11.10.2009 - 18:30 Uhr

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Und wenn ich gar nicht weg will?

Text: nadja-schlueter - Foto: Dan Kuta/photocase.de; Montage: Katharina Bitzl

Ein Auslandssemester gehört angeblich zum guten Ton im studentischen Lebenslauf. Aber unsere Autorin nervt es, dass der Aufenthalt in einem anderen Land für viele so etwas wie ein Prestigeobjekt ist.

Wo er schon überall gewesen sei, erzählt er, und wie lange und dass er sie immer wieder brauche, diese Reisen, sonst werde er verrückt. Ich höre mir das an, nicke ein bisschen und mache ein bisschen „Mmmh“, stelle aber keine Nachfragen. Als mein Gesprächspartner aufsteht, um Biere zu holen, regt sich sein Freund, der bisher geschwiegen hat. Er sagt, dass er gerne ausländisches Bier trinke, er möchte mal jedes Bier der Welt probiert haben, sagt er – um anschließend darauf zu sprechen zu kommen, dass er Asien ja so sehr liebe und vor allem Vietnam und Thailand und Kambodscha. Ich sitze nur da und spüre ein Brodeln in mir, einen aufwallenden Ärger, weil hier jemand unübersehbar eine Überleitung konstruiert hat, um zu erzählen, wie oft er schon im Ausland war. Als hätte es ihn in seinem Stolz verletzt, dass sein Kumpel davon erzählt hat, ohne dabei auf ihn zu verweisen. Als könne ich ihn deswegen weniger interessant finden. Er prahlt damit wie andere Männer mit ihrem Auto oder ihrer Frau. Denn er ist Student, und für Studenten ist der Auslandsaufenthalt ein Mercedes oder eine Freundin mit Spitzenmaßen, ein Statussymbol, das sie herzeigen, indem sie möglichst viel davon sprechen.
Wie es gekommen ist, dass plötzlich alle ins Ausland streben, weiß keiner so genau. Gräbt man nach den Wurzeln, stößt man schnell auf Arbeitgeber, die Auslandserfahrung angeblich zur Voraussetzung für eine Anstellung machen. Vielleicht ist das aber nur ein Gerücht. Oder der Kausalzusammenhang ist umgekehrt: Indem nach und nach immer mehr junge Menschen ins Ausland gingen, machten sie es zu einer Selbstverständlichkeit, zu einer Art Fortbildung, die man zu absolvieren hat. Doch der Blick auf den Arbeitsmarkt soll hier keine Rolle spielen. Denn falls all die jungen Menschen, die ins Ausland gehen, wirklich glauben, dass ein Lebenslauf mit dem Eintrag „August bis Dezember 2008: Praktikum an einer Schule in Lima“ ihnen den Weg zum Traumjob erleichtert, sagen viele es nicht. Im Gegenteil: Etwas zu tun, nur um damit das persönliche Curriculum aufzubessern, ist verschrien. Ein spöttisches „Ach, polierst du deinen Lebenslauf auf“ hört man ja sogar schon, wenn man das Praktikum nicht in Lima, sondern in Jena macht. Angeblich geht es bei all dem Rucksack-Gepacke, Flieger-Besteigen und Weg-sein also gar nicht darum, einem Personalchef zu gefallen, sondern in erster Linie sich selbst. Man könne sich im Ausland selbstfinden, weiterentwickeln, wichtige Erfahrungen sammeln, das sind die Argumente. Auch, wenn sie manchmal leicht ins Esoterische abkippen, ist dagegen nicht viel zu sagen, denn ein Auslandsaufenthalt kann schön und nützlich sein. Aber irgendetwas hat sich da verselbstständigt, ist zu einer großen Welle geworden, die alle mitreißt und das erzeugt, was doch eigentlich auch so verschrien ist: sozialen Druck. Ein bisschen ist es wie mit Partys: Manchmal geht man auch dann hin, wenn man keine Lust hat. Weil man nichts verpassen will. Klar, man sollte einfach „nein“ sagen können – jeder weiß das, doch kaum einer tut es. Nur ist das bei Partys nicht so schlimm. Da verweilt man dann ein paar Stunden (Untergrenze etwa drei) und kann wieder gehen. Auf den Auslandsaufenthalt übertragen ist das schon problematischer. Denn wenn man für ein paar Monate (Untergrenze etwa drei) irgendwo in die Fremde geht, ohne so richtig Lust zu haben und nur aus Angst, etwas zu verpassen, dann ist die Sache nicht mit ein paar Bier und etwas Smalltalk getan. Ich kenne Leute, die mittelbegeisterte bis verzweifelte E-Mails schrieben, während sie ein Erasmus-Jahr machten. Man kann natürlich mit den Schultern zucken und sagen „Was sie nicht umbringt, macht sie stärker“. Aber es sind Menschen darunter, die sich nie in diese Situation begeben hätten, wenn ihnen nicht ständig suggeriert würde, dass ein Auslandsaufenthalt eine Selbstverständlichkeit ist. Und das ist tragisch. Zudem gibt es einen Aspekt, der bei der ganzen Thematik nur allzu gerne verschwiegen wird: die Finanzen. Statussymbole kosten Geld. Über die Finanzierung ihres Auslandsaufenthaltes reden aber die meisten, die so gerne ihre Backpacker-Geschichten auspacken, nicht. Viele, vor allem die besonders weit Gereisten, können sich das Ganze leisten, weil sie aus wohlhabenden Familien kommen. Das ist an sich nichts Schlimmes, sie haben eben Glück gehabt. Das Problem ist, dass einige hinterher so tun, als hätten sie durch ihre Reise etwas Besonderes geleistet, obwohl es eigentlich ein von Papa bezahlter Urlaub war. Die, die das Geld für eine Reise nicht zusammenbringen, befinden sich dann in einer ähnlichen Situation wie jene, die sich in der Mittelstufe keine Markensneakers leisten konnten. Im studentischen Milieu, in dem man gerne so tut, als sei Geld egal, hebt man dieses Mobbing allerdings auf eine andere Ebene, eine, die Studenten näher geht: Wer nicht weit gereist ist, gilt als weniger gebildet, weniger erfahren und langweiliger als andere. Reisen ist eigentlich wunderschön und Auslandsaufenthalte sind eine gute Sache. Daher sollte sich die Einstellung dazu unbedingt wieder ändern. Unsere Generation macht etwas kaputt, das eigentlich einen gewissen Grad an Freiheit und Spaß verspricht, sie macht das Reisen zu einem Prestigeobjekt und zu einer gesellschaftlichen Zwangsjacke. Und in der, das ist allgemein bekannt, gibt es weder Freiheit noch Spaß. Das Bier, das wir an jenem Abend tranken, als man mir so viel Ausland unter die Nase rieb, war ein lokales. Der Geschmack passte nicht zu den Schwärmereien über Thailand und Kambodscha - genauso wenig wir er zu dem Foto eines brandneuen Mercedes gepasst hätte. Ich habe an diesem Abend viel genickt und „Mmmh“ gesagt. Zum Glück kann man eine Party nach etwa drei Stunden einfach verlassen. *** "Es hat sich ein Hype ums Auslandssemester entwickelt": Personalexpertin Maren Lehky erklärt, welche Bedeutung ein Auslandsaufenthalt heute noch für den Lebenslauf hat.


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clou
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Mag ich Mag ich nicht

11

11.10.2009 - 18:36 Uhr
clou

Danke.

dem_osten_so_nah
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Mag ich Mag ich nicht

17

11.10.2009 - 18:41 Uhr
dem_osten_so_nah

Ah, Danke für diesen Text Nadja!
Diese Selbstverständlichkeit eines Auflandaufenthalts beim Studium gehört mir auch gehörig gegen den Strich. Es soll nämlich Leute geben, für die das mehr oder weniger unmgöglich ist. Und zu denen würde ich mich dazu zählen. Zumal es genug Gründe dagegen gibt:
- Mittem im Studium einfach so, ein zwei Semester woanders studieren, würde mein Studium um diese Zeit verlängern, da ich nicht davon ausgehen kann, dass meine Hochschule alle abgeschlossenen Module der ausländischen Hochschule anerkennt
- Zudem bauen an meiner HS viele Module mehr oder weniger aufeinander auf, so dass ein, zwei Semester fehlen auch nicht positiv wäre
- Ich hätte garkein Geld dafür. Und was ist mit meiner Wohnung? Kündigen ist doof, weiterzahlen auch. Zumal ich in meinem Zimmer keine fremden Leute wohnen lassen wollen würde. Und wenn ich meine Wohnung auflöse? Die ganzen Möbel etc. müssen auch wohin und Self Storage ist nicht umsonst
- Am ehesten ließe sich noch das obligatorische Praktikum im Ausland absolvieren, aber nur wegen 12 Wochen so einen Stress? Zumal danach die Bachelorarbeit geschrieben werden muss

Achja: Ich habe garnicht vor, mal außerhalb Deutschlands zu arbeiten. Also wozu das alles?

cougarten
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Mag ich Mag ich nicht

4

11.10.2009 - 18:41 Uhr
cougarten

schönes Flugzeug

kaffeekeks
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Mag ich Mag ich nicht

7

11.10.2009 - 18:43 Uhr
kaffeekeks

gut beobachtet!

-------------------------------------

"ich weiß auch nicht, der stellenmarkt gibt echt nichts her momentan!"

"dann geh doch ne weile ins ausland!"

"und was mach ich da konkret???"

" ... "

Marcologne
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Mag ich Mag ich nicht

0

11.10.2009 - 18:46 Uhr
Marcologne

Vor allem lohnt sich das für einige Studiengänge doch gar nicht. Aber selbst bei uns Lehrämtlern kommt das immer häufiger. Dabei wird je nach Land nix anerkannt (2 Semester länger studieren, yay!) und es gibt im Lebenslauf eines Lehrers nichts unwichtigeres als ein Auslandsaufenthalt.
Aber Hauptsache mal machen! Schnell!

der_ingenieur
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Mag ich Mag ich nicht

8

11.10.2009 - 18:48 Uhr
der_ingenieur

Schoen beschrieben, danke!
Man kann auch ins Ausland reisen, ohne bereichert zu werden. Selbst hier in England kenne ich viele Deutsche, die sich nicht auf die hiesige Kultur (damit meine ich nicht das Trinken) einlassen, und immernoch 'Daheim geblieben' sind. Und das ist sehr schade.

sternli
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Mag ich Mag ich nicht

0

11.10.2009 - 18:50 Uhr
sternli

danke!!

diedrossel
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Mag ich Mag ich nicht

4

11.10.2009 - 18:51 Uhr
diedrossel

"Denn er ist Student, und für Studenten ist der Auslandsaufenthalt ein Mercedes oder eine Freundin mit Spitzenmaßen, ein Statussymbol, das sie herzeigen, indem sie möglichst viel davon sprechen. "

wie kommst darauf, dass es nur um DICH geht? es kommt dir nicht in den sinn, dass jemand viel darüber spricht, weil für diese person die auslandsaufenthalte eine wichtige rolle im leben spielen? was bedeuten?

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Mag ich Mag ich nicht

-5

11.10.2009 - 18:54 Uhr
diedrossel

grauenhafter artikel. voller engstirniger vorurteile, plattitüden.

gantenbein
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Mag ich Mag ich nicht

1

11.10.2009 - 18:54 Uhr
gantenbein

Supergut!!!

Stellt ihr auch eine in letzter Zeit immer häufiger zu beobachtende Heimatverbundenheit (in welcher Form auch immer) fest? Ich glaube ja, dass all diese internationale Mobilität ja auch zu immer größerer Haltlosigkeit führt. Denn der eine oder andere mag sich im Ausland ja selbst finden, aber was ist mit den vielen anderen denen das nicht gelingt? Die schweben im luftleeren Raum.

Und nach einem Jahr fremd fühlen sitzt die Lederhosn doch wieder nicht schlecht.

paleika
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Mag ich Mag ich nicht

0

11.10.2009 - 18:58 Uhr
paleika

ebenfalls danke!

kaffeekeks
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Mag ich Mag ich nicht

6

11.10.2009 - 19:02 Uhr
kaffeekeks

diedrossel sagte:
... dass jemand viel darüber spricht, weil für diese person die auslandsaufenthalte eine wichtige rolle im leben spielen? was bedeuten?


ja natürlich gibt es das, sogar oft!
aber genauso oft gibt es die leute, die davon erzählen, weil man meint davon erzählen zu müssen, und alle die den hype nicht mitmachen sind "uncool". darum geht's in dem artikel.
persönlich kenne ich zum glück mehr von der ersteren sorte, und ich freue mich wenn sie mich an ihren erfahrungen teilhaben lassen, ihre geschichten erzählen und ihre fotos zeigen.
aber die im artikel beschriebene fraktion, die trifft man leider auch überall, und die ist anstrengend.

nordzucker
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Mag ich Mag ich nicht

4

11.10.2009 - 19:02 Uhr
nordzucker

herjeeee, das thema schon wieder.

ist eure generation wirklich soooo beeinflussbar und unselbststaendig, dass ihr jeden scheiss macht, von dem jemand behauptet, es sei unabdingbar?

Ioana
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Mag ich Mag ich nicht

5

11.10.2009 - 19:05 Uhr
Ioana

diedrossel sagte:
grauenhafter artikel. voller engstirniger vorurteile, plattitüden.


ganz meine meinung. ich habe eine freundin aus armen verhältnissen, die glücklich über ein erasmus stipendium einen auslandsaufenthalt in england verbringen darf. für ihr studium ist das sehr sinnvoll, sie studiert europastudien, und der auslandsaufenthalt bringt ihr dafür genau die erfahrungen, die sie sich gewünscht hat. sie ist bestimmt keine die mit einem mercedes angibt. mag ja sein, das vieles an dem artikel wahr und richtig ist. allerdings ist das ganze in eine form gepackt, die eher an ressentiments derjenigen erinnert die sich von ihren lederhosen nicht trennen können. mit meiner freundin hat das jedenfalls nichts zu tun.

der_ingenieur
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Mag ich Mag ich nicht

7

11.10.2009 - 19:09 Uhr
der_ingenieur

kaffeekeks sagte:
..., und alle die den hype nicht mitmachen sind "uncool".


Eben, das ist der Knackpunkt. Es ist ein Unterschied, ob man mit seinem Auslandsaufenthalt angibt, oder ob man eine schoene Zeit hatte, und anderen davon erzaehlt um sie an der Freude teilhaben zu lassen. Die nur zum Angeben ins Ausland gehen, nehmen meistens von dort auch keine Inspiration mit.

Natuerlich ist Deutschland auch eine ziemliche Neidgesellschaft, deshalb interpretieren viele Letzteres wie Ersteres. In sofern ist es eine Gratwanderung, wer gerade zuhoert.

diedrossel
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Mag ich Mag ich nicht

-1

11.10.2009 - 19:10 Uhr
diedrossel

ich habe noch nie jemanden getroffen, der über seinen auslandsaufenthalt gesprochen hat, um nur damit anzugeben.
aber vielleicht geh ich auch einfach nur nicht auf die gleichen parties wie die autorin. oder es sind die x jahre altersunterschied. ich weiß es nicht, aber ich finde den artikel ganz ganz fürchterlich.

nordzucker
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Mag ich Mag ich nicht

5

11.10.2009 - 19:12 Uhr
nordzucker

wenn man gerade aus dem ausland kommt, dann hat man allerdings oft auch wenig anderes zu erzaehlen.
eines von zwei grund warum beziehungen das erasmusjahr nicht ueberleben.

alcofribas
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Mag ich Mag ich nicht

5

11.10.2009 - 19:16 Uhr
alcofribas

dito, danke für den artikel.

vor allem die gleichsetzung ausland = auslandserfahrung = erfahrung ist unzulässig. in vielen fällen wird dann ein erasmusjahr (das nicht zu unrecht klischeebeladen ist) zur prägenden erfahrung hochgejazzt, weil man es geschafft hat, sich mit seinem spanischen vermieter zu verständigen, die taxe de séjour pünktlich zu zahlen oder unfallfrei die richtigen kurse an einer estnischen uni zu finden und zu belegen.

im zweifel, wenn es schon - wie immer - um den lebenslauf geht, ist ein zielstrebig absolviertes studium ohne auslandsaufenthalt schlüssiger, als irgendwelche selbstfindungstrips als "wertvolle erfahrung" zu verkaufen.

madguitar
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Mag ich Mag ich nicht

0

11.10.2009 - 19:16 Uhr
madguitar

@nordzucker: und was ist der andere grund?

Ioana
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0

11.10.2009 - 19:20 Uhr
Ioana

madguitar sagte:
@nordzucker: und was ist der andere grund?


die distanz? :)

nordzucker
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0

11.10.2009 - 19:21 Uhr
nordzucker

der zweite grund ist das man sich schlicht auseinander gelebt hat.

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Mag ich Mag ich nicht

0

11.10.2009 - 19:22 Uhr
nordzucker

(so gesehen: die distanz)

kachel
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Mag ich Mag ich nicht

0

11.10.2009 - 19:24 Uhr
kachel

Marcologne sagte:
Vor allem lohnt sich das für einige Studiengänge doch gar nicht. Aber selbst bei uns Lehrämtlern kommt das immer häufiger. Dabei wird je nach Land nix anerkannt (2 Semester länger studieren, yay!) und es gibt im Lebenslauf eines Lehrers nichts unwichtigeres als ein Auslandsaufenthalt.


Hä? Fast jeder Lehrämtler macht doch irgendeine Sprache. Was kann es da Sinnvolleres geben als einen Auslandsaufenthalt?

madguitar
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Mag ich Mag ich nicht

6

11.10.2009 - 19:26 Uhr
madguitar

ja, logisch.

am meisten kotzen mich die leute an, die ihr ganzes erasmusjahr lang nur auf partys rumhängen, außer saufen keinerlei beschäftigung nachgehen, sich nur mit menschen ihrer eigenen nationalität umgeben, das land in dem sie sind null kennenlernen, und dann auch noch meinen, sie hätten soooo tolle erfahrungen gemacht.

Marcologne
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Mag ich Mag ich nicht

0

11.10.2009 - 19:36 Uhr
Marcologne

kachel sagte:
Marcologne sagte:
Vor allem lohnt sich das für einige Studiengänge doch gar nicht. Aber selbst bei uns Lehrämtlern kommt das immer häufiger. Dabei wird je nach Land nix anerkannt (2 Semester länger studieren, yay!) und es gibt im Lebenslauf eines Lehrers nichts unwichtigeres als ein Auslandsaufenthalt.


Ja, ich mach Deutsch. Wahnsinn, wa? ;) Und die Frage ist halt, was mir ein Auslandsaufenthalt als Nicht-Fremdsprachenlehrer bringt.
Ganz schlimm ist's ja bei uns Sonderpädagogen. Da ist ein Auslandssemester quasi verschenkt. Außer, man musste kein Zivi machen/ist weiblich und kommt direkt vom Abi. Dann hat man ja noch genug Zeit...
Hä? Fast jeder Lehrämtler macht doch irgendeine Sprache. Was kann es da Sinnvolleres geben als einen Auslandsaufenthalt?

madguitar
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Mag ich Mag ich nicht

2

11.10.2009 - 19:40 Uhr
madguitar

also verschenkt ist ein auslandsaufenthalt sicher nicht, vorausgesetzt, man stellt sich nicht so doof an wie die ganzen vollidioten (siehe letzter kommentar). und arbeiten gehn kann man ja wohl früh genug, die erfahrung wiegt die "verlorene" zeit jedenfalls mehr als auf. ok, wenn die finanzen nicht stimmen wirds schwierig, aber auch da gibt es möglichkeiten, stipendien zum beispiel (und nein, dafür muss man nicht zwangläufig extrem gute noten vorweisen können).
aus meiner erfahrung heraus kann ich nur sagen: traumland aussuchen und LOS!

DagnyTaggart
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Mag ich Mag ich nicht

-1

11.10.2009 - 19:41 Uhr
DagnyTaggart

diedrossel sagte:
grauenhafter artikel. voller engstirniger vorurteile, plattitüden.


Ja, man koennte fast meinen, die Autorin ist aus Ihrem Heimatdorf nie herhausgekommen.

yabadabaduuu
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Mag ich Mag ich nicht

5

11.10.2009 - 19:44 Uhr
yabadabaduuu

meine erasmuszeit war gut, auch wenn das geld knapp war (dänemark ist teuer und ich hatte bafög und erasmusgeld arg nötig). und am ende wurden aus 2 semestern zusätzlich sogar mein studienabschluß, statt deutschem diplom hab ich nen dänischen master. weil die uni dort viel toller war...

und generell. ich komme sicher nicht aus einer über-wohlhabenden familie. aber hej, reisen (urlaub) konnte ich auch immer ohne viel geld als student. halt nicht südasien, sondern quer durch europa trampen, billigflieger, zelt im rucksack und nem guten kumpel oder ner freundin. mal 3 wochen griechenland hier, ne woche irland da (mit billigflug und allen kosten (essen, 3 hostelnächte) hatten wir am ende pro person 150€ bezahlt, da die freundin total pleite war).

was ich sagen will: klar kostet das alles. aber mir macht es ungeheuer spaß neues kennenzulernen, und dafür schränke ich meine bequemlichkeit dabei ein bißchen ein. und eben weil ich davon begeistert bin, erzähl ich auch gern wie ein polizeihubschrauber im baskenland neben unsrem zelt landete, wie wir durch athos, den griechischen mönchsstaat wanderten, wie lecker melonen in rumänien sind oder wie in den irischen sümpfen ein schafhirte uns die ganze nacht mit tee abgefüllt hat. und ich bin froh, daß ich das machen konnte alles, auch ohne viel geld. jetzt arbeite ich und hab welches, also mal sehn, vielleicht werden die reisen auch weiter weg gehen. auch wenn ich das gefühl hab so vieles nahes gutes noch nicht gesehen zu haben...

soll halt jeder machen wie er will. wer keine lust auf reisen hat, dem mach ich keine vorwürfe. ich würde nur was verpassen, aber jeder ist halt anders... und ner leidenschaft nachgehen hat nichts mit stautssymbol zu tun (auch wenn es sicher auch solche leute gibt...)

drolli
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4

11.10.2009 - 19:45 Uhr
drolli

Jupp. Ich bin erst als Doktorand kurz ins ausland (habe aber in Dt. promoviert) ein Institut besuchen die an was aehnlichem geforscht haben. hat folgende vorteile

a) DAAD-Kurzzeitstipendium (ziemlich gut, man muss ich aber bewerben)

b) man weiss was man da will

c) Man kennt die Gruppe zu der man geht.

Die ewigen Berichte von Leuten, die ueber ein Jahr Erasmus-Party erzaehlt haben fand ich immer witzlos. Wenn ich in Spanien feiern moechte, mache ich da zwei Monate Urlaub oder Sprachkurs und gut is. Ein oder zwei Semester rausblasen ist total irreal.

