24.09.2009 - 18:30 Uhr

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Gescheiter scheitern

Text: daniel-schieferdecker

Der Versuch, mit dem ehemaligen Blumfeld-Sänger Jochen Distelmeyer anlässlich seines ersten Solo-Albums „Heavy“ übers Scheitern zu sprechen, zeigt eindrucksvoll, wie aufwändig man am Scheitern scheitern kann.

jetzt.de: Wenn es ok ist, würde ich gerne übers Scheitern sprechen, weil ich den Eindruck habe, dass du dich damit auch auf deinem neuen Album an verschiedenen Stellen beschäftigst. Jochen Distelmeyer: Das gehört natürlich zum Leben dazu. Aber „Scheitern“? Das ist für mich keine Kategorie. Hast du denn das Gefühl, dass du gut mit Niederlagen umgehen kannst? Ich habe eigentlich noch keine Niederlagen erlebt. Das bemisst sich aber auch immer an der Vorstellung vom Gegenteil davon, zum Beispiel am Erfolg. Ich mache einfach mein Ding und versuche, damit glücklich zu sein. Aber „scheitern“? Das finde ich ein bisschen vage. Dann würdest du mir widersprechen, wenn ich behaupte, dass ich auf dem Album Auseinandersetzungen mit Situationen ausgemacht habe, in denen dein erzählerisches Ich gescheitert ist? Ja. Für mich hat die Platte mehr mit einem Aufwachen zu tun. Mit einem Zurücknehmen von Projektionen aus bislang Unverstandenem. Das empfinde ich nicht als Scheitern. Wenn auf der Platte zum Beispiel davon gesprochen wird, dass Träume zerrinnen und Kaugummiblasen zerplatzen, dann hat das für mich eher damit zu tun, dass wir dazu neigen, Dinge, die wir nicht verstehen, sinnhaft mit Projektionen aufzuladen, bis aus Schuldscheinen Wertpapiere werden. Aber in dem Moment, in dem Menschen zu verstehen beginnen, werden diese Projektionen aus dem Leben zurückgezogen. Und wenn man Glück hat, kommt man zu einem neuen Verständnis vom Leben in der Fiktion – der Weltwirtschaftskrise zum Beispiel. Wo plötzlich ein Realitätsprinzip eingefordert wird, nach dem wir uns wieder den harten Realitäten stellen müssen und so getan wird, als wäre man vorher außerhalb von Projektion und Bildern gewesen, mit denen man sich die Welt erklärt hat. Aber selbst so etwas wie eine Krise ist bereits etwas, das bildhaft gedacht wird. Ich glaube, das ist eine Frage des Grads an Wachheit, mit dem man sich dem Traumhaften in der Welt stellt. „Wohin mit dem Hass?“ Aber haben zerronnene Träume und zerplatze Kaugummiblasen denn nicht auch mit einem Scheitern zu tun? Nein, das ist nicht haltbar in dem Moment. Aus meiner Perspektive nicht. Dieser Begriff kommt woanders her und hat für mich damit nichts zu tun. Es geht um das Verlorengehen dieser Projektionsfläche und dem Lernen, damit zu leben. Denn das ist das Leben. Und dieses Leben findet auch auf der Platte statt. Ich meine auch nicht, dass mit dem Scheiten an etwas alles vorbei ist, sondern tatsächlich in dem Sinne, wie du es gerade erklärt hast, dass es ein unabdingbarer Teil der menschlichen Existenz ist. Gerade von Künstlern hört man doch häufig, dass sie aus solchen Negativerfahrungen neue Kraft für ihre Kunst beziehen. Man dringt zu anderen Kraftquellen vor. Wenn man sich darauf einlässt, erfährt man eine neue Tiefe von sich selbst. Du hast aber nicht das Gefühl, dass du im Prozess des Verarbeitens solcher Dinge