Elisabeth von Thurn und Taxis: "Mir ist es peinlich, eine Prinzessin zu sein"
Welche Schlüsselqualifikationen sind im Beruf wirklich wichtig? Heute: Prinzessin Elisabeth von Thurn und Taxis über Moral.
In Stellenanzeigen wird von Bewerbern einiges verlangt: Teamfähig sollen sie sein, flexibel und zuverlässig. Doch wie wichtig sind Schlüsselqualifikationen im Job wirklich? Wir fragen bekannte Persönlichkeiten. Folge 23: Prinzessin Elisabeth von Thurn und Taxis über Moral. jetzt.de: An der Uni lernt man, dass man Moral erst definieren sollte, bevor man darüber spricht. Wie lautet deine ganz persönliche Definition von Moral? Elisabeth von Thurn und Taxis: Für mich bedeutet Moral, dass man aufrichtig ist, seinen Mitmenschen kein Unrecht tut und versucht, mit sich und seinem Umfeld im Reinen zu sein. Theoretisch klingt das gut. In der Praxis ist es in vielen Berufen aber schwierig, gleichzeitig aufrichtig und erfolgreich zu sein. Ich glaube nicht, dass man das kategorisch so sagen kann. Welche Berufe meinst du denn überhaupt? Naja, ich hatte zum Beispiel kürzlich Besuch von einem Versicherungsvertreter. Man kann auch in diesem Beruf aufrichtig sein. Ich würde sogar behaupten, dass man damit am Ende weiter kommt als ohne Aufrichtigkeit. Natürlich ist es für einen Versicherungsvertreter manchmal schwierig, moralisch richtig zu handeln. Aber wenn jemand selbst an das Produkt glaubt, das er verkauft, dann ist er auch nicht gezwungen, zu lügen. Du hast ein Buch geschrieben, in dem du dein frommes, vom christlichen Glauben geprägtes Leben schilderst. Was kann man vom Katholizismus für das Berufsleben lernen? Man kann lernen, dass die irdischen Genüsse nur kurzlebig sind. Natürlich ist es schön, erfolgreich zu sein und Geld zu verdienen - das widerspricht auch nicht dem katholischen Glauben - aber es ist eben vergänglich. Deshalb ist alles, das man sich ermogelt und mit Ellbogen erkämpft, am Ende doch nur Ballast.
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Aber tun das nicht viele Gläubige?
was mich vielmehr erstaunt: wenn der beruf nicht dem lebensunterhalt dienen muss - und so ist es offenkundig bei ihrer fürstlich durchlaucht -, sollte man dann nicht besser von "freischaffendem künstlertum" ausgehen?
Was interessiert mich was ein Oberschichtenkind über "Moral" denkt.
Die Meinung einer Prostituierten, zu dieser Frage, würde mich interessieren.
Oder die eines Obdachlosen.
Von Menschen, welche um einiges näher dran sind, als diese Bewohnerin eines Wolkenkuckucksheims.
In meinem Beruf hat mir meine Abstammung einige Türen geöffnet, aber durchgehen musste ich selbst.
"der goldene Löffel steckte schon in meinem Mund, rausziehen musste ich ihn aber selbst"
alcofribas sagte:
In meinem Beruf hat mir meine Abstammung einige Türen geöffnet, aber durchgehen musste ich selbst."der goldene Löffel steckte schon in meinem Mund, rausziehen musste ich ihn aber selbst"
ein joke powerd by sozialneid geht halt immer, was ?
sodawasser sagte:
alcofribas sagte:
In meinem Beruf hat mir meine Abstammung einige Türen geöffnet, aber durchgehen musste ich selbst."der goldene Löffel steckte schon in meinem Mund, rausziehen musste ich ihn aber selbst"
ein joke powerd by sozialneid geht halt immer, was ?
Sozialneid? Solch ein Schwachsinn.
Schon einmal etwas von 'Sarkasmus' gehört?
rousseau sagte:
sodawasser sagte:
alcofribas sagte: In meinem Beruf hat mir meine Abstammung einige Türen geöffnet, aber durchgehen musste ich selbst."der goldene Löffel steckte schon in meinem Mund, rausziehen musste ich ihn aber selbst"ein joke powerd by sozialneid geht halt immer, was ?Sozialneid? Solch ein Schwachsinn.Schon einmal etwas von 'Sarkasmus' gehört?
naund. schließt sich beides etwa aus ?
limited_release sagte:
Die Dame ist keine Prinzessin, sie heisst nur so. Traurig, dass sich diese Einsicht auch nach 90 Jahren Republik noch nicht durchgesetzt hat.
