23.10.2009 - 18:30 Uhr

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Elisabeth von Thurn und Taxis: "Mir ist es peinlich, eine Prinzessin zu sein"

Text: andreas-glas - Foto: oh

Welche Schlüsselqualifikationen sind im Beruf wirklich wichtig? Heute: Prinzessin Elisabeth von Thurn und Taxis über Moral.

In Stellenanzeigen wird von Bewerbern einiges verlangt: Teamfähig sollen sie sein, flexibel und zuverlässig. Doch wie wichtig sind Schlüsselqualifikationen im Job wirklich? Wir fragen bekannte Persönlichkeiten. Folge 23: Prinzessin Elisabeth von Thurn und Taxis über Moral. jetzt.de: An der Uni lernt man, dass man Moral erst definieren sollte, bevor man darüber spricht. Wie lautet deine ganz persönliche Definition von Moral? Elisabeth von Thurn und Taxis: Für mich bedeutet Moral, dass man aufrichtig ist, seinen Mitmenschen kein Unrecht tut und versucht, mit sich und seinem Umfeld im Reinen zu sein. Theoretisch klingt das gut. In der Praxis ist es in vielen Berufen aber schwierig, gleichzeitig aufrichtig und erfolgreich zu sein. Ich glaube nicht, dass man das kategorisch so sagen kann. Welche Berufe meinst du denn überhaupt? Naja, ich hatte zum Beispiel kürzlich Besuch von einem Versicherungsvertreter. Man kann auch in diesem Beruf aufrichtig sein. Ich würde sogar behaupten, dass man damit am Ende weiter kommt als ohne Aufrichtigkeit. Natürlich ist es für einen Versicherungsvertreter manchmal schwierig, moralisch richtig zu handeln. Aber wenn jemand selbst an das Produkt glaubt, das er verkauft, dann ist er auch nicht gezwungen, zu lügen. Du hast ein Buch geschrieben, in dem du dein frommes, vom christlichen Glauben geprägtes Leben schilderst. Was kann man vom Katholizismus für das Berufsleben lernen? Man kann lernen, dass die irdischen Genüsse nur kurzlebig sind. Natürlich ist es schön, erfolgreich zu sein und Geld zu verdienen - das widerspricht auch nicht dem katholischen Glauben - aber es ist eben vergänglich. Deshalb ist alles, das man sich ermogelt und mit Ellbogen erkämpft, am Ende doch nur Ballast.
Prinzessin Elisabeth von Thurn und Taxis, 27, lebt derzeit als freie Journalistin und Autorin in London. In ihrem Blog "The Princess Diaries" erzählt sie aus ihrem Leben zwischen Jetset und Alltag. Kürzlich erschien ihr erstes Buch "fromm", das aus knapp 30 kurzen Kapiteln über Gebet, Schutzengel, Pilgern, Beichten u.a. besteht, die zuvor als Kolumne im Vatican Magazin erschienen waren. Du bist hauptberuflich Journalistin. Erlebst du in diesem Job manchmal moralische Konfliktsituationen? Ich arbeite derzeit für ein Luxus-Lifestyle-Magazin, das natürlich auch Werbeseiten verkaufen muss, um sich zu finanzieren. Ich habe da irgendwann mitgekriegt, dass falsche Behauptungen aufgestellt wurden, nur um Werbekunden zu gewinnen. Ich hätte das gar nicht für möglich gehalten. Es hat mich schockiert. Verträgt sich Luxus und Lifestyle überhaupt mit Religion? Es stimmt schon, dass mein Job ganz und gar nicht religiös ist. Aber das Schöne am Glauben ist doch, dass ich ihn leben kann, ohne mich deswegen zu limitieren und mich in meiner Berufswahl einzuschränken. Wenn das so wäre, dürfte ich mich auch nur mit Freunden umgeben, die katholisch sind. Dabei habe ich sehr viele Freunde, die höchstens auf dem Papier christlich sind. Wie haben diese Freunde denn auf dein Buch reagiert. Allein der Titel "fromm" dürfte einige befremdet haben, oder? Viele von ihnen waren jedenfalls überrascht, weil ich normalerweise kaum über Geistliches schreibe. Einige haben mir daraufhin von ihrem eigenen Verhältnis zum Glauben erzählt - auch Freunde, von denen ich gedacht hatte, dass sie dem Thema eher gleichgültig gegenüber stehen. Es hat mich gefreut, dass meine Freunde so viel Interesse an meinem Buch zeigen. Konntest du jemanden von deinem Glauben überzeugen? Ich freue mich zwar, wenn mein Buch dazu führt, dass jemand zur Kirche zurück findet, aber es wäre doch sehr hochmütig von mir, wenn ich mich als Missionarin sehen würde. Ich möchte einfach nur mitteilen, dass man einerseits gläubig und andererseits ein junger, lustiger Mensch sein kann, der Spaß am Leben hat, Miniröcke trägt, gute Musik hört und so lebt, wie er gerne möchte. In deinem Buch schreibst du viel über christliche Rituale. Können Morgengebet und Beichte auf einem erfolgreichen Berufsweg hilfreich sein? Es ist grundsätzlich hilfreich, Rituale im Leben zu haben, die einem Struktur geben. Ob man nun betet, Sport treibt oder ein Buch liest - all das kann helfen, mal den Blickwinkel zu wechseln und neue Inspiration zu finden. Ich jedenfalls brauche zweimal am Tag mein Gebet - morgens und abends. Es gibt mir Kraft und Stabilität und erinnert mich daran, dass ich letztlich gar nicht selbst in der Lage bin, mein Leben selbst zu kontrollieren - denn Gott leitet mich. Und auch die Beichte ist ein guter Weg, um sich immer wieder vor Augen zu führen, welche schlechten Eigenschaften man hat. Es ist im Grunde wie das Gespräch mit einem Therapeuten: Manchmal tut es eben gut, die Dinge auszusprechen. Weniger christlich geht es in deinem Blog zu. In "The Princess Diaries" schreibst du über dein Leben zwischen dem Jetset als Prinzessin und deinem Alltag als Journalistin. Wie kam das? Die Idee hatte mein Chefredakteur, ich selbst habe mich anfangs eher dagegen gesträubt, unter dem Titel "The Princess Diaries" zu schreiben. Mir war es schon immer ein bisschen peinlich, eine Prinzessin zu sein. Andererseits ist es nur ein Titel, für den ich ja eigentlich gar nichts kann. Also nutze ich die Möglichkeit, in meinem Blog über die Dinge zu schreiben, die ich so erlebe und die Gedanken, die mir durch den Kopf gehen. Es ist eine Art wöchentlicher Tagebucheintrag, den ich möglichst leicht und witzig zu halten versuche. Findest du es - moralisch betrachtet - manchmal ungerecht, dass du ein so privilegiertes Leben führst? Immerhin durftest du dank finanzieller Unabhängigkeit in vielen Ländern leben, kannst deinem Job relativ unbeschwert nachgehen und auch dein Buch verkauft sich in erster Linie über deinen Namen. Natürlich war mein Name eine große Hilfe, aber eben auch eine Belastung. Wir wurden als Kinder wie Außerirdische behandelt und von den Lehrern benachteiligt - gerade für ein Kind ist es sehr schwer zu verstehen, weshalb man anders behandelt wird als andere. In meinem Beruf hat mir meine Abstammung einige Türen geöffnet, aber durchgehen musste ich selbst. Hast du trotzdem manchmal ein schlechtes Gewissen? Ich weiß jedenfalls nicht, ob ich in meinem Beruf genauso selektiv wäre, wenn ich mein tägliches Brot damit verdienen müsste. Aufgrund meiner finanziellen Unabhängigkeit kann ich nämlich selbst entscheiden, worüber ich schreibe und muss keine Kompromisse machen, nur um über die Runden zu kommen. Andererseits ist die Erwartungshaltung, die andere an mich haben, immer etwas höher und ich muss manche Dinge besser machen als andere, damit meine Arbeit akzeptiert wird. Früher hat es mich schon manchmal beschäftigt, dass ich es besser habe als andere. Mittlerweile bin ich aber an einem Punkt im Leben angekommen, an dem ich Dankbarkeit empfinden kann, für die Dinge, die mir geschenkt wurden. *** Alle bisher veröffentlichten Folgen der Jobkolumne findest du hier.