bessere Songs schreibst? Nein. Das Bild des leidenden Künstlers finde ich ein bisschen langweilig. Das ist nicht meins. Ich finde es toller, wenn man aus dem Glück, der Fülle und der Freude schöpft. Aus Dingen, die nicht auf der Befriedigung eines Mangels beruhen. Für viele ist das ein bisschen schwieriger, aber mir fällt es relativ leicht. Das ist ein Geschenk. Leid ist aber dennoch ein Thema auf deiner neuen Platte. Natürlich handelt sie auch davon, dass Dinge stattgefunden haben, die enttäuschend oder traurig waren. Aber solange ich Songs schreibe, ging es mir eigentlich immer darum, Freude und Trauer gleichermaßen zu verarbeiten. Nicht voneinander zu scheiden, sondern in ihrem Verhältnis zueinander stattfinden zu lassen. Für diese Platte gibt es keinen Überbegriff, keinen Masterplan, kein Konzept. Ich habe einfach darüber geschrieben, was mich berührt, was ich sehe, was ich erlebe und was mich bewegt. Es ging mir inhaltlich um die Verbindungen zwischen privaten Erfahrungen und gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen. Das Scheitern… Du kannst es nicht lassen. Warum versteckst du dich denn hinter so einem Begriff? Das ist doch total öde. Im Gegenteil. In Anbetracht der Tatsache, dass über die Platte im Zuge ihrer Veröffentlichung noch viel gesprochen und geschrieben werden wird, ist es doch total spannend, sich ihr mal aus einem ganz bestimmten Blickwinkel zu nähern. Dann ist „scheitern“ für mich aber der falsche Begriff. Da ist Liebe die zentralere Botschaft. Vielleicht gehört scheitern, so wie du das siehst, aber auch zur Liebe dazu. Dieses Loslassen von Bildern, das Freimachen von Vorstellungen. "Lass uns Liebe sein" Genau. Ich sehe den „Scheiter“-Begriff nicht als alles umfassenden Überbegriff für deine Platte. Aber scheitern findet darauf doch statt. Wie gesagt, ich denke nicht so. Wenn gestern die Sonne geschienen hat und es heute regnet, dann ist das für mich heute kein schlechteres Wetter. Über diesen Punkt bin ich längst hinaus. Es ist lediglich anders. Das heißt, du wertest nicht mehr? Genau. Das war auch ein zentrales Thema für mich auf der letzten Blumfeld-Platte „Verbotene Früchte“, wo ich versucht habe, so wenig wie möglich über bestimmte Begebenheiten zu urteilen. Und ganz ähnlich bin ich nun auch diese Platte angegangen. Im Zusammenspiel mit Fans und Medien begibst du dich aber doch mit jeder neuen Veröffentlichung immer wieder in den damit verbundenen Wertungsprozess von außen. Das ist richtig, aber es interessiert mich nicht mehr so sehr. Ich möchte viel lieber erfahren, ob die Leute nachvollziehen können, worum es mir mit jedem Album geht. Aber ich muss keine Plattenkritiken lesen, um ein Gefühl davon zu bekommen, ob ich verstanden wurde. Den Plattentitel „Heavy“ könnte man theoretisch aber auch im Kontext eines Scheiterns betrachten. Im Sinne von schweren Zeiten, die es durchzustehen galt. Das kann man so sehen, ja. Ich fand ihn einfach perfekt für die beiden musikalischen Welten, die sich auf dem Album gegenüberstehen. Denn ein Stück muss nicht heavy klingen, um heavy zu sein. Ich mag das Kecke an diesem Begriff. Er klingt toll. So leicht.
Das Album "Heavy" von Jochen Distelmeyer erscheint am 25. September