Ja, ist eine Unverschämtheit wie die Presse immer wieder bei denen von Fürstin Mamma und Prinzessin Tochter spricht... ach, da sind die Österreicher zu beneiden, da könnte sie nicht mal von und zu kommen.
das ist fast so gut wie die von der leyen, die behauptet hat, aus der mhh rausgemobbt geworden zu sein...klar, auch da hätte jeder arzt der tochter des ministerpräsidenten ans bei gepißt.
you absolutely made my day!
maria_magdalena sagte:
sie wurden als kinder von den lehrern benachteiligt... muhahahaha, klar, weil sich vor dreißig jahren im katholischen bayern noch jeder getraut hat, dem fürstenhaus von thurs und taxis ans bein zu pissen.
das ist fast so gut wie die von der leyen, die behauptet hat, aus der mhh rausgemobbt geworden zu sein...klar, auch da hätte jeder arzt der tochter des ministerpräsidenten ans bei gepißt.
you absolutely made my day!
Wenn die Lehrer so gedacht haben wie einige der Kommentatoren hier, würde es mich nicht wundern, wenn das stimmt.
Außerdem habe ich erfahren, dass manche Cremes unserer Werbekunden versprechen, Falten zu glätten, obwohl das gar nicht stimmt, das hat mich empört. Da ich aber grundsätzlich für Life bin, und auch für Style, bin ich mit mir im Reinen und arbeite weiterhin gerne bei dem Magazin.
Sie so: Was nehmen Sie denn für eine Pflege?
Ich so: ...
Sie so: Also, Sie müssen wissen, die Frauen da in der Werbung, die benutzen das in Wirklichkeit gar nicht.
Meine Welt ist seither nicht mehr dieselbe.
"Für mich bedeutet Moral, dass man aufrichtig ist, seinen Mitmenschen kein Unrecht tut und versucht, mit sich und seinem Umfeld im Reinen zu sein."
Geile Definition.
24.10.2009 - 00:21 Uhr
Besuch
Und wofür hat sich die Gute entschieden: ein Life-Style-Luxus-Magazin!
Um Himmels Willen, wenn ich das Geld nicht brauche würde, würde ich doch keine Lebenszeit für solchen Dünnpfiff verschwenden!
24.10.2009 - 00:37 Uhr
ca_va
Besuch sagte:
...
Und wofür hat sich die Gute entschieden: ein Life-Style-Luxus-Magazin!
Um Himmels Willen, wenn ich das Geld nicht brauche würde, würde ich doch keine Lebenszeit für solchen Dünnpfiff verschwenden!
Das hast du falsch verstanden. Wer wenig Geld hat, kann aus Stolz welches nicht nehmen, und sich dabei gut fühlen. Wer das Geld nicht braucht, denkt nicht mal drüber nach.
Leider nehmen wir Menschen nur Dinge, die mindestens ein bisschen weh tuen, wirklich ernst. Und Menschen wie die liebe Elisabeth oder der Herr Ackermann (beliebiges Beispiel) nehmen leider überhaupt nichts ernst, weil es für die keine Bedrohung gibt.
Das Zitat kann ich persönlich allerdings unterschreiben, der Vollständigkeit halber möchte ich aber noch einen Insider-Joke anhängen:
Tut und Taugtnix
"Aufgrund meiner finanziellen Unabhängigkeit (...) muss ich keine Kompromisse machen, nur um über die Runden zu kommen."
und dann arbeitet sie für eine so verlogene branche wie luxus-lifestyle magazine? das finde ich schockierend. und warum geht das interview diesem widerspruch nicht nach? im grunde ist das mit der moral doch nur eine pose. wenn sie wirklich moralisch handeln würde, würde sie mit ihrer person und mit ihrer zeit wertvolleres und sinnvolleres für sich und andere bewirken. so bleibt es letztendlich unglaubwürdig und unreif.