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Yngaren
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Mag ich Mag ich nicht

2

23.10.2009 - 18:33 Uhr
Yngaren

hahahahah!









das versteh` i aber net

jongedame
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Mag ich Mag ich nicht

7

23.10.2009 - 19:03 Uhr
jongedame

Mein Ururgroßvater war deren Postkutscher... :)

Cate81
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Mag ich Mag ich nicht

1

23.10.2009 - 19:34 Uhr
Cate81

Sie wirkt doch ganz sympathisch.

AllesOderNichts
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Mag ich Mag ich nicht

2

23.10.2009 - 19:36 Uhr
AllesOderNichts

die überschrift ist ein bisschen fies. sie sagt eigentlich das gegenteil.

MorbusBahlsen
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Mag ich Mag ich nicht

2

23.10.2009 - 19:38 Uhr
MorbusBahlsen

Irgendwie passt das nicht so ganz zusammen für mich. Gut, Moral hängt sie hauptsächlich an christlichen (naja, wohl eher "katholisch-kirchlichen") Werten auf. Aber dann... ihr Tun und Taxieren macht sie davon doch nicht wirklich abhängig?

Cate81
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Mag ich Mag ich nicht

0

23.10.2009 - 19:41 Uhr
Cate81

Na ja, sie legt ihren Glauben wohl eher flexibel aus.
Aber tun das nicht viele Gläubige?

lestef
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Mag ich Mag ich nicht

2

23.10.2009 - 19:51 Uhr
lestef

glaube ist nicht moral! über moral wird im interview m.e. gar keine wirkliche aussage getroffen.

was mich vielmehr erstaunt: wenn der beruf nicht dem lebensunterhalt dienen muss - und so ist es offenkundig bei ihrer fürstlich durchlaucht -, sollte man dann nicht besser von "freischaffendem künstlertum" ausgehen?

limited_release
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Mag ich Mag ich nicht

13

23.10.2009 - 19:51 Uhr
limited_release

Die Dame ist keine Prinzessin, sie heisst nur so. Traurig, dass sich diese Einsicht auch nach 90 Jahren Republik noch nicht durchgesetzt hat.

rousseau
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Mag ich Mag ich nicht

10

23.10.2009 - 20:00 Uhr
rousseau

Langweilig.

Was interessiert mich was ein Oberschichtenkind über "Moral" denkt.

Die Meinung einer Prostituierten, zu dieser Frage, würde mich interessieren.
Oder die eines Obdachlosen.

Von Menschen, welche um einiges näher dran sind, als diese Bewohnerin eines Wolkenkuckucksheims.

lestef
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Mag ich Mag ich nicht

4

23.10.2009 - 20:01 Uhr
lestef

@limited_release: vor allem nicht in den köpfen derer, welche diese alten Titel aus einer glücklicherweise überwundenen Zeit leider immer noch führen.

Begunje62
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Mag ich Mag ich nicht

3

23.10.2009 - 20:05 Uhr
Begunje62

ist doch egal, ob sie nun prinzessin ist oder heisst. ich hatte ein bisschen mehr tiefgang erwartet...

alcofribas
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Mag ich Mag ich nicht

17

23.10.2009 - 20:13 Uhr
alcofribas

In meinem Beruf hat mir meine Abstammung einige Türen geöffnet, aber durchgehen musste ich selbst.


"der goldene Löffel steckte schon in meinem Mund, rausziehen musste ich ihn aber selbst"

blubb123
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Mag ich Mag ich nicht

1

23.10.2009 - 20:15 Uhr
blubb123

wenigstens weiß sie selber, dass sie Glück hatte und ihr viel ermöglicht wurde. Gibt ja auch andere, die trotz allem überzeugt sind, sich alles selbst verdient zu haben.

sodawasser
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Mag ich Mag ich nicht

-2

23.10.2009 - 20:52 Uhr
sodawasser

alcofribas sagte:
In meinem Beruf hat mir meine Abstammung einige Türen geöffnet, aber durchgehen musste ich selbst."der goldene Löffel steckte schon in meinem Mund, rausziehen musste ich ihn aber selbst"


ein joke powerd by sozialneid geht halt immer, was ?

looqpool
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Mag ich Mag ich nicht

0

23.10.2009 - 20:55 Uhr
looqpool

° jetzt ist die putzfrau prinzessin...

rousseau
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Mag ich Mag ich nicht

3

23.10.2009 - 21:00 Uhr
rousseau

sodawasser sagte:
alcofribas sagte:
In meinem Beruf hat mir meine Abstammung einige Türen geöffnet, aber durchgehen musste ich selbst."der goldene Löffel steckte schon in meinem Mund, rausziehen musste ich ihn aber selbst"


ein joke powerd by sozialneid geht halt immer, was ?


Sozialneid? Solch ein Schwachsinn.
Schon einmal etwas von 'Sarkasmus' gehört?

douchebag
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Mag ich Mag ich nicht

2

23.10.2009 - 21:05 Uhr
douchebag

"Journalistin" ? Huahuahuahuahua. Naja, das passt ja zu der verzerrten Wahrnehmung hier: die meisten glauben ja auch, sie würden "schreiben". Huahuahua.

sodawasser
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Mag ich Mag ich nicht

0

23.10.2009 - 21:09 Uhr
sodawasser

rousseau sagte:
sodawasser sagte:
alcofribas sagte: In meinem Beruf hat mir meine Abstammung einige Türen geöffnet, aber durchgehen musste ich selbst."der goldene Löffel steckte schon in meinem Mund, rausziehen musste ich ihn aber selbst"ein joke powerd by sozialneid geht halt immer, was ?Sozialneid? Solch ein Schwachsinn.Schon einmal etwas von 'Sarkasmus' gehört?


naund. schließt sich beides etwa aus ?

LJmartin
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Mag ich Mag ich nicht

3

23.10.2009 - 21:20 Uhr
LJmartin

limited_release sagte:
Die Dame ist keine Prinzessin, sie heisst nur so. Traurig, dass sich diese Einsicht auch nach 90 Jahren Republik noch nicht durchgesetzt hat.


Ja, ist eine Unverschämtheit wie die Presse immer wieder bei denen von Fürstin Mamma und Prinzessin Tochter spricht... ach, da sind die Österreicher zu beneiden, da könnte sie nicht mal von und zu kommen.

maria_magdalena
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Mag ich Mag ich nicht

3

23.10.2009 - 22:22 Uhr
maria_magdalena

sie wurden als kinder von den lehrern benachteiligt... muhahahaha, klar, weil sich vor dreißig jahren im katholischen bayern noch jeder getraut hat, dem fürstenhaus von thurs und taxis ans bein zu pissen.

das ist fast so gut wie die von der leyen, die behauptet hat, aus der mhh rausgemobbt geworden zu sein...klar, auch da hätte jeder arzt der tochter des ministerpräsidenten ans bei gepißt.

you absolutely made my day!

fraeuleiningeborg
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Mag ich Mag ich nicht

5

23.10.2009 - 22:30 Uhr
fraeuleiningeborg

maria_magdalena sagte:
sie wurden als kinder von den lehrern benachteiligt... muhahahaha, klar, weil sich vor dreißig jahren im katholischen bayern noch jeder getraut hat, dem fürstenhaus von thurs und taxis ans bein zu pissen.

das ist fast so gut wie die von der leyen, die behauptet hat, aus der mhh rausgemobbt geworden zu sein...klar, auch da hätte jeder arzt der tochter des ministerpräsidenten ans bei gepißt.

you absolutely made my day!


