18.09.2009 - 18:30 Uhr

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Mädchen, was nervt euch an anderen Mädchen?

Text: jetzt-redaktion

Eigentlich ist diese Kolumne dafür da, die Seltsamkeiten des anderen Geschlechts zu ergründen. Heute wird ausnahmsweise gegen das eigene Geschlecht gestänkert. Denn das kann einem auch wirklich mal fremd vorkommen. Zwei Listen mit den Dingen, die uns an uns nerven.

Die Jungsliste: Was uns an anderen Jungen stört
+ Dieser mangelnde Respekt vor netten Dingen und der Hang zur Randale: Ins Blumenbeet trampeln, das fremde Pausenbrot ins Klo werfen, Heuschrecken kaputt machen. Und danach dumm lachen. + Dass viele Jungs und Männer „Gut Autofahren“ mit „Allein auf der Welt Autofahren“ verwechseln. + Allgemein: Lautsein. Grölen. Pöbeln. Anfeuern. + Jungs müssen sich letztlich doch immer mit James Bond abgleichen. Mein Haus. Mein Boot. Mein Auto. Meine Fickgeschichten. Und dass wir dann jedes Mal doch bei diesem Schwanzvergleich mitmachen, nervt uns am meisten. + Immer albern: Wenn Männer ihren Daumen in der Hosentasche einhaken. + Wenn Männer auf Club-Toiletten nebeneinander am Waschbecken stehen, ganz selbstverständlich NICHT in den Spiegel schauen und dabei so tun, als sei Eitelkeit nur was für Mädchen. + Typisch ewige Jungs: Nach dem Öffnen einer Bierflasche den Zeigefinger in den Flaschenhals stecken, um immer und immer wieder dieses blöde Plopp-Geräusch zu machen. + Unverständlich: Alte Männer, die sich noch viel schlechter anziehen als alte Frauen. Überhaupt: alte Männer, die oft wie kleine dumme Teddybären am Arm ihrer Frau hängen und cholerisch werden, wenn sie die S-Bahntür nicht aufkriegen. + Selbstgefällige Wampen. + Alte Alphatiere, weil sie herablassend sind. Junge Alphatiere, weil sie Härte als männliche Tugend einsetzen und dadurch alles kompliziert machen. + Das man entweder hetero oder ein interessanter, gut angezogener, eloquenter Mann sein kann. Zumindest wenn es nach der Meinung der Fußball-und GolfGTI-Männermehrheit geht. + Diese weitverbreiteten schwarzen Halbschuhe, bei denen sich so eine dicke Wulstnaht über den Vorderfuß spannt. Überhaupt: Flächendeckende Ignoranz in Schuhästhetik + Furzen und danach ächzen. Pinkeln und danach ächzen. Aufstehen und danach ächzen. + Die Sprüche: „Muss ja.“ und „Was nicht passt, wird passend gemacht!“ und „Frauen kann man einfach nicht verstehen“. + Trotzdem auch schlimm: Frauenversteher + Das unerschütterliche Angraben von Mädchen im Club zu vorgerückter Stunde und gestiegenem Pegel, das oft wirkt, als würde der Junge das Mädchen am liebsten an Ort und Stelle fressen. Dieses ausgehungerte Triebhaftigkeit. + Männer gehen demonstrativ mit einer Zeitung auf's Klo und signalisieren damit, dass sie den nun folgenden Vorgang als genussvollen Teil ihrer Tagesfreizeit ansehen. + Den schmierigen Ton, in den unsere Freunde plötzlich verfallen, sobald ihre Freundin im Raum ist. Der Ton, in dem sie „Baby“ sagen. Überhaupt, wenn Männer „Baby“ sagen. + Dass Männer eine Glatze kriegen. Und dann nicht zum Haarausfall stehen und gleich eine Glatze rasieren. Stattdessen komische, tonsurartige Halbfrisuren tragen, weil sie denken: Geht schon noch. + Tanzextreme Männner nerven von beiden Seiten. Rumsteher mit Bierflasche in der Hand genauso wie Tanzbären im Rausch, die ihre eigene Peinlichkeit nicht mehr wahrnehmen. + Diese brachial-männlichen Umarmungen, wenn man sich lange nicht gesehen hat, die aber irgendwo auf halber Körperstrecke steckenbleiben, weil man ja jetzt auch nicht „irgendwie schwul rüberkommen will“.
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