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derKING
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Mag ich Mag ich nicht

5

24.09.2009 - 19:00 Uhr
derKING

na, das ist ja mal ein schlechtes interview. und das liegt eher nicht an distelmeyer.

gardenofmymind
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Mag ich Mag ich nicht

0

24.09.2009 - 19:03 Uhr
gardenofmymind

vielleicht hätte er mit dem tocotronischen Begriff "Kapitulation" im Sinne von absoluter Hingabe mehr anfangen können..

Tulpenkrieg
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Mag ich Mag ich nicht

0

24.09.2009 - 19:06 Uhr
Tulpenkrieg

ein sehr unterhaltsames interview, aber den diestelmeyer check ich echt net. erst vom "zurücknehmen von projektionen aus bislang unverstandenem" erzählen und dann im popstars-video einen schlechteren detlef dee soost geben.

WINGS
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Mag ich Mag ich nicht

0

24.09.2009 - 20:25 Uhr
WINGS

Oh Mann, was für ein unterirdisches Interview. Ein starrsinniger Interviewer, der mit einer fixen Idee, dem Interviewten nicht zuhörend, seinen Egotrip durchreitet.

Das steht im Grunde aber auch bereits im Interview:

"Das Scheitern…"
Du kannst es nicht lassen. Warum versteckst du dich denn hinter so einem Begriff? Das ist doch total öde.

Tulpenkrieg
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Mag ich Mag ich nicht

1

24.09.2009 - 20:40 Uhr
Tulpenkrieg

ich finde das super. ist doch tausendmal spannender als das ewige "wie kam der song zustande?" und "was ist denn jetzt mit blumfeld?" ih finde vielmehr, dass der diestelmeyer es nicht versteht, sich auf das thema des interviewers einzulassen. komische welt.

ThomasCrown
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Mag ich Mag ich nicht

3

24.09.2009 - 20:46 Uhr
ThomasCrown

haha! distelmeyer zu interviewen ist vermutlich hartes brot. wenn man nicht flexibel genug ist, anscheinend noch mehr (aber wie schieferdecker auf scheitern gekommen ist, weiß ich auch nicht.).

isawmusic
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Mag ich Mag ich nicht

-1

24.09.2009 - 20:49 Uhr
isawmusic

vielleicht wollte er, dass zwei gegensätze aufeinander treffen: distelmeyer und scheitern. guter ansatz, schlechte umsetzung...

stundenhotel
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1

24.09.2009 - 20:51 Uhr
stundenhotel

"wohin mit dem hass" ist so grottenschlecht, das ist kaum zu glauben.

Tulpenkrieg
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Mag ich Mag ich nicht

0

24.09.2009 - 20:53 Uhr
Tulpenkrieg

ThomasCrown sagte:
aber wie schieferdecker auf scheitern gekommen ist, weiß ich auch nicht..


das schreibt er doch:
"dann würdest du mir widersprechen, wenn ich behaupte, dass ich auf dem album auseinandersetzungen mit situationen ausgemacht habe, in denen dein erzählerisches ich gescheitert ist?"

ThomasCrown
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Mag ich Mag ich nicht

2

24.09.2009 - 20:59 Uhr
ThomasCrown

ich will eigentlich nur murmel auf 7".

collectionofsimpleminds
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Mag ich Mag ich nicht

-1

24.09.2009 - 21:19 Uhr
collectionofsimpleminds

hmblablahmdadannmhjoah.

herzfein
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Mag ich Mag ich nicht

0

24.09.2009 - 21:26 Uhr
herzfein

mein gott... gründliches ignorieren von distelmeyers antworten.

was soll denn das?
gut, man legt sich seinen fragenkatalog zurecht, aber wenn der gute herr distelmeyer eben sagt, dass er die ganze sache anders sieht-
und man fragt ihn doch, was er UNS mitteilen will, also haben WIR zuzuhören- muss man darauf eingehen und nicht die eigene liste punkt für punkt abarbeiten.

buuh.

diejodie
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1

24.09.2009 - 21:33 Uhr
diejodie

typisches beispiel von:
dem interviewer geht es eher darum, seine eigene klugheit zu demonstrieren, als um das, was der interviewte sagt.

ratterratterorgelorgel
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1

25.09.2009 - 08:47 Uhr
ratterratterorgelorgel

Vielleicht aber auch ein Beispiel von:

der Künstler interessiert sich nicht so recht für einen Deutungsansatz, der seinem eigenem widerspricht. Möchte er nicht abstrahieren und Künstlerintension und werkimmanente Interpretation auseinanderhalten?