Wenn die Lehrer so gedacht haben wie einige der Kommentatoren hier, würde es mich nicht wundern, wenn das stimmt.

querspieler
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Mag ich Mag ich nicht

12

23.10.2009 - 23:07 Uhr
querspieler

Gut, sie führt ein priviligiertes Leben und hat nichts tiefsinniges zu sagen, geschenkt. Was mich eher aufregt, ist ihre gespielte Naivität, da wurde gelogen, um Anzeigen zu bekommen? Ein Vericherungsvertreter, der an sein Produkt glaubt, ist mit sich im Reinen? Ja, in einem behüteten Leben mag das so sein, die Realität ist doch etwas komplexer. Und die Kombi Jetset und Beten kommt mir irgendwie verlogen vor. Das Haus T&T trägt das Religiöse bisschen zu ostentativ zur Schau für meinen Geschmack.

MissTruthiness
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Mag ich Mag ich nicht

14

23.10.2009 - 23:19 Uhr
MissTruthiness

"Ich habe da irgendwann mitgekriegt, dass falsche Behauptungen aufgestellt wurden, nur um Werbekunden zu gewinnen. Ich hätte das gar nicht für möglich gehalten. Es hat mich schockiert."

Außerdem habe ich erfahren, dass manche Cremes unserer Werbekunden versprechen, Falten zu glätten, obwohl das gar nicht stimmt, das hat mich empört. Da ich aber grundsätzlich für Life bin, und auch für Style, bin ich mit mir im Reinen und arbeite weiterhin gerne bei dem Magazin.

fraeuleiningeborg
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Mag ich Mag ich nicht

6

23.10.2009 - 23:24 Uhr
fraeuleiningeborg

@Miss: Szene neulich beim Friseur:
Sie so: Was nehmen Sie denn für eine Pflege?
Ich so: ...
Sie so: Also, Sie müssen wissen, die Frauen da in der Werbung, die benutzen das in Wirklichkeit gar nicht.

Meine Welt ist seither nicht mehr dieselbe.

Besuch
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Mag ich Mag ich nicht

1

24.10.2009 - 00:16 Uhr
Besuch

Das ist eines der lustigsten Interviews die ich je gelesen hab.

"Für mich bedeutet Moral, dass man aufrichtig ist, seinen Mitmenschen kein Unrecht tut und versucht, mit sich und seinem Umfeld im Reinen zu sein."

Geile Definition.

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Mag ich Mag ich nicht

8

24.10.2009 - 00:21 Uhr
Besuch

"Aufgrund meiner finanziellen Unabhängigkeit kann ich nämlich selbst entscheiden, worüber ich schreibe und muss keine Kompromisse machen, nur um über die Runden zu kommen."
Und wofür hat sich die Gute entschieden: ein Life-Style-Luxus-Magazin!
Um Himmels Willen, wenn ich das Geld nicht brauche würde, würde ich doch keine Lebenszeit für solchen Dünnpfiff verschwenden!

ca_va
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Mag ich Mag ich nicht

2

24.10.2009 - 00:37 Uhr
ca_va

Was, bitteschön, ist denn da genau Frau von Thurn und Taxis' Beruf? Millionenerbin? Ich hätte lieber den Versicherungsvertreter gelesen.

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Mag ich Mag ich nicht

0

24.10.2009 - 00:37 Uhr
ca_va

- "da"

son_on_fire
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Mag ich Mag ich nicht

0

24.10.2009 - 00:58 Uhr
son_on_fire

wäre doch schlimm wenn selbst solche menschen den narzistischen leistungskult betreiben würden. arbeit ist doch kein wert an sich

LJmartin
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Mag ich Mag ich nicht

2

24.10.2009 - 01:10 Uhr
LJmartin

Ist die Dame eigentlich noch zu haben? So schlecht sieht sie ja nicht mal aus... und mein Konto wäre einige Sorgen ärmer!

trachtenjankerl
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Mag ich Mag ich nicht

1

24.10.2009 - 01:12 Uhr
trachtenjankerl

Eine fromme Jet-Set-Chickse? Liebes Frollein Elisabeth, wenn du mal wirklich in dich gehen willst, dann schreib dich an einer beliebigen deutschen Hochschule für irgendeine Ingenieurswissenschaft ein, die dir sympathisch erscheint. Nein, nicht Umweltmanagenent. Bauingenieurswesen oder so was. Wenn du das bis zum Abschluß durchstehst, dann würde ich dich sofort heiligsprechen. Auch wenn du als Elisabeth Maier studierst, sonst könnte die Aufgabe übermenschlich werden.

rousseau
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Mag ich Mag ich nicht

1

24.10.2009 - 01:18 Uhr
rousseau

Anbei sei bemerkt: Ihr Englisch (princess blog) ist geradezu grauenhaft.

trachtenjankerl
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Mag ich Mag ich nicht

0

24.10.2009 - 01:24 Uhr
trachtenjankerl

Besuch sagte:
...
Und wofür hat sich die Gute entschieden: ein Life-Style-Luxus-Magazin!
Um Himmels Willen, wenn ich das Geld nicht brauche würde, würde ich doch keine Lebenszeit für solchen Dünnpfiff verschwenden!


Das hast du falsch verstanden. Wer wenig Geld hat, kann aus Stolz welches nicht nehmen, und sich dabei gut fühlen. Wer das Geld nicht braucht, denkt nicht mal drüber nach.
Leider nehmen wir Menschen nur Dinge, die mindestens ein bisschen weh tuen, wirklich ernst. Und Menschen wie die liebe Elisabeth oder der Herr Ackermann (beliebiges Beispiel) nehmen leider überhaupt nichts ernst, weil es für die keine Bedrohung gibt.

szarl
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Mag ich Mag ich nicht

1

24.10.2009 - 02:19 Uhr
szarl

"In meinem Beruf hat mir meine Abstammung einige Türen geöffnet, aber durchgehen musste ich selbst."
Das Zitat kann ich persönlich allerdings unterschreiben, der Vollständigkeit halber möchte ich aber noch einen Insider-Joke anhängen:
Tut und Taugtnix

neita
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Mag ich Mag ich nicht

5

24.10.2009 - 03:30 Uhr
neita

ich finde das interview erschütternd und entlarvend

"Aufgrund meiner finanziellen Unabhängigkeit (...) muss ich keine Kompromisse machen, nur um über die Runden zu kommen."

und dann arbeitet sie für eine so verlogene branche wie luxus-lifestyle magazine? das finde ich schockierend. und warum geht das interview diesem widerspruch nicht nach? im grunde ist das mit der moral doch nur eine pose. wenn sie wirklich moralisch handeln würde, würde sie mit ihrer person und mit ihrer zeit wertvolleres und sinnvolleres für sich und andere bewirken. so bleibt es letztendlich unglaubwürdig und unreif.

und der autor sollte sich an die gleiche nase fassen

susette
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Mag ich Mag ich nicht

7

24.10.2009 - 06:43 Uhr
susette

hm. ich finde die idee der redax, diese frau über moral reden zu lassen, recht pfiffig. elisabeth muss sich nur fragen, ob sie nicht vorgeführt worden ist.

littlejohn
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Mag ich Mag ich nicht

0

24.10.2009 - 06:45 Uhr
littlejohn

Die Frau sagt mir grad gar nix......obwohl warte, hat die nicht dieses gleichnamige Brettspiel erfunden?

finalchapter
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Mag ich Mag ich nicht

1

24.10.2009 - 09:38 Uhr
finalchapter

Klar.Ihr ist es peinlich.Dass ich nicht lache.Sie nutzt es doch aus.

octopussy
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Mag ich Mag ich nicht

4

24.10.2009 - 10:58 Uhr
octopussy

puh, das Blog ist ja mehr wie ein Schulaufsatz. Haiaiai. "Und dann haben wir Pizza gegessen."
Schön aber das Kommentar unter dem Blogeintrag vorher:
# GloriaTT Says:
October 7th, 2009 at 3:00 pm

What an amazing story all written on a blackberry? I cant beleive it! The smaller the better the story becomes? I loved every sentence, with love Mutti

---hehehe

Ioana
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Mag ich Mag ich nicht

1

24.10.2009 - 12:12 Uhr
Ioana

oh gott. ihr englisch ist unverzeihbar!
was den rest betrifft..k.a. beurteile menschen eigentlich nicht nach ihrer sozialen herkunft. dass sie privilegiert und konservativ ist, geschenkt. sie wäre ja blöd bis hochmütig würde sie nicht davon profitieren.

pikachu
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0

24.10.2009 - 12:16 Uhr
pikachu

rousseau sagte:
Anbei sei bemerkt: Ihr Englisch (princess blog) ist geradezu grauenhaft.