und der autor sollte sich an die gleiche nase fassen
Schön aber das Kommentar unter dem Blogeintrag vorher:
# GloriaTT Says:
October 7th, 2009 at 3:00 pm
What an amazing story all written on a blackberry? I cant beleive it! The smaller the better the story becomes? I loved every sentence, with love Mutti
---hehehe
was den rest betrifft..k.a. beurteile menschen eigentlich nicht nach ihrer sozialen herkunft. dass sie privilegiert und konservativ ist, geschenkt. sie wäre ja blöd bis hochmütig würde sie nicht davon profitieren.
rousseau sagte:
Anbei sei bemerkt: Ihr Englisch (princess blog) ist geradezu grauenhaft.
Maessig geschrieben und langatmig ist es, aber das Englisch an sich ist ok. Ab und an n bisschen gestelzt. Tausende Blogs von Muttersprachlern lesen sich ganz genau so
pikachu sagte:
rousseau sagte:
Anbei sei bemerkt: Ihr Englisch (princess blog) ist geradezu grauenhaft.
Maessig geschrieben und langatmig ist es, aber das Englisch an sich ist ok. Ab und an n bisschen gestelzt. Tausende Blogs von Muttersprachlern lesen sich ganz genau so
pikachu sagte:
rousseau sagte:
Anbei sei bemerkt: Ihr Englisch (princess blog) ist geradezu grauenhaft.
Maessig geschrieben und langatmig ist es, aber das Englisch an sich ist ok. Ab und an n bisschen gestelzt. Tausende Blogs von Muttersprachlern lesen sich ganz genau so
aber die bezeichnen sich auch nicht als journalisten. ;) meistens...
Ioana sagte:
sie wäre ja blöd bis hochmütig würde sie nicht davon profitieren.
Irgendwie ergibt dieser Satz keinen Sinn......
littlejohn sagte:
Ioana sagte:
sie wäre ja blöd bis hochmütig würde sie nicht davon profitieren.
Irgendwie ergibt dieser Satz keinen Sinn......
wieso? hab ich schon wieder das verb vergessen? :)
- ich kenne das Wort hochmütig als Synonym für arrogant und dann passt es einfach nicht wikrlich in den Zusammenhang, finde ich zumindest.......
Ich schlag das jetzt lieber nochmal nach, bevor mich hier noch die Germanistikfraktion in der Luft zerreist....
Es muss ihr nicht peinlich sein, eine Prinzessin zu sein, denn sie ist keine Prinzessin. Ihr Name ist somit auch keinesfalls: "Prinzessin Elisabeth von Thurn und Taxis", sondern allenfalls "Elisabeth Prinzessin von Thurn und Taxis". Adelsbezeichnungen gelten nur als Teil des Namens und dürfen nicht mehr verliehen werden. Dies steht schon in der Weimarer Verfassung von 1919 und diese ist insoweit durch entsprechende Gesetze bis heute gültig. Die Sache mit dem Adel war unmittelbar geltendes Recht und ist auch heute noch einfachgesetzlich gültig (Bundesgesetzblatt III. 401-2).
Weimarer Verfassung vom 11.8.1919
Artikel 109 (Auszug)
Alle Deutschen sind vor dem Gesetze gleich.
Öffentlich-rechtliche Vorrechte oder Nachteile der Geburt oder des Standes sind aufzuheben. Adelsbezeichnungen gelten nur als Teil des Namens und dürfen nicht mehr verliehen werden.
Titel dürfen nur verliehen werden, wenn sie ein Amt oder einen Beruf bezeichnen; akademische Grade sind hierdurch nicht betroffen.
littlejohn sagte:
ne, ist das deine spezialität? :D
- ich kenne das Wort hochmütig als Synonym für arrogant und dann passt es einfach nicht wikrlich in den Zusammenhang, finde ich zumindest.......