Ach so ja: jetzt lebe ich nachdem mein Leben vom Kindergaren bis zur Promotion auf 3kmx3km stattgefunden hat, schon 3J in Japan und ich hatte keine groesseren Schwierigkeiten mich zurechtzufinden. Dauerhaften Schaden hat das nicht durchgefeierte Jahr im Ausland also nicht hinterlassen.

querspieler
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Mag ich Mag ich nicht

7

11.10.2009 - 19:46 Uhr
querspieler

Da versteh ich die Diskussion jetzt wirklich nicht...
Wer irgendwas mit Sprachen/Länder/Ausland studiert oder später ins Ausland gehen möchte, soll bitte wenn es irgendwie geht die Chance nutzen, da auch im Studium schon was mitzunehmen. Alle anderen dürfen gerne daheim bleiben und ihr Studium durchziehen (wer mag, darf auch trödeln). Und bitte, egal welches Modell man wählt, da keine Ideologie draus machen, beide sind ok.
Erfahrungsgemäß wird im Berufsleben gern Fremdsprachen und interkulturelle Fähigkeiten und alles mögliche erwartet, brauchen tut man die aber dann doch nur selten, wenn man nicht klaren Auslandsbezug hat.

DagnyTaggart
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0

11.10.2009 - 19:50 Uhr
DagnyTaggart

Denke bei dem TExt geht es auch um Frust ueber angebliche und vermeintliche Statussymbole, die andere haben. - Fur den Auslandsaufenthalt ist es bischen idiotisch, weil sich sowas tatsaechlich zunehmend leichter organisieren laesst. Im Studium oder auch bei der Promotion, wenn man weiter an der Uni bleibt.

Wenn jemand dies nicht mitmachen will, - Ausland oder Statussymbole - dann soll ers halt lassen und sich (s)eine Nische suchen. Nur druber verbittert jammern gilt nicht.

schokoprinzessin
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9

11.10.2009 - 19:53 Uhr
schokoprinzessin

zwei typen an einem abend, die dich beide beeindrucken wollen. super!

yabadabaduuu
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Mag ich Mag ich nicht

1

11.10.2009 - 19:55 Uhr
yabadabaduuu

querspieler sagte:
Da versteh ich die Diskussion jetzt wirklich nicht...
Wer irgendwas mit Sprachen/Länder/Ausland studiert oder später ins Ausland gehen möchte, soll bitte wenn es irgendwie geht die Chance nutzen, da auch im Studium schon was mitzunehmen. Alle anderen dürfen gerne daheim bleiben und ihr Studium durchziehen (wer mag, darf auch trödeln).


Als Ingenieur fand ich es auch wichtig, mal weggewesen zu sein. Ok, hatte wahrscheinlich Glück tolle Studienbedingungen an der Gastuni zu haben. Aber sowohl für meinen jetzigen Job (ne chinesische Firma) als auch die, die ich im Januar anfange (kleine Firma, die für Firmen in ganz Europa entwickelt) ganz nützlich, mal weggewesen zu sein. Als Ingenieur arbeitet man halt nicht nur im stillen Kämmerchen vor sich hin...
Nichtsdestotrotz kann man das natürlich auch ohne Auslandsaufenthalt alles machen, einigermaßen vernünftiges englisch mal vorrausgesetzt. Und am Ende hab ich mein Erasmus ja auch nicht für den Lebenslauf gemacht, sondern weil ich verdammt viel Lust drauf hatte...

kleeschnitzel
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2

11.10.2009 - 19:59 Uhr
kleeschnitzel

ich bin auch immer zuhause sitzen geblieben, ich alter langweiler, dafür sind meine jeweilig aktuellen freundinnen immer ins ausland studieren gegangen. es war aber keine flucht vor mir, getrennt haben wir uns immer lang nach ausland. und mir gings nicht um die kostenlose studentenbude in england, frankreich oder italien. aber das gilt wahrscheinlich gar nicht als echtes ausland, oder? nadja-schlueter hat schon recht ...

Cate81
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6

11.10.2009 - 20:01 Uhr
Cate81

Ich bin SO dankbar für diesen Text.
Dieser Text gehört zum besten, was ich hier je gelesen habe.

Einiges wird darin angesprochen, das ich mir selbst auch immer wieder gedacht habe. Ich glaubte schon, die absolut einzige zu sein, die so denkt, und habe die Klappe gehalten, wann immer irgend jemand aus meinem sozialen Umfeld von seiner letzten Rucksackreise durch Argentinien oder dem Erasmusjahr in Valencia erzählt hat.

Ich selbst war nicht im Ausland. Warum nicht? Weil ich KEINE LUST darauf hatte. Ja, tatsächlich, das gibt es wirklich. Ich habe das Gefühl, in der Generation der heute 20 bis 30jährigen ist es fast schon ein Tabu, wenn man nicht abenteuerlustig, nicht reisefreudig ist.

alcofribas
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4

11.10.2009 - 20:02 Uhr
alcofribas

Cate81 sagte:
Ich bin SO dankbar für diesen Text.
Dieser Text gehört zum besten, was ich hier je gelesen habe.

Einiges wird darin angesprochen, das ich mir selbst auch immer wieder gedacht habe. Ich glaubte schon, die absolut einzige zu sein, die so denkt, und habe die Klappe gehalten, wann immer irgend jemand aus meinem sozialen Umfeld von seiner letzten Rucksackreise durch Argentinien oder dem Erasmusjahr in Valencia erzählt hat.

Ich selbst war nicht im Ausland. Warum nicht? Weil ich KEINE LUST darauf hatte. Ja, tatsächlich, das gibt es wirklich. Ich habe das Gefühl, in der Generation der heute 20 bis 30jährigen ist es fast schon ein Tabu, wenn man nicht abenteuerlustig, nicht reisefreudig ist.


du bist doch nuuuuur neidisch, das ist soooo deutsch :p

gamine
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1

11.10.2009 - 20:03 Uhr
gamine

joa, da is wohl jemand neidisch.

ich kenn nur leute die echt begeistert sind von ihrem auslandsaufenthalt. und wenns nur saufen und feiern ist, ich lass da alles gelten. nur nicht den ausdruck verschenkte zeit. da halt ichs doch mit fanta: spaß ist, was ihr draus macht.

zum thema geld: auslandsbafög. ca. 500 euros im monat + studiengebühren + nix zurückzahlen...

ein_oxymoron
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3

11.10.2009 - 20:08 Uhr
ein_oxymoron

ist das "vegetarier essen meinem essen das essen weg" auf erasmisch?
man vermutet einen angriff, also verteidigt man sich schon mal vehement drauflos... tzzz.

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Mag ich Mag ich nicht

0

11.10.2009 - 20:13 Uhr
ein_oxymoron

Cate81 sagte:
Ich habe das Gefühl, in der Generation der heute 20 bis 30jährigen ist es fast schon ein Tabu, wenn man nicht abenteuerlustig, nicht reisefreudig ist.

noe, das ist voellig in ordnung. was nicht in ordnung ist, ist dieses unterschwellig komplexbeladene "die halten sich doch fuer was besseres, nur weil sie..." - ob es jetzt um fleischkonsum, geld, status, iq oder eben auslandsaufenthalte geht.

Cate81
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5

11.10.2009 - 20:14 Uhr
Cate81

@ alcofribas:

Klar bin ich manchmal neidisch. Und? Du sicher auch.

Aber ganz unabhängig von Neidgefühlen kann ich auch faktisch genervt sein von Trendgehechel und Mitläufertum und Angeberei.

ShesSoHigh
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2

11.10.2009 - 20:17 Uhr
ShesSoHigh

alcofribas sagte:
dito, danke für den artikel.

vor allem die gleichsetzung ausland = auslandserfahrung = erfahrung ist unzulässig. in vielen fällen wird dann ein erasmusjahr (das nicht zu unrecht klischeebeladen ist) zur prägenden erfahrung hochgejazzt, weil man es geschafft hat, sich mit seinem spanischen vermieter zu verständigen, die taxe de séjour pünktlich zu zahlen oder unfallfrei die richtigen kurse an einer estnischen uni zu finden und zu belegen.


alco, das is ja schon fortgeschritten.
meist ist es doch aber sogar so dass erasmus studenten halt im studentenwohnheim unterkommen, sich um kaum was kümmern müssen und am ende auch so gut wie keinen in dem land, in dem sie die zeit verbracht haben, überhaupt kennen gelernt haben, sondern eben nur die anderen erasmus-studenten.
es wird natürlich trotzdem zurückgekehrt und alles total hochgejazzt und "ich kann gar nciht mehr richtig deutsch" gesagt. Top.

Auslandsaufenthalt ist definitiv nicht gleich Auslandsaufenthalt.
Und so wie nicht jeder gleich als Poser rüberkommt der vom Ausland erzählt, gibt es aber auch verdammt viele die eben so rüberkommen, und ich hasse sowas auch.

Weshalb ich sowohl die Drossel verstehen kann als auch die Autorin des Textes.

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Mag ich Mag ich nicht

1

11.10.2009 - 20:20 Uhr
ShesSoHigh

ich flache das statement mal n bisschen ab und wandle es zu "die erasmus-studenten die ich kenne" um.
Da war es echt so.
Gilt natürlich nicht für alle, will das nicht pauschalisieren.

ZimtZucker
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4

11.10.2009 - 20:21 Uhr
ZimtZucker

Grandioser Text! Endlich sagt das mal jemand...mir klingt immer noch die drohende Stimme meines Institutsleiters bei der Einführungsveranstaltung in den Ohren: "Ein Auslandsaufenthalt ist heute kein Plus mehr im Lebenslauf. Kein Auslandsaufenthalt allerdings ein großes Minus."
Ich glaube immer noch ganz naiv dran, dass man auch heute noch ein glückliches, ja sogar erfolgreiches Leben führen kann ohne jemals in Neuseeland Kiwis gepflückt zu haben.
Auslandserfahrung kann wertvoll sein, muss aber nicht. Ich bereu immer noch nicht, nach dem Abi keine ach-so-individuelle-horizonterweiternde Backpackerauszeit genommen zu haben. Is für viele bestimmt eine super Sache, aber mich hätt's nich weitergebracht...
Liebe Grüße aus Istanbul übrigens...ja mich hat's auch ins Ausland gezogen, aber ganz freiwillig und nur minimal von meinem Institutsleiter beeinflusst ;)
Im Ernst: Fühlt sich richtig an hier zu sein, vor zwei Jahren hätt's das aber noch nich => Also nich in Auslandsaufenthalte reinquatschen lassen, sondern machen oder lassen wie man das selbst gut findet! ;)

alcofribas
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3

11.10.2009 - 20:23 Uhr
alcofribas

ShesSoHigh sagte:
...


ich wollte nicht gleich auf die wohnheimasylanten einprügeln. :)

die ausländischen erasmisten bei uns sind selten woanders gewesen als im wohnheim, "an der uni" oder im wohnheimpartykeller.
(wenn man neuschwanstein, heidelberg und börlinn abzieht)

ein_oxymoron
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6

11.10.2009 - 20:24 Uhr
ein_oxymoron

also um mal die frage zu beantworten...
nadja-schlueter fragte:
Und wenn ich gar nicht weg will?

na dann lass es doch bitte einfach.

ShesSoHigh
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0

11.10.2009 - 20:26 Uhr
ShesSoHigh

alcofribas sagte:
ShesSoHigh sagte:
...


ich wollte nicht gleich auf die wohnheimasylanten einprügeln. :)



siehste ich bin da völlig skrupellos ;-)

ein_oxymoron
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4

11.10.2009 - 20:28 Uhr
ein_oxymoron

ZimtZucker sagte:
Ich bereu immer noch nicht, nach dem Abi keine ach-so-individuelle-horizonterweiternde Backpackerauszeit genommen zu haben. Is für viele bestimmt eine super Sache, aber mich hätt's nich weitergebracht...

geht/ging mir genauso, und spaeter hat es dann eben gepasst und mich unheimlich weitergebracht. fuer manche ist es vielleicht nie was, das muss eben jeder fuer sich selbst entscheiden. aus dem alter, in dem man sich durch (empfundenen) gruppenzwang zu etwas draengen laesst, sollte man zu uni/job-zeiten doch sowieso langsam raus sein..?

ShesSoHigh
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1

11.10.2009 - 20:32 Uhr
ShesSoHigh

oxy, ich kann aber schon verstehen, dass man sich da teilweise unter druck gesetzt fühlt.

nordzucker
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0

11.10.2009 - 20:34 Uhr
nordzucker

wie aeussert sich dieser druck?
(mir scheint ich bin zu alt)

ShesSoHigh
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1

11.10.2009 - 20:36 Uhr
ShesSoHigh

naja. man hat das gefühl keinen job zu kriegen nach dem studium.

chocolatecat
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2

11.10.2009 - 20:36 Uhr
chocolatecat

gibt ja auch studiengänge (meiner zum beispiel), wo ein auslandaufenthalt pflicht ist.

Cate81
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2

11.10.2009 - 20:36 Uhr
Cate81

Ich glaube, dass es manchmal sehr schwer ist, die eigenen Wünsche von den (vermeintlichen) Erwartungen des sozialen Umfelds und auch denen der Eltern zu trennen.

Ich selbst habe quasi mein komplettes Grundstudium mit Länderrecherchen und vagen Planungen für einen Auslandsaufenthalt verbracht. Allerdings nahm das Ganze nie wirklich Gestalt an. Erst machte ich mir Vorwürfe, weil ich nicht zu Potte kam, und dann merkte ich allmählich, dass ich eigentlich gar nicht weg will. Das zu merken, dauerte eine Weile. Auch, weil ich in meinem Bekanntekreis scheinbar die einzige war, die so dachte.

Es war praktisch eine Befreiung, später Leute kennenzulernen, die eine ähnliche Haltung dazu hatten.
Na ja, meine Eltern sind wohl immer noch ein bisschen enttäuscht, dass ich es nicht gemacht habe. Aber mei.

chocolatecat
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11.10.2009 - 20:39 Uhr
chocolatecat

ShesSoHigh sagte:
naja. man hat das gefühl keinen job zu kriegen nach dem studium.


ach das gefühl haben viele auch trotz auslandsaufenthalt.

ein_oxymoron
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2

11.10.2009 - 20:40 Uhr
ein_oxymoron

ich finde, sich von derartigem druck freizumachen gehoert zum erwachsenwerden. ich weiss ja, dass das nicht einfach ist. mich hat es erst mal ganz schoen zeit und nerven gekostet, mich von dem druck freizumachen, mein studium in deutschland zu beenden, anstatt im ausland rumzujobben. bis jetzt bereue ich es nicht.

ShesSoHigh
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11.10.2009 - 20:41 Uhr
ShesSoHigh

ja klar, ich weiß.
aber auslandsaufenthalt is halt eine dieser zusatzqualifikationen.

aus dem gleichen grund machen leute auch 20 praktika schätze ich.

diese art "gruppenzwang" kann man natürlich scheiße finden, aber ganz entziehen kann man sich der sache ja nicht, dass es ohne zusatzqualifikationen in vielen studiengängen eben schwer is, danach was zu finden.

nordzucker
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1

11.10.2009 - 20:47 Uhr
nordzucker

chocolatecat sagte:
ShesSoHigh sagte:
naja. man hat das gefühl keinen job zu kriegen nach dem studium.


ach das gefühl haben viele auch trotz auslandsaufenthalt.


cheers! gata chocolata!

melancholie
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2

11.10.2009 - 20:52 Uhr
melancholie

ich sehe es ähnlich...und hauptsache GANZ "extravagante" ziele aussuchen bitte.
sonst ist man ja so mainstream. *gähn

Quu
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11.10.2009 - 20:54 Uhr
Quu

ich denke jeder auslandsaufenthalt egal in welcher Form ist sinnvoll...
Es ist eben schon gut mal was ganz neues gesehen zu haben, manchmal merkt man erst dann dass das Land gar nicht so übel ist wie man die lange zeit dachte (ging mir mit Frankreich so)
Ich bin der Meinung das man im Leben soviel wie möglich mitnehmen sollte, auch wenn es einem nicht gefallen hat ist man später um genau diese Erfahrung reicher! und im besten Falle wird man positiv überrascht!
Sowas sollte man sich nich davon kaputt machen das es anscheinend gerade "in" ist eine Zeit im ausland zu sein! Wenn ich jemanden so dumm rumproleten höre denke ich mir einfach: gott sei dank habe ich das nicht nötig und fertig!

ein_oxymoron
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2

11.10.2009 - 20:59 Uhr
ein_oxymoron

melancholie sagte:
ich sehe es ähnlich...und hauptsache GANZ "extravagante" ziele aussuchen bitte.
sonst ist man ja so mainstream. *gähn

auf die idee, dass diese "extravaganten" ziele diejenigen einfach interessieren, bist du noch nicht gekommen? ich habe mich damals entschieden, statt nach spanien, england usw. in ein land zu gehen, ueber das ich ausser der ungefaehren lage und dem namen der hauptstadt rein gar nichts wusste - weil ich neugierig darauf war, wie es da so ist. wie es sich ganz woanders lebt.
und auch bei mir war es so wie bei yabadabadooo - ich habe mich in meinem alltagsleben stark eingeschraenkt, um mir all meine reisen finanzieren zu koennen. inzwischen hat sich das wieder etwas gelegt und mein damaliger lebensstil waere mir zu unbequem, aber moeglich ist es, alles nur eine frage der prioritaeten.

chocolatecat
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4

11.10.2009 - 21:07 Uhr
chocolatecat

ich sehe das so: affiges benehmen ist immer nervig, egal ob es um auslandsaufenthalte sonst irgendwas geht.

mich hat's aber beim lesen des artikels genervt, dass ich das gefühl hatte, ich muss mich jetzt gleich hier dafür rechtfertigen, was und warum und von welchem geld ich bisher so gemacht hab, um zu zeigen, dass ich keiner von diesen affigen idioten bin.

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5

11.10.2009 - 21:07 Uhr
chocolatecat

ergänze: mit dem gefühl, wenn ich das tue, bin ich erst recht so ein affiger idiot.

ShesSoHigh
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0

11.10.2009 - 21:08 Uhr
ShesSoHigh

stimmt, affige idioten gibt es wirklich immer.

ein_oxymoron
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11.10.2009 - 21:13 Uhr
ein_oxymoron

was die schokokatze sagt.

die_ich
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2

11.10.2009 - 21:13 Uhr
die_ich

einen auslandsaufenthalt sollte man machen oder es lassen. wenn man sich dafür entscheidet, sollte man sich weder für sein reiseziel, noch für die form/das programm (z.b. erasmus) entschuldigen.
ich verstehe nicht, warum manche leute irgendwas davon als affront und teilweise provokatioon sehen. die daheimgeblieben machen sich über die raus-geher lustig, weil die ja nur dem gesellschaftlichen druck nachgeben und ergo schwach sind/den lebenslauf polieren, die mit den exotischen zielen spotten über die erasmus-wohnheim-hocker etc. und auch, wenn man mit verallgemeinerung vorwerfen kann, nicht zuletzt die diskussion hier zeigt, dass es durchaus ein phänomen ist.
auf die gefahr hin, aufgrund der zusammenfassenden kürze pathos zu versprühen: leben und leben lassen. es gibt heute so viele möglichkeiten wie nie, aber ein nicht unerheblicher teil der menschen beschäftigt sich damit, es den anderen madig zu machen. ob es nun um auslanderfahrungen oder andere lebensentscheidunge geht.

lestef
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4

11.10.2009 - 21:24 Uhr
lestef

Auslandsaufenthalt hin oder her - ich find's klasse, wenn mal jemand gegen die bis ins Privatleben reichende "political correctness" eines obligatorischen Auslandsaufenthalts anschreibt.

Meine eigene Auslandserfahrung hat für mich vor allem zu einer Erkenntnis geführt: dass es doch bei uns in Deutschland sehr schön ist und wir froh und stolz sein können, hier zu leben und nicht anderswo.

Das bedenken die ganzen Backpacker-Studis nämlich nicht, wenn sie davon träumen, auszuwandern: dass in einem Land leben ganz anders ist, als nur mal kurz als Tourist oder eben Student vorbeizuschauen.

LarsLarsen
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1

11.10.2009 - 21:26 Uhr
LarsLarsen

ein_oxymoron sagte:
Cate81 sagte:
Ich habe das Gefühl, in der Generation der heute 20 bis 30jährigen ist es fast schon ein Tabu, wenn man nicht abenteuerlustig, nicht reisefreudig ist.

noe, das ist voellig in ordnung. was nicht in ordnung ist, ist dieses unterschwellig komplexbeladene "die halten sich doch fuer was besseres, nur weil sie..." - ob es jetzt um fleischkonsum, geld, status, iq oder eben auslandsaufenthalte geht.


danke. für mich ist das eine wie das andere eine reine neiddebatte. leute machen was, weil sie es können (und, verdammt, ja: auch mit anderer leute geld), wollen und spaß dran haben. und andere, die es nicht können, wollen oder keinen spaß dran haben, machen es nicht. und drehen den ersten nen strick draus. das ist (leider wirklich, alco) typisch deutsch.
dass angeber nerven, gilt hingegen natürlich immer und überall.

chocolatecat
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4

11.10.2009 - 21:30 Uhr
chocolatecat

ich bin im übrigen der meinung, dass manch einer auch durchaus stolz darauf sein kann, in einem anderen land, weit weg von daheim, womöglich allein und womöglich zum allerersten mal im leben, klarzukommen, auch wenn womöglich papa einem das finanziert hat.

Charlotte94
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2

11.10.2009 - 21:33 Uhr
Charlotte94

Ich finde schon, dass man das Thema mal ansprechen kann. Ich hab jetzt grad (mit 29 recht spät ;-) ) mein erstes Semester angefangen, und schon in der Einführungswoche war der : "und, wo machst Du dein Auslandssemester" - Satz der am häufigst gehörte ...
Wenn mich das von 19jährigen Küken stört, bei denen Mama und Papa das alles bezahlen, hat das meines Erachtens nicht zwingend etwas mit Neid zu tun, ich komm einfach nicht auf deren Welle. Wenn sie da selber drauf gespart haben und sich das selbst vorgenommen haben, bin ich der letzte, der da neidisch wäre, sondern wünsche ihnen eine tolle Zeit !

ein_oxymoron
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3

11.10.2009 - 21:33 Uhr
ein_oxymoron

lestef sagte:
Meine eigene Auslandserfahrung hat für mich vor allem zu einer Erkenntnis geführt: dass es doch bei uns in Deutschland sehr schön ist und wir froh und stolz sein können, hier zu leben und nicht anderswo.

froh: ja. aber stolz? das werde ich wohl auch nie begreifen. stolz kann ich nur auf meine eigenen leistungen sein. darauf, dass mich meine eltern in dieses oder jenes land hineingeboren haben, kann ich doch nicht stolz sein?

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0

11.10.2009 - 21:36 Uhr
ein_oxymoron

charlotte, da gebe ich wieder choc recht - es gehoert mehr zu einem auslandsaufenthalt als nur die finanzierung. wenn das aber wirklich schon so sehr zum standard geworden ist, finde ich das auch irgendwie schade, es sollte doch etwas besonderes sein, und zwar fuer einen selbst.

