25.10.2009 - 18:30 Uhr

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Die haben mehr zu erzählen als wir

Text: julia-finger - Fotos: Four Music, Sektenmuzik, Hirntot Records

Viele Rapper sind Einwandererkinder – reimen sie die besseren Geschichten? Besuche bei Miss Platnum, Greckoe und Dr. Jekyll

Ruth kommt im April im Flugzeug nach Berlin-Schönefeld und fährt mit dem Bus über die Grenze in den Westteil der Stadt. Sie trägt eine Hornbrille, deren kaputte Bügel mit Leukoplast fixiert sind. Ihre Nase klebt an der Fensterscheibe. Sie staunt. In Berlin scheint, anders als in Rumänien, alles zu glänzen. Als sie aussteigt, nehmen ihre Eltern sie in den Arm und gehen mit ihr zu McDonald’s. Einen Cheeseburger essen. Eine Cola trinken. Das neue Leben feiern. Es ist 1988 und die kleine Ruth Maria Renner ist gerade mit ihrem Bruder aus dem rumänischen Timisoara nach West-Berlin gekommen, die Eltern sind schon seit acht Monaten in der Stadt. Die beiden Wetterforscher flohen aus dem kollabierenden Ceausescu-System nach Ungarn und dann zu einer Schwester von Ruths Vater nach Berlin. Sie hatten eine sogenannte Familienzusammenführung beantragt. Ruth und ihr Bruder leben fortan bei den Großeltern. „Wir dachten, unsere Eltern wären auf einer Forschungsreise. Wir durften nicht wissen, dass sie geflohen sind. Niemand wusste etwas davon, bis auf Oma und Opa“, sagt Ruth, heute 29. Sie sitzt mit einer Cola in der Hand in einem portugiesischen Restaurant in Kreuzberg, nicht weit vom U-Bahnhof Kottbusser Tor entfernt und erzählt, wie ihre Vergangenheit zu ihrer Zukunft wurde. Der „Kotti“ ist die Hauptschlagader des Stadtteils und Kreuzberg das multikulturelle Herz Berlins. Menschen aus 186 Ländern wohnen in Deutschlands Hauptstadt. Die einst geteilte Metropole ist heute das Zuhause von Chinesen und Türken, Angolanern und Weißrussen, Argentiniern und Kroaten. Täglich treffen hier Kulturen und Religionen, Wünsche und Träume aufeinander. Viele Musiker, vor allem viele Rapper schöpfen aus diesem Alltag Themen für ihre Songs.
Miss Platnum Als sie mit acht Jahren nach Berlin kam, beherrschte sie bereits die deutsche Sprache – im rumänischen Siebenbürgen gehörte sie zur deutschen Minderheit. Als sie in Deutschland wegen ihres Akzents mit dem markant rollenden „R“ gehänselt wird, trainiert sie sich den kleinen „Fehler“ hartnäckig ab. Heute aber kramt sie den rumänischen Akzent wieder hervor und kokettiert in ihren Songs mit Balkan-Klischees, sie singt von Zwangsheirat und fettigem Essen. Ruth wächst im Gegensatz zu den meisten Migranten nicht im Großstadtghetto auf, sondern in eher gutbürgerlichen Verhältnissen. Sie lernt diszipliniert und wundert sich über die lockere Atmosphäre an deutschen Schulen. „In Rumänien wurde mit einem Stock auf die Fingerkuppen geschlagen, wenn man frech war. Hier machten die Kinder, was sie wollten. Das war neu für mich.