Ich schlag das jetzt lieber nochmal nach, bevor mich hier noch die Germanistikfraktion in der Luft zerreist....
ja, das ist meine spezialität. vergessene verben, falsche endungen...daraus könnte eine neue sprachrichtung entstehen. ;)
ah, nein, es ist schon richtig. eher eine sache der persönlichen interpretation. im sinne von: wer viel hat kann sich auch erlauben viel aufgeben. ich finde eher die menschen arrogant, die sich damit brüsten, ihrer herkunft nicht anzugehören als sie anzunehmen. wenn du mit privilegien geboren wirst, dann profitier davon anstatt das was du hast wegzuwerfen. dafür gibt es viel zu viele menschen, die sich eine solche geste nicht erlauben können.
susette sagte:
hm. ich finde die idee der redax, diese frau über moral reden zu lassen, recht pfiffig. elisabeth muss sich nur fragen, ob sie nicht vorgeführt worden ist.
++
jongedame sagte:
Mein Ururgroßvater war deren Postkutscher... :)
Und du musst jetzt auch nicht arbeiten, um am Leben zu bleiben? :)
neita sagte:
ich finde das interview erschütternd und entlarvend
"Aufgrund meiner finanziellen Unabhängigkeit (...) muss ich keine Kompromisse machen, nur um über die Runden zu kommen."
und dann arbeitet sie für eine so verlogene branche wie luxus-lifestyle magazine? das finde ich schockierend. und warum geht das interview diesem widerspruch nicht nach? im grunde ist das mit der moral doch nur eine pose. wenn sie wirklich moralisch handeln würde, würde sie mit ihrer person und mit ihrer zeit wertvolleres und sinnvolleres für sich und andere bewirken. so bleibt es letztendlich unglaubwürdig und unreif.
Stichwort Magazin, bitte hier Klicken:
http://www.bbv-net.de/public/article/ges...
Und hier auch:
http://forums.thefashionspot.com/f78/sel...
wollmops sagte:
Mannomann, bin ich froh, dass ich nicht adlig bin. krass, was das für Aggressionen auslöst.
Was redest Du da für sinnleeres Zeug?
Es ist nicht das 'adlig sein' das Unmut auslöst,
sondern das was diese Dame daraus macht, was sie sagt und vorgibt zu tun/ zu sein und was im Gegensatz dazu tut und ist.
fraeuleiningeborg sagte:
maria_magdalena sagte:
sie wurden als kinder von den lehrern benachteiligt... muhahahaha, klar, weil sich vor dreißig jahren im katholischen bayern noch jeder getraut hat, dem fürstenhaus von thurs und taxis ans bein zu pissen.
das ist fast so gut wie die von der leyen, die behauptet hat, aus der mhh rausgemobbt geworden zu sein...klar, auch da hätte jeder arzt der tochter des ministerpräsidenten ans bei gepißt.
you absolutely made my day!
Wenn die Lehrer so gedacht haben wie einige der Kommentatoren hier, würde es mich nicht wundern, wenn das stimmt.
wer hatte in seiner schulzeit keine probleme mit lehrern? ich finde einfach den rückschluß "das liegt an meiner herkunft" etwas gewagt.
rousseau sagte:
wollmops sagte:
Mannomann, bin ich froh, dass ich nicht adlig bin. krass, was das für Aggressionen auslöst.
Was redest Du da für sinnleeres Zeug?
Es ist nicht das 'adlig sein' das Unmut auslöst,
sondern das was diese Dame daraus macht, was sie sagt und vorgibt zu tun/ zu sein und was im Gegensatz dazu tut und ist.
glaub ich nicht. wenn unser zukünftiger Verteidigungsminister bloss ein schmieriger Jurist wäre und nicht der Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester, würde er wesentlich weniger Häme einfahren. und hier im Forum ist ja auch eifrig auf die Abschaffung des Adels in unserer Republik hingewiesen worden.
Aber natürlich ist es nicht der Adelstitel allein. Die Frau ist auch noch steinreich und sieht gut aus. Das kann man ihr offenbar nicht gönnen und fällt deswegen über ihre möglicherweise etwas naiven, aber irgendwie doch auch mutigen (weil kontroversen) Äusserungen zum Thema Religion her.
wollmops sagte:
glaub ich nicht. wenn unser zukünftiger Verteidigungsminister bloss ein schmieriger Jurist wäre und nicht der Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester, würde er wesentlich weniger Häme einfahren.
Häme? Wo siehst du die? Kriegt der unterm Strich nicht eher jede Menge Vorschusslorbeeren...?