LarsLarsen
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0

11.10.2009 - 21:39 Uhr
LarsLarsen

Charlotte94 sagte:

Wenn mich das von 19jährigen Küken stört, bei denen Mama und Papa das alles bezahlen, hat das meines Erachtens nicht zwingend etwas mit Neid zu tun, ich komm einfach nicht auf deren Welle. Wenn sie da selber drauf gespart haben und sich das selbst vorgenommen haben, bin ich der letzte, der da neidisch wäre, sondern wünsche ihnen eine tolle Zeit !


und da würde mich eben interessieren, WAS dich daran stört, wenn es nicht neid ist. hat man denn die moralische pflicht, sich von niemand anderem die ausbildung finanzieren zu lassen?

lestef
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3

11.10.2009 - 21:40 Uhr
lestef

@ chocolatecat: vollkommen einverstanden, solange es eben bei dieser selbsterfahrung nicht nur darum geht, sein Curriculum Vitae aufzubessern. Der Artikel kritisiert nicht die selbsterfahrung an sich, sondern die allgemein grassierende vorschrift, eine solche machen zu müssen. - ich weiß, wovon ich rede, bin selbst einer dieser erasmus- und backpacker-typen gewesen, allerdings einer, den es nervt, wie sehr damit nur allzu oft angegeben wird.

Darum: es kann auch offene und intelligente Menschen geben, die nicht im Ausland studiert haben oder eine Weltreise gemacht haben. Viele Backpacker hingegen, im Grund nicht besser als Touristen oder eben doch bloße Touristen, erweisen sich als geradezu intolerant gegenüber den weniger weit gereisten.

chocolatecat
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5

11.10.2009 - 21:41 Uhr
chocolatecat

was halt nervt ist, wenn leute das nicht blicken, dass es halt auch leute gibt, die nicht das glück haben, sich das leisten zu können, und dann so tun als wäre man der letzte depp, weil man es halt nicht macht. genau wie so leute die sagen "ey ich kann echt nciht verstehn wie du es noch daheim aushältst, cih wär ja schon lang ausgezogen!", aber halt in der wohnung sitzen, die ihnen ihre eltern finanzieren. aber so idioten, mei, die nerven, aber die leute bei denen es einem wichtig ist, die schnallen sowas ja.

andererseits hab ich zum beispiel bei meinem langem auslandsaufenthalt so viel verdient, dass ich mir davon ein schönes polster angespart hab. es geht also auch so herum.

LarsLarsen
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3

11.10.2009 - 21:44 Uhr
LarsLarsen

chocolatecat sagte:
was halt nervt ist, wenn leute das nicht blicken, dass es halt auch leute gibt, die nicht das glück haben, sich das leisten zu können, und dann so tun als wäre man der letzte depp, weil man es halt nicht macht. genau wie so leute die sagen "ey ich kann echt nciht verstehn wie du es noch daheim aushältst, cih wär ja schon lang ausgezogen!", aber halt in der wohnung sitzen, die ihnen ihre eltern finanzieren. aber so idioten, mei, die nerven, aber die leute bei denen es einem wichtig ist, die schnallen sowas ja.


ok, das seh ich ein. da ist das problem dann nicht die fremdfinanzierung, sondern die ignoranz. und das ist in ter tat schlimm.

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0

11.10.2009 - 21:45 Uhr
LarsLarsen

'der' natürlich.

ein_oxymoron
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0

11.10.2009 - 21:45 Uhr
ein_oxymoron

ich unterschreibe mal pauschal im voraus alles, was choc sagt, und geh schlafen, ist ja schon spaeter hier im ausland! ;)

nordzucker
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2

11.10.2009 - 21:46 Uhr
nordzucker

ich schaetzte, meine vorstellungskraft begreift nicht, wie man mit einem auslandssem der massen beeindrucken kann,
weil ich nicht "begreife" , dass man heute mit 22 ein studium in abgeschlossen habe kann.
da hat man sonst natuerlich auch nicht viel zu berichten

Charlotte94
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3

11.10.2009 - 21:46 Uhr
Charlotte94

@lars : ich schrieb nicht STÖRT, sondern ich kann damit nichts anfangen. Das ist ein Riesenunterschied !

Ich gebe allen hier recht, dass es nicht darauf ankommt, wer´s finanziert.
Aber es ist eben so, wie mit dem Kind, welches schon als sechsjähriges zu Ostern Geschenke wie nix bekommt ... das hilft nicht gerade, die Geschenke zu würdigen.
Wenn jemand das Auslandssemester wirklich will, sich da gedanklich mit auseinandergesetzt hat und es schätzen weiß dann hab ich niemals was dagegen wenn die Eltern das bezahlen !
Die Wahrscheinlichkeit, dass der/diejenige es zu schätzen weiß, ist nur einfach meines Erachtens höher, wenn es selbst finanziert wird.
Das ist wie mit dem Musikunterricht, statistisch gesehen hat mensch da auch mehr verve, wenn er/sie es selber zahlt.
Trotzdem würde ich niemals jemanden der es machen will was schlechtes nachsagen weil jemand anders es zahlt.

mayayuki
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1

11.10.2009 - 21:47 Uhr
mayayuki

Danke Nadja. Dieser soziale Druck macht mich auch wahnsinnig.

lestef
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0

11.10.2009 - 21:47 Uhr
lestef

@oxymoron: ok, stimmt. Man kann froh sein, in ein Land geboren worden zu sein, stolz nicht unbedingt. Ich bin zum Beispiel froh, in Deutschland leben zu können angesichts der sozialen Verhältnisse etwa in Bratislava (Pressburg), wo ich kürzlich war.

chocolatecat
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0

11.10.2009 - 21:48 Uhr
chocolatecat

ein_oxymoron sagte:
ich unterschreibe mal pauschal im voraus alles, was choc sagt, und geh schlafen, ist ja schon spaeter hier im ausland! ;)

hehehehe

ein_oxymoron
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0

11.10.2009 - 21:48 Uhr
ein_oxymoron

charlotte: ok, da hast du recht.

kaya
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0

11.10.2009 - 21:48 Uhr
kaya

Super Thema. Das habe ich auch schon sooo oft gedacht. Also Danke auch von mir, liebe Nadja!

LarsLarsen
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0

11.10.2009 - 21:50 Uhr
LarsLarsen

Charlotte94 sagte:
@lars : ich schrieb nicht STÖRT, sondern ich kann damit nichts anfangen. Das ist ein Riesenunterschied !


schriebst du doch. aber ich glaub, ich hab dich verstanden. (korinthenkacker: ich).

Charlotte94
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0

11.10.2009 - 21:52 Uhr
Charlotte94

ich habs auch grad gesehen :-D

ich schrieb erst STÖRT und dann "ich komm nicht auf ihre welle"

Aber wenn wir uns jetzt verstanden haben ... ;-)

kachel
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2

11.10.2009 - 22:03 Uhr
kachel

Mein Erasmus-Jahr war großartig und ich habs auch ganz freiwillig gemacht.

Trotzdem verstehe ich, dass es nicht jedermanns Sache sein muss. Ich bin z.B. auch kein großer Reiser, ich könnte nie Backpacken gehen, obwohl "man" das ja jetzt so macht.
Was ich hingegen nicht verstehen kann, ist dieses Rumgejammere. Ich werde nie mit dem Rucksack durch den Urwald rennen. Na und? Juckt es mich, ob andere das machen? Ich denke nein. Wenn andere von ihren Reisen erzählen, höre ich entweder zu oder, wenn sie rumnerven, ich unterhalte mich halt mit anderen Leuten. Mein Gott, wo ist das Problem?

melancholie
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11.10.2009 - 22:12 Uhr
melancholie

ein_oxymoron sagte:
melancholie sagte: ich sehe es ähnlich...und hauptsache GANZ "extravagante" ziele aussuchen bitte.sonst ist man ja so mainstream. *gähnauf die idee, dass diese "extravaganten" ziele diejenigen einfach interessieren, bist du noch nicht gekommen? ich habe mich damals entschieden, statt nach spanien, england usw. in ein land zu gehen, ueber das ich ausser der ungefaehren lage und dem namen der hauptstadt rein gar nichts wusste - weil ich neugierig darauf war, wie es da so ist. wie es sich ganz woanders lebt.und auch bei mir war es so wie bei yabadabadooo - ich habe mich in meinem alltagsleben stark eingeschraenkt, um mir all meine reisen finanzieren zu koennen. inzwischen hat sich das wieder etwas gelegt und mein damaliger lebensstil waere mir zu unbequem, aber moeglich ist es, alles nur eine frage der prioritaeten.


doch, bin ich. erstaunlich, was? :D
man merkts...resp. ich merke, es an der attitüde der auslandsaufenthaltsmenschen.

und nu fühl dich nicht gleich angesprochen, nur weil dein ziel "extravagant" war.
ich kann da durchaus differenzieren und merke den unterschied.

JoergAuch
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3

11.10.2009 - 22:13 Uhr
JoergAuch

Interessantes Thema. Ist es tatsächlich so, dass ein Auslandsaufenthalt heute sozusagen zum guten Ton gehört? Das hielte ich wirklich für Quatsch. Natürlich ist es prima, mal eine Weile im Ausland gelebt zu haben, aber doch nicht für jeden und nicht unbedingt im Studium.

Mein Studium ist schon eine ganze Weile her, aber ich kann mich noch gut erinnern, dass ich damals genug damit zu tun hatte, den Stoff zu verstehen, Scheine zu machen, Prüfungen abzulegen ... Da wäre mir nicht in den Sinn gekommen, ein Auslandssemester einzubauen. Hätte nur gestört. Ist das heute soviel einfacher im Studium? Kann ich mir gar nicht vorstellen.

Später hat sich bei mir immer mehr der Wunsch entwickelt, mal eine Zeitlang ins Ausland zu gehen, und zwar vor allem durch Kontakt mit ausländischen Kollegen in Deutschland. Die haben nämlich meine Neugier geweckt, und darauf kam es an. Das habe ich dann auch durchgezogen, und zwar um dort zu arbeiten und das Land kennenzulernen, ohne Scheine und Prüfungen und den ganzen Formalkram. Das hat dann auch richtig Spaß gemacht und gleichzeitig beruflich was gebracht. Unter Zwang wäre das aber nichts für mich gewesen.

Was ja schon gesagt wurde: Wichtig ist bei allem was man tut und was man später mal bei einer Bewerbung anbringt, dass man authntisch rüberkommt. Wenn ihr also nur unter Zwang ein Auslandssemester machen würdet, dann lasst es besser. Nutzt die Zeit lieber für andere Dinge, die euch weiterbringen. Da hat doch jeder seine Präferenzen. Unter Umständen hebt man sich am Ende bei der Berwerbung dadurch ab, dass man erklärt, warum man lieber was anderes als das Standard-Erasmus-Auslands-Programm gemacht hat. Ausland kann man nachholen.

cathie
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11.10.2009 - 22:15 Uhr
cathie

ach, erasmus ist doch die beste zeit des lebens. das sollte man sich nicht entgehen lassen. ich mag es auch von reisen erzählt zu bekommen - aber klar kommt immer drauf an, wer erzählt.

JoergAuch
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11.10.2009 - 22:19 Uhr
JoergAuch

@cathie: KLar, für den, der es mag. Für den anderen ist womöglich ein Graus.

zualt
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11.10.2009 - 22:24 Uhr
zualt

Interessiert niemanden, ob man im Ausland war. Niemand. Außer die Damen aus der Personalabteilung. Und wer interessiert sich für die?

JoergAuch
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11.10.2009 - 22:28 Uhr
JoergAuch

@zualt: Stimmt nicht. Hängt sehr vom Job ab. Aber wie gesagt - es muss freiwillig sein. Sonst ist ja auch die Chance groß, dass man den Job mit Pflichtauslandserfahrung gar nicht will.

yabadabaduuu
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11.10.2009 - 22:29 Uhr
yabadabaduuu

JoergAuch sagte:
Interessantes Thema. Ist es tatsächlich so, dass ein Auslandsaufenthalt heute sozusagen zum guten Ton gehört?


irgendwie hab ich es auch nie so wargenommen. ich hab 2002 angefangen zu studieren und war vor 2 jahren fertig (freunde die mit mir anfingen sind es in nem halben jahr oder so, aber auch ok), einen ingenieursstudiengang. bei uns sind vielleicht 10-15% ins erasmus gegangen, sicher noch einige auslandspraktika und sowas, aber nie im leben alle. also merkte man keinen druck.. von meinen freunden sind viele mal ins ausland, aber die hatten halt ähnliche interessen wie ich, aber auch von denen ist nicht jeder weg.

hat sich das so sehr geändert in den letzten 2-3 jahren? oder ist das in anderen fachrichtungen völlig anders?

bei den freunden meiner etwas jüngeren freundin sehe ich allerdings ne ganze menge, die nen jahr nach dem abi durch südamerika oder so reisen. das gab es bei uns nur sehr sehr selten...

JoergAuch
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11.10.2009 - 22:31 Uhr
JoergAuch

@yaba: Ich denke, das hängt sicher sehr vom Studiengang ab. Bei einem Ingenieur sehe ich erstmal auch nicht den Vorteil, den ein Auslandssemester bringen soll.

DagnyTaggart
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1

11.10.2009 - 22:34 Uhr
DagnyTaggart

cathie sagte:
ach, erasmus ist doch die beste zeit des lebens. das sollte man sich nicht entgehen lassen. ich mag es auch von reisen erzählt zu bekommen - aber klar kommt immer drauf an, wer erzählt.


Ich leb ja im Ausland und bekomme mit, wie viel oder wie wenig die Erasmusstudenten hier vom Land mitbekommen: Am Campus leben, den Sommer aufgrund des akademischen Jahreskalenders verpassen, ein paar organisierte Tripps auf denen wieder Erasmusstudenten.....

Dieses institutionalisierte Erasmuswesen kann man natuerlich schon kritisieren, wird in dem Artikel aber (leider) nicht gemacht, sondern voellig unnoetig auf eine Stayssymbolebene gehoben.

Schwanenherz
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2

11.10.2009 - 22:36 Uhr
Schwanenherz

Hier mal die andere Seite vom Schreibtisch: als Teamleiter bei einem IT-Unternehmen bin ich auch manchmal bei Vorstellungsgesprächen dabei. Was bei uns zählt:
- man muss einen Einstellungstest in Java (vorherrschende Programmiersprache) bestehen bzw. im Gespräch darüber Kompetenz beweisen
- wir müssen den Eindruck haben, der Bewerber ist kommunikativ und kann nach kurzer Eingewöhnung auch selbst mit den Kunden sprechen
- wir müssen den Eindruck gewinnen, das der Bewerber kein Eigenbrötler ist, sondern im team arbeiten und das selbige auch kreativ voranbringen kann (hier hilft ein bisschen Menschenkenntnis)
- bei älteren, d.h. schon erfahreneren Bewerbern erwarten wir ein gewisses standing, d.h. so viel Selbstsicherheit, dass wir ihn sofort zum Kunden schicken könnten

Hautfarbe, Geschlecht, Glaubensrichtung, Musikgeschmack oder auch ein Auslandssemester sind dagegen vollkommen irrelevant. Wir fragen nicht einmal danach. Da ist schon eher die Diplomnote interessant (jedenfalls ich schau schon mal darauf) - aber auch nicht ausschlaggebend.

DagnyTaggart
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11.10.2009 - 22:36 Uhr
DagnyTaggart

yabadabaduuu sagte:
bei den freunden meiner etwas jüngeren freundin sehe ich allerdings ne ganze menge, die nen jahr nach dem abi durch südamerika oder so reisen. das gab es bei uns nur sehr sehr selten...


Mal ne Umfrage: Ist das was maedchenspezifisches, waehrend die Jungs Bund/Zivi machen, ein Jahr durch Suedamerika / Asien / Australien zu reisen (eins davon)?

yabadabaduuu
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2

11.10.2009 - 22:37 Uhr
yabadabaduuu

JoergAuch sagte:
@yaba: Ich denke, das hängt sicher sehr vom Studiengang ab. Bei einem Ingenieur sehe ich erstmal auch nicht den Vorteil, den ein Auslandssemester bringen soll.


wie gesagt (paar seiten vorher): ich seh den vorteil... ingenieure arbeiten (egal ob in nem großkonzern oder in ner 5-leute firma) heute international... hab da meine regelmäßigen telefonkonferenzen mit china und amerika, ab und zu mal hin...
aber sag ja nicht das jeder ins ausland muß...

ich denke ein bwler muß weniger ins ausland als ein ingenieur. sprachwissenschaftler sollten natürlich mal dorthin worüber sie studieren...

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11.10.2009 - 22:41 Uhr
yabadabaduuu

DagnyTaggart sagte:
yabadabaduuu sagte:
bei den freunden meiner etwas jüngeren freundin sehe ich allerdings ne ganze menge, die nen jahr nach dem abi durch südamerika oder so reisen. das gab es bei uns nur sehr sehr selten...


Mal ne Umfrage: Ist das was maedchenspezifisches, waehrend die Jungs Bund/Zivi machen, ein Jahr durch Suedamerika / Asien / Australien zu reisen (eins davon)?


kann schon sein, ist mir bloß aufgefallen bei freunden von ihr. aber wenn ich jetzt drüber nachdenke, sind es schon eher mädchen. wobei jetzt inzwischen gar nicht mehr so viele kerle eingezogen werden, hab ich gehört.
als ich meinen zivi gemacht hab, haben die meisten mädchen die ich so kannte und nicht gleich studiert haben eher ein fsj oder föj irgendwo in der nähe gemacht. also scheint sich das schon etwas geändert zu haben? keine ahnung...

MrHL
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11.10.2009 - 22:41 Uhr
MrHL

drolli sagte:
Jupp. Ich bin erst als Doktorand kurz ins ausland (habe aber in Dt. promoviert) ein Institut besuchen die an was aehnlichem geforscht haben. hat folgende vorteile
a) DAAD-Kurzzeitstipendium (ziemlich gut, man muss ich aber bewerben)
b) man weiss was man da will
c) Man kennt die Gruppe zu der man geht.
Die ewigen Berichte von Leuten, die ueber ein Jahr Erasmus-Party erzaehlt haben fand ich immer witzlos. Wenn ich in Spanien feiern moechte, mache ich da zwei Monate Urlaub oder Sprachkurs und gut is. Ein oder zwei Semester rausblasen ist total irreal.
Ach so ja: jetzt lebe ich nachdem mein Leben vom Kindergaren bis zur Promotion auf 3kmx3km stattgefunden hat, schon 3J in Japan und ich hatte keine groesseren Schwierigkeiten mich zurechtzufinden. Dauerhaften Schaden hat das nicht durchgefeierte Jahr im Ausland also nicht hinterlassen.

So hat jeder seine Weisheit. Ich war im Studium im Ausland, hab da viel gesoffen etc. aber auch Kontakte geknüpft. Dann Geschlossen in D promoviert (schnell, deswegen quasi-legal auf den "Jugendseiten") und bin jetzt mit Humbold-Postdoc. Später nach D zurück, dann hoffentlich auf einen Lehrstuhl oder Juniorprof. Hat folgende Vorteile:
a) Genug Geld zum Leben.
b) Man weiss wirklich was man will.
c) Die Gruppe in die man geht kennt einen.
Ist mein Spass-Semester, in dem ich neu für mein Studium motiviert habe, Sprache gelernt habe wasauchimmer jetzt schlecht?

JoergAuch
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11.10.2009 - 22:44 Uhr
JoergAuch

yabadabaduuu sagte:
wie gesagt (paar seiten vorher): ich seh den vorteil... ingenieure arbeiten (egal ob in nem großkonzern oder in ner 5-leute firma) heute international... hab da meine regelmäßigen telefonkonferenzen mit china und amerika, ab und zu mal hin...

Ja klar, geht mir ja auch so. Aber um da hinzufliegen, muss man ja nicht schon im Studium ein Auslandssemester hingelegt haben. Und für jemanden, der eigentlich nicht ins Ausland will, wäre dein Job vielleicht auch nicht der richtige.

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4

11.10.2009 - 22:47 Uhr
JoergAuch

Schwanenherz sagte:
Hier mal die andere Seite vom Schreibtisch: als Teamleiter bei

...

... Auslandssemester sind dagegen vollkommen irrelevant. Wir fragen nicht einmal danach.

Man muss den Nutzen vielleicht eher indirekt sehen: Wer im Ausland war, musste sich mal in ungewohnter Umgebung durchbeißen und hat dabei an den indirekt an den wichtigen Punkten gearbeitet, z. B. Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit.

yabadabaduuu
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11.10.2009 - 22:48 Uhr
yabadabaduuu

JoergAuch sagte:
Ja klar, geht mir ja auch so. Aber um da hinzufliegen, muss man ja nicht schon im Studium ein Auslandssemester hingelegt haben. Und für jemanden, der eigentlich nicht ins Ausland will, wäre dein Job vielleicht auch nicht der richtige.


ja, klar. sag ich ja, weder muß man ins ausland noch sich als ingenieur ne stelle suchen, wo das ab und zu dazugehört. wollte nur damit sagen, daß man als ingenieur oft internationaler arbeitet als viele geisteswissenschaftler oder wirtschaftler...

Gargoyle
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7

11.10.2009 - 22:58 Uhr
Gargoyle

Blöder Artikel, der halt auch wieder nicht besonders durchdacht ist. Natürlich kann man sich über Leute aufregen, die ständig mit was angeben müssen - aber da könnte man jedes beliebige Thema nehmen. Mich haben beispielsweise im Studium die Mediziner genervt, die dauernd ihre blauweißen Bücher und ihre Textmarker vor dem Bauch hergetragen haben und dann im Zug gemeinsam "gelernt" haben, damit jeder hört, welche tollen Fremdwörter sie können. Auch da war schon das "Ich bin Arzt, lassen Sie mich durch!" implementiert.

Einen Auslandsaufenthalt hatte ich selber und ich war mächtig stolz darauf - es war ein Stipendium, das ich mir hart erkämpft hatte, und danach hatte ich das Gefühl, etwas "geschafft" zu haben. Die Zeit, die ich in England verbrachte, betrachte ich nach all den Jahren immer noch als die wertvollste und prägendste meines Lebens. Hier lernt man, mal über den Tellerrand zu schauen und nicht nur alles aus der Sicht eines im eigenen Saft schmorenden deutschen Studenten zu betrachten. Man lernt Menschen kennen, die man sonst nie treffen könnte - Menschen, deren Freundschaft einen unendlich bereichert. Ich wünsche jedem, dass er einmal die Erfahrung eines längeren Auslandsaufenthalts machen kann, es muss ja nicht unbedingt im Rahmen eines Studiums sein. In jedem Fall ist es persönlichkeitsbildend und eine unglaublich wertvolle Erfahrung, die den Horizont deutlich erweitert.

diedrossel
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5

11.10.2009 - 23:05 Uhr
diedrossel

JoergAuch sagte:

Man muss den Nutzen vielleicht eher indirekt sehen: Wer im Ausland war, musste sich mal in ungewohnter Umgebung durchbeißen und hat dabei an den indirekt an den wichtigen Punkten gearbeitet, z. B. Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit.


und wenn man nicht ganz ignorant ist, lernt man auch, dass das eigene lebensumfeld und die werte der eigenen umgebung nicht universal gültig sind.

JoergAuch
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4

11.10.2009 - 23:08 Uhr
JoergAuch

diedrossel sagte:
und wenn man nicht ganz ignorant ist, lernt man auch, dass das eigene lebensumfeld und die werte der eigenen umgebung nicht universal gültig sind.

Richtig. Wobei dafür schon ein Trip von West nach Ost oder umgekehrt innerhalb der Landesgrenzen reichen kann.