“ Die anderen Schüler beschimpfen Ruth als Streberin und der rumänische Ehrgeiz legt sich zunächst. Ruth macht ihr Abitur mit einem Schnitt von 2,5 und studiert Romanistik. Nach zwei Vorlesungen merkt sie: Das ist es nicht. Sie will Musikerin werden und besucht ein Konzert der in Berlin lebenden Soulsängerin Jocelyn B. Smith und sieht dabei einen Aushang. Smith bietet Gesangsunterricht. Von nun an lernt sie für 100 Mark pro Stunde Singen und darf bald bei Konzerten von Smith im Background mitmachen. Das Geld für den Unterricht verdient Ruth als Putzfrau in einem Kindergarten. Ruth strebt nach mehr, nennt sich Miss Platnum und nimmt ein Album auf. Das Debüt „Rock me“ erscheint im Januar 2005 bei einem kleinen Plattenlabel. „Ich wollte nach Tweet klingen, nach Jill Scott und Erykah Badu, vergaß dabei aber, ich selbst zu sein“, erinnert sich Ruth. Noch heute stapeln sich die nicht verkauften Exemplare in ihrer Wohnung. Aber sie entdeckt ihren Ehrgeiz wieder, den sie in der Pubertät abgeschüttelt hatte und geht ihre Idee neu an. Ihr Freund, Ill Vibe von der Band Seeed, hilft ihr. „Er feiert meine Mentalität“, sagt Ruth. Er rät ihr, aus Miss Platnum eine goldschmucktragende Kunstfigur zu machen, die selbstgebrannten Schnaps trinkt, Mercedes fährt und Kohlroulade liebt. Aus den soften Soulsounds werden harte Hip-Hop-Beats, unterlegt mit Blechbläsern, Folk-Samples und deutlichen Balkan-Einflüssen. Musikmagazine und das Feuilleton loben das zweite Miss Platnum-Album, seit September gibt es das dritte, „The Sweetest Hangover“, zu kaufen und es ist eigenartig, wie ihr die überzeichneten Anleihen aus ihrer einstigen Heimat den Erfolg bringen.
Greckoe Konstantinos Tzikas, 23, ist Grieche und seine erste Single als Rapper Greckoe hieß „Typisch griechisch“. Sie landete 2008 auf Platz zwei der MTV-Chart-Show „TRL“. Er ist bei dem Label Sektenmuzik unter Vertrag – sein Chef ist dort Rap-Superstar Sido. Greckoe sitzt in einem Beachclub an der Spree und beobachtet, wie sich die Glut in den Filter seiner Zigarette frisst. Die Hose hängt tief im Schritt, das Basecap sitzt schief, schief wie die beiden Schneidezähne, die man sieht, wenn er lacht. Doch jetzt lacht er nicht. Er erzählt, wie der griechische Bürgerkrieg seine Großeltern einst nach Ungarn und dann über Leipzig und Dresden nach Berlin trieb. Der Vater wird Fabrikarbeiter, die Mutter Kindergärtnerin, die Schwester Sozialpädagogin. Für ihn gibt es nur das Rappen. Die Gegend, aus der er kommt, ist kein verwahrloster Wohnblock in einer der Trabantenstädte, von denen Rapper sonst in ihren Texten erzählen. Trotzdem leben hier viele Aussiedler, vor allem Griechen. Thematisch unterscheidet sich Greckoe auch von den Gangsterrappern. Statt von Schusswunden erzählt er vom Neuanfang seiner Großeltern in Deutschland oder vom Schulsystem. „Ich bin in der Szene einer der Wenigen, die positiven Rap machen, ohne dabei schwul zu klingen.“ Kann man im deutschen Hip Hop nur mit sogenanntem Migrationshintergrund erfolgreich sein? Greckoe überlegt. „Klar, die meisten Rapper sind Einwandererkinder oder Ausländer. Aber dass sie Erfolg haben, hat nichts mit dem Pass zu tun“, vermutet er. „Aber wir Ausländer haben wahrscheinlich mehr zu erzählen und sind deswegen die besseren Rapper.“