Wenn schon irrelevantes High-Society-Geplauder mit einem Hauch Tussi, dann finde ich Gwyneth Paltrows "Goop" amüsanter.
susette sagte:
hm. ich finde die idee der redax, diese frau über moral reden zu lassen, recht pfiffig. elisabeth muss sich nur fragen, ob sie nicht vorgeführt worden ist.
Das zu werden scheint allerdings ein bisschen auch ihre Masche zu sein, wenn das sogar die BILD schafft.
Und was E. v. T. u. T. angeht: Was werft Ihr ihr vor? Hat Sie Euch persönlich enteignet, geknechtet und ausgebeutet? Laßt sie doch schreiben, was sie will. Schadet doch keinem.
Und was das Interview angeht: Sind wir jetzt schon bei der 500. Schlüsselqualifikation angelangt, die im Berufsleben hoch wichtig ist?
Es ist ja ein guter Ansatz, ausgerechnet jene über diese Eigenschaft zu befragen, die erkennbar an eben dieser Hürde scheitern (und es offenbar noch nicht einmal bemerken oder wenigstens in nachhaltiges Zweifeln geraten), aber die eine oder andere "mutige" Konfrontation wäre schon nicht schlecht gewesen.
24.10.2009 - 18:49 Uhr
goof
O tempora, o mores, hehe; nein, bessser wäre wohl ein grimmiges harhar.
alces sagte:
Wollen wir nicht lieber einfach über ihr seltsames Top und diese klobigen Armreife lästern?
die armreife sind cool, das top fällt mir unten zu sackartig aus.
hausaufgabe: meinen (in anderer hinsicht) besonderen freund endlich mal darauf ansprechen, ob und inwiefern das fuer ihn ein thema ist. es schien ihm irgendwie unangenehm zu sein, dann aber auch wieder nicht... vielleicht aehnlich widerspruechlich wie in diesem interview. und ich wuerde gerne sagen, dass mir das total egal ist, aber das ist es nicht. es verunsichert mich, aber ich finde es auch so ein bisschen cool oder wenigstens interessant. auf jeden fall fuehlt es sich seltsam an, fast alles, was ich ueber seine familie weiss, nur auf wikipedia etc. gelesen zu haben.
ein_oxymoron sagte:
krass, was fuer ein verkrampftes verhaeltnis gegenueber "dem adel" immer noch vorherrscht.
Das mag mit dem _in Teilen_ des Adels immernoch vorhandenen und gelebten Distinktionsbedürfnis zusammenhängen.
Bälle für den adligen Nachwuchs, Familienintern erzwungene Erbverzichtsverträge bei nicht-standesgemäßer Heirat, solcherlei Dinge.
Krass, was für vorbürgerliche Sitten da teilweise immernoch vorherrschen...
die interviewte ist werder besonders bekannt, noch eine persönlichkeit im gemeinten sinne, also keine die etwas in ihrem leben schon bewirkt oder geleistet hat.
abgesehen davon hat sie sich warscheinlich noch nie beworben und auf die idee mit dem blog (übrigens grauenhaftes englisch) ist sie selbst auch nicht gekommen.
m0n0 sagte:
ein_oxymoron sagte:
krass, was fuer ein verkrampftes verhaeltnis gegenueber "dem adel" immer noch vorherrscht.
Das mag mit dem _in Teilen_ des Adels immernoch vorhandenen und gelebten Distinktionsbedürfnis zusammenhängen.
Bälle für den adligen Nachwuchs, Familienintern erzwungene Erbverzichtsverträge bei nicht-standesgemäßer Heirat, solcherlei Dinge.
Krass, was für vorbürgerliche Sitten da teilweise immernoch vorherrschen...
meinetwegen koennen die so viele baelle abhalten, bis sie schwarz werden oder den stock aus dem arsch kriegen. mit denen, die wirklich so schnoeselig sind, wuerde ich doch sowieso nichts zu tun haben wollen. das beruehrt mich so wenig wie die fernsehshows der unterschicht usw.
ich habe da mal eine reportage gesehen. eine elaboration über das, was m0n0 anspricht. junge damen, die einen bürgerlichen heiraten. die folgen gingen von naserümpfen bis zum erbverzicht, wie gesagt. es wurden radtouren für junge adelige organisiert, mit dem ziel man könne doch unter sich bleiben und neue kontakte herstellen. nannte sich "adel aufm radl". sprich man bleibt gerne unter sich und wer aus der reihe fällt wird geächtet. sympathisch ist etwas anderes.
