16.09.2009 - 08:00 Uhr

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Der Feuilleton-Ticker: interessierst du dich für Klassik, Poesie und Theater?

Text: penni-dreyer - Bild: ddp

Jetzt geht es ja wieder los mit Theater und so. Und diese Jahreszeit eignet sich auch bestens zum Besuch mollig-warmer Konzertsäle, um dort einem Sänger beim dramatischen Interpretieren von Schubert-Liedern zu lauschen. Man kann es aber auch lassen. Oder?

Wann warst du eigentlich zum letzten Mal im Theater? In einem klassischen Konzert? Auf einer Dichterlesung? In meinem Fall ist das Jahre her. Und wenn ich im Feuilleton Bilder von Theater-Inszenzierungen sehe, oder Besprechungen von klassischen Konzerten, dann schlafe ich mit enervierender Regelmäßigkeit schon kurz nach dem ersten Absatz ein. Darauf bin ich nicht stolz, manchmal schäme ich mich meiner Ignoranz auch. Aber ich kann es nicht ändern: dieEntertainment-Angebote des klassischen Bildungsbürgertums liegen mir schwer im Magen. Und wenn ich es recht sehe, dann geht es einem Großteil der jungen Menschen genauso. Oder? Brich doch mal bitte eine Lanze für den Schubert-Liederabend, die Dichterlesung, den Museumsbesuch. Oder auch dagegen. Ganz wie es dir beliebt.


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jinxjordan
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Mag ich Mag ich nicht

1

16.09.2009 - 19:24 Uhr
jinxjordan

ja, aber nicht am offenen feuer.

DagnyTaggart
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Mag ich Mag ich nicht

0

16.09.2009 - 19:31 Uhr
DagnyTaggart

jinxjordan sagte:
ja, aber nicht am offenen feuer.


Um himmels willen! Bei der jurette_ in der Kanzlei kannste doch kein offenes Feuer machen.

eisengrau
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Mag ich Mag ich nicht

0

16.09.2009 - 19:40 Uhr
eisengrau

Nanu, so spät noch Licht, hier?

DagnyTaggart
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Mag ich Mag ich nicht

0

16.09.2009 - 19:55 Uhr
DagnyTaggart

eisengrau sagte:
Nanu, so spät noch Licht, hier?


Klar, hier wird gearbeitet.

Scardanelli_insanewriting
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Mag ich Mag ich nicht

0

18.09.2009 - 12:52 Uhr
Scardanelli_insanewri…

in einer von schnellem bunten entertainment gezeichneten welt scheint das theater in vielen fällen einfach nicht mehr"kompatibel" mit den unterhaltungsanforderungen, dessen messlatte sich stark am fernsehprogramm festmachen lässt, sei es nun gut oder nicht...schade.

cosmashiva
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Mag ich Mag ich nicht

0

18.09.2009 - 15:20 Uhr
cosmashiva

@scardanelli: es gibt aber auch theater, die dieser herausforderung begegnen anstatt sie zu ignorieren. http://www.primetimetheater.de/

DATEIBEARBEITENANSICHTCHRONIKLESEZEICHEN
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Mag ich Mag ich nicht

0

19.09.2009 - 00:11 Uhr
DATEIBEARBEITENANSICH…

Zeitgenössische klassische Musik - diesen Ausdruck verwendet ja auch niemand. Man sagt Zeitgenössische Musik, üblich ist ebenfalls Neue Musik, gerne mal auch Aktuelle Musik.

Zeitgenössisch klassisch - das klingt schon so, als bezöge man sich unentwegt auf Beethoven, und Beethoven ist ja doof. Mitnichten! Der Bonus zeitgenössischer Musik ist ja eben, dass die Komponisten Zeitgenossen sind.

Wozu zeitgenössische Musik in der Tat selten taugt, ist zur Berieselung beim Joggen. Sehr wohl aber kann sie für Interesse sein für Hörer, die musikalische Statements sucht, die formal, klanglich, technisch und konzeptuell wirklich politisch ist.

Pierre Boulez!
Luigi Nono!
Das waren starke Stimmen im politisch verwirrten und gesellschaftlich konservativen Deutschland der 1950er Jahre. - Und die beiden Herren - Boulez lebt noch, steinalt - haben ihre Wirkzeit ja nun längst hinter sich.

Kurzum: Ja, zeitgenössische Musik gibt es & ist toll weil zeitgenössisch. Und zwar aus der Musik heraus.

Breche ich gerne eine Lanze für.

Anspieltips (mit Mp3s):
- Simon Steen-Andersen, Kopenhagen/Berlin (geb. 1976)
http://www.simonsteenandersen.dk/eng_mp3...
- Johannes Kreidler, Berlin (geb. 1980)
http://www.kreidler-net.de/
- Niklas Seidl, Leipzig/Frankfurt a.M. (geb. 1983)
http://profile.myspace.com/index.cfm?fus...

Ciaociao

Gedichtefreude
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Mag ich Mag ich nicht

0

30.09.2009 - 16:40 Uhr
Gedichtefreude

hallo, ich bin genau deiner Meinung. Da sitzen und ein für das halbintelektuelle Bürgertum mit gymnasialer Halbbildung aufbereitete Konzert oder Provinztheater anhören oder ansehen: Gähn! Aber dafür mach ich etwas anderes: ich mache mit und singe im Chor. Das ist anstrengend aber wenig ermüdend. Dann schreib ich Gedichte und bin begeistert über die wenigen Zuhörer, denn gute Lyrik bleibt elitär!
Das so zu sehen kann auch Spaß machen, Freude machen.

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penni-dreyer

ist jetzt-Mitarbeiterin und hat diesen Beitrag verfasst.