Dr. Jekyll Dr. Jekyll hat eine philippinische Mutter und einen ukrainischen Vater. Sie ist in Neukölln, Wedding und auf den Philippinen aufgewachsen, ihren echten Namen will Jekyll nicht verraten, auch ihr Alter behält sie für sich. „Meine Rapcrew und ich hatten schon oft Probleme mit dem Gesetz, auch deswegen wollen wir anonym bleiben.“ Die Berlinerin rappt seit drei Jahren, vorher hat sie mit Spraydosen die Hauptstadt verschönert. „Meine Kreativität musste ich immer irgendwie ausleben, ob im Malen oder durch die Musik.“ Mit vier Jahren begann sie das Klavierspiel, mit acht nahm sie Kampfsportunterricht. „In der Schule war ich das Ausländermädchen, die mit der dunklen Haut. Gegen solche Vorurteile musste ich mich früh wehren.“ Schon in der Grundschule wurde Jekyll wegen ihrer Wurzeln gemobbt, ließ sich aber nie etwas gefallen. Die Situation eskalierte, als die damalige Drittklässlerin einem Mitschüler vor Wut einen Bleistift in die Hand rammte und der Junge ins Krankenhaus gebracht werden musste. „Von da an gab’s regelmäßig Schlägereien und Ärger mit den anderen Kids.“ Nach dem Unterricht lauerten ihr Schulkameraden auf und versuchten, sie zu verprügeln. Aber der Kampfsportunterricht zahlte sich aus. „Als Ausländer wirst du auch von Leuten dumm angemacht, die du gar nicht kennst. Einfach so in der S-Bahn dumme Sprüche kassieren, weil du nicht deutsch bist – das ist normal hier in Berlin.“ In einer Graffiti-Crew findet die zierliche Musikerin Rückhalt, bevor sie auf die Berliner Rapper Dr. Faustus und Blokkmonsta vom Label Hirntot Records trifft. Hirntot ist seit der Gründung im Jahr 2005 aus der Berliner Untergrund-Rapszene nicht mehr wegzudenken. Sieben Musiker sind derzeit bei der Plattenfirma unter Vertrag. Die Hirntot-Künstler sind vor allem durch ihre harten Texte über morbide Themen und ihre musikalisch düsteren Produktionen bekannt. „Wir machen keinen gewöhnlichen Rap, sondern Psychokore“, erklärt Jekyll. In ihren Texten spielt die Berlinerin gern die Gerichtsmedizinerin, die Menschen aufschlitzen und auseinandernehmen muss: „Getrieben von Hass, bahne ich mir meinen Weg/Du kannst versuchen zu fliehen, doch jede Hilfe kommt zu spät/Mit dem Skalpell in der Hand steht die Welt für mich offen/Von Geburt an hass’ ich Menschen, jeder ist davon betroffen“. An einem Donnerstag vor zwei Jahren stürmen SEK-Beamte Wohnungen und Studio der Hirntot-Musiker. Den Künstlern wird vorgeworfen, in ihren Texten Gewalt zu verherrlichen und zum Mord an Monika Griefahn von der SPD aufzurufen. Im vergangenen Jahr wurden drei Hirntot-Rapper unter anderem wegen Aufforderung zu Straftaten, Gewaltdarstellung, Beleidigung und Volksverhetzung zu Bewährungs- und Geldstrafen verurteilt. „Wir müssen aufpassen, was wir rappen“, sagt Dr. Jekyll. Doch die Künstlerin lässt sich nicht den Mund verbieten. „Ich habe viele Fans, die Kunst und Fiktion in meiner Musik erkennen. Ich wüsste auch nicht, was ich anderes machen sollte hier in Berlin. Ich bin Rapperin mit philippinisch-russischen Wurzeln – ich habe viel zu erzählen und das wissen die Leute.“ Rumänien, Griechenland, Philippinen: Der Rap ist für viele ein Umgang mit der Herkunft – und mit der Heimat. Für Greckoe ist das Berlin. Für Ruth auch. „Meine Heimat ist Berlin, nicht Rumänien“, sagt sie. „Ich könnte mir nicht mehr vorstellen, woanders zu leben.“


