28.08.2009 - 18:30 Uhr

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Revolution des Schreibens

Foto: ddp

Eine Studie belegt unsere heimliche Literarisierung durch das Internet

Diesen Text aus der Süddeutschen Zeitung kannst du hier leider nicht mehr lesen, er ist aber noch im Archiv der Süddeutschen Zeitung zu finden.


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Terpsichore
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Mag ich Mag ich nicht

1

28.08.2009 - 21:35 Uhr
Terpsichore

ich glaube, steinfeld widerspricht sich da selber. zu beginn gehts um kommunikation und am ende um ein baldiges literarisches erbe. und bloß, weil er nicht weiß, worauf er eigentlich hinaus will, kriegen wir uns hier in die haare.

MorbusBahlsen
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Mag ich Mag ich nicht

0

28.08.2009 - 21:39 Uhr
MorbusBahlsen

Wir kriegen uns in die Haare? Nicht doch. Dazu ist das Banale doch nicht da :) Wir sind uns doch einig. Jeder auf seine Weise ;)

Nein ehrlich, ich sage ja selbst, dass die Schriftlichkeit kein Kommunikationsnachteil wird. Aber den Widerspruch im Artikel wollte ich eben auch nicht unkommentiert oder nur bei ruebezahl bedaumt stehen lassen.

ruebezahl
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Mag ich Mag ich nicht

0

28.08.2009 - 21:42 Uhr
ruebezahl

wie denn, das bisschen dissenz ist schon in-die-haare-kriegen?
was soll denn werden, wenn einer von uns mal wirklich sauer wird?

wegen missratener journaille macht man sich doch nicht kaputt.
HA!

_pulque_
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Mag ich Mag ich nicht

0

28.08.2009 - 21:44 Uhr
_pulque_

"Er [der Text] wird nicht nur für den Dozenten und damit letztlich für den Papierkorb geschrieben, sondern für eine potentiell unendlich große Leserschaft [...]"

nun ja, das würden alle hier gern glauben. Tatsache ist aber, dass zwar immer mehr geschrieben wird, jedoch nicht mehr gelesen. Es wird für den Leser sogar immer schwieriger, in der Flut an digitalen Inhalten irgendetwas Substantielles oder auch nur Interessantes zu finden.

"Es findet hier also durchaus eine Literarisierung statt, ohne dass es dafür außerhalb des Internets eine öffentliche Wahrnehmung gäbe. Das wird ein Versäumnis sein."

Ich nehme an, mit dem Begriff "Literarisierung" soll die Wortflut im Internet geadelt werden. Masse war aber noch nie ein Kriterium für Qualität. Vielleicht ist aber nur gemeint, dass die sprachliche Inflation im Web es schwieriger macht, gute Sprachkunst zu finden. Das ist, wie gesagt, sicher richtig.

Im übrigen: Qualität allein hat noch nie gereicht, um aus Kunst eine gefragte oder bezahlte Kunst zu machen. Das ist in der Blogosphäre auch nicht anders. Wer da bekannt ist, weiß um die Mechanismen.

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Mag ich Mag ich nicht

1

28.08.2009 - 21:49 Uhr
_pulque_

zudem vermisse ich in dem artikel einen link auf die stanford studie, das ist inzwischen einfach standard, vor allem wenn man einen so hingeschluderten text auf einer verlagsseite veröffentlicht

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Mag ich Mag ich nicht

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28.08.2009 - 21:50 Uhr
_pulque_

und ich betone: dies ist keine kulturkritik. nur eine kritik dieses artikels hier

soylentyellow
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Mag ich Mag ich nicht

0

29.08.2009 - 11:55 Uhr
soylentyellow

_pulque_ sagte:
zudem vermisse ich in dem artikel einen link auf die stanford studie, das ist inzwischen einfach standard, vor allem wenn man einen so hingeschluderten text auf einer verlagsseite veröffentlicht



Ein Link - im Internet - wo kämen wir denn da hin, das ist doch viel zu kompliziert.

Jetzt.de schafft es ja noch nicht einmal den Link zum Originalartikel in der großen Schwester SZ anzugeben ("Dieser Text stammt aus der Süddeutschen Zeitung.")

ruebezahl
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Mag ich Mag ich nicht

0

30.08.2009 - 18:00 Uhr
ruebezahl

worauf im übrigen noch keiner reagiert hat:
"Unter dem Druck, wahrgenommen werden zu müssen, haben junge Leute - und auch viele ältere - längst angefangen, sich selbst wie ein Unternehmen, als eine Art Privatsender ihrer selbst zu behandeln. Es findet hier also durchaus eine Literarisierung statt [...]"
nach steinfelds betrachtungen trägt das internet vorrangig zur voranschreitenden vermarktung des egos bei, scheint gerade ein wesentlicher sinn des ganzen zu sein: im web bin ich mein eigenes unternehmen, trage mich zu markte etc - interessant wird dies erst durch die verquere volte, dem kapitalistischen habitus qualität, nämlich "literarisierung" zu attestieren.
wenn dem so wäre, dann wäre erstens das web ein becken um aufmerksamkeit buhlender schreiberlinge gleich monaden und social-network eine chimäre. und zweitens erwüchse aus solcherart ego-zentriertem konkurrenzverhalten wertvolles, was eine neoliberale pointe ist: der markt regelt den kram ganz prima.
glücklicherweise aber ist die internet-lebendigkeit, auch die der schriftlichkeit, nicht mit marktliberalen kategorien beschreibbar: welchen ego-marktwert haben die schriftlichkeit von chat und twitter? oder gb-einträge und kommentare in diesen foren?

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