21.10.2009 - 01:09 Uhr

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Romantik

Text: PaartanzJetzt

Es ist nicht romantisch, dein Gesicht wirkt leicht geknautscht, dennoch sehr jung. Ich bin mir nicht ganz sicher, wie ich darüber schreiben soll, der poetische Ansatz wurde mehr schmutzig, weniger zart. Wahrscheinlich beschreibt das meine Persönlichkeit im Rauschzustand, obwohl ich mich immer noch erstaunlich gut ausdrücken kann. Um unangenehme Anlaufzeit später zu vermeiden, treffen wir uns kollektiv zum allgemeinen Trinken vor dem eigentlichen Ereignis. Nein, ich kenn euch noch nicht wieder. Mein Stück Heimat, du, nicht Du, lässt sich Stück für Stück von der Fremden verzaubern. Bald wird sie ihm schlaflose Nächte bescheren, vielleicht ahnt er es schon jetzt. Ihre Wangen strahlen ihn an, er reflektiert es. Sollte er schon jemals solch innere Außenschönheit gesehen haben, vergisst er es bei ihrem Anblick. Die Welt um ihnen scheint zu verschwimmen, Musik und Stimmen aus weiter Ferne. Der sechste Joint macht die Runde, beste Laune macht sich breit. Los, wir gehen! Nein, keine Romantik, wir tanzen eng und ich spüre deine weiche Wange an meiner. Wir schwimmen nicht in Menschen, aber es sind genug, um unsicher zu sein, wen ich grüßen soll, wen ich zu wenig kenne, wem ich hallo sagen muss und messe an der Reaktion ihre Sympathie für mich. Vielleicht erdrückt mich das Ergebnis, auf das ich mit dir anstoßen muss mit reinem Alkohol. Menschen verschwimmen, ich trag heute keine Kontaktlinsen, so kann ich später sagen, ich hätte dich nicht gesehen, keine Sehkraft, haha, so kanns gehen, wenn ich in einem erneuten Moment der Schüchternheit, ohne aufzublicken an dir, dir und dir vorbei haste. Ein blondes üppiges Mädchen möchte dich erwerben, dazu trägt sie passend die Spendierhosen. Sie hat mich verzaubert, ich kann nichts machen. Noch in der Nacht bereust du deine Unhöflichkeit. Ihr seid inzwischen so weit weg, dass ich alleine in Menschen baden kann, ohne unterzugehen. Alkohol macht mich freiheitsliebend. Alkohol verstärkt Eigenschaften, die vorher schon vorhanden sind. Ich möchte mich noch mehr verstärken und laufe gegen die Bar. Romantik ist anders. Du bist in meinem Mund und schmeckst so süß. Bier geht immer, Weinen nimmer, dafür lache ich zu viel, ein Dauergrinsen verzerrt mein Gesicht. Du und ich teilen uns einen Schnaps. Es gehen noch viele Runden über den Tresen, aber nicht mit mir. Wahllos begrüße ich dich, dich und dich. Jeder ist in seinem Innersten potentieller Alkoholiker. Jeder ist in seinem Innersten. Du legst mir eine Kette um den Hals, ich drehe mich, drehe mich, bis sie so eng gewickelt ist, dass ich Luft holen muss, weil keine mehr da ist. Ihr reißt das eine Ende des Dekochristbaumschmucks ab und ich lockere ihn, um freier zu sein. Prunk protzt mein Hals euch entgegen. Die erwarteten Kronleuchter sind zu nicht vorhandenen geworden, das gleiche ich jetzt aus. Meine Erinnerung verblasst an diesem Moment. Ich komme nicht weit, bleibe mit meinem Gesicht an dir hängen, sage etwas du sagst zurück und ich ziehe dich mit, an der Hand, auf die Tanzfläche. Ich tanze. Du tanzt eng. Wäre es Romantik, würde ich deine Berührungen spüren. Ich fühle nichts. Herzklopfen. Nein, mir geht es auf einmal nicht mehr gut. Herzklopfen, Kontrollverlust und ich habe das Gefühl, keine Luft zu bekommen. Du geleitest mich über den roten Teppich nach draußen und es bietet sich jetzt mehr denn je an, zu dir zu gehen. Ich schwanke an deinem Arm die Straße entlang begrüße lautstark DICH und DICH, nachdem DU und DU vorbei seid. Unser Weg durch eine Unterführung wird untermalt von drei jungen bis mitteljungen Männern bis Jungen, die weibliches Fleisch verlangen, WEIBLICHES FLEISCH, woraufhin ich euch euer eigenes Arschloch anbiete, als Alternative. Dein Zimmer ist klein, wir wüten ineinander wühlend durch dein Bett. Los, wir gehen! Was? Ich geh nicht alleine, muss dich abholen und sicher verstauen. Du hast deinen Gürtel verlegt und leihst mir unaufgefordert ein Buch. Ein roter Fleck, scheinst dich an der Wand abgestützt zu haben, mit der du mich penetriert hast. Es ist nicht romantisch. Wir gehen.


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Aporia
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Mag ich Mag ich nicht

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27.10.2009 - 22:40 Uhr
Aporia

Oh verdammt...

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PaartanzJetzt

ist jetzt-Userin und hat diesen Beitrag verfasst.