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bambelbee
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Mag ich Mag ich nicht

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25.10.2009 - 18:49 Uhr
bambelbee

ist ja echt interessant

Bombastic
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Mag ich Mag ich nicht

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25.10.2009 - 19:05 Uhr
Bombastic

Ich möchte nie wieder was über irgendwelche Rapper in Berlin lesen.
Ich möchte eigentlich gar nichts über Berlin lesen.
Das ist mein Wunsch für die Zukunft.

Ioana
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Mag ich Mag ich nicht

3

25.10.2009 - 19:05 Uhr
Ioana

sorry, wenn ich das so sage, aber grade miss platnum als vertreterin rumänisch geprägtem pop oder rap zu liefern ist ziemlich gewagt. zum einen sind die tatsächlichen einflusse traditionellen rumänischen folks spärlich und mainstreamgeschmackmäßig gestreut, sodass die mucke nichts anderes als recht tanz- und kreischbarer discopop ist. zum anderen ist die dame keine "rumänin" sondern eine angehörige der deutschen minderheit mit ihren eigenen volksliedern und bräuchen. keine diskriminierung, es macht sie nur nicht sonderlich authentisch. da ist eine musik mit ein paar mundfertig verpackten tubaeinlagen und einer sängerin, die sich wunderbar sämtlichen klischees bedient, die über osteuropa existieren. das ist eine einträgliche art musik zu machen, als authentisch oder individuell würde ich es nicht bezeichnen. dafür hat der balkan seine ganz eigene musik, sprache und geschichte, die miss platnum garantiert nicht mit und ihrer musik verkörpert. nur meine meinung.

die anderen kenne ich (leider) nicht.

Bombastic
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-2

25.10.2009 - 19:33 Uhr
Bombastic

„Als Ausländer wirst du auch von Leuten dumm angemacht, die du gar nicht kennst. Einfach so in der S-Bahn dumme Sprüche kassieren, weil du nicht deutsch bist – das ist normal hier in Berlin.“

Stimmt doch einfach nicht. Erstens beträgt der Ausländeranteil in U- und S-Bahn bestimmt 30%-40%. Zweitens fahre ich sehr oft damit und ich habe noch nie gesehen, dass da jemand angemacht wurde. Und ich schätze mal in Berlin ist das auch nicht viel anders ist. Obwohl da natürlich alles etwas härter ist. Die Stadt macht dich kaputt etc pp

Charlotte94
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2

25.10.2009 - 19:46 Uhr
Charlotte94

Ich find unkritische Berichte Doof !
So ist das kein Artikel, sondern drei Personen dürfen mal eben erzählen, was ihnen so einfällt, egal wie schwachsinnig es ist...
Vielleicht wäre ein ausführliches Interview mit nur einer Person (von mir aus auch als Serie, wenns jemanden interessiert) besser gewesen und hätte auch die drei Rapper besser da stehen lassen...
Man weiß es nicht, woher auch .

Bombastic
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0

25.10.2009 - 19:53 Uhr
Bombastic

Ist jemand aufgefallen dass Dr jekill voll gewalttätig ist: Schon in der dritten Klasse jemand die Hand durchbohrt, regelmässig Schlägereien, dann Vandalismus durch Graffiti-Geschmiere, Haft und Geldstrafen wegen gewaltherrlichenden Texten, beleidigung und Volksverhetzung.
Aber als ausländer wirst du halt gemobbt in Berlin. Irgendwo muss die Energie dann raus. Die Stadt macht dich fertig.

bangforthebuck
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1

25.10.2009 - 20:03 Uhr
bangforthebuck

was für eine Auswahl...
da bleibt einem nur Kopfschütteln und ein Gedanke an die Zeit von AC und "Fremd im eigenen Land". Das nenne ich Auseinandersetzung.
Von mir aus hätte man sogar Samy Deluxe oder die Brothers Keepers auswählen können, aber doch bittschön nicht die!

