Aufmerksamkeit auf diese Probleme lenken. Aber nicht als Anlass für eine gemeinsame Runde Mitleid. Sondern mit dem Aufruf, jetzt etwas dagegen zu tun. Der WWF hat die Möglichkeiten vor Ort, die Natur zu schützen, die alten Kulturen der Pygmäen zu bewahren und das Leben der neu hinzugezogenen Menschen auf eine ertragreiche und nachhaltigere Basis zu stellen. Naturschutz für die Natur und für die Menschen – das kann in Dzanga-Sangha ermöglicht werden.

Hierfür brauchen wir deine Unterstützung. Ab Sonntag, den 8. November, werden Oliver, Silke und Janine täglich aus dem Dschungel berichten und die Projekte vorstellen, für die wir Spenden sammeln wollen. Und natürlich wird es auch in den nächsten Wochen auf jetzt.de exklusive Berichte von Oliver geben – er freut sich auf eure Meinungen, eure Ideen und eure Unterstützung.





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chocolatecat 07.11.2009 | 10:09
♥ gorillas

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nordzucker 07.11.2009 | 16:53
also, besonders kontrovers war die erste diskusion nicht.

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afrirali 08.11.2009 | 09:12
oh gott, das liesst sich echt wie ein aufruf in einer schülerzeitung für neuntklässler.

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wyk 09.11.2009 | 19:30
afrirali sagte:
oh gott, das liesst sich echt wie ein aufruf in einer schülerzeitung für neuntklässler.

Muß man so ein Thema wie einen Thriller aufbereiten? Es kommt doch auf den Inhalt an!

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zoetabea 13.11.2009 | 03:03
Grossartige Aktion - und wem der Beitrag hier zu unspektakukär ist, der sollte mal auf www.wwf-jugend.de gehen. Durch die ganzen Videos, Bilder und Live-SMS der "Regenwaldbotschafter", die da online sind, fühlt man sich wirklich wie mittendrin!

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