was die dame aus dem text betrifft: ich finde es in erster linie mal sympathisch, dass sie gerade keinen job ausübt, der darauf abzielt das vermögen der familie zu vergrößern. ich wüsste nicht wie viel kritik sie eingeheimst hätte, würde sie an einer business school studieren. worüber sie jetzt schreibt ist nun wirklich ihre sache, für die sie sich auch nicht rechtfertigen muss. sie muss ja nicht die welt verbessern, nur weil sie reich ist und einen bekannten namen trägt. und trotzdem kann sie noch ein moralischer menschen sein.
sie wird eben viel coelho gelesen und den eigenen lebensweg entdeckt haben.:-)
Und muss bestimmte (auch implizite) Regeln dafür aufstellen, wer mit wem in welcher Form Umgang haben kann.
So unsympathisch man das auch finden mag.
Ich selbst finde es auch wenig sympathisch, kann es theoretisch aber durchaus nachvollziehen.
schnoesel sagte:
was die dame aus dem text betrifft: ich finde es in erster linie mal sympathisch, dass sie gerade keinen job ausübt, der darauf abzielt das vermögen der familie zu vergrößern. ich wüsste nicht wie viel kritik sie eingeheimst hätte, würde sie an einer business school studieren. worüber sie jetzt schreibt ist nun wirklich ihre sache, für die sie sich auch nicht rechtfertigen muss. sie muss ja nicht die welt verbessern, nur weil sie reich ist und einen bekannten namen trägt. und trotzdem kann sie noch ein moralischer menschen sein.
sie wird eben viel coelho gelesen und den eigenen lebensweg entdeckt haben.:-)
Mag alles sein. Doch welches Wissen hat so eine zu wirklich wichtigen Schlüsselqualifikationen (s.o.) beizutragen, mit denen man im Kampf um einen ECHTEN Job überzeugen muss? Einen, der Kompetenz verlangt und den Lebensunterhalt sichern soll.
schnoesel sagte:
worüber sie jetzt schreibt ist nun wirklich ihre sache, für die sie sich auch nicht rechtfertigen muss. sie muss ja nicht die welt verbessern, nur weil sie reich ist und einen bekannten namen trägt. und trotzdem kann sie noch ein moralischer menschen sein.
Nein. Entschieden nein. Wenn ich vorgebe, moralisch zu sein, sollte ich dem auch Taten folgen lassen. Nein, viele eher sollte ich dann entsprechende Taten eben nicht folgen lassen. Wie glaubwürdig ist sonst die Aussage vom Wolf im Schafspelz?
Du bist hauptberuflich Journalistin. Erlebst du in diesem Job manchmal moralische Konfliktsituationen?
Ich arbeite derzeit für ein Luxus-Lifestyle-Magazin, das natürlich auch Werbeseiten verkaufen muss, um sich zu finanzieren. Ich habe da irgendwann mitgekriegt, dass falsche Behauptungen aufgestellt wurden, nur um Werbekunden zu gewinnen. Ich hätte das gar nicht für möglich gehalten. Es hat mich schockiert.
Konsequenzen? Keine.
oder
In meinem Beruf hat mir meine Abstammung einige Türen geöffnet, aber durchgehen musste ich selbst.
Die Abstammung? Oder das Kalkül der Eltern oder der Türen anbietenden? Wenn wirklich ersteres, und das behauptet sie ja, handelt sie beim Durchgehen unmoralisch und das hat sie ihn ihrer Beichte sicher auch erwähnt.
oder
Früher hat es mich schon manchmal beschäftigt, dass ich es besser habe als andere. Mittlerweile bin ich aber an einem Punkt im Leben angekommen, an dem ich Dankbarkeit empfinden kann, für die Dinge, die mir geschenkt wurden.