Im Zusammenspiel mit Fans und Medien begibst du dich aber doch mit jeder neuen Veröffentlichung immer wieder in den damit verbundenen Wertungsprozess von außen.
Das ist richtig, aber es interessiert mich nicht mehr so sehr. Ich möchte viel lieber erfahren, ob die Leute nachvollziehen können, worum es mir mit jedem Album geht. Aber ich muss keine Plattenkritiken lesen, um ein Gefühl davon zu bekommen, ob ich verstanden wurde.

Make_war
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Mag ich Mag ich nicht

0

25.09.2009 - 09:47 Uhr
Make_war

Aufregung unnötig: In sämtlichen Interviews der letzten Jahre mit D. läuft es doch so. Der Interviewer möchte sein Ding (sprich: seine Klugheit) durchdrücken, der Künstler, der eigentlich keiner sein will, lässt das aber mal überhaupt nicht zu. Das ist mittlerweile beidseitige Masche, so wie ein J. Mascis-Interview. Mit dem feinen Unterschied, dass J. Mascis großartig ist und J. Distelmeyer eben nicht. Seit L’etat et moi ist nichts Vernünftiges mehr gekommen, weder aus seiner Gitarre noch aus seinem Mund...

WINGS
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-1

25.09.2009 - 10:25 Uhr
WINGS

Der offensichtlich übermäßig von sich selbst eingenommene Interviewer hat hier das peinlichste Interview produziert, dass ich seit langer, sehr langer Zeit gelesen habe.

Ein totaler Rohrkrepierer!

Make_war
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Mag ich Mag ich nicht

2

25.09.2009 - 10:32 Uhr
Make_war

Um auch mal eine Lanze für den Interviewer zu brechen: Im Gespräch mit J. ist es auch wirklich nicht leicht. Siehe Masche. Zudem ist er ein so blasierter und von sich selbst überzeugter Mensch...

derKING
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Mag ich Mag ich nicht

1

25.09.2009 - 10:39 Uhr
derKING

Make_war sagte:
Um auch mal eine Lanze für den Interviewer zu brechen: Im Gespräch mit J. ist es auch wirklich nicht leicht. Siehe Masche. Zudem ist er ein so blasierter und von sich selbst überzeugter Mensch...


man muss nur mal in den neuen me und gerade in die neue spex gucken um zu sehen, dass interviews mit distelmeyer sehr wohl funktionieren können, selbst wenn man sich ein spezifisches thema aussucht.

max
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Mag ich Mag ich nicht

3

25.09.2009 - 10:45 Uhr
max

da hat wohl jemand versucht, die großen sz-wochenende-interviewer zu imitieren und ist auf ganzer linie - gescheiter. nur in diesem sinne passt der begriff hier mal. der arme distelmeyer! und so wie sich das hier liest, wird das aufgeblasene ego des interviewers noch nicht einmal schaden nehmen... schade.

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Mag ich Mag ich nicht

0

25.09.2009 - 10:46 Uhr
max

ich meinte natürlich "ist auf ganzer linie - gescheitert".

max-scharnigg
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25.09.2009 - 10:48 Uhr
max-scharnigg

Contenance, Herrschaften. Für Distelmeyersche Verhältnisse ist das hier schon regelrechtes Plaudern. Aber war ja klar: sobald man einmal eine Antwort drinlässt, in der der Interviewer zurecht gewiesen wird, fühlt sich jeder Kommentator auch noch dazu berufen.

Make_war
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Mag ich Mag ich nicht

0

25.09.2009 - 11:43 Uhr
Make_war

max-scharnigg sagte:
Contenance, Herrschaften. Für Distelmeyersche Verhältnisse ist das hier schon regelrechtes Plaudern. Aber war ja klar: sobald man einmal eine Antwort drinlässt, in der der Interviewer zurecht gewiesen wird, fühlt sich jeder Kommentator auch noch dazu berufen.


Touché!