Maessig geschrieben und langatmig ist es, aber das Englisch an sich ist ok. Ab und an n bisschen gestelzt. Tausende Blogs von Muttersprachlern lesen sich ganz genau so

Ioana
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0

24.10.2009 - 12:24 Uhr
Ioana

pikachu sagte:
rousseau sagte:
Anbei sei bemerkt: Ihr Englisch (princess blog) ist geradezu grauenhaft.


Maessig geschrieben und langatmig ist es, aber das Englisch an sich ist ok. Ab und an n bisschen gestelzt. Tausende Blogs von Muttersprachlern lesen sich ganz genau so

pikachu sagte:
rousseau sagte:
Anbei sei bemerkt: Ihr Englisch (princess blog) ist geradezu grauenhaft.


Maessig geschrieben und langatmig ist es, aber das Englisch an sich ist ok. Ab und an n bisschen gestelzt. Tausende Blogs von Muttersprachlern lesen sich ganz genau so


aber die bezeichnen sich auch nicht als journalisten. ;) meistens...

littlejohn
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2

24.10.2009 - 12:45 Uhr
littlejohn

Ioana sagte:
sie wäre ja blöd bis hochmütig würde sie nicht davon profitieren.



Irgendwie ergibt dieser Satz keinen Sinn......

Ioana
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0

24.10.2009 - 12:47 Uhr
Ioana

littlejohn sagte:
Ioana sagte:
sie wäre ja blöd bis hochmütig würde sie nicht davon profitieren.



Irgendwie ergibt dieser Satz keinen Sinn......


wieso? hab ich schon wieder das verb vergessen? :)

littlejohn
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0

24.10.2009 - 12:55 Uhr
littlejohn

ne, ist das deine spezialität? :D

- ich kenne das Wort hochmütig als Synonym für arrogant und dann passt es einfach nicht wikrlich in den Zusammenhang, finde ich zumindest.......

Ich schlag das jetzt lieber nochmal nach, bevor mich hier noch die Germanistikfraktion in der Luft zerreist....

avocado289
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3

24.10.2009 - 13:04 Uhr
avocado289

limited_release hat so recht:
Es muss ihr nicht peinlich sein, eine Prinzessin zu sein, denn sie ist keine Prinzessin. Ihr Name ist somit auch keinesfalls: "Prinzessin Elisabeth von Thurn und Taxis", sondern allenfalls "Elisabeth Prinzessin von Thurn und Taxis". Adelsbezeichnungen gelten nur als Teil des Namens und dürfen nicht mehr verliehen werden. Dies steht schon in der Weimarer Verfassung von 1919 und diese ist insoweit durch entsprechende Gesetze bis heute gültig. Die Sache mit dem Adel war unmittelbar geltendes Recht und ist auch heute noch einfachgesetzlich gültig (Bundesgesetzblatt III. 401-2).

Weimarer Verfassung vom 11.8.1919

Artikel 109 (Auszug)

Alle Deutschen sind vor dem Gesetze gleich.

Öffentlich-rechtliche Vorrechte oder Nachteile der Geburt oder des Standes sind aufzuheben. Adelsbezeichnungen gelten nur als Teil des Namens und dürfen nicht mehr verliehen werden.

Titel dürfen nur verliehen werden, wenn sie ein Amt oder einen Beruf bezeichnen; akademische Grade sind hierdurch nicht betroffen.

Ioana
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0

24.10.2009 - 13:08 Uhr
Ioana

littlejohn sagte:
ne, ist das deine spezialität? :D

- ich kenne das Wort hochmütig als Synonym für arrogant und dann passt es einfach nicht wikrlich in den Zusammenhang, finde ich zumindest.......

Ich schlag das jetzt lieber nochmal nach, bevor mich hier noch die Germanistikfraktion in der Luft zerreist....


ja, das ist meine spezialität. vergessene verben, falsche endungen...daraus könnte eine neue sprachrichtung entstehen. ;)

ah, nein, es ist schon richtig. eher eine sache der persönlichen interpretation. im sinne von: wer viel hat kann sich auch erlauben viel aufgeben. ich finde eher die menschen arrogant, die sich damit brüsten, ihrer herkunft nicht anzugehören als sie anzunehmen. wenn du mit privilegien geboren wirst, dann profitier davon anstatt das was du hast wegzuwerfen. dafür gibt es viel zu viele menschen, die sich eine solche geste nicht erlauben können.

sosoaha
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Mag ich Mag ich nicht

1

24.10.2009 - 13:28 Uhr
sosoaha

susette sagte:
hm. ich finde die idee der redax, diese frau über moral reden zu lassen, recht pfiffig. elisabeth muss sich nur fragen, ob sie nicht vorgeführt worden ist.

++

Rudel
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Mag ich Mag ich nicht

0

24.10.2009 - 13:38 Uhr
Rudel

jongedame sagte:
Mein Ururgroßvater war deren Postkutscher... :)


Und du musst jetzt auch nicht arbeiten, um am Leben zu bleiben? :)

Inquisition
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Mag ich Mag ich nicht

0

24.10.2009 - 13:57 Uhr
Inquisition

neita sagte:
ich finde das interview erschütternd und entlarvend

"Aufgrund meiner finanziellen Unabhängigkeit (...) muss ich keine Kompromisse machen, nur um über die Runden zu kommen."

und dann arbeitet sie für eine so verlogene branche wie luxus-lifestyle magazine? das finde ich schockierend. und warum geht das interview diesem widerspruch nicht nach? im grunde ist das mit der moral doch nur eine pose. wenn sie wirklich moralisch handeln würde, würde sie mit ihrer person und mit ihrer zeit wertvolleres und sinnvolleres für sich und andere bewirken. so bleibt es letztendlich unglaubwürdig und unreif.


Stichwort Magazin, bitte hier Klicken:

http://www.bbv-net.de/public/article/ges...

Und hier auch:
http://forums.thefashionspot.com/f78/sel...

wollmops
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Mag ich Mag ich nicht

1

24.10.2009 - 14:36 Uhr
wollmops

Mannomann, bin ich froh, dass ich nicht adlig bin. krass, was das für Aggressionen auslöst.

rousseau
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Mag ich Mag ich nicht

4

24.10.2009 - 14:40 Uhr
rousseau

wollmops sagte:
Mannomann, bin ich froh, dass ich nicht adlig bin. krass, was das für Aggressionen auslöst.


Was redest Du da für sinnleeres Zeug?