Klingt irgendwie sehr nach: "Früher hab ich wenigstens noch ans Teilen gedacht, heute hab ich mich mit meiner Lage allerdings abgefunden."
teilen? wieso dann ausgerechnet nur sie? im vergleich zu vielen stehen wir gut da. käme mir trotzdem nicht in den kopf meinen besitz zu verschenken. wenn andere ihren brüderlich und zur hälfte verschenkt haben dann ist das wunderbar, sehr moralisch, aber sicher nicht der allgemeinfall.
sorry, aber so gesehen kann es für sie keine moral geben, als die christliche, die sie versucht in irgendeinem kleinen maße für sich zu verwirklichen. ich sehe da weder was besonders großes, noch irgendetwas für das ich sie vor meinem persönlichen moralischen hintergrund verurteilen könnte.
25.10.2009 - 16:04 Uhr
Ioana
genauso seh ich das auch. Ich übe heute einen Beruf aus, der mir Spass macht und mir einen durchaus akzeptablen Lebensstandard ermöglicht, und das alles, weil meine Eltern mich gefördert haben und mich studieren liessen. Wir hatten sogar ein Klavier daheim!!!
Im Vergleich zu einem Grossteil der Weltbevölkerung ist das ungeheuer privilegiert. Ich bin dafür auch dankbar, versuche auch, einen Teil an Leute abzugeben, denen es weniger gut geht - aber in Sack und Asche gehen muss ich deswegen auch nicht gerade.
In meinem Beruf hat mir meine Abstammung einige Türen geöffnet, aber durchgehen musste ich selbst.
auch so sagen: Türen standen offen, und ich ging ohne jegliche moralische Bedenken hindurch. Zumindest halte ich die jetzt nicht für erwähnenswert. Und trotz Schockiertheit (ein hartes Wort eigentlich) bleib ich da auch erstmal so lange, bis sich mir eine neue Tür öffnet.
Abstammung ist hier mit adlige Abstammung gleichzusetzen. Wer von uns hat das schon. Letztlich aber egal, denn schließlich hat jeder Mensch seine ganz eigenen Sorgenpakete mit sich rumzutragen. Aber ich kann sie doch nicht in ihrem Moralbegriff ernst nehmen, wenn sie selbst nicht - im Rahmen ihres persönlichen Lebens und Umfeld - danach handelt? Und für wen will sie denn dann ein moralisches Vorbild sein, das sie ja sein möchte, wenn sie sich darüber in Blog und Buch mitteilt?
Teilen heißt nicht, sein eigenes Leben oder alles für andere aufzugeben. Teilen heißt, mit dem, für das man "Dankbarkeit empfindet" auch was anzufangen, das einem nicht nur selbst nützt. Gut, vielleicht ist das Verprassen von Teilen des Reichtums in Lifestyle-Dinge moralisch, weil ja dann die ärmeren davon einen schönen Abend mit der Gala oder der Bunten in der Hand verbringen können, um über die Auswüchse des privilegierten Lebens zu schmökern, die es ohne dieses ja gar nicht gäbe... Hmm! Ich denk nochmal drüber nach, vielleicht seh ich das ja alles falsch ;)
ich sehe keinen großen unterschied zwischen dem prinzip der privilegien. der adel ist doch keine schicht zu nennen sondern ein historisches überbleibsel, der von den wenigen lebt, die ihn noch fortsetzen, nichts nennenswertes. wieviele juristen kennst du denn die sich z.b. mit einem maurer verheiraten? ich erlebe das höchstens als sonderfall. wer denkt, undurchdringlichkeit der schichten sei abzubauen, indem man einzelne angehöriger angreift lebt ebenfalls in einer scheinwelt. und ich behaupte, ein großteil der hier schreibenden nimmt in seinem täglichen leben privilegien an, die er weder kennt, noch mit übergroßer dankbarkeit in anspruch nimmt (schon allein das selbstverständliche privileg in diesem teil der welt geboren zu sein). insofern fahre ich keine moralischen panzer auf. ;)
Natürlich ist es für einen Versicherungsvertreter manchmal schwierig, moralisch richtig zu handeln.
Also, und für wen denn noch? Für mich? Für sie selbst? Nicht doch... oder?
Aufgrund meiner finanziellen Unabhängigkeit kann ich nämlich selbst entscheiden, worüber ich schreibe und muss keine Kompromisse machen, nur um über die Runden zu kommen.