Oder nach Bayern und zurück. :-D

Schwanenherz
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5

11.10.2009 - 23:26 Uhr
Schwanenherz

JoergAuch sagte:
Schwanenherz sagte:
Hier mal die andere Seite vom Schreibtisch: als Teamleiter bei

...

... Auslandssemester sind dagegen vollkommen irrelevant. Wir fragen nicht einmal danach.

Man muss den Nutzen vielleicht eher indirekt sehen: Wer im Ausland war, musste sich mal in ungewohnter Umgebung durchbeißen und hat dabei an den indirekt an den wichtigen Punkten gearbeitet, z. B. Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit.


Genau das hab ich auch mal vermutet, als ich nach dem Vordiplom über ein Jahr USA nachgedacht hatte. Ich habe es dann wegen der hohen Kosten und dem Abraten der höheren Semester sein gelassen. Heute kommen gute Leute zu uns, auch direkte Absolventen, die sich durchaus durchzubeissen wissen, ohne je ein Auslandssemester gemacht zu haben.
Mein Rat ist: wer die nötige Kohle hat und einfach Lust auf Ausland hat, sollte es machen, denn ein Nachteil im Lebenslauf ist das Auslandsjahr auch nicht. Wer es aber nur der besseren Chancen wegen erwägt, kann sich den Aufwand sparen. Jedenfalls ist mir nie ein Zusammenhang zwischen Qualifikation und Auslandsjahr aufgefallen. Sinnvoller ist da eher, wenn man hierzuland während seines Studiums gejobbt hat (idealerweise nah der Fachrichtung), statt mit Papas Kohle schnellstmöglich das Diplom zu holen. Im letzteren Fall kann der erste Job ein Sprung ins sehr kalte Wasser sein, ein bisschen Übung im Geldverdienen kann nicht schaden.

Aporia
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3

11.10.2009 - 23:41 Uhr
Aporia

@Schwanenherz: Ich würde noch ergänzen, dass es wichtig ist, dass man mal was anderes gemacht hat. Will sagen: dass man über den Tellerrand seiner eigenen Branche oder seines Fachs hinausgeschaut hat, andere Lebensumstände und Arbeitsweisen kennengelernt hat.

okkasionalsozialist
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11.10.2009 - 23:52 Uhr
okkasionalsozialist

neidische fürchten meist nichts mehr als ihre enttarnung als neidende. darum sind ihre angriffe auf den wert dessen, was beneidete vorweisen können, oft so verworren. jegliches argument, und sei es noch so absurd, das vom verdacht des neides ablenkt, ist willkommen.

es gibt sicher ein paar ausnahmen. aber für die allermeisten menschen dürfte es kaum was schöneres geben als reisen.

JoergAuch
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1

11.10.2009 - 23:56 Uhr
JoergAuch

Schwanenherz sagte:
Genau das hab ich auch mal vermutet, als ich nach dem Vordiplom über ein Jahr USA nachgedacht hatte. Ich habe es dann wegen der hohen Kosten und dem Abraten der höheren Semester sein gelassen. Heute kommen gute Leute zu uns, auch direkte Absolventen, die sich durchaus durchzubeissen wissen, ohne je ein Auslandssemester gemacht zu haben.

Viele Wege führen nach Rom. Manche lernen mehr Nützliches beim Jobben neben dem Studium, manche lernen bei Erasmus, sich durchzubeißen, wieder andere lernen bei Erasmus offenbar mehr, sich durchzusaufen. Wie oben gesagt, finde ich die Zeit während des Studiums eigentlich zu früh für's Ausland, es sei denn man beschäftigt sich explizit mit entsprechenden Themen, also z. B. Sprachen, Geografie, ...

Das Wichtigste überhaupt: Man sollte wissen, warum man etwas macht. Das geht bei der Wahl des Studiums los und endet noch lange nicht bei studienbegleitenden Tätigkeiten oder AUslandsaufenthalten.

florentina
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4

11.10.2009 - 23:57 Uhr
florentina

Sehr viele meiner Freunde haben einen Auslandsaufenthalt hinter sich. Zwei Sachen sind mir nach ihrer Rückkehr in Erinnerung geblieben (ohne Wertung):

1. Viele glaubten nach einem halben Jahr Neuseeland ein Land entdeckt zu haben, dass eher ihrer "Mentalität" entsprach als die ihrer Heimat. Diese neue Mentalität drückte sich in erster Linie dadurch aus, dass man nun auf Parties viel offener war und besser small talk führen konnte als zuvor. Das Gefühl hielt genau einen Monat lang, dann wurde wieder Maggi gekauft.

2. Auf die Frage wie es so war wurde üblicherweise mit etwas geantwortet wie: "Die Parties waren der absolute Hammer. Ich hab ein sehr offenes Pärchen kennengelernt, dass blablalbalblalblablalblalbla."

----------------------------------------------------------------------------

Ins Ausland zu reisen ist eine schöne Sache. Ich reise gerne. Ich mag die Art wie die Luft sich verändert und ich mag das neue Essen.
Ich vergesse aber auch nie, dass meine eigene Unverbindlichkeit, die Gewissheit, dass ich nach kurzer Zeit wieder weg bin und einen sicheren Hafen habe, mein Handeln verändert und auch meine Wahrnehmung verändert. Ich kann jeden anlabern, weil es keine Konsequenz auf Dauer haben wird. Ich werde fort sein wenn ich in den Flieger steige. Ich werde eine Erinnerung sein und mich nicht schämen müssen für ungeschicktes Handeln.

Und das liegt nicht am Land meiner Wahl. Es liegt einzig allein an mir.

Rideronthestorm
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-1

12.10.2009 - 00:19 Uhr
Rideronthestorm

Hmmm da bin ich kurz offline und schon gibt es einen neuen Artikel mit 111 Kommentaren. Ich sag dir trotzdem nochmal gerne, dass du recht hast.

(Oder mit Max Goldt: "genau so war's, genau so war's.")

endlich_wieder_jung
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0

12.10.2009 - 00:26 Uhr
endlich_wieder_jung

Vielen Dank für den Artikel.

Ich habe mich schon mit einigen "Personalern" über das Thema unterhalten und manche nehmen aus Prinzip keine Bewerber die mal im Ausland waren. "Die saufen da nur ein paar Monate und machen Party, aber das bringt für die Ausbildung eigentlich nichts" so oder so ähnlich ist die Begründung dafür. Hart, ja, aber sicher auch ein Beleg dafür, dass es aus beruflichen Gründen nur in Ausnahmefällen sinnvoll ist längere Zeit im Ausland zu leben.

Douzitou
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3

12.10.2009 - 00:31 Uhr
Douzitou

Mit irgendwas werden sich die Leute immer abheben wollen. Die einen prahlen mit ihren Auslandsaufenthalten Zum Beispiel die Praktis, die mir in Peking begegnet sind, die sich den Chinesen gegenüber wie Graf Rotz verhalten haben, Null kulturelle Einfühlung gezeigt haben, teils vor lauter Shopping nicht mal Zeit hatten, die Verbotene Stadt anzusehen und natürlich genau null Chinesisch gelernt haben. Das sind dann wohl auch die, die in Deutschland am penetrantesten prahlen und die, ehrlich gesagt, am besten gleich zuhause geblieben wären.

Naja, und die daheimgebliebenen haben ja immer noch genügend anderes, um sich snobistisch abzugrenzen. Immer wieder beliebt als Kriterium: der Musikgeschmack! Den ganzen obigen Artikel könnte man statt über Auslandsaufenthalte genauso schreiben über die Lächerlichkeit von Leuten, die sich über ihren Musikgeschmack von anderen abheben wollen.

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3

12.10.2009 - 00:35 Uhr
Douzitou

endlich_wieder_jung sagte:
Vielen Dank für den Artikel. Ich habe mich schon mit einigen "Personalern" über das Thema unterhalten und manche nehmen aus Prinzip keine Bewerber die mal im Ausland waren. "Die saufen da nur ein paar Monate und machen Party, aber das bringt für die Ausbildung eigentlich nichts" so oder so ähnlich ist die Begründung dafür. Hart, ja, aber sicher auch ein Beleg dafür, dass es aus beruflichen Gründen nur in Ausnahmefällen sinnvoll ist längere Zeit im Ausland zu leben.


Tja, das hat man auch schon mal über mich gesagt wegen der Auslandsaufenthalte, ohne dass die Betreffenden irgendeine Ahnung gehabt hätten. Wie wäre es denn, wenn man einfach mal ohne simplen Pauschalisierungen an die Sache geht und beide (Leute mit und ohne Auslandserfahrung) unvoreingenommen betrachtet?

Rideronthestorm
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-1

12.10.2009 - 00:40 Uhr
Rideronthestorm

@Douzitou:

Ich halte jeden Personalchef auch für kompetent genug, das zu tun. Aber ich kann mir vorstellen, dass die von eben jener Selbstdarstellung genau so angeekelt sind, wie die Autorin dieses Artikel und ich selbst.

PacoGonzalez
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6

12.10.2009 - 00:40 Uhr
PacoGonzalez

Habs als student nicht auf die reihe gebracht, mir ein auslandsemester zu organisieren (war auch verdammt schwierig damals und ne echte ausnahme in meiner fakultät). Hab es dann aber echt bereuht angesichts der erlebnisse derer die es durchgezogen haben. Mei, mangels jobs in D damals nach dem studium hab ich mich halt woanders umgeschaut und bin immer noch dort.

Mittlerweile hab ichs mit der auslandserfahrung aber übertrieben. Mich tät in D eh keiner mehr anstellen, weil nach so langer zeit würde ich mich nicht mehr an die deutschen eigenheiten im arbeitsumfeld anpassen können ("du lebst um zu arbeiten"). Und damit haben sie verdammt recht, neben nicht können vor allem: nicht wollen. Mist, voll den lebenslauf versaut! Obs wurscht is?

Hatte mich zwischenzeitlich auch mal wieder auf dem deutschen arbeitsmarkt umgeschaut. In den wenigsten jobs werden wirklich sprachkenntnisse oder gar auslandserfahrung gebraucht weil die firmen eh keine ausländischen kunden haben (voll langweilig also).

Aber einen nachteil hat das mit dem ausland schon: wer über den tellerrand schaut, sieht wieviele ignoranten es überall gibt, die ebendies nicht tun und nichtmal wollen. Und die leben alle so glücklich in ihrer ignoranz!!! Also tut euch das mit dem ausland bloss nicht an!

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5

12.10.2009 - 00:46 Uhr
PacoGonzalez

Rideronthestorm sagte:
@Douzitou:

Ich halte jeden Personalchef auch für kompetent genug, das zu tun.


Hahahaha, der war gut!!!! (auch wenn es unter den personalchefs sicher auch ein paar kompetente gibt. Wie sehr sie auf blender reinfallen, sieht man ja dann wenn man mit solchen in einem team arbeiten muss - und die wurden da bestimmt nicht reingeboren)

Douzitou
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2

12.10.2009 - 00:47 Uhr
Douzitou

Rideronthestorm sagte:
@Douzitou:Ich halte jeden Personalchef auch für kompetent genug, das zu tun. Aber ich kann mir vorstellen, dass die von eben jener Selbstdarstellung genau so angeekelt sind, wie die Autorin dieses Artikel und ich selbst.


Ich hab selber in Personalabteilungen gearbeitet, wenn auch "nur" als Praktikant. Nur so viel: Ich habe eine andere Meinung von Personalabteilungen als Du. (Auch ganz unabhängig von der Auslands-Thematik).

Rideronthestorm
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-3

12.10.2009 - 00:51 Uhr
Rideronthestorm

Gut, vielleicht kann man das nicht so generell beantworten. Dann differenziere ich, dass ich das in meiner Brache so sehe.
Es deckt sich einfach mit meiner Erfahrung, dass 1. Auslandsaufenthalte in 80% der Fälle verlängerte Urlaube für Kinder besserverdienender sind und 2. Personalchefs auch mal jung waren und genau diesen Umstand häufig zu berücksichtigen wissen.

Dass Blender bei Personalchefs aus welchen Gründen auch immer ihre Chance bekommen und punkten könnten ist natürlich trotzdem richtig und entzieht sich meinem Verständnis.

PacoGonzalez
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3

12.10.2009 - 00:52 Uhr
PacoGonzalez

endlich_wieder_jung sagte:
Ich habe mich schon mit einigen "Personalern" über das Thema unterhalten und manche nehmen aus Prinzip keine Bewerber die mal im Ausland waren. "Die saufen da nur ein paar Monate und machen Party, aber das bringt für die Ausbildung eigentlich nichts" so oder so ähnlich ist die Begründung dafür.


Nix gegen ein partysemester im ausland, es gibt ja genug ernste dinge im leben. Kommt halt drauf an als was für eine überragende leistung man sein erasmus-semester in granada verkauft, wenn dieses dann wirklich nur party war.

Seitens der personaler wäre ein wenig mehr voreingenommenheit nicht schlecht, und das betrifft nicht nur die auslandssemester.

Douzitou
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3

12.10.2009 - 00:54 Uhr
Douzitou

Rideronthestorm sagte:
Gut, vielleicht kann man das nicht so generell beantworten. Dann differenziere ich, dass ich das in meiner Brache so sehe. Es deckt sich einfach mit meiner Erfahrung, dass 1. Auslandsaufenthalte in 80% der Fälle verlängerte Urlaube für Kinder besserverdienender sind und 2. Personalchefs auch mal jung waren und genau diesen Umstand häufig zu berücksichtigen wissen. Dass Blender bei Personalchefs aus welchen Gründen auch immer ihre Chance bekommen und punkten könnten ist natürlich trotzdem richtig und entzieht sich meinem Verständnis.


So, und wenn nun jemand beispielsweise in Oxford einen Master gemacht hat, war das dann auch verlängerter Urlaub?
Oder, anders gefragt: warum behält man nicht einfach einen unvoreingenommenen Blick und hakt im Zweifel durch präzise Fragen nach (meinetwegen am Telefon, wenn man nicht so viele einladen will)? Warum immer dieses Schubladendenken, GERADE in Personalabteilungen?

Rideronthestorm
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-1

12.10.2009 - 00:55 Uhr
Rideronthestorm

Oje, ihr scheint echt eher von "Personalern" gebeutelt worden zu sein als ich.

Da bin ich wohl lieber still.

PacoGonzalez
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1

12.10.2009 - 00:55 Uhr
PacoGonzalez

oops! "etwas weniger voreingenommenheit" sollte es heissen :S

DagnyTaggart
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-2

12.10.2009 - 00:57 Uhr
DagnyTaggart

okkasionalsozialist sagte:
neidische fürchten meist nichts mehr als ihre enttarnung als neidende. darum sind ihre angriffe auf den wert dessen, was beneidete vorweisen können, oft so verworren. jegliches argument, und sei es noch so absurd, das vom verdacht des neides ablenkt, ist willkommen.


musste den satz dreimal lesen so gut ist der.


es gibt sicher ein paar ausnahmen. aber für die allermeisten menschen dürfte es kaum was schöneres geben als reisen.


*

Douzitou
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0

12.10.2009 - 00:58 Uhr
Douzitou

Rideronthestorm sagte:
Oje, ihr scheint echt eher von "Personalern" gebeutelt worden zu sein als ich. Da bin ich wohl lieber still.


Nein, ganz im Gegenteil. Ich freu mich für jeden, der irgendeinen Stress nicht hatte!oder irgendwas Gutes hatte, was ich nicht hatte.

Genau wie die eigentliche Bedeutung des chinesischen Wortes für Neid ("xian mu"): gut finden und auch haben wollen. ...:-)

Gargoyle
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3

12.10.2009 - 00:58 Uhr
Gargoyle

Rideronthestorm sagte:
Es deckt sich einfach mit meiner Erfahrung, dass 1. Auslandsaufenthalte in 80% der Fälle verlängerte Urlaube für Kinder besserverdienender sind ...

Dass Blender bei Personalchefs aus welchen Gründen auch immer ihre Chance bekommen und punkten könnten ist natürlich trotzdem richtig und entzieht sich meinem Verständnis.


Aha. Ich lege Wert darauf, dass ich mir meinen Auslandsaufenthalt selbst erarbeitet habe und ich es als WASCHLAPPENMÄSSIG empfunden hätte, meine Eltern dafür um Unterstützung zu bitten!!!!

Mit deiner Erfahrung kann es nicht weit her sein, ich denke, du redest einfach nur so daher, was du irgendwie so nebenher mal gehört hast. Ob belegt oder nicht, scheiß drauf.

Und schon wären wir bei den Blendern, die die Jobs bekommen: Es gibt viel zu viele Leute, die unreflektiert ihren Senf zu Dingen abgeben, von denen sie keine Ahnung haben.

Rideronthestorm
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-2

12.10.2009 - 01:00 Uhr
Rideronthestorm

Ich finde, wenn jemand in Oxford seinen Master gemacht hat, ist das eine komplett andere Sachlage, die nicht wirklich in die Thematik passt und an sich durchaus zu begrüßen ist. Der Sachverhalt hat nämlich wenig mit einem durchfeierten Auslandssemester zu tun.

Andererseits könnte man ein "Ich habe in Oxford meinen Master gemacht" als genau das besagte Blendwerk einstufen, das in obigen Kommentaren kritisiert wird.

DagnyTaggart
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3

12.10.2009 - 01:01 Uhr
DagnyTaggart

@Personalchefs

Es gibt eine Reihe Branchen, in denen Auslandserfahrung eine conditio sine qua non ist. Wer das nicht gemacht hat, wird (als Uni-Absolvent ohne weitere besondere Qualifikation) nicht beruecksichtigt.

Aber unabhaengig von dem Gerede den Lebenslauf optimieren zu wollen: Es macht einfach Spass woanders eine Weile zu sein. Und im Studium geht das auch recht einfach.

Gargoyle
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1

12.10.2009 - 01:02 Uhr
Gargoyle

Rideronthestorm sagte:

Andererseits könnte man ein "Ich habe in Oxford meinen Master gemacht" als genau das besagte Blendwerk einstufen, das in obigen Kommentaren kritisiert wird.


Du bist unerträglich.

PacoGonzalez
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3

12.10.2009 - 01:02 Uhr
PacoGonzalez

Rideronthestorm sagte:
Oje, ihr scheint echt eher von "Personalern" gebeutelt worden zu sein als ich.

Da bin ich wohl lieber still.


Die firma in der ich arbeite (150 angestellte) leistet sich keinen personaler. Die abteilungs- und teamchefs suchen sich ihre leute selbst und die folge ist dass ich das glück habe, ausschliesslich mit vernünftigen, arbeitswilligen und kompetenten leuten zusammenzuarbeiten. (jaja, in spanien machen alle hauptsächlich siesta)

Douzitou
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2

12.10.2009 - 01:04 Uhr
Douzitou

Rideronthestorm sagte:
Ich finde, wenn jemand in Oxford seinen Master gemacht hat, ist das eine komplett andere Sachlage, die nicht wirklich in die Thematik passt und an sich durchaus zu begrüßen ist. Der Sachverhalt hat nämlich wenig mit einem durchfeierten Auslandssemester zu tun.Andererseits könnte man ein "Ich habe in Oxford meinen Master gemacht" als genau das besagte Blendwerk einstufen, das in obigen Kommentaren kritisiert wird.


Also am besten doch daheim bleiben, dann gilt man weder als Partyhengst, noch als Blender.

Gargoyle
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2

12.10.2009 - 01:07 Uhr
Gargoyle

Ach ja, der größte Blender, den ich persönlich kenne, ist übrigens "Personaler" - ein rückgratloses Würstchen, das verbal auf die Kacke haut, aber sonst NICHTS drauf hat. So viel zu dem Thema.

user1234
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12.10.2009 - 01:22 Uhr
user1234

Ich bin schockiert von diesem Bericht, kann aber nur annehmen, dass die Autorin eben nicht im Ausland war. Ich war auf Erasmus, würde es aber nie bewusst zum Angeben erwähnen, sondern nur um meine Erfahrung weiterzugeben. Ich glaube nicht dass ich jetzt ein tolles Statussymbol erworben habe, noch dass ich jetzt zu einer reichen elitären Klasse gehöre.

Ich persönlich kenne keinen einzigen Studenten der vom Auslandssemester nicht begeistert war. Natürlich muss man um ein Auslandssemester machen zu können zuerst einmal seinen eigenen Arsch bewegen. Von selbst wirds nichts.

Dass nur Reiche und Papa Kinder sich das leisten können stimmt so auch nicht. Man muss halt alle Förderungen ausschöpfen und wenn das Geld knapper ist, geht man halt nach Zentraleuropa. Dort gibt es erstaunlich viel Englisch sprachiges Angebot und die Uni reißen sich um Erasmus Studenten. Es sollle möglich sein, dort ein Auslandsstudium zu absolvieren, dass abzüglich der Förderungen kaum teurer kommt als daheim zu bleiben.

A propos Lehramt. Ein Freund von mir studiert auf Lehramt und war auf Auslandsreise und war begeistert.

Zuletzt möchte ich aber schon noch einen Punkt ansprechen. Die meisten die im Ausland waren können mich vielleicht verstehen wenn ich sage, dass die daheimgebliebenen (ohne das auch nur irgendwie abwertent zu meinen) einem oft nicht richtig verstehen wenn man vom Auslandsaufenthalt spricht. Es gibt da oft die Gefahr von Missverständnissen, viele Freunde reagieren auch gereizt weil da jemand nur mehr den ganzen Tag von irgendeinem anderen Land spricht. Das ist keine arrogante Absicht, es ist schlicht so, dass man speziell wenn man heimkommt, noch halb fort ist. Man findet bald heraus, dass die alten Freunde daheim einfach nichts anfangen können mit dem was man in der Ferne erlebt hat. Es ein bisschen so, dass man so irrsinnig viele Erlebnisse teilen möchte mit anderen, aber keinen interessierts. Das kann zu Frustrationen auf beiden Seiten führen.

NovocaineAsylum
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12.10.2009 - 01:27 Uhr
NovocaineAsylum

gamine sagte:


zum thema geld: auslandsbafög. ca. 500 euros im monat + studiengebühren + nix zurückzahlen...



joah, und wie finanzier ich mir damit die miete im studentenwohnheim an der gastuni, sowie meine grundbedürfnisse wie essen und trinken? soviel zum thema "es geht mittlerweile auch ohne eltern, die das finanziell fördern". geht es nämlich eben nicht. was sind in england oder skandinavien (oder von mir aus auch in österreich) 500 euro?

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-4

12.10.2009 - 01:28 Uhr
NovocaineAsylum

Ansonsten wüsste ich gern mal das land, in dem man mit 500 euro im monat auch ohne großen komfort über die runden kommt.

Douzitou
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12.10.2009 - 01:30 Uhr
Douzitou

NovocaineAsylum sagte:
Ansonsten wüsste ich gern mal das land, in dem man mit 500 euro im monat auch ohne großen komfort über die runden kommt.

China. Zum Beispiel.

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3

12.10.2009 - 01:32 Uhr
Douzitou

Aber meinetwegen muss echt keiner weg, ders nicht will. Ich mag nur nicht die Vorurteile- und ich wollte darauf hinweisen, dass man eben mit allem möglichen rumprahlen kann.