Es ist nicht das 'adlig sein' das Unmut auslöst,
sondern das was diese Dame daraus macht, was sie sagt und vorgibt zu tun/ zu sein und was im Gegensatz dazu tut und ist.

maria_magdalena
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2

24.10.2009 - 14:58 Uhr
maria_magdalena

fraeuleiningeborg sagte:
maria_magdalena sagte:
sie wurden als kinder von den lehrern benachteiligt... muhahahaha, klar, weil sich vor dreißig jahren im katholischen bayern noch jeder getraut hat, dem fürstenhaus von thurs und taxis ans bein zu pissen.

das ist fast so gut wie die von der leyen, die behauptet hat, aus der mhh rausgemobbt geworden zu sein...klar, auch da hätte jeder arzt der tochter des ministerpräsidenten ans bei gepißt.

you absolutely made my day!


Wenn die Lehrer so gedacht haben wie einige der Kommentatoren hier, würde es mich nicht wundern, wenn das stimmt.



wer hatte in seiner schulzeit keine probleme mit lehrern? ich finde einfach den rückschluß "das liegt an meiner herkunft" etwas gewagt.

chocolatecat
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Mag ich Mag ich nicht

4

24.10.2009 - 14:59 Uhr
chocolatecat

ich wünschte ich wäre gläubiger, dann könnte ich auch denken, dass ich mein leben nicht kontrollieren kann.

wollmops
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5

24.10.2009 - 15:11 Uhr
wollmops

rousseau sagte:
wollmops sagte:
Mannomann, bin ich froh, dass ich nicht adlig bin. krass, was das für Aggressionen auslöst.


Was redest Du da für sinnleeres Zeug?

Es ist nicht das 'adlig sein' das Unmut auslöst,
sondern das was diese Dame daraus macht, was sie sagt und vorgibt zu tun/ zu sein und was im Gegensatz dazu tut und ist.


glaub ich nicht. wenn unser zukünftiger Verteidigungsminister bloss ein schmieriger Jurist wäre und nicht der Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester, würde er wesentlich weniger Häme einfahren. und hier im Forum ist ja auch eifrig auf die Abschaffung des Adels in unserer Republik hingewiesen worden.
Aber natürlich ist es nicht der Adelstitel allein. Die Frau ist auch noch steinreich und sieht gut aus. Das kann man ihr offenbar nicht gönnen und fällt deswegen über ihre möglicherweise etwas naiven, aber irgendwie doch auch mutigen (weil kontroversen) Äusserungen zum Thema Religion her.

BrilloHelmstein
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3

24.10.2009 - 15:44 Uhr
BrilloHelmstein

Es gibt in Deutschland seit 1919 keinen Adel mehr. Der Adelsgedanke ist mit einer Verfassung die von der Gleichheit aller Menschen ausgeht unvereinbar. Anders als in Österreich, durften die ehemaligen Adeligen in Deutschland (leider) ihre Adelsprädikate in ihren Namen behalten. Nach einer skandalösen Reichsgerichtsentscheidung aus den zwanziger Jahren dürfen sie ihre Name sogar deklinieren d.h. während sich z.B. Steffi Graf nicht Steffi Gräfin nennen darf, darf sich die Dame hier Prinzessin nennen. Sie ist aber trotzdem keine, sie heißt nur "Elisabeth Prinzessin von Thurn und Taxis" - bitte in dieser Reihenfolge und nicht "Prinzessin Elisabeth von Thurn und Taxis" (s.o.). Da ihr ja wohl nicht "Gala" sein wollt tätet ihr (jetzt.de, SZ) gut daran diesen Sachverhalt mal zu begreifen und nicht den Bemühungen der ehemals Adeligen Familien in Deutschland, die sich (eben seit 1919) größte Mühe geben die Fiktion es gäbe immer noch einen Adel aufrecht zu erhalten, auch noch Vorschub zu leisten.

Cate81
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24.10.2009 - 15:46 Uhr
Cate81

Zu der Diskussion, ob sie nun eine Prinzessin ist oder nicht: Was spielt das für eine Rolle? In ihrer Lebensrealität ist sie eine und wird als solche anerkannt. In Deutschland und auch in England wird sie sich wohl vornehmlich in der Welt des Hochadels bewegen (die ja doch eine sehr abeschottete und für Bürgerliche wenig zugängliche Welt ist) - und da sind die Titel nun mal noch eine handfeste Währung.

m0n0
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24.10.2009 - 15:55 Uhr
m0n0

wollmops sagte:
glaub ich nicht. wenn unser zukünftiger Verteidigungsminister bloss ein schmieriger Jurist wäre und nicht der Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester, würde er wesentlich weniger Häme einfahren.


Häme? Wo siehst du die? Kriegt der unterm Strich nicht eher jede Menge Vorschusslorbeeren...?

Cate81
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1

24.10.2009 - 17:22 Uhr
Cate81

Ach, und das Englisch ihres Blogs finde ich okay. Inhaltlich aber recht banal. Da schreibt kein Schreibtalent, und das Name-Dropping ist auf Dauer öde.

Wenn schon irrelevantes High-Society-Geplauder mit einem Hauch Tussi, dann finde ich Gwyneth Paltrows "Goop" amüsanter.

MorbusBahlsen
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24.10.2009 - 17:25 Uhr
MorbusBahlsen

susette sagte:
hm. ich finde die idee der redax, diese frau über moral reden zu lassen, recht pfiffig. elisabeth muss sich nur fragen, ob sie nicht vorgeführt worden ist.

Das zu werden scheint allerdings ein bisschen auch ihre Masche zu sein, wenn das sogar die BILD schafft.

weltherrrschaft
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2

24.10.2009 - 18:31 Uhr
weltherrrschaft

Mir ist es nicht peinlich, Prinz zu sein.

Und was E. v. T. u. T. angeht: Was werft Ihr ihr vor? Hat Sie Euch persönlich enteignet, geknechtet und ausgebeutet? Laßt sie doch schreiben, was sie will. Schadet doch keinem.

Und was das Interview angeht: Sind wir jetzt schon bei der 500. Schlüsselqualifikation angelangt, die im Berufsleben hoch wichtig ist?

goof
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Mag ich Mag ich nicht

1

24.10.2009 - 18:45 Uhr
goof

Diese wohl fundamentale und erstrangige Schlüsselualifikation hätte etwas mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung erfahren sollen.
Es ist ja ein guter Ansatz, ausgerechnet jene über diese Eigenschaft zu befragen, die erkennbar an eben dieser Hürde scheitern (und es offenbar noch nicht einmal bemerken oder wenigstens in nachhaltiges Zweifeln geraten), aber die eine oder andere "mutige" Konfrontation wäre schon nicht schlecht gewesen.

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-1

24.10.2009 - 18:49 Uhr
goof

Ist es nicht ein Widerspruch par excellence, wenn frau (!) ein Buch schreibt auf der Basis der weder christlichen, noch moralischen Lehre der katholischen Kirche und dies eine Kompetenz in Sachen Moral darstellen soll?
O tempora, o mores, hehe; nein, bessser wäre wohl ein grimmiges harhar.

alces
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2

24.10.2009 - 20:54 Uhr
alces

Wollen wir nicht lieber einfach über ihr seltsames Top und diese klobigen Armreife lästern?

Ioana
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24.10.2009 - 21:56 Uhr
Ioana

alces sagte:
Wollen wir nicht lieber einfach über ihr seltsames Top und diese klobigen Armreife lästern?


die armreife sind cool, das top fällt mir unten zu sackartig aus.

ein_oxymoron
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24.10.2009 - 23:25 Uhr
ein_oxymoron

krass, was fuer ein verkrampftes verhaeltnis gegenueber "dem adel" immer noch vorherrscht. und ich kann mich da selbst leider nicht ausschliessen.
hausaufgabe: meinen (in anderer hinsicht) besonderen freund endlich mal darauf ansprechen, ob und inwiefern das fuer ihn ein thema ist. es schien ihm irgendwie unangenehm zu sein, dann aber auch wieder nicht... vielleicht aehnlich widerspruechlich wie in diesem interview. und ich wuerde gerne sagen, dass mir das total egal ist, aber das ist es nicht. es verunsichert mich, aber ich finde es auch so ein bisschen cool oder wenigstens interessant. auf jeden fall fuehlt es sich seltsam an, fast alles, was ich ueber seine familie weiss, nur auf wikipedia etc. gelesen zu haben.

m0n0
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2

24.10.2009 - 23:39 Uhr
m0n0

ein_oxymoron sagte:
krass, was fuer ein verkrampftes verhaeltnis gegenueber "dem adel" immer noch vorherrscht.


