Apple und das Hosentaschen-Video
Digiknipsen hat jeder, trotzdem verkaufen sich in den USA kleine Digifilmkameras sehr gut. Deswegen hat Steve Jobs den neuen iPod jetzt auch zum YouTube-Werkzeug gemacht.
Der iPod Nano, den Steve Jobs gestern bei seiner Wiederauferstehung präsentierte, ist eigentlich keine typische Apple-Nachricht. Design- und Pionierpotenzial der neuen Funktionen ist gering: Radio kann das Gerät jetzt und vor allem Video. Dass ein Produkt - Stift, Telefon oder Kaffeetasse - Video kann, lässt aber den durchschnittlichen Saturn-Einkäufer heute kalt wie kalte Suppe. Das ahnte Jobs offenbar und sagte deswegen auch gleich, warum der iPod Nano jetzt trotzdem noch mit Linse und größerem Display bestückt wurde. Der Grund heißt Flip. Eine Flip ist ein Produkt, mit dem die Industrie in Gestalt der Firma Pure Digital Inc. vor drei Jahren den Anforderungen der YouTube-Welt entgegen kam. Eine Videokamera, groß wie eine Zigarettenschachtel mit einem Schwanz, der ein USB Stecker ist. Einzige Aufgabe einer Flip ist das Aufnehmen von wackligen Filmchen und deren baldiges Hineinspeichern ins Web – dafür ist eine eigene Software dabei. Das Gerät ist simpel, die Auflösung entspricht grundausgestattet einer etwas besseren VHS-Video-Qualität, der Flash-Speicher reicht für eine knappe Stunde Film. Es kostet in der einfachsten Version um die hundert Euro, knallige Farbvarianten inbegriffen. Soweit nichts Besonderes - wenn dieses Film-Spielzeug nicht in USA über zwei Millionen mal verkauft worden wäre und das obwohl der Markt für digitale Videokameras als gesättigt eingeschätzt wurde.
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stinkig.








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10.09.2009 - 19:14 Uhr
oelfeld