ThomasCrown
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Mag ich Mag ich nicht

5

25.09.2009 - 11:52 Uhr
ThomasCrown

max-scharnigg sagte:
Contenance, Herrschaften. Für Distelmeyersche Verhältnisse ist das hier schon regelrechtes Plaudern. Aber war ja klar: sobald man einmal eine Antwort drinlässt, in der der Interviewer zurecht gewiesen wird, fühlt sich jeder Kommentator auch noch dazu berufen.


auch wenn manche kommentatoren über das ziel hinausschießen mögen: es geht hier doch nicht darum, den interviewer zurechtzuweisen, sondern eine meinung über das mißlungene interview zu äußern. ist ja keine schande, im wochenendinterview waren auch schon genug fehlschläge dabei.
und distelmeyer ist nicht der einfachste interviewpartner: klar, geschenkt. da muß man sich halt drauf einstellen.

v_2
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Mag ich Mag ich nicht

2

25.09.2009 - 13:25 Uhr
v_2

das Interview ist ein bisschen wie das von Loriot, wo der Interviewer dem Interviewpartner lauter vorbereitete Fragen zu dessen Leben als Weltraumfahrer aufdrängt, obwohl sich schnell herausstellt, dass es sich um eine Verwechslung handelt, und der vermeintliche Weltraumfahrer ein Ministerialbeamter ist, der mit den ausgedachten Fragen nichts wirklich anzufangen weiß.

permaneder
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Mag ich Mag ich nicht

0

25.09.2009 - 14:58 Uhr
permaneder

Ich finde, gerade ein Musiker-Interview darf und soll über den Austausch von Höflichkeiten hinausgehen. Insofern gefällt mir das hier: Hier erfahre ich einmal andere Dinge von Jochen Distelmeyer als in vielen anderen Magazinen.

Besuch
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Mag ich Mag ich nicht

2

25.09.2009 - 15:21 Uhr
Besuch

Auf wenn ihr mich jetzt alle rotdaumen werdet, es muss raus: Kann es sein, dass Jochen Distelmeyer immer wieder das selbe Lied schreibt, siehe "Lass uns Liebe sein"? Die Melodie habe ich von ihm schon hundertmal gehört. Und ich kann mir nicht helfen, aber die Texte sind einfach nur doof. "Freude ist für jeden schön." Und "wohin mit dem Hass" zeigt in meinen Augen, dass er im Grunde ein sehr unmusikalischer Mensch ist. Wie kann man denn sonst so unbeirrt unrhythmisch über was drüber singen? Obwohl auch ich mich stark an das Loriot-Interview erinnert fühlte, ist meine Sympathie auf Seiten des Interviewers.

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Mag ich Mag ich nicht

0

25.09.2009 - 15:22 Uhr
Besuch

-f, +ch =auch, Verzeihung.

shafty
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Mag ich Mag ich nicht

4

25.09.2009 - 15:23 Uhr
shafty

-aber jochen, bist du nicht, also jetzt auf der platte, oder wenigstens sonst mal...also komm hilf mir hier. also irgendwo wirst du doch mal gescheitert sein.
- nein
- ein ganzkleinesminibisschen?
- nein
- nicht vielleicht doch eine kleine, eher unscheinbare scheiterei? jochen?
- nein
- och mööönsch jochen,komm jetz.

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Mag ich Mag ich nicht

1

25.09.2009 - 15:25 Uhr
shafty

Besuch sagte:
Auf wenn ihr mich jetzt alle rotdaumen werdet, es muss raus: Kann es sein, dass Jochen Distelmeyer immer wieder das selbe Lied schreibt, siehe "Lass uns Liebe sein"? Die Melodie habe ich von ihm schon hundertmal gehört. Und ich kann mir nicht helfen, aber die Texte sind einfach nur doof. "Freude ist für jeden schön." Und "wohin mit dem Hass" zeigt in meinen Augen, dass er im Grunde ein sehr unmusikalischer Mensch ist. Wie kann man denn sonst so unbeirrt unrhythmisch über was drüber singen? Obwohl auch ich mich stark an das Loriot-Interview erinnert fühlte, ist meine Sympathie auf Seiten des Interviewers.


och, von mir kriegste nen grünen daumen dafür. ich trau mich hier ja nie was gegen toco-blumfeld-tomte-kante-etc. zu sagen, weil das hier immer so furchtbar schlecht ankommt.
aber der diestelmeyer macht für mich schlager für indietypen.
und besonders musikalisch ist das leider nicht, dafür aber pseudointellektuell aufgebläht bis zum gehtnichtmehr.