Tulpenkrieg
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Mag ich Mag ich nicht

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25.10.2009 - 20:20 Uhr
Tulpenkrieg

ich muss mich meinem vorschreiber leider anschließen. vom prinzip ist das ganze ja nett gedacht, auch wenn die rapper/migranten-debatte mittlerweile wohl wirklich keine neuen erkenntnisse mehr bringen dürfte.
hinzu kommt, dass miss platnum nun alles andere als eine rapperin ist, dr. jekyll leider jegliche relevanz fehlt, und greckoe sicherlich rappen kann, scheinbar aber nicht wirklich viel zu sagen hat, denn er findet im artikel kaum beachtung.
ac und "fremd im eigenen land" wieder hervorzukramen hätte zwar auch nicht not getan, aber ein paar spannendere zeitgenossen als die hier aufgeführten hätte es wahrlich gegeben. schade.

bangforthebuck
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25.10.2009 - 20:38 Uhr
bangforthebuck

Tulpenkrieg sagte:
ac und "fremd im eigenen land" wieder hervorzukramen hätte zwar auch nicht not getan, aber ein paar spannendere zeitgenossen als die hier aufgeführten hätte es wahrlich gegeben. schade.


hast natürlich Recht, das aber soll hauptsächlich ein Hinweis darauf sein, wie alt das Thema schon ist.

Beru
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0

25.10.2009 - 21:20 Uhr
Beru

ja, meine fans wissen auch immer wie ichs mein, und können fiktion, ironie und ernst immer auseinanderhalten. selbst wenn ich das selbst manchmal nicht mehr kann. aber die sind halt die besten, meine fans halt. hätte ich meinem fan in die hand gestochen, der hätte das verstanden und drüber gelacht. ist ja auch voll unerwartet und ironisch in den moment. hehe.

Charlotte94
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25.10.2009 - 23:18 Uhr
Charlotte94

Widerspricht sich auch eigentlich mit der Intention des "Artikels", also Menschen, die was zu erzählen haben :

„Wir machen keinen gewöhnlichen Rap, sondern Psychokore“, erklärt Jekyll. In ihren Texten spielt die Berlinerin gern die Gerichtsmedizinerin, die Menschen aufschlitzen und auseinandernehmen muss: „

Jetzt könnt ich hier ja mal ähnlich kurzgefasste Zusammenhänge konstruieren wie der "Artikel", also "Einwandererin=hat von ihrem hass auf die Menschen zu sprechen", aber ob ich damit zufrieden wär...

Und das hier von "lässt sich nicht den Mund verbieten" geschrieben wird, nun ja ... :

Im vergangenen Jahr wurden drei Hirntot-Rapper unter anderem wegen Aufforderung zu Straftaten, Gewaltdarstellung, Beleidigung und Volksverhetzung zu Bewährungs- und Geldstrafen verurteilt. „Wir müssen aufpassen, was wir rappen“, sagt Dr. Jekyll. Doch die Künstlerin lässt sich nicht den Mund verbieten.

graziella_wunderschoen
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25.10.2009 - 23:24 Uhr
graziella_wunderschoen

das bild is voll eklig.. sowas könnt ihr nich auf die startseite machen..

linomandolino
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Mag ich Mag ich nicht

-2

26.10.2009 - 06:47 Uhr
linomandolino

Wer im Jahre 2009 aus der Hauptstadt Berlin kommend darüber rappt, dass man in der S-Bahn rassistischen Vorurteilen ausgesetzt ist, der hat meiner Meinung nach ein Kreativitätsproblem. I love RAP HipHop and all that shit aber seit "Fremd im eigenen Land" hat sich im Rap und in Deutschland ne Menge getan. Bis jetzt haben mich in Berlin immer die Türken gestresst, deshalb rappe ich auch nicht darüber wie rassistisch die sind. Sollte ich vielleicht mal tun :) - wird dann wahrscheinlich in die Rubrik Nazirap gesteckt............ PEACE

Sternchen21
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Mag ich Mag ich nicht

