25.10.2009 - 18:30 Uhr

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Der böse leere Bildschirm

Viele Studenten scheitern an der Abschlussarbeit, weil sie nicht rechtzeitig um Rat fragen

Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.


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Bombastic
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Mag ich Mag ich nicht

-5

25.10.2009 - 19:47 Uhr
Bombastic

Das kann mir nicht passieren. Ich glaube der Fehler ist wenn man alles perfekt und richtig machen will. Jeder SAtz muss perfekt formuliert sein etc. Das ist falsch, Hirn ausschalten und einfach losschreiben heisst die Devise.
Meine Abschlussarbeit mach in 2-3 Tagen fertig, denke ich mal. Schöne Vorlage googeln und dann klapperkplapper

deezain
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Mag ich Mag ich nicht

2

25.10.2009 - 20:14 Uhr
deezain

der fehler ist die diplomarbeit an sich. das konzept einer geschriebenen abschlussarbeit ist ausserhalb der literarischen studiengänge absolut anachronistisch.

was beweist denn eine diplomarbeit ?

doch nur, dass man es schafft, 3 bis 6 monate all den dingen zu entsagen, die der eigentliche antrieb des jobs sind - zeichnen, modelle bauen, recherchieren, im labor arbeiten usw.

stattdessen sitzt man stumpf herum und schlägt sich mit einer wiedergabeform herum, die man intuitiv nicht wählen würde.

und das beste: keine sau schaut sich hinterher so eine arbeit an ... voll für die füsse.

MorbusBahlsen
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Mag ich Mag ich nicht

0

25.10.2009 - 22:16 Uhr
MorbusBahlsen

Liebes jetzt.de - wer ist der Autor?

nordzucker
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0

25.10.2009 - 22:49 Uhr
nordzucker

ich hatte einige helfer beim diplom. find/ fand das nicht so tragisch. anders waere das nicht zu schaffen gewesen. denen wurde hinterher auch ganz offiziell im diplomreader gedankt.
die unterschiedlich grossen helferteams waren zwar letztlich problematisch, denn es wurde natuerlich das ergebnis bewertet- aber das ist real auch nicht anders.
die groesste hilfe war allerdings, dass jemand da war, wenn man den faden verloren hatte.
na ja, andere zeit damals.

aber letztlich stimms: fast keine sau schaut sich die arbeit an. vielleicht 10 minuten fuer eine arbeit, an der man fast ein halbes jahr gesessen hat.

drolli
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26.10.2009 - 00:05 Uhr
drolli

nordzucker sagte:
....
aber letztlich stimms: fast keine sau schaut sich die arbeit an. vielleicht 10 minuten fuer eine arbeit, an der man fast ein halbes jahr gesessen hat.


Diplomarbeiten, deren Inhalt mehr als 10 Minuten zum Verstehen braucht beweisen dass der Student absolut aussergewoehnlich war. Verdammt, die meisten cond-mat (ein preprint-server) paper, die durch meine Stichwortsuche gehen bekommen keine 30 Sekunden.

Nichtdestotrotz ist die Diplomarbeit wichtig; zumindest der am eigenen Lehrstuhl kann sie durchaus nuetzlich sein, so denn dort aufeinander aufgebaut wird und technische Informationen (z.B. was tut Knopf xyz in der Software und was tut Buchse sowieso an der selbstgebauten Elektronik. Wie kalibriere ich das Experiment? Das muss nicht jeder neu erfinden.). Ausserdem zeigt sie die prinzipielle Eignung fuer eine Promotion.

Schnatterlieschen
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26.10.2009 - 08:42 Uhr
Schnatterlieschen

Könnte es nicht auch so sein, dass Studenten, die auf einen Diplomabschluss hin studieren, während ihres Studiums nicht hinreichend auf das wissenschaftliche Schreiben vorbereitet werden? Ich weiß ja nicht - ich selbst studiere auf Magister - aber wenn ich mich so im Freundeskreis umhöre, dann hab ich den Eindruck, dass die Leute, die auf Diplom studieren, fast nur Klausuren schreiben, vielleicht noch ein bis zwei Studienarbeiten. Da verwundert es mich nicht, wenn manch einer vor dem großen Berg Diplomarbeit kapituliert.
Mhm, hab vielleicht auch ein falsches Bild von den Diplom-Studiengängen... :)

nomojo
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Mag ich Mag ich nicht

2

26.10.2009 - 10:02 Uhr
nomojo

Irgendwie seltsam, dass mittlerweile Coaches das machen, was eigentlich die Betreuer der Diplomarbeit leisten sollten.
Ich musste bevor ich anfing zu schreiben ein Konzept vorlegen, das stichpunktartig den Inhalt der Arbeit wiederspiegelte. Dann nach jedem Kapitel vorzeigen und besprechen, eventuell auch öfter. Daneben Experimente durchführen und diese eventuell anpassen. Da wird man dann auch pünktlich fertig.

Bei vielen Studiengängen ist es aber wohl leider so, dass man seinen Betreuer genau zweimal sieht: bei der Themenvergabe und bei der Abgabe. Traurig. Da kann man schon mal verzweifeln.

suesswarenabteilung
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Mag ich Mag ich nicht

0

26.10.2009 - 10:11 Uhr
suesswarenabteilung

ich hab zwar nur ne ba-arbeit geschrieben, wurde aber sehr gut betreut und hatte das gefühl, ich hätte zu jeder tages- und nachtzeit meinen dozenten um rat fragen können. in der note hat sich der erfolg dann auch gezeigt. hätte ich seine betreuung schon bei hausarbeiten so mutig in anspruch genommen, hätte ich mein studium um einiges besser abschließen können. keine ahnung, warum ich da sone hemmschwelle hatte und "alles alleine machen wollte". ich dachte, das gehört so.

nordzucker
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Mag ich Mag ich nicht

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26.10.2009 - 11:15 Uhr
nordzucker

drolli sagte:
(...)
Diplomarbeiten, deren Inhalt mehr als 10 Minuten zum Verstehen braucht beweisen dass der Student absolut aussergewoehnlich war.
(...)

kommt sicher auf den studiengang an. unsere diplome waren 100% unbetreut. da braucht man schon ein wenig zeit um sich reinzudenken.

wenn man mehr als 10 min brauchte um es zu verstehen bewies es eine schlechte arbeit. wurde sich nach dem verstehen mehr zeit genommen war es ein gutes zeichen.


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