Gargoyle
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5

12.10.2009 - 01:34 Uhr
Gargoyle

NovocaineAsylum sagte:
gamine sagte:


zum thema geld: auslandsbafög. ca. 500 euros im monat + studiengebühren + nix zurückzahlen...



joah, und wie finanzier ich mir damit die miete im studentenwohnheim an der gastuni, sowie meine grundbedürfnisse wie essen und trinken? soviel zum thema "es geht mittlerweile auch ohne eltern, die das finanziell fördern". geht es nämlich eben nicht. was sind in england oder skandinavien (oder von mir aus auch in österreich) 500 euro?


Man merkt wieder: Meckern, bevor man sich informiert hat. Und warten, bis man alles auf dem Silbertablett serviert bekommt. Die einfachste Methode, zu einem Auslandsaufenthalt zu kommen: sich mal selber gründlich über Förderprogramme informieren, den eigenen Arsch hochkriegen, sich um Stipendien bemühen und evtl. auch im Ausland ein bisschen jobben. Ein Freund von mir hat z. B. einige Zeit in einem Pub nebenher gearbeitet - das hat seinem Englisch weiß Gott nicht schlecht getan ...

NovocaineAsylum
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12.10.2009 - 01:41 Uhr
NovocaineAsylum

Gargoyle sagte:

Man merkt wieder: Meckern, bevor man sich informiert hat. Und warten, bis man alles auf dem Silbertablett serviert bekommt. Die einfachste Methode, zu einem Auslandsaufenthalt zu kommen: sich mal selber gründlich über Förderprogramme informieren, den eigenen Arsch hochkriegen, sich um Stipendien bemühen und evtl. auch im Ausland ein bisschen jobben. Ein Freund von mir hat z. B. einige Zeit in einem Pub nebenher gearbeitet - das hat seinem Englisch weiß Gott nicht schlecht getan ...


erwähnte ich mit irgendeinem satz, dass es dabei um mich ging? und, ach ja "ein freund von mir". geht klar.
würdest du dich mal informieren, und das schimmert sogar durch deinen polemisch-provokanten ton hindurch,würde auch dir klarwerden, dass ich gar nicht soviel förderprogramme anfordern kann wie ich brauchte, um im ausland irgendwie über die runden zu kommen. wer einfach mal hinfährt (oder wie du es nennst "den arsch hochkriegt"), frei nach dem motto" vielleicht hab ich ja glück und finde irgendwo nen studijob, damit ich da überhaupt was zu fressen hab", handelt meiner meinung nach naiv und unüberlegt. naja, hauptsache der arsch ist hoch. fdp-wähler?

user1234
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3

12.10.2009 - 01:46 Uhr
user1234

Was ich noch vergessen habe zu sagen. Ich kenne beiden Perspektiven da eine Freundin ein Jahr vor mir auf Erasmus war und ich nachher als sie heimkam schon etwas genervt war, da man mit ihr über nichts anderes als dieses blöde andere Land zu sprechen. Ein Jahr nach ihr war ich dann fort und als ich heimgekommen bin, war ich zumindest schon vorgewarnt, ich hab sie aber dann völlig verstanden aber auch die anderen.

Das einzige was Schade ist, dass die besten Wörter die den Aufenthalt beschreiben nur wie Platitüden klingen. Sie sind aber ernst gemeint. Ja es ist eine Erfahrung die dich fürs Leben prägen. Ist nun mal so. Es erweitert deinen Horizont. Ja wirklich. Man ist nachher stolz es auf eigenes Bestreben hin geschafft zu haben, ja viele werden irrsinnig Schiss gehabt haben, speziell am Anfang, wo man sich nicht auskennt und alles chaotisch ist, die Sprache ist fremd und keiner kann dir wirklich helfen. Umso besser ist aber dann das Gefühl wenn man die Situationen erfolgreich meistert. Daheim auf der Uni, kommt man noch eher mit hinter anderen herlaufen durch, zumindest bei meinem Studium, im Ausland bedurfte es aber deutlich mehr Eigenitiative sowohl auf der Uni als auch Privat.

"Generation Erasmus" ist nicht nur ein Begriff. Es ist womöglich auch die Zukunft Europas. Nichts eignet sich besser um überkommene Vorurteile abzubauen als ein halbes Jahr "Europa" zu erleben. Wer sich da nicht hineinversetzen kann aber von der Provinz aus in eine Stadt zum studieren ging, der versteht vielleicht wenn ich sage, dass es ist als ob man von der Provinz in die große Stadt geht und dan wieder in die Provinz heimkommt und keiner versteht einen mehr. Das gleich muss man sich nur eine Stufe darüber vorstellen. Manche wollen sich mit der Provinz dann nicht mehr zufrieden geben, andere tun dies schon, aber die große Stadt wird immer ein gewisser Teil von ihnen bleiben.

Gargoyle
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1

12.10.2009 - 01:46 Uhr
Gargoyle

@novo: Warum schaffen es dann andere? Und es sind sicher nicht immer nur die reichen Söhnchen und Töchterchen - zu denen gehör ich nämlich auch nicht. Aber es gibt tausend geförderte Möglichkeiten, ins Ausland zu kommen und dabei sein Auskommen zu haben, wenn man es wirklich will. Da reicht eigentlich ein flüchtiger Blick in Google ... zu der Sache mit dem FDP-Wähler solltest du dir mal meine Kommentare zu anderen Themen hier zu Gemüte führen. Aber das ist wahrscheinlich auch zu viel Mühe.

Douzitou
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4

12.10.2009 - 01:46 Uhr
Douzitou

NovocaineAsylum sagte:
Gargoyle sagte: Man merkt wieder: Meckern, bevor man sich informiert hat. Und warten, bis man alles auf dem Silbertablett serviert bekommt. Die einfachste Methode, zu einem Auslandsaufenthalt zu kommen: sich mal selber gründlich über Förderprogramme informieren, den eigenen Arsch hochkriegen, sich um Stipendien bemühen und evtl. auch im Ausland ein bisschen jobben. Ein Freund von mir hat z. B. einige Zeit in einem Pub nebenher gearbeitet - das hat seinem Englisch weiß Gott nicht schlecht getan ...erwähnte ich mit irgendeinem satz, dass es dabei um mich ging? und, ach ja "ein freund von mir". geht klar. würdest du dich mal informieren, und das schimmert sogar durch deinen polemisch-provokanten ton hindurch,würde auch dir klarwerden, dass ich gar nicht soviel förderprogramme anfordern kann wie ich brauchte, um im ausland irgendwie über die runden zu kommen. wer einfach mal hinfährt (oder wie du es nennst "den arsch hochkriegt"), frei nach dem motto" vielleicht hab ich ja glück und finde irgendwo nen studijob, damit ich da überhaupt was zu fressen hab", handelt meiner meinung nach naiv und unüberlegt. naja, hauptsache der arsch ist hoch. fdp-wähler?


Wenn es einem wichtig ist, kriegt man es irgendwie hin, und sei es durch verschärftes Jobben in den Semesterferien davor und eingeschränktem Konsum.

Wenn es einem nicht wichtig ist, kann man es wirklich auch gerne sein lassen und trotzdem ein guter Mensch sein. Es gibt auch so schon genug Deutsche im Ausland...

user1234
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12.10.2009 - 01:51 Uhr
user1234

@Douzitou
Meiner Meinung nach gibt es bei weitem nicht genug Deutsche im Ausland. Es wäre für die Gesellschaft als Ganzes ein riesen Gewinn würden Leute mit Auslandserfahrung einen nennenswerten Prozentsatz der Bevölkerung ausmachen. Und das meine ich weit über wirtschaftliche oder Lebenslauf Kriterien hinweg. Der Lebenslauf war für mich nie die Motivation, zumindest nicht die eine Zeile im Lebenslauf, sondern es wirklich selbst zu erleben.

Douzitou
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2

12.10.2009 - 01:57 Uhr
Douzitou

user1234 sagte:
@DouzitouMeiner Meinung nach gibt es bei weitem nicht genug Deutsche im Ausland. Es wäre für die Gesellschaft als Ganzes ein riesen Gewinn würden Leute mit Auslandserfahrung einen nennenswerten Prozentsatz der Bevölkerung ausmachen. Und das meine ich weit über wirtschaftliche oder Lebenslauf Kriterien hinweg. Der Lebenslauf war für mich nie die Motivation, zumindest nicht die eine Zeile im Lebenslauf, sondern es wirklich selbst zu erleben.


Ausland ist nicht jedermanns Sache. Wer sich trotzdem hinzwingt (meist ja aus Karriere- oder Gruppenzwang-Gründen), trägt oft einen Riesenpanzer an Vorurteilen mit sich rum, der alles nur noch schlimmer macht. Wenn ich zum Beispiel Amis oder Chinesen doof finden will (was sehr viele Deutsche bekanntlich tun), finde ich in USA bzw China natürlich noch viel mehr Gründe als hier in D. Daher: Wenn der innere Antrieb fehlt- besser sein lassen.

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1

12.10.2009 - 01:59 Uhr
Douzitou

Douzitou sagte:
user1234 sagte: @DouzitouMeiner Meinung nach gibt es bei weitem nicht genug Deutsche im Ausland. Es wäre für die Gesellschaft als Ganzes ein riesen Gewinn würden Leute mit Auslandserfahrung einen nennenswerten Prozentsatz der Bevölkerung ausmachen. Und das meine ich weit über wirtschaftliche oder Lebenslauf Kriterien hinweg. Der Lebenslauf war für mich nie die Motivation, zumindest nicht die eine Zeile im Lebenslauf, sondern es wirklich selbst zu erleben.Ausland ist nicht jedermanns Sache. Wer sich trotzdem hinzwingt (meist ja aus Karriere- oder Gruppenzwang-Gründen), trägt oft einen Riesenpanzer an Vorurteilen mit sich rum, der alles nur noch schlimmer macht. Wenn ich zum Beispiel Amis oder Chinesen doof finden will (was sehr viele Deutsche bekanntlich tun), finde ich in USA bzw China natürlich noch viel mehr Gründe als hier in D. Daher: Wenn der innere Antrieb fehlt- besser sein lassen.

Und wie gesagt: Man ist ja kein schlechter Mensch, wenn man hier bleibt. Und unterschiedliche Kulturen kann ich auch kennen lernen, wenn ich beispielsweise bei einem Maschinenbauer arbeite und mich mit unterschiedlichsten Leuten verstehen muss, der Führungskraft, dem Techniker, dem Monteur... Auch das bildet und erweitert Horizonte, vielleicht mehr, als das Auslandsjahr in der Expat-Blase in Shanghai

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12.10.2009 - 02:11 Uhr
Douzitou

Die meisten Politiker haben auch keine Auslandserfahrung: Kohl, Schröder, Fischer, Westerwelle...

m0n0
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12.10.2009 - 02:14 Uhr
m0n0

okkasionalsozialist sagte:
es gibt sicher ein paar ausnahmen. aber für die allermeisten menschen dürfte es kaum was schöneres geben als reisen.


Glaubst Du.
Und dann triffst Du auf der Party Nadja Schlüter und versuchst ihr deine differenzierte Meinung zum Thema "Reisen findet jeder toll, mei hatt ich Spass im Erasmus" zu kommunizieren. Und Du kannst nicht nachvollziehen, dass man von solchen Aussagen mit Absolutheitsanspruch dann möglicherweise genervt ist?

user1234
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1

12.10.2009 - 02:14 Uhr
user1234

@Douzitou
Die Expat-Blase ist natürlich eine reale Gefahr. Kein Zweifel. Solange man aber zumindest nicht nur mit Landsgenossen sondern zumindest einer halbwegs bunten europäischen Mischung beisammen ist ist schon ein großer Nutzen da. Sollte man dies tun, kann man allerdings gleich irgendwo in Europa bleiben. Wenn schon raus aus Europa, dann sollte schon echter Einsatz dahinter stecken, inkl. lokalen Sprachkenntnissen. (Die sind auch innerhalb Europas nicht schlecht)

Ja wer gar nicht ins Ausland will und nur geht weil er "muss", der soll lieber daheim bleiben. Ich kenne diesen Druck nicht daher kann ich das nicht beurteilen. Bei mir war das immer ein selbst auferlegter Druck, angeschafft hat mir das niemand und es haben sicherlich genug in meinem Studium keinen Auslandsaufenthalt gemacht (obwohl, viele schon).

Aus eigener Erfahrung weiß ich aber auch, dass sich viele eben nur nicht trauen (anfänglich) und es dann aber ganz toll finden. Viele sind auch einfach zu faul selbst den Arsch einmal zu bewegen. Ich hätte schon fast zu letzterer Gruppe gehört und bin so unendlich froh, dass ich es in letzter Sekunde doch noch gemacht habe. Ehrlich, ich hatte mir sogar schon meine Ausreden zurecht gelegt, warum es eigentlich eh total egal ist ob man ins Ausland geht oder nicht.

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2

12.10.2009 - 02:15 Uhr
user1234

PS:
Gerade, bei Politikern ist es eine halbe Katastrophe wenn sie keine Auslandserfahrung hatten. Das merkt man dann schon auch in der Politik die sie machen. Nicht immer, besonders wenn sie es nachgeholt haben, aber oft.

Douzitou
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12.10.2009 - 02:22 Uhr
Douzitou

user1234 sagte:
PS:Gerade, bei Politikern ist es eine halbe Katastrophe wenn sie keine Auslandserfahrung hatten. Das merkt man dann schon auch in der Politik die sie machen. Nicht immer, besonders wenn sie es nachgeholt haben, aber oft.

Die Deutschen scheinen sich aber bestens von ihnen vertreten zu fühlen.
Außerdem ist unser ppolitisches System so geartet, dass längere Auslandsaufenthalte der politischen Karriere schaden.

user1234
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2

12.10.2009 - 02:27 Uhr
user1234

Das mag ich nicht zu beurteilen, ich komme aus Österreich. Da fühlen sich erschreckend viele Leute irrsinnig gut von HC Strache und seiner Burschenschafter FPÖ vertreten. Die einzige "Auslands"-Erfahrung die manche FPÖ Politiker haben mag wohl bei den volksdeutschen Genossen gewesen sein.

In Österreich können schon kürzere Aufenthalte im Ausland womöglich schaden. Da ist man schnell einmal ein Verräter oder gar Vernaderer. Als Österreichischer Politiker sollte man daher gute Kontakte ins Ausland strengstens geheim halten, im eigenen Interesse.

Traurig eigentlich.

Douzitou
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1

12.10.2009 - 02:34 Uhr
Douzitou

Haha, in Amiland hatte ich einen Mitbewohner aus Österreich. Der sagte, Österreich sei ein tolles Land, das viele große Genies hervorgebracht habe und nannte als Beispiele Mozart und Hitler.

Darüber hinaus meinte er, dass die Juden irgendwie für ihre Diskriminierungen auch ein bisschen selbst schuld seien und nannte als Belege judenfeindliche literarische Werke im Laufe der Jahrhunderte.

Auch das hat meinen Horizont erweitert, in gewisser Weise...

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12.10.2009 - 02:36 Uhr
Douzitou

Und das war ansonsten voll der normale, erfolgreiche und sympathische Typ. Scheinen also echt mainstream zu sein, diese Ansichten in Österreich. Oder?

Gargoyle
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1

12.10.2009 - 02:40 Uhr
Gargoyle

user1234 sagte:
In Österreich können schon kürzere Aufenthalte im Ausland womöglich schaden. Da ist man schnell einmal ein Verräter oder gar Vernaderer. Als Österreichischer Politiker sollte man daher gute Kontakte ins Ausland strengstens geheim halten, im eigenen Interesse.

Traurig eigentlich.


Im Grunde ist es hier im Kosmos nicht anders - man braucht nur den Artikel anzuschauen, der diese Diskussion hier ausgelöst hat. Dabei wäre es so einfach: Wer ins Ausland will, woll die Möglichkeit haben, wer nicht, soll sich diese Erfahrung eben entgehen lassen.

Was mich aufregt: Dass Leute am liebsten nur noch um sich selber kreisen und dass es da schon "Bäh" ist, wenn man mal über seinen eigenen Dunstkreis hinausblicken will. Sich einen Eindruck verschaffen, wie es in anderen Kulturen läuft, Menschen mit anderen Mentalitäten kennen lernen. Das alles wird - wie hier ja auch deutlich wird - nur noch unter dem Gesichtspunkt gesehen, "Was nützt es mir für den Job?" Ich finde diese Einstellung so unsäglich ignorant und kurzsichtig, dass ich schreien möchte. Wir sind ein Volk von Arbeitsdrohnen geworden, Persönlichkeiten hingegen muss man mit der Lupe suchen.

Traurig eigentlich.

Bofski
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5

12.10.2009 - 02:50 Uhr
Bofski

Es geht weder um ein Statussymbol noch um das Personalgespräch, wenn jemand im Ausland studiert. Es ist selbstverständlich geworden, weil es für unsere Generation nun mal selbstverständlich geworden ist sich frei in Europa zu bewegen. Was sind Grenzen für eine Generation die mit Schengen groß geworden ist? Nichts. Ich studiere in Heidelberg und habe sehr viel mit den International Students zu tun. Dort trifft man wunderbare Menschen die eben die neue Freiheit als selbstverständlichkeit sehen und nichts ist schöner als das. Es kostet eben nunmehr genauso viel in einer deutschen Stadt zu studieren wie zu Taxipreisen nach Wroclaw, Montpellier, Bologna oder Edinburgh zu fliegen um dort eine Zeit zu verbringen und Freunde zu finden, seine Erfahrungen zu machen.
Der Text aber klingt vielmehr nach ein wenig von der Ängstlichkeit die man hier in Deutschland noch zu genüge spürt. Eine Angst das wohlbehütete Nest zu verlassen um mal ins kalte Wasser zu springen. Scheine der Uni? Na und, Bachelor hin Bachelor her, studiert man halt ein Semester länger. Kein Geld? Arbeiten, Kredit, Stipendien. Ich sage nicht dass man unbedingt ins Ausland muss, jeder soll das machen worauf er Lust hat, aber dann bitte dies auch sagen, statt ausreden zu finden und alle anderen schlecht zu reden.

Weltenbummler99
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2

12.10.2009 - 03:48 Uhr
Weltenbummler99

Da hat wohl jemand noch nie einen Auslandsaufenthalt gehabt, sonst wäre der Sinn etwas klarer.

Dosenknall_mit_Ueberschall
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12.10.2009 - 06:15 Uhr
Dosenknall_mit_Uebers…

nadja-schlueter: sehr guter text, indme endlich mal jemand die wahrheit sagt! es besteht also eventuell doch noch hoffnung, für jetzt.de....aber du siehst ja auch sympathisch aus und ebenso ist dieser text ehrlich und deswegen sympathisch!

darf das "ärztehassebuch" zitieren, in dem sich der autor darüber mokiert, dass im ärzte-milieu IAG (in Amerika gewesen) auch sowas wie´n visitenkärtchen mit gold-gravur ist. auch, wenn der medizinmann dort nur den boden des labors geschrubbt hätte. tja.

warum in aller welt, sollte man in einem anderen land mehr lernen, als hier!?

sagen wir es so...wer hier was lernt, der lernt auch woanders was. wer hier nix lernt und blind durch die gegend läuft, der lernt auch woanders nix.

von daher hast du recht: gnadenlos überschätzt und ohne jede aussagekraft, so ein auslandsaufenthalt.

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12.10.2009 - 06:23 Uhr
Dosenknall_mit_Uebers…

da sach´isch doch ma´GANZ polyglott: ßßßßänk ju, nadja-schlueter!

(du hast vergessen: diese herren wedeln mit der geldklammer, während sie dem weibchen im selben atemzug die weltpolitische lage erläutern, um es zu beeindrucken :-)

denke, ein interessierter (!) gesprächspartner hört auch mal zu und stellt fragen, anstatt nur von sich selbst zu erzählen....alles blender ;)

daToni81
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12.10.2009 - 06:59 Uhr
daToni81

Ok...um mal bei den Argumenten der Autorin zu bleiben:

1. Wird es in einer gesellschaft IMMER Statussymbole geben, die fuer manche erstrebenswert scheinen (das koennen wie angesprochen Autos, oder Klamotten, oder sytlische Handys mit Apfel drauf sein), es findet sich immer etwas, um sich von der Masse abzuheben. Wenn jemand viel gereist ist, wird er es gerade NICHT deswegen getan haben, um sich abzuheben, sondern um seinen Horizont zu erweitern, aus Interesse, was in anderen Teilen der Welt zu sehen ist, und wird unter Umstaenden gerade dadurch sehen, dass diese Statussymbole wenig erstrebenswert sind und gut darauf verzichten koennen, weil er durch seine/ihre Reisen zu einer Art innerer Ruhe findet, wie man sie auch durch Sport etc erreichen kann.

2. Keine Ahnung wie die Autorin ihre Reisen gestaltet, aber meiner Erfahrung nach reist es sich in Laender die nicht im Speckguertel der Industrienationen liegen mit ca 800 Euro fuer 6 Wochen ganz gut. Somit kann man also keinen preisguenstigeren Urlaub machen (mal von Balkonien abgesehen). Das "Papa zahlt" Argument kann man also mal ganz getrost in den Bereich der Hirngespinste schieben. Andere fahren fuer 900 Euro Pauschal in die Karibik fuer 2 Wochen zum saufen, ob das jetzt guenstiger ist oder einem mehr bringt, sei jedem selbst ueberlassen.

3. Niemand wird zum Reisen oder einem Auslandssemester gezwungen. Wenn jemand meint er muesse das tun, um seine Position innerhalb seines Freundeskreises aufzupolieren, sollte er es lieber lassen und sich Gedanken ueber sein Selbstwertgefuehl machen. Das sind naemlich die Menschen, die zur Befriedigung des eigenen Selbstwertgefuehls Statussymbole ueberhaupt erst zu dem machen, was sie sind und nicht sein muessten, wenn sie von Profilneurotikern nicht dazu missbraucht wuerden.

Umgekeht finde ich es ziemlich bedenklich, Auslandsaufenthalte in dieser Art zu verurteilen. Wir leben heute nicht mehr in einer Welt, in der jeder sein Leben lang nur mit dem Nachbarn aus dem naechsten Dorf zu tun haben wird, auch als Lehrer kann man schliesslich mal an eine internationale Schule geraten, und was man aus anderen Laendern und Kulturen so mitnimmt, kann einem durchaus helfen, viele Dinge (in seinem eigenen Leben, seiner Einstellung dazu, seinem Beruf spaeter einmal, zur Politik, oder einfach nur der Tatsache, wie wichtig Geld und Statussymbole einem sein werden) aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Reisen bildet, das ist nicht erst seit Erfindung des I Phone so, und wird auch nicht damit enden, dass es Menschen gibt, die eben einfach keine Lust auf Reisen haben und daher jetzt meinen, das ganze als snobbisch abzutun, die gab es auch schon immer und wird es immer geben. Niemand muss sich andere Teile Welt anschauen, aber heutzutage kann fast jeder, und es ist jedem zu empfehlen es zu tun solange man nicht Verpflichtungen hat, die einen wirklich davon abhalten...
Sorry fuer die deutlichen Worte, aber der Artikel ist meiner Meinung nach mehr als nur schlecht und voellig verfehlt.

