Florian Pronold: "Für mein Image brauche ich keinen roten Pullunder"
Welche Schlüsselqualifikationen sind im Beruf wirklich wichtig? Heute: Bayern-SPD-Chef Florian Pronold, 36, über Führungskompetenz
In Stellenanzeigen wird von Bewerbern einiges verlangt: Teamfähig sollen sie sein, flexibel und zuverlässig. Doch wie wichtig sind Schlüsselqualifikationen im Job wirklich? Wir fragen bekannte Persönlichkeiten. Folge 22: Florian Pronold über Führungskompetenz. jetzt.de: Florian, seit Juli bist du bayerischer SPD-Chef. Ist man als Führungsperson automatisch einsamer Einzelgänger oder eher sozialer Leitwolf, der für das Wohl seines Rudels sorgt? Florian Pronold: Ich pflege einen sehr kooperativen Führungsstil und versuche zu überzeugen statt Anweisungen zu geben. Aber ich bin mir schon darüber bewusst, dass man in diesem Amt sehr schnell einsam sein kann. Bereitet dir die neue Verantwortung schlaflose Nächte? Wenn ich wegen der Verantwortung schlaflose Nächte hätte, wäre ich fehl am Platz. Außerdem haben wir in der SPD ja eine demokratische Entscheidungsstruktur, ich brauche also für jede Entscheidung eine Legitimation durch ein Gremium. In einem Unternehmen mag das anders sein, da haben Vorstandsvorsitzende viel größere Freiheiten als ich sie habe. Aber es ist natürlich auch klar, dass ich als Landesvorsitzender der Bayern-SPD für jede Entscheidung den Kopf hinhalten werde. Was verstehst du unter Führungskompetenz? Führung darf nie von oben nach unten gehen, sondern muss immer ein Kommunikationsprozess bleiben. Egal ob in einer Firma oder in einer Partei: Wenn Führungskräfte auf Kritik der Arbeitnehmer oder Kollegen wie beleidigte Leberwürste reagieren, dann wird die Zusammenarbeit nicht funktionieren. Es geht nur mit Vertrauen und indem man versucht, auch als Führungskraft offen für Kritik zu bleiben und sich nicht nur mit Ja-Sagern zu umgeben. Man kann Kritik zwar zurückweisen, aber nur dann, wenn man sich damit auseinandergesetzt hat. Wie schützt du dich konkret davor, eine Führungsarroganz zu entwickeln, die ja vielen Chefs nachgesagt wird? Indem ich versuche, meinen Freundeskreis aufrecht zu erhalten, der meiner Politik gegenüber kritisch ist. Das sind Menschen, die nicht unmittelbar in den politischen Prozess eingebunden sind und mutig genug sind, mir ihre Kritik auch mitzuteilen.
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16.10.2009 - 18:42 Uhr
DagnyTaggart
Wie wärs mit Galgenhumor......
littlejohn sagte:
Schlüsselqualifikation? Als Chef der Bayern-SPD?
Wie wärs mit Galgenhumor......
hahaha. der ist mal e c h t gut.
Einziger Antrieb: Macht erlangen. Einziger Irrtum: Warum als SPDler in Bayern?
weltherrrschaft sagte:
Einziger Antrieb: Macht erlangen. Einziger Irrtum: Warum als SPDler in Bayern?
sagt ja keiner, daß er in bayern bleiben muß. der ist 36, in den nächsten 30 jahren wird die spd schon noch mal an die macht kommen.
nur weil ihr euch auch einen totaaaaaaaal gschickten, "jungen" Föhnfrisur-Klon vom Söder gebastelt habt, werdet ihr noch lange nicht gewählt. Einer von der Sorte ist schon mehr als genug. Pfui, schämt euch!
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16.10.2009 - 18:40 Uhr
DagnyTaggart
*gg*
Hey, wir reden von Bayern.