Das ist es doch, was wir von ihr wahrnehmen sollen. Das, so fühlt sie, ist ihr Metier, davon will sie uns erzählen, wie es uns auch helfen könnte. Wenn wir uns dafür interessieren, sollten wir uns also ihr Leben, in ihrer Frömmigkeit und ihren Moralvorstellungen "zu Gemüte" führen. Oder welcher Grund würde einem sonst einfallen, wenn man von allen, allen Dingen der Welt erzählen könnte, von Katholizismus zu erzählen, wenn man darin nicht auch als Vorbild gesehen werden möchte? Es sein denn, man ist totaler Antichrist, das wäre dann eben als Negativbeispiel zu verstehen. Ist sie aber nicht. Oder doch...? Hmm!
Teilen heißt nicht, sein eigenes Leben oder alles für andere aufzugeben. Teilen heißt, mit dem, für das man "Dankbarkeit empfindet" auch was anzufangen, das einem nicht nur selbst nützt.
dito, ich finde du siehst das ganz richtig. wenn mir in meinem leben die sorge um das tägliche geld erspart wäre, wäre ich auch dankbar und würde meinem christlichen moralbegriff nach auch taten folgen lassen. für ihre abstammung kann sie natürlich nichts, ich glaube, dass ist auch garnicht die diskussion, sondern das was sie aus ihrer position letztendlich macht.
abgesehen davon, was hat sie denn für wissen das sie mitteilen möchte über schlüsselqualifikationen für einen ECHTEN job den man sich durch bewerbung und kompetenz erkämpfen muß?
dass wir uns nicht falsch verstehen: ich schlage mich nicht auf seiten der dame, weil sie eine derart schillernde charakterfigur auch nicht zu sein scheint, überspitzt gesagt, ich finde nur, dass allem, von der fragestellung des interviewers bis zur allgemeinen auffassung ein vorwurfsvoller, fast feindseliger unterton unterliegt, und den finde ich auf basis der dürftigen aussagen des interviews absolut fehl am platz.
Auch wenn ich das für sehr schwierig halte, aus dem wohl mündlich und im Gespräch erfolgten Interview jetzt nur einzelne Sätze rauszupflücken, so ist ihre Haltung aber dennoch auch an einigen weiteren Beispielen im kurzen Text als durchgängige Linie zu verfolgen, deren aller Nennung nun wirklich meinen Zeitrahmen sprengen würden. Lass mich dazu vielleicht nochmal das letzte Zitat vervollständigen:
Natürlich ist es für einen Versicherungsvertreter manchmal schwierig, moralisch richtig zu handeln. Aber wenn jemand selbst an das Produkt glaubt, das er verkauft, dann ist er auch nicht gezwungen, zu lügen.
Subtext: Versicherungsleute lügen. Lifestyle-Magazine lügen. Wenn nun der Mann an sein Produkt glaubt, dann muss er ja nicht gezwungenermaßen lügen. Ein Versicherungsvertreter würde gar nicht *lügen* wenn er seinen Job behalten will. Er wird eben nur die Vorteile aufzählen und die Nachteile möglichst unerwähnt lassen. Aber doch nicht lügen?! Weil dann ist der Vertrag nämlich ungültig, wenn er geschlossen wurde und die Lüge wirklich als Lüge enttarnt wird.
Deswegen fühlt sie sich ja auch wohl in ihrer Haut als Journalistin: *sie* lügt ja nicht, es stört sie nur nicht, dass die anderen im gleichen Hause aber wohl lügen. Nur enttarnen tut sie es nicht. Wie moralisch innerhalb ihres eingangs erwähnten
Für mich bedeutet Moral, dass man aufrichtig ist
ist das denn? Das macht den Unterschied zum Versicherungsvertreter. Oder ist die Aufrichtigkeit damit abgetan, dass sie es Andreas Glas und uns erzählt?
So und auch an weiteren Stellen verheddert sie sich in ihren eigenen Gedanken, die mir nur den Schluss lassen, dass sie sich selbst mit und in dem Thema nicht wirklich identifizieren kann. Zumindest in diesem Interview, weil im persönlichen Gespräch dürfte mancher Punkt vielleicht schon zu ihren Gunsten aufgeklärt werden können.
25.10.2009 - 23:26 Uhr
WieJetztAber








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23.10.2009 - 18:33 Uhr
Yngaren
das versteh` i aber net