A340LEX
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12.10.2009 - 07:08 Uhr
A340LEX

Ein hübscher Artikel und da ich ihn gerade im Ausland (Südostasien, Praktikum, Mittagspause) lese umso interessanter. Ich rolle hier auch blos mit den Augen wenn mir irgendwelche Asien-Backpacker erzählen wie sie mit 4000 anderen Individualisten auf irgendeiner Insel ihr Ego geschönt haben.
Allerdings wird ein bestimmter Aspekt nicht beleuchtet: Ich MUSSTE ins Ausland (und wollte es auch). Weiterhin bezahlen mir das auch keine reichen Eltern sondern früheres Arbeiten gehen sowie hoffentlich späteres Arbeiten gehen (um den Bildungskredit abzubezahlen und ein kleiner monatlicher Scheck der Praktikumsstelle - und obwohl das ganze als "Prestigeobjekt" hingestellt wird finde ich das die meisten durchaus auch stolz sein können sowas zu absolvieren. Wenn man das ganze wirklich will (oder laut Studienordnung muss, wie's bezahlt wird fragt dich eh kein Prof) sollte man alles daran setzten das Ticket zu lösen - denn nur dann macht es auch Spass & Sinn. Allerdings nur zum Prahlen (und so toll ist Asien nun wirklich nicht) macht es herzlich wenig Sinn und ist verschenktes Geld (selbst wenns die Eltern bezahlen).

daToni81
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1

12.10.2009 - 07:08 Uhr
daToni81

Noch ein kurzer Nachtrag:

die Menschen, die ich kenne oder auf Reisen kennengelernt habe, die wirklich schon eine Menge gesehen haben, und das vielleicht auch nicht immer auf die einfachste Tour entlang des Banana Pancake Trails, die neigen nicht dazu, mit so etwas zu prahlen, haben das auch nicht noetig, und lassen sich auch sehr wenig von anderen Statussymbolen beeindrucken, die fuer viele andere den Lebensinhalt darzustellen scheinen. Ob der Mini oder die Uhr dann Sponsored by Daddy ist oder nicht weiss man da allerdings nie...

JoergAuch
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2

12.10.2009 - 07:56 Uhr
JoergAuch

user1234 sagte:
Das mag ich nicht zu beurteilen, ich komme aus Österreich. Da fühlen sich erschreckend viele Leute irrsinnig gut von HC Strache und seiner Burschenschafter FPÖ vertreten. Die einzige "Auslands"-Erfahrung die manche FPÖ Politiker haben mag wohl bei den volksdeutschen Genossen gewesen sein.

Österreich ist da natürlich ein ganz spezieller Fall ... Da fällt mir ein, dass es schon wieder ein Jahr her ist, dass sich dem Kärtner Führer Landeshauptmann ein Betonpfeiler in den Weg stellte, als er zu weit nach rechts abdriftete.

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12.10.2009 - 08:11 Uhr
JoergAuch

NovocaineAsylum sagte:
Gargoyle sagte:

Man merkt wieder: Meckern, bevor man sich informiert hat. Und warten, bis man alles auf dem Silbertablett serviert bekommt. Die einfachste Methode, zu einem Auslandsaufenthalt zu kommen: sich mal selber gründlich über Förderprogramme informieren, den eigenen Arsch hochkriegen, sich um Stipendien bemühen und evtl. auch im Ausland ein bisschen jobben. Ein Freund von mir hat z. B. einige Zeit in einem Pub nebenher gearbeitet - das hat seinem Englisch weiß Gott nicht schlecht getan ...


erwähnte ich mit irgendeinem satz, dass es dabei um mich ging? und, ach ja "ein freund von mir". geht klar.
würdest du dich mal informieren, und das schimmert sogar durch deinen polemisch-provokanten ton hindurch,würde auch dir klarwerden, dass ich gar nicht soviel förderprogramme anfordern kann wie ich brauchte, um im ausland irgendwie über die runden zu kommen. wer einfach mal hinfährt (oder wie du es nennst "den arsch hochkriegt"), frei nach dem motto" vielleicht hab ich ja glück und finde irgendwo nen studijob, damit ich da überhaupt was zu fressen hab", handelt meiner meinung nach naiv und unüberlegt. naja, hauptsache der arsch ist hoch. fdp-wähler?

So einer wie du sollte wohl besser nicht ins Ausland gehen ...

riesenherz
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12.10.2009 - 08:26 Uhr
riesenherz

Ich habe immer Tränen der Freude in meinen Augen, wenn ich von einer Auslandsfahrt zurückkomme. Das ist ja auch einer der wesentlichen Gründe, warum ich überhaupt eine Reise mache: um endlich wieder die Distanz zu dem zu bekommen, was mich hier zu Hause nervt etc.
Wer bspw. einmal den NHS in Uk erlebt hat, wird sich über das volle Wartezimmer in Deutschland kaum mehr aufregen.
Wer einmal die Bürokratie in Schweden, das Temperament der Dänen, die Oberflächlichkeit der Amerikaner, die fehlende Infrastruktur in... hautnah verspüren durfte, sieht die eigene kleine Welt mit anderen Augen.

Selbstredend lassen sich auch Lösungen für manche Probleme in einer anderen Kultur finden. Dabei ist es gar nicht wichtig, ob ich backpacke, ein Erasmus-Lotterjahr hinlege oder an einer Wer-weiß-wie-tollen-Uni studiere. Letztlich kommt es darauf an, ob ich die Kulturdifferenzen wahrnehmen will, ob ich sie zwecks Vergleich suche, mich ihnen aussetze.

Und wtf gibt ein damned Wort auf irgendwelche Blender?

nordzucker
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12.10.2009 - 08:31 Uhr
nordzucker

@riesenherz: ich finde es immer wieder erschreckend, wie schnell man dann aber doch wieder in den alten trott findet!

riesenherz
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12.10.2009 - 08:38 Uhr
riesenherz

@nordzucker: Das ist wahr. Aber wenn man bereit ist, dann an den Einstellungen zu arbeiten, kann man schon den einen oder anderen Schritt schaffen.
Und setzt sich bei der bewußt geplanten nächsten Reise möglicherweise etwas anderem aus. Die Erfahrung einer kulturellen Differenz mag sogar manche psychologischen Erkenntnisse über einen selbst befördern.
Ichhabe mal versucht, das Projekt eines ökologischen Hausbaus in Schweden umzusetzen. Das hat mir unendlich viel über die schwedische Kultur vermittelt, aber letztlich auch über meine Vorstellungen vom idyllischen Leben u.ä.

nordzucker
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12.10.2009 - 08:47 Uhr
nordzucker

ich war vor kurzen mal "ausversehen" in s.o. asien.
war erschuettert darueber wie es moeglich ist das eine riesige grosse gruppe "europaer" dermassen ignorant durch einen landstrich reisen kann. das hat jetzt erst mal wenig mit ersasmus oder praktikum zu tun.
aber genau das habe ich getroffen:



und es war unglaublich schwierig von dieser eingetretenen lonely planet autobahn wegzukommen. nicht das sowas nicht auch manchmal spass gemacht haette.
es ist mittlerweise moeglich, so durch viele "entwicklungslaender" zu reisen und 24h pro tag/ 365 tage im jahr

scribbles
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-1

12.10.2009 - 08:51 Uhr
scribbles

Wenn Arbeitgeber so viel Wert auf Auslandserfahrung legen (was manche tatsächlich tun), wirkt das auf mich oft so, als würde ihnen der Horizont fehlen, den sie von den Bewerbern erwarten. Internationale kontakte lassen sich in Zeiten des Internets auch von zu Hause aus und im Rahmen von Urlaubsreisen Pflegen, einschließlich der damit verbundenen Erweiterung des eigenen Horizonts. Ein Zeichen für die sichere Beherrschung einer Fremdsprache ist ein dreimonatiger Auslandsaufenthalt wohl kaum und die Einblicke in die Arbeitsprozesse in anderen Ländern, die vielen mit Auslandserfahrung im Lebenslauf zugeschrieben werden, scheint es oft auch nicht wirklich zu geben, wenn man mal näher nachfragt und ehrliche Antworten kriegt.

Wenn ein potentieller Arbeitgeber mir sagt, Auslandserfahrung sei wichtig, ohne begründen zu können, warum das grade für seinen Geschäftszweig der Fall sein sollte und wie er wissen will, ob der Auslandsaufenthalt tatsächlich das erwartete vermitteln konnte, spricht das für mich jedenfalls eher gegen den Arbeitgeber. Und zumindest bei denen, für die Auslandsaufenthalte ein Thema sind, ist es ja auch nicht immer so, dass sie jedes Angebot von jedem noch so verbohrtem Arbeitgeber annehmen müssen.

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-1

12.10.2009 - 08:51 Uhr
scribbles

Wenn Arbeitgeber so viel Wert auf Auslandserfahrung legen (was manche tatsächlich tun), wirkt das auf mich oft so, als würde ihnen der Horizont fehlen, den sie von den Bewerbern erwarten. Internationale kontakte lassen sich in Zeiten des Internets auch von zu Hause aus und im Rahmen von Urlaubsreisen Pflegen, einschließlich der damit verbundenen Erweiterung des eigenen Horizonts. Ein Zeichen für die sichere Beherrschung einer Fremdsprache ist ein dreimonatiger Auslandsaufenthalt wohl kaum und die Einblicke in die Arbeitsprozesse in anderen Ländern, die vielen mit Auslandserfahrung im Lebenslauf zugeschrieben werden, scheint es oft auch nicht wirklich zu geben, wenn man mal näher nachfragt und ehrliche Antworten kriegt.

Wenn ein potentieller Arbeitgeber mir sagt, Auslandserfahrung sei wichtig, ohne begründen zu können, warum das grade für seinen Geschäftszweig der Fall sein sollte und wie er wissen will, ob der Auslandsaufenthalt tatsächlich das erwartete vermitteln konnte, spricht das für mich jedenfalls eher gegen den Arbeitgeber. Und zumindest bei denen, für die Auslandsaufenthalte ein Thema sind, ist es ja auch nicht immer so, dass sie jedes Angebot von jedem noch so verbohrtem Arbeitgeber annehmen müssen.

riesenherz
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1

12.10.2009 - 08:52 Uhr
riesenherz

@nordzucker: Wie furchtbar ist das denn?

Was bin ich froh, daß mein Sohn ein freundlicher LARPer und WoW-Freak ist.

Und: niemals dorthin reisen, wo es warm ist. Die Kulturdifferenz besteht dort meistens aus dem Kulturschock, die eigene Kultur außer Rand und Band zu sehen.

JoergAuch
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1

12.10.2009 - 08:53 Uhr
JoergAuch

nordzucker sagte:
ich war vor kurzen mal "ausversehen" in s.o. asien.
war erschuettert darueber wie es moeglich ist das eine riesige grosse gruppe "europaer" dermassen ignorant durch einen landstrich reisen kann. das hat jetzt erst mal wenig mit erasmus oder praktikum zu tun.

Nach dem, was man so hört, fahren die ja auch nicht wegen Erasmus nach Südostasien sondern wegen Orgasmus.

alcofribas
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12.10.2009 - 08:54 Uhr
alcofribas

JoergAuch sagte:
Nach dem, was man so hört, fahren die ja auch nicht wegen Erasmus nach Südostasien sondern wegen Orgasmus.


gut, es ist ja noch früh.

Gargoyle
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1

12.10.2009 - 08:56 Uhr
Gargoyle

nordzucker sagte:
@riesenherz: ich finde es immer wieder erschreckend, wie schnell man dann aber doch wieder in den alten trott findet!


Sicher wird einen so eine Auslandserfahrung nicht zu einem komplett neuen, abgeklärten Menschen machen. Auch wenn man sich dann wieder in seinen "alten Trott" einfügt, arbeitet das im Kopf weiter und beeinflusst trotzdem immer wieder Denken und Handeln.

Eine wichtige Erfahrung, die man machen kann: Man lernt unter Umständen, dass man viele materiellen Dinge gar nicht braucht, um glücklich zu sein, dass z. B. ein Apfeltelefon eigentlich völlig unbedeutend ist. Man lernt unter Umständen Landstriche kennen, in denen Menschen noch funktionierende Familienstrukturen haben, in denen man sich noch gegenseitig hilft, wenn Not am Mann ist. Man lernt vielleicht, dass man am meisten erreicht, wenn man gemeinsam an einem Strang zieht, statt die Ego-Sau raushängen zu lassen. Man lernt, dass in Deutschland doch nicht alles so toll ist, wie man uns gerne weismachen will - aber man erkennt auch, dass man nicht alles hinnehmen muss, sondern auch Dinge zum Besseren verändern kann. Und vor allem lernt man andere Menschen mit anderen Mentalitäten verstehen, die einem vorher völlig fremd waren. Allein dann hat es sich schon gelohnt.

nordzucker
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0

12.10.2009 - 08:59 Uhr
nordzucker

nicht missverstehen. ich fand es dort super. grundsaetzlich zumindest. wenn man sich bemueht dort wegzukommen und dafuer nachteile in kauf nimmt.
ungeheuer nette einwohner. viel zu sehen und zu riechen und zu erleben.

ich glaube nur, das eine weltreise vor 15 jahren in keiner weise mehr mit einer weltreise heute vergleichbar sein MUSS. vielleicht ist das auch auf das heutige erasmus bzw. das gesamte studium zu uebertragen.

riesenherz
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12.10.2009 - 09:11 Uhr
riesenherz

@gargoyle: ich mußte dch jetzt echt überlegen, welchen Trend aus Südostasien ich da verpaßt hatte mit dem "Apfeltelefon". Zu meiner Entschuldigung: ich hab gar kein Mobiltelefon.

und: das Tolle an längeren Auslandserfahrunge ist ja, daß diese ganz anders nachwirken, als man sich das mitunter vorstellt. Aber sie wirken.

@nordzucker: Ich seh das auch so, daß sich da sehr viel verändert hat. Die Möglichkeiten heute, nach einem Bachelor mit einem englsichsprachigen Master im Ausland dem eigenen Berufsprofil eine ganz andere Wendugn zu geben, hätte es schon längst geben sollen.

slashdot
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1

12.10.2009 - 09:12 Uhr
slashdot

Ich kann dem Text nur voll und ganz zustimmen und ein großes DANKE, dass dies endlich mal ausgesprochen wurde.

Gargoyle
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12.10.2009 - 09:17 Uhr
Gargoyle

riesenherz sagte:
@gargoyle: ich mußte dch jetzt echt überlegen, welchen Trend aus Südostasien ich da verpaßt hatte mit dem "Apfeltelefon". Zu meiner Entschuldigung: ich hab gar kein Mobiltelefon.

Ich hab das Apfeltelefon hier eigentlich sinnbildlich für all die Statussymbole gemeint, denen wir hier bei uns (nicht in asien) ständig hinterherrennen und von denen uns eingebleut wird, sie wären irgendwie wichtig für unser persönliches Lebensglück. ;-)

riesenherz
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1

12.10.2009 - 09:19 Uhr
riesenherz

Ja, das habe ich dann auch verstanden. Vermutlich ist einem typischen 70er-Jahre-alternativ-Sozialisierten diese Welt eh sehr fern.

zyra
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3

12.10.2009 - 09:23 Uhr
zyra

Der Text wirft zwei völlig verschiedene Sachen zusammen. Ein Auslandssemester ist ja wohl etwas völlig anderes als ein Backpackerurlaub. Und ich wage jetzt mal zu behaupten, dass es immer noch genug Leute gibt, die diese beiden Ding der Sache wegen machen und nicht, weil sie anderen Leuten damit etwas bweisen wollen.

Ich habe im Ausland studiert und wusste immer, dass mir das für meinen Lebenslauf nichts bringen würde - ich wollte schlicht eine neue Sprache und eine neue Kultur kennenlernen und ein bisschen Abstand zum Leben daheim kriegen. Den meisten Leuten, die ich getroffen habe, ging es genauso.

Und ich verreise gerne und viel und das auch um zu verreisen und nicht, um hinterher davon zu erzählen. Was nicht heißt, dass ich hinterher nicht ab und zu davon erzähle und stell dir vor, es gibt tatsächlich Leute, die interessieren sich auch dafür. Und vieles, was ich gesehen habe, hat mich natürlich geprägt und erweitert den Horizont mehr als ein Urlaub in Niederbayern. Und das ganz unesoterisch. Und was die Geldthematik angeht, das höre ich ja dauernd. Dabei kostet ein Monat in Asien, Afrika oder Lateinamerika inklusive Flug minimal mehr als ein Monat in München, wenn man seine Wohnung untervermietet.

riesenherz
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0

12.10.2009 - 09:26 Uhr
riesenherz

@zyra: "Dabei kostet ein Monat in Asien, Afrika oder Lateinamerika inklusive Flug minimal mehr als ein Monat in München, wenn man seine Wohnung untervermietet."
Und was ist mit den immateriellen Kosten?

Gargoyle
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1

12.10.2009 - 09:36 Uhr
Gargoyle

scribbles sagte:
Internationale kontakte lassen sich in Zeiten des Internets auch von zu Hause aus und im Rahmen von Urlaubsreisen Pflegen, einschließlich der damit verbundenen Erweiterung des eigenen Horizonts.


Auweia. Du wirst doch nicht glauben, dass ein bisschen Internet am häuslichen Rechner die Erfahrung eines längeren Auslandsaufenthalts ersetzen kann???? Kontakte pflegen kann man so sicher, aber sonst? Das Argument ist ja genauso wie: "Ich hab mir in Wikipedia einen Artikel über Schweinebraten durchgelesen und mit Google entsprechende Bilder gefunden, jetzt weiß ich, wie er schmeckt und muss ihn nicht mehr probieren - das Kochen ist doch eh Zeitverschwendung."

zyra
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1

12.10.2009 - 09:44 Uhr
zyra

@riesenherz: Versteh ich nicht.

Ach ja, noch vergessen: Um auf die Überschrift einzugehen: Wenn du gar nicht weg willst, dann bleibst du eben daheim. Auch ok. Aber noch lang kein Grund, Leuten Vorwürfe zu machen, die eben nicht daheim bleiben wollen.

riesenherz
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-1

12.10.2009 - 09:46 Uhr
riesenherz

Na, ich versuche bspw. alles zu unterlassen, was bestehende negative Strukturen verstärkt oder fördert (vom Fliegen über Pauschaltourismus bis hin zu Auswüchsen bei backpacking), aber auch Länder zu vermeiden, die hinsichtlich ihrer rechtlichen Standards autoritär oder diktatorisch sind.

zyra
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1

12.10.2009 - 09:53 Uhr
zyra

Ah, jetzt hab ich es verstanden. Kann man als Meinung durchaus so gelten lassen. Führt die Diskussion allerdings in eine etwas andere Richtung.

DrFaustus
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1

12.10.2009 - 10:09 Uhr
DrFaustus

Vollkommen richtig. Besonders lächerlich sind ebenjene Leute die auf Einführungsveranstaltungen von irgendeinem x-beliebigen Dozenten gehört haben, am besten wäre doch das 5. Semester für einen Auslandsaufenthalt geeignet und sich im folgenden aus Profilierungs- und Eingliederungssucht akribisch an vorgegebenen Zeitplan halten, um nicht benachteiligt zu werden. Verpackt ist das ganze dann als "Weltoffenheit" und "Persönliche Flexibilität".
Noch schlimmer sind nur die Leute, die irgendwelche völlig unbekannte meist ziemlich miese Indie-Bands als ihre Lieblingsbands ausgeben und einen dann mit einem "Was die kennst du nicht?!" mitleidig anschauen...

user1234
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1

12.10.2009 - 10:20 Uhr
user1234

Umso mehr Kommentare ich hier lese und unter Berücksichtigung des Artikels fürchte ich, dass ich mich schon bald für mein Erasmus Semester entschuldigen muss.

Dabei scheinen gerade die Skeptiker jene zu sein, die den Auslandsaufenthalt aufs rein kapitalistisch verwertbare reduzieren wollen. Grässlich.

Wer glaubt, dass Internetkontakte ins Ausland oder ein paar internationale Freunde einen Auslandsaufenthalt überflüssig machen könnten, ja der war eben noch nie im Ausland oder hat eben jenen Aufenthalt verschwendet in dem er sich nicht für die Erfahrung geöffnet hat. Es ist halt schon ein Unterschied ob sich alles im Kastl abspielt (sorry, aber Cyber kochen wird auch nur selten als Ersatz fürs echte Kocherlebnis gesehen) und ob der andere der Exot ist, oder ob es im echten Leben stattfindet und man selber der "Exot" ist. Das ist wie Tag und Nach.

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1

12.10.2009 - 10:24 Uhr
user1234

Bzgl. Österreich, nein offener Antisemitismus ist (noch) keine Selbstverständlichkeit, zumindest abseits der FPÖ Wähler. Da muss ich mein Land doch ausnahmsweise verteidigen.

Bzgl. Haider. Der hatte halt immer die Ansicht, dass er über allen Gesetzen steht, womit er ja auch gar nicht so unrecht hatte im Großen und Ganzen. Leider waren die Gesetze der Physik anderer Meinung.

DrFaustus
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-1

12.10.2009 - 10:25 Uhr
DrFaustus

Den kapitalistischen Standpunkt teile ich auch nicht. Aber der wirkliche Idealist geht in ein Kibbuz oder mach work&travel und nimmt sich dafür ein Urlaubssemester.

user1234
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2

12.10.2009 - 10:29 Uhr
user1234

PS:
Auslandsaufenthalte könnten eventuell in der "Integrationsdebatte" auch von Nutzen sein. Die Perspektive ändert sich halt einfach, wenn man selbst einmal ansatzweise erfahren hat, was es heißt Immigrant zu sein und wenn es nur auf Zeit war. Zumindest mir ist es so gegangen.

nordzucker
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0

12.10.2009 - 10:32 Uhr
nordzucker

"Eingliederungssucht, um nicht benachteiligt zu werden"
sehr gut.

demnach empfindet dann nur der diesen irrsinnigen sozialen druck, der sich sonst doch IMMER richtig eingegliedert hat.
ob er wegeht oder nicht.

user1234
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1

12.10.2009 - 10:33 Uhr
user1234

@DrFaustus
Das mag für echte Idealisten vielleicht eine noch bessere Option sein. Ich steh dem nicht im Weg. Aber es soll ja eine breite Masse geben, die weder zu 100% von kapitalistischen Anforderungen diktiert werden will aber trotzdem jetzt nicht zum kompromissfreien Idealisten deswegen mutiert. Außerdem habe ich gerade die Erfahrung einer akademischen Welt außerhalb der gewohnten Bahnen als reizvoll empfunden, gerade das wird man bei solchen idealistischen Optionen nicht erfahren (dafür anderes, und wenn man das mehr schätzt, will ich da auch überhaupt nicht werten)

drolli
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12.10.2009 - 10:52 Uhr
drolli

MrHL sagte:
drolli sagte:
Jupp. Ich bin erst als Doktorand kurz ins ausland (habe aber in Dt. promoviert) ein Institut besuchen die an was aehnlichem geforscht haben. hat folgende vorteile
a) DAAD-Kurzzeitstipendium (ziemlich gut, man muss ich aber bewerben)
b) man weiss was man da will
c) Man kennt die Gruppe zu der man geht.
Die ewigen Berichte von Leuten, die ueber ein Jahr Erasmus-Party erzaehlt haben fand ich immer witzlos. Wenn ich in Spanien feiern moechte, mache ich da zwei Monate Urlaub oder Sprachkurs und gut is. Ein oder zwei Semester rausblasen ist total irreal.
Ach so ja: jetzt lebe ich nachdem mein Leben vom Kindergaren bis zur Promotion auf 3kmx3km stattgefunden hat, schon 3J in Japan und ich hatte keine groesseren Schwierigkeiten mich zurechtzufinden. Dauerhaften Schaden hat das nicht durchgefeierte Jahr im Ausland also nicht hinterlassen.