1

26.10.2009 - 10:12 Uhr
Sternchen21

rap zum verarbeiten und aufmerksammachen von problemen finde ich ja ok, allerdings finde ich Dr.jekill zu extrem, verständlich, dass "hirntot" schon durchsucht wurde.
das hat nichts mehr mit musik zu tun.

alces
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Mag ich Mag ich nicht

5

26.10.2009 - 11:09 Uhr
alces

Dieser Artikel ist mal so richtig unterdurchschnittlich... wo nur beginnen? Daß man mit dem Namen "Ruth Maria Renner" nicht wirklich was mit Balkan und slawischen Tänzen zu tun hat, wurde hier schon angemerkt. Ich frage mich nur, welche Sorte Lehrer man gehabt haben muß, um Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben so zu verquirlen.

"Menschen aus 186 Ländern wohnen in Deutschlands Hauptstadt." Ach nein. Wirklich? Mittlerweile sollten auch letzten Botschaften aus Bonn rübergezogen sein, also ist diese Tatsache kaum besonders überraschend. Menschen aus über 160 Ländern wohnen in Peking...

"Trotzdem leben hier viele Aussiedler, vor allem Griechen." Griechische Aussiedler? Die Hellespont-Bayern, die einst mit Prinz Otto runter sind? Oder wer?

Diese "Dr. Jekyll" ist ja höchstens ein Beispiel für Klischee-Erfüllung 1. Grades. Schwere Kindheit, ja ne, ist klar. Da gibt's von Schrammeln relevantere Sozialkritik.

cail
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Mag ich Mag ich nicht

0

26.10.2009 - 13:23 Uhr
cail

zu allem bereits gesagten will ich nichts hinzufügen, da stimm ich fast überall zu. nur eine kleinigkeit, weil sich auf jetzt.de bekanntermaßen autoren gerne mit berlin-unkenntnis blamieren. "Der „Kotti“ ist die Hauptschlagader des Stadtteils". nennts korinthenkackerisch, aber ich dachte immer adern sind straßen. also was langes fließendes, der kotti issn platz, mönsch. herz von kreuzberg, wenns denn unbedingt sein muss.

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0

26.10.2009 - 13:23 Uhr
cail

ach, jetzt seh ichs. julia finger - berlin. naja. dat muss ja erstmal nichts heißen.

jurette_
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1

26.10.2009 - 14:06 Uhr
jurette_

Also, was Dr Jekyll das erzählt, finde ich jetzt nicht so interessant

cougarten
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0

26.10.2009 - 14:19 Uhr
cougarten

Dr. Jekyll klingt schlecht

alces
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0

26.10.2009 - 14:26 Uhr
alces

cail sagte:
der kotti issn platz, mönsch. herz von kreuzberg,


Blinddarm-Wurmfortsatz von Berlin.

cougarten sagte:
Dr. Jekyll klingt schlecht


Ja eh, aber vielleicht zeiht sie sich irgendwann mal aus, dann hätten wir was davon.

garamond
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4

26.10.2009 - 14:51 Uhr
garamond

"Ich bin in der Szene einer der Wenigen, die positiven Rap machen, ohne dabei schwul zu klingen."

seufz

wastl09
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1

26.10.2009 - 14:52 Uhr
wastl09

schaut an schaut an..lauter renomierte musikkritiker hier!

der eine redet bei graffiti von vandalismus und wohnt in berlin - DANN ZIEH AUFS LAND! ich kann sowas echt nicht mehr hören!

der andere findet, dass dr. jekyll schlecht klingt, nennt sich selber aber cougarten (auch super kreativ)

ok, was ich damit eig sagen will, danach immer das maul zereißen ist easy - selber schreiben nein! Also arsch hoch und schreib selber nen artikel und dann zu der musik, die dir passt und du wirst genauso leute haben, die des dann satt haben usw!!!

Ich finde die idee und die beobachtung interessant, dass rapper mit migrationshintergrund mehr erfolg haben! Ich habe aber das gefühl, dass da quantität vor qualität steht.

