06.10.2009 - 09:00 Uhr

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Kilos oder Kunst: Der Magermodel-Ticker

Text: andreas-glas - Foto: dpa

Die Zeitschrift "Brigitte" setzt in Zukunft auf ihre eigenen Leserinnen statt auf Models mit Kleidergröße 34. Ist das zuviel Political Correctness?

Für kurze Zeit schien es so, als könnte ausgerechnet die extrem schwergewichtige Sängerin Beth Ditto die Identitätskrise der Modewelt wieder ins Gleichgewicht bringen. Nun kommt die Magermodel-Debatte aber doch wieder in Schwung – zumindest hierzulande. Ausgelöst wird die neuerliche Diskussion von Deutschlands ältester Frauenzeitschrift „Brigitte“. Mit der Begründung, dass die etablierten Fotomodelle „zu dünn und zu künstlich“ seien, wird die Brigitte vom kommenden Jahr an sämtliche Fotostrecken mit Frauen produzieren, „die mitten im Leben stehen“. Statt auf professionelle Mannequins zu setzen, ruft die Zeitschrift also ihre Leserinnen dazu auf, sich als Fotomodelle zu bewerben und spricht selbst von einer „redaktionellen Revolution“.
Die Dove-Kampagne hat es vorgemacht: Models ohne Modelmaße werben für Hautcreme. Jetzt zieht die Zeitschrift "Brigitte" nach und setzt auf Frauen "die mitten im Leben stehen". Es ist wohl etwas übertrieben, im Zusammenhang mit dem neuen Brigitte-Konzept von Revolution zu sprechen; auch deshalb, weil die Zeitschrift nicht auf die „Magermodels“ in Werbeanzeigen verzichten wird. Betrachtet man Modedesign und -fotografie allerdings als Kunstform, birgt das Thema jede Menge Diskussionsstoff. Nimmt man der Mode nicht jedweden künstlerischen Anstrich, wenn man sie zu sehr politisiert? Findest du die Idee in ästhetischer Hinsicht reizvoll? Und: Ist die Brigitte-Strategie heuchlerisch und diskriminierend oder tatsächlich ein Schritt in die richtige Richtung?


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marphine
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5

06.10.2009 - 09:12 Uhr
marphine

hier gabs doch das interview mit dem übergrößenmodel...? ich finds gut. bin für die revolution.

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Mag ich Mag ich nicht

1

06.10.2009 - 09:12 Uhr
marphine

erster!

getupkid
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2

06.10.2009 - 09:14 Uhr
getupkid

es fällt mir ein bisschen schwer, das zu beurteilen - ist die brigitte nicht ohnehin eher so eine zeitschrift für die Ü35-Damenwelt?

jurette_
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3

06.10.2009 - 09:15 Uhr
jurette_

O nein, gut, dass ich heute wenig Zeit habe. Sonst würde ich heute wahrscheinlich irgendwann einen SChlaganfall kriegen.

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3

06.10.2009 - 09:16 Uhr
jurette_

Nimmt man der Mode nicht jedweden künstlerischen Anstrich, wenn man sie zu sehr politisiert?

Das verstehe ich nicht - gesetzt den Fall, es handle sich bei Modefotografie um Kunst - darf Kunst nicht politisch sein?

voiceofregret
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0

06.10.2009 - 09:18 Uhr
voiceofregret

jurette_ sagte:
Das verstehe ich nicht - gesetzt den Fall, es handle sich bei Modefotografie um Kunst - darf Kunst nicht politisch sein?


berechtigte frage. war sie das nicht irgendwie immer schon von alters her?

jurette_
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8

06.10.2009 - 09:21 Uhr
jurette_

Ich frage mich sowieso, was man bei der Brigitte mit den dünnen Models will. Die Brigitte zielt doch mehr auf Mode zum Anziehen und nicht auf Mode um MOde willen - dafür kann man sich doch die Vogue kaufen.

Und bevor jetzt wieder jemand sagt, fette Frauen will keiner:

Es geht ja nicht um Frauen Größe 50+ sondern um Fauen Größe 38.

TomJones
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0

06.10.2009 - 09:23 Uhr
TomJones

Hat denn die Mode, die von Brigitte so propagiert wird, denn irgendeinen künstlerischen Anspruch? Ich kenne Brigitte ja nicht.

JoergAuch
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2

06.10.2009 - 09:23 Uhr
JoergAuch

Die Idee als solche klingt ja gut, aber irgendwie kommts mir vor, die hätten in Wirklichkeit ganz andere Motive, z. B. Geld sparen. Natürlich ist immer günstiger, einen Job von Amateuren machen zu lassen als von Profis.

Was ich mich auch frage, nachdem ich vorhin ein Interview mit dem Brigitte-Chefredakteur im Radio gehört habe: Warum muss man eigentlich auf jeden noch so unbedeutenden Modetrend eingehen, die seiner Aussage nach im Stundentakt auf die Menschheit niedergehen?

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4

06.10.2009 - 09:23 Uhr
JoergAuch

(Oh Gott, was ist bloß los - ich kommentiere die Brigitte!)

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andreas-glas offline

andreas-glas

ist jetzt-Mitarbeiter und hat diesen Beitrag verfasst.