So hat jeder seine Weisheit. Ich war im Studium im Ausland, hab da viel gesoffen etc. aber auch Kontakte geknüpft. Dann Geschlossen in D promoviert (schnell, deswegen quasi-legal auf den "Jugendseiten")


Ich kenne ein paar Leute die es geschafft haben sogar eine Studien oder Diplomarbeit im Ausland bezahlt zu bekommen, das ist natuerlich ideal.

Was mich vom Auslandsaufenthalt waehrend des Studiums abgehalten hat, war dass der an einer Stelle kam, an der ich mir nicht klar war ob ich das Fach weitermache und and der auch wirklich keiner den Ueberblick hatte, wo es sich lohnt kontakte zu knuepfen. In der Fakultae war es ueblich das direkt nach dem Vordiplom zu machen (was explizit gefoerdert wurde) und spaeter war es schwer das unterzubringen (fuer spezielle "Sonderwunsche", wie z.B. im 8.Semester ein Auslanssemester einzulegen waren die Praktikumsleiter und auch die Theorieprofs nicht zugaenglich).

Meiner Erfahrung nach ist auch die Streubreite bei Promotionszeiten aber so hoch, dass auch ein Aufenthaltaufenthalt nicht viel aendert (mein AUfenthalt war inklusive Sprachkurs 3 Monate), im Idealfall sogar Dinge beschleunigt (ich habe ein paar Dinge gelernt die mir vielleicht 2 Monate rumprobieren erspart haben).


und bin jetzt mit Humbold-Postdoc. Später nach D zurück, dann hoffentlich auf einen Lehrstuhl oder Juniorprof.


Wenn Du Humbold-Postdoc bist bietet sich natuerlich auch der Juniorprof an, wobei ich Dir mal ehrlich wuensche dass es gleich auf einen Lehrstuhl oder einen ordentlichen Prof. geht.


Hat folgende Vorteile:
a) Genug Geld zum Leben.
b) Man weiss wirklich was man will.
c) Die Gruppe in die man geht kennt einen.
Ist mein Spass-Semester, in dem ich neu für mein Studium motiviert habe, Sprache gelernt habe wasauchimmer jetzt schlecht?


Nein. Aber nur wenn Du es auch klar so siehst. Das betrifft in der Klarheit aber auch eher Leute, die in ihrem Studium fachlich wenig Probleme haben.

lolita
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0

12.10.2009 - 10:58 Uhr
lolita

Ich muss wohl die Zielscheibe des Textes sein, denn ich habe den größten Teil meines Studiums im Ausland verbracht und dort eine Menge wichtiger Erfahrungen gemacht, die ich unter keinen Umständen missen möchte. Außerdem bietet einem nur ein Auslandsaufenthalt noch einmal die Möglichkeit, sich selbst kennen zu lernen, zu refletktieren und ohne größere Risiken an einem Ort/in einer Stadt zu leben, von der man immer mal geträumt hat. Allerdings stimmt es, dass einem die Rückkehr nach Deutschland nicht immer leicht gemacht wird - im Gegenteil, es ist vermutlich leichter zu gehen als zurückzukommen.

JoergAuch
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2

12.10.2009 - 11:10 Uhr
JoergAuch

user1234 sagte:
Bzgl. Haider. Der hatte halt immer die Ansicht, dass er über allen Gesetzen steht, womit er ja auch gar nicht so unrecht hatte im Großen und Ganzen. Leider waren die Gesetze der Physik anderer Meinung.

Auf die Physik kann man sich zum Glück auch dann verlassen, wenn die Juristerei an ihre Grenzen stößt.

Cate81
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4

12.10.2009 - 11:17 Uhr
Cate81

Zwischenfazit:

1)
Viele Leute gehen ins Ausland, weil sie Lust darauf haben. Manche tun es aus anderen Gründen.

2)
Nicht jeder, der ins Ausland geht, ist ein verwöhntes Kind reicher Eltern. Viele arbeiten / sparen dafür (oder währenddessen) oder kümmern sich um Fördermöglichkeiten.

3)
Man sollte über seinen Auslandsaufenthalt reden dürfen, ohne gleich als Angeber abgestempelt zu werden.

4)
Niemandem sollte seine durch den Auslandsaufenthalt erlebte Horizonterweiterung / Weiterentwicklung abgesprochen werden - egal, ob er 5 Monate in Lissabon gefeiert oder ein Jahr lang Waisenkinder in Peru betreut oder in Oxford promoviert hat.

5)
Es besteht keinerlei Veranlassung, jemanden, der nicht im Ausland war, automatisch in die Schublade "engstirniger, ignoranter Provinzler" zu werfen.

6)
Wer keine Lust auf Ausland hat, muss sich nicht dafür rechtfertigen.


So weit, so banal.

sebastian-mraczny
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12.10.2009 - 11:19 Uhr
sebastian-mraczny

ich hab mir mehrere semester alles genau auf google earth angeschaut. zählt das auch?

user1234
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12.10.2009 - 11:30 Uhr
user1234

@sebastian-mraczny
Das geht höchstens in Bayern oder Österreich als Auslandserfahrung durch ;)

sebastian-mraczny
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12.10.2009 - 11:35 Uhr
sebastian-mraczny

dann passts ja!

jonidas
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12.10.2009 - 11:36 Uhr
jonidas

Und was ist mit den Partys zu denen man eigentlich nicht hin will, zu denen man sich aber selbst zwingt (oder eher: der gesellschaftliche Druck) und die sich als die besten Abende aller Zeiten herausstellen? Partys bei denen man neue Leute kennen lernt, alte Bekannt wiedertrifft, spontan den besten Cocktail der Welt erfindet, von zwei hübschen Frauen belagert wird und am Ende auf dem Heimweg mit dem WG-Mitbewohner nackt durch die Ubahn-Station läuft?

Gesellschaftlicher Druck kann uns auch dazu zwingen etwas zu erleben. Solange man sich dessen bewusst ist und an den richtigen Stellen auch mal "NEIN" sagen kann ist es glaube ich kein Problem.

Also: Überlegt euch vorher, ob ihr in einem Land leben könnt, in dem eine andere Sprache gesprochen wird, es zum Frühstück rohen Fisch gibt und in dem man in Hängematten schläft. Und wenn ihr meint, dass ihr es könnt, dann greift eurem Mut ruhig mit etwas gesellschaftlichem Druck unter den Arm.

Mir hat das immer geholfen :)

Die ganz Extremen erzählen sofort im Bekanntenkreis rum, dass das Auslandssemester in der Mongolei schon so gut wie fertig geplant ist ... dann gibt es kein Zurück mehr :D

chocolatecat
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1

12.10.2009 - 11:41 Uhr
chocolatecat

jonidas sagte:
... und am Ende auf dem Heimweg mit dem WG-Mitbewohner nackt durch die Ubahn-Station läuft?


ach du warst das.

soylentyellow
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12.10.2009 - 11:59 Uhr
soylentyellow

Douzitou sagte:
Die meisten Politiker haben auch keine Auslandserfahrung: Kohl, Schröder, Fischer, Westerwelle...


Wobei letzterer ja nicht mal Englisch kann...und bei den anderen bin ich mir auch nicht so sicher...

Re Kosten des Auslandsstudiums: Das kostet in vielen Ländern pro Monat exakt genauso viel wie die Lebenshaltung in Deutschland, je nach Land auch mit höherem Lebensstandard (ich sag nur: "Taxi!" + Restaurant), die Kosten für den Flug kommen meist obendrauf, aber mit kreativem Ticketing, flexiblem Datum und zur Not 24h Bus fahren obendrauf geht das auch oft...und das eigene Zimmer in D. wird eben zwischenvermietet, das hat den Vorteil das man weiß wohin man zurückkehrt und wohin mit dem Möbeln weil die kann man ja mitvermieten...

Allerdings wird es langweilig von dieser Zeit zu erzählen wenn das sowieso ALLE machen...in meinem Studiengang war die Mehrheit nicht nur auf Schüleraustausch sondern auch irgendwo ganz exotisch im Ausland, nicht nur ein- sondern mehrmals weil Praktikum + Studium + Ferien etc. So richtig exotisch war derjenige de im Ort nebenan ein Praktikum gemacht hat, nicht derjenige der irgendwo im südamerikanischen Dschungel war.

JoergAuch
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12.10.2009 - 12:05 Uhr
JoergAuch

soylentyellow sagte:
Kohl, Schröder, Fischer, Westerwelle...

Wobei letzterer ja nicht mal Englisch kann...und bei den anderen bin ich mir auch nicht so sicher...

Ersterer definitiv auch nicht. Der hat ja sogar mit Deutsch so seine Probleme ...

chocolatecat
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12.10.2009 - 12:11 Uhr
chocolatecat

aber fischer war ja immerhin mal gastdozent in priceton. oder zählt das nur wenn man noch jung ist.

Gargoyle
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12.10.2009 - 12:23 Uhr
Gargoyle

JoergAuch sagte:
soylentyellow sagte:
Kohl, Schröder, Fischer, Westerwelle...

Wobei letzterer ja nicht mal Englisch kann...und bei den anderen bin ich mir auch nicht so sicher...

Ersterer definitiv auch nicht. Der hat ja sogar mit Deutsch so seine Probleme ...


Das muss die "GeCHichte" erst noch zeigen! ;-)

JoergAuch
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12.10.2009 - 12:24 Uhr
JoergAuch

Gargoyle sagte:
Das muss die "GeCHichte" erst noch zeigen! ;-)

Hehe! :->

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1

12.10.2009 - 12:26 Uhr
JoergAuch

Von Kohl ist seine erste Begegnung mit der englischen Sprache ja überliefert. Als er das erste Mal Margaret Thatcher traf, bot sie ihm an:

"You can call me Maggie!"

worauf Kohl antwortete:

"You can say you to me , too."

Arbeiterkind
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12.10.2009 - 12:32 Uhr
Arbeiterkind

das klingt hier ja fast, als würde sich demnächst hier eine 'ichwarnichtimauslandundwilldaaberauchniehinundfindsscheissedassalleanderentrotzdemgehen'-selbsthilfegruppe gründen.

ich (armer, *heul*) habe keine reichen eltern
und war trotzdem im ausland (ohne stipendium, *nochmehr heul*),
selbstfinanziert,
und direkt hat es mir zwar nichts gebracht, rein monetär betrachtet,
aber persönlich möchte ich das nicht missen.
ich habe dadurch eine neue perspektive auf unser land hier bekommen und erfahren, wie wichtig für mich 'meine' sprache ist und dass viele dinge hier garnicht soo scheisse sind, wie uns die ralisekte hier ständig predigt.
und obwohl ich mir das selbst gegönnt habe, halte ich es für vollkommen legitim, das auf anderer leute kosten, bzw. eltern oder stipendium, zu machen, bzw. es wäre für unser land ein gewinn,
wenn alle die es wollen, unbürokratisch für ein jahr, mit einem bedingungslosen grundgehalt ins eu-ausland könnten.

meine konkrete meinung:
2 pflichtsemester für alle, zumindest im eu-(aus)land, bezahlt und ermöglicht vom steuerzahler, auch für die söhnchen und töchterchen unser armen reichen, damit sie nicht immer papi dankbar sein müssen, dass sie mal weg durften.
ausserdem keine studiengebühr für alle
und bedingungsloses bafög ebenso.
dafür die (reichen-)steuern hochsetzen und eu-agrarsubventionen in der jetzigen form abschaffen, da diese nur die agrargrossindustrie subventioniert und die kleinen höfe ausblutet.
bio, kostenloses studium und auslandssemester für alle!
fördert euer arbeiterkind!

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12.10.2009 - 12:34 Uhr
Arbeiterkind

ichwarnichtimauslandundwilldaaberauchniehinundfindsscheisse, dassalleanderentrotzdemgehen'-selbsthilfegruppe (wer hat das abgeschnitten?

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12.10.2009 - 12:36 Uhr
Arbeiterkind

ich (armer, *heul*) habe keine reichen eltern
und war trotzdem im ausland (ohne stipendium,
*nochmehr heul*),
selbstfinanziert,
und direkt hat es mir zwar nichts gebracht, rein
monetär betrachtet,
aber persönlich möchte ich das nicht missen.
ich habe dadurch eine neue perspektive auf unser land hier bekommen und erfahren, wie wichtig für mich 'meine'
sprache ist und dass viele dinge hier garnicht soo
scheisse sind, wie uns die ralisekte hier ständig predigt.
und obwohl ich mir das selbst gegönnt habe, halte ich es für vollkommen legitim, das auf anderer leute kosten, bzw.
eltern oder stipendium, zu machen, bzw. es wäre für
unser land ein gewinn,
wenn alle die es wollen, unbürokratisch für ein jahr,
mit einem bedingungslosen grundgehalt ins eu-ausland könnten.

meine konkrete meinung:
2 pflichtsemester für alle, zumindest im eu-(aus)land,
bezahlt und ermöglicht vom steuerzahler, auch für
die söhnchen und töchterchen unser armen reichen,
damit sie nicht immer papi dankbar sein müssen,
dass sie mal weg durften.
ausserdem keine studiengebühr für alle
und bedingungsloses bafög ebenso.
dafür die (reichen-)steuern hochsetzen und
eu-agrarsubventionen in der jetzigen form abschaffen,
da diese nur die agrargrossindustrie subventioniert
und die kleinen höfe ausblutet.
bio, kostenloses studium und auslandssemester für alle!
fordert euer arbeiterkind!

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12.10.2009 - 12:38 Uhr
Arbeiterkind

scheiss umbruchsystem, das hier!

JoergAuch
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4

12.10.2009 - 12:45 Uhr
JoergAuch

Arbeiterkind sagte:
scheiss umbruchsystem, das hier!

Ja klar, erstmal auf's System schimpfen ...

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-1

12.10.2009 - 12:49 Uhr
JoergAuch

Arbeiterkind sagte:
bio, kostenloses studium und auslandssemester für alle!

Aber wenn dann alle Bio studieren ....

mindfuck
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12.10.2009 - 13:13 Uhr
mindfuck

kleine persönliche erfahrung;
vermiete ein zimmer in meiner wohnung unter, immer wechselnde leute und so leid es mit tut; die erasmus studentin aus frankreich die ich beherbergte konnten nach 2 semestern immer noch keinen einzigen deutschen satz ohne fiesen fehlern sprechen, was aber eventuell auch daran lag, dass sie ausser für die 3 pflichtveranstaltungen oder fürs weggehen mit anderen franzosen ihr zimmer nie verlassen hat.
die hatte soviel damit zu tun per skype und facebook mit ihren freunden bzw kommolitonen in kontakt zu bleiben, dass der gesamte aufenthalt eigentlich ausschließlich davon zerrte.
traurig, weils damit leider in die besagte erasmus-prestige kerbe haut.
andere, die NACH ihrem studium nach deutschland kamen und klare
vorstellungen von ihren zielen hatten (praktikum, job...), kamen ersten super klar und wirkten irgendwie stark bereichert als sie wieder gingen. so.

JoergAuch
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5

12.10.2009 - 13:15 Uhr
JoergAuch

mindfuck sagte:
die erasmus studentin aus frankreich die ich beherbergte konnten nach 2 semestern immer noch keinen einzigen deutschen satz ohne fiesen fehlern sprechen, ...

Danke für dieses Kleinod. :-D

Gargoyle
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12.10.2009 - 13:17 Uhr
Gargoyle

mindfuck sagte:
kleine persönliche erfahrung;
vermiete ein zimmer in meiner wohnung unter, immer wechselnde leute und so leid es mit tut; die erasmus studentin aus frankreich die ich beherbergte konnten nach 2 semestern immer noch keinen einzigen deutschen satz ohne fiesen fehlern sprechen, was aber eventuell auch daran lag, dass sie ausser für die 3 pflichtveranstaltungen oder fürs weggehen mit anderen franzosen ihr zimmer nie verlassen hat.
die hatte soviel damit zu tun per skype und facebook mit ihren freunden bzw kommolitonen in kontakt zu bleiben, dass der gesamte aufenthalt eigentlich ausschließlich davon zerrte.
traurig, weils damit leider in die besagte erasmus-prestige kerbe haut.
andere, die NACH ihrem studium nach deutschland kamen und klare
vorstellungen von ihren zielen hatten (praktikum, job...), kamen ersten super klar und wirkten irgendwie stark bereichert als sie wieder gingen. so.


Warum immer alle über einen Kamm scheren? Das ist so, wie wenn man sagt, alle Hartz-IV-Empfänger sind faule Sozialschmarotzer.

mindfuck
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12.10.2009 - 13:30 Uhr
mindfuck

Gargoyle sagte:
Warum immer alle über einen Kamm scheren? Das ist so, wie wenn man sagt, alle Hartz-IV-Empfänger sind faule Sozialschmarotzer.


sollte kein über-ein-kamm-gescherre sein. lediglich die anmerkung mit ziel ist es wohl sinnvoller.

JoergAuch sagte:
Danke für dieses Kleinod. :-D


bitte, ist dir gewidmet.


ich dachte hier gehts ums rumgesenfe...

Gargoyle
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12.10.2009 - 13:36 Uhr
Gargoyle

mindfuck sagte:

sollte kein über-ein-kamm-gescherre sein. lediglich die anmerkung mit ziel ist es wohl sinnvoller.



OK. Wie der Herr, so das Gescherr. ;-)

Anton53
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12.10.2009 - 14:02 Uhr
Anton53

Hallo Nadja, Danke für diesen guten Artikel.
Als junger Absolvent wurde ich von meinem damaligen Arbeitgeber ins Ausland geschickt, und seitdem ist das für mich Business as usual. Auch andere Kollegen, die über real existierende Auslandserfahrung verfügen, reden nicht groß darüber - man merkt nur nach einigen Stunden oder Tagen, daß sie von dieser Erfahrung positiv geprägt wurden. Von anderen Kollegen hört man dann, ja, er war 2 Jahre lang X-Leiter in Y-Land. Dagegen gibt es im Beruf andere Personen (Labbermäuler), die in endloser Selbstpräsentation von international und intercultural Management reden - es ist aber nur nachvollziehbar, daß sie vor 20 Jahren als Azubis in den Betrieb gekommen sind, und seitdem in diesem Betrieb hinter einem Schreibtisch aufquellen - diese Schauspieler gehen mir gegen den Strich, und Du hast das aus Deiner Sicht gut formuliert! Anton (50 Jahre)

nordzucker
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12.10.2009 - 14:14 Uhr
nordzucker

@anton:
welchen artikel hast du denn gelesen?

Bashira
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1

12.10.2009 - 14:22 Uhr
Bashira

hihi, das erinnert mich an einige meiner bekannten ...
nach einem halben jahr amerika / england kommen sie dann zurück und sagen dinge, wie: "oh mein gott, das ist ja sowas von AWESOME!"

clou
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2

12.10.2009 - 14:50 Uhr
clou

Aller Ein- und Nachsicht zum Trotz muss ich für mich selbst feststellen, dass mir Menschen sehr auf den Zeiger gehen, die sich augenscheinlich aus Kollektivzwang, Ideen- und Perspektivlosigkeit oder aus der Angst heraus, etwas Fulminantes zu verpassen, für ein Auslandssemester entscheiden.
Es macht schon fast den Eindruck, als ob das Studium - und besonders das Auslandssemester - weniger dazu dient, sich konzentriert weiterzubilden, sondern vielmehr zum langjährigen Selbstverwirklichungstrip wird.
Ich weiß auch nicht, welchen Stellenwert ein Auslandssemester noch hat, wenn es lediglich unter dem Deckmantel der Pflicht absolviert wird, oder im Nachhinein gerechtfertigt wird mit dem Satz "Das wird jetzt von fast allen Arbeitgebern verlangt." .

lehcsuw
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1

12.10.2009 - 14:54 Uhr
lehcsuw

Sehr guter Text. Aus der Seele gesprochen :)

riesenherz
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12.10.2009 - 15:02 Uhr
riesenherz

Bashira sagte:
hihi, das erinnert mich an einige meiner bekannten ...
nach einem halben jahr amerika / england kommen sie dann zurück und sagen dinge, wie: "oh mein gott, das ist ja sowas von AWESOME!"


Das,Bashira, ist wirklich awful;)

milagro
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1

12.10.2009 - 15:29 Uhr
milagro

genauso wie das übermäßige und deplazierte erwähnen solcher aufenthalte nervt mich das kategorische bashing selbiger... oder die unterstellung, dass man all dieses nur für die karriere oder selbstverwirklichung täte. das ist alles immer so extrem, so monokausal... in den meisten fällen sind das doch tausende gründe und befindlichkeiten, die einen hier und dahin bringen.

user1234
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1

12.10.2009 - 15:31 Uhr
user1234

^^ Wenn man aus Irland kommt ist alles "grand" oder "isn't it lovely?" und man bedankt sich mit "thanks a million" selbst wenn man nur eine Quittung in die Hand gedrückt bekommt und sagt inflationär "sorry", wenn auch nur ein selbst verursachter Windhauch jemanden gegenüber berührt hat.

Ok, ich hör schon wieder auf. Was einer meiner größten Motivationen war ins Ausland zu gehen? Ich wollte Bekanntschaften und Freunde aus verschiedenen europäischen Ländern haben, mein Englisch auf eine vernünftiges Alltagsniveau bringen damit es nicht mehr solch eine Qual ist es zu verwenden sondern von selbst geht. Ich wollte die akademische Kultur in einem anderen Land kennen lernen und nicht zuletzt wollte ich das ganze so gestalten, dass es von den Vorlesungen vernünftig in meinen Studienplan passt. Hat eigentlich alles zu meiner Zufriedenheit funktioniert.

Ich werde mich dafür dass ich dies gewagt habe nie bei jemanden entschuldigen. "Pflicht" ist es in meinem Studium ohnehin nie gewesen.

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3

12.10.2009 - 15:34 Uhr
user1234

PS: Nicht zuletzt weil ich ein Anhänger der europäischen Idee bin wollte ich auch "Europa" einmal aktiv erleben und dazu ist Erasmus einmal eine ausgezeichnete Gelegenheit.

Bin ich jetzt ein schräger Selbstverwirklicher, ein verrückter Ideologe oder ein engstirniger Karieremensch?

philleicht
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1

12.10.2009 - 15:41 Uhr
philleicht

Genau, find ich auch, lieber zu hause einkuscheln und gemütliche mauern vor den horizont bauen... wehren wir uns heldenhaft gegen den übermächtigen mainstream der zwischen heimat und ausland fliesst...
ist das euer ernst?

Natürlich sollte niemand ausschließlich aus karrieristischer motivation ins ausland gehen, da ist die enttäuschung vorprogrammiert. Aber hier wird so getan, als seien die meisten auslandsstudenten und -praktikanten opfer sozialen drucks, und gleichzeitig karrieregeile konformistische Idioten? Das ist meiner erfahrung diametral entgegengesetzt!

