Mädchenfrage: Jungs, warum stöhnt ihr nie?
Immer zum Wochenende: Jungs fragen Mädchen fragen Jungs. Weil manches kapiert man einfach nicht, bei denen.

Die Mädchenfrage:
Jungs, aufgepasst und Duschtuch unter den Arm geklemmt, denn jetzt wird es gleich etwas, ähm, schwül und intim.
Also, los geht’s: Bei den ersten paar Malen dachte ich noch, ich hätte es einfach mit sehr schweigsamen Jungs zu tun. Die machten auch im senkrechten Zustand nicht allzu viele Worte und da war es eigentlich verständlich, dass sie auch im Bett, genauer gesagt beim Sex gerne die Klappe hielten.
Aber dann kam Jonas, die Quasselstrippe, dann Martin, der mir immer die Welt erklären wollte und auch Jonas und Martin waren im Bett, beim „actus selbst“, wie der Küchenlateiner zu sagen pflegt, plötzlich ganz leise.
Oder neulich in der Nachbarswohnung: bei gutem Wetter und offenem Schlafzimmerfenster hat es das Pärchen wohl überkommen. Oder war es die Frau alleine? Denn während gut fünfzehn Minuten lang die Frau ihre Nachbarschaft über ihren momentanen Gefühlshaushalt in Kenntnis setzte, war von dem Verursacher nicht eine Silbe zu vernehmen.
Fassen wir es zusammen: Ihr Jungs kriegt das Maul nicht auf im Bett.
Weniger im Sinne von: „Bitte fass mal kurz hier an, rubbel jetzt das hier und steck doch bitte das hier in jene Vertiefung.“ Sondern mehr so allgemein. Ihr stöhnt nicht. Nie. Allerhöchstens ganz kurz, bevor ihr kommt, zwängt sich ein kehliger Laut zwischen euren zusammengebissenen Zähnen heraus.
Ich bin ja nun selbst auch nicht eine von der Sorte, die meint, dass sie ihre Befindlichkeiten unbedingt in die Welt hinausschreien müsste, aber wie kommt es, dass ich immer, immer lauter bin beim Sex, als meine Partner?
Warum ist das so? Habt ihr Angst davor, uns Angst zu machen? Müsst ihr denn gar nicht mal was von dem Druck ablassen, der sich vor lauter sexologischer Betätigungen in eurem Innersten breit macht? Ist es euch denn kein Bedürfnis, eurer Freude Ausdruck zu geben? Oder macht ihr euch echt Sorgen um die Nachbarn?
Die Frage ist wirklich und wahrhaftig nicht als Vorwurf zu verstehen. Wir wollen ja nur, dass es euch gut geht mit uns im Bett. Und euch hiermit die Pauschalerlaubnis erteilen, da auch mal den Mund aufzumachen. Wenn ihr das denn wollt.
Lies auf der nächsten Seite die Jungsantwort
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