Die SPD – Partei der gebrochenen Herzen?
In der Kritik steht heute eine Partei, die im jetzt.de-Kosmos noch schlechter da steht als in den offiziellen Wahlprognosen: Ist die SPD etwa nicht mehr liebenswert? Ein Textmarker zu den Sozialdemokraten
(…) 1968. Die Journalisten, die damals am Anfang ihrer Karrieren standen, gehen demnächst in Rente. Und viele der Journalisten, die heute über die Fülle der Möglichkeiten ihres Berufs verfügen, sind von ihnen geprägt worden, was (…) nicht ohne Leiden abgegangen sein wird. Und jetzt (…) bestimmt enttäuschte Liebe die Abrechnung mit der SPD. Wo steht das denn? Diese Selbsterkenntnis stammt von Journalist Jürgen Busche, der sich für die Zeit unlängst der Frage widmete, weshalb die Presse im Wahljahr 2009 heftiger auf die SPD einprügelt als je zuvor. Sein Fazit lässt sich dem obigen Zitat entnehmen: Busche vergleicht die Wut vieler Journalisten mit der Rache eines tief enttäuschten Ehemannes, der schmerzhaft erfahren muss, dass ihn die einst so geliebte Gattin nach vielen Jahren ehelicher Treue betrogen hat. Diese Enttäuschung teilen die Journalisten derzeit mit vielen anderen Ex-SPD-Wählern. Kriegseinsatz, Agenda 2010, Rente mit 67 – all das klingt eben so ganz und gar nicht mehr nach jener unschuldigen Partei, in die sich der junge Sozi einst verliebt hatte.
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15.09.2009 - 18:33 Uhr
Karamelleis
und das hier piraten,grüne und linke stark vertreten sind,das war mir auch vorher klar. liegt evtl. am durchschnittsalter.
wer kommt eigentlich nach steini? nahles? scholz? wowereit? auch alles keine bringer. die müssen nach 11 regierungsjahren einfach mal von vorn anfangen.
und auch mal definieren was sie eigentlich wollen. die sind weder fisch noch fleisch. ein unpartei, die für nichts mehr steht außer für sich selbst.
Für mich ist die SPD von der Einstellung her die beste Partei...ich sehe mich absolut als Sozialdemokrat, aber die aktuelle Besetzung ist für mich unwählbar. Ich würde die Grünen wählen...
Aber die Strukturen der Partei (der SPD ganz besonders) schreiben die Ochsentour vor, dabei kommen dann entsprechende habituelle Typen heraus.
Ich finde aber auch das Foto mit dem niedlichen roten Entchen allein in der Gosse eher unpassend. Was, bitte schön, ist an der SPD noch "niedlich", liebenswert?
Es gibt kaum eine Partei, die mit so viel normativen Pathos über ihre Gegner herzieht, aber selbst im Dienstwagen davonrauscht, Deutsche im Gefängnis vergißt, Kriegseinsätze rechtfertigt, demokratische Gesinnung nicht mal bei wikipedia nachschlägt, wenn es der Machterhalt gebietet.
- die seit der wende ungeklärte haltung zur PDS/linkspartei
- der taktische fehler von schröder, hinzuschmeißen
- und natürlich vor allem die tatsache, merkel zur macht verholfen zu haben.
die große koalition und die wahl dieser person zur kanzlerin haben mehr zuspruch und glaubwürdigkeit gekostet, als afghanistan und hartz IV.
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15.09.2009 - 18:32 Uhr
Karamelleis