Die kommen und gehen:

zb: Bushido - seine ersten alben und die zeit, wo er noch bei aggro war, hat er super sachen gemacht! mittlerweile sampelt er seine eigenen texte im lied, wie beknackt ist das denn?
ich denke, dass hier immer die krassere geschichte gewinnt und die fetteren beats - siehe massiv.
sobald aber ein krasserer kommt, ist man schnee von gestern!
(positiv beispiel meiner meinung nach: sido..er probiert wirklich anständige sachen zu machen und das gelingt ihm teilweise auch (ft kitty cat das eine) ja, wer erinnert mich sogar stellenweise an eminem, weil er sich auch über sich selber lustig machen kann!

dann nehme ich leute wie toni l, torch, eisfeld oder blumentopf - rapper der ersten (sternstunde) des deutschen raps, die mittlerweile nicht mal mehr auflegen...und das ist musik für die ewigkeit!

Ich werde mir in 20 Jahren eher "wir waren mal stars" anhören, als den "arschficksong".

also locker bleiben und ein bissl musi hörn gehn :D

griaß

Beru
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-1

26.10.2009 - 16:39 Uhr
Beru

linomandolino sagte:
Wer im Jahre 2009 aus der Hauptstadt Berlin kommend darüber rappt, dass man in der S-Bahn rassistischen Vorurteilen ausgesetzt ist, der hat meiner Meinung nach ein Kreativitätsproblem. I love RAP HipHop and all that shit aber seit "Fremd im eigenen Land" hat sich im Rap und in Deutschland ne Menge getan. Bis jetzt haben mich in Berlin immer die Türken gestresst, deshalb rappe ich auch nicht darüber wie rassistisch die sind. Sollte ich vielleicht mal tun :) - wird dann wahrscheinlich in die Rubrik Nazirap gesteckt............ PEACE


rassistische türken? lol? die werden wohl eher einen grund gehabt haben. vielleicht hast du ihnen in die augen geschaut statt in den boden? selber schuld... du respektloser nazi du.

air_kaviar
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26.10.2009 - 18:42 Uhr
air_kaviar

die these klingt gut. nur schade, dass die meisten sich dermaßen mit vorgefertigten posen und rollen abarbeiten, dass nichts authentisches mehr durchscheint.

Melden!
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1

26.10.2009 - 18:45 Uhr
air_kaviar

im übrigen: ausländer kämpfen härter um anerkennung, vielleicht macht sich das beim rappen bezahlt.

Yngaren
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-1

27.10.2009 - 10:04 Uhr
Yngaren

Viele Rapper sind Einwandererkinder – reimen sie die besseren Geschichten?
Für bessere Geschichten können sie weiter anderswo einwandern.

KewVoltaire
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27.10.2009 - 10:48 Uhr
KewVoltaire

wieso muss guter Rap poisitiv sein`?und wieso benutzt Greckoe die Prekär-Hip-Hop-Vokabel "schwul" für jeden intelligenten HipHop, den er nicht selbt fabriziert?
Mittelmäßige Idee, schlechte Umsetzung mit schlechten Fallbeispielen.

satansbraten
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0

27.10.2009 - 13:59 Uhr
satansbraten

ich muss doch stark gähnen.
der topf kommt aus München Nord, nich ausm Ghetto oder Ausland und hat trotzdem jede menge zu erzählen.
genau wie kinderzimmer productions und Fanta4.

und dieses aggro gelaber von dieser psydo frankensteintusse ist doch so abgelaufen wie mein EPA von 1968.

cougarten
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28.10.2009 - 14:24 Uhr
cougarten

wastl09 sagte:
der andere findet, dass dr. jekyll schlecht klingt, nennt sich selber aber cougarten (auch super kreativ)

So what?
*Ich* finde es klingt scheiße und meine Name ist ein Unikat, dass können nicht viele Nicks von sich behaupten.