Das mag mit dem _in Teilen_ des Adels immernoch vorhandenen und gelebten Distinktionsbedürfnis zusammenhängen.

Bälle für den adligen Nachwuchs, Familienintern erzwungene Erbverzichtsverträge bei nicht-standesgemäßer Heirat, solcherlei Dinge.

Krass, was für vorbürgerliche Sitten da teilweise immernoch vorherrschen...

joesepp
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24.10.2009 - 23:49 Uhr
joesepp

kann die ähnlichkeit zur Siegel übersehen werden?

neita
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2

24.10.2009 - 23:57 Uhr
neita

ich finde das interview in vielerlei hinsicht nicht gelungen. es sollte eine bekannte persönlichkeit befragt werden zu in stellenangeboten geforderten schlüsselqualifikation von bewerbern.

die interviewte ist werder besonders bekannt, noch eine persönlichkeit im gemeinten sinne, also keine die etwas in ihrem leben schon bewirkt oder geleistet hat.

abgesehen davon hat sie sich warscheinlich noch nie beworben und auf die idee mit dem blog (übrigens grauenhaftes englisch) ist sie selbst auch nicht gekommen.

ein_oxymoron
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25.10.2009 - 07:36 Uhr
ein_oxymoron

m0n0 sagte:
ein_oxymoron sagte:
krass, was fuer ein verkrampftes verhaeltnis gegenueber "dem adel" immer noch vorherrscht.


Das mag mit dem _in Teilen_ des Adels immernoch vorhandenen und gelebten Distinktionsbedürfnis zusammenhängen.

Bälle für den adligen Nachwuchs, Familienintern erzwungene Erbverzichtsverträge bei nicht-standesgemäßer Heirat, solcherlei Dinge.

Krass, was für vorbürgerliche Sitten da teilweise immernoch vorherrschen...


meinetwegen koennen die so viele baelle abhalten, bis sie schwarz werden oder den stock aus dem arsch kriegen. mit denen, die wirklich so schnoeselig sind, wuerde ich doch sowieso nichts zu tun haben wollen. das beruehrt mich so wenig wie die fernsehshows der unterschicht usw.

schnoesel
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25.10.2009 - 10:45 Uhr
schnoesel

nichts gegen schnoesel bitte.;-)

ich habe da mal eine reportage gesehen. eine elaboration über das, was m0n0 anspricht. junge damen, die einen bürgerlichen heiraten. die folgen gingen von naserümpfen bis zum erbverzicht, wie gesagt. es wurden radtouren für junge adelige organisiert, mit dem ziel man könne doch unter sich bleiben und neue kontakte herstellen. nannte sich "adel aufm radl". sprich man bleibt gerne unter sich und wer aus der reihe fällt wird geächtet. sympathisch ist etwas anderes.

was die dame aus dem text betrifft: ich finde es in erster linie mal sympathisch, dass sie gerade keinen job ausübt, der darauf abzielt das vermögen der familie zu vergrößern. ich wüsste nicht wie viel kritik sie eingeheimst hätte, würde sie an einer business school studieren. worüber sie jetzt schreibt ist nun wirklich ihre sache, für die sie sich auch nicht rechtfertigen muss. sie muss ja nicht die welt verbessern, nur weil sie reich ist und einen bekannten namen trägt. und trotzdem kann sie noch ein moralischer menschen sein.
sie wird eben viel coelho gelesen und den eigenen lebensweg entdeckt haben.:-)

Cate81
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25.10.2009 - 11:51 Uhr
Cate81

Tja. Will sich "der Adel" als sehr spezifisches soziales Milieu erhalten, dann darf er eben nicht sozial durchlässig sein.
Und muss bestimmte (auch implizite) Regeln dafür aufstellen, wer mit wem in welcher Form Umgang haben kann.
So unsympathisch man das auch finden mag.

Ich selbst finde es auch wenig sympathisch, kann es theoretisch aber durchaus nachvollziehen.

dolina
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4

25.10.2009 - 15:29 Uhr
dolina

schnoesel sagte:

was die dame aus dem text betrifft: ich finde es in erster linie mal sympathisch, dass sie gerade keinen job ausübt, der darauf abzielt das vermögen der familie zu vergrößern. ich wüsste nicht wie viel kritik sie eingeheimst hätte, würde sie an einer business school studieren. worüber sie jetzt schreibt ist nun wirklich ihre sache, für die sie sich auch nicht rechtfertigen muss. sie muss ja nicht die welt verbessern, nur weil sie reich ist und einen bekannten namen trägt. und trotzdem kann sie noch ein moralischer menschen sein.
sie wird eben viel coelho gelesen und den eigenen lebensweg entdeckt haben.:-)


Mag alles sein. Doch welches Wissen hat so eine zu wirklich wichtigen Schlüsselqualifikationen (s.o.) beizutragen, mit denen man im Kampf um einen ECHTEN Job überzeugen muss? Einen, der Kompetenz verlangt und den Lebensunterhalt sichern soll.

MorbusBahlsen
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0

25.10.2009 - 15:32 Uhr
MorbusBahlsen

schnoesel sagte:
worüber sie jetzt schreibt ist nun wirklich ihre sache, für die sie sich auch nicht rechtfertigen muss. sie muss ja nicht die welt verbessern, nur weil sie reich ist und einen bekannten namen trägt. und trotzdem kann sie noch ein moralischer menschen sein.

Nein. Entschieden nein. Wenn ich vorgebe, moralisch zu sein, sollte ich dem auch Taten folgen lassen. Nein, viele eher sollte ich dann entsprechende Taten eben nicht folgen lassen. Wie glaubwürdig ist sonst die Aussage vom Wolf im Schafspelz?

Ioana
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0

25.10.2009 - 15:38 Uhr
Ioana

komme jetzt nicht mir...was macht das mädel denn so spezifisch unmoralisch?

MorbusBahlsen
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3

25.10.2009 - 15:50 Uhr
MorbusBahlsen

z.B.
Du bist hauptberuflich Journalistin. Erlebst du in diesem Job manchmal moralische Konfliktsituationen?
Ich arbeite derzeit für ein Luxus-Lifestyle-Magazin, das natürlich auch Werbeseiten verkaufen muss, um sich zu finanzieren. Ich habe da irgendwann mitgekriegt, dass falsche Behauptungen aufgestellt wurden, nur um Werbekunden zu gewinnen. Ich hätte das gar nicht für möglich gehalten. Es hat mich schockiert.

Konsequenzen? Keine.

oder
In meinem Beruf hat mir meine Abstammung einige Türen geöffnet, aber durchgehen musste ich selbst.

Die Abstammung? Oder das Kalkül der Eltern oder der Türen anbietenden? Wenn wirklich ersteres, und das behauptet sie ja, handelt sie beim Durchgehen unmoralisch und das hat sie ihn ihrer Beichte sicher auch erwähnt.

oder
Früher hat es mich schon manchmal beschäftigt, dass ich es besser habe als andere. Mittlerweile bin ich aber an einem Punkt im Leben angekommen, an dem ich Dankbarkeit empfinden kann, für die Dinge, die mir geschenkt wurden.

Klingt irgendwie sehr nach: "Früher hab ich wenigstens noch ans Teilen gedacht, heute hab ich mich mit meiner Lage allerdings abgefunden."