Es ist doch höchst erfreulich, dass es heute so einfach wie nie ist, erfahrungen im ausland zu sammeln. das als klima des sozialen zwangs zu interpretieren finde ich höchst abstrus!
Wer nicht ins ausland will, muss nicht, aber bitte tut hier nicht so als sei das zu hause bleiben eine rebellische tat!

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12.10.2009 - 15:42 Uhr
philleicht

Genau, find ich auch, lieber zu hause einkuscheln und gemütliche mauern vor den horizont bauen... wehren wir uns heldenhaft gegen den übermächtigen mainstream der zwischen heimat und ausland fliesst...
ist das euer ernst?

Natürlich sollte niemand ausschließlich aus karrieristischer motivation ins ausland gehen, da ist die enttäuschung vorprogrammiert. Aber hier wird so getan, als seien die meisten auslandsstudenten und -praktikanten opfer sozialen drucks, und gleichzeitig karrieregeile konformistische idioten? Das ist meiner erfahrung diametral entgegengesetzt!

Es ist doch höchst erfreulich, dass es heute so einfach wie nie ist, erfahrungen im ausland zu sammeln. das als klima des sozialen zwangs zu interpretieren finde ich höchst abstrus!
Wer nicht ins ausland will, muss nicht, aber bitte tut hier nicht so als sei das zu hause bleiben eine rebellische tat!

JoergAuch
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2

12.10.2009 - 15:55 Uhr
JoergAuch

user1234 sagte:
man ... sagt inflationär "sorry", wenn auch nur ein selbst verursachter Windhauch jemanden gegenüber berührt hat.

Na ja, es gibt Winde, bei denen ist das angebracht, auch wenn sie nur gehaucht daherkommen. :->

Sibelius
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12.10.2009 - 16:00 Uhr
Sibelius

ui, sehr emotionale diskussion! naja also der autorin geht es doch wohl eher um auslandsaufenthalt als statussymbol raushängen lassen als das weggehen an sich. schaden tut ein erasmusjahr sicherlich niemanden - und wenn man nur feststellt das es zuhause immer noch am schönsten ist.
muss ja nicht gleich jedes mal vor neid erblassen wenn jemand einem von seiner südamerika-rucksackreise erzählt, und eher überlegen warum man mit sich davon so verunsichern lässt.
ist doch ein luxus unserer zeit das man für 450 euro nach china kommt, das die grenzen in europa offen sind und man mit hilfe des internets trotzdem jeden tag gratis mit mutti telefonieren kann. reisen ist so einfach wie nie, ist doch dufte.
sicherlich wird das auch überbewertet, über sich und seine grenzen kann man genausoviel rausfinden wenn man z.b. drei mal die woche kellnern geht. da lernt man dann auch mal andere leute kennen als auf langweilligen studentenpartys.
ehrlich gesagt find ich die leute viel schlimmer die krampfhaft versuchen mit 24 ihren master zu haben und ihre zeit nicht mit "unnützen" dingen vertrödeln wollen. wer nur für seinen lebenslauf lebt entwickelt sich auch nicht weiter, ob ausland oder nicht.

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1

12.10.2009 - 16:00 Uhr
Sibelius

ui, sehr emotionale diskussion! naja also der autorin geht es doch wohl eher um auslandsaufenthalt als statussymbol raushängen lassen als das weggehen an sich. schaden tut ein erasmusjahr sicherlich niemanden - und wenn man nur feststellt das es zuhause immer noch am schönsten ist.
muss ja nicht gleich jedes mal vor neid erblassen wenn jemand einem von seiner südamerika-rucksackreise erzählt, und eher überlegen warum man mit sich davon so verunsichern lässt.
ist doch ein luxus unserer zeit das man für 450 euro nach china kommt, das die grenzen in europa offen sind und man mit hilfe des internets trotzdem jeden tag gratis mit mutti telefonieren kann. reisen ist so einfach wie nie, ist doch dufte.
sicherlich wird das auch überbewertet, über sich und seine grenzen kann man genausoviel rausfinden wenn man z.b. drei mal die woche kellnern geht. da lernt man dann auch mal andere leute kennen als auf langweilligen studentenpartys.
ehrlich gesagt find ich die leute viel schlimmer die krampfhaft versuchen mit 24 ihren master zu haben und ihre zeit nicht mit "unnützen" dingen vertrödeln wollen. wer nur für seinen lebenslauf lebt entwickelt sich auch nicht weiter, ob ausland oder nicht.

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12.10.2009 - 16:01 Uhr
Sibelius

Kritik! Wollte das nicht zweimal posten!

air_kaviar
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12.10.2009 - 16:10 Uhr
air_kaviar

meine cousine kommt gerade aus australien wieder. dort scheint es eine richtige industrie zu geben, die die auslandsaufenthalter verwerten. zum einen sind die work and travel europäer die erntehelfer, sprich das, was bei uns die osteuropäer sind. und für auslandsstudenten gibt es alibiuniversitäten, an denen an drei tagen in der woche vorlesungen gehalten werden. dazu gibt es reichlich ferien und am ende ein paar scheine für die heimuni.

ein paar studienkollegen sind auch gerade dort. eine partneruni unserer universität. das ende vom lied ist, dass dort die deutschen wieder unter sich sind.

ich spar mir das auslandssemester, ich hab frau, kind und ausbildung. dafür werde ich fertig, wenn andere das dritte mal die firma wechseln.

lolita
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1

12.10.2009 - 16:16 Uhr
lolita

Im übrigen finde ich es echt schlimm, inhaltliche Kritik an etwas zu üben, dass man selbst nie ausprobiert hat. Denn möglicherweise stimmen die ach so esoterischen Kommentare über Auslandsaufenthalte ja doch. Und nicht zuletzt gilt auch in Bezug auf die Studiengestatung: jedem das Seine - es wird schließlich niemand gezwungen ins Ausland zu gehen (und die Statistiken belegen, dass die Daheimbleiber zahlreicher sind als die Imauslandaufhalter).

drolli
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-1

12.10.2009 - 16:39 Uhr
drolli

lolita sagte:
Im übrigen finde ich es echt schlimm, inhaltliche Kritik an etwas zu üben, dass man selbst nie ausprobiert hat. Denn möglicherweise stimmen die ach so esoterischen Kommentare über Auslandsaufenthalte ja doch. Und nicht zuletzt gilt auch in Bezug auf die Studiengestatung: jedem das Seine - es wird schließlich niemand gezwungen ins Ausland zu gehen (und die Statistiken belegen, dass die Daheimbleiber zahlreicher sind als die Imauslandaufhalter).


Nein, das Geschmarri von irgendwelchen - ich gehe dahin weil es so im Karriereratgeber steht den Mami mir geschenkt hat und jetzt bin ich ja sooo cool - Typenm zu bewerten muss man das nicht probiert haben. Wirklich nicht.

lolita
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12.10.2009 - 16:47 Uhr
lolita

drolli sagte:
lolita sagte:
Im übrigen finde ich es echt schlimm, inhaltliche Kritik an etwas zu üben, dass man selbst nie ausprobiert hat. Denn möglicherweise stimmen die ach so esoterischen Kommentare über Auslandsaufenthalte ja doch. Und nicht zuletzt gilt auch in Bezug auf die Studiengestatung: jedem das Seine - es wird schließlich niemand gezwungen ins Ausland zu gehen (und die Statistiken belegen, dass die Daheimbleiber zahlreicher sind als die Imauslandaufhalter).


Nein, das Geschmarri von irgendwelchen - ich gehe dahin weil es so im Karriereratgeber steht den Mami mir geschenkt hat und jetzt bin ich ja sooo cool - Typenm zu bewerten muss man das nicht probiert haben. Wirklich nicht.


Ich sage ja gar nicht, aus welcher Motivation heraus man ins Ausland gehen soll. Ich sage nur, dass es jedem frei steht.

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12.10.2009 - 16:48 Uhr
lolita

drolli sagte:
lolita sagte:
Im übrigen finde ich es echt schlimm, inhaltliche Kritik an etwas zu üben, dass man selbst nie ausprobiert hat. Denn möglicherweise stimmen die ach so esoterischen Kommentare über Auslandsaufenthalte ja doch. Und nicht zuletzt gilt auch in Bezug auf die Studiengestatung: jedem das Seine - es wird schließlich niemand gezwungen ins Ausland zu gehen (und die Statistiken belegen, dass die Daheimbleiber zahlreicher sind als die Imauslandaufhalter).


Nein, das Geschmarri von irgendwelchen - ich gehe dahin weil es so im Karriereratgeber steht den Mami mir geschenkt hat und jetzt bin ich ja sooo cool - Typenm zu bewerten muss man das nicht probiert haben. Wirklich nicht.


Ich sage ja gar nicht, aus welcher Motivation heraus man ins Ausland gehen soll. Ich sage nur, dass jeder das für sich entscheiden sollte. Und wenn Du wegen der Karriereratgeber lieber zu Hause bleibst, dann kannst Du das ja machen.

Erstaunlich
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12.10.2009 - 16:55 Uhr
Erstaunlich

Toller Artikel.

Ich fürchtete bereits geraume Zeit, dass ich mit dieser Auffassung alleine dastünde.

Wie schön für alle Leute, die sich dafür erwärmen können, eine längere Zeit ohne Freunde und Familie auszukommen und die Welt kennenzulernen. Tatsächlich! Das meine ich ohne jeden Zynismus.

Dennoch: Es macht mich nicht zu einem Menschen mittleren Bildungsstatus oder unterdurchschnittlicher Lebenserfahrung, wenn ich gezielt und bewusst von diesem "Zwang" Abstand nehme.

Auch wenn man heute vielfach auf die Aussage: "Nein, ich war nicht im Ausland" nur Schulterzucken und hochgezogene Augenbrauen als Reaktion erwarten darf.

Beruflich macht es für mich auch als Akademiker keinen Unterschied, ob ich die 3-6 Semester Sauf- und Partytour durch Spanien, Finnland oder Südafrika mitgemacht habe oder nicht.

Schade nur, dass es bei manchen Personalern nicht dazu reicht, echte Qualifikation zu bewerten, sondern eben diese "Prestige-Kenntnisse" den Ausschlag geben.

melancholieunduebermut
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1

12.10.2009 - 18:02 Uhr
melancholieunduebermut

ich möchte nach (oder evtl. während) dem studium auch ins ausland...das es den lebenslauf aufpoliert, ist ein netter NEBENeffekt. mir geht es eher darum, die eigenen horizonte zu erweitern - reisen und etwas neuse sehen, das ist bildung. unter dem gesichtspunkt ist ein auslandsaufenhalt doch was gutes.
ich stimme aber trotzdem der autorin zu: auslandsaufenthalte sollten nicht pflicht sein. nur wer dazu den aufrichten wunsch verspürt, sollte das machen. niemand sollte gezwungen werden.
aber finanziell sollte es für jeden möglich sein... ich finde das unfair... nur, wer wirklich den wunsch verspürt ins ausland zu gehen, findet da auch wege. das ist der authentische weg

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3

12.10.2009 - 18:05 Uhr
melancholieunduebermut

(wie ich diese daumenrunter funktion hasse. ist meine meinung wohl "daumen runter" oder was?

m0n0
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2

12.10.2009 - 18:35 Uhr
m0n0

philleicht sagte:
Genau, find ich auch, lieber zu hause einkuscheln und gemütliche mauern vor den horizont bauen... wehren wir uns heldenhaft gegen den übermächtigen mainstream der zwischen heimat und ausland fliesst...
ist das euer ernst?


Ich glaub ja, es ist genau diese Sorte Polemik, die man als Sesshafter öfters zu hören bekommt, die Reaktionen wie den obigen Artikel provoziert.

In deiner Aussage steckt eindeutig ne negative Wertung drin, die du dir aber für deine gegenteilige Entscheidung natürlich verbittest.

Wenn man dann das Gefühl hat, so eine Position ist der Standard in der eigenen Umwelt - ist es auch in Ordnung, dass man mal ein Gegenmanifest verfasst.

Cate81
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12.10.2009 - 18:43 Uhr
Cate81

@ m0n0:

Stimme dir vollkommen zu.

user1234
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12.10.2009 - 19:22 Uhr
user1234

Ich finde schon dass alle die die Möglichkeit dazu haben es zumindest einmal probieren sollten andere Länder abseits von Urlaubstrott zu sehen und zu erleben.

Das muss keineswegs in Form eines Auslandssemesters geschehen. Nur ist das halt eine sehr naheliegende und einfache Gelegenheit dazu. Wenn man das auslässt und dafür später im Berufsleben ins Ausland geht ist es genauso gut.

Es ist nun mal so, es verändert sich für gewöhnlich doch die Perspektive etwas mit solch einer Erfahrung. Es werden Dinge plötzlich hinterfragt die man nie zuvor hinterfragt hat. Nur um ein Beispiel zu nennen. Natürlich kann man einen Auslandsaufenthalt auch vergeuden ohne arg viele neue Erfahrungen zu machen, man kann alles vergeuden wenn man will. Das ist doch ein Totschlagargument. Aber ich wage zu behaupten, dass unsere Gesellschaft eine andere wäre würde hätten mehr Leute sich einmal für eine gewisse Zeit ins Ausland begeben ob jetzt um zu studieren, zu arbeiten oder Weltverbesserer zu spielen und es wäre sicherlich keine schlechtere.

In diesem Sinne ist es eben nicht egal, ob man sich so etwas einmal gestellt/ausgesetzt/ergeben... hat oder nicht.

littlejohn
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12.10.2009 - 19:33 Uhr
littlejohn

user1234 sagte:
Das muss keineswegs in Form eines Auslandssemesters geschehen. Nur ist das halt eine sehr naheliegende und einfache Gelegenheit dazu. Wenn man das auslässt und dafür später im Berufsleben ins Ausland geht ist es genauso gut.


Als Nichtstudent fällt die eine Möglichkeit sowieso weg und die andere sehr wahrscheinlich auch, da bleibt nur das "gewöhnliche" Reisen oder wie du es auch so schön nennst Urlaubstrott........

ein_oxymoron
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12.10.2009 - 20:12 Uhr
ein_oxymoron

littlejohn sagte:
Als Nichtstudent fällt die eine Möglichkeit sowieso weg und die andere sehr wahrscheinlich auch, da bleibt nur das "gewöhnliche" Reisen oder wie du es auch so schön nennst Urlaubstrott........

ist doch quatsch. ein freund von mir hat "nicht mal" abi, dafuer aber plaene, seinen job in norwegen fortzufuehren. und reisen tut er auch nicht "gewoehnlich", sondern mit hospitalityclub (d.h. umsonst unterkommen bei einheimischen bzw. vor ort lebenden, siehe auch nochmal die behauptung, man muesste fuer ausland ein kind reicher eltern sein) - so habe ich ihn auch kennengelernt :)
man kann uebrigens auch zivi und freiwilliges oekologisches/soziales jahr im ausland machen. von work camps und dergleichen will ich mal gar nicht erst anfangen, aber es gibt SO viele moeglichkeiten, wenn man nur will.

littlejohn
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12.10.2009 - 20:44 Uhr
littlejohn

user 1234 stellt Auslandssemester und arbeiten im Ausland ( und das ist nun mal einfach als Nichtakademiker deutlich schwerer) auf eine höhere Ebene, alles andere ist für ihn Urlaubstrott, darauf nahm ich bezug......-

im Nachhinein würde ich meinen Zivi wohl auch im Ausland machen, aber mit 19 kam das damals für mich zumindest zu früh.......

ein_oxymoron
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12.10.2009 - 21:46 Uhr
ein_oxymoron

littlejohn sagte:
arbeiten im Ausland ( und das ist nun mal einfach als Nichtakademiker deutlich schwerer)

stimmt so pauschal nunmal einfach nicht. in bereichen, fuer die man keine besondere ausbildung braucht (stichwort gastro, hotels) ist es wahrscheinlich sogar einfacher, was zu finden. ansonsten sollte es, solange man die sprache ausreichend beherrscht, zumindest innerhalb europas auch gut moeglich sein. eine gute anlaufstelle ist da z.b. EURES.

ueber diese ganzen weltreisenden 19-jaehrigen wundere ich mich auch, aber nunja. mir wollte man damals nach dem abi erzaehlen, dass ich jetzt unbedingt weg und "meine freiheit geniessen muss" und "diese chance kommt nie wieder" - das ist natuerlich auch quatsch, was ich zum glueck damals schon erkannte und mich nicht davon beeindrucken liess.

m0n0
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1

12.10.2009 - 21:48 Uhr
m0n0

user1234 sagte:
Es ist nun mal so, es verändert sich für gewöhnlich doch die Perspektive etwas mit solch einer Erfahrung. Es werden Dinge plötzlich hinterfragt die man nie zuvor hinterfragt hat. Nur um ein Beispiel zu nennen. Natürlich kann man einen Auslandsaufenthalt auch vergeuden ohne arg viele neue Erfahrungen zu machen, man kann alles vergeuden wenn man will. Das ist doch ein Totschlagargument.


Kein Totschlagargument, im Gegenteil. Wenn Du deine Meinung, was es "gewöhnlich" tut, mit der Gegenmeinung kombinierst - erhälst Du so etwas ähnliches wie eine differenzierte Sichtweise.

Das aber nur so nebenbei.

chocolatecat
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12.10.2009 - 22:16 Uhr
chocolatecat

seit wann ist urlaub trott?
ich dachte das wort heißt alltagstrott.

JoergAuch
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12.10.2009 - 22:29 Uhr
JoergAuch

Noch nie was von Globetrotter gehört? ;-)

fraeuleiningeborg
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4

12.10.2009 - 22:34 Uhr
fraeuleiningeborg

Ich hab mir jetzt hier gar nicht alle Kommentare durchgelesen, aber ich muss mal eins ehrlich sagen: Ich hätte mich damals nicht getraut, alleine ins Ausland zu gehen, ich fühle mich da unwohl. Zum Glück erfordert mein Studienfach in der Regel auch sowas nicht.
Statt dessen hab ich den einen oder anderen Urlaub allein in der Fremde verbracht, das geht zwar auch, aber ich hatte nie das Gefühl, dass mich das weitergebracht hätte. Ich mag das einfach nicht.

user1234
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13.10.2009 - 00:12 Uhr
user1234

@littlejohn

Ich muss da jetzt schon etwas klarstellen. Als ich Urlaubstrott gesagt habe, habe ich das auch gemeint. Das heißt, wenn du eine Art kenns ins Ausland zu gehen ohne dort zu studieren oder dort (im klassischen Sinne) zu arbeiten dann ist das noch lange nicht zwingend "Urlaubstrott". Es kommt auch sehr auf die Art des Urlaubs an, aber für eine Auslandserfahrung die ich meine ist ein Aufenthalt von nur sehr wenigen Wochen einfach zu kurz, selbst wenn da gar kein "Trott" beim Urlaub dabei ist. (Hey, ich bin kein Gegner von Urlaubsreisen, nur ist das halt eine andere Kategorie)

linda_lou
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18.10.2009 - 13:00 Uhr
linda_lou

Mich würde mal interessieren, ob Du selbst Auslandserfahrungen hast. Würde mich sehr wundern, wenn es so wäre... der Artikel schäumt ja nur so über von engstirnigen Vorurteilen, hinter denen sich normalerweise kleinbürgerliche Scheuklappenträger verstecken, die sich jetzt natürlich bestätigt fühlen. Dass so ein Aufenthalt nicht jedermans Sache ist -ok, das kann ich verstehen. Aber diejenigen anzuprangern, die einfach immer wieder vom Fernweh gepackt werden und sie als verwöhnte Möchtegern-Globetrotter ("Viele, vor allem die besonders weit gereisten, können sich das Ganze leisten, weil sie aus wohlhabenen Familien kommen...") hinzustellen, die es eigentlich nur auf ihre Karriere abgesehen haben, ist einfach unmöglich!! Und zu zwei Kommentaren hier unter mir:
@dem_osten_so_nah: Sich hinter dem Finanzierungsargument zu verstecken, ist schon lange nicht mehr haltbar. Erkundige Dich doch bitte erstmal was es alles für Möglichkeiten der Finanzierung gibt, bevor Du hier für Verunsicherung sorgst (Stichwort: Erasmus, Auslands-Bafög, DAAD-Stipendien, Stipendien der Uni, Eramus-Praktikum Programm, Aiesec etc.)
@Marcologne: Ich studiere auch auf Lehramt und es kommt ja wohl vollkommen auf die Fächerkombi an! Für FremdsprachenlehrerInnen (Englisch, Französisch, Spanisch etc.) ist es meiner Meinung nach fast verantwortungslos, KEINE Auslandserfahrung zu haben. Man vermittelt in diesen Fächern schließlich mehr als Sprachkenntnisse...

Letzendlich: Es sollte jedem freigestellt sein, ob er/sie ins Ausland möchte oder nicht, aber man kann nicht wegdiskutieren, dass ein Auslandsaufenthalt eine wahnsinnige persönliche Bereicherung ist -unabhängig davon, ob man nun positive oder negative Erfahrungen gemacht hat. Denn man lernt sich selbst ganz neu kennen und erlebt einen Perspektivenwechsel, der einen manchmal an die (zunächst scheinbaren) eigenen Grenzen zu bringen vermag und an dieser Erfahrung wächst man. Und genau das ist, was Unternehmen vielleicht auch an Bewerbern mit Auslandserfahrungen schätzen: Offenheit, Belastbarkeit, Aufgeschlossenheit, Flexibilität und persönliche Reife.
Ich sage nicht, dass man diese Dinge sich nicht auch anders aneignen kann, aber es dauert sicherlich länger und ist mühsamer.
Achja: für einen Auslandsaufenthalt nimmt jeder Arbeitgeber ein 1-2 Semester längeres Studium gerne hin. Denn der Gewinn ist einfach enorm.

m0n0
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-1

18.10.2009 - 13:41 Uhr
m0n0

linda_lou sagte

Letzendlich: Es sollte jedem freigestellt sein, ob er/sie ins Ausland möchte oder nicht, aber man kann nicht wegdiskutieren, dass ein Auslandsaufenthalt eine wahnsinnige persönliche Bereicherung ist -unabhängig davon, ob man nun positive oder negative Erfahrungen gemacht hat. Denn man lernt sich selbst ganz neu kennen und erlebt einen Perspektivenwechsel, der einen manchmal an die (zunächst scheinbaren) eigenen Grenzen zu bringen vermag und an dieser Erfahrung wächst man.


Als enstirniger Kleinbürger würde ich scherzen:
zB an der Erfahrung Alkoholvergiftung :D

MadyMax
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18.10.2009 - 23:10 Uhr
MadyMax

Münchner verlassen ihre Umgebung auffallend ungern. Kann ich nachvollziehen, denn es ist ja auch nett hier. Dennoch bevorzuge ich Mitarbeiter, die schon einmal etwas anderes gesehen und sich vor allem einmal allein, ohne ihr häusliches Netzwerk in die Fremde gewagt haben. Warum? Ich traue diesen mehr Interesse an Neuem, Offenheit und Flexibilität zu.

lostinsoundS
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02.03.2010 - 16:26 Uhr
lostinsoundS

sehr richtig, sehr gut. danke dir dafür!


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