Kaisa87
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Mag ich Mag ich nicht

0

14.02.2010 - 03:17 Uhr
Kaisa87

ja klar wer dr. jekyll´s musik nicht kennt kann mit diesem artikel nicht viel anfangen aber dann schreibts doch nichts über eine person die ihr nicht kennt!!!
Aber Ihr kann es ja egal sein liebt sie oder hasst sie...aber kritiesiert sie nicht!!!
Kümmert euch um euer ding...erstmal seine eigenen fehler sehen bevor mann sie bei anderen sucht! bye

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Mag ich Mag ich nicht

1

14.02.2010 - 03:17 Uhr
Kaisa87

ja klar wer dr. jekyll´s musik nicht kennt kann mit diesem artikel nicht viel anfangen aber dann schreibts doch nichts über eine person die ihr nicht kennt!!!
Aber Ihr kann es ja egal sein liebt sie oder hasst sie...aber kritiesiert sie nicht!!!
Kümmert euch um euer ding...erstmal seine eigenen fehler sehen bevor mann sie bei anderen sucht! bye euer kaisa aka schnitt

DTechBeatz
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Mag ich Mag ich nicht

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22.05.2010 - 16:52 Uhr
DTechBeatz

Man, ihr habt garkein Plan von unserer Rapszene, also haltet mal euer dummes Maul!
Hirntot Records is geil!
Ihr lebt in eurer heilen Welt..also wenn ihr nix wisst, einfach mal fresse halten!
Opferkinder!

LaMusiqueFetish
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16.11.2010 - 04:39 Uhr
LaMusiqueFetish

Wärt ihr so in Berlin aufgewachsen In Wedding oder Neukölln so ab 02/03 zur Schule gegangen könntet ihr das auch vielleicht etwas besser nachvollziehen aber egal Rap ist Kunst und Kunst ist Facettenreich oder schreibt dir jemand vor wie du dein Bild zu malen hast ...???? Nur mal so soll jetz nich prollig wirken oder so.....Ich selber bin Deutscher und wohne in Berlin Moabit wenn ich hier auf die Straßen gehe seh ich auch Haufenweise ,,GhettoKids,, und ,,miese Türken,Arabs,Kurden,Zigeuner etc.,, Und die meisten meiner Freunde fallen auch unter diese Kategorie und wenn mann sich in kreisen bewegt die hier vielleicht nicht jeder kennt und dann Musik macht ist doch klar das das ein GewissenGroßteil an Einfluss an den Texten der Stimmung in den Beatz etc. nimmt ....
Wer in Irgendeinem Problembezirk aufgewachsen ist und seine Gegend auch kennt weiß mit Sicherheit was ich meine und Wer Es Heutzutage immer noch nicht kapiert hat das man Musik auch öfter mal zwischen den Zeilen betrachten sollte ;-) Hat dann damit und mit solchen Texten natürlich nen Problemen is mir schon klar ....
Egal Hirntot Rec´z und Dr.Jekyll ist einfach nichts für jeden aber alles hat seine Ursachen Warum man solche Mukke macht darüber sollte man sich klar werden und diese Ursachen sind nicht immer nur Drogen, oder Geistige Verblendung, oder Hass auf das System...
Manchmal reicht die harte Realität auf Straßen der Großstadt und das Leben auf genau diesen und wenn Rap als Ventil benutzt werden kann um all den ganzen Scheiß der ein Fickt im Leben oder der einen Mitnimmt in irgendeiner Art und Weise Ist das doch besser als wenn dir Nachts um 3 auf dem Weg von Party nach Hause in Neukölln ein 14 Jähriger bzw. eine, eine Klinge in den Hals oder in die Lunge steckt weil du ihm keine Zigarette oder Kleingeld geben wolltest oder nicht ..........?
Berlin Bleibt Unvergleichlich in Deutschland Nichts Kommt An Diese Stadt ___Seid Gegrüßt und Haterz bitte nich falsch verstehen denke hab mich ganz gut ausgedrückt ;-) RinJeKloppt und Abjezwinkert


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