Ioana
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0

25.10.2009 - 16:00 Uhr
Ioana

nunja, nach dieser auffassung handelt eigentlich niemand moralisch. versuch mal abstammung und lebenslauf zu trennen. wenn sie trotz oder wegen ihrer abstammung putzfrau geworden wäre, wäre sie dann in deinen augen moralischer? ganz ehrlich wäre sie es in meinen nicht, sie hätte immer den luxus einer anderen wahl gehabt.
teilen? wieso dann ausgerechnet nur sie? im vergleich zu vielen stehen wir gut da. käme mir trotzdem nicht in den kopf meinen besitz zu verschenken. wenn andere ihren brüderlich und zur hälfte verschenkt haben dann ist das wunderbar, sehr moralisch, aber sicher nicht der allgemeinfall.
sorry, aber so gesehen kann es für sie keine moral geben, als die christliche, die sie versucht in irgendeinem kleinen maße für sich zu verwirklichen. ich sehe da weder was besonders großes, noch irgendetwas für das ich sie vor meinem persönlichen moralischen hintergrund verurteilen könnte.

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1

25.10.2009 - 16:04 Uhr
Ioana

oder anders gesagt: aus dem blog heraus und dem interview würde ich sie als junges, durchschnittlich intelligentes mädel aus besserem hause bezeichnen, das sicher weit entfernt von großer tiefsinnigkeit ist , sich aber trotzdem "so ihre gedanken macht".

wollmops
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1

25.10.2009 - 16:30 Uhr
wollmops

@Ioana
genauso seh ich das auch. Ich übe heute einen Beruf aus, der mir Spass macht und mir einen durchaus akzeptablen Lebensstandard ermöglicht, und das alles, weil meine Eltern mich gefördert haben und mich studieren liessen. Wir hatten sogar ein Klavier daheim!!!

Im Vergleich zu einem Grossteil der Weltbevölkerung ist das ungeheuer privilegiert. Ich bin dafür auch dankbar, versuche auch, einen Teil an Leute abzugeben, denen es weniger gut geht - aber in Sack und Asche gehen muss ich deswegen auch nicht gerade.

MorbusBahlsen
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2

25.10.2009 - 16:58 Uhr
MorbusBahlsen

Ioana, ich sage nicht, dass sie das nicht so tun kann, wie sie es tut. Nur sie erzählt von einer Scheinwelt die sie als ihre Realwelt auffasst. Man könnte das
In meinem Beruf hat mir meine Abstammung einige Türen geöffnet, aber durchgehen musste ich selbst.

auch so sagen: Türen standen offen, und ich ging ohne jegliche moralische Bedenken hindurch. Zumindest halte ich die jetzt nicht für erwähnenswert. Und trotz Schockiertheit (ein hartes Wort eigentlich) bleib ich da auch erstmal so lange, bis sich mir eine neue Tür öffnet.

Abstammung ist hier mit adlige Abstammung gleichzusetzen. Wer von uns hat das schon. Letztlich aber egal, denn schließlich hat jeder Mensch seine ganz eigenen Sorgenpakete mit sich rumzutragen. Aber ich kann sie doch nicht in ihrem Moralbegriff ernst nehmen, wenn sie selbst nicht - im Rahmen ihres persönlichen Lebens und Umfeld - danach handelt? Und für wen will sie denn dann ein moralisches Vorbild sein, das sie ja sein möchte, wenn sie sich darüber in Blog und Buch mitteilt?

Teilen heißt nicht, sein eigenes Leben oder alles für andere aufzugeben. Teilen heißt, mit dem, für das man "Dankbarkeit empfindet" auch was anzufangen, das einem nicht nur selbst nützt. Gut, vielleicht ist das Verprassen von Teilen des Reichtums in Lifestyle-Dinge moralisch, weil ja dann die ärmeren davon einen schönen Abend mit der Gala oder der Bunten in der Hand verbringen können, um über die Auswüchse des privilegierten Lebens zu schmökern, die es ohne dieses ja gar nicht gäbe... Hmm! Ich denk nochmal drüber nach, vielleicht seh ich das ja alles falsch ;)

Ioana
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2

25.10.2009 - 17:34 Uhr
Ioana

deine moral in allen ehren, morbus, aber ich sehe nicht wo sie für sich reklamiert ein vorbild zu sein (weil man einen blog verfasst?), noch kann ich wissen ob sie beim besagten "durchschreiten von türen" keine moralische bedenken hatte bzw. bräuchte. muss man moralische bedenken haben wenn man medizin studiert und die eltern ärzte sind? oder wenn man die ingenieurfirma seines vater übernehmen möchte? menschen aus anderen schichten haben vielleicht diese chance nicht, aber das ist nicht die schuld derer, deren leben geradliniger verlaufen konnte, sondern in erster linie politisches, evtl auch gesellschaftliches problem.
ich sehe keinen großen unterschied zwischen dem prinzip der privilegien. der adel ist doch keine schicht zu nennen sondern ein historisches überbleibsel, der von den wenigen lebt, die ihn noch fortsetzen, nichts nennenswertes. wieviele juristen kennst du denn die sich z.b. mit einem maurer verheiraten? ich erlebe das höchstens als sonderfall. wer denkt, undurchdringlichkeit der schichten sei abzubauen, indem man einzelne angehöriger angreift lebt ebenfalls in einer scheinwelt. und ich behaupte, ein großteil der hier schreibenden nimmt in seinem täglichen leben privilegien an, die er weder kennt, noch mit übergroßer dankbarkeit in anspruch nimmt (schon allein das selbstverständliche privileg in diesem teil der welt geboren zu sein). insofern fahre ich keine moralischen panzer auf. ;)

MorbusBahlsen
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4

25.10.2009 - 17:47 Uhr
MorbusBahlsen

Ja, Ioana, und davon befreie ich mich selbst auch nicht. Ich sage sogar wie du, dass kein Mensch davon frei sein kann. Nur Frau Prinzessin denkt zu keiner Sekunde daran. Für sie ist moralisch, was sie lebt. Und sie würde dem Versicherungsvertreter schon auch gern ihren Moralbegriff auferlegen, wenn sie es könnte:
Natürlich ist es für einen Versicherungsvertreter manchmal schwierig, moralisch richtig zu handeln.

Also, und für wen denn noch? Für mich? Für sie selbst? Nicht doch... oder?

Aufgrund meiner finanziellen Unabhängigkeit kann ich nämlich selbst entscheiden, worüber ich schreibe und muss keine Kompromisse machen, nur um über die Runden zu kommen.

Das ist es doch, was wir von ihr wahrnehmen sollen. Das, so fühlt sie, ist ihr Metier, davon will sie uns erzählen, wie es uns auch helfen könnte. Wenn wir uns dafür interessieren, sollten wir uns also ihr Leben, in ihrer Frömmigkeit und ihren Moralvorstellungen "zu Gemüte" führen. Oder welcher Grund würde einem sonst einfallen, wenn man von allen, allen Dingen der Welt erzählen könnte, von Katholizismus zu erzählen, wenn man darin nicht auch als Vorbild gesehen werden möchte? Es sein denn, man ist totaler Antichrist, das wäre dann eben als Negativbeispiel zu verstehen. Ist sie aber nicht. Oder doch...? Hmm!

neita
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25.10.2009 - 17:47 Uhr
neita

ich kann sie doch nicht in ihrem Moralbegriff ernst nehmen, wenn sie selbst nicht - im Rahmen ihres persönlichen Lebens und Umfeld - danach handelt? Und für wen will sie denn dann ein moralisches Vorbild sein, das sie ja sein möchte, wenn sie sich darüber in Blog und Buch mitteilt?

Teilen heißt nicht, sein eigenes Leben oder alles für andere aufzugeben. Teilen heißt, mit dem, für das man "Dankbarkeit empfindet" auch was anzufangen, das einem nicht nur selbst nützt.

dito, ich finde du siehst das ganz richtig. wenn mir in meinem leben die sorge um das tägliche geld erspart wäre, wäre ich auch dankbar und würde meinem christlichen moralbegriff nach auch taten folgen lassen. für ihre abstammung kann sie natürlich nichts, ich glaube, dass ist auch garnicht die diskussion, sondern das was sie aus ihrer position letztendlich macht.

abgesehen davon, was hat sie denn für wissen das sie mitteilen möchte über schlüsselqualifikationen für einen ECHTEN job den man sich durch bewerbung und kompetenz erkämpfen muß?

Ioana
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25.10.2009 - 18:00 Uhr
Ioana

na also das beispiel des versicherungsvertreters kannst du ihr wohl schwer in die schuhe schieben, das hat der interviewende selber zur sprache gebracht. ;) kannst ihr auch schwer zum vorwurf machen, dass der interviewer mit ihr über ihre auffassung von moral oder ihr leben spricht. und wenn schon. ich sprech auch ganz gerne über mich selber, manchmal erörtere ich sogar meine prinzipien, vielleicht sogar mit nachdruck, weil ich davon überzeugt bin, nicht weil ich das menschheitserlösende vorbild bin. das einzige was in diesem kurzen text auf eine solche auslegung deutet ist der satz: "Du hast ein Buch geschrieben, in dem du dein frommes, vom christlichen Glauben geprägtes Leben schilderst." und der kam nichtmal von ihr selber. also das bloße in den mund nehmen oder zu papier bringen seiner art von religion sollte einem doch nicht negativ ausgedeutet werden können, oder ist der persönliche glaube das neue tabuthema nachdem wir den sex satt haben? ;)

dass wir uns nicht falsch verstehen: ich schlage mich nicht auf seiten der dame, weil sie eine derart schillernde charakterfigur auch nicht zu sein scheint, überspitzt gesagt, ich finde nur, dass allem, von der fragestellung des interviewers bis zur allgemeinen auffassung ein vorwurfsvoller, fast feindseliger unterton unterliegt, und den finde ich auf basis der dürftigen aussagen des interviews absolut fehl am platz.

MorbusBahlsen
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4

25.10.2009 - 18:20 Uhr
MorbusBahlsen

Ich will ja hier auch nicht wirklich über Moral an sich sprechen, sondern eigentlich nur darüber, dass die Interviewte hier ziemlich inkonsistent ist in dem, was sie sagt, denkt und schließlich tut. Sie genügt letztlich ihren eigenen Vorstellungen nicht. Das hat jetzt nichts mit meinen persönlichen Moralvorstellungen zu tun, es hat damit zu tun, wie glaubhaft mir eine Person ihr Moralverständnis machen kann, ohne dabei zum bloßen "Moralapostel" zu werden.

Auch wenn ich das für sehr schwierig halte, aus dem wohl mündlich und im Gespräch erfolgten Interview jetzt nur einzelne Sätze rauszupflücken, so ist ihre Haltung aber dennoch auch an einigen weiteren Beispielen im kurzen Text als durchgängige Linie zu verfolgen, deren aller Nennung nun wirklich meinen Zeitrahmen sprengen würden. Lass mich dazu vielleicht nochmal das letzte Zitat vervollständigen:

Natürlich ist es für einen Versicherungsvertreter manchmal schwierig, moralisch richtig zu handeln. Aber wenn jemand selbst an das Produkt glaubt, das er verkauft, dann ist er auch nicht gezwungen, zu lügen.

Subtext: Versicherungsleute lügen. Lifestyle-Magazine lügen. Wenn nun der Mann an sein Produkt glaubt, dann muss er ja nicht gezwungenermaßen lügen. Ein Versicherungsvertreter würde gar nicht *lügen* wenn er seinen Job behalten will. Er wird eben nur die Vorteile aufzählen und die Nachteile möglichst unerwähnt lassen. Aber doch nicht lügen?! Weil dann ist der Vertrag nämlich ungültig, wenn er geschlossen wurde und die Lüge wirklich als Lüge enttarnt wird.

Deswegen fühlt sie sich ja auch wohl in ihrer Haut als Journalistin: *sie* lügt ja nicht, es stört sie nur nicht, dass die anderen im gleichen Hause aber wohl lügen. Nur enttarnen tut sie es nicht. Wie moralisch innerhalb ihres eingangs erwähnten
Für mich bedeutet Moral, dass man aufrichtig ist

ist das denn? Das macht den Unterschied zum Versicherungsvertreter. Oder ist die Aufrichtigkeit damit abgetan, dass sie es Andreas Glas und uns erzählt?

So und auch an weiteren Stellen verheddert sie sich in ihren eigenen Gedanken, die mir nur den Schluss lassen, dass sie sich selbst mit und in dem Thema nicht wirklich identifizieren kann. Zumindest in diesem Interview, weil im persönlichen Gespräch dürfte mancher Punkt vielleicht schon zu ihren Gunsten aufgeklärt werden können.

Ioana
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25.10.2009 - 18:48 Uhr
Ioana

naja, zum einen dürfen wir ja auch nicht aus den augen verlieren, dass ide interviewte ein junges mädchen ist und nicht sloterdijk. ihr moralisches konstrukt ist ihre persönliche sache, so wie sich schließlich jeder seine moralischen prinzipien schlecht oder recht zusammenzimmert. zu der sache mit dem versicherungsvertreter: nunja, bei einem bewerbungsgespräch z.b. würde ich auch nicht in erster linie betonen, dass ich zu chronischem chaos neige und zu unpünktlichkeit neige. das ist für mich noch keine lüge, sondern ein nettes verschleiern der tatsachen und somit eine taktik, der wir uns im alltäglichen leben als versicherungsvertreter, lifestylemanager oder praktikant immer bedienen. würden wir alle kleinen unaufrichtigkeiten, die wir begehen betrachten, kämen wir auf die idee, dass sowas wie aufrichtigkeit vor allem vor sich selbst noch nie existiert hat. nur bezweifle ich, dass lieschen von thurn und taxis das tatsächlich bedacht hat. ich weiss nicht ob sie sich dem problem, das du benennst überhaupt bewusst ist. und damit ist sie nicht die einzige, das ist sogar was schichtenübergreifendes. ihre auffassung von moral ist sicher nicht zwiespältig und wahrscheinlich genauso bigott wie es so ziemlich jeder moralauffassung innewohnt. der unterschied zwischen unseren interpretationen ist also eher der, dass ich finde, dass sie ihre ansicht einigermaßen geglückt dezent rüberbringt und auf große imperative und direkte missionierung verzichtet, das macht meiner meinung nach einen moralapostel aus und wäre ihrem alter auch gar nicht angemessen. für so blöd das nicht zu merken halte ich sie nicht.

WieJetztAber
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25.10.2009 - 23:13 Uhr
WieJetztAber

bunte02 und alle plappern drüber

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-1

25.10.2009 - 23:26 Uhr
WieJetztAber

ah, ich sehe, die dame ist gar keine yellowpressprinzessin, sondern mehr so cosmopolitain, das ist natürlich cooler als bunte, obwohl man da ja wenigstens noch standesgemnäß angehimmelt wird und sich nicht von neunmalklugen sozialneidern beleidigen lässt.

JohnyBravo
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27.10.2009 - 20:19 Uhr
JohnyBravo

ich weiß nur eins. Das Bier Thurn und Taxis schmeckt scheise, aber Regensburg is dennoch toll :)

effkay
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28.10.2009 - 12:32 Uhr
effkay

Laberei....... irgendwo in der Mitte habe ich aufgehört zu lesen. Kein Wunder, dass dieser ganze Promi-Mist für die ungebildete Schicht unseres Landes gedacht ist.....

addictedToSleep
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09.11.2009 - 19:37 Uhr
addictedToSleep

die hat bei "wetten dass?" am we ziemlichen müll geredet. war die doch, oder?! ne fiese frisur hatte sie da auch.


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