Leben im Streik
Text: andrea-heinz
Seit Donnerstag streiken Studenten in Österreich gegen die Bildungsreform. jetzt.de hat sich im Audimax der Wiener Uni umgesehen.
Ako, 21, gehört zur AG Mobilisierung. Grade schickt er eine Mail an einen befreundeten Grafiker mit der Bitte, Flyer für eine Veranstaltung an der PoWi (Politikwissenschaft) zu gestalten. „Ich glaube nicht, dass es reicht, alle vier Jahre wählen zu gehen“, sagt er. „Man kann nicht einfach die Verantwortung an die Politik abgeben. Man muss selbst etwas machen. Und zwar zusammen – Politik macht man nicht für sich alleine.“
Sarah, 23, studiert eigentlich Jura und Soziologie. Bei der Besetzung war sie zuerst nur „Zaungast“. „Eine leicht träge Grundhaltung, typisch österreichisch eben“, lacht sie. Mittlerweile kümmert sie sich bei der AG Presse um das Bild der Besetzung in den Medien. „Das ist enorm wichtig. Es würde wenig Sinn machen, wenn wir nur im Saal sitzen und nichts nach außen dringt.“ Sie findet es toll, wie schnell sich die Leute der AG Presse in ihre Aufgaben eingearbeitet haben. „Alles funktioniert reibungslos – und das ohne jede hierarchische Struktur.“