Purcell
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0

25.09.2009 - 15:36 Uhr
Purcell

Super, die notwendige Kehrtwende von Kommentaren gegen den Interviewer zu Kommentaren gegen den Interviewten ist geschafft.

Distelmeyer. Vollkommen überbewertet. Auf musikalischer Ebene nicht mehr als dilettierend. Durch die Offenheit und Kryptik der Texte automatisch offen für assoziative, vermeintlich postmoderne Interpretationen. Der Promotionsabbrecher Diedrich Diederichsen ist an allem schuld.

Tulpenkrieg
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0

25.09.2009 - 15:43 Uhr
Tulpenkrieg

ich sag nur: "wohin mit dem hass?"

sodawasser
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Mag ich Mag ich nicht

1

25.09.2009 - 16:24 Uhr
sodawasser

faz meint: jochen ist bürgerlich geworden.

http://www.faz.net/s/Rub1637F1E578F4428A...

gardenofmymind
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Mag ich Mag ich nicht

0

25.09.2009 - 17:18 Uhr
gardenofmymind

faz meint auch: man muss über den ersten "Schäm-Moment" hinweg kommen.

Eigentlich mag ich diese tanzenden Menschen.

EtwasdasmanmaggibtmankeinenoriginellenNamen
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1

25.09.2009 - 18:45 Uhr
Etwasdasmanmaggibtman…

Sieht das denn keiner? - Der Interviewer möchte das Werk des Künstlers unter dem Gesichtspunkt des Scheiterns besprechen, scheitert aber an der Kooperationsunwilligkeit des Künstlers. Total meta. Alles sicher Absicht.

Im Ernst, ich hab's gern gelesen.

kleinerheiner
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-2

25.09.2009 - 19:59 Uhr
kleinerheiner

Warum ist das Foto vom Autor so krass unsympathisch?

ThomasCrown
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Mag ich Mag ich nicht

1

25.09.2009 - 20:04 Uhr
ThomasCrown

kleinerheiner sagte:
Warum ist das Foto vom Autor so krass unsympathisch?


sachliche kritik, bitte. persönliche kritik ist nicht schön.

Besuch
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Mag ich Mag ich nicht

1

25.09.2009 - 20:06 Uhr
Besuch

Danke für den FAZ-Link. Endlich mal eine wirklich aufschlussreiche Distelmeyer-Rezension. Ich hab mir ja wirklich immer Mühe gegeben zu verstehen, warum so viele sympathische und in Musik- und Geschmacksfragen normalerweise kompetente Menschen den gut finden. So nah dran, es zu verstehen, wie nach dieser Rezension war ich noch nie. Hören mag ich das trotzdem nicht. Münchner Freiheit triffts in meinen Ohren ziemlich genau.

kleinerheiner
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Mag ich Mag ich nicht

-1

25.09.2009 - 20:14 Uhr
kleinerheiner

"sachliche kritik, bitte. persönliche kritik ist nicht schön."

Die Kritik ist sachlich. Der Gesichtsausdruck auf dem Foto ist objektiv gesehen einfach pseudo-cool. So was nervt mich. Und das ist nicht persönlcih gemeint - wahrscheinlich ist er ja ganz nett - aber wenn ich das Foto seh, glaub ich halt nicht ganz dran.

a_nne
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Mag ich Mag ich nicht

0

27.09.2009 - 19:37 Uhr
a_nne

find die musik naja.

aber seine augen sind 'ne schau!

und interview nervig, weil dreht sich irgendwie im kreis. ja - nein - doch - nein - warum - darum